EQ

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  • An: EQ
    von: Doc

    Hey hey!
    ein Freund hat mir gesagt, dass ich mal bei dir aufschlagen soll, du wirst ihn sicherlich kennen.
    stell schon mal das Ale kalt und überlege dir, mit was für Musik du mich überraschen kannst. Nur nichts trandoshanisches bitte, sonst fallen mir die Hörkegel ab.

    Bis später,
    Doc



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    Der Komplex den sie durchschritt, lag noch im Koma des Tages und schlief die Exzesse der letzten Nacht aus, um sich für die kommende zu wappnen. Die wenigen Leute die ihren Weg kreuzten, glichen den gesichtslosen Pigmenten im abendlichen Meer, denen jetzt und hier, der Glanz der Neonlichter fehlten, die in den späteren Stunden jeden zum Gott der Feier erhoben.
    Da die Stunde allerdings noch nicht gekommen war, zogen sie mit müden Blicken und gesenkten Köpfen an ihr vorbei, wohin auch immer blasse Gedanken sie hin lotzten.
    Die Erwartung für das Treffen mit dem Fixer sank mit jeder Minute und erreichte den Tiefpunkt, als man vor dem noch geschlossenen Eingang eines Clubs, den schlafenden Gamorreaner erblickte, dessen Schnarchen das sensible Ohr wie eine Kakophonie beleidigte, ähnlich wie der bloße Anblick das Auge.
    Glücklicherweise war er aber nicht das Ziel, denn sie bog nach links ab, hin zu dem kleinen Musikshop, dessen Schwelle sie übertrat und sofort inne hielt.

    Doc hatte mit vielem gerechnet, als der Kontakt auf ihrer to- do Liste auftauchte, nicht aber, dass sich dieses warme Gefühl von Zuhause in ihrem Bauch ausbreitete, kaum das man das kleine Reich der musikalischen Wünsche betrat und zusah, wie der Hausherr zum Takt der beschwingten Musik, beim sortieren seiner Waren, mit der Hüfte wackelte.
    Es war eine sofortige, klare Resonanz die sich einstellte, als die Klänge im Raum die eigene Leichtfüßigkeit beschwörten und den Bewegungstrieb, gleich einem Urinstinkt weckten. Sie näherte sich in einem kleinen Bogen, um sich anzupirschen und doch kündigte sie sich mit hörbaren Summen an, dass der Melodie der Musik gefügig war- und den Ladeninhaber vorwarnte, dass sich jemand näherte.
    Die Einladung zum Spiel nahm er fließend an, denn kaum das sie in Reichweite war, drehte er sich schwungvoll um und zielte auf ihre Brust.

    Der Schuss der fiel, traf direkt ins Schwarze und lockte die eigenen Finger hinauf zur imaginären Wunde, während EQ sich gekonnt die Spitze seiner Fingerpistole abpustete und entzückt aufgrinste, weil sein Gast sofort aufs Spiel eingegangen war.
    Alleine nur in seinem Grinsen lag mehr Charme, als für einen Menschen gut war. Mehr Charme, als er besitzen sollte, bedachte man den Kontakt der dahinter stand. Und dennoch sog sie den Anblick des Mannes auf und brannte jedes feine Detail ins Gedächtnis. Die Art, wie er zum Einstand der Begrüßung, rituell noch mal den kleinen Kamm durch seine Haare zog, bevor das gute Stück wieder in der Hosentasche landete. Oder wie selbstbewusst die dunklen Härchen seiner Brust den Blick lockten, weil die obersten zwei Knöpfe seines Hemds offen standen und provokant zu den Seiten gezogen wurden. Und weil er war, wer er war, genoss er ihren Genuss all dessen und steigerte ihn noch, denn er nahm die Einladung zur Wunschform des Kennenlernen an.

    Sie tanzten.

    Es schien das natürlichste der Welt, mitten am Tage zum Fest der Sinne aufzurufen und dem Lockruf der Musik zu folgen mit dem simplen Bedürfnis, ihr Tribut zu zollen.
    EQ erkannte es und bot die Führung hierbei an, um gleichermaßen heraus zu finden, wie viel Musik im Blut der Twi'lek steckte, die ihn nicht weniger überrascht hatte mit unkonventionellen Mitteln und fehlender Steifheit, denn obgleich er wusste, dass sie eine Racor war: der Name stand nicht unbedingt für die Leichtlebigen unter ihresgleichen.

    Als sie später noch gemeinsam das kühle Ale genossen, erkannte sie auch Resonanz im einfachen Dialog mit ihm. Elija war ein überaus angenehmer Gesprächspartner der genau wusste, wann Reize gut platziert waren, um zu locken.
    Er war vor allem ein gefährlich kluger Gesprächspartner und er wusste, dass genau das einen Teil seiner Anziehung und Wirkung ausmachte.

    Als sich die Wege wieder trennten, blieb das wohlige, warme Gefühl im Bauch, dass vom gemeinsamen Tanz, Ale und Gespräch, Festigung erfahren hatte. Wahrscheinlich war es für den Fixer ein offenes Geheimnis dss sie ihn mochte und sie hätte ihre nächste Tanznacht dafür gewettet, dass es umgedreht genau so war.

    Man hatte sich beidseitig angenehm überrascht und das bestärkte sie darin, dass der aktuelle Kurs der richtige war.




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    An: EQ
    Von: Doc

    Ich wollte mich noch mal für gestern bedanken. ich wurde wirklich angenehm überrascht von dir und hab die Zeit sehr genossen. mit deinem Sinn für die Musik und der Tanzfreude, bist du sicherlich ein gern gesehener Gast bei uns Zuhause. sollte es dich mal in den Zehen jucken, eine Nacht bei uns zu verbringen, lass es mich wissen.
    Bis dahin freue ich mich auf unsere Zusammenarbeit. scheint angenehm zu werden.

    Doc

    „ Doc, der Simulant auf Zimmer 9 ist gestorben!“
    Also jetzt übertreibt er…

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