Dhishasem

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  • Biografie von Darth Dhishasem Gaaias

    Inhaltsverzeichnis


    Charakter




    Beschreibung

    Vollständiger Name: Dhishasem Gaaias
    Spezies: Sith
    Geschlecht: Männlich
    Alter: 244 Jahre
    Hautfarbe: Rot
    Augenfarbe: Gelb-Rot
    Körpergröße: 1.97 Meter
    Gewicht: 87 Kilogramm
    Besondere Merkmale:
    - Augenfarbe variiert aufgrund von Emotionen gering
    - Augen leuchten gelb auf, wenn ein hohes Maß an Macht verwendet wird



    Biografische Daten

    Geburtsdatum: 3857 VSY
    Geburtsort: Rhelg
    Vater: Aargon
    Mutter: Dea
    Stiefvater: Servum Ordnas
    Stiefbruder: Kaito Ordnas

    Beruf/Tätigkeit: Sith, Lord der Sith, Darth, Anführer des Yuveria Bundes
    Meister: Lord Aargon, alte Sith Schriften aus den Gräbern Korribans, geheimes Datacron, Venarous
    Schüler: Dynoxis Gaaias
    Partnerin: Lamahra Leenayh


    Zugehörigkeit: Bruderschaft der Dunkelheit, Sith Imperium, Chaos Dragons, Yuveria Bund, Prophetenjäger
    Position: Gründer, Ratsvorsitzender, Rechte Hand
    Dienstgrad im Imperium: Kriegsherr, Meister des Schreckens (ausführende Gewalt des Imperiums)
    Bewaffnung: Pulsierend rotes Doppellichtschwert, später violett
    Fahrzeug: Abfangjäger der Fury Class; Destiny Ascension (Schlachtkreuzer)
    Aufträge: Vernichtung des Ewigen Imperiums, Wiederherstellung des Sith Imperiums, sowie dessen Verteidigung
    Bekannte Verbrechen: Vernichtung einer acht Millionen Metropole im Chardaan System, Vernichtung einer Sith Akademie auf Rhelg, Tötung vieler Jedi und Republikaner
    Verbündete Parteien: Mandalorianer, Jedi (später), Sith
    Freunde/Verbündete: Kaito Ordnas, Tholdurn Dashan, Leotox Kraytory , Jeams, Zha'hadum, Teshahiro, Khudos, Tesmien, Arrunias, Calyphagus, Jama, Ivoseck, Exest



    Der Weg zur dunklen Seite (3857-3834 VSY)


