Konflikt - Was machen?

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  • Was ist Konflikt-RP und auf welche Punkte sollte man achten? Ein Crashkurs, quasi.
    Was ist Konflikt-RP überhaupt?
    Konflikt-Rollenspiel ist eine Art des Rollenspiels, in dem ein gewisse Konfliktsituation mit anderen Spielern bespielt wird. Ziemlich simpel, oder? Nicht wirklich, denn immerhin darf man nicht vergessen, dass sein Gegenüber auch ein Spieler ist, der unter Umständen die gleichen Ziele verfolgt.
    Konflikt-RP ist nicht zwingend automatisch ein brutaler Kampf.


    Wieso mache ich Konflikt-RP?
    Es geht entsprechend nicht darum, der Gegenpartei mit der größtmöglichen Kraft den größtmöglichen Stein in das Gesicht zu drücken, um selbst der König dieser Welt zu sein, sondern um beidseitigen Spaß an einer spannenden Situation zu schaffen. Eine Charakterentwicklung für beide Seiten ist förderlich für beide Seiten!



    Aber mein Charakter ist der König der Welt, weil…

    … Baum. Ist er nicht, glaub mir. Es kommt oft vor, dass das Power-Level von Charakteren schwer einzuschätzen oder sehr hoch ist. Was also machen, damit ich meinem Gegenüber nicht den übermächtigen Stein in das Gesicht schlage, aber mein Charakter es eigentlich kann? Die Lösung ist meistens so offensichtlich, dass sie (scheinbar) oft übersehen wird: Man benutzt einfach keine Power-Emotes.



    Was sind Power-Emotes?

    Grundsätzlich sind Power-Emotes genau das, was der Name sagt und jeder Spieler verabscheut. Emotes mit sehr viel Macht dahinter, die ganze Rollenspiele problemlos zerstören können. Um nicht zu den Power-Emotern zu gehören, beachte einfach folgende Regeln:

    Beschreibe nicht das Ereignis, sondern den Weg zu Ereignis.Durch das Beschreiben des Verlaufes hat die Gegenpartei die Chance entsprechend zu reagieren, um das RP ausgeglichen und spaßig zu halten.

    Anstelle von...

    Jedimeister XYZ schrieb:

    „Jedimeister XYZ trifft mit einem fliegenden Stein das Gesicht von Sithlord XYZ“

    schreibe...

    Jedimeister XYZ schrieb:

    „Jedimeister XYZ wirft einen Stein in die Richtung des Gesichtes von Sithlord XYZ“


    Beschreibe eine Aktion, sobald man darauf reagieren kann und nicht, wenn es zu spät ist. Wie soll man einem Felsen mit 10 Metern Radius ausweichen, wenn er einen Meter von deinem Gesicht entfernt ist? Entsprechend beginnt man ein Emote zu beschreiben, wenn es sich anbahnt und nicht, wenn es bereits auf dem Weg ist.

    Anstelle von...

    Jedimeister XYZ schrieb:

    „Jedimeister XYZ wirft einen massiven 10m-Felsen auf Sithlord XYZ, während er einem Meter vor ihm steht“

    schreibe...

    Jedimeister XYZ schrieb:

    „Jedimeister XYZ streckt die Hand nach rechts aus, um einen massiven 10m-Felsen aus dem Boden zu heben“ und in einem weiteren Emote „Besagten Stein wirft er nun in die Richtung von Sithlord XYZ“



    Überlasse jedem Spieler die Auswirkungen an seinem eigenen Charakter. Ein Spieler sollte nicht gezwungen werden etwas zu bespielen, was er nicht möchte oder mit Auswirkungen zu leben, die ihm nicht gefallen. Wenn meinem Charakter ein Arm abfällt, dann ist das in Ordnung, weil ich mich dazu entschiede habe, dass es so in Ordnung ist und nicht, weil mein Gegenüber mich dazu gezwungen hat. In manchen Situationen sind OOC-Absprachen hilfreich, aber keinesfalls eine Notwendigkeit, da eine solche Situation sich im Idealfall nicht in einem Emote aufbaut.


