Tholdurn Dashan

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  • Dies ist die komplette Geschichte von Tholdurn Dashan. Sie ist ein Teil der Welt, in der Charaktere wie Dhishasem, Leotox oder Tholdurn leben und handeln. Diese Welt hält sich grob an die vorgegebenen Ereignisse aus "The Old Republic", enthält aber auch Handlungen, die mit dem "Kanon" nicht im Einklang stehen.

    Inhaltsverzeichnis




    NameTholdurn Dashan
    Geburtsdatum3670 VSY (17 VVC)
    GeburtsortCorellia
    GeschlechtMännlich
    VaterXandrance Dashan (geb. 3702 VSY)
    GeschwisterAce Dashan (geb. 3668 VSY), Luwrim Dashan (geb. 3673 VSY)
    FreundinLuna Anvin (geb. 3667 VSY)
    SohnDevack Dashan (geb. 3635 VSY)
    Meister (Jedi)Angus Vøx (geb. 3731 VSY), Unil Belarri (geb. 3714 VSY)
    Meister (Sith)Katary Xel (geb. 3679 VSY)(als Sith-Akolyth), Kallix Obsidian (geb. 3672 VSY)(kurzzeitig, als Sith-Krieger)
    SchülerDevack Dashan, Mitglieder des Yuveria Bundes
    Verbündete/FreundeDhishasem, Leotox Kraytory, Kallix Obsidian (gleichzeitig auch größter Rivale), Parcival Flakes
    Bewaffnung (Jedi)Blaues Lichtschwert
    Bewaffnung (Sith)Rotes Lichtschwert (als Sith-Akolyth), Gelbes Lichtschwert (als Sith-Krieger)
    FahrzeugeFury-Klasse Abfangjäger, Destiny Ascension (Harrower-Klasse Dreadnought)


    Charakter

    Tholdurn Dashan ist ein menschlicher Machtanwender. Er wuchs in der Republik auf und wurde nach diesen Prinzipien erzogen. Er bevorzugte jedoch schon immer einen aggressiveren und offensiveren Kampfstil als alle anderen Jedi, weshalb er später auch auf die Seite des Imperiums wechselte und Nutzer der dunklen Seite der Macht wurde. Durch diese wollte er noch mehr Stärke erlangen. Tholdurn hatte in jungen Jahren den grausamen Tod seiner Mutter – sie starb durch eine Explosion als er vier war – hautnah miterlebt. Dadurch entwickelte er eine sehr starke Bindung zu seinen weiteren Familienmitgliedern und Freunden. Der Verlust eben jener konnte ihn in tiefste Trauer versetzen. Durch die vielen Schicksalsschläge in seinem Leben lernte er diese Trauer jedoch zu kontrollieren und sie schließlich fast gänzlich zu besiegen. Tholdurn ist ein sehr starker und geschickter Schwertkämpfer und schaffte es im Laufe seines Lebens mehrere Techniken zu meistern und zu kontrollieren. Er war nie ein Sith, der übermäßig viel die Macht benutzte. An Weissagungen, Prophezeiungen und das Schicksal glaubte er in jungen Jahren auch nicht. Auch diese Einstellung änderte sich durch verschiedenste Erlebnisse in seinem Leben. Tholdurn ist im Kampf ein sehr hochmütiger Charakter, der viele Dinge instinktiv angeht. Er kann aber auch durch seine sonst eher gelassene Art sehr strategisch Missionen und Ähnliches planen. Diese Aufgabe überlässt er aber gerne anderen.

    Aussehen

    Tholdurn hat braun-rötliche mittellange Haare, die er ein bisschen zur Seite gestylt hat. Um sein rechtes Auge hat er ein rotes Tattoo, welches er sich kurz nach seinem Beitritt bei den Chaos Dragons bei einem Mann auf Tatooine hat machen lassen. Von rechts oben nach links unten zieht sich durch Tholdurns Gesicht eine große Narbe. Diese erhielt er in der Akademie auf Korriban durch den Kampf mit einem weiteren Akolythen. Des Weiteren hat Tholdurn gelbe Augen, was für einen Menschen eher ungewöhnlich ist.

    Spoiler anzeigen
    Tholdurn in seiner Alltagskleidung




    Ausbildung (3670 - 3652 VSY)

    Die frühen Jahre

    Tholdurn wurde als zweitältester Sohn des republikanischen Soldaten Xandrance Dashan im Jahre 3670 VSY auf Corellia geboren. Seine Mutter starb, als er vier Jahre alt war, bei einer Explosion, die Tholdurn hautnah miterlebte. Er hatte noch zwei Brüder. Sein älterer Bruder war der Schmuggler Luwrim und sein jüngerer Bruder war der Jedi Ace. Zu Luwrim hatte Tholdurn immer schon ein gutes Verhältnis, während er zu Ace kaum Kontakt hatte. Dies war bedingt durch ihre komplett unterschiedliche Denkweise. Tholdurn war der offensive Schwertkämpfer und Ace war der defensive Machtanwender. Er wuchs sehr behütet in mitten des corellianischen Bürgerkriegs auf. Früh wurden ihm die republikanischen Prinzipien gelehrt und Heldengeschichten über die Jedi erzählt. Schon mit zwei Jahren zeigte Tholdurn seine Machtfähigkeiten, indem er unbewusst Sachen mit der Macht anhob. So kontaktierte Xandrance den Jedi Angus Vøx, der auf Corellia stationiert war.

    Ausbildung unter Angus Vøx

    Angus begann Tholdurns Ausbildung noch auf Corellia. Er war ein alter Zabrak, der versuchte einen Kampf soweit es ging zu vermeiden. Diese Philosophie lehrte er auch Tholdurn, der sehr gelangweilt von Angus Unterricht war. Eines Tages kam dieser jedoch nicht von einer Mission zurück. Später fanden die republikanischen Soldaten seine Leiche mit einer Stichwunde, die von einem Lichtschwert kommen musste. Aus diesem Grund wurden Tholdurn und sein jüngerer Bruder Ace, der ebenfalls schon Anzeichen für die Fähigkeit der Machtanwendung zeigte nach Typhon gebracht, wo Tholdurn offiziell seine Ausbildung beginnen sollte.

    Ausbildung unter Unil Belarri

    Als neuen Meister wurde ihm Unil Belarri zugewiesen. Er war ein Kel'Dor und deutlich jünger als Angus. Neben den theoretischen Stunden, die Tholdurn weiterhin langweilten, konnte Tholdurn nun erste Erfahrungen im Kämpfen mit Lichtschwertern sammeln. Er stellte sich als äußerst geschickt an und dominierte seine Kameraden deutlich. Von Unil, der ein sehr strenger Lehrer war wurde er jedoch sehr oft getadelt und ihm wurde versucht klarzumachen, dass ein Jedi Frieden bringen sollte. Als Tholdurn elf Jahre alt war, wurden er und seine Kameraden nach Corellia geschickt. Die Situation auf Tholdurns Heimatplaneten war zu Gunsten der Republik besser geworden. Somit sollten die jungen Padawane auf diesem Planeten ihren ersten Außeneinsatz abhalten. Unter der Aufsicht von Unil und einem weiteren Jedi-Ausbilder sollten sie auf Corellia trainieren und eine Trainingssimulation durchführen. Tholdurn entfernt sich jedoch eines Tages unauffällig von seiner Gruppe und machte sich auf den Weg um auf eigene Faust imperiale Soldaten zu eliminieren. Im Axial-Park geriet er in einen Straßenkampf. Eigentlich das, was er gesucht hatte. Doch unter den imperialen Kriegern befand sich auch ein sehr kräftig gebauter Sith, der ihn auch schnell entdeckte und angriff. Mit nur einem Schlag wurde Tholdurn gegen eine Wand geschleudert und war unfähig noch einen Schlag so zu blockieren, dass er nicht von Lichtschwert getroffen wurde. Der Sith schien überrascht, dass Tholdurn überhaupt einen Schlag überlebt hatte. Dieser hatte jedoch keine Angst vor dem Sith. Er war fasziniert von seiner Stärke, die er auch erlangen wollte. Der Sith erkannte seinen Ehrgeiz und nahm ihn mit nach Korriban, wo seine Ausbildung genehmigt wurde. Er war nun innerhalb kürzester Zeit der dunklen Seite verfallen. Unil Belarri oder seine alten Kameraden sah er nie wieder. Er konzentrierte sich nun darauf, der stärkste Krieger aller Zeiten zu werden.

    Ausbildung unter Katary Xel

    Gegen seine Erwartungen wurde nicht der Sith, der ihn auf Corellia gefunden hatte und sich als Dhishasem Gaaias vorstellte, sein Meister sondern eine junge Sith namens Katary Xel. Sie war ein Mensch und Tholdurn war ihr erster Schüler. Anders als die meisten anderen Sith auf Korriban nahm sie ihn gerne auf. Wieder einmal brillierte Tholdurn im Schwertkampf, was ihm viele Feinde unter den anderen Akolythen machte. Nicht selten war er in Kämpfe verwickelt und wurde als Dreck und Schlimmeres bezeichnet. Unter den Akolythen hatte er kaum Freunde. Einer seiner Freunde war die Schülerin Cyphra Norlen. Sie gehörte zu den vernünftigsten Schülern ihres Jahrgangs und war keinesfalls so brutal und skrupellos wie viele andere Akolythen. Als Tholdurns Ausbildung voranschritt, übernahmen immer häufiger ältere Sith Teile seiner Ausbildung. Sie folterten ihn, um ihm die Lehren der Jedi auszutreiben. Dadurch stieg Tholdurns Hass, den er zu kontrollieren lernte, um ihn gezielt gegen seine Feinde einzusetzen. Später erfuhr er, dass Katary sich geweigert hatte, ihren eigenen Schüler zu foltern. Das steigerte seine Sympathie ihr gegenüber nochmals. Mit 18 Jahren schloss Tholdurn seine Ausbildung ab und konnte sich nun offiziell einen Sith nennen. Doch im gleichen Jahr erfuhr er, dass sein Vater auf Corellia von mehreren jungen Sith getötet worden war. Von Wut und Trauer überrumpelt, reiste er abermals zu seinem Heimatort, um die Gruppe dieser jungen Sith zu finden und zu töten. Er konnte sie ohne große Schwierigkeiten ausfindig machen und stellte sich ihnen. Es waren vier Sith. Sie lachten ihn aus, als er sie angriff. Ein heftiger Kampf entbrannte. Die vier Sith schlugen auf Tholdurn ein und dieser hatte Schwierigkeiten sich zu verteidigen. Auf einmal flog einer der Sith nach hinten und landete in einer Lichtschwertklinge. Dhishasem stand hinter ihm, fuhr sein Lichtschwert ein und der junge Sith sackte leblos zu Boden. Total schockiert und demoralisiert wichen die anderen Sith einen Schritt zurück. Doch Tholdurn, der sich von den Schlägen erholt hatte, wartete schon auf sie und streckte sie – nun mit Leichtigkeit – nieder. Dhishasem trat auf Tholdurn zu, erklärte ihm, dass er ihn seit der Ausbildung beobachtete und er ihn für die Chaos Dragons, einen imperialen Bund, rekrutieren wolle. Tholdurn stimmte ein und empfahl ihm noch ein paar weitere junge Sith, die mit ihm die Ausbildung beendet hatten.


    Die Zeit bei den Chaos Dragons (3652 - 3650 VSY)

    Der Beitritt bei den Chaos Dragons


    Im Jahre 3652 VSY trat Tholdurn dann den Chaos Dragons bei. Durch seine beachtlichen Fähigkeiten mit dem Lichtschwert wurde Tholdurn trotz seines jungen Alters schnell zu einem angesehenen Mitglied der Chaos Dragons. Der Bund der Chaos Dragons war ein militärischer Zusammenschluss vieler Imperialer, der im Auftrag des Imperiums Missionen erledigen sollte, die sich gegen die Jedi, die Hutten oder andere Feinde des Imperiums richteten. Deshalb traten dem Bund nicht nur Machtanwender bei, sondern auch imperiale Soldaten oder Söldner, wie dem Mandalorianer Leotox Kraytory. Dieser fiel Tholdurn nicht zuletzt durch seinen eher ungewöhnlichen Kampfstil auf. Leotox war ein sehr präziser Schütze, der sich zudem auch noch sehr wendig und schnell bewegen konnte und seine Aufträge mit einer spielerischen Leichtigkeit erledigte. Dieser Mandalorianer war Tholdurn schnell sympathisch und die beiden wurden gute Freunde. Der Anführer des Bundes – Kaito Ordnas – war ein fast doppelt so alter Mann wie Tholdurn, der für sein Alter aber schon sehr weise war, da er sich sehr für die Macht interessierte und stets auf der Suche nach neuem Wissen war. Er war Tholdurn in Machtkämpfen um Längen voraus, was Tholdurn zu ehren wusste. Auch in Kaito fand Tholdurn einen neuen Freund. Kaitos rechte Hand und damit das zweithöchste Mitglied bei den Chaos Dragons war Dhishasem, der Tholdurn nach Korriban brachte, ihn später sogar aus seiner depressiven Phase rettete und sowieso die erste richtige Bezugsperson für Tholdurn war. Dhishasem war ein relativ alter Sith (Rasse), den an Stärke kaum jemand überbieten konnte. Wie Tholdurn später herausfand, waren Dhishasem und Kaito sogar Stiefbrüder - sie hatten dieselbe Mutter -, woran Tholdurn sich erstmal gewöhnen musste. Ein weiteres angesehenes Mitglied der Chaos Dragons war Gahed. Er war kaum älter als Tholdurn, genoss aber eine hohe Meinung von Kaito. Gahed und er traten dem Bund ungefähr zur gleichen Zeit bei. Mit ihm hatte Tholdurn aber eher weniger zu tun. Es war aber bekannt, dass Gahed ein Talent im Umgang mit zwei Lichtschwertern hatte, was Tholdurn leicht eifersüchtig machte, da er nie mit zwei Lichtschwertern gekämpfte hatte. Zha'hadum war um einige Jahre älter als Tholdurn und war auch einer der ersten Mitglieder der Chaos Dragons. Zudem war er einer der engsten Vertrauten von Dhishasem und Kaito. Die vier Krieger um Leotox, Gahed, Zha'hadum und Tholdurn bildeten die Elite der Chaos Dragons, weshalb sie auch oft gemeinsam auf Missionen gingen. Diesen schlossen sich auch Dhishasem und Kaito des Öfteren an. Die Ausbildung der Mitglieder der Bundes überwachten die beiden Brüder Khudos und Arrunias. Sie gehörten zu den längsten Freunden und Vertrauten Dhishasems. Tholdurn hatte das Privileg öfters mit ihnen persönlich trainieren zu können, was kaum jemandem gestattet war. Sie blieben eher unter sich und Tholdurn erfuhr, dass ihnen Kaito Führung nicht wirklich gefiel. Sie waren nur aus Loyalität zu Dhishasem beim Bund. Die einzigen beiden Mitglieder, die Tholdurn schon vor seinem Beitritt kannte, waren seine ehemalige Kameradin Cyphra, die Dhishasem auf Tholdurns Bitte ebenfalls rekrutiert hatte und der Sith Ventox. Dieser war ein Ausbilder auf Korriban gewesen, bei dem Cyphra und Tholdurn einige Male selbst Unterricht hatten. Er war sehr aggressiv und Tholdurn konnte ihn nicht wirklich leiden. Auch bei den Chaos Dragons war er neben Pitt Kendouris, einem weiteren Sith, einer der Ausbilder im Bereich Schwertkampf. Die Basis der Chaos Dragons war eine in die Berge gebaute Festung auf Tatooine. Auf diesem Planeten fühlte Tholdurn sich schnell wohl.

    Rekrutierung auf Balmorra

    Es waren mehrere lange Wochen vergangen, seitdem das Imperium dem Bund den letzten Auftrag erteilt hatte. Tholdurn saß in der Cantina und genoss die für Tatooine ungewöhnlich angenehme Temperatur. Leotox saß ihm gegenüber, den Kopf an eine Wand gelehnt, und tat es ihm gleich. Einige Minuten konnten sie vor sich hindösen, als Zha'hadum zu ihnen trat und ihnen erklärte, dass ein imperialer Kommandant angereist wäre. Direkt war Tholdurn hellwach. Die Chance auf einen neuen Auftrag wollte er sich nicht entgehen lassen. In der Versammlungshalle angekommen, setzten sich Zha'hadum, Leotox und Tholdurn zu Pitt, Cyphra und Gahed, die am Rand der Halle ihren Platz gefunden hatte. Auf der anderen Seite der Halle standen Arrunias, Khudos, Ventox und Darth Voltis Jelda, der schon mehrere Male Tholdurns Missionskommandant gewesen war. Er war ein älterer, kräftig gebauter Sith, der aber gleichzeitig eine hohe Intelligenz ausstrahlte. Oftmals wurde er bei wichtigen Besprechungen von Kaito und Dhishasem zu Rate gezogen. Anders als Voltis handelte er aber stets gelassen und besonnen. Kaito saß wie immer auf seinem Thron, der mittig zum Raum stand. Dhishasem saß zu seiner Rechten. Der imperiale Kommandant stellte sich als Irwen Gatek vor. Er war von Dromund Kaas angereist. Er erklärte, dass das Imperium auf dem fast völlig von Wasser bedeckten Planeten Vortegos VI eine Forschungsmission habe. Ein großes Team von Forschern und einem Sith waren auf diesem Planeten, da dort die dunkle Seite der Macht sehr stark zu sein schien. Jedoch sei vor wenigen Tagen der Kontakt zwischen der Forschungseinrichtung und den Unterwasserschiff abgebrochen, welches zum ersten Mal die tiefsten bekannten Stellen des Meeresbodens erforschen wollte. Die Forschungsstation sei nun jedoch zu gering besetzt, um eine Bergungsaktion zu starten. Die Chaos Dragons sollten diesen Job nun übernehmen. Tholdurn sah, dass Kaito es nicht gerade gefiel, wenn man ihm Befehle gab. Dieser bestätigte den Auftrag aber, nachdem er sich kurz mit seiner rechten Hand besprochen hatte. Nachdem Kommandant Gatek zufrieden wirkend gegangen war, erklärte das Darth Voltis die Mission leiten würde. Zu seiner Operationsgruppe gehörten Leotox, Zha'hadum, Slayo, Teshahiro, Cyphra und Tholdurn. Sie gaben sich selbst den Namen Sturmbrecher. Slayo und Teshahiro gehörten wie Zha'hadum und Voltis zu den Kriegern, die schon vor den Chaos Dragons gemeinsam mit Dhishasem gekämpft hatten. Bevor die Gruppe jedoch nach Vortegos VI aufbrechen konnte, beauftragte Kaito sie noch eigene Techniker und Mechaniker zu rekrutieren. Der Bund verfügte nämlich kaum über eigene, da sie sich auf das Kämpfen spezialisiert hatten. So schickte Voltis Tholdurn und Cyphra nach Balmorra. Dort meldeten sie dem Aufseher ihr Anliegen. Nachdem sie sich mehrere Tage in der Hauptstadt Bin Prime umgesehen hatten,stellte der Aufseher ihnen mehrere imperiale Techniker vor. Lange sprachen die beiden Sith mit jedem potenziellen Rekruten. Dabei erklärten sie die Aufgaben des Bundes und besonders die bevorstehende Mission.Nach mehreren Stunden hatten sie sich für vier Imperiale entschieden. Somit machten sie sich für die Reise nach Vortegos VI bereit. Die restliche Operationsgruppe um Darth Voltis wartete dort schon auf die Ankunft der Techniker. Auf Tholdurns Schiff stellte sich vor allem einer der Neuen als sehr gesprächig heraus. Sein Name war Salvador Braccstan. Er war genauso alt wie Tholdurn und Cyphra. Seine dunkelbraunen Haare waren lockig und er strahlte eine gesunde Selbstsicherheit aus. Den ganzen Flug berichtete er Cyphra von Schlachten auf Balmorra, die angeblich durch seine Erfindungen gewonnen wurden. Cyphra schaute nur genervt aus dem Fenster.

    Erste Eindrücke

    Als die Gruppe in die Umlaufbahn von Vortegos VI eintrat, konnte sie die volle Pracht des blauen Planeten erkennen. Es war leicht bewölkt, schien aber ebenso fast windstill zu sein. Das Meer erstreckte sich über den gesamten Planeten. Lediglich einige vereinzelte Inseln überragten den Meeresspiegel. Cyphra kontaktierte Voltis und dieser übermittelte ihnen die Kontaktdaten der Forschungsstation. Sie lag in der Nähe einer kleinen Insel, auf der ein Hangar errichtet wurde. Tholdurn landete in diesem und die sechs Neuankömmlinge verließen sein Shuttle. Im Hangar standen noch fünf weitere Raumschiffe und mehrere große Kisten. Eines der Schiffe gehörte Darth Voltis, die anderen vier waren normale Transportshuttle und mussten zur ursprünglichen Mission gehören. Auf der einen Seite des Hangars war ein Tor. Es war der einzige Weg, der aus dem sonst leeren Hangar führte. Die Gruppe begann mit ihrem Gepäck auf das Tor zuzugehen, als sich dieses öffnete und Leotox und Teshahiro ihnen entgegentraten. Sie begrüßten sich und die beiden Krieger begleiteten Tholdurn und seine Leute. Hinter dem Tor befand sich ein kleiner Raum, der komplett aus Glas bestand. Tholdurn erkannte Schienen unter dem Raum, die geradewegs ins Wasser führten. Leotox drückte einen Knopf, die Tür schloss sich und der Glasraum begann wie ein Aufzug den Abstieg unter Wasser. Als sie komplett abgetaucht waren, konnten sie zum ersten Mal die Forschungsstation erblicken. Sie leuchtete von den ganzen Lampen, die in jegliche Richtungen montiert waren. Dadurch konnte Tholdurn die gesamte Flora des Meeresbodens erblicken. Es waren die seltsamsten und zugleich atemberaubendsten Pflanzen, die er je gesehen hatte. Sie erstrahlten in den unterschiedlichsten Farben und hatten die eigenartigsten Formen. Jedoch machte Tholdurn kein einziges Lebewesen im Wasser aus. Die Fahrt endete und sie verließen alle gemeinsam den Aufzug. Teshahiro wies ihnen ihre Schlafquartiere zu. Tholdurn verstaute kurz seine Sachen und begab sich zur Kommandozentrale. Voltis und die anderen Sturmbrecher warteten bereits. Es waren zudem einige Forscher anwesend. Voltis erklärte ihm und den neuen Technikern, dass dies die letzten Forscher der Einrichtung waren. Alle anderen waren mit dem Forschungsschiff verschwunden. Zudem zeigte er ihnen den letzten Aufenthaltsort, den die Gorgona One – so hieß das Forschungsschiff – übermittelt hatte. Als letzte Information ergänzte er, dass die letzten Worte des befehlshabenden Sith gewesen waren, dass sie angegriffen worden wäre. Tholdurn stutze bei dieser Aussage leicht. War es möglich, dass die Republik eine geheime Militäroperation auf diesem Planeten durchführte. Diese Information erklärte allerdings, warum die Chaos Dragons als militärischer Bund für die Mission auserwählt wurden. Direkt setzten sich Salvador und die anderen Techniker an die Konsolen und machten sich an die Arbeit, der Kurs der Gorgona One zu ermitteln. Die Auswertung der Daten dauerte einige Stunden, doch Salvador war es gelungen, einen Radius zu ermitteln, in dem das Schiff verschwunden sein musste. Ihm war damit etwas gelungen, was kein anderer Forscher oder Techniker geschafft hatte. Vor Stolz konnte er gar nicht mehr aufhören zu grinsen. Tholdurn sah, dass dieser Erfolg Cyphra wenig gefiel. Sie konnte Salvador nicht ausstehen. Voltis befahl seinen Männern sich für eine Tauchfahrt bereit zu machen und so stiegen Leotox, Zha'hadum und Tholdurn jeweils in ein kleines Unterwasserboot und machten sich auf zu den Koordinaten, die Salvador ermittelt hatte. Auf dem Weg schaute Tholdurn sich wieder um. Dieses Mal konnte er tatsächlich vereinzelt Fische und weitere Lebewesen erkennen. Die größten waren gut drei Meter große aalähnliche Fische, die sich um Tholdurns Schiff wunden. Sie schienen jedoch harmlos zu sein. Nachdem sie ihren Zielort erreicht hatten, suchten die drei Chaos Dragons nach Hinweisen auf das verschollene Schiff. Sie konnten allerdings nach zweistündiger Suche immer noch nichts finden und so erklärte Zha'hadum die Suche erstmals für beendet. Sie kehrten zur Station zurück, wo sie sich auf die nächsten Tage vorbereiteten.