    Dhishasems Ausbildung

    Dhishasem wurde 3857 VSY auf einem der fünf heiligen Sith Planeten Rhelg von seiner Mutter Dea zur Welt gebracht. Sein Vater namens Aargon, war ein Lord der Sith, der schon bald damit begann seinen noch jungen Sohn mit den Wegen der Macht vertraut zu machen. Da sowohl Dea, als auch Aargon Sith waren, war auch Dhishasem ein reinblütiger Sith. Dhishasems Eltern waren nicht verheiratet oder zusammen, denn Dea war eine Sklavin auf Rhelg und es war einem Sith Lord nicht gestattet eine Sklavin als Frau zu haben. Im Alter von drei Jahren begann für Dhishasem die Ausbildung, zunächst lehrte sein Vater ihm wie die Macht zu nutzen sei, was Dhishasem natürlich noch nicht alles begreifen konnte, da er erst drei Jahre alt war. Bis zu Dhishasems sechsten Lebensalter wurde ihm primär das Lesen und Schreiben beigebracht, da sein Vater merkte das Dhishasem noch viel zu jung für die Lehre der Macht gewesen ist. Mit seinem sechsten Lebensjahr begann dann nun endlich die Kampfausbildung mit einem Lichtschwert. Dhishasem zeigte großes Talent im Umgang mit einem Lichtschwert, daher beschloss Vater Aargon ihm eine Doppelklinge statt eines einfachen Lichtschwertes zu geben. Die Herausforderung war zunächst nicht leicht zu meistern, doch Dhishasem schaffte es und so wurde er schnell zum besten Schwertkämpfer der Sith-Akademie in seinem Alter, da sonst keiner in der Lage war mit einer Doppelklinge zu kämpfen. Sechs Jahre lang, übte Dhishasem den Umgang mit der Doppelklinge und lernte die Wege der dunklen Seite zu nutzen, dann eines Tages war der Tag gekommen, an dem Dhishasem das erste Mal mit Vater Aargon auf eine Mission mitkommen durfte. Sie mussten zu dem Planeten Sullust reisen, zum großen Gefängnis des Sith-Imperiums. Sullust war ein von Lava überzogener, dunkler Planet auf dem einzig und allein ein riesiges Gefängnis des Imperiums stand. Die Wachen des Gefängnisses begrüßten Vater und Sohn sehr erfreut über ihr Kommen, da es einen Gefangenen gab, der wichtige Informationen hatte, die keiner der Wachen aus ihm raus zu holen vermochte. Es war nun Dhishasems Aufgabe den Gefangenen zu verhören. Aargon schaute seinen Sohn erwartungsvoll an, während sich dieser langsam und skeptisch dem Gefangenen näherte. Als er in die Zelle eintrat, in der der Gefangene sein sollte, blieb der junge Dhishasem schlagartig stehen und starrte die Gefangene an. Es war ein junges Mädchen um die 22 Jahre alt, die an einen Tisch fixiert war und am ganzen Körper Verletzungen durch die Folter der Imperialen zeigte. Dhishasem hatte zwar von seinem Vater und von anderen Imperialen gelernt, niemals schwach zu werden und das der Auftrag über allem anderen stehe, doch in diesem Moment vergaß er all die Regeln und Vorsätze die er für solche Situationen gelernt hatte, denn ihm tat dieses Mädchen einfach nur unglaublich leid. Sie war ungefähr 1,60m groß, hatte braunes langes Haar, einen schmalen Körperbau und trug die übliche Gefängnisuniform der imperialen Gefängnisse. Ihr Gesicht sah sehr mitgenommen und leidend aus, da sie im Gesicht viele Wunden vermutlich durch Schläge vorwies. Dhishasems Aufgabe war es nun heraus zu finden wer die junge Spionin geschickt hat und was genau ihr Missionsziel war. Er war allein in der Zelle. Mit ihr. Dem jungen Mädchen, welches er noch immer anstarrte. Dhishasem hielt kurz inne und ging anschließend einen selbstbewussten Schritt nach vorne und fragte sie nach ihrem Namen. Mit verheulter Stimme sagte sie, sie heiße Yenna. Die Anweisungen die Dhishasem zusätzlich erhalten hat, bevor er die Gefangene das erste Mal sah, waren, dass er sie nach dem Verhör exekutieren sollte, unabhängig davon wie es gelaufen ist. Er begann also Fragen zu stellen, wie was macht sie hier, wer schickt sie, kam sie alleine usw. Doch sie schaute ihn nur mit großen Tränen versehrten Augen an und schluchzte immer wieder, bis sie endlich etwas sagte. "Ich bin unschuldig, dass musst du... (schluchzt), mir glauben, ich habe nichts falsches getan!" Anschließend fing sie wieder zu weinen an. Dhishasem kämpfte gegen den Drang des Mitleids an, denn er wusste er würde versagen, sobald er Mitleid zeigen würde. Dhishasem wiederholte seine Fragen, doch er bekam wieder dieselbe Antwort. Sie beteuerte, sie komme von einer Farm ihrer Tante auf Alderaan und sie wurde dort vor 15 Tagen von dem Imperium entführt. Dhishasem wusste nicht warum sie so etwas behauptete, war das vielleicht einer dieser Täuschungsversuche vor denen ihn sein Vater bereits gewarnt hatte? Oder sagte sie womöglich die Wahrheit? Er verspürte in sich eine so große Unsicherheit und zum ersten Mal begann er zu verstehen, wie schwer es war den Vorsatz kein Mitleid zu empfinden war. Er sackte kurz zusammen bis sein Vater wütend durch die Zellentür kam. Er nahm Yenna in den Würgegriff, schaute seinen Sohn wütend an und schrie auf ihn ein, ob er sie retten wollen würde, ob er zu schwach wäre seine Pflicht zu tun, ob eine unbedeutende Republikanerin ihm tatsächlich solche Schwierigkeiten bereitete. Er überließ ihm die Wahl ob er sie retten wollte oder nicht, wenn ja, sollte er bloß statt zu seinem Vater zu Yenna schauen und ihr sagen sie würde überleben. Dhishasem lief die Zeit davon, denn es war nur eine Frage von Sekunden bis Yenna an Aargons Griff ersticken würde, sie wand sich an ihrem Tisch und brachte einzelne Hilfeschreie hervor. Dhishasem blickte zu ihr und sie schaute ihn an, eine Träne rollte ihr über die Wange und sie flüsterte " Bitte..." Dhishasem sagte dann zu ihr sie würde weiter leben und lächelte ihr Hoffnungsspendend zu, in diesem Moment schloss Aargon seine Rechte Hand und Yenna viel vor Dhishasem zu Boden, da sich ihre Fixierungen gelöst hatten. Dhishasem schaute sie an, doch sie war tot, sein Vater hatte sie getötet.