    Anstelle von...

    Jedimeister XYZ schrieb:

    „Die Wucht seines Trittes ist so brachial, dass das Genick von Sithlord XYZ bricht“

    schreibe...

    Jedimeister XYZ schrieb:

    „Jedimeister XYZ tritt Sithlord XYZ in die Kehle“

    und lasse deinem Gegenüber die Möglichkeit, um zu reagieren. wäre beispielsweise eine Antwort, mit welcher der Spieler leben kann, denn immerhin war es seine eigene Entscheidung, es so zu schreiben.

    Sithlord XYZ schrieb:

    „Jedimeister XYZ tritt Sithlord XYZ dermaßen in die Kehle, sodass er stirbt“




    Wer austeilen möchte, muss auch einstecken.
    Einfach gesagt: Wenn ich jemanden das Gesicht einschlage, dann sollte man das Echo auch vertragen und akzeptieren.

    Wie im realen Leben, denn jede Aktion hat eine entsprechende Reaktion zur Folge. Und im Idealfall wünscht man sich nicht die Reaktion eines Bruches mit dem Spieler der Gegenpartei, würde ich dreist behaupten.

    Nehmt euren eigenen Charakter als Maßstab für andere Charaktere. Man kann sich nicht hinstellen und erwarten, dass man den anderen Charakter zerstückeln darf, wenn schon ein Kratzer am Ellbogen des eigenen Charakters inakzeptabel ist.

    Habt euch lieb!
    Ein Miteinander ist das Ziel und nicht das Schaffen von Feinden, zumindestens aus Spieler-Sicht.



    Logik & Konsequenz & Spaß
    Mit einem gebrochenen Arm schlägt man nicht, wenn noch alle Gehirnzellen intakt sind.

    Haltet es logisch & konsequent und vergisst nicht den Hauptpunkt: Spaß haben.

    Greets!
    GetComfy

    274 mal gelesen

Kommentare 7

  • Get Comfy -

    Sollte jemand Ergänzungen/Verbesserungsvorschläge/Kritik haben, freue ich mich über jede Rückmeldung! Ist immerhin eher beiläufig entstanden, das Ganze.

    • Leotox -

      Kann man was mich betrifft so stehen lassen. Es gibt zwar immer Ausnahme-Szenarien in denen es sich schwer darstellt zwei Charaktere (wie z.B. einen Darth und einen Kleinganoven) realistisch auf eine gleichstarke Stufe anzuheben aber derartiges lässt sich ja dann trotzdem noch individuell klären.

    • Get Comfy -

      Ist immerhin auch nur ein Crashkurs, aber das habe ich in meinem Kopf unter Logik & Konsequenz mitgefasst =)

    • Thogar Nesh -

      Der dritte Absatz hat zwei verschiedene Schriftgrößen. Das vielleicht nochmal anpassen. Ist zwar nur eine Kleinigkeit aber für so einen Halbblinden wie mich etwas angenehmer zu lesen :)

    • Teez -

      Kann ich so unterschreiben. Es gibt im RP nichts besseres als sich gegenseitig die Birne weich zu kloppen und zwei Tage später hängen die "Feinde" Arm in Arm, hackedicht und quasseln darüber das glücklicher- und zufälligerweise beide Parteien sich zurückgehalten haben ^^

    • Gryth -

      Bei manchen Plots, gerade wenn Konfliktsituationen eingeplant ist, tendiere ich dazu, nochmal zu betonen, dass die Spieler immer ihren eigenen Charakter als Maßstab für den Umgang mit anderen (auch NSCs!) hernehmen sollen.

      Was sie selbst nicht bereit sind mit ihrem Charakter zu geben, dürfen sie nicht von anderen verlangen, zumindest im Bereich von Verletzungen, Niederlangen und allem möglicherweise Nachteiligem. Ich kann mich nicht hinstellen und erwarten, dass ich den anderen Charakter zerstückeln darf, wenn schon ein Kratzer am Ellebogen meines eigenen Charakters inakzeptabel ist.