    Schrecken der Tiefsee

    Über viele Tage versuchten die Sturmbrecher die Gorgona One zu finden. Über ein Dutzend Tauchgänge führten sie durch, nur um am Ende des Tages den Suchradius nochmal zu vergrößern oder zu verschieben. Die Techniker um Salvador und die Forscher der Mission arbeiteten auf Hochtouren. Zudem hielten sie immer Ausschau nach der Republik. Von dieser gab es jedoch ebenfalls keine Spur. Es schien eine hoffnungslose Mission zu sein. Nachdem Salvador einen neuen Radius berechnet hatte, schickte Voltis Teshahiro, Cyphra, Leotox und Tholdurn los, um den Bereich zu untersuchen. Das Meer um die Station herum war für Tholdurn nichts Besonderes mehr. Er war in den letzten zwei Wochen so oft hierher gefahren, dass er das Gefühl hatte, sich hier besser auszukennen als auf Tatooine. Doch diesmal mussten sie tiefer in den Ozean eindringen als jemals zuvor. Das Boot von Leotox fuhr rechts von ihm, zu seiner linken hielt Teshahiro Kurs. Er hatte sich eindeutig am geschicktesten am Steuer erwiesen. Nach wenigen Tagen beherrschte er viele Manöver von denen Tholdurn nur träumen konnte. Cyphra bildete den Schluss der Art Raute, in der sie in die immer dunkler werdende Tiefe vordrangen.Nach einiger Zeit erreichten sie „Die Kante“. Weiter als zu diesem Punkt war bisher keiner Krieger getaucht. Ab diesem Punkt neigte sich der Meeresboden rasant in die Tiefe. Es war stockdunkel. Keiner wusste, wie weit es dort genau in die Tiefe ging. Tholdurn war der erste, der sein Tauchboot in die Tiefe lenkte, die anderen folgten jedoch rasch. Keiner verließ ihre Formation. Er wurde angespannter, je weiter sie in die Tiefe hinabglitten. Die Ungewissheit, was dort unten auf sie warten könnte, kribbelte Tholdurn in den Fingern. Leotox ließ über Funk verlauten, dass er sich hier unten perfekt eine Hütte errichten könnte. Die Dunkelheit schien ihm zu gefallen. Nach einer gefühlten Ewigkeit – Tholdurn hasste diese Dunkelheit und Tiefe – konnten sie durch das Scheinwerferlicht auf etwas gucken. Es war der Boden. Teshahiro begann - in der Hoffnung Hinweise auf das Schiff dadurch zu erhalten - direkt Proben dieses Bodens einzufahren, während die anderen drei Chaos Dragons sich leicht von der Kante entfernten. Tholdurn versuchte Kontakt zu Voltis aufzunehmen. Er hatte jedoch scheinbar keinen Empfang. Plötzlich meldete sich Cyphra. Sie hatte etwas Großes entdeckt. Alle wandten sich ihr zu und sahen sich einer massigen Wand gegenüber. Auch hiervon nahm Teshahiro eine Probe und konnte schnell bestätigen, dass es sich um das gleiche Metall handelte, welches die Gorgona One aus Hülle verwendet hatte. Ein Bioscan zeigte jedoch keine lebendigen Lebewesen an. Tholdurn beschloss das Wrack nochmal genauer zu untersuchen. Nachdem das Team weitere Minuten um das Schiff gefahren waren, konnte Teshahiro anhand der ihm gegebenen Daten sagen, dass es sich hierbeitatsächlich um ihr gesuchtes Ziel handelte. Das Schiff war gut 350 Meter lang, 60 Meter breit und 50 Meter hoch. Nach den Informationen war es eins der fortschrittlichsten Schiffe der imperialen Flotte. Die Fähigkeit unter Wasser zu operieren, machte es für Tholdurn noch beeindruckender. Er war Raumschiffe gewöhnt. Als Tholdurn und Leotox das Unterwasserschiff noch einmal umfuhren, fiel ihnen plötzlich ein breiter Riss auf, der an der Seite der Gorgona One prangte. Je länger sie ihm folgten, desto breiter wurde er. Er musste sich über eine Länge von 200 Metern an dem Schiff entlang ziehen. An seiner breitesten Stelle war der Riss fast 40 Meter hoch. Das Innere des Forschungsschiffs schien an dieser Stelle komplett zerstört zu sein. Tholdurn konnte sich nicht erklären, welche Waffe einen solchen Riss verursachen konnte. Und das unter Wasser! Leotox konnte sich ebenso keinen Reim daraus machen. Sie kehrten zu den anderen beiden Zurück und erklärten ihren Fund. Wieder versuchte Tholdurn Voltis zu erreichen, wieder hatte er keine Verbindung. Die Situation wurde ihm immer suspekter und forderte er den Rückzug. Alle vier Boote begannen den Aufstieg, als plötzlich längliche, blitzende Tentakel ähnliche Seile vor ihnen auftauchten. Tholdurn wich diesen im Affekt des Schocks aus. Seine Begleiter taten es ihm gleich. Plötzlich erkannte Tholdurn große Zähne im Licht der Scheinwerfer. Jeder dieser unzähligen Zähne war in etwa so groß wie ihre Unterwasserboote. Tholdurn forderte seine Freunde auf, alle Scheinwerfer in Richtung der Zähne und Tentakel zu richten. Er verspürte eine starke Präsenz der dunklen Seite. Durch das ausgerichtete Licht konnte Tholdurn nun etwas Schreckliches erblicken. Vor ihm schlängelte sich ein mächtiges Wesen durch die Dunkelheit, so groß, dass Tholdurn seine gesamte Masse nicht erfassen konnte. Das Vorderteil des Wesens war von eben jenen blitzenden Tentakeln umgeben. Tholdurn konnte keine Augen erkennen. Er wollte so schnell wie möglich zurück zur Forschungseinrichtung. Der Wesen schlängelte sich weiter durch das Wasser. Tholdurn dachte gerade es würde in der Tiefe verschwinden, als das riesige mit Reißzähnen bedeckte Maul plötzlich wieder aus der Dunkelheit vor ihnen erschien und auf sie zu jagte. Abermals mussten die vier Krieger ausweichen und abermals gelang ihnen dies sehr knapp.Das Wesen musste mit geöffnetem Mund leicht in der Lage gewesen sein, die Gorgona One derart zu beschädigen, wie sie sie vorgefunden hatten. Tholdurn verlagerte die ganze Energie seines Bootes auf den Antrieb. Er merkte, dass das Wesen nun unter ihnen sein musste. Nach kurzer Zeit erreichten sie die Kante wieder. Tholdurn hoffte, dass das mächtige Wesen jenseits von dieser bleiben würde. Sie schienen es jedenfalls abgehängt zu haben. Tholdurn war sich sicher, dass die Gorgona One keine Chance zum Ausweichen gehabt hatte und diesem Wesen zum Opfer gefallen war. Erschöpft machten sie alle vier auf den Weg zur Forschungsstation. Die Präsenz der dunklen Macht wurde immer geringer. Plötzlich erhielt Tholdurn ein aufgezeichnetes Signal von Voltis. Dieser verlangte ihre Rückkehr zur Basis.

    Verstärkung

    folgt...

    Einsicht und Rückzug

    folgt...

    Skrupellose Führung

    Tholdurn war mit Khudos und Arrunias beim Training. Sie verteidigten, während Tholdurn mit starken Hieben auf sie einschlug. Tholdurn empfand es als große Wertschätzung, dass diese beiden Krieger mit ihm trainierten. Sie zeigten ihm gerade eine neue Lichtschwerttechnik, als sie einen Raumjäger hörten, der sich der Festung näherte. Eine Patrouille kam aus der Wüste zurück und verkündete, dass Slayo von seiner Mission zurückgekehrt sei. Dieser war ein Krieger, der seit Beginn der Chaos Dragons für diese kämpfte, da er einer der engsten Vertrauten Dhishasems war. Er war ein sehr unauffälliger Krieger. Der Jäger landete und Tholdurn näherte sich mit seinen beiden Trainingspartnern eben jenem. Aus dem Augenwinkel sah er, dass auch Kaito die Festung verlassen hatte, um Slayo in Empfang zu nehmen. Als dieser aus seinem Schiff stieg, machte Tholdurn einen Schritt nach vorne, um dem Rückkehrer zur Begrüßung die Hand zu reichen. Doch schnell sah Tholdurn, dass etwas nicht stimmte. Wutüberladen stieß Slayo Tholdurn zur Seite ohne ein Wort zu sagen. Die anderen Mitglieder, die sich mittlerweile vor dem Raumjäger versammelt hatten wichen alle einen Schritt zurück. Slayo blieb drei Schritte vor Kaito stehen. Tholdurn bemerkte, dass sein Anführer allein durch Slayos Auftreten erbost war. Kaito erkundigte sich mit gebieterischer Stimme nach dem Erfolg der Mission. Slayo schien so wütend, dass er kaum ein Wort sprechen konnte. In den letzten Monaten war Slayo von einer Mission zur nächsten geschickt worden. Er konnte kaum Zeit auf Tatooine verbringen. Bisher war es immer so gewesen, dass er nie mit Erfolg zurückkam. Tholdurn konnte sich denken, warum Slayo so aufgebracht war. Mit einer Mischung aus Frust und Wut erzählte er, dass er wieder erfolglos war und dass er der festen Überzeugung war, dass Kaito nur Lügen erzählte, um seine Machtposition zu stärken. Kaito schien bei diesen Worten selbst immer erboster zu werden. Slayo redete nun ununterbrochen, sein Anführer konnte kaum etwas erwidern. Nach einer langen, überdeutlichen und kritisierenden Ansage forderte Slayo die versammelten Krieger auf, sich gegen Kaito zu wenden und einen neuen Anführer zu ernennen. Kaum hatte er diese Worte ausgesprochen, war Kaito vorgeschnellt und sein Lichtschwert ragte aus Slayos Rücken heraus. Als er es wieder einfuhr, fiel Slayo leblos zu Boden. Auf dem gesamten Trainingsgelände war es still. Niemand traute sich etwas zu sagen. Kaito zeigte auf Tholdurn, befahl ihm die nächsten Missionen von Slayo zu übernehmen, wandte sich von der Versammlung ab und verschwand wieder in der Festung. Gahed folgte ihm. Arrunias und Khudos gingen auf Slayo zu und knieten vor ihm nieder. Sie waren lange mit Slayo befreundet und hatten viele Schlachten gemeinsam überlebt. Tholdurn, der seine Worte allmählich wiederfand, befahl den beiden älteren Kriegern nichts auf eigene Faust zu unternehmen. Er wusste, dass er ihnen eigentlich nichts zu befehlen hatte, aber sie stimmten ihm zu. Sie beschlossen, Dhishasem von diesem skrupellosen Vorfall zu berichten, sobald er von seiner eigenen Mission wiedergekehrt war. Wie erwartet, war dieser kein bisschen begeistert von den Erzählungen Tholdurns und er schwor, dass er mit Kaito reden würde.

    Ein unerwartetes Treffen

    Im Alter von 19 Jahren schickte Kaito Tholdurn nach Abraxin. Er sollte dort nach Wissensobjekten für das Imperium suchen. So machte sich Tholdurn mit seinem Schiff auf den Weg nach Abraxin. Nach einer langen und reibungslosen Fahrt kam Tholdurn endlich über seinem Zielplaneten an. Er war froh endlich angekommen zu sein, da er während seiner bisherigen Zeit bei den Chaos Dragons eine starke Ablehnung gegen die Einsamkeit entwickelt hatte. Und er war jetzt alleine auf einer Mission. Aus Langeweile hatte Tholdurn angefangen während der Fahrt herumliegende Gegenstände gegeneinander zu werfen. Tholdurn war wirklich ziemlich langweilig und er sehnte sich nach etwas Action, die er auch bald bekommen sollte. Kaum war Tholdurns Schiff aus dem Hyperraum gekommen, wurde sein Schiff plötzlich angehalten. Tholdurn war verwirrt und wollte sein Schiff wieder zum Laufen kriegen, doch es gelang ihm nicht. Irgendetwas hielt sein Schiff zurück. Tholdurn wusste immer noch nicht was los war, bis er plötzlich ein weiteres Raumschiff über ihm sah. Es war ein mittelgroßes Schmugglerschiff und Tholdurn war in dessen Traktorstrahl gefangen. Er konnte nur hilflos zusehen, wie sein Schiff immer näher zu dem anderen Schiff gezogen wurde und Tholdurn bereitete sich auf einen Kampf vor, sobald sein Schiff gelandet war. Genau wie Tholdurn dachte, stürmten drei Schmuggler sein Schiff. Doch sie hatten scheinbar nicht mit einem Sith gerechnet, denn Tholdurn überraschte sie und tötete sie innerhalb weniger Sekunden. Er entschloss sein Schiff zu verlassen um nach weiteren Schmugglern zu suchen. 20 Minuten durchsuchte er das Schiff, doch er konnte niemanden finden, bis er vor der Tür zum Cockpit stand, so hoffte er auf jeden Fall. Und er hatte Recht. Es war das Cockpit und zwei Schmuggler saßen am Steuer. Sie drehten sich um und da sie wahrscheinlich ihre Kollegen erwarteten, fragte einer der beiden Schmuggler, was sie heute gefangen hätten. Doch dann sahen sie Tholdurn und er konnte in ihren Augen Verwunderung und Furcht sehen. Doch Tholdurn war mindestens genauso verwundert. Einer der beiden Schmuggler war sein älterer Bruder Luwrim. Dieser schien auch schnell wieder die Fassung zu erlangen und fragte Tholdurn, was ihn dazu verleitet hatte, nach Abraxin zu kommen. Tholdurn, der die Überraschung seinen Bruder hier zu treffen auch gut wegsteckte, antwortete, dass er nach Wissensobjekten für das Imperium suchte. Luwrim, der akzeptiert hatte, dass Tholdurn dem Imperium beigetreten war, nickte nur kurz. Er fragte, was Tholdurn mit den anderen drei Schmugglern gemacht hatte. Tholdurn antwortete etwas verlegen, dass er sie getötet hatte. Luwrim aber sagte nur, dass diese Leute sowieso zu nichts zu gebrauchen waren und er sie bei der nächsten Gelegenheit sowieso aus dem Schiff werfen wollte. Dann sagte Luwrim noch, dass er ganz vergessen hätte seinen Kollegen vor zu stellen. Der andere Pilot hieß Jason Sawyer und war laut Luwrim der beste Pilot, den er auf Corellia finden konnte. Er schien ein netter Mann zu sein und Jason erzählte, dass Luwrim und er schon seit einigen Jahren zusammen Schiffe ausraubten. Tholdurn fragte seinen Bruder, ob er immer noch auf Corellia leben würde. Luwrim erzählte, dass er eine Frau kennengelernt hatte und schon zwei Kinder hatte. Tholdurn war erfreut das zu hören und fragte auch Jason diese Frage. Dieser antwortete, dass er eine Frau kannte, die für ihn seine Traumfrau war, aber dass er, wenn er zu Hause war, sich mit seinem Vater um seine kranke Mutter kümmern müsste und er deshalb keine Zeit für eine Freundin hätte. Tholdurn bewunderte seine Nähe zu seiner Familie. Die drei Männer redeten noch einige Stunden weiter, bis Tholdurn einfiel, dass er eine Mission hatte. Luwrim und Jason halfen Tholdurn noch die Leichen aus seinem Schiff zu tragen. Dann verabschiedeten sie sich und Tholdurn flog weiter nach Abraxin um seine Mission fortzusetzen.

    Schatten auf Abraxin

    Auf Abraxin angekommen wurde Tholdurn direkt von dichtem Nebel umschlossen. Er war sich eigentlich sicher, dass er hier nicht so schnell intelligente Lebensformen antreffen würde, doch er spürte die Macht auf diesem Planeten. Nachdem Tholdurn sich eine Weile durch die nebeligen Sümpfe auf Abraxin geschlagen hatte, kam er an einen Wald. Die Wälder auf Abraxin waren ungewöhnlich, Tholdurn wusste das, da er sich über diesen Planten informiert hatte. Trotzdem entschloss sich Tholdurn den Wald zu betreten. Die Temperatur fiel auf ein Minimum ab und Tholdurn hatte Probleme sich durch diese Kälte zu kämpfen. Mehrere Minuten schlich Tholdurn - sein Lichtschwert griffbereit – durch den Wald, als er plötzlich eine Stimme hörte, die seinen Namen sagte. Der Nebel wich zurück und Tholdurn fand sich auf einer Lichtung wieder. Er spürte, wie es wärmer wurde. Eine dunkle Präsenz war auf der Lichtung zu spüren. Aus den Schatten der gegenüberliegenden Bäume trat eine Gestalt. Es war ein Krieger, kaum älter als Tholdurn. Er hatte kurze, weiße Haare und eine Narbe - ähnlich der Tholdurns – zierte sein Gesicht. Langsam kam er auf Tholdurn zu. Dieser griff zu seinem Lichtschwert und griff den Fremden an, welcher mit einer schnellen Bewegung ebenfalls sein Lichtschwert zog, Tholdurns Angriff auswich und ihm einen gezielten Tritt in den Rücken gab. Tholdurn fiel zu Boden und als er wieder aufstand und sich zu seinem Gegner umdrehte, hielt dieser ihm das Lichtschwert schon an die Kehle. Mit ruhiger Stimme sagte er, dass sie wohl beide nicht gekommen waren, um gegeneinander zu kämpfen. Mit diesen Worten fuhr er sein Lichtschwert ein und ließ es in seiner Robe verschwinden. Tholdurn entspannte sich und tat es dem fremden Krieger gleich. Dieser stellte sich als Kallix Obsidian vor. Er war der Anführer eines Ordens auf Abraxin. Nach einer Einladung in das Lager des Ordens, der sich auch Orden der Schatten nannte, folgte Tholdurn dem Anführer skeptisch. Er erhoffte sich jedoch, durch ihn die meisten Kenntnisse über den Planeten zu erlangen. Das Lager war nicht wirklich pompös. Mehrere Hütten standen verteilt auf einer weitaus größeren Lichtung als der, von der sie kamen. Etwas abseits der Hütten sah Tholdurn einen Platz auf dem eine Handvoll junge Krieger trainierten. Sie wurden von mehreren älteren Personen bewacht. Ein Krieger, der ebenfalls so alt wie Tholdurn sein musste, sah zu ihm und Kallix herüber. Er musterte den Neuankömmling mit einem kalten Blick, bevor er sich wieder den jungen Schülern zuwandte. Kallix brachte Tholdurn in eine große Hütte, die von innen wie ein Besprechungsraum oder eine Kommandozentrale aussah. Kallix fing an über den Orden zu reden, ohne dass Tholdurn die Zeit hatte selbst etwas zu sagen. Er erfuhr, dass die Ordensmitglieder an Prophezeiungen der Schatten glaubten. Aus diesem Grund wusste Kallix schon vor Jahren, dass sich ihre Wege irgendwann kreuzen und er Tholdurn helfen würde. Diesen überkam plötzlich ein Gefühl der Erleichterung. Er konnte das, was sein gegenüber ihm erzählte, zwar eher weniger glauben – er selbst glaubte nicht an Prophezeiungen – doch er hoffte trotzdem, dass er endlich das finden würde, was Kaito so begehrte. In den nächsten Wochen wurde Tholdurn in das Leben des Ordens integriert und er trainierte täglich mit Kallix, der ihm sehr freundlich gesandt war. Schnell entstand eine Freundschaft zwischen den beiden jungen Kriegern und Tholdurn fragte sich immer öfter, ob an der Prophezeiung die Kallix vor Jahren erhalten haben sollte nicht doch etwas dran war. Nachdem Tholdurn drei Wochen auf Abraxin gelebt hatte, fasste er den Entschluss Kallix zu fragen, wobei dieser ihm helfen könne. Kallix nickte und führte den jungen Sith an einen Altar. Er erklärte ihm, dass er seinen Anführer gesehen hatte, in einer Weisung der Schatten. Er wäre nicht der richtige Anführer und Tholdurn sollte derjenige sein, der ihn auf den richtigen Pfad zurückbringen sollte. Tholdurn überlegte. Die Chaos Dragons waren in der Tat nicht mehr die, die sie einst waren. Kaito ließ seine Mitglieder nach etwas suchen, von dem Slayo schon behauptet hatte, es gäbe es nicht. Auch Tholdurn fand diesen Gedanken nicht mehr abwegig. Kallix bat Tholdurn an, die Weisung der Schatten selbst zu erfahren und schickte ihn in einen meditativen Zustand. Tholdurn fand sich auf Tatooine wieder, vor ihm Kaito und Slayo. Schnell merkte er, dass er es der Todestag Slayos war, den er hier sah. Als Kaito sein Lichtschwert durch Slayos Oberkörper stieß, stockte Tholdurn der Atem. Ein Schmerz durchströmte ihn. Es fühlte sich an, als ob Kaito ihn erstochen hätte. Dieser drehte seinen Kopf zu ihm und schrie, dass Tholdurn gehorchen solle. Plötzlich stand er wieder vor Kallix. Schweißperlen liefen ihm die Stirn herunter. Er verstand nun. Kurz vor seinem Abflug führten die beiden Freunde noch einen Übungskampf aus. Tholdurn war mit dem Ergebnis ihrer ersten Begegnung nicht zufrieden. Aber auch diesen Kampf konnte Kallix für sich entscheiden. Sie verabschiedete sich und Tholdurn schwor Kallix bei ihrem nächsten Treffen zu siegen. Er war sich nämlich sicher, dass sie sich nochmal begegnen würden. Zurück auf Tatooine berichtete Tholdurn wie nach jeder Mission, was er entdeckt hatte. Doch in seiner Erzählung ließ er Kallix und den Orden bewusst aus. Unerwarteter Weise wurde Kaito nicht wütend über seinen Misserfolg und das ließ Tholdurn nochmal an der Weisung, die ihm Kallix gezeigt hatte, zweifeln.

    Nicht unantastbar

    Kaito schickte Tholdurn trotz der misslungenen Mission weiter auf Reisen. Nachdem Tholdurn einmal mehr von einer erfolglosen Mission von Raxus Prime wiederkam, erklärte er seinem Auftraggeber vor allen Mitgliedern der Chaos Dragons seinen Misstrauen in die Missionen und das Ziel der Chaos Dragons. Kaito, der über diese Äußerung sehr verärgert zu sein schien, wollte Tholdurn jedoch auf weitere Missionen schicken und ihn weitersuchen lassen. Tholdurn widersetzte sich Kaitos Anweisungen und sagte, dass diese keinen klaren Durchblick mehr habe und er sich lieber wieder auf seine eigentliche Arbeit, dem Imperium zu dienen konzentrieren solle. Aber Kaitos reagierte nicht auf Tholdurns Aussagen, weshalb dieser forderte, einen neuen Anführer für die Chaos Dragons zu wählen, da er der Meinung war, Kaito wäre zum Scheitern verurteilt. Tholdurn bemerkte, wie viele der anwesenden Chaos Dragons erschrocken einen Schritt nach hinten gingen. In diesem Moment wusste er, er hätte viele Verbündete auf seiner Seite. Kaito erhob sich von seinen Thron und befahl Tholdurn vor ihm auf die Knie zu gehen. Tholdurn erwiderte, dass man ihn schon dazu zwingen müsse, und zog sein Lichtschwert. Dhishasem trat in die Mitte und versuchte die Situation friedlich zu lösen. Tholdurn sah überall Söldner und Machtanwender, die ihre Waffen griffbereit hielten. Kaito sagte zu Dhishasem, dass er sich selbst um diese Angelegenheit kümmern würde, und zog ebenfalls sein Lichtschwert. Kaito stieg langsam von seinem Thron herunter und Tholdurn rannte auf Kaito zu. Ihre Schwerter kreuzten sich das erste Mal auf Höhe des Kopfes. Tholdurn sagte zu seinem Gegner, dass er damit seinen Untergang eingeleitet hatte. Kaito war durch seine längere Kampferfahrung etwas stärker als der junge Tholdurn, aber dieser schaffte es sich nach hinten wegzurollen und Kaito mit einem starken Machtstoß zurück in seinen Thron zu befördern. Tholdurn dachte er hatte den Kampf gewonnen, weshalb er sehr erschrak, als Kaito sich wieder zum Kampf bereit machte. Er hatte nicht damit gerechnet, dass Kaito sich angeschlagen von seinen Thron, der jetzt an einer Stelle einen großen Riss aufwies, erhob und Tholdurn mit seinen Machtblitzen zu Boden zwang. Tholdurn wurde schwarz vor Augen. Er erinnerte sich daran, wie nett Kaito ihn bei den Chaos Dragons empfangen hatte und dass er eigentlich ein guter Mann sei und Tholdurn ihn nur zu sehr provoziert hatte. Dann hörten die Machtblitze auf und Tholdurn blieb am Boden knien, da er keine Kraft fand aufzustehen. Kaito kam auf Tholdurn zu und setzte zum letzten Schlag an, doch Dhishasem ging abermals dazwischen und bat seinen Bruder, Tholdurn nicht zu töten, da er ein zu guter Mann war. Tholdurn sah, wie Kaitos ganzer Körper durch diese Bemerkung anfing vor Wut zu brodeln. Kaito forderte Dhishasem zu einem Kaggath heraus, welches Dhishasem nach kurzen Schweigen annahm. Leotox und Zha'hadum halfen Tholdurn auf und brachten ihn in die Kampfarena, wo das Duell zwischen Kaito und Dhishasem stattfinden sollte. Tholdurn bemerkte, dass sowohl Kaito und auch Dhishasem sehr angespannt aussahen. Der Kampf begann und Tholdurn schaute sich in der Arena um, um die Gesichtsausdrücke anderer Mitglieder deuten zu können. Er sah Ventox. Dieser beobachtete gespannt das Duell. Leotox spielte mit seinem Blaster und verfolgte nicht wirklich das Duell. Arrunias und sein Bruder Khudos standen im Hintergrund bereit, um sich für Dhishasem einzusetzen. Pitt und Cyphra kamen zu Tholdurn und machten ihm durch Nicken klar, dass sie für ihn da waren. Gahed schien in Richtung Kaito zu schauen. Der Pilot Teshahiro, der zu Zha'hadums besten Freunden zählte, gesellte sich ebenfalls zu den anwesenden Kriegern. Zuletzt sah Tholdurn Zha'hadum, der sehr besorgt aussah und auch immer wieder über die Runde der Chaos Dragons blickte. Jeder verfolgte nun den Kampf zwischen den beiden Anführern und niemand war sich sicher, was als nächstes passieren würde. Währenddessen wurde der Kampf zwischen Kaito und Dhishasem immer heftiger. Bis Kaito plötzlich sagte, Dhishasem solle einhalten. Er gestand, dass er viel zu voreilig gehandelt hatte. Tholdurn schaute sich wieder in der Menschenmenge um und sah was er erwartet hatte. Viele Mitglieder sahen erstaunt und erschrocken aus, da ihr großer Anführer, der für unantastbar gehalten wurde, das Schwert einfuhr und den Kampf nicht weiterführte. Das zeigte vielen Chaos Dragons, dass er doch nicht unantastbar war, da er Dhishasem, der sein Lichtschwert ebenfalls eingefahren hatte, nicht töten konnte. Die nächsten Tage war die Stimmung auf Tatooine sehr bedrückend. Kaitos gesundheitlicher Stand wurde schlagartig und auf unerklärliche Weise schlechter und auch Leotox war in einer Nacht verschwunden und unauffindbar. Zudem traten mehrere Mitglieder des Bundes, so auch Ventox, auf Tholdurn zu und erzählten ihm von einer Rebellion, die gegen Kaito gegründet wurde. Tholdurn beteiligte sich an dieser jedoch nicht, unternahm aber auch nicht zu ihrer Zerschlagung. Lediglich Dhishasem erzählte er davon, der scheinbar genauso wie Tholdurn dachte, da er auch weder für noch gegen diese Rebellion handelte.