    Der Hass wächst

    Zwei Jahre sind bereits vergangen, seitdem der tödlich geendete Vorfall auf Sullust stattgefunden hatte, Dhishasem war seit diesem traumatischen Erlebnis emotionsloser, stärker und grausamer geworden. Genau dieses Ziel verfolgte Aargon, er wollte das Dhishasem nicht einer dieser verweichlichten und schwachen Sith wird, sondern keine Gnade kennt und niemals Schwäche zeigt und seine Ziele nahmen nach und nach immer mehr Gestalt an. Nach einem einjährigen Aufenthalt auf Sullust, bei dem Dhishasem weiterhin in dem imperialen Gefängnis Gefangene verhören, foltern und töten musste kehrten er und sein Vater zurück auf ihren Heimatplaneten Rhelg. Dhishasem wurde weiterhin abgehärtet in dem er Sklaven hinrichten musste oder sogar manchmal die Familien aufständischer Häftlinge abschlachten sollte. Die grausame Erziehung seines Vaters beeinflusste den jungen Dhishasem sehr stark in seinem Handeln bis zu seinem 17 Lebensjahr. Mit dem 17 Lebensjahr wurde Dhishasem gesagt, er hätte alle nötigen Erfolge abgeschlossen und wäre nun weise und mächtig genug um in den Rang eines Sith Lords erhoben zu werden, er wusste diese Ehre sehr zu schätzen, da es überaus selten vorkam das ein Sith schon so früh zu einem Lord ernannt wurde. Die einzige Aufgabe und Herausforderung bestand darin mit seinem Vater zusammen eine letzte Mission zu erfüllen, eine Mission die in Dhishasem etwas ändern sollte.
    Das Ziel der Mission bestand darin einen feindlichen Außenposten der Republik auf Tatooine anzugreifen und eine Sendeanlage zu zerstören die die republikanische Flotte kontaktieren könnte wenn das Imperium die Station angreift. Es war soweit nichts besonderes, denn Dhishasem und sein Vater hatten bereits schon öfter republikanische Stützpunkte angegriffen, doch lag die Besonderheit darin, dass dieser Stützpunkt von neun Jedis laut Informationen des imperialen Geheimdienstes besetzt wird, Dhishasem und sein Vater waren also hoffnungslos in der Unterzahl, dennoch stellten sie sich ihrer Aufgabe und schlichen sich langsam an den Stützpunkt an, dass was zu sehen war, waren 12 Jedis. Widerwillig drangen Vater und Sohn weiter in den republikanischen Stützpunkt vor und überlegten wie sie die Kom-Anlage am besten unbemerkt zerstören konnten. Doch dann spürte Dhishasem nur einen kräftigen Schlag und ging zu Boden. Als er wieder erwachte fand er sich in einer Gefängniszelle wieder, ganz alleine, ohne seinen Vater und ohne jegliche Informationen. Er rief nach jemandem der ihm die ganze Situation erklären sollte, doch nichts, keiner kam. Er saß nun also in einer Zelle in einem republikanischen Außenposten ohne jede Spur von einer anderen Lebensform. Ein Ausbruch war unmöglich, denn die Gitter Stäbe waren aus Laser und ein Fenster war auch nicht zu sehen, die Zelle musste anscheinend weit unterhalb der Erde liegen, dass einzige was Dhishasem in seiner Zelle fand war ein defektes Wasserrohr welches die ganze Zeit tropfte und einen kleinen Spiegel. Er verstand beim besten Willen nicht was geschehen ist und was er tun sollte, doch er versuchte einen klaren Gedanken zu fassen um einen Weg aus der Zelle zu finden. Wütend saß Dhishasem vor dem Spiegel, damit es ihm nicht so einsam erging, denn seitdem er in der Zelle gefangen ist sind bereits zwei Tage vergangen. Als er nach einer Woche immer noch in der Zelle saß trieb ihn die Einsamkeit langsam in den Wahnsinn, nur sein Spiegelbild vor Augen wurde er Tag für Tag wütender und verbitterter, er war wütend auf sich selbst da er keinen Ausweg fand und immer noch war
