Dr Do'lorena Malogann

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  • Dr Do'lorena Malogann ist untergebene Chefärztin der Lord Ildora und hat die Lizenz zum tö- Leben retten. Sie praktiziert im Esala-Krankenhaus in Fiore und ist dort führende Neurochirurgin.
    1. Oberflächliches

    Dr Do’Lorena Malogann ist eine 24-jährige Menschenfrau und fällt zunächst durch ihren sehr blassen Teint auf, zu dem ihr schwarzes Haar in Kontrast steht. Ihre blassen grau-blauen Augen scheinen stets ein Desinteresse auszustrahlen was durch ihre fast versteinerte Mimik nur unterstrichen wird. Manchmal blinzelt sie; Ein eindeutiger Beweis dafür dass sie am Leben zu sein scheint. Meist sieht sie einen jedoch nicht an, sondern vergräbt ihr Gesicht in Akten um mit ihren bleichen Händen akribisch Notizen zu machen. Auffallend an ihr ist der korpulente Körperbau, der ihre einschüchternde Aura nur auszuweiten scheint… ebenso wie ihren Arztkittel. Da ihr Beziehungen zu anderen Lebensformen unwichtig sind hält sie ihre hygienische Verfassung gerade so, dass die wenigen kurzen Kontakte mit ihr nicht unangenehm für das Gegenüber sind.

    2. Sentimentalitäten

    2.1 Sehr viel früher: Kindheit

    Do’Lorena Malogaan wuchs als Einzelkind auf Planet Delaya auf und ist die Tochter von Jit Miar Malogaan, eines Vorarbeiters im Bergwerk und Loretta Malogaan, einer Edelsteinschleiferin. Dass ihr Vater sich lieber einen männlichen Nachkommen wünschte, verlor an dem Tag an Bedeutung, als Do’Lorena im zarten Alter von 1 ½ Jahren Interesse an Blasterpistolen zeigte. Wo man sie zuerst noch abhalten musste, auf ihre Mutter zu zielen („Dolly, man zielt nicht auf Menschen… und andere Wesensformen!“), so erwischte sie bereits mit 4 Jahren die kleine Nexu des Nachbarjungen („Dolly Do’Lorena, die häutest du jetzt aber zur Strafe selbst! Und dass du sie mir ja gut ausnimmst!“). Als die kleine Do‘Lorena sich durch die Gedärme des Wesens arbeitete entwickelte sie eine tiefgreifende Faszination für lebende Organismen. Von da an nahm ihr Vater sie mit auf die Jagd und zeigte ihr Überlebenstechniken wie Fallenstellen oder Lagerfeuer machen. Auch klischeehafte Schießübungen gehörten zu diesen Vater-Tochter Ausflügen. Dieses Wissen des Fallenstellens nutzte sie, um mit 6 Jahren im nahegelegenen Grünstreifen Kleintiere zu fangen, damit sie diese später heimlich sezieren konnte. Bedauerlicherweise verriet der strenge Verwesungsgeruch der Mutter schnell, dass sich ihr geheimes Labor im Kleiderschrank befand. Nach einem mehrstündigen Vortrag über die Würde von Lebewesen zwang ihre Mutter sie, alle 21 Frösche und die 10 Mäuse beim Grünstreifen zu begraben. Do’Lorena fand schon immer, dass Ihre Mutter zur Hysterie sowie zum Aufstellen willkürlicher Wertvorstellungen neigte.

    2.2 Früher: Schulzeit

    In der Schule zeigte sie abgesehen von Naturwissenschaftlichen Fächern wenig Interesse. Weder an Mitschülern, noch an Noten. Nachdem die Lehrer sich aufgrund ihres auffälligen Sozialverhaltens an die Eltern wandten, suchte die Mutter das Gespräch mit dem Schulpsychologen. Dieser riet ihr, es mit der positiven instrumentellen Form der Konditionierung zu versuchen, ihr ein angemessenes Sozialverhalten anzutrainieren. Auch wenn der Schulpsychologe sich später als ehemaliger Hundetrainer herausstellte, so erwies diese Taktik Wirkung. Mit einer mütterlichen Geduld und einem Haufen von Schokoladen-Erdnusskaramellcreme Pralinen mit Schuss schaffte sie es, Do’Lorenas positive Verhaltensmuster zu bestärken. Do’Lorena hörte auf ihren Mitschülern die Stadien der Verwesung bildhaft darzustellen, versuchte nicht mehr Haarschmuck aus Tiergebeinen herzustellen und konnte allein im Raum gelassen werden mit Robert, dem Familiengoldfisch. Auch im Pubertären Alter zeigte sie wenig Interesse am anderen Geschlecht und man sah ihr Gesicht nur noch in Anatomiebüchern. Immerhin, sagte sich die Mutter regelmäßig, wurde sie mit der Pubertät nicht anstrengender als sonst. Als Nebenjob um fürs Studium zu sparen arbeitete sie bei einem Tierpräperator und schenkte ihren Eltern mit Vorliebe ausgestopfte Scurrier. Die regelmäßigen Anrufe ihrer Lehrer thematisierten nunmehr weniger ihr Sozialverhalten, sondern wiesen vorsichtig auf „pragmatische“ Denkweisen ihrer Tochter hin. Bei der Frage, was es braucht um Jahrgangsbester zu werden, war ihr Vorschlag, die besseren alle zu töten. Dies schien offenbar nicht die erwünschte Vorgehensweise zu sein. Mit zunehmendem Alter gab sie sich mehr Mühe für schulische Leistungen. Dies tat sie nicht wegen Anerkennung, sondern aufgrund ihrer derzeitigen finanziellen Unfähigkeit sich ein Medizinstudium auf einer angesehenen Universität auf Alderaan zu leisten. Im Abschlussjahr erzielte sie nicht nur das so wichtige Stipendium, sondern sogar die Auszeichnung „Größter Freak der Stufe“ im Jahrbuch.