    Sturz Kaitos

    Für Tholdurn war es unübersehbar, dass die Rebellion immer weiter wuchs. Ihm wurden weiterhin immer wieder Informationen mitgeteilt, auch wenn er nie aktiv für die Rebellion gehandelt hatte. Er unterrichtete Dhishasem weiterhin über alles, was er selbst erfuhr. Ventox, Tholdurns alter Lehrer, stellte sich als einer der Anführer der Rebellion heraus. Einige Wochen nach der Niederlage Kaitos gegen seinen Bruder Dhishasem trat dieser wieder vor den Bund, um in einer Versammlung über die Zukunft der Chaos Dragons zu sprechen. Dort offenbarten sich die Rebellen vor Kaito und Ventox stellte sich ihm. Dhishasem wollte einschreiten, um ein unnötiges Blutvergießen zu unterbinden, doch Kaito hielt ihn ab und nahm den Kampf an. Tholdurn sah, wie die Rebellen ihre Waffen bereithielten. Auch Kaitos Anhänger, wie Gahed, sahen angespannt aus. Dhishasems Anhänger, wie Arrunias und Khudos, bereiteten sich ebenfalls auf das Schlimmste vor, hielten sich aber weiterhin im Hintergrund. Der Kampf begann und es stellte sich schnell heraus, dass Ventox der bessere Schwertkämpfer war. Er schnellte mit seinen zwei Lichtschwertern mit einer enormen Stärke und Geschwindigkeit durch den Raum. Kaito hatte anfangs Probleme seine Schläge zu blockieren. Nach kurzer Zeit schaffte er es aber Abstand zu seinem Gegner zu gewinnen. Tholdurn wusste, wie gefährlich Kaito war, wenn er dem Gegner aus sicherem Abstand mit seiner gewaltigen Macht kontrollierte. Mit der gleichen Taktik hatte der Anführer vor mehreren Wochen den jungen Krieger besiegt. Kaito schoss Machtblitze auf seinen Gegner, die Ventox nur schwer blockieren konnte. Gahed und andere Anhänger Kaitos schienen sich zu entspannen. Er hatte nun die Oberhand. Doch Ventox Wut schien immer weiter zu steigen. Er schaffte es sich Kaito wieder zu nähern und ein weiterer Schlagabtausch begann. Tholdurn merkte, dass Kaito langsam erschöpft wurde. Schlagartig schien es ihm schlechter zu gehen. Er hatte ähnliche Situationen in den letzten Wochen des Öfteren bei seinem Anführer gesehen. Kaito fiel auf die Knie und versuchte weiter die Schläge zu blockieren. Ventox schaffte es das Lichtschwert seines Gegenübers zu zerstören. Er hob Kaito hoch und stach ihm sein Schwert in den Bauch. Kaito sank zu Boden und blieb dort liegen. Nachdem es für eine kurze Zeit still geworden war, schienen alle zu begreifen, was passiert war. Gahed zog sein Lichtschwert und wollte auf Ventox losgehen. Blitzartig zog auch Tholdurn sein Schwert, hielt es Gahed an die Kehle und machte ihm damit klar, dass er nicht weitergehen solle. Die anderen Anhänger Kaitos und die Rebellen machten es Gahed gleich. Dhishasem und seine Anhänger zogen ebenfalls die Waffen und positionierten sich zwischen den beiden anderen Gruppierungen. Sie machten deutlich, dass es keine weiteren Toten geben werde und Dhishasem rief mit lauter und tiefer Stimme, dass die Versammlung zu Ende sei. Alle senkten die Waffen und verließen den Saal. In den folgenden Wochen wurde die Situation im Bund immer brenzliger. Es zeigten sich weiterhin zwei Gruppen, die sich weiterhin bekämpften. Kaitos Anhänger unter der Führung von Gahed auf der einen Seite und die Rebellen unter der Führung von Ventox auf der anderen Seite. Dhishasem, seine Einsatzgruppe um Arrunias und Khudos, Tholdurn und seine engsten Freunde, wie Cyphra und Pitt, bildeten eine dritte Gruppierung, die versuchte den Bund aufrecht zu erhalten. Exest wurde mit der Untersuchung von Kaitos Leichnam beauftragt. Zu Tholdurns und Dhishasems Erstaunen fand er heraus, dass Kyrem den Schwertstoß überlebt hatte. Alle lebenswichtigen Organe funktionierten auf wundersame Weise noch. Exest erklärte, dass scheinbar sein Geist einen inneren Kampf austrug. Er wusste selbst nicht, ob Kaito aus diesem Zustand jemals wieder erwachen konnte. Die drei Sith entschlossen sich dieses Geheimnis niemandem weiter zu erzählen. In einer Nacht wurde Ventox vermutlich von Gahed und einigen weiteren Anhängern von Kaito ermordet. Die Anhänger verschwanden noch in der gleichen Nacht. Vielmehr schockierte Tholdurn jedoch die Nachricht, dass auch Kaitos Körper entwendet wurde. Trotz einer Suchaktion konnte niemand einen Hinweis auf den Verbleib Kaitos erlangen. Nach einigen Tagen trat Darth Voltis auf Dhishasem und Tholdurn zu. Er war ein Vertrauter von Dhishasem und begleitete die Chaos Dragons seit der Gründung. Er gestand, dass er seit Anbeginn des Bundes ein Spion für das Imperium war und dass das imperiale Oberkommando entschlossen hatte, den Bund wegen mangelnder Erfolge nicht weiter zu unterstützen. Dhishasem schien diese Nachricht nicht zu überraschen. Der Bund hatte sowieso keine Zukunft mehr.


    Die Zeit als Nomade (3650 - 3644 VSY)

    Der mysteriöse Krieger

    Das erste Ziel, welches Tholdurn ansteuerte, war Abraxin. Kallix Worte waren wahr geworden. Kaito war vernichtet worden. Tholdurn sah es als seine Pflicht an, dem Orden der Schatten davon zu berichten. Nachdem Tholdurn auf Abraxin gelandet war, dauerte es nicht lange bis er von einer Patrouille des Ordens gefunden wurde. Angeführt wurde diese von Tyrexis Siow, dem zweiten Anführer des Ordens der Schatten. Tholdurn hatte ihn schon bei seinem ersten Aufenthalt auf Abraxin schon ein paar Mal gesehen, hatte aber nie mit ihm gesprochen. Doch Tyrexis schien sich an ihn zu erinnern. Er fragte ihn mit bedrohlicher Stimme: “Was willst du hier, Tholdurn Dashan?“. Tholdurn antwortete gereizt: “Bring mich zu deinem Anführer! Ich habe ihm etwas Wichtiges zu sagen.“. Tyrexis nickte und begleitete Tholdurn ins Lager. Dort beaufsichtigte Kallix gerade das Training der jungen Schüler. Tyrexis benachrichtigte Kallix über Tholdurns Ankunft. Tholdurn sah den beiden zu, wie sie kurz redeten. Dann ging Kallix in Richtung des Kommandozeltes, Tyrexis machte Tholdurn durch eine Handbewegung klar, dass er ihm folgen solle und ging dann ebenfalls in die Richtung in die Kallix ging. Als Tholdurn am Kommandozelt angekommen war, wurde er bereits von Kallix und Tyrexis erwartet. Kallix begrüßte Tholdurn und fragte, weshalb er gekommen war. Tholdurn erklärte, wie eine Rebellion gegen Kaito aufgebaut wurde und dieser letztendlich dann auch getötet wurde. Kallix hörte Tholdurn dabei aufmerksam zu und nickte gelegentlich. Nachdem Tholdurn seine Erzählungen beendet hatte, bedankte sich Kallix bei ihm. Tholdurn erinnerte sich an das, was Kallix ihm bei seinem ersten Besuch gezeigt hatte. Doch nun hatte er das Gefühl, schon damals Kaitos Tod gesehen und gefühlt zu haben. Er wollte wissen, wie es jetzt weiter gehen sollte mit ihm. Doch Kallix antwortete, dass die Schatten nicht mehr mit ihm gesprochen hatten und er es selbst nicht wüsste. Zusätzlich bat er Tholdurn ein Zelt für die nächsten Tage an. Dieser war froh eine Unterkunft für die nächste Zeit zu haben. Abends saßen die älteren Krieger und die Anführer Kallix und Tyrexis mit Tholdurn zusammen am Lagerfeuer und erzählten ihm mehr über die Schatten. Als Tholdurn sich dazu entschlossen hatte, schlafen zu gehen, kam Kallix zu ihm und sagte, dass die beiden am nächsten Morgen einen Übungskampf machen würden, um zu sehen, ob Kallix Tholdurn immer noch besiegen konnte. Tholdurn freute sich auf den Kampf und ging in sein Zelt. Es dauerte nicht lange bis er eingeschlafen war. Er wachte auf und lag im Sand. Aber es war nicht der Sand, den er von Planeten wie Tatooine gewöhnt war. Dieser Sand war dunkelblau. Dann fiel Tholdurn auf, dass er nach Abraxin gereist war, einem Planeten auf dem es kein Sand gab. Er schaute zum Himmel und konnte seinen Augen nicht trauen. Der Planet war umhüllt von einer nebligen Hülle, die immer wieder von leuchtend orangenen Blitzen durchzogen wurde. Tholdurn richtete sich auf und schaute sich um. Vor ihm war ein Tempel auf dessen riesiges Eingangstor Tholdurn schauen konnte. Plötzlich erkannte Tholdurn eine Gestalt vor dem Tempel. Er konnte nur den Umriss erkennen. Plötzlich begann die Gestalt sich auf Tholdurn zu zu bewegen. Sie flüsterte etwas und obwohl sie noch weit von Tholdurn entfernt war, konnte er sie hören: "Finde mich!". Dann wachte Tholdurn auf. Er lag in seinem Zelt. Nun wusste Tholdurn, dass er einen Albtraum hatte. Er legte sich wieder hin, um auf den Kampf mit Kallix vorbereitet zu sein. Die restliche Nacht schlief Tholdurn ohne weitere Albträume. Am nächsten Morgen traf sich Tholdurn mit Kallix an dem Ort, an dem sie sich das erste Mal getroffen hatten. Sie machten sich zum Kampf bereit und stürmten dann aufeinander los. Tholdurn war der Erste, der zum Schlag ausholte. Kallix konnte diesen jedoch ohne Probleme parieren und schlug selbst zu. Er traf Tholdurn leicht an der Schulter. Dieser wich einige Schritte zurück, um dann erneut angreifen zu können. Der Schlagabtausch ging mehrere Minuten weiter. Es war ein Kampf auf Augenhöhe. Niemand konnte so richtig die Oberhand gewinnen. Nach einigen weiteren Minuten hatte Tholdurn Kallix so weit zurückgedrängt, dass er nur noch zum finalen Schlag ausholen musste. Plötzlich erkannte Tholdurn hinter Kallix im Wald die mysteriösen Gestalt, die er in seinem Traum gesehen hatte. Er erstarrte. Kallix nutzte die Chance, schlug Tholdurn die Rückseite seines Lichtschwerts gegen die Stirn. Dieser taumelte daraufhin zurück und fiel zu Boden. Kallix hatte den Kampf gewonnen. Kallix half Tholdurn auf und Tholdurn beglückwünschte Kallix zum Sieg, aber er hatte nur Augen für den Wald hinter Kallix. Doch dieser war leer. Die mysteriöse Gestalt war verschwunden. Kallix merkte, dass etwas mit Tholdurn nicht stimmte und fragte ihn, was los war. Tholdurn erwiderte, dass alles gut war und starrte weiterhin auf den leeren Wald.

    Spielen auf Nar Shaddaa

    Um sich von seinem Albtraum und der mysteriösen Gestalt zu erholen, beschloss Tholdurn nach Nar Shaddaa zu reisen um dort im Casino wieder klare Gedanken fassen zu können. Kallix und Tyrexis begleiteten Tholdurn zu seinem Schiff und Kallix lud Tholdurn ein, jeder Zeit wieder zurück zu kommen. Des Weiteren erwähnte er, dass Tholdurn seit ihrem letzten Treffen deutlich stärker geworden war, obwohl dies nur wenige Monate zurücklag. Tholdurn bedankte sich für die Gastfreundschaft, verabschiedete sich und verließ den Planeten. Auf seinem Weg nach Nar Shaddaa kontaktierte Tholdurn seinen älteren Bruder Luwrim. Er erklärte ihm, dass er sich mit Luwrims Crew auf Nar Shaddaa treffen wolle, damit sie zusammen spielen konnten und über alte Zeiten reden konnten. Luwrim war der Bruder mit dem Tholdurn sich immer noch gut verstand, mit seinem jüngeren Bruder Ace hatte er keinen Kontakt mehr, da dieser ein Jedi war. Luwrim hingegen schmuggelte sowohl für das Imperium als auch für die Republik. Er sagte Tholdurn, dass er sich direkt auf den Weg machen würde, sie sich direkt im Casino treffen würden und er sich auf einige schöne Spielrunden freue. Mit diesen Worten beendete er die Holokommunikation. Tholdurn setzte daraufhin seine Reise fort. Nach einiger Zeit, in der Tholdurn sich auf seinem Schiff erholte, erreichte er Nar Shaddaa. Er war schon einmal mit Mitgliedern der Chaos Dragons auf Nar Shaddaa, weshalb er wusste, wo er hin musste. Die Straßen waren wie gewohnt sehr voll und es war schwierig sich fortzubewegen. So begann Tholdurn seinen Weg durch die Menschenmassen. Plötzlich tat sich vor ihm die Menschenmasse auf und Tholdurn sah die Chance schneller voran zu kommen. Er rannte durch die entstandene Lücke, doch schon nach einigen Metern blieb er wie angewurzelt stehen. Gut 20 Meter vor ihm stand wieder der mysteriöse Krieger aus seinem Traum. Auch wenn er dieses Mal näher zu Tholdurn stand, konnte er immer noch nur den Umriss des Kriegers erkennen. Tholdurn atmete langsamer, doch plötzlich wurde er von hinten angerempelt. Er schaute nach hinten. Die Menschenmassen hatten ihn wieder eingeholt. Als Tholdurn wieder nach vorne schaute, war der Krieger wieder verschwunden. Tholdurn blieb noch einen Moment stehen, um seine Gedanken wieder zu sammeln. Er verspürte keine Angst, sondern eher Ehrfurcht vor diesem mysteriösen Krieger. Wer immer er auch war, er schien mächtig zu sein. Tholdurn wollte mehr über diesen Krieger erfahren. Doch schnell verwarf er diese Gedanken wieder. Er setzte seinen Weg zum Casino fort. Er wollte sich ablenken. Am Casino angekommen wartete Luwrim schon mit ein paar seiner Männer. Sie begrüßten sich gegenseitig und betraten das Casino. Sie entschieden sich eine Runde Poker zu spielen. Sie spielten mehrere Stunden, doch Tholdurn schaffte es trotzdem nicht, die mysteriösen Krieger zu verdrängen. Selbst sein Bruder schien nach einiger Zeit zu merken, dass Tholdurn sich kaum auf das Spielen konzentrierte und mit den Gedanken ganz woanders war. Deshalb fragte er Tholdurn, was ihn bedrückte. Da merkte Tholdurn, dass er Luwrim noch gar nichts vom Fall Kaitos und dem Ende der Chaos Dragons erzählt hatte. Luwrim und seine Crew hörten den Erzählungen Tholdurns aufmerksam zu. Keiner traute sich Tholdurn zu unterbrechen. Tholdurn hielt es aber für besser, Luwrim und seinen Männern nichts von seinen Erscheinungen zu erzählen. Er war sich im Laufe des Tages darüber klar geworden, dass er zurück nach Abraxin musste und Kallix um Rat bitten musste. Nachdem er seine Erzählungen beendet hatte, ließ er seinen Bruder von seinen abenteuerlichen Schmuggleraufträgen berichten. Es bereitete ihm Freude seinem Bruder zuzuhören und er schaffte es tatsächlich, alles was ihn bedrückte zu vergessen. Später in der Nacht verabschiedete Tholdurn sich von Luwrim und den restlichen Männern. Er machte sich auf den Weg, um nach einem Zimmer für die Nacht zu suchen. Als er endlich ein Hotel gefunden hatte, welches im zusagte, ging er zur Rezeption um sich anzumelden. Ein Ortolaner saß mit dem Rücken zu ihm. Tholdurn begrüßte ihn, weshalb der Ortolaner sich umdrehte. Doch als er sich umgedreht hatte, saß wieder den mysteriösen Krieger vor ihm. Auch dieses Mal war er in Dunkelheit gehüllt und sagte mit tiefer Stimme: “Komm zu uns, Tholdurn Dashan!“. Tholdurn war so erschrocken, dass er ohne lange nachzudenken loslief. Er wollte so schnell wie möglich sein Schiff erreichen und nach Abraxin fliegen. Als Tholdurn sich noch mal kurz nach hinter drehte, sah er wie der verdutzte Ortolaner ihm hinterher sah. Nach einer Zeit erreichte Tholdurn sein Schiff. Er wollte die Steuerkonsole erreichen, doch er war so müde, dass er im Cockpit einschlief. Am nächsten Morgen flog Tholdurn dann nach Abraxin. Schnell suchte er dort Kallix und Tyrexis auf und berichtete ihnen alles. Von seinem Traum bis zu den Erscheinungen. Tholdurn sah, dass Kallix beunruhigt war. Als er fertig erzählt hatte, sagte Kallix, dass sie diesen Tempel finden mussten. Tyrexis ergänzte, dass Tholdurn auf die ganze Macht des Ordens vertrauen konnte und alle Mitglieder des Ordens ihm bei der Suche helfen würden. Kallix schlug vor mit der Suche nach dem Planeten, auf dem der Tempel war, auf den imperialen Kernwelten zu beginnen. Er war sich sicher, dass man Informationen in den Archiven der Sith auf Korriban oder Dromund Kaas finden würde. Tholdurn bedankte sich bei Kallix und Tyrexis und machte sich auf den Weg nach Korriban, wo er eine alte Freundin wiedertreffen wollte. Seine alte Meisterin Katary Xel.

    Alte Zeiten

    Nach einer unspektakulären Reise landete Tholdurn auf Korriban. Er hatte sein Eintreffen vorher schon einem Aufseher gemeldet, der nun an der Landeplattform auf ihn wartete. Der Aufseher begrüßte Tholdurn, der den Gruß erwiderte. Gemeinsam gingen sie in die Richtung der Akademie. Währenddessen fragte der Aufseher, weshalb Tholdurn nach Korriban zurückkehrte. Dieser erklärte, dass er mit seiner alten Meisterin reden wollte. Seine Suche nach dem dunkelblauen Planeten und seinem mysteriösen Bewohner verschwieg er jedoch. Der Aufseher erklärte Tholdurn, dass seine alte Meisterin mittlerweile einen neuen Schüler hatte und deshalb Tholdurn momentan nicht zur Verfügung stehen konnte. Dieser antwortete daraufhin überlegend, dass er die Zeit aufbringen könnte und auf Katary warten würde. Des Weiteren fragte er, wo genau sie momentan wäre. Der Aufseher erinnerte Tholdurn an die Ausbildung zum Sith und ergänzte, dass sie sich mit ihrem Schüler Bolan auf einer Mission in den Gräbern Korribans sei. Diese Mission würde in zwei Tagen beendet sein. Tholdurn verstand und fragte den Aufseher, ob er Zugang zu den Sith-Archiven hätte. Der Aufseher bejahte dies und verabschiedete sich von Tholdurn, da er auch noch Akolythen hatte, um die er sich kümmern musste. Tholdurn beschloss erst seine ihm zugeteilten Gemächer aufzusuchen, damit er sich von seiner Reise erholen konnte. Während seines Ganges durch die Akademie erkannte er viele alte Gesichter wieder. Es freute ihn wieder in den imperialen Kernwelten zu agieren, nachdem er bei den Chaos Dragons oft auf Planeten reisen musste, von denen er noch nie zuvor gehört hatte. Als er seine Gemächer erreichte, setze sich Tholdurn auf sein Bett und überdachte ein weiteres Mal seine Zeit bei den Chaos Dragons. Er war als frisch ausgebildeter Sith den Chaos Dragons beigetreten. Dabei war Dhishasem anfangs sein einziger Ansprechpartner. Aber auch seinen Anführer Kaito bewunderte Tholdurn schnell, obwohl er von ihm nur durch die Galaxis gehetzt wurde, auf der Suche nach etwas von dem Tholdurn immer noch nicht wusste was es war. Nachdem er dann Kallix gefunden hatte, der schnell wie ein großer Bruder und Mentor für Tholdurn wurde, und dieser ihm sagte, Kaito wäre nicht Tholdurns wahrer Anführer, fing er an Kaito zu hinterfragen. Doch nach dem Kampf zwischen Kaito und seinem Halbbruder Dhishasem wurde klar, dass Kaito auch nur ein Mensch war, der mal Fehler machen konnte. Tholdurn baute die Rebellion auf, um die Zweifler Kaitos zu vernichten. Dieser starb jedoch unplanmäßig durch Ventox und seitdem war Tholdurn sich wieder unsicher, ob er vielleicht doch richtig gehandelt hatte. Plötzlich wurde Tholdurn von einer bekannten Stimme auf seinem gedanklichen Gefühlschaos gerissen. Vor ihm stand seine alte Meisterin Katary Xel. Er war erfreut, sie wieder zu sehen. Meisterin schien es ebenso zu erfreuen. Sie begrüßten sich und Katary stellte Tholdurn ihren neuen Schüler Bolan vor, der in der Tür stand. Es war ein Zabrak und etwas größer als Tholdurn. Seine dunkelgrünen Augen schienen Tholdurn durchbohren zu wollen. Wegen seines grimmig wirkenden Blicks vermutete Tholdurn, dass seine Meistern schon viel von ihm erzählt hatte und Bolan eifersüchtig auf ihn war. Er war sich jedoch nicht sicher. Nachdem Tholdurn Bolan begrüßt hatte, sagte Katary, dass sie Tholdurn gerne als Gegner für Bolan in einem Übungskampf haben wollte. Bolan sei der stärkste und gerissenste Schüler, der momentan die Akademie besuche. Tholdurn nahm das Angebot gerne an, der er selbst seine Fähigkeiten unter Beweis stellen wollte. Am Trainingsplatz versammelten sich mehrere Akolythen und auch Aufseher und den Trainingskampf zu verfolgen. Bolan lief in seiner Ecke des Platzes auf und ab, als ob er sich freuen würde Tholdurn gleich vernichtend zu schlagen. Doch Tholdurn blieb ruhig. Er war früher und auch heute noch sehr eifrig, doch er wusste diese Gefühle mittlerweile zu verbergen. So war man unberechenbarer. Seine alte Meisterin eröffnete den Kampf und Bolan rannte auf Tholdurn zu. Dieser streckte seine Hand aus und hielt Bolan mit Hilfe der Macht fest, während dieser weiterhin versuchte auf Tholdurn zu zu rennen. Doch er konnte sich kein Stück bewegen. Dann stieß Tholdurn Bolan mit einem Machtstoß gegen die Felswand hinter ihm. Er hatte durch hartes Training mit Kallix und vor allem mit Dhishasem und den Mendis Brüdern stark an Macht gewonnen. Aber seine wahre Stärke lag immer noch im Schwertkampf. Deshalb nahm er sein Lichtschwert und ging langsam auf Bolan zu. Dieser hatte sich wieder aufgerappelt und rannte erneut auf Tholdurn zu. Dieses Mal schleuderte er aber Machtstöße auf Tholdurn, denen er aber entweder ohne große Probleme auswich oder sie gekonnt abblockte. So kam Tholdurn Bolan immer näher und ihre Schwerter kreuzten sich das erste Mal. Bolan blockte einen Schlag von Tholdurn, der daraufhin ebenfalls zum Blocken kommen musste. Dabei drehte sich Tholdurn jedoch an seinem Feind vorbei, rammte ihm seinen Ellenbogen in den Rücken, sodass dieser hinfiel, stellte seinen Fuß auf Bolans Rücken und hielt sein Lichtschwert an seinen Hinterkopf. Tholdurn hatte den Kampf ohne Probleme gewonnen. Alle Anwesenden, einschließlich Katary und Bolan, waren von der überragenden Stärke Tholdurns beeindruckt. Nachdem sich die Aufregung um den Kampf gelöst hatte und alle wieder ihren Aufgaben nachgingen, standen nur noch Tholdurn und Katary auf dem Kampfplatz. Auch Bolan war verschwunden. Tholdurn vermutete, dass er seine Demütigung nicht ertragen konnte. Katary schaute Tholdurn lange an und fragte dann, weshalb er nach Korriban gekommen sei. Und Tholdurn fing an die ganze Geschichte seit seinem Beitritt bei den Chaos Dragons zu erzählen.