    er ganz alleine. Nach fast zwei Monaten alleine in einer Zelle war Dhishasem kaum noch lebensfähig, er sah keinen Sinn mehr darin weiter zu leben, bis etwas außergewöhnliches geschah. Er hörte eine Person näher kommen, sie kam de Treppen runter, die rechts von der Zelle nach oben führten, es war das erste Mal seit fast drei Monaten, dass Dhishasem jemand anderen hörte als sich selbst, gespannt und erwartungsvoll schaute er zu der nahe gelegenen Treppe und er konnte nicht fassen was er sah, ein Pirat trat näher, der etwas mit sich trug was fast aussah wie ein Kopf, als Dhishasem genauer hin schaute fing er an zu beben, denn was der Pirat mit sich trug war der Kopf seines Vaters. Dhishasem schrie vor Schmerz auf, mit so einer lauten und durchdringenden Stimme, dass man denken könnte jeder auf Tatooine konnte Dhishasem an diesem Tag hören. Wut überkam ihm, als der Pirat den Kopf vor die Gefängniszelle legte und neben ihm ein Hologramm aufstellte in dem in aller Ausführlichkeit zu sehen war, wie Aargon vor seinem Tod auf brutalste Weise gefoltert wurde. In diesem Moment war es nicht bloß blinde Wut die in Dhishasem aufstieg, sondern wahrer Hass. Er versuchte mithilfe der Macht den Kopf seines Vaters und das Hologramm zu beseitigen, doch es gelang ihm nicht, seine Machtkräfte wahren so gut wie verschwunden und er versuchte es immer und immer wieder doch nichts geschah, er war der Verzweiflung in seinem ganzen Leben noch nie so nah, bis er sich wieder im Spiegel betrachtete den Hass und die Verachtung ins Gesicht geschrieben faste Dhishasem einen Entschluss, den Entschluss, dass wer auch immer seinem Vater solche Qualen bereitet hat, dafür bezahlen wird und in diesem Moment verstand Dhishasem wie ein Sith seine Wut zu nutzen hatte, er konzentrierte sich darauf die Wut und den Hass den er verspürte als er Tag für Tag das Holo und den Kopf seines Vaters sah in Willenskraft umzuwandeln um seine Machtfähigkeiten zu steigern. Jeden Tag trainierte er, vom Hass und der beinahe Verzweiflung getrieben strengte Dhishasem sich jeden Tag mehr an als den Tag davor, er ernährte sich bloß von den Tieren die durch seine Zelle wanderten und von dem Wasser des tropfenden Wasserrohrs. Einmal wöchentlich kam der Pirat, der Dhishasem das Holo und den Kopf gebracht hat und drehte das Holo Woche für Woche immer etwas lauter und lauter, als er Dhishasem einmal beim Trainieren erwischte holte er eine Art Schock Pistole, die in der Lage war einzelne Gliedmaßen bis zu vier Tage zu lähmen und betäubte ihn damit immer wieder und wieder und das anscheinend nur aus Spaß. Die fast kaum steigerbare Wut und der Hass in Dhishasem stiegen ins unermessliche und er konzentrierte sich immer mehr darauf die gelähmten stellen seines Körpers zu heilen, mithilfe seines Verstandes und der Willenskraft die enorm in ihm war. Drei weitere Monate vergingen und Dhishasems Hass hatte kein bisschen an Intensität verloren, im Gegenteil, er war nun so gut, dass die Lähmungen bloß noch für wenige Minuten anhielten und er es nun endlich wagte seine Macht an den Objekten zu testen, die ihn seit fast einem halben Jahr in den Wahnsinn getrieben haben. Er sah den komischer Weise immer noch nicht verwesten Kopf seines Vaters ein letztes mal an und schmetterte ihn dann mit der macht gegen die nächst gelegene Wand und zertrümmerte mit einer Handbewegung den Holokommunikator. Dann wartete er, er wartete bis zum Ende der Woche, als der Pirat seinen üblichen Besuch unternahm und das tat er, er kam wie immer die Treppe runter, mit seinem Schock Blaster bewaffnet und einem hämischen Grinsen im Gesicht, doch schon recht bald verging ihm das Grinsen, denn er schaute verdutzt wo die zwei provozierenden Objekte waren, die er vor langer zeit vor die Zelle gestellt hatte, er drehte sich um und sah einen zerplatzen Kopf an der wand und einen Haufen Elektro-Schrott der auf dem Boden verteilt war. Dann packte ihn etwas, er wurde an der Kehle in die Luft gezogen und rang nach Atem, er drehte sich quälend zu der Zelle in der
    Dhishasem mit dem Rücken zu ihm gedreht saß und mit entsetzender Boshaftigkeit vor Wut zitterte. Er erhob sich langsam und drehte sich dann um, um den winselnden Piraten der keuchend in der Luft hängt anzusehen. Dhishasems Augen leuchteten in einem intensiven Gelb und er blickte den Piraten mit so einer Verachtung an, dass die ganze Zelle plötzlich durch seine Wut zu beben begann. Ohne Worte schmetterte Dhishasem sein Opfer an eine Wand, sodass dieser kaum noch bei Bewusstsein war, bis Dhishasem es letztendlich beendete und den Piraten in die Laserstrahlen seiner Gefängniszelle zog. Der Pirat viel tot und völlig entstellt zu Boden und plötzlich öffneten sich die Gitterstäbe, doch bevor Dhishasem die Zelle verlassen konnte erwachte er...