    2.3 Nicht allzu lange her: Studienzeit

    Für Do’Lorena hatte es nie eine Alternative zum Medizinstudium gegeben. Die ersten Semester verliefen gut; Sie erreichte Bestnoten und fand sich endlich in einer Gruppe von Menschen, die Ihre Leidenschaft teilte. Jedoch empfand sie gerade ihre Gefühle als äußerst aufhaltend in ihrer medizinischen Laufbahn. Angehörige die zur „Erheiterung“ kommen, Patienten die bei einer lebensbedrohlichen Diagnose nichts Besseres mit sich anzufangen wissen als weinen. Nein, Gefühle waren ihr zuwider und hemmen eine rationale Entscheidungsfähigkeit. Durch eine glückliche Fügung bekam sie die kostenlose Möglichkeit ein Gehirnimplantat eingebaut zu bekommen, welches die Funktionen des Lymbischen Systemes weitgehend hemmen sollte. Die glückliche Fügung hing damit zusammen, dass ein angehender Neurologe eines höheren Semesters eine Freiwillige brauchte. Leider zeigte sich, dass ihr Implantat suboptimal platziert worden war und es teilweise zur nicht-Aufnahme der Hemmstoffe kommt. Die plötzliche Flut an Gefühlen kann daher für Do’Lorena zeitweise überwältigend sein und führte daher bereits in der Vergangenheit zu kleineren Wutanfällen. Allerdings eskalierte die Situation, als sie bei einer Operation am offenen Thorax assistieren durfte. Ein Tupfer fiel ihr aus Versehen in den Körper, woraufhin sie sich ihrer sterilen Kleidung entledigte und Anstalten machte, diese ebenfalls in den offenen Thorax zu stopfen („Warum macht ihr euch die Mühe? Da draußen warten bessere Herzen!“). Nachdem man sie überwältigt, in einen Raum gesperrt und sie sich beruhigt hatte, redete der operierende Arzt mit Engelszungen auf sie ein. Sie wollte nicht begreifen, dass ihre geringe Frustrationstoleranz und ihre Impulsivität all ihre Träume in ein stickstoffhaltiges Gasgemisch verwandeln sollten.

    2.4 Um (noch) nicht von der Gegenwart reden zu wollen: Wie man Kopfgeldjäger wird

    Obwohl es bis zur Zulassung zur Ärztin nicht mehr lange gedauert hätte, wurde sie vorzeitig exmatrikuliert. In ihrer Verzweiflung suchte sie sich zunächst einen Job als Kellnerin, um sich finanziell über Wasser zu halten. Auch wenn das Implantat keine Emotionen zuließ hatte sie in dieser Zeit etwas wie eine Leere in sich; Nicht einmal ihren Eltern konnte sie erzählen, dass ihre Träume geplatzt waren. Nachdem ein Kunde eines Tages ewig einen Tisch blockierte, an seinem Essen rummäkelte ihr dann auch noch zu wenig Trinkgeld gab, stopfte sie ihm seine benutzte Servierte in seinen Mund und zwang ihn, seinen Tisch selbst abzuräumen. Ein Mann namens Thion Brodi, der sich später als Auftraggeber für Kopfgeldjäger herausstellte, hatte mit Entzücken ihre Kaltherzigkeit beobachtet und gab ihr seine Kontaktdaten verbunden mit einem ordentlichen Trinkgeld. Da Do’Lorena nach diesem Tag völlig unerwartet gekündigt wurde, nahm sie Kontakt mit dem Mann auf. Denn im Grunde unterscheiden sich die Professionen der Kellnerin und Kopfgeldjägerin nicht: Beide servieren was jemand bestellt hat.

    2.5 Jüngste Vergangenheit: Leben nehmen, Leben retten (oder so)

    Nach einigen Auftragsjobs bekam sie eines Tages einen finanziell sehr ansprechenden Auftrag von Außerhalb, ihren Chef Thion Brodi zu ermorden. Das erste Mal fühlte sie etw- Unsinn – Das erste Mal schloss sie die logische Schlussfolgerung, dass mit dem Ableben von Brodi ihre finanziellen Mittel bald ausgeschöpft sein würden. Brodi, der vor ihr mit dem Blaster im Nacken kauerte, konnte ihr bedauerlicherweise auch keine hilfreichere Lösung geben als „bitte nicht!“. Noch bevor er weiter flehte drückte sie den Abzug ab – wer kann bei solchen Gefühlsausbrüchen schon klar denken? Einen kurzen Augenblick später empfing sie einen Anruf von einer verhüllten, ominösen Gestalt, die offenkundig einen Sinn für Dramatik besaß. Da die Gestalt einen Stimmverzerrer nutzte, konnte kein Geschlecht ausgemacht werden. Sie sprach Do’Lorena eine Einladung in die Baronie Di Thales aus. Dort sollte sie in der Stadt Fiore das Anwesen der Familie Ildora aufsuchen. Es warte „ein Angebot auf sie welches sie nicht ablehnen könne“, so die Aussage. Die Credits seien bereits überwiesen worden. Sie Solle dieser Einladung lieber nachgehen, denn die Erfahrung, wenn der eigene Kopf solch ein Kopfgeldposter ziert, sei doch eher unleidlich. Dieser pragmatischen Argumentation konnte Do’Lorena nichts entgegnen und sie begab sich auf den Weg zum Anwesen.

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