    Gescheiterte Pläne

    Nachdem Tholdurn und Katary sich lange über alte Geschichten unterhalten hatten und Tholdurn ihr von seiner Suche berichtet hatte, entschieden sie gemeinsam in den Sith-Archiven nach dem Planeten zu suchen. Auch Katary hatte noch nie von einem Planeten mit blauem Sand gehört. Sie suchten wochenlang in den Archiven und fanden die seltsamsten Planeten und Spezies, doch den mysteriösen blauen Planeten fanden sie nicht. Selbst die weisesten und ältesten Sith auf Korriban kannten diesen Planeten nicht, wobei einige schon mal gehört hatten, dass es blauen Sand geben solle. Diese alten Sith wiesen Tholdurn darauf hin, dass er nach Dromund Kaas fliegen solle, weil man dort mehr über diese Legende erfahren könnte. Tholdurn war entschlossen diesem Rat zu folgen, da er es satt hatte auf Korriban zu suchen. Aus diesem Grund fragte er Katary, ob sie ihn begleiten würde. Katary willigte ein, da sie mit ihrem Schüler Bolan die Ausbildung dann gut auf Dromund Kaas fortsetzen konnte. Bolan war jedoch nicht sehr begeistert von dieser Idee. Ihm schien es nicht zu gefallen, dass Tholdurn diese Reise leitete und somit auch eine Autoritätsperson für Bolan war. Tholdurn ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken, da er wusste, dass Bolan nichts gegen ihn ausrichten könnte. Der Aufseher von Korriban beschloss kurz der Reise, dass noch weitere Schüler mit nach Dromund Kaas fliegen würden, um dort zu trainieren. Katary hatte nur erzählt, dass sie und Tholdurn Bolan auch in anderen Gebieten trainieren wollten. Von der Suche nach dem Planeten erzählte sie ihm nichts. Am Tag der Abreise war Bolan für seine Verhältnisse sehr gut gelaunt. Tholdurn vermutete, dass dies damit zusammen hing, dass nun auch Bolans Freunde und Anhänger an der Reise teilnahmen. Der Flug verging reibungslos und nach einiger Zeit erreichte die Truppe Dromund Kaas. Vom Raumhafen flogen sie nach Kaas City, um sich dort in ihren Zimmern einzurichten. Tholdurn hatte die Archivisten von seinem Erscheinen unterrichtet und deshalb warteten sie schon auf Katary und ihn. Katary sagte den Schülern, dass diese erstmal freie Zeit hätten und dann begaben Tholdurn und sie sich auf den Weg zu den Archiven. Ein Sith, der sich als Ilmoh vorstellte, erwartete sie bereits und führte sie in das Gebäude, welches er danach aber direkt wieder verließ. Nachdem Tholdurn und Katary den gesamten restlichen Tag damit verbracht hatten, ohne Erfolg nach dem Planeten zu suchen, beschlossen sie ihre Suche am nächsten Tag fortzusetzen und sich erstmal auszuruhen. Aus diesem Grund gingen sie auf ihre Zimmer. Auch am nächsten Tag fanden sie keine Hinweise. Am dritten Tag stieß Katary jedoch auf einen Datenbankeintrag, der einen gewissen „A.M.“ beschrieb, der auf einen blauen Sandplaneten gestoßen war. Jedoch waren nirgends der Name oder die Koordinaten des Planeten angegeben. Auch Lord Ilmoh konnte auf Anfrage keine weiteren Informationen zu diesem Datenbankeintrag, dem Planeten und dem Mann mit den Initialen „A.M.“ geben. Frustriert und auch gleichzeitig glücklich verließen Tholdurn und Katary die Archive. Draußen verabschiedeten die beiden sich, weil Tholdurn den Planeten verlassen wollte und Katary mit den Schülern das Training auf Dromund Kaas weiterführen wollte. Tholdurn bedankte sich bei seiner alten Meisterin für die Hilfe und machte sich auf zu seinem Zimmer, um seine Sachen zu packen. Als er dort ankam, war er sehr überrascht. Bolan und einige seiner Freunde standen im Flur vor seinem Zimmer und schienen auf ihn gewartet zu haben. Bolan erklärte Tholdurn wütend, dass er sich nicht noch einmal vorführen lassen würde und er Tholdurn deshalb töten würde. Mit diesen Worten griffen er und seine Freunde Tholdurn an. Dieser reagierte blitzschnell, machte ein paar Schritte nach hinten, um einem Sprung von Bolan auszuweichen und schleuderte dann mit einem Machtstoß einen weiteren Schüler gegen die Wand. Dann zog er nun ebenfalls vor Wut sein Lichtschwert. Tholdurn fühlte sich von den Schülern verraten. Ein heftiger Lichtschwertkampf entbrannte. Doch Tholdurn hatte die Schüler gut unter Kontrolle. Er blockte ihre Schläge und als Bolan einen Schrittfehler machte, setze Tholdurn zum Schlag an und enthauptete den Schüler seiner alten Meisterin. Er anderen Schüler erstarrten kurz und fingen dann an wegzurennen. Tholdurn streckte nur seine Hand aus und hielt die Schüler in ihrem Sprint an. Dann schloss er seine offene Hand zu einer Faust und alle Schüler fielen leblos zu Boden. Nachdem Tholdurn sich das Chaos kurz angeguckt hatte, kontaktierte er Katary und erklärte ihr die Situation. Sie schien sehr enttäuscht über ihren Schüler Bolan zu sein und versprach sich um die Angelegenheit zu kümmern. Tholdurn packte seine Sachen und ging noch in eine Bar, um sein weiteres Vorgehen zu überlegen. Der Barkeeper schien zu merken, dass Tholdurn etwas bedrückte und fragte ihn deshalb danach. Tholdurn erklärte, dass er etwas suchte, es aber nicht finden könne. Daraufhin antwortete der Barkeeper, dass Tholdurn sich dann mit Schmugglern und Söldnern in Verbindung setzen solle, da diese alles und jeden finden könnten. Tholdurn beherzigte seinen Rat nach langem Nachdenken, da er keine Ahnung hatte, wie er sonst hätte weiter vorgehen sollen. Und so machte er sich am nächsten Morgen auf den Weg ins Outer Rim, dem Ort, an dem er am ehesten Schmuggler und Söldner vermutete.

    Tholdurn, der Söldner

    Letztendlich landete er auf Rishi, einem Planeten, auf dem Piratenbanden regierten. Tholdurn war sich sicher hier weitere Hinweise über den mysteriösen Tempel zu finden, aber auch nach tagelanger Suche fand er nichts. Als er eines Tages in einer Cantina saß, kamen einige Mitglieder einer lokal bekannten und berüchtigten Piratenbande in die Cantina. Sie zückten ihre Waffen und verkündeten, dass sie dieses Lokal übernehmen würden. Alle Gäste flüchteten und der Wirt versteckte sich hinter den Tresen. Einzig Tholdurn blieb dort gelassen sitzen und trank weiter sein Getränk. Einer der Piraten hielt Tholdurn eine Waffe an den Kopf und sagte: "Ich würde mich an deiner Stelle schnell verpissen!". Tholdurn, der es für ratsam erachtete sein Lichtschwert unter seinem Gewand zu verstecken und sich eine Schusswaffe zu besorgen, antwortete immer noch gelassen: "Das Gleiche wollte ich auch gerade sagen.". Die Piraten lachten laut los. In diesem Moment drehte Tholdurn sich blitzschnell um, entwaffnete mit einem gezielten Handschlag den ersten Piraten, zog seine Waffe und erschoss zwei weitere, bevor er sich hinter einem Tisch in Sicherheit brachte. Die übrigen Piraten eröffneten das Feuer. Durch chromfarbene Becher, die auf einem anderen Tisch standen, konnte Tholdurn ungefähr erkennen, wo sich die restlichen Piraten befanden. Dann wartete er. Auf einmal hörte er keine Schüsse mehr. Eine Stimme sagte: "Ist er vielleicht tot?". In diesem Moment stand Tholdurn auf und erschoss auch die restlichen Piraten. Der Wirt, der den ganzen Kampf beobachtet hatte, kam hinter seinen Thesen hervor und bedankte sich bei Tholdurn. Zudem bot er Tholdurn an, sich ein paar Kredits zu verdienen und als Söldner für ihn zu arbeiten. Tholdurn, den das Angebot reizte, nahm dieses auch an. Der Wirt, der sehr erfreut wirkte, hatte auch direkt ein Auftrag für Tholdurn. Er sollte zu einem reichen Mann auf Rishi gehen, der den Wirt um viele Kredits betrogen hatte. Der Wirt betonte, dass der reiche Mann darauf behagen würden, dass er nie jemanden betrügen würde und immer ein ehrlicher Mensch war. Der Wirt sagte, dass dies alles Lügen seien. Tholdurn dachte dabei nur an seinen eigenen Profit und seine Lust zu töten. Der Wirt erteilte Tholdurn zudem die Erlaubnis den reichen Mann zu ermorden, wenn der sein Geld nicht hergeben wollte. Somit machte Tholdurn sich auf den Weg. Der reiche Mann hatte keine Sicherheitsleute, was auf Tholdurn sehr ungewöhnlich wirkte. Nachdem er in die Villa des Reichen ohne Probleme eingestiegen war und diesen auch schnell dort ausfindig machte, beteuerte dieser tatsächlich seine Unschuld. Tholdurn schloss ohne zu überlegen seinen Auftrag ab, erwürgte den reichen Mann durch seinen Machtgriff und nahm all das Geld mit, welches er in der Villa finden konnte. Als Tholdurn wieder bei dem Wirt ankam, konnte der seine Aufregung kaum verstecken. Als er das Geld sah fingen seine Augen an zu funkeln: "So viel Geld auf einmal. Wunderbar!". In diesem Moment wurde Tholdurn klar, dass der reiche Mann die Wahrheit gesagt hatte. "Das war nie dein Geld, oder?", fragte Tholdurn. Der Wirt schaute Tholdurn kurz an und rannte dann in die Richtung des Kellers. Tholdurn reagierte, nahm den Wirt in den Machtgriff, lachte kurz, betonte wie naiv er doch war, erwürgte auch den Wirt und warf ihn dann in eine Ecke der Cantina. Aus Interesse, was der Wirt im Keller wollte, ging er die Treppe hinunter, nachdem er sich die Kredits des Wirtes genommen hatte. Im Keller gab es zwei Türen. Tholdurn öffnete die erste Tür. Es war ein Notausgang nach draußen. Diesen Ausgang wollte der Wirt wahrscheinlich gehen, vermutete Tholdurn. Er schloss die Tür wieder und öffnete die andere Tür. Und was Tholdurn dort sah ließ ihn kurz vergessen zu atmen. In einer Ecke des dunklen Zimmers lag gefesselt eine junge Frau.

    Luna und Teesk Anvin

    Sofort begann Tholdurn diese junge Frau von ihren Fesseln zu befreien. Sie waren sehr festgezogen und Tholdurn hatte anfangs Probleme die Fesseln zu lösen. Nach kurzer Zeit gelang es ihm aber. Die Knöchel der Frau waren blutig von den festen Fesseln. Sie hatte auch eine starke Wunde an ihrem Kopf. Tholdurn nahm die fast bewusstlose Frau, die noch kein Wort hatte sagen können, und trug sie nach oben in die Cantina, die immer noch leer war. Tholdurn holte ein nasses Tuch, welches er hinter der Theke fand und begann damit die Wunden der Frau zu reinigen. Sie schaute benommen zu Tholdurn und sagte leise: "Danke!". Tholdurn lächelte sie an und tupfte mit dem Tuch die Wunde an ihrer Stirn ab. Dabei betrachtete er die Frau etwas genau. Sie war wahrscheinlich in Tholdurns Alter. Sie hatte lange dunkelblonde Haare, blaue Augen und ihr Gesicht war abgesehen von der Wunde an der Stirn makellos. In diesem Moment kam ein Mann in die Cantina und schrie: "Jetzt wirst du sterben, du Mistkerl!". Instinktiv schnellte Tholdurn hoch, zog sein Lichtschwert und drehte sich zu der Stimme um. Im Eingang der Cantina stand ein Mann, der ein paar Jahre älter sein musste als Tholdurn. Er hatte dunkle Dreadlocks, die er hinten zusammengebunden hatte. Er ähnelte vom Gesicht her sehr der jungen Frau, die Tholdurn gerade gerettet hatte. Der Mann hielt einen Blaster in Tholdurn Richtung und sagte mit ernster Stimme: "Wo ist der Wirt?". Noch bevor Tholdurn antworten konnte, schien der Mann die Frau hinter ihm entdeckt zu haben. "Luna!", rief der Mann und Tholdurn glaubte, ein bisschen Erleichterung in seiner Stimme zu hören. "Geh zur Seite!", sagte der Mann jetzt wieder sehr energisch. Tholdurn erwiderte gelassen: "Ich glaube nicht, dass du hier in der Position bist, Forderungen zu stellen.". "Geh einfach zur Seite!", wiederholte der Mann und kam einen Schritt näher auf Tholdurn zu. "Stopp!", versuchte plötzlich die Frau, die scheinbar Luna hieß, so gut es ihr in ihrem Zustand möglich war, zu rufen. Sowohl Tholdurn als auch der Mann schauten sie verdutzt an. Luna sagte: "Teesk, hör auf! Dieser Mann hat mit gerettet.". Der Mann, der scheinbar Teesk hieß, fragte Tholdurn, ob dies stimmte und Tholdurn erklärte die ganze Situation mit dem Wirt, den er auch in der Ecke der Cantina zeigte. Daraufhin lächelte der Mann und stellte sich als Teesk Anvin vor. Er war Anführer einer überschaubaren Truppe an Kopfgeldjägern auf Rishi. Die Frau stellte er als seine Schwester Luna Anvin vor, die aber nichts mit dem Kopfgeldjägergeschäft zu tun hatte. Er erklärte, dass es mit dem Wirt eine Meinungsverschiedenheit über ein Kopfgeld gegeben hätte und dieser daraufhin Luna als Geisel gefangen genommen hatte. Tholdurn stellte sich ebenfalls vor und zeigte Teesk noch das Geld, welches er für den Wirt erbeutet hatte. Teesk bedankte sich, half seiner Schwester auf und wollte schon gehen, als Luna fragte, ob sie Tholdurn nicht mitnehmen konnten. "Er wäre eine tolle Bereicherung für deine Bande.", sagte sie zu Teesk, der scheinbar genauso wie Tholdurn bemerkte, dass es Luna nicht nur um die Bereicherung der Bande ging. Teesk willigte trotzdem ein. Tholdurn nahm das Angebot dankend an und folgte den beiden in deren Lager. Dort angekommen würde er direkt freundlich von einem weiteren Söldner begrüßt, der auf den Namen Xenox hörte. In den folgenden Wochen kämpfte Tholdurn gemeinsam mit Teesk und Xenox bei den verschiedensten Aufträgen und sie wurden immer bessere Freunde. Aber besonders mit Luna verstand sich Tholdurn sehr gut. Immer wenn Tholdurn gerade nicht auf einer Mission war, verbrachte er die Zeit mit Luna, weshalb sie schnell eine starke Beziehung führten. Eines Tages gingen sie zum Strand und wollten den Sonnenuntergang genießen, als plötzlich eine Stimme von hinten Tholdurns Namen rief. Tholdurn drehte sich um und konnte seinen Augen nicht trauen. Vor ihm stand sein alter Freund Dhishasem und sagte: "Endlich habe ich dich gefunden.".


    Die Zeit bei dem Yuveria Bund (3644 - 3635 VSY)

    Das Wiedersehen mit Dhishasem

    “Bist du es wirklich?“, fragte Tholdurn. Aber schon bei der Frage stand er auf, ging auf Dhishasem zu und begrüßte seinen alten Freund herzlich. Nach all den Jahren hatte er vergessen, dass er sich Dhishasem wieder anschließen wollte. Er fragte Dhishasem, warum er auf Rishi wäre. Dieser schaute sich kurz am Strand um und erwiderte dann: “Können wir das woanders besprechen? Irgendwo wo weniger los ist?“. Tholdurn schaute sich ebenfalls um. Der Strand war mittlerweile gut besucht. Er schaute zu Luna und wandte sich dann wieder Dhishasem zu: “Wir können in mein Haus. Aber jetzt möchte ich dir erstmal meine Freundin Luna vorstellen.“. Mit diesen Worten trat Luna vor und neigte vor Dhishasem den Kopf: “Es ist schön Euch kennen zu lernen. Ich habe schon viel über Euch und Eure Taten gehört.“. Dhishasem neigte ebenfalls den Kopf. Nachdem sie sich einige Zeit unterhalten hatten, gingen sie zu Tholdurns Basis. Dort angekommen gesellten sich Teesk und Xenox zu Dhishasem, Luna und Tholdurn. Tholdurn versicherte Dhishasem, dass jeder der Anwesenden alles hören dürfte, was er zu sagen habe. Und so begann Dhishasem zu berichten. Er erzählte, dass er eine Vision gehabt hatte. Eine Vision, in der eine neue und starke Macht das Imperium vernichten würde. Auf diesem Grund hatte sich Dhishasem auf den Weg gemacht, um Krieger für einen Bund gegen diese neue Macht zu sammeln. Und dafür wollte er Tholdurn als zweiten Anführer haben. Tholdurn glaubte mittlerweile durch Kallix an Visionen und war deshalb bereit Dhishasem zu folgen und ihm beim Aufbau des Bundes zu helfen. Auch Luna sagte, dass sie Tholdurn überall hin folgen würde. Nach kurzer Überlegung stimmten auch Teesk und Xenox ein und schworen ihre Gefolgschaft. Dhishasem sagte, dass sie sich nach einer Wochen auf Tatooine nahe der alten Festung der Chaos Dragons treffen würden und jeder in dieser Zeit versuchen sollte, alte Verbündete zu finden. Mit diesen Worten verabschiedete Dhishasem sich und verließ den Planeten. Tholdurn war klar, dass er sich direkt am nächsten Tag mit seinen Freunden auf den Weg machen würde, um einige der alten Mitglieder der Chaos Dragons zu rekrutieren. Tholdurns erste Station war Abraxin, aber Kallix wies Tholdurn ab und sagte, dass er kommen würde, wenn die Zeit richtig wäre. In den darauf folgenden Tagen hatte Tholdurn mehr Glück. Er konnte einige Mitglieder für den neuen Bund sammeln. Er hatte von seinen alten Freunden deren Aufenthaltsorte erfahren, bevor sie sich auf Tatooine getrennt hatten. Auf Balmorra befand sich Salvador Braccstan, der wieder als Ingenieur das Imperium arbeitete. Auf Korriban befand sich Cyphra Norlen. Es überraschte ihn nicht, dass sie dorthin zurückgereist war. Sie hatte Tholdurn schon früher von ihrer Faszination für den Sith-Planeten erzählt. Auf Dromund Kaas befand sich Pitt Kendouris. Tholdurn erstaunten seine ruhige Art und sein Führungscharakter. Pitt war deutlich älter als Tholdurn und hatte schon deutlich mehr Erfahrung in der Kriegsführung. Deshalb war er als Berater im Dienste des Rates der Sith eingestellt worden. Nach diesen Reisen, wandte sich Tholdurn mit seinen Freunden Tatooine zu. Es war seltsam diesen Planeten wieder zu betreten. Es dauerte nicht lange, bis Tholdurns Gruppe die alte Festung erreicht hatte. Sie schien nicht leer zu stehen. Auf einer Erhöhung sah er zwei Gestalten. Als sie Tholdurn erblickten, verließen sie den Balkon, auf dem sie standen. Zha'hadum kam aus einem Eingang der Festung und ging begrüßend auf die neu eingetroffene Gruppe zu. Ihm folgten Teshahiro und Dhishasem. Ein wenig später kamen auch Arrunias und Khudos nach draußen. Tholdurn war sich nun sicher, dass er diese beiden Krieger auf der Anhöhe gesehen hatte. Sie begrüßten sich alle gegenseitig und betraten die Festung. Dort warteten Voltis und einige weitere Anhänger Dhishasems, die die Neuankömmlinge ebenfalls begrüßte. Alle gemeinsam gingen in die alte Versammlungshalle und Dhishasem berichtete ihnen von seiner Vision. Nachdem er seine Erzählung beendet hatte, sprachen alle Dhishasem seine Unterstützung aus. In den nächsten Wochen ließ Dhishasem den Bau einer neuen Behausung auf Yuveria in Auftrag geben und seine Verbündeten machten sich auf die Suche nach weiteren potenziellen Verbündeten.

    Rekrutierungen

    Auch Tholdurn ging regelmäßig auf Rekrutierungsmissionen. Es war jedoch relativ schwierig, Krieger für ihren Bund zu gewinnen. Die meisten Leute glaubten nicht an Dhishasems Vision. Auf einer Mission auf Korriban wurde Tholdurn auf die beiden Sith Regi und Quintus Silver aufmerksam. Gemeinsam mit seiner alten Meisterin Katary Xel begutachtete er die Trainingsarbeiten der Akolythen. Katary war seit ihrem letzten Treffen mit ihrem alten Schüler zu einer Aufseherin befördert worden. Sie wollte diese Stelle jedoch nicht wieder verlieren und schloss sich Tholdurn deshalb auch nicht an. Sie fragte ihn, ob er mittlerweile den mysteriösen Planeten gefunden hatte, den er einst gesucht hatte. Tholdurn erwiderte, dass er die Suche aufgegeben hätte und den mysteriösen Krieger auch schon lange nicht mehr gesehen hätte. Nachdem sie einige Zeit lang geredet hatten, verfolgten sie wieder das Training. Zwei junge und wilde Krieger dominierten dieses. Katary stellte sie Tholdurn als Regi und Quintus Silver vor. Sie waren sehr vorlaut, aber ihr kämpferisches Talent überzeugte Tholdurn direkt. Katary gab ihnen Zeit sich mit Tholdurn zu unterhalten. Dieser hatte das Gefühl, dass die beiden Zwillinge es genossen, eine Art Bevorzugung zu erhalten. Am Ende des Gespräches war Tholdurn der Meinung, dass diese beiden Sith sich für den Bund als äußerst nützlich erweisen würden. Mit Katarys Einwilligung nahm Tholdurn Regi und Quintus mit nach Tatooine. Als sie dort ankamen, herrschte Aufruhr. Voltis kam zu ihnen und erklärte, dass Dhishasem erfahren hatte, dass die neue Basis auf Yuveria fertig geworden war. Alle Krieger machten sich zum Aufbruch bereit. Zwei Tage später waren jeder auf Yuveria angekommen. Es war ein Eisplanet und stellte somit einen starken Kontrast zu Tatooine da. Tholdurn wusste, dass dieser Planet ein wichtiger Ort für Dhishasem war. Hier hatte er einst seine Frau Lamahra getroffen und später auch geheiratet. Jahre danach hatte er im Chardaan System aus Versehen seine eigene Frau in einem Ritual, welches sein Leben verlängerte, ermordet. Er hatte Tholdurn erzählt, dass er Jahrzehnte gebraucht hatte, um darüber hinweg zu kommen. Nachdem die Basis eingerichtet war, rief Dhishasem alle bisher gewonnenen Mitglieder zusammen und verkündete nochmal seine Vision. Als er fertig war, rief er den neuen Bund aus, der für das Imperium arbeiten würde, sich aber auch auf die neue Gefahr vorbereiten sollte: den Yuveria Bund.
    Einige Monate später konnte der Bund viele Aufträge annehmen, für die sie gut bezahlt wurden. Eines Tages kehrten Dhishasem, Zha'hadum, Teshahiro und Xenox von einer Mission auf Novus Prime wieder. Zu seinem Erstaunen landete noch ein zweites Schiff in der Nähe der Basis. Tholdurn war gespannt, wer jenes verlassen würde. Es waren sechs Krieger. Er erkannte direkt einen Sith. Zudem kamen fünf Söldner heraus. Es war ein bunter Haufen unterschiedlichster Charaktere. Das erkannte Tholdurn schon an der Kleidung und der Bewaffnung. Und dann erkannte Tholdurn einen der Söldner. Es war Leotox Kraytory. Ein alter Freund Tholdurns, der kurz vor dem Ende der Chaos Dragons spurlos verschwunden war. Tholdurn ging auf den knapp älteren Söldner zu und sie begrüßten sich freundlich. Leotox drückte, wie Tholdurn es von ihm kannte, immer noch seine Sprüche. Fast all seine Freunde bei den Chaos Dragons hatten nun ihren Weg zum neuen Bund gefunden.

    Eine unerwartete Rückkehr

    Dhishasem fasste den Entschluss, dass der Bund mehr Raumschiffe gebrauchen könnte. Aus diesem Grund setzte sich der Bund zusammen und erarbeitete einen Plan. Nach mehreren Stunden und starken Diskussionen war das Ziel gesetzt. Es sollte eine republikanische Patrouille sein, die momentan in der Nähe von Voss lag. Dieser Planet gehörte zwar weder zur Republik noch zum Imperium, Patrouillen gehört dort jedoch zur Tagesordnung. Dhishasem stellte ein Einsatzteam zusammen, welches ihn bei diesem Einsatz unterstützen sollte. Tholdurn wurde das Kommando über den Bund übergeben. Er sollte auf Yuveria bleiben. Er fühlte sich sehr geehrt und versprach seine Aufgaben gewissenhaft zu erfüllen. Der Plan stand und Dhishasem und seine Kameraden machten sich bereit. Wenig später waren sie im Orbit verschwunden. Lange Zeit bekam Tholdurn keine Nachricht. Er hatte das schlechte Gefühl, dass etwas in ihrem Plan schiefgelaufen sei. Nach mehreren Stunden meldete sich Pitt bei ihm. Er erklärte, dass sie einen republikanischen Kreuzer kapern konnten, Dhishasem mit einigen Kriegern jedoch auf Voss notlanden musste. Die Rettung von dort würde noch weitere Stunden dauern. Mit gemischten Gefühlen verkündete Tholdurn dem Bund, was er von Pitt erfahren hatte. Jubel über das eroberte Schiff brach aus. Tholdurn schaute auf die versammelten Krieger hinab und war abermals stolz, dass er ein Teil dieser Gemeinschaft war. Weitere Stunden vergingen und Tholdurn wartete auf Dhishasems Rückkehr. Tholdurn durchstöberte gerade die Rekrutierungsberichte, als er das Dröhnen von eintreffenden Schiffen hörte. Er begab sich nach draußen und begrüßte die Wiederkehrer. Weit über ihnen erkannte Tholdurn neben den ihm bekannten Schiffen einen republikanischen Kreuzern. Ein Lächeln zuckte über Tholdurns Gesicht. Sie hatten es geschafft. Dhishasem trat zu seinem Schützling und legte seine Hand auf Tholdurns Schulter. Schmerz war in seiner Stimme zu hören, als er Tholdurn erklärte, dass Teshahiro sich für die Mission geopfert hatte. Tholdurn starrte seinen Freund entsetzt an und blickte dann schmerzverzerrt zu Boden, während ein Zittern sein Körper durchlief. Alle Krieger hatten die Transportschiffe verlassen, als eine weitere Person Dhishasems Schiff verließ. Tholdurn lief es eiskalt den Rücken hinunter. Er wusste, dass Kaito damals nicht gestorben war. Doch er war sich sicher, ihn niemals wiederzusehen, nachdem sein Körper von Tatooine entwendet wurde. Trotzdem verließ genau der Kaito das Schiff. Er war um die Augen etwas älter geworden und sein Bart war nun länger und schon etwas grau, doch Tholdurn war sich sicher, dass er Kaito vor sich sah. Dieser kam auf Tholdurn zu und begrüßte ihn mit einer Umarmung wie einen alten Sohn. Skeptisch erwiderte dieser die Begrüßung. Die Rückkehr Kaitos überschattete den eigentlichen Erfolg für viele Tage. Ehemalige Mitglieder der Chaos Dragons sahen die Rückkehr als böses Omen an. Von Kaitos alten Anhängern war nahezu keiner mehr ein Mitglied des Yuveria Bundes. Diejenigen Mitglieder, die Kaito jetzt neu kennenlernten, waren von ihm sehr angetan. Selbst Tholdurn musste eingestehen, dass er immer noch ein guter Redner war und wusste, wie man sich Freunde machte. Trotzdem gefiel ihm die Rückkehr seines ehemaligen Freundes noch nicht so. Er wusste nicht, inwiefern er ihm trauen konnte. Dhishasem schien genauso zu denken, da er Kaito direkt auf Missionen schickte um ihn zu testen. Leotox war kein bisschen erfreut, Kaito wiederzutreffen. Oft musste sich Tholdurn anhören, wie sehr sein Söldnerfreund seinen ehemaligen Anführer hasste. Tholdurn vermutete, dass dies mit Leotox Verschwinden kurz vor Kaitos Scheintod zu tun haben musste. Dieser schwieg jedoch darüber. In den ersten paar Tagen nach Kaitos Rückkehr merkte Tholdurn, dass dieser ruhiger und nachdenklicher geworden war. Das impulsive und stark verrückte Verhalten, welches seinem alten Freund letztlich zum Verhängnis wurde, hatte er scheinbar gänzlich abgelegt. Auch diese Tatsache beruhigte Tholdurn zum einen, zum anderen überlegte Tholdurn, ob dies Kaito nicht sogar noch gefährlicher machen würde.

    Heimat

    Voltis versammelte Zha'hadum, Pitt, Exest, Ivoseck, Jama und Tholdurn um ihnen von einer Mission auf Corellia zu erzählen. Dabei sollten sie ein Waffenlager der republikanischen Armee angreifen und zerstören. Tholdurn freute sich, nach vielen Jahren seinen alten Heimatplaneten mal wieder zu besuchen. Die Gruppe der Krieger machte sich bereit, da der Einsatz schon sehr zeitnah stattfinden sollte. Kurz bevor sie ihr Einsatzschiff bemannten, kam Kaito in den Hangar und ging entschlossenen Schrittes auf Voltis zu. Er neigte vor ihm den Kopf und sprach: "Ich bitte um die Erlaubnis Euch bei dieser Mission zu begleiten." Tholdurn war über die untergeordnete Stimmlage Kaitos verwundert. Er wusste, dass er sich beweisen wollte und jede Chance nutzte dies zu tun, aber dieses Mal schien es seinem alten Freund wirklich wichtig zu sein, die Mission zu begleiten. Voltis warf Tholdurn einen gleichgültigen Blick zu, dieser nickte kurz und der Anführer erteilte die Erlaubnis, dass Kaito sie begleiten könne. Dieser bedankte sich und stieg ebenfalls in das Raumschiff. Kurze Zeit später nahmen die acht Krieger Kurs auf die Kernwelten. Die Reise sollte ein paar Tage dauern. Somit verbrachten die Sith viel Zeit damit sich über alte Zeiten zu unterhalten, während sie Holospiele spielten. Jama war derjenige, der schließlich die Frage aussprach, die sich bisher keiner getraut hatte zu stellen: "Wie kannst du eigentlich noch leben, Kaito? Wir dachten, du wärst damals gestorben." Aber auch Kaito konnte ihnen keine Antwort darauf geben. Tholdurn schwieg über die Dinge, die er wusste. Er blickte zu Exest hinüber, der auch zu ihm schaute. Er wusste, dass sie beide das Gleiche dachten. Aber Tholdurn merkte, dass Kaito etwas verheimlichte. Er erwähnte nicht, wie und wo er wieder zu sich kam und lenkte die Aufmerksamkeit schnell zurück auf das laufende Spiel gegen Ivoseck. Vom Cockpit kam die Durchsage, dass sie Corellia in zwei Stunden erreichen würde. Das nahm Voltis zum Anlass den fünf anwesenden Kriegern – Exest, Ivoseck, Jama, Kaito und Tholdurn – noch einmal den Plan zu erklären, während Zha'hadum und Pitt weiterhin das Schiff flogen. Der Plan sah vor, dass Exest und Jama sich unbemerkt in das Lagerhaus schleichen sollten, während Voltis und Tholdurn den imperialen Kommandanten besuchen wollten und die anderen vier Krieger die Kriegsfront unterstützen sollten. Voltis hoffte, dass die Republik durch das Erscheinen von vier gut ausgebildeten Sith ihre Basis nahe der Donnerwerft verlassen würde, um die Front zu stärken. Dann würden Tholdurn und Voltis losziehen und die hoffentlich nur leichtbesetzte Basis infiltrieren. Dort wollten sie den Tresor knacken und die dort befindlichen Credits klauen. Durch seinen Spion hatte Voltis erfahren, dass dort ein Großteil des republikanischen Budgets für Corellia lag. Alle stimmten dem Plan zu. Dieser verlief auch wie geplant. Durch das Erscheinen der Sith an der Front wurde eine große Streitmacht von der Donnerwerft zur Front geschickt. Exest und Jama meldeten, dass sie auch ohne Probleme das Waffenlager mit Sprengstoff versehen hatten. Sie begaben sich zurück zum Schiff und flogen in die Nähe der Donnerwerft. Nachdem Tholdurn und Voltis die imperiale Basis besucht und dem Kommandanten den Auftrag zur Zerstörung des Waffenlagers erklärt hatten, bekamen sie auch schon die Nachricht von Ivoseck, dass viele neue Soldaten die Front erreicht hatten. Voltis bat den Kommandanten, um imperiale Unterstützung der Front und unter dem Vorwand noch einen alten Freund besuchen zu wollen verließen sie die Basis. Sie wollten nicht, dass das Imperium davon erfuhr, dass sie republikanische Credits stehlen wollten. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste selbst Dhishasem nichts davon. Als die beiden Sith die republikanische Basis erreichten, sahen sie ein unerwartetes Bild. Einige wenige Soldaten lagen Tod auf dem Boden, der Eingang in die Basis war frei. Langsam schritten die Krieger in das Gebäude hinein. Tholdurn funkte Exest, dass sie vorsichtig sein sollten, wenn sie am Treffpunkt ankämen. Auch in der Station lagen überall vereinzelt republikanische Soldaten. Plötzlich hörte Tholdurn das Aufeinandertreffen von zwei Lichtschwertern. Tholdurn rannte in Richtung des Kampfes. Voltis war knapp hinter ihm. Vor ihnen kämpften ein Sith und ein Jedi gegeneinander. Es schienen die beiden letzten Überlebenden in der Basis zu sein. Als der Jedi den Sith mit einem Machtstoß wegstieß, erkannte Tholdurn das Gesicht des Sith. Es war Gahed. Den alten Anhänger Kaitos. Tausend Fragen tauchten in Tholdurns Kopf auf, er schob sie jedoch zur Seite, zog sein Lichtschwert und warf es auf den Jedi. Dieser schien die beiden neuen Sith gerade bemerkt zu haben, da steckte aber schon ein Lichtschwert in seiner Brust. Erschrocken schaute der Jedi an sich herab, während Tholdurn langsam auf ihn zu ging, vor ihm stehen blieb und sein Lichtschwert wieder an sich nahm. Der Jedi sank leblos zu Boden. Tholdurn wandte sich Gahed zu, der sich mittlerweile wieder aufgerichtet hatte. Nachdem die beiden Sith sich begrüßt hatten, fragte Tholdurn, warum Gahed hier sei. In seiner Stimme hörte er leichte Verachtung. Gahed erklärte, dass er seit Wochen auf die passende Möglichkeit gewartet hatte, den Tresor der Basis zu leeren. Voltis staunte nicht schlecht und erklärte seinem ehemaligen Verbündeten, dass sie das Gleiche vorhatten. Nach kurzer Diskussion erklärte Gahed, dass er sich Tholdurn und Voltis anschließen würde. Zu dritt öffneten sie den Tresor, der wahrlich reich bestückt war. Wenig später trafen auch Exest und Jama ein und gemeinsam schafften sie die Credits in ihr Schiff. Jama hielt dabei vor der Basis Wache. Sie hatten jedoch Glück, da keine Soldaten zur Basis zurückkehrten. Nach einer guten Stunde war das Schiff voll beladen und sie flogen knapp hinter die Front. Tholdurn hatte Ivoseck Bescheid gegeben und die vier Sith kehrten von der Front wieder. Ohne Komplikationen konnten sie gemeinsam die Front verlassen. Lediglich Pitt hatte einen Blasterschuss an der Schulter abbekommen. Exest betätigte einen Knopf und aus der Ferne sahen sie, wie das Waffenlager in einem riesigen Feuerball untertauchte. Kaito war der erste der Gahed entdeckte und die beiden Freunde begrüßten sich, wie als hätten sie sich Jahre lang nicht mehr gesehen. Auch die anderen Krieger begrüßten ihn und gemeinsam feierten sie die gesamte Reise ihre mehr als erfolgreiche Mission. Zurück auf Yuveria staunte Dhishasem nicht schlecht. Er begrüßte Gahed ebenfalls sehr freundlich und heiß ihn beim Yuveria Bund willkommen, zudem erfreuten ihn die Credits, die sie zusätzlich erbeutet hatten. Jedoch konnte er nicht glauben, dass der Plan von Voltis kam, da er eigentlich einer der gesetzestreusten Krieger des Bundes war. Voltis konnte darüber ebenso nur schmunzeln und mit den Schultern zucken. In den nächsten paar Wochen fiel Tholdurn auf, dass Kaito und Gahed extrem viel Zeit zusammen saßen und redeten. Eigentlich war das für gute Freunde nichts ungewöhnliches, jedoch beschlich Tholdurn das Gefühl, dass das Auftauchen Gaheds auf Corellia keines Wegs zufällig war. Diese Überlegung teilte er mit Dhishasem, der ihm erzählte, dass er genauso dachte. Er bestellte Voltis als Aufsichtsperson von Kaito ab.

    Eine Vision wird wahr

    Mehrere Wochen nachdem Tholdurn die Mission auf seinem Heimatplaneten, bei der Gahed wieder auf den Bund gestoßen war, abgeschlossen hatte, erreichten Meldungen den Yuveria Bund, dass eine neue Macht das Imperium angegriffen hatte. Der Bund war in Aufruhe. Jeder war sich sicher, dass dies die neue Macht war, die Dhishasem vor Jahren in seiner Vision gesehen hatte. In einer Ratssitzung, bestehend aus Dhishasem, Arrunias, Khudos, Voltis, Zha'hadum und Jeams, wurde beschlossen, dass Voltis mehrere kleine Gruppen zusammenstellte, die Informationen über die Geschehnisse in den imperialen Kernwelten sammeln sollten. Die Hauptaufgabe des Bundes wurde jedoch erstmal darauf festgelegt, Kontakt zu den imperialen Welten aufzubauen und so an Informationen zu gelangen. Wochenlang versuchten Tholdurn und seine Freunde Kontakte aufzubauen. Wenn sie jemanden erreichen konnten, dann waren sie entweder gerade in einer Invasion oder die neue Macht, die sich Ewiges Imperium nannte, war schon auf dem jeweiligen Planeten eingedrungen und die letzten Imperialen mussten sich verstecken. Es war die größte Demütigung des Imperiums von der Tholdurn je gehört hatte. Als sich auf Yuveria die Information herum sprach, dass auch die Republik von den vernichtenden Angriffen nicht verschont geblieben wäre, entstand Unsicherheit unter den Mitgliedern des Yuveria Bundes. Würde Yuveria vor dem „Sturm“ verschont bleiben? Könnten sie als Bund etwas gegen diese Gewalt ausrichten? Dhishasem veranlasste, nachdem er seiner Meinung nach genügend Informationen gesammelt hatte, eine weitere Ratsversammlung. Neben den sechs Ratsmitgliedern waren dieses Mal jedoch noch viele weitere Mitglieder des Bundes anwesend. Zu diesem zählten Kaito, Pitt, Exest, Jama, Ivoseck, Leotox, Teesk, ein Sith namens Dorma und auch Tholdurn. In dieser Versammlung beschloss der Bund, sich in viele kleine Gruppen von fünf bis maximal dreißig Kriegern aufzuteilen und wichtige imperiale Ziele wie Korriban, Ziost oder für den Bund Tatooine zu infiltriere und das Ewige Imperium auf diesen Planeten aus dem Versteckten heraus zu bekämpfen. Dabei sollten weitere Informationen gesammelt werden, die dann an Khudos und Arrunias, die auf Yuveria bleiben würden, geschickt werden sollten. Zudem sah ihr Anführer dies als gute Methode um weitere Krieger für den Kampf gegen das Ewige Imperium zu gewinnen. Alle Anwesenden stimmten dem Plan zu und so wurde Tholdurn der Gruppe um Pitt zugeteilt. In dieser waren unter anderem auch Luna, Cyphra, Salvador, Regi und Quintus. Ihr erstes Ziel sollte Siskeen sein. Damit waren sie auch für die Überwachung von Tatooine verantwortlich. Den meisten Mitgliedern des Bundes bedeutete Tatooine aus vergangenen Zeiten immer noch sehr viel. Wenige Tage vor dem Aufbruch legte sich Tholdurn in sein Bett. Viele Sachen wurden organisiert und er blieb meistens bis spät in die Nacht wach. Schnell schlief er ein. Plötzlich sah er sich an einem schattigen Ort wieder. Alles war nebelig, doch er erkannte Gebäudeumrisse, die sich dunkel um ihn aufbauten. Plötzlich liefen Gestalten an ihm vorbei, die ebenfalls in Dunkelheit gehüllt waren, doch er hörte einen der Gestalten mit verzerrter Stimme sagen: "Diesen Schmugglern haben wir es gezeigt. Nar Shaddaa gehört uns!" Gelächter brach überall um Tholdurn aus. Er erwachte und stand schweißgebadet aus seinem Bett auf. Direkt stürzte er zu Boden. Er war sich sicher, dass er in den Schatten soeben den Tod seines Bruders Luwrim gesehen hatte. Er versuchte aufzustehen, doch ihm wurde schwindelig. Wut überkam ihn. Er zog sein Lichtschwert und zerschlug damit das imperiale Banner, welches vor ihm an der Wand hing. Luna betrat in dem Moment das Zimmer und Tholdurn spürte, wie sie ihn umarmte, während er durch ein Fenster auf die vereiste Landschaft Yuveria schaute, die in die Dunkelheit der Nacht gehüllt war. Lunas Nähe beruhigte ihn, doch er schwor Rache für die Soldaten, die Luwrim umgebracht hatten. Wenige Tage später machten sich alle auf die Reise zu ihren jeweiligen Planeten bereit. Tholdurn verabschiedete sich von Dhishasem, Leotox, Teesk und Xenox, die alle in unterschiedlichen Gruppen reisen würden. Zha'hadum und Voltis, die gerade in ihre Jäger stiegen, nickte Tholdurn freundlich zu. Arrunias und Khudos kamen an Tholdurns Schiff vorbei und wünschten ihm viel Glück. Kaito stand etwas abseits und redete mit Gahed. Tholdurn sah wie dieser kurz den Kopf vor seinem alten Anführer neigte und dann in die Basis zurückging. Kaito wandte sich in die andere Richtung, dem wartenden Dorma entgegen. Nun begab sich auch Tholdurn in sein Schiff, in dem Luna, Cyphra und Salvador bereits warteten. Über Funk gab Pitt für seine Gruppe das Startkommando und fünf Schiffe verließen den Hangar auf Yuveria.

    Die Rache

    Die Reise nach Siskeen verlief problemlos. Siskeen war ein Planet, der nicht unweit von Tatooine lag. Tholdurn war sich jedoch sicher, dass er und der Bund dort ohne Probleme leben konnten. Sie suchten mehrere Tage nach einer passenden Unterkunft. Nach einiger Zeit fanden sie endlich eine Lichtung in einem Wald. Es war ein sehr abgeschiedener Ort, perfekt für das Versteck des Bundes. Tholdurn beaufsichtigte im Auftrag von Pitt den Aufbau des Lagers. Es wurden Zelte zum Schlafen, Essen und Planen errichtet. Zudem errichteten die Krieger eine Trainingsanlage. Tholdurn übernahm mit Cyphra das Training der weiteren Krieger des Bundes, während Pitt versuchte sich mit den Mendis Brüdern in Verbindung zu setzen. Diese waren von Dhishasem beauftragt worden, Kontakt zu den Generälen zu halten, um sich wenigstens ein bisschen koordinieren zu können. Tholdurn wurde schnell Pitt Stellvertreter im Lager. Schon wenige Tage nach Trainingsbeginn erkannte Tholdurn die Stärken seiner Anhänger. Die Zwillinge Regi und Quintus gehörten zu genau diesen. Jedoch fielen sie immer wieder durch ihre aggressive Haltung auf, die sich auch im Kampf zeigte. Salvador wurde durch seine Erfahrungen beim imperialen Militär zum Technikexperten. Die Wochen vergingen ohne Zwischenfälle, doch Tholdurn plagten immer wieder Albträume, in denen er Luwrims Tod jedes Mal ein Stück genauer sah. Er sah sogar, wie ihn ein groß gebauter Mann mit einer langen Klinge erstach. Als er eines Nachts dann von den Männern, die seinen Bruder ermordet hatten, träumte, wie sie auf Nar Shaddaa in einer Hotelsuite feierten, fasste er den Entschluss Rache für seinen Bruder auszuüben. Er war sich sicher, dass diese Leute immer noch auf Nar Shaddaa waren und zu seinem Glück erkannte er auch das Hotel von dem er geträumt hatte wieder. Er setze sich hin und plante seine Rache. Jedoch bekam dies Pitt mit und verbat ihm die Reise nach Nar Shaddaa. Nach einem heftigen Streit erklärte Pitt, dass er mitkommen würde, damit Tholdurn keine Dummheiten anstellte. Er schien zu verstehen, wie wichtig es Tholdurn damit war. Letztendlich bestand seine Mannschaft, die ihn begleitete, aus Pitt und zwei weiteren Kriegern des Bundes, Adera und Nero. Sie klärten Luna und Cyphra über ihr Vorhaben auf und Pitt übergab der jungen Sith das Kommando des Lagers. Ihre Reise sollte jedoch nur einen Tag dauern. Sie konnten sich ohne Probleme auf Nar Shaddaa, der nun vom Ewigen Imperium unterdrückt wurde, einschmuggeln und ebenso problemlos das Hotel finden. Dieses sah jedoch sehr verlassen aus. Die Eingangshalle sah aus wie ein Schlachtfeld. Tholdurn schaute sich ein bisschen um. Er sah Blut an den Wänden, aber keine Leichen. Er schloss daraus, dass jemand aufgeräumt haben musste. Plötzlich hörte er eine Tür, die aufgeschlagen wurde. Er und die Anderen hatten kaum Zeit sich zu verstecken. Aus einer Tür am anderen Ende der Halle kamen zwei Krieger mit Schusswaffen. Sie unterhielten sich. Tholdurn verließ seine Deckung und stellte sich vor die beiden Soldaten. Diese zogen sofort ihre Waffen, doch Tholdurn entwaffnete sie mit der Macht. Pitt, Adera und Nero verließen ebenfalls ihre Deckung und stellten sich neben Tholdurn. Dieser zwang die beiden Soldaten ihn zu ihrem Anführer zu bringen. Dies taten die Soldaten dann auch. Als sie die Hotelsuite betraten, zählte Tholdurn 14 weitere Soldaten verteilt im Zimmer. Einer der beiden Soldaten aus der Halle rief nach dem Anführer und von dem Sofa im hinteren Teil des Zimmers erhob sich ein kräftig gebauter Krieger. Er kam langsam ein bisschen näher und begrüßte Tholdurn, wie als wäre er ein Gast. Tholdurn erkannte ihn sofort wieder. Es war der Mann, der Luwrim erschossen hatte. Direkt konfrontierte er ihn mit dieser Tat. Der Krieger ignorierte dies jedoch und stellte sich als Hector Shelwy vor. Er erklärte, dass seine Crew, die Protektoren, eine Spezialeinheit des Ewigen Imperiums sei und dass er genau wusste, dass Tholdurn hier erscheinen würde. Er erklärte, dass Luwrims letzte Worte waren, dass Tholdurn ihn rächen würde. Shelwy schien sich darüber lustig zu machen, was Tholdurns Wut steigerte. Von dem einen auf den anderen Moment wechselte Shelwys Gesichtsausdruck jedoch von lachend zu ernst. Blitzschnell zog er seinen Blaster und erschoss Adera, die keine Zeit hatte zu reagieren. Er erklärte Tholdurn, dass er keine Angst vor ihm hätte und auch ihn umbringen werde. In diesem Moment zogen auch die anderen Soldaten ihre Waffen und eröffneten das Feuer. Tholdurn, Pitt und Nero hatten erst Probleme sich zu verteidigen. Im Laufe des Kampfes wurde Nero umzingelt und auch erschossen. Tholdurn und Pitt bekamen die Lage jedoch immer besser unter Kontrolle. Sie kämpfen sich durch die Soldaten durch und erreichten schließlich Shelwy, der mit einem weiteren Soldaten am Ende des Zimmers stand auf weiter auf sie feuerte. Tholdurn sah ihm an, dass er nicht mit so einer Stärke gerechnet hatte. Trotzdem feuerte er immer weiter bis Tholdurn ihn entwaffnen konnte und ihm das Lichtschwert an den Hals hielt. Mit den Worten „Für Luwrim und für das Imperium!“ streckte Tholdurn Shelwy nieder. Dann blickte er zu Pitt hinüber, der neben der Leiche des anderen Soldaten saß. Er drückte seine Hände gegen seinen Bauch und atmete schwer. Tholdurn war direkt klar, dass auch er getroffen worden war. Er kniete sich neben Pitt und dieser sagte ihm mit schwerer Stimme, dass er letztendlich freiwillig mitgekommen war. Tholdurn verabschiedete sich unter Trauer von seinem Freund, der kurz danach starb und verließ Nar Shaddaa mit Pitts Leiche. Nachdem er diese mühsam auf seinem Schiff verstaut hatte, reiste er alleine nach Siskeen zurück, wo Luna, Cyphra und Salvador ihm halfen die Leiche geschützt zu verstauen. Sie wollten ihrem alten Freund auf Yuveria die letzte Ehre erweisen. Tholdurn versammelte seine Anhänger und erklärte ihnen, was passiert war. Einige Mitglieder verstanden nicht, warum Tholdurn so gehandelt hatte und verurteilten ihn deshalb. Ihm wurde klar, wie egoistisch sein Handeln gewesen war. Er schwor, dass seine volle Aufmerksamkeit ab jetzt dem Bund galt. Es dauerte einige Wochen bis auch der letzte Soldat des Bundes das Vertrauen in Tholdurn wiedererlangte. Dieser erkannte, wie viel Verantwortung er nun tragen musste. Er kontaktierte Arrunias und Khudos und berichtete ihnen von Pitts Tod und den Umstand seines Todes. Er hatte das Gefühl, dass sie die Reue in seiner Stimme hörten, denn sie bestätigten Tholdurn als neuen Anführer auf Siskeen. Ab diesem Zeitpunkt arbeitete Tholdurn härter und selbstloser als je zuvor.