    Der Aufstieg

    Dhishasem versuchte seine Augen zu öffnen, doch sie wahren voller Staub, er setzte sich auf und schaute um sich herum um heraus zu finden wo er war. Er erkannte die Gräber, er befand sich in den Gräbern Rhelgs aber warum? Gerade noch war er in einer Gefängniszelle und das für sechs Monate und nun wacht er in den Gräbern Rhelgs auf? Er versuchte aufzustehen und plötzlich sah er ihn, seinen Vater, direkt hinter sich stehen. Er fragte ihn was das alles zu bedeuten hatte, wo er gewesen sei, warum er jetzt auf einmal hier aufwacht und wie lange er fort war. Sein Vater antwortete ihm, dass er in einer Art Gedankenkäfig gefangen war und das über sechs Jahre... Dhishasem verlor das Gleichgewicht und viel zu Boden er konnte nicht fassen das er für so lange Zeit in diesem Relikt gefangen war. Er fing sich wieder und fragte Wut entbrannt wer ihm das angetan hatte. Sein Vater entgegnete, dass er es gewesen sei, der ihn zusammen mit anderen Sith Lords in das Relikt geschickt hat. Dhishasem verstand nicht was das alles sollte, warum sollte sein eigener Vater ihn in einem Werkzeug der psychischen Folter über sechs Jahre einsperren? Sein Vater fragte woran er sich erinnern kann, bevor er auf die angeblich letzte Mission geschickt wurde. Er dachte nach und versuchte sich zu erinnern, doch er konnte es nicht. Sein Vater erklärte ihm, dass das daran lag, dass das Gefühl von Hoffnungslosigkeit während man sich in dem Relikt befindet zu Erinnerungsverlust führen kann. Er erzählte ihm, dass es Sith gegeben hat, die aus dem Relikt wieder kamen und kaum noch bei Verstand waren, vorausgesetzt sie kamen wieder, denn es kamen kaum Sith aus dem Relikt jemals wieder hinaus. Es war eine uralte Falle, die geschaffen wurde um den Geist und die Willenskraft von Eindringlingen zu brechen, denn diese Kammer verbarg ein Geheimnis, dass Geheimnis zu großer Macht, denn man schaffte es nur aus dem Relikt, wenn man entweder stirbt, oder man die Prüfung besteht und den Zorn und den Hass, der spezifisch auf die Person angepasst wird nutzt um aus der Kammer zu entkommen. Dies war also Dhishasems letzte Prüfung, eine Prüfung die Jahre vergingen ließ, ohne das es ihm auffiel, doch er hat es geschafft, er hat die Kammer verlassen können und war nun stärker als jemals zuvor zurückgekehrt. Dhishasem war sowohl wütend auf seinen Vater, als auch dankbar, denn nun war Dhishasem mit seinen 23 Jahren zum Lord der Sith befördert worden.

    Das Erwachen (3834-3825 VSY)


    Eine neue Macht

    Nach seiner Beförderung zum Sith Lord, verbrachte Dhishasem viel Zeit damit gegen andere Sith Lords in den Arenen der Sith Akademie auf seinem Heimatplaneten zu kämpfen, doch etwas war anders. Er sollte gegen den stärksten Sith Lord der Akademie antreten, um seine neu gewonnene Macht auf die Probe zu stellen. Sein Gegner hieß Davaris und war ein erfahrener Kämpfer, seit vier Jahren war er nun schon der stärkste der Akademie und sollte Dhishasem seine Grenzen aufzeigen. Als sie sich gegenüber standen zog Davaris sein Lichtschwert und rannte los in Richtung Dhishasem, welcher gelassen weiter an der selben Stelle stand, als Davaris ihm entgegen Sprang und mit seinem Lichtschwert ausholte um Dhishasem zu köpfen, streckte Dhishasem seine rechte Hand in Richtung des anspringenden Sith und verlangsamte ihn soweit, bis er vor ihm für einen Augenblick in der Luft stehen blieb, doch dann warf Dhishasem ihn mit einer entsetzlichen Kraft zurück in die Richtung aus der er kam und schmetterte ihn so stark gegen eine Wand, dass Teile des Gesteins zersplitterten und Davaris regungslos zu Boden viel. Er war tot. Dhishasem erkannte sich selbst kaum wieder, doch er versuchte weiterhin seine neu gewonnene Kraft zu konzentrieren. Als nächstes kamen zehn weitere Gegner in die Arena und stürmten auf Dhishasem zu, Dhishasem ging in die Knie, seine Augen leuchteten kurz gelb auf und er fasste mit seiner rechten Hand auf den Boden, augenblicklich flogen alle näher kommenden Gegner zehn Meter zurück und lagen benommen auf dem Boden. Als sie sich langsam wieder aufrappelten warf Dhishasem mit seiner linken Hand seinen Umhang nach hinten und zog mithilfe der Macht seine Doppelklinge von seinem Gürtel und fuhr sie aus. Er kämpfte schneller und stärker als er es je zuvor getan hatte und er kämpfte immer schneller und schneller bis er sich auf einmal zum nächsten Gegner teleportierte, er versuchte konzentriert weiter zu kämpfen und das gelang ihm überraschend gut, er teleportiere sich immer wieder zwischen Feinden hin und her, während sich ein dunkler Schatten hinter ihm her bewegte, keiner seiner Gegner hatte auch nur den Hauch einer Chance. Es zeigte sich schnell das sich Dhishasems Fähigkeiten in allen Bereichen deutlich verbessert haben und nun war es sein Ziel diese kontrollieren zu lernen. Er verbrachte viel Zeit in den Ruinen von Rhelg, um dort mit seiner Doppelklinge und seinen Macht Fähigkeiten gegen seinen Vater und andere Rivalen zu trainieren. Nach einem Jahr intensiven Training brachte Aargon Lord Dhishasem etwas mit in die Ruinen, etwas was in Dhishasem Zorn aufkommen ließ. Das Alte Relikt, in welchem Dhishasem sechs Jahre verbracht hatte. Es war recht groß, sah aus wie ein großer steinerner Würfel mit alten Sith Runen die eingraviert worden waren, wenn sich jemand in dem Würfel befand, so leuchteten die Sith Runen, in dieser Zeit darf niemand die Runen vorlesen, denn dann starb derjenige, der sich in dem Relikt befand. Aus diesem Grund war man auch sehr angreifbar, wenn man sich in diesem Stein aufhielt. Doch Dhishasem war entschlossen, entschlossen sich wieder in das Artefakt zu begeben und weiter zu lernen, sein Vater sollte ihm dabei assistieren und ihn per Ritual in das Relikt schicken, sowie aufpassen, dass niemand seinem Sohn von außen schaden konnte. Er war bereit, er konzentrierte sich darauf wer er war und wie er zu dem geworden ist der er