The Say Chronicles 3

Hintergrundgeschichten zum Leben von Sayouri'Ryu

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  • Ein Kitzeln an der Spitze ihres rechten Leks. Sayouri drehte sich mit geschlossenen Augen um und murmelte: „Noch ein paar Minuten. Ist noch finster.“ Schon war sie wieder eingeschlafen, doch dann wurde sie wieder gekitzelt, diesmal an der Nasenspitze. Ihre Mutter war heute wohl sehr hartnäckig. „Mama, lass mich!“, sagte sie entschlossener als zuvor, öffnete die Augen – und starrte direkt in eines der großen, schwarzen Augen des Pilzkopf-Monsters, das sie am Vortag aus dem Müll gezogen hatte. Mit einem Aufschrei krabbelte sie rückwärts von ihm weg, bis sie an einer Wand anstieß und nicht mehr weiter weg konnte. Zu allem Überfluss kniete das Wesen auch noch zwischen ihr und dem einzigen Ausgang, also kauerte sie sich zusammen, machte sich so klein wie möglich und erwartete das Schlimmste.

    Doch das Wesen mit dem pilzförmigen Gesicht starrte sie nur an, kratzte sich mit dem Saugnapf an einem seiner langen Finger am Kopf, ehe er sich die Hand auf die Brust legte. Mit seinen zwei Mündern… [Weiterlesen]
  • Freier Fall. Sayouri liebte dieses leichte, kribbelnde Gefühl in der Magengegend, wenn man irgendwo rauf kletterte und dann runter sprang. Vor allem, wenn man weich landen konnte. Und noch mehr, wenn jemand am unteren Ende sie auffing und an sich drückte. Sie hatte es geliebt, auf das Vordach des Ryu-Guts zu klettern, die Füße vom Rand baumeln zu lassen und zu springen, wenn jemand von ihren Eltern unten bereit stand. Oder die Treppen zwischen den Weintrassen hinunter zu springen und im Matsch zu landen, auch wenn ihre Mutter sie für die dreckigen Kleider geschimpft hatte. Irgendwie hatte sogar das den Reiz ausgemacht, denn wann immer ihre Mutter sie geschimpft hatte und ihr Vater daneben stand, hatte Say in seinen Augen dieses belustigte Funkeln erkennen können.
    Hart krachte die kleine Twi’lek auf das vordere Verdeck des Mülltransporters, wurde weiter geschleudert und prallte gegen einen größeren Metallbalken auf der Ladefläche und blieb darunter liegen. Benommen blieb sie
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  • Nar Shaddaa, Ende Januar 12nVC


    Kisten! Endlich hatte sie ein Versteck gefunden, in dem sie für den Moment sicher war. Sicher vor diesen großen, eigenartigen Wesen, die sich an diesem düsteren Ort voller künstlicher Lichter herumtrieben. Sicher vor den riesigen, fauchenden Dingern, die durch die großen Fenster in den noch größeren Räumen flogen und in die die Wesen ein- oder ausstiegen. Sicher vor den Blicken, die man ihr aus unheimlichen Auge zugeworfen hatte. Große, schwarze Augen, die glänzten. Ein schwarzes Augenpaar in einem grünen Gesicht mit einem Rüssel, ein Paar in einem schwarzen, haarigen Gesicht mit bösen, spinnenartien Fangzähnen, wo der Mund sein sollte.
    Sayouri kauerte sich hinter den Kisten in der geschützten Ecke zusammen und drückte den gehäkelten Bantha an sich, den sie vor ein paar Monaten von ihrer großen Schwester Neyfirah bekommen hatte, als Say fünf geworden war. Ney, die noch irgendwo auf einem der großen fauchenden Dinger war, zusammen mit den
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