    In der Stadt

    Eines Tages erhielt Tholdurn die Nachricht, dass das Ewige Imperium auf Siskeen eingefallen sei. Dies nahm er als Anlass die Wachen in seinem Lager zu erhöhen und eine Patrouille in die nächstgelegene Stadt zu begleiten. So machte er sich mit Salvador, Regi und Quintus auf den gut halbtägigen Weg. Sie würden eine Nacht in der Stadt bleiben, die hauptsächlich von Bauern und Händlern bewohnt wurde. Im frühen Abend erreichten sie ihr Ziel. Auf den Straßen liefen nicht mehr viele Leute herum, die kleine Stadt wirkte relativ verlassen. Doch Tholdurn wusste, dass die nur nachts der Fall war. Die Stadt verfügte zwar über keinen eigenen Raumhafen, die Anbindung zur nächstgrößeren Stadt war dafür aber ziemlich gut. Ab dem frühen Vormittag fanden sich immer tausende Leute zum täglichen Markt ein. Somit verdiente man auf Siskeen seine Credits. Es war ein relativ zurückgebliebener Planet. Deshalb eignete er sich auch perfekt als Ausbildungsort für den Yuveria Bund. Siskeen bat dem Ewigen Imperium nichts von Wert! Als die Dunkelheit endgültig über der Stadt eingebrochen war, suchten Tholdurn und seine Begleiter eine kleine Herberge auf, die ihnen Schutz vor der Kälte bieten würde. Während die Tage ein angenehmes Klima hatten, wurde es in Nacht immer sehr kalt. Am nächsten Morgen löschte Tholdurn ihren Aufenthalt aus dem Gedächtnis des Herbergenbesitzers, damit sie weiterhin unentdeckt blieben. Sie trennten sich in zwei Gruppen auf, um nach Soldaten des Ewigen Imperium oder anderen Gruppierungen, die ihnen Schwierigkeiten bereiten konnten, Ausschau zu halten. Während Regi und Quintus in Richtung Bahnhof und Taxistation gingen, konzentrierten sich Tholdurn und Salvador auf den Markt. Sie schlenderten einzeln durch die Reihen der Stände, ohne sich zu weit zu trennen. Dabei suchten sie immer nach Auffälligkeiten. Während Tholdurn einen Stand mit handgemachten Teppichen betrachtete, gab Salvador ihm ein Handzeichen, was ihm verriet, dass er was entdeckt hatte. Tholdurn sah gerade noch zwei Soldaten, die in einer Gasse verschwanden. Er erkannte die Rüstung nicht und vermutete, dass es sich um Soldaten des Ewigen Imperiums handelte. Shelwy und seine Protektoren hatten zwar andere Rüstung getragen, aber Tholdurn wurde sich mit jedem Schritt sicherer, den sie den Soldaten folgten. Sie bewegten sich seltsam, weniger als wären sie Lebewesen, sondern eher als wären sie Droiden. Sollte das Ewige Imperium Droiden als Soldaten führen, so würden sie vermutlich über eine beträchtliche Streitmacht besitzen. Sie folgten den Soldaten durch viele Gassen, als Tholdurn bemerkte, dass sie sich in Richtung des Bahnhofs bewegten. Er kontaktierte Regi und Quintus, damit sie zu ihnen stoßen konnten. Tholdurn wollte wissen, wo diese Soldaten stationiert waren. Am Bahnhof angekommen, sah er viele weitere Soldaten. Aus einer Gasse mehrere Meter von ihnen entfernt erschienen Regi und Quintus. Sie nickten Tholdurn zu, blieben aber wo sie waren. Ein Schnellzug traf ein und alle Soldaten stiegen ein. Salvador reichte Tholdurn einen Peilsender und dieser ihn mit Hilfe der Macht unauffällig auf den Zug, welcher gerade ansetzte um abzufahren. Sie mieteten sich alle Gleiter und fingen die Verfolgung an. Nachdem sie gut eine halbe Stunde unterwegs waren, trafen sie in der nächsten Stadt ein. Der Zug stand im Bahnhof, schien aber leer zu sein. So hielten sie abermals Ausschau nach diesen Soldaten. Während sie durch die Straßen gingen, versuchte Tholdurn die Gespräche der Leute aufzufangen. Doch kaum jemand redete über das Ewige Imperium. Jeder schien es akzeptiert zu haben, dass sie jetzt über diesen Planeten herrschten. Er hörte in einem Gespräch, dass die Hutten geflohen wären und seitdem alles viel einfacher war. Wieder einmal bestätigten sich Tholdurns Eindrücke von Siskeen. Die neuen Herrscher hatten keines Wegs vor, diesen Planeten zu unterdrücken. Sie zeigten lediglich ihre Präsenz. Für diese Lebewesen, die sehr abgeschieden von den Kernwelten lebten, war das Ewige Imperium sehr willkommen. Und so wusste Tholdurn auch, dass es ihnen keine Probleme bereiten würde. Sie mussten nur weiter unentdeckt bleiben. Während Tholdurn darüber nachdachte, hatten sie ein großes Gebäude erreicht, an dessen Eingang wieder einige Soldaten standen. Auf einmal explodierte etwas vor einem der Soldaten. Rauch stieg in der Straße auf. Rufe für das Imperium kamen auf und mehrere mit Elektrostäben bewaffnete Krieger rannten auf das Gebäude zu. Sie schlugen auf die Soldaten ein und nun sah Tholdurn, dass es tatsächlich Droiden waren. Mehr Droiden erschienen und eine Straßenschlacht entstand. Ein Mann, der ungefähr Tholdurns Körperbau hatte, stieg am Rand der Schlacht auf einen größeren Gleiter und betrachtete die Schlacht. Sein Mantel wehte leicht im aufgekommenen Wind und er sah sehr zufrieden aus. Tholdurn bemerkte, dass er ein Lichtschwert trug. Plötzlich blickte der Krieger in seine Richtung, genau auf ihn. Er wandte seinerseits seinen Blick ab und befahl seinen Kameraden den Rückzug. Sie verschwanden in der Menge der Schaulustigen. Tholdurn blickte noch einmal zurück. Rauchgranaten explodierten. Es kamen sowohl immer mehr Krieger mit Elektrostäben, als auch Sprungtruppen des Ewigen Imperiums – er hatte aufgeschnappt, dass die Soldaten so hießen. Der Krieger blickte ihm immer noch nach und lächelte dann kurz, bevor ihn der Rauch der Schlacht umschloss. Auf dem Heimweg fragte sich Tholdurn mehrmals, wo dieser Krieger herkam und wer er wohl war. War er ein Sith? Tholdurn wusste es nicht. Er war sich nur sicher, dass weitere Imperiale nach Siskeen geflohen waren und nun gegen das Ewige Imperium rebellierten. Er musste also noch mehr aufpassen, dass sein Lager nicht entdeckt würde. Scheinbar hatte keiner seiner Kameraden das Lichtschwert entdeckt und so schwieg auch er darüber. Er befürchtete, dass jemand versuchen würde, Kontakt aufzubauen und das könnte ihre Mission gefährden. Er hatte seine Kameraden auszubilden um zu einem späteren Zeitpunkt das Ewige Imperium anzugreifen. Aber jetzt und hier war es zu gefährlich!

    Der Widerstand

    Dieser eine Krieger, der Anführer des Widerstands, wollte Tholdurn in den nächsten Tagen nicht aus dem Kopf gehen. Er hatte immer vor Augen, wie er von ihm angestarrt wurde. Tholdurn war sich sicher, dass dieser Krieger genau wusste, dass auch er ein Sith war. Er wollte mehr über diesen Mann erfahren und so überließ er wieder einmal Cyphra das Kommando über das Lager. Er erklärte seine Reise damit, dass er in der Stadt Nachforschungen betreiben wolle. Früh morgens machte er sich auf den Weg und erreichte die große Stadt im späten Nachmittag. Es hatte sich in den letzten Tagen viel verändert. Es waren weniger Händler auf den Straßen unterwegs. Die Häuser waren von imperialen Bannern überzogen. Hier und da brannten Gleiter oder andere Dinge auf den Straßen. Ihm fiel auf, dass deutlich mehr Sprungtruppen unterwegs waren. Er sah jedoch keine Kämpfer des Widerstands. In kleinen Gassen erkannte Tholdurn immer wieder vereinzelt Leichen. Der Krieg hatte sich scheinbar ausgebreitet. Plötzlich wurde er von hinten von jemandem angerempelt. Mehrere vermummte Personen rannten an ihm vorbei. Er war sich sicher, dass es Widerstandskämpfer waren. Viele andere Passanten jubelten den Personen zu. Tholdurn nahm die Verfolgung auf. Während er ihnen folgt, wurde der Lärm von Blastern und Menschenmengen immer größer. Er kam auf einen großen Platz, der schon wieder von Rauch umhüllt wurde. Die Personengruppe, der er gefolgt war, stürzte sich in das Kampfgetümmel. Von allen Seiten kamen immer wieder neue Sprungtruppen, aber auch vereinzelte Passanten lösten sich aus den Mengen und gingen auf diese neu eintreffenden Truppen vor. Die einst neutrale Stimmung dem Ewigen Imperium gegenüber, welche Tholdurn bei seinem letzten Aufenthalt gespürt hatte, schien verflogen. Als eine neue Gruppe Widerstandskämpfer eintraf, griff Tholdurn den letzten Krieger blitzschnell am Arm und zerrte ihn in eine Gasse. Er presste ihn gegen die Wand. “Bring mich zu deinem Anführer!“, befahl er. Er erkannte, dass der Krieger ein Junge von vielleicht 16 Jahren war. Er blickte Tholdurn verängstigt an, nickte und als dieser ihn losließ, rannte er die Gassen entlang, weg vom Platz auf dem die Schlacht tobte. Tholdurn folgte dem Jungen bis sie vor einem alten, ramponierten Gebäude standen. Der Junge verschwand im Inneren. Auf dem Boden des Gebäudes lagen viele Verwundete Personen. Andere kümmerten sich um diese und versorgten sie. Diesem Anblick zu Folge schien es dem Widerstand nicht so gut zu gehen. “Ah. Ich dachte mir, dass du kommen würdest.“, Tholdurn drehte sich um und sah den Krieger, den er gesucht hatte. Seine mittellangen blonden Haare waren nach hinten gekämmt. Seine Seiten waren bis auf ein paar Millimeter abrasiert. Er schien sehr stark durchtrainiert zu sein. Seine Oberarme zierten Narben und Tattoos. Er schien Anfang 40 zu sein und Tholdurn wollte sich ungern mit diesem Krieger anlegen, da seine ganze Aura bedrohliche Stärke ausstrahlte. Der Krieger ergriff wieder das Wort: “An deiner Haltung habe ich direkt erkannt, dass du ein Sith sein musstest. Ich habe diese Haltung manchmal auch noch. Dieses Gefühl stärker zu sein als alle anderen. Zwei deiner Begleiter hatten das auch. Die beiden Zwillinge.“ Tholdurn war erstaunt, was dieser Mann alles in dieser kurzen Zeit bemerkt hatte und er fragte: “Wer seid ihr? Eurem Lichtschwert nach seid ihr auch ein Sith.“ Der Mann nickte: “Mein Name ist Parcival Flakes. Ich war Sith-Kommandant einer geheimen Mission zur Vernichtung der Hutten hier auf Siskeen. Als das Ewige Imperium dann aber kam und die Hutten flohen, habe ich mit meinen Männern entschlossen erstmal hier zu bleiben. Wir haben den Widerstand gegründet und die Sprungtruppen bekämpft. Als diese dann anfingen das einfache Volk zu foltern um mehr über uns zu erfahren, stellten sich auch immer mehr Bürger auf unsere Seite und der Widerstand wuchs. Mittlerweile sind wir nur noch zu einem kleinen Teil richtig ausgebildete Krieger. Deshalb habe ich hier eine Art Krankenstation errichtet. Es sieht schlimm aus, ich weiß, aber wir haben so langsam die Oberhand gewonnen. Das Volk steht hinter uns! Unser einziger Feind, den wir noch eliminieren müssen, ist Oberkommandant Wenneck, der in dem Gebäude sitzt, dass wir angegriffen haben, als wir uns das erste Mal gesehen haben. Ich habe einen Plan, aber ich brauche dafür noch starke und ausgebildete Männer. Aber genug von mir. Wer bist du denn nun genau?“ Sie waren während ihres Gespräches in einen Raum gegangen, der wie ein Büro aussah. Nun waren sie ungestört und Tholdurn berichtete: “Ich bin Tholdurn Dashan, Anführer einer Gruppierung von Sith und Soldaten, die sich auf Siskeen versteckt halten und trainieren, um das Ewige Imperium zu einem passenden Zeitpunkt anzugreifen. Wenn du starke Männer brauchst, dann bin ich dabei, doch sonst wird niemand meiner Krieger hier mitmachen. Das würde meine Mission gefährden. Sie sollen das Ewige Imperium später angreifen!“ Tholdurn sprach diese Worte mit einem leicht bedrohlichen Unterton, um Parcival klarzumachen, dass er nicht verhandeln würde. Dieser schien die Botschaft verstanden zu haben und begrüßte Tholdurn nun offiziell beim Widerstand. Seine Enttäuschung, dass Tholdurn nicht all seine Krieger in diesen Kampf einbinden wollte, verbarg er jedoch auch nicht. Tholdurn war sich nicht sicher, in wie weit er Parcival vertrauen konnte, aber es war besser, wenn er und sein Widerstand es schafften, Wenneck zu besiegen, in der Hoffnung das Ewige Imperium würde diesen Planeten wegen seiner Unwichtigkeit dann in Frieden lassen.

    Die Übernahme Siskeens

    Parcivals Spione hatten herausgefunden, dass Wenneck plante, seine Kommandozentrale von der Hauptstadt in den alten Palast der Hutten zu verlegen. Dieser Palast lag auf einem waldigen Hügel etwas außerhalb der Stadt. Der Umzug sollte in drei Nächten vollzogen werden. Mit diesem Wissen machten sich Tholdurn, Parcival und einige andere Widerstandskämpfer auf den Weg um den Anstieg zum Palast zu begutachten. Sie präparierten den Weg immer wieder mit Sprengsätzen und anderen Fallen. Niemand konnte den Weg mehr ohne Gefahr bestreiten, solange man nicht von den Fallen wusste. Der Plan war perfekt, aber Tholdurn bestand darauf, dass er, Parcival und seine imperialen Soldaten am Palast versteckt warten würden, falls irgendetwas schief gehen sollte. Nur diese Personen wussten von diesem Anliegen. Die anderen Widerstandskämpfer wurden über diesen zweiten Plan nicht informiert. Tholdurn hielt es für sicherer. Und so kam die besagte Nacht und alle machten sich bereit und nahmen ihre Stellungen ein. Im Gehölz neben den Vorplatz des Palastes warteten sie und lauschten der stillen Nacht. Das Erschreckende war, dass sie still blieb. Wenneck und seine Männer mussten schon lange unterwegs sein, aber sie hätten die Explosionen der Fallen und Sprengsätze hören müssen, wenn die ausgelöst worden wären. Tholdurn beschlich das Gefühl, dass seine Zweifel an den freiwilligen Widerstandskämpfern berechtigt waren und es mindestens einen Verräter unter ihnen gab. Als dann tatsächlich eine unversehrte Kolonne Sprungtruppen der Lichtung näher kamen, bestätigte sich Tholdurns Gefühl. An Wennecks Seite erkannte er direkt zwei der Kämpfer, die halfen die Sprengsätze und Fallen zu platzieren. Zudem sah Tholdurn vier in goldene Rüstungen gehüllte Krieger, die Lichtschwerter trugen, die wie Lanzen aussahen. Tholdurn blickte zu Parcival und lies ihn durch Zeichen verstehen, dass sie aus ihrer Deckung gehen und die offene Konfrontation suchen sollten. Dieser schien die Idee gar nicht gut zu finden und schüttelte energisch den Kopf, doch Tholdurn stieg schon aus seinem Versteck hervor, zog sein Lichtschwert und stellte sich vor die Wennecks Kolonne. Er blickte zu den beiden Denunzianten, die sichtlich überrascht wirkten. Aus dem Augenwinkel sah Tholdurn, dass Parcival ebenfalls seine Deckung verließ und seine Soldaten sich neben den beiden positionierten. Ohne ein weiteres Wort griff Tholdurn die verdutzte Armee vor ihm ein. Seine Kameraden folgten ihm. Die Sprungtruppen bildeten die Vorhut. Sie eröffneten das Feuer, welches aber von Parcivals Soldaten direkt erwidert wurde. Tholdurn schlug sich mit einer ungeheuren Kraft eine Schneise durch die Droiden. Parcival war knapp hinter ihm. Sein Ziel waren Wenneck und die Denunzianten. Doch die vier Krieger mit den Lichtschwertlanzen stellten sich schützend vor diese. Ein Schwertkampf – zwei gegen vier – entfachte. Die Schwertkämpfer waren keine so schwachen Gegner wie die Sprungtruppen, doch Tholdurn und Parcival, der eine enorme Kampfgeschwindigkeit aufwies, dominierten den Kampf ohne große Mühe. Plötzlich sah Tholdurn, dass sich einer der Verräter auf ein Speeder schwang und die Flucht ergriff. Tholdurn hatte die Speeder noch gar nicht bemerkt. Er verpasste seinem Gegenüber einen kräftigen Tritt in den Magen, woraufhin dieser mehrere Meter nach hinten taumelte und das Gleichgewicht verlor. Tholdurn hatte keine Chance mehr, den Verräter einzuholen. Deshalb blieb er stehen, konzentrierte sich, bündelte seine Macht und stieß eine Druckwelle aus, die die umliegenden Bäume zersplittern und den Speeder des Verräters auseinanderreißen lies. Dieser flog mehrere Meter weiter und blieb reglos am Boden liegen. Tholdurn drehte sich langsam wieder zum weiteren Kampfgeschehen um. Die Sprungtruppen waren zerstört, drei der Krieger waren gefallen und die restlichen Anhänger Wennecks starrten ihn ungläubig an und erhoben die Hände als würden sie kapitulieren. Parcival ging vor den nun Gefangenen bedrohlich auf und ab, sein Lichtschwert immer noch ausgefahren. Wenneck war der Erste, der wieder das Wort ergriff. Mit zitternder Stimme flehte er Parcival an ihn am Leben zu lassen. Im Gegenzug würde er dem Ewigen Imperium unverzüglich berichten, dass es auf Siskeen nichts von Bedeutung gab und die Kontrolle des Planeten sich nicht rentieren würde. Nach kurzem Überlegen stimmte Parcival diesem Vorschlag zu und so begaben sie sich alle gemeinsam wieder in das Hauptquartier in der Stadt. Nachdem Wenneck den Bericht abgeschickt hatte und ein Widerstandskämpfer bestätigte, dass dieser ordnungsgemäß verschickt wurde, führten sie Wenneck und seine letzten Anhänger zu einer Fähre, die sie von diesem Planeten runterbringen sollte. Aber kurz nach dem die Fähre gestartet war, explodierte sie in der Luft. Tholdurn sah das zufriedene Gesicht von Parcival und er war wenig überrascht, dass er Wenneck hintergangen hatte. Die beiden Sith setzen sich zusammen und handelten aus, dass Parcival und seine Soldaten die Kontrolle über Siskeen übernehmen sollte. Tholdurn und seine Krieger sollten dafür weiterhin im Geheimen bleiben. Beide schienen äußerst zufrieden mit dem Abkommen zu sein. Am folgenden Morgen verkündete Parcival auf dem Platz, der Tage zuvor noch als Schauplatz einer Straßenschlacht gedient hatte, dass Siskeen nun unter imperialer Führung sei. Jubel brach aus, doch Tholdurn feierte nicht mit dem Volk. Er reiste zurück in sein eigenes Lager, wo er allen Mitgliedern erzählte, was passiert war. Gemeinsam bereiteten sie sich trotzdem auf einen Angriff vor. Tholdurn war sich immer noch nicht sicher, ob er Parcival trauen konnte oder ob Siskeen nun wirklich vom Ewigen Imperium verschont bliebe. Deshalb stellte er sich auf das Schlimmste ein, hoffte aber dass es nie dazu kommen müsse.

    Rückkehr der Sprungtruppen

    Mehrere Monate lang war es ruhig auf Siskeen. Tholdurn trainierte mit seinen Anhängern in ihrem Lager im Wald, während er immer wieder Spione nach Tatooine schickte, die dort oftmals auch wochenlang in der alten Basis der Chaos Dragons verweilten. Tholdurn nahm sich oft die Auszeit, um mit Luna alleine zu sein. In den letzten Wochen auf Yuveria hatten sie so viel und hart gearbeitet, dass sie sich kaum gesehen hatten. Tholdurn genoss diese Zeit nun umso mehr. Alle zwei Wochen setzte er sich mit Parcival in Verbindung. Dieser hatte die imperiale Führung auf Siskeen übernommen, nachdem sie gemeinsam den Kommandanten des Ewigen Imperiums besiegt hatten. Seitdem gab es immer wieder vereinzelte Kämpfe gegen die letzten Anhänger Zakuuls. Sie waren jedoch hoffnungslos in der Unterzahl. Trotzdem rechnete Tholdurn immer damit, dass die Sprungtruppen eines Tages zurückkehren würden. Als er an einem sonnigen Morgen sein eigenes Zelt verließ, bestätigten sich Tholdurns Sorgen. Am Himmel sah er einen Kreuzer des Ewigen Imperiums. Er war weit genug von seinem Lager weg, doch er schien genau über der Hauptstadt zu verweilen. Schnell ging Tholdurn in die Kommandozentrale und versuchte Parcival zu kontaktieren. Es dauerte eine Weile bis sich dieser meldete. Er erklärte, dass das Ewige Imperium mit einer ganzen Division an Sprungtruppen zurückgekehrt sei. Er hätte noch keinen Kontakt zu den Angreifern aufbauen können. Zudem bat er Tholdurn und den Bund um Unterstützung, da er zu wenige kampffähige Soldaten hatte. Tholdurn versprach ihm seine Hilfe und schnell versammelte er alle Krieger, die mit ihm auf Siskeen waren. Nachdem er ihnen die Situation erklärt hatte, machten sie sich kampfbereit. Mit vier kleinen Shuttles begannen sie den Flug in die Hauptstadt. Schon von Weitem erkannten sie viele Rauchwolken, die sich überall in der Stadt emporzogen. Sie landeten etwas außerhalb der Stadt. Tholdurn hatte mit Parcival vereinbart, dass sie sich auf dem Platz trafen, an dem sie vor Monaten den Sieg über Wenneck gefeiert hatten. Ohne Probleme gelangten sie dort hin. Parcival wartete bereits mit mehreren Kriegern auf sie. Sie begrüßten sich und der Sith erklärte die Lage. Die Front war bisher noch weiter am Stadtrand auf der anderen Seite der Stadt. Fonda Lasalle, ein Sith, der kurz nach dem Sieg mit einer Einheit von Kriegern auf Siskeen eingetroffen war, um Parcival zu unterstützen, hielt dort die Stellung. Das Ewige Imperium rückte jedoch immer weiter vor. Gemeinsam rannten sie zur Front. Bevor sie diese erreichen konnten, ertönte aber plötzlich ein lauter Knall. Tholdurn schaute in die Richtung, aus der der Knall kam. Irgendetwas hatte eins der höchsten Gebäude der Stadt getroffen. Das Hochhaus stand in Flammen. Geschockt blieben auch die Anderen stehen. Plötzlich flog eine große blitzende Kugel über ihnen hinweg. Sie verschwand hinter den Gebäuden und eine weitere Explosion erschütterte den Boden. Salvador erklärte, dass dies Plasmakugeln sein mussten. Eine weitere Kugel schlug in das Gebäude neben ihnen ein. Von der Wucht wurde Tholdurn zu Boden geschleudert. Als er wieder aufstand, flog schon die nächste Kugel in ein weiter entferntes Gebäude. In den Straßen wurde es unruhiger. Die Bewohner kamen aus ihren Gebäuden und rannten in die Richtung aus der Tholdurn und seine Anhänger kamen. Parcival bekam eine Holonachricht von Lasalle. Dieser berichtete, dass das Ewige Imperium drei Plasmakanonen hatte. Schnell setzten sie ihren Weg zur Front fort. Dort angekommen, stellte sich ihnen Fonda Lasalle vor. Er war ein Kiffar und mindestens einen Kopf größer als Tholdurn. Er trug schulterlange Dreadlocks. Seine Gesichtstätowierungen waren zwei gelbe Streifen, die parallel zu seiner großen Nase über seine Augen gingen. Tholdurn sah, wie imperiale Soldaten und ein oder zwei Sith sich hinter Barrikaden versteckten und gelegentlich in Richtung der Sprungtruppen schossen. Diese waren deutlich in der Überzahl. Langsam kamen sie der Barrikade immer näher. Tholdurn erklärte, dass sie sich schnell um die Plasmakanonen kümmern mussten. Diese schossen immer weiter auf die Stadt. Sie standen auf einem kleinen Hügel außerhalb der Stadt und waren zu weit entfernt um sie mit gewöhnlichen Blastern zu treffen, geschweige denn zu zerstören. Mit einem analysierenden Blick über die Feinde schätzte Salvador diese auf 400 Droiden. Damit war dies nur ein Bruchteil der Armee, die angeblich auf Siskeen gelandet war. Tholdurn beschloss, dass sie sich in vier Gruppen aufteilen würden. Er selbst würde hier bleiben, während Parcival, Cyphra und Lasalle mit einigen Kriegern in die Seitenstraßen gehen und versuchen sollten, die Kanonen von der Seite zu erreichen. Tholdurn wollte in der Zeit die feindlichen Droiden ablenken. Da keiner einen besseren Plan hatte, trennten sie sich, um den Plan durchzuführen. Bei Tholdurn blieben Salvador und Luna. Sie beide hatten viel den Umgang mit Schusswaffen geübt. Tholdurn zog sein Lichtschwert. Luna stand links von ihm, Salvador stand rechts. Tholdurn nickte beiden zu und sie stürzten sich in den Kampf. Durch die Motivation der drei Krieger verließen auch die anderen imperialen Soldaten ihrer Stellungen und folgten Tholdurn. Fast schon tanzend schnitt sich dieser durch die Feinde. Aus dem Augenwinkel sah er, dass sie die Oberhand gewannen. Plötzlich erschienen jedoch mehr Soldaten hinter den Plasmakanonen. Von Parcival, Cyphra oder Lasalle war keine Spur. Tholdurn konzentrierte seine gesamte Macht in sein Lichtschwert. Blitze zuckten um seine rechte Hand. Mit einem Kampfschrei stieß er sein Lichtschwert in den Boden. Leichte Risse öffneten sich und alle Sprungtruppen in Tholdurns nahem Umfeld wurden von Blitzen aus dem Boden erfasst und zersprangen oder explodierten. Keuchend blickte Tholdurn in die Richtung der Neuankömmlinge. Er atmete kurz durch und rannte dann in ihre Richtung. Die Sprungtruppen eröffneten das Feuer.

    Erster Sieg

    Mit der Macht zog Tholdurn ein großes Metallstück, welches von dem Brustpanzer eines Sprungtrupplers kam, zu sich und benutzte es als Schutzschild gegen das Feuer der Feinde. Schnell merkte er, dass das Schild kaum Schüsse aushielt und so warf er es mit enormer Kraft in Richtung der Feinde. Zu Tholdurns Rechten ertönte ein Kampfschrei. Cyphra kam mit Regi, Quintus und einigen anderen Kriegern des Bundes hinter einer Böschung hervor. Die Sprungtruppen teilten sich auf und griffen nun auch Tholdurns Verstärkung an. Hinter der Front von Droiden erschienen nun Soldaten in goldenen Rüstungen und Lichtschwertlanzen in der Hand. Tholdurn hatte von diesen Soldaten schon gehört. Sie wurden Ritter von Zakuul genannt und gehörten zu den Elitesoldaten des Ewigen Imperiums. Tholdurn setzte seinen Verwüstungszug durch die Reihen der Feinde fort und fand sich schnell drei Ritter Zakuuls gegenüber. Er nahm seine Kampfhaltung ein und schritt langsam auf sie zu. Sie bildeten eine Formation und begannen in einzukreisen. Tholdurn schnellte zur Seite und hinderte so einen der Ritter das Dreieck um ihn zu schließen. Von dieser Bewegung schien der Ritter leicht verwirrt, denn er wich einen Schritt zurück. In dem Moment spürte Tholdurn, dass der zweite Ritter von hinten auf ihn zu gerannt kam. Er ging in die Knie, drehte sich dabei und schnitt seinem Feind eine tiefe Wunde in sein Bein. Dieser stolperte daraufhin an ihm vorbei. Abermals vollführte der junge Krieger eine Drehung und stieß seinen Gegenüber mit der Macht in den ersten Ritter. Beide fielen zu Boden. Plötzlich sprang der dritte Ritter auf Tholdurn zu. Dieser rollte sich zur Seite. So stand Tholdurn neben dem zweiten Ritter, mit dem er einen Schlagabtausch begann. Er merkte, dass sein Gegner durch das verletzte Bein schon stark angeschlagen war und so nutzte er die Chance und schnitt ihm durch sein noch heiles Bein. Der Krieger ging auf die Knie und ließ seine Lanze fallen. Diese zog Tholdurn zu sich und enthauptete ihn mit beiden Klingen. Auch der erste Ritter Zakuuls richtete sich wenige Schritt vor ihm wieder auf. Tholdurn schleuderte ihn mit dem Machtschub einige Meter zurück. Sein Gegner schaffte es aber auf den Beinen zu bleiben. Tholdurn schaute zu der Lichtschwertlanze, die er immer noch in der linken Hand hielt, und schaute danach den Zakuul Ritter an. Dann hob er die Lanze und warf sie wie einen Speer auf seinen Gegenüber. Die Lanze blieb in der Brust stecken und der Ritter fiel leblos zu Boden. Als Tholdurn sich zu dem dritten Krieger umdrehte, bemerkte er, dass dieser auf sie zu gerannt kam. Plötzlich sprang Parcival von der Seite in Tholdurn Blickfeld und enthauptete den letzten Ritter. Parcival nickte seinem Verbündeten kurz zu und sie stürzten sich wieder in den Kampf. Die imperialen Soldaten hatten mittlerweile die Oberhand. Er sah, dass auch Lasalles Mannschaft die Kanonen erreicht hatte und schon dabei eine dieser Waffen zu zerstören. Cyphra schnitt sich ebenfalls durch die Droiden in Richtung der zweiten Waffe. Tholdurn rannte zur dritten Plasmakanone, während er weitere Sprungtruppen besiegte. Als er die Kanone erreichte, erschoss Salvador gerade den letzten Soldaten des Ewigen Imperiums. Die beiden anderen Plasmakanonen standen in Flammen. Alle versammelten sich um die dritte Waffe, während Tholdurn auf jene kletterte. Er richtete die Worte an die Versammelten: “Heute haben wir gewonnen, aber es warten immer noch tausende von Soldaten des Ewigen Imperiums um Siskeen wieder in ihrer Gewalt zu bringen. Im Namen des Yuveria Bundes, ich werde nicht zulassen, dass dies passiert und deshalb werden meine Krieger und ich Parcival Flakes, Fonda Lasalle und die imperialen Streitkräfte auf Siskeen unterstützen! Auf das das Imperium nie untergeht!“ Jubel brach unter allen Anwesenden auf und Tholdurn fuhr fort: “Diese Plasmakanone werden wir behalten und wenn wir das Lager der Sprungtruppen gefunden haben, dann werden wir sie mit ihren eigenen Waffen schlagen!“ Erneut brach Begeisterung und Zustimmung aus. Tholdurn stieg zufrieden von der Kanone und wand sich an Salvador, der die Kanone gerade untersuchte: “Kann man mit dieser Waffe auch Ziele treffen, die sich in der Luft befinden?“ “Wenn ihr damit den Kreuzer des Ewigen Imperiums meint, dann ja. Es wird ein paar Tage dauern, die Waffe auf diese Entfernung und Höhe zu kalibrieren, aber danach bin ich sehr zuversichtlich.“, war die Antwort von Salvador. Tholdurn klopfte ihm zufrieden auf die Schulter, während er den imperialen Soldaten zusah, die anfingen ein Lager um die Plasmakanone zu errichten. Dann blickte er von der Stadt weg in den Wald vor ihm. Dort musste sich das Lager des Ewigen Imperiums befinden.

    Die große Schlacht vor der Stadt

    In den nächsten Tagen kämpften Tholdurn Soldaten immer wieder kleinere Kämpfe gegen Krieger des Ewigen Imperiums. Die Kämpfe waren ausgeglichen, jedoch waren Tholdurn Krieger zahlenmäßig unterlegen. Man merkte, dass sie allmählich die Ausdauer verloren. Spione hatten es geschafft, dass Lager der Sprungtruppen ausfindig zu machen. Es war zu gut bewacht, um einen Angriff zu wagen. Täglich traf Tholdurn sich mit Parcival und Lasalle, um ihr weiteres Vorgehen zu besprechen. So waren sie auch wieder in einer Besprechung als Salvador in ihren Besprechungsraum platzte. Er erklärte, dass sie soeben einen Funkspruch einer republikanischen Fregatte erhalten hatten. Diese wurde von Schiffen des Ewigen Imperiums verfolgt. Die Fregatte war allerdings so stark beschädigt, dass nur noch ein letzter Hyperraumsprung möglich war. Während Salvador dies erklärte, spürte Tholdurn plötzlich ein leichte Präsenz, ein warmes Gefühl. Es war etwas, dass er schon seit seiner Kindheit nicht mehr verspürt hatte. Intuitiv gab er Salvador den Befehl eine Antwort zu senden und die Fregatte nach Siskeen zu lenken. Wütend sprang Parcival auf und beschimpfte Tholdurn, wie er nur noch mehr Feinde nach Siskeen schicken konnte. Tholdurn musste sich gestehen, dass er selbst nicht wusste, warum er das getan hatte. Aber dieses bekannte Gefühl wollte ihn nicht mehr loslassen. Es dauerte mehrere Stunden bis das republikanische Schiff den Hyperraum verließ. Es war in der Tat sehr stark beschädigt. Zu Tholdurns Glück war momentan kein Angriff der Sprungtruppen zu erkennen und konzentrierte er sich auf die Republikaner, die Siskeens Oberfläche weiterhin anflogen. Der Kreuzer des Ewigen Imperiums befand sich immer noch bewegungslos über ihnen. Tholdurn ließ die Plasmakanone bemannen. Alle Augen waren auf das ankommende Schiff gerichtet. Tholdurn war angespannt. Plötzlich verließen zwei weitere Schiffe den Hyperraum. Es waren Kreuzer der gleichen Bauart, wie der Tholdurn bekannte Kreuzer des Ewigen Imperiums. Diese Schiffe schienen deutlich besser erhalten, als das republikanische Schiff. Und so hatten sie es schnell eingeholt und eröffneten das Feuer. Auch der dritte Kreuzer bewegte sich nun auf die Fregatte zu. Blitzartig gab Tholdurn den Feuerbefehl und eine erste Plasmakugel schoss in Richtung des Kreuzers. Es durchschlug den Mittelteil des Schiffs, welches in zwei Teile zerbrach. Diese fielen langsam auf die Planetenoberfläche zu und zerschellten in dem Wald rund zwei Kilometer neben der Stadt. Salvador fing direkt an, die Kanone auf die anderen Schiffe zu richten. Diese schossen mit einer ungeheuren Kraft auf die republikanische Fregatte. Tholdurn sah, wie mehrere Rettungskapseln losgelassen wurden. Einige von ihnen wurden direkt von feindlichem Feuer getroffen. Einige Andere schafften es jedoch außer Schussweite zu kommen und verschwanden hinter den Häusern der Stadt. Tholdurn hatte keine Zeit sich den Kapseln und ihren Überlebenden zu widmen. Sprungtruppen marschierten aus dem Wald auf Tholdurns Soldaten und die Plasmakanone zu. Cyphra machte ihn auf diese aufmerksam. Er rief alle Krieger die Kanone zu beschützen. Tholdurn lief zu Luna, die neben Salavador stand und beauftragte sie Yuveria zu kontaktieren und Hilfe zu erbitten. In diesem Moment war Salvador mit der Kalibrierung fertig. Tholdurn gab den erneuten Feuerbefehl. Die Plasmakugel schoss aus der Kanone und raste in den Himmel. Es streifte einen der übrig gebliebenen Kreuzer. Der Treffer schien jedoch ausgereicht zu haben, denn das Schiff wurde langsamer. Scheinbar war der Antrieb beschädigt worden. Die republikanische Fregatte brannte am Himmel, während es mittlerweile Kurs auf die Planetenoberfläche machte. Salvador vermutete, dass es ebenfalls neben der Stadt einschlagen würde. Die Sprungtruppen kamen immer näher. Es waren zu viele, dass der Yuveria Bund und Parcivals Imperiale sie hätten aufhalten können. Mehrere Soldaten fielen. Parcival, Lasalle, Cyphra, Regi, Quintus und viele weitere kämpften hart, doch Tholdurn merkte, wie ihre Kraft sich dem Ende zuneigte. Immer mehr Soldaten des Ewigen Imperiums kamen aus dem Wald vor ihm. Tholdurn holte kurz tief Luft und stürzte sich ebenfalls in den Kampf. Er wusste, dass sein Siegeswille den Kampfgeist seiner Gefährten wieder heben konnte. Er erinnerte sich an seine erste Schlacht an diesem Ort und an die plötzliche Macht, die ihn damals durchfuhr. Er rannte schneller und sprang mit einer enormen Kraft in den Kampf. Er hatte keine Probleme gegen die Sprungtruppen. Er schnitt sich durch die Reihen wie als würde er trainieren. Nach einiger Zeit stand er wieder zwei Rittern Zakuuls gegenüber. Er hörte einen lauten Schuss. Die Ritter blickten hinter ihn, Tholdurn jedoch in den Himmel. Salvador hatte die Plasmakanone erneut abgefeuert. Dieses Mal hatte er sein Ziel nicht verfehlt. Die Brücke des stehenden Kreuzer war komplett zerstört. Die Stabilisatoren fielen aus und das Schiff fiel ebenfalls zu Boden. Nachdem das Schiff mit einer großen Explosion den Boden erreichte, widmete Tholdurn sich wieder seinen beiden Gegnern. Die hatten sich ebenfalls wieder gefasst und stürzten sich auf den jungen Krieger. Tholdurn fiel es dieses Mal leichter gegen die Ritter zu kämpfen. Er hatte sich ihre Techniken und Tricks gemerkt. Nach kurzer Zeit hatten die Krieger Tholdurn jedoch umzingelt und umkreisten ihn. Kurz wartete er. Er schloss die Augen und er spürte die Macht wie Blitze durch seine Adern zucken. Er öffnete die Augen wieder. Die Ritter rannten von beiden Seiten auf Tholdurn zu, er streckte die Arme in ihre Richtungen, entriss ihnen mit der Macht die Lichtschwertlanzen und stieß diese in den Boden. Blitze zuckten durch die Erde, bis sie die Ritter Zakuuls erreicht hatten, welche von mehreren Schlägen durchzogen wurden und qualmend zu Boden fielen. Tholdurn warf die Lanzen auf zwei weitere Ritter, die etwas weiter weg gegen Regi und Quintus kämpften. Den einen traf er am Hals, der andere wurde im Magen durchbohrt. Die beiden Zwillinge schauten verblüfft zu Tholdurn ehe sie sich wieder ins Kampfgeschehen schlugen. Tholdurn schaute noch einmal in den Himmel. Er hörte eine Art Summen. Mehrere kleine Raumschiffe steuerten auf die Kämpfenden zu. Er hörte Salvador von der Plasmakanone aus schreien. Es waren Bomber. Eine erste Salve Bomben wurde fallen gelassen, wobei eine direkt die Kanone getroffen hätte. Tholdurn konzentrierte seine Macht und hielt die Bombe mit jener in der Luft auf, bevor er sie auf die schon wiederkehrenden Bomber warf. Er erwischte einen Bomber. Von der Seite hörte er, wie jemand seinen Namen rief. Es war Parcivals Stimme. Er drehte sich um und sah direkt vor sich einen weiteren Zakuul-Ritter, der gerade zum Schlag ausholen wollte. Blitzschnell wich Tholdurn aus und durchtrennte dabei den Rumpf des Kriegers. Weitere Explosionen erschütterten den Boden. Die nächste Salve Bomben war eingeschlagen. Als die Rauchwolken sich legten, sah Tholdurn, dass die Kanone zerstört wurde. Neben ihr lag Salvador regungslos. Tholdurn rannte direkt los um ihm zu helfen, doch Cyphra war schnell. Sie zerstörte unzählige Sprungtruppen auf dem Weg zu dem Techniker. Als sie ihn erreichte, zog sie ihn von der noch brennenden Kanone fort. Kurz schaute Tholdurn ihr zu, wie sie ihn liebevoll in den Arm. Doch dann wand er sich wieder der Schlacht zu. Immer noch kamen neue Soldaten des Ewigen Imperiums auf das Schlachtfeld. Über das Holo bekam er die Nachricht, dass die wenigen imperialen Jäger unter Lasalles Kommando gestartet waren um es mit den Bombern aufzunehmen. Diese ließen immer wieder Bomben auf die Imperialen fallen. Plötzlich verspürte Tholdurn wieder dieses warme Gefühl. Er hörte Kampfgeschrei, welches aus Richtung der Stadt kam. Er drehte sich in diese Richtung und sah wie eine Menge republikanischer Soldaten und einige Jedis auf sie zurannten.

    Kampf der Brüder

    Republikaner!”, schrie Parcival, der die Neuankömmlinge ebenfalls erkannt haben musste. Tholdurns Krieger drehten sich zu den ankommenden Feinden um. Er selbst hielt sein Lichtschwert fest in der Hand. Auch die Sprungtruppen machten sich kampfbereit. Die ersten republikanischen Soldaten eröffneten das Feuer. Zu Tholdurns Erstaunen zielten sie jedoch hinter ihn auf die Krieger des Ewigen Imperiums. Er brauchte kurz um sich zu fangen, aber als der erste Jedi-Ritter an ihm vorbei sprang, dreht Tholdurn sich um und brüllte seinen Verbündeten zu: “Auf, ihr Krieger des Yuveria Bundes! Gegen das Ewige Imperium!“. Zustimmende Jubelrufe und Kampfschreie erfüllten plötzlich das Schlachtfeld. Über Tholdurns Kopf wurde ein Bomber nach dem anderen zerstört. Zufrieden blickte Tholdurn zu Parcival, der etwas rechts von ihm stand. Dieser nickte ihm zu und die beiden Sith stürzten sich in den Kampf. Nur wenige Minuten später waren alle Sprungtruppen besiegt, die letzten Ritter Zakuuls flohen, ebenso wie die letzten Bomber. Tholdurn befahl den Silver Zwillingen den Fliehenden zu folgen, damit sie endlich das Lager ausfindig machen konnten. Dann schaute er sich nach Cyphra und Salvador um. Seine langjährige Kameradin saß immer noch mit Salvadors Körper in ihren Armen in der Nähe der brennenden Kanone. Tholdurn rannte zu ihnen. Als er kurz vor Cyphra stehen blieb, blickte diese zu ihm und schüttelte einfach nur den Kopf. Ihre Augen waren rot angelaufen, Tränen liefen ihre Wangen hinunter. Schmerzerfüllt kniete Tholdurn vor seinem langjährigen Freund nieder. Es war nach Pitt das zweite große Opfer, welches er auf Siskeen erlitten hatte. Er wusste wie viel Salvador Cyphra bedeutet hatte und er wusste auch, dass jener genauso für sie empfunden hatte. Sie hatten es jedoch nie geschafft es dem anderen zu erzählen. Tholdurn atmete kurz durch. Plötzlich hörte er eine tiefe Stimme sagen: “Wer hat hier das Kommando?”. Tholdurn stand auf, drehte sich um und ging gefasst auf den Jedi zu, der dies gesagt hatte. Es war ein gut zwei Meter großer Mann, der kräftig gebaut war. Er hatte einen gepflegten Bart, der seinen ganzen Hals verdeckte. Dafür trug er eine Glatze auf der mehrere Tattoos waren. Aus seiner Jugend erkannte er die republikanischen Zeichen. “Das bin wohl ich.”, sagte Tholdurn und stellte sich vor den Krieger. Der Jedi neigte den Kopf: “Mein Name ist Cajun Leone. Ich bin Jedi-Ritter des Jedi-Ordens. Meine Männer und ich waren Meister Ilgrather unterstellt, bis diese Kreuzer uns angegriffen und wir von unserem Kommandoschiff getrennt wurden. Den Rest der Geschichte kennt ihr ja. Wir stehen in eurer Schuld, da ihr unser Leben gerettet habt.“. Tholdurn hatte das Gefühl den Namen Ilgrather schon mal gehört zu haben. Er erinnerte sich an Dhishasems Worte, dass auch Republikaner und Jedi verbündete waren, im Kampf gegen das Ewige Imperium: “Mein Name ist Tholdurn Dashan. Ich bin der Anführer des Yuveria Bundes auf Siskeen. Wir sind eine Vereinigung von Kriegern und Soldaten gegen das Ewige Imperium.“, weiter konnte Tholdurn nicht reden, da Parcival ihn unterbrach: “Das sind immer noch Republikaner, das ist dir bewusst oder, Tholdurn? Wir können uns nicht mit ihnen verbünden!“. Tholdurn brachte den aufgebrachten Parcival mit einer Handbewegung zum Schweigen: “Doch können wir.”, sagte er gelassen, “In solch Zeiten muss man auch Wege einschlagen, die einem nicht gefallen.” Bei diesen Worten dachte er schmerzlich an seine beiden verstorbenen Freunde. Parcival ging mehrere Schritte zurück, sichtlich aufgebracht von Tholdurns Entscheidung. “Ich teile die Einstellung dieses Kriegers!”,sagte jemand, der hinter den republikanischen Soldaten stand. Wieder umschloss das warme Gefühl Tholdurn. “Jedoch sage ich, dass man den Sith nicht trauen kann. Und schon gar nicht kann man dir trauen, Tholdurn Dashan! Weder als Jedi, noch als Sith. Du bist und bleibst ein Verräter!“, der Krieger trat aus den Reihen hervor. Tholdurn blieb kurz der Atem weg. Es war sein jüngerer Bruder Ace, der mit seinen kurzen schwarzen Haaren vor ihm stand. Er kam eher nach seiner Mutter, während Luwrim und Tholdurn eher nach ihrem Vater kamen. “Kein Wort haben wir von dir gehört, seid du weggelaufen bist! Weißt du überhaupt, dass sowohl unser Vater, als auch Luwrim mittlerweile tot sind? Ich wusste, dass du ab und zu Kontakt zu Luwrim hast, aber trotzdem konnte er uns nie wirklich etwas über dich erzählen. Weder was dich zu deinem Handeln trieb, noch wo dich aufhieltest. Du warst für mich als Bruder gestorben, als ich hörte, dass du zu den Sith übergelaufen warst.“, schrie Ace mit zorniger Stimme. “Ich wäre jetzt tot, wenn ich mich nicht Dhishasem angeschlossen hätte, damals auf Corellia. Außerdem bin ich mittlerweile mehr als nur ein Sith, der gegen die Jedi kämpft. Ich habe noch nie gerne gegen Jedi gekämpft. Ich hatte immer im Hinterkopf, dass ich gegen dich oder Meister Belarri hätte kämpfen müssen. Mittlerweile bin ich ein Krieger, der für das alte Gleichgewicht im der Galaxis kämpft. Dieses Universum gehört dem Imperium und der Republik und nicht dem Ewigen Imperium. Das ist der Feind und nicht ich. Und ja ich weiß von Vaters Tod und ja ich weiß auch von Luwrims Tod. Beide habe ich gerächt!“, brüllte Tholdurn seinen Bruder zurück an. Ace zog sein Lichtschwert und rannte auf Tholdurn zu. Dieser tat es ihm gleich. Er wollte seinen Bruder weder töten, noch verletzen. Er wollte ihm zeigen, dass Tholdurn Recht hatte. Ihre Lichtschwerter trafen sich. Ace wies eine enorme Kraft und Geschicklichkeit auf. Er hatte stark an Kraft gewonnen. Es folgte eine heftigen Schlagabtausch. Keiner konnte so wirklich die Oberhand gewinnen. Minuten lang schlugen ihre Lichtschwerter auf einander ein. Als Ace für einen kurzen Augenblicken weit genug entfernt war, rammte Tholdurn sein Lichtschwert in den Boden. Er spürt wieder das Zucken von Blitzen in seinen Armen. Mit aller Kraft versuchte er dies zu unterdrücken. Das Zucken verblasste und mit einem lauten Schrei entlud Tholdurn die angestaute Energie. Der Boden zerbarst, wie bei einem Meteoriteneinschlag. Parcival, Cajun und alle weiteren Krieger, die sprachlos dem Kampf folgten fielen zu Boden. Ace wurde mehrere Meter nach hinten geschleudert und prallte gegen einen großen Felsbrocken. Sofort kamen ihm ein weiterer Jedi und mehrere Soldaten zu Hilfe und halfen ihm wieder auf die Füße. Tholdurn sank – zu erschöpft um weiterzukämpfen – auf die Knie. “Ich muss zugeben, deine Macht ist überwältigend, aber ich kann und werde mich dir nicht anschließen.“, keuchte Ace, auf zwei Soldaten gestützt und zu seinem Anführer fügte er hinzu: “Halt mich und die, die sich meiner Sache anschließen, nicht auf!“. Mit diesen Worten verließ er das Schlachtfeld in Richtung der Stadt. Viele Republikaner folgten ihm. Weder Tholdurn, noch Cajun, noch sonst jemand unternahm etwas. Tholdurn schaute betrübt zu Boden. Ace hatte Recht, er hatte seine Familie im Stich gelassen, sie verraten. Doch das war einmal. Nun hatte er viele andere Menschen um die er sich kümmern musste. Er ließ Ace erstmal ziehen. In diesem Moment traten Luna, Lasalle und die letzten überlebenden Piloten zu der Gruppe. “Sie schicken uns Verstärkung. Dhishasem ist mit der Destiny Ascension in der Nähe. Sie werden sich um den letzten Kreuzer kümmern.“, sagte Luna stolz. “Und wir werden uns gemeinsam um das Lager des Ewigen Imperiums kümmern.”, sagte Tholdurn zufrieden und reichte Cajun Leone die Hand. Dieser erwiderte die Geste und stimmte Tholdurn zu. Auf Tholdurns Frage hin gab auch Parcival etwas widerwillig den Jedi die Hand.

    Der letzte Kampf

    Nachdem Regi und Quintus zurückgekehrt waren, erklärten sie, dass sie ihre fliehenden Feinde bis zu einem Befestigungswall rund 3 Meilen weit weg im Wald gefolgt waren. Nach ihrer Beschreibung war es eine alte Befestigung, die schon lange vor der Ankunft des Ewigen Imperiums auf Siskeen existiert haben musste. Der Tag neigte sich dem späten Nachmittag zu. Tholdurn, Parcival, Lasalle und Leone berieten sich und kamen zu dem Entschluss, dass sie schnellstens gegen die Befestigung vorrücken wurden. Dabei wollten sie von mehreren Seiten angreifen, um den Feind in seiner Basis einzukesseln. Wie sich durch die weitere Erzählung Regis jedoch heraus stellte, schien der Wall für dieses Unterfangen allerdings einen zu großen Umfang zu haben. Tholdurn blieb dennoch bei seiner Meinung auf einer breiten Fläche anzugreifen.Sie entschieden sich in einer Reihenformation auf den Gegner zu zumarschieren. Bevor die Mission beginnen sollte, ging Tholdurn auf seine langjährige Freundin Cyphra zu und sagte ihr, dass sie angesichts ihres Verlustes im Lager bleiben konnte, wenn sie es wollte. Diese beharrte jedoch, immer noch mit Tränen in den Augen, darauf, dass sie mitkomme, um sich an dem Ewigen Imperium zu rächen. Tholdurn verstand sie und nickte ihr freundlich zu. Dann brachten sie die Leiche von Salvador gemeinsam im eines der provisorisch errichteten Zelte. Sie wollten ihn - wie Pitt - später verwahren, um ihm anschließend auf Yuveria die letzte Ehre zu erweisen. Dann ging Tholdurn zu seiner Freundin Luna. Nach ihrer Rückkehr und der Überbringung der Nachricht über Verstärkung, hatte sie sich aus den weiteren strategischen Maßnahmen herausgezogen. Sie saß an einen Stein gelehnt und wirkte sehr erschöpft. Als er auf sie zutrat, hob sie den Kopf und schaute den Krieger leicht ängstlich an: “Was ist, wenn du nach Pitt und Salvador der nächste bist, der diesen Krieg nicht überlegt?“. Tholdurn kniete zur ihr nieder, nahm ihre Hand und sagte einfühlsam: “Wir werden diesen und auch jeden weiteren Krieg gemeinsam durchstehen. Das verspreche ich dir! Und ich hoffe, dass Dhishasem uns, nachdem er hier her gekommen ist, auf einen anderen Planeten schickt oder wir vielleicht sogar einige Zeit mit ihm und Jeams auf der Destiny Ascension reisen werden.“. Er sah, wie ein Lächeln bei diesen Worten über ihr Gesicht huschte. Tholdurn half ihr auf und sie begaben sich gemeinsam auf zu den anderen Kriegern, die schon in Formation auf sie warteten. Dies sollte ihre letzte Schlacht auf Siskeen werden! Die Schlacht, die endgültig klären sollte, wer der Herrscher über diesen Planeten war. Und Tholdurn war sich ziemlich siegessicher!
    Wie eine Wand schlichen sie durch die Wälder in Richtung der gegnerischen Befestigung. Immer Ausschau haltend nach feindlichen Spähern. Tholdurn schaute nach rechts. Neben ihm lief Luna. Sie hielt ihren Blaster fest in der Hand. Weiter im Wald sah er Parcival, der mehrere Soldaten hinter sich her winkte. Noch ein Stück weiter lief Meister Leone. Er musste sich immer wieder ducken um niedrig hängenden Ästen auszuweichen. Zu Tholdurns linker Seite lief Cyphra. Ihre Augen waren immer noch rot, aber ihre Haltung und ihr Blick strahlten eine starke Selbstsicherheit und Zielstrebigkeit aus. Weiter weg lief Fonda Lasalle. Bei ihm waren Regi und Quintus, die immer wieder nach vorne liefen, um den Weg auszukundschaften. Alle waren sie beisammen. Alle die Tholdurn auf seinem bisherigen Weg auf Siskeen begleitet hatten. Tholdurn war stolz auf die Bündnisse und Freunde, die er sich aufgebaut hatte. Nach einem langen Marsch kamen sie vor dem Wall an. Sie blieben in der Deckung der Bäume stehen. Vor ihnen lagen rund 30 Meter freie Fläche, bevor sich der Wall gute 5 Meter über ihnen aufbaute. Tholdurn gab den Feuerbefehl und die Soldaten, die die Raketenwerfer mit sich führten, traten vor und nahmen die Mauer unter Beschuss. Als sich der Rauch geleckt hatte, merkte Tholdurn, dass der Wall nur geringfügig beschädigt worden war. Erneut gab er den Feuerbefehl. Das Ergebnis blieb das gleiche. Der Wall hielt stand. Mehrmals wiederholten sie diesen Vorgang. Ohne Erfolg! Plötzlich erhoben sich Soldaten aus der Deckung der Mauer und eröffneten das Feuer auf Tholdurns Soldaten. Schnell fielen die meisten der Raketenwerferträger den Schüssen zum Opfer. Tholdurn brüllte, dass sich alle Deckung suchen sollten und sprang hinter einen sehr breiten Stamm am Waldrand. Luna schaffte es, sich ebenfalls hinter jenem Stamm zu verstecken. Das Kreuzfeuer der Sprungtruppen durchschnitt die dünneren Bäume. Viele Soldaten schafften es nicht sich in Deckung zu bringen. Tholdurn konnte nicht sehen, wer es alles geschafft hatte. Er gab den Angriffsbefehl und ein Deckungskampf begann. Lichtschwerter nutzten in diesem Kampf nichts. Das Kreuzfeuer war zu stark. Mit der Macht zog er den Blaster eines gefallenen Kameraden zu sich und rollte sich in den Schutz einer großen Wurzel. Von dort aus begann er immer wieder kurze Salven in Richtung der Feinde zu schießen. Aus dem Augenwinkel sah er, wie seine Krieger ebenfalls Widerstand leisteten. Ein leichtes Donnern ertönte. Tholdurn schaute sich aus seiner Deckung um, aber nirgendwo konnte er Spuren einer Explosion erkennen. Ein Soldat kam aus dem Wald auf ihn zu gelaufen und schmiss sich schützend vor Tholdurns Wurzel. Er hatte ein paar Soldaten auf einer kleinen Lichtung zurückgelassen, die den letzten Kreuzer und den Himmel beobachten sollte. “Die Destiny Ascension ist soeben eingetroffen! Sie hat den Kampf mit dem feindlichen Kreuzer aufgenommen!”, berichtete der Soldat. Wärme breitete sich in Tholdurns Brust aus: “Fordert sofort ein Bombardement an. Sollen die diesen Kampf schnellstens beenden. Für uns ist es gerade zu riskant, offensiv anzugreifen.“. Der Soldat nickte und rannte wieder tiefer in den Wald zurück. Tholdurn gab zu allen Seiten Handzeichen, dass er Gegenbeschuss eingestellt werden sollte. Scheinbar taten die Sprungtruppen es ihnen gleich, denn für einen kurzen Moment herrschte Stille. Dann ertönte ein lauter Schlag. Dann war wieder Stille. Tholdurn schloss die Augen und hoffte auf das Beste. Mehrere Minuten herrschte weiterhin Stille, die abrupt von dem Geräusch heran fliegender Bomber unterbrochen wurde. Sie folgen über den Wald hinweg und wenige Augenblicke später, explodierten mehrere Bomben auf dem Befestigungswall und hinter ihm. Jubel brach unter den Imperialen und Republikanern aus. Tholdurn trat aus seiner Deckung hervor, viele Krieger taten es ihm gleich. Luna und all seine engen Kameraden hatten den Kampf überlebt. Tholdurn rannte zur kleinen Lichtung im Wald, wo die wenigen Soldaten warteten. Sie gratulierten ihrem Anführer und Tholdurn nahm Kontakt zu Jeams auf und übermittelte ihm die Koordinaten zur Landung von Dhishasems Schiff. Dieser kam wenige Minuten später mit zwei Jedis an. Diese stellten sich als Meister Ilgrather und Meister Fardos vor. Es stellte sich heraus, dass sie welche der wenigen Überlebenden von Cajun Leones Mutterschiff waren. Dhishasem gratulierte Tholdurn zu seinem Sieg auf Siskeen. “Danke mein alter Freund. Doch es lief nicht alles gut, hier auf Siskeen. Erst vor wenigen Stunden haben wir Salvador verloren.“, antwortete Tholdurn betrübt: “Wenn du erlaubst, würde ich mit meinen Männer von diesem Planeten abziehen um wo anders hinzureisen.“. Dhishasem nickte: ”Ich hatte ebenfalls schon überlegt, dich und deine Männer zu verlegen. Es scheint mir jetzt ein passender Augenblick dafür zu sein. Erstmal kommt ihr jedoch mit auf die Destiny Ascension.“. Tholdurn freute sich über die Worte seinen Anführer und er stellte ihm Parcival und Lasalle vor. Nach einen langen Gespräch hatten sie beschlossen, dass die beiden Sith die Stellung auf Siskeen halten würden, sich dem Yuveria Bund aber dennoch anschließen würden. Parcival missfiel immer noch der Gedanke gemeinsam mit Jedi zu kämpfen. Leone schloss sich wieder seinen Anführer Ilgrather an, der Dhishasem ebenfalls weiterhin begleiten wollte. Sie brachen das Lager ab und Tholdurn verabschiedete sich von Parcival und Lasalle. Auf der Destiny Ascension angekommen, bezog er mit Luna direkt ihr Gemach und ruhte sich aus. Cyphra hatte versprochen, sich um Salvador und Pitt zu kümmern. Die Destiny Ascension verließ den Raum über Siskeen. Tholdurn wusste nicht, wo die Reise hingehen würde.

    Rückkehr nach Tatooine

    Tholdurn trainierte seine Schwertkampftechniken, als er vor den Rat gerufen wurde. Etwas irritiert folgte er dem Soldaten durch die Gänge des Kreuzers. Als sie vor dem Raum angekommen waren, in dem der Rat tagte, verließ der Soldat Tholdurn. Er betrat den Raum. Dhishasem empfing ihn herzlich. Auch die anderen Mitglieder begrüßten ihn. Im Rat saßen Arrunias, Khudos, Zha'hadum, Voltis und Jeams. Letzterer war nicht anwesend. Ein Sitz war nicht von einem Hologramm erfüllt. Es war Pitts Platz. Scheinbar hatte Dhishasem diesen Platz seit seinem Tod nicht wieder besetzt. Tholdurn schaute sich in der Runde um. Alle Blicke lasteten auf ihm. Dhishasem begann zu sprechen. Tholdurn dachte, er habe sich verhört, als sein Anführer verlauten ließ, dass er Pitts Platz nun einnehmen sollte. Alle Mitglieder der Runde gratulierten Tholdurn. Es kam ihm jedoch teilweise wie ein kalkulierendes, kritisches Gratulieren vor. Dhishasem bat das frische Ratsmitglied sich zu setzen und so ging Tholdurn immer noch ungläubig über das, was gerade passiert war auf den Thron zu, den er nun sein Eigen nennen durfte. Jedoch fühlte es sich falsch an, auf ihm zu sitzen. Plötzlich fühlte er sich schuldiger denn je bezüglich Pitts Tod. Als Tholdurn die Blicke von Voltis und Khudos sah war er sich nicht mehr sicher, ob der Sitz im Rat nun eine Belohnung oder eine Bestrafung war. Zha'hadum und Arrunias hingegen nickten ihm freundlich zu. Er wurde wieder in die Realität gerissen als Dhishasem anfing über ihre nächste Mission zu reden. Sie wollten nach Tatooine zurückkehren um die alte Festung wieder zu besetzen. Die Besatzung hatte eine Schiffswerft an der Corellianischen Hyperraumroute entdeckt. Diese fing mit einer Spezialwaffe immer wieder Kreuzer ab, die ihrem Feuer dann schutzlos ausgeliefert waren. Zudem kamen von dort all die Kreuzer, die über Siskeen waren und noch viele weitere, mit denen unter anderem Leotox Auseinandersetzungen gehabt hatte. Dhishasems Ziel für den gesamten Bund war es, diese Werft zu zerstören. Als Ausgangspunkt aller dafür notwendigen Maßnahmen sollte Tatooine dienen. Nun wusste Tholdurn, was ihr Ziel war und es freute ihn seinen alten Heimatort wieder zu sehen. Als die Sitzung zu Ende war, folgte Tholdurn Dhishasem auf die Brücke. Sein Anführer lebte dort schon fast. Er selbst hielt sich oft von der Brücke fern. Als sie diese betraten, kam Jeams auf Dhishasem zu und erklärte hastig, dass sie ein verschlüsseltes Signal empfangen hatten. Es kam von Tatooine und hatte eine Kodierung, die Thawn einst für den Yuveria Bund entwickelt hatte. Thawn war der Experte, wenn es um Technik und Software ging. Nun saß er vor einem Computer und versuchte seinen Code zu knacken. Er erklärte, dass dieser irgendwie beschädigt worden war und er ihn somit nicht komplett dekodieren konnte. Er war sich jedoch sicher, dass es ein Notsignal war. Direkt gab Dhishasem das Kommando, den Hyperraum zu verlassen. Sie waren nur noch wenige Parsecs von ihrem Ziel entfernt. Es dauerte nur ein paar Augenblicke bis der Sith-Lord Tholdurn den Befehl gab, gemeinsam mit Meister Leone und Meister Fardos in einem kleinen Shuttle weiterzureisen, um in Erfahrung zu bringen, warum ein Notsignal von Tatooine verschickt wurde. Tholdurn nickte und begab sich zum Hangar. Auf dem Weg dahin sammelte er seine Kameraden für diese Mission ein. Fardos schien kein gesprächiger Jedi zu sein, denn er sagte, während sie zum Hangar liefen, kein einziges Wort. Allgemein hatte er noch kein Wort mit Tholdurn gewechselt. Cajun Leone fragte den Sith hingegen über die Festung auf Tatooine und die Chaos Dragons aus. Er bekam vieles mit und war sich dann nie zu schade mehr darüber in Erfahrung zu bringen.
    Der Flug dauerte nicht sehr lange. Als sie den Hyperraum verließen, sahen sie direkt wie mehrere Kreuzer des Ewigen Imperiums über dem Planeten schwebten. Zudem befand sich knapp über dem Planeten eine riesige Raumstation, die sich offenbar im Bau befand. Ohne sich großartig abzusprechen, steuerten sie um den Planeten herum, um weit weg von den feindlichen Schiffen landen zu können. Nachdem sie in die Planetenatmosphäre eingetreten waren, flogen sie langsam über die Wüste in Richtung der alten Festung. Da Tholdurn der einzige war, der wusste, wo diese lag, übernahm er die Navigation. Nach einiger Zeit erreichten sie diese ohne weitere Vorkommnisse. Schon beim Landeanflug merkte Tholdurn, dass etwas nicht stimmte. Es sollten sich mehrere Sith in der Festung befinden, doch er spürte kein Anzeichen der Macht, nur die seine und die seiner Begleiter. Er hoffte, dass sie die Situation in einer der nahe gelegenen Orte auskundschafteten, doch diese Hoffnung war nur gering. Sie verließen ihr Schiff. Nur der Wind pfiff durch die großen Felsen, an denen die alte Basis errichtet wurde. Sie betraten die Eingangshalle und fanden viele zerstörte Sprungtruppen vor. Sie schlichen weiter und weiter durch die Räume und Gänge, überall lagen zerstörte Sprungtruppen. Sie erreichten den letzten Raum, den alten Thronsaal. Die Tür öffnete sich. Vor Tholdurn und seinen Kameraden breitete sich ein gewaltiges Chaos aus. Es sah aus, als hätte hier erst vor kurzem ein heftiger Kampf getobt. Sprungtruppenreste bedeckten den Boden und zu Tholdurns Enttäuschung lagen auch die Krieger des Yuveria Bundes tot auf dem Boden. Einer hatte sein Ende halb auf dem Thron liegend gefunden. Tholdurn selbst hatte gemeinsam mit Pitt diese Krieger ausgewählt und auf Dhishasems Wunsch hier stationiert. Wieder hatte er das Gefühl versagt zu haben. Leone blickte über die Leichen und dann nach draußen Richtung Wüste und Horizont, während er diese sinnlose Gewalt in der Galaxis beklagte. Er betonte immer wieder, dass diese Krieger nicht hätten sterben müssen. Auch Fardos schien erschüttert, schwieg aber weiterhin. Nachdem sie einige Momente im Thronsaal verweilt hatten, begab Tholdurn sich in die Kommandozentrale. Die alten Computer waren allesamt zerstört worden, inklusive dem, der Notsignale verschicken konnte. Da tiefe Löcher in den Gerätschaften klafften, vermutete er, dass auch Ritter Zakuuls hier gewesen sein mussten. Er schickte Leone und Fardos los, um zu gucken, wie viele Sprungtruppen sich im nächsten Ort befanden. Er wollte sich ungefähr ein Bild davon machen, wie stark der Planeten von den Feinden gefallen worden war. Während ihrer Abwesenheit versuchte Tholdurn einige der Daten zu retten, die noch auf den Systemen der Festung gespeichert waren. Er hatte jedoch keinen Erfolg. Alles, was die Krieger des Yuveria Bundes auf Tatooine an Informationen gesammelt hatten, war verloren. Zwei Stunden später trafen die beiden Jedi-Meister wieder ein. Cajun Leone berichtete, dass überall in der Stadt Feinde patrouillierten. Sie hatten ebenfalls mitbekommen, dass sie gelegentlich auch die Wüste kontrollierten. Damit stand Tholdurns Entschluss fest. Sie kehrten zu ihrem Shuttle zurück und verließen vorsichtig den Planeten und seine Umlaufbahn. Bevor sie in den Hyperraum wechselten, kontaktierte Tholdurn schon mal die Destiny Ascension und gab bekannt, dass Tatooine gefallen sei und es momentan keine Chance auf eine Rückeroberung gab.

    Eine Spur der Vergangenheit

    Nachdem Tholdurn mit seinen Kameraden wieder auf der Destiny Ascension gelandet war, sprach er noch lange mit Dhishasem über das, was er gesehen hatte. Sein Anführer schien nicht erfreut über den Verlust Tatooines. Trotzdem sprach er den neuen Ratsmitglied Mut zu und erklärte, dass ihm keine Schuld an der Situation traf. Dieser freute sich über den Zuspruch seines langjährigen Freundes. Nachdem sie ihr Gespräch beendet hatten, machte sich Tholdurn auf den Weg zur Trainingshalle. Er hatte Cyphra und Luna versprochen, gemeinsam mit ihnen zu trainieren. Als er durch die Gänge des Raumkreuzers schlenderte, wurde er immer wieder von Kriegern und Soldaten des Bundes freundlich gegrüßt. Sein Ansehen schien nach dem Sieg auf Siskeen deutlich höher zu sein als zuvor. Nach Pitts Tod hatte es lange Zeit vereinzelt immer wieder Zweifler gegeben, die Tholdurn für nicht würdig erachtet hatten, sie anzuführen. Mit der Zeit waren diese Zweifler immer weniger geworden und er selbst hörte sie schon gar nicht mehr. Durch den vielen positiven Zuspruch vergas er auch seine eigenen Zweifel der letzten Tage. Der junge Krieger ging weiter durchs Schiff. Als er um eine Ecke bog, stand er plötzlich in einem leeren Gang. Nur am anderen Ende stand jemand oder etwas, das Tholdurn schon lange nicht mehr gesehen hatte. Sein Herzschlag wurde schneller. Langsam ging er den Gang weiter. “Ich warte auf dich. Komm nach Sadha.“, flüsterte der mysteriöse Krieger, der Tholdurn schon vor Jahren verfolgt hatte. Seine Gestalt war wie damals in Schatten gehüllt. “Wer bist du? Und was willst du von mir? Warum erscheinst du mir nach all den Jahren wieder?“, fragte Tholdurn, mit lauter, zittriger Stimme. “Finde deinen Weg nach Sadha!”, antwortete der Krieger. Seine Stimme klang näher, als die, die der junge Sith damals wahrgenommen hatte. “Ich habe damals sogar nach Sadha gesucht! Es gibt diesen Planeten nicht!”, brüllte Tholdurn in Richtung der Gestalt. “Mit wem sprichst du? Und welchen Planeten gibt es nicht?”, eine vertraute Stimme unterbrach Tholdurn. Er drehte sich um. Luna, gekleidet in ihrer Trainingsuniform, stand vor ihm. Er schaute wieder zurück, wo der mysteriöse Krieger gestanden hatte. Der Gang war leer. “Ich werde dir alles erklären… später. Aber du musst mich entschuldigen. Ich habe etwas sehr wichtiges zu erledigen.“, sagte Tholdurn, während er immer noch in den leeren Gang starrte. Er küsste die verwirrte Luna auf die Stirn und rannte zum Hangar. Aus seinem Schiff heraus funkte er Dhishasem an und erklärte ihm, dass er eine wichtige Aufgabe erledigen musste und dafür mehrere Tage die Destiny Ascension verlassen müsse. Immer wieder betonte er, wie wichtig ihm dies war und offensichtlich schien sein Kamerad das zu verstehen. Er ließ ihn mit der Bitte, sich gelegentlich zu melden ziehen. Als letztes wies er seinen Schützling daraufhin, spätestens zur nächsten Ratsversammlung in drei Wochen wieder da zu sein. Tholdurn gab ihm sein Versprechen.
    Mehrere Tage dauerte der Flug nach Abraxin. Seine Träume füllten sich immer wieder mit den Erinnerungen an alle Treffen, die er mit dem mysteriösen Krieger hatte. Es war, wie als würde eine schlimme Krankheit ihn wieder heimsuchen.Nachdem er von Kriegern des Ordens der Schatten empfangen wurde, wurde er zu Kallix Quartier gebracht. Er wartete dort bereits mit Tyrexis auf ihn. Seine Ankunft auf dem Sumpfplaneten hatte unter den Ordensmitgliedern bereits nach kurzer Zeit die Runde gemacht. “Sei willkommen, Tholdurn Dashan. Was verschafft uns die Ehre?“, fragte der Anführer des Ordens. Auch Tholdurn begrüßte die beiden Anwesenden, kam aber direkt zum Thema: “Es passiert wieder. Ich habe die Gestalt in den Schatten wieder gesehen und sie hat mich abermals dazu aufgefordert, nach Sadha zu reisen. Jahre lang war sie mir nicht mehr erschienen.“. “Du weißt, dass ich dir helfen wollte, indem meine Brüder ebenfalls nach Sadha gesucht hatten, aber auch wir sind niemals fündig geworden und schließlich haben auch wir die Suche aufgegeben. Du hattest dich ja auch nicht mehr gemeldet.“, antwortete Kallix Obsidian. Tholdurn nickte ihm zustimmend zu: “Seid wir uns das letzte Mal gesehen haben, ist viel passiert. Ich hatte nach einiger Zeit gar keinen Gedanken mehr an die mysteriöse Gestalt verschwendet. Habt ihr beiden euch mittlerweile schon entschieden, ob ihr dem Yuveria Bund beitreten wollt?“. Tyrexis verneinte diese Frage direkt: “Das Ewige Imperium ist eine große Gefahr, selbst für den Orden. Doch diese Schlacht müssen das Imperium und die Republik selbst gewinnen.“. Sein Sitznachbar fügte hinzu: “Wie wir dir damals schon gesagt hatten: Wir werden dich unterstützen, wenn es die Umstände verlangen. Und wir können dir zu deinen Erscheinungen leider auch nicht weiterhelfen. Die einzige Schlussfolgerung, die ich daraus ziehe ist, dass diese Schattengestalt wichtiger ist, als ich bisher dachte. Nimm diesen Kommunikator. Wenn du wieder eine Erscheinung hast, kannst du uns damit herrufen. Mehr kann ich für dich leider nicht tun.“. Frustriert verließ Tholdurn den Planeten, nachdem sie sich noch ein bisschen darüber unterhalten hatten, was sie alles in den letzten Jahren erlebt hatten. Nach einigen Tagen landete er wieder im Hangar der Destiny Ascension. Seine Freundin Luna und seine langjährige Kameradin Cyphra erwarteten ihn bereits. Immer noch geknickt begrüßte er die beiden und er erklärte ihnen alles: Von Kallix und Abraxin bis hin zu der geheimnisvollen Schattengestalt. Als er seine Erzählung beendet hatte, verstanden sie sein Handeln und baten ihm ihre Hilfe an, bei allem, was er unternehmen wollte. Tholdurn jedoch wusste nicht, was er nun tun sollte. Ihm fielen nur zwei Personen ein, die ihm eventuell bei dieser Frage helfen konnten. Der eine war Calyphagus, der maskierte Krieger, der nun auf Vortegos VI lebte. Der andere war Kaito. Er war dem Tod näher gewesen als alle Personen, die Tholdurn je gekannt hatte. Doch wusste er bei beiden nicht, wie er sie innerhalb der nächsten Zeit erreichen konnte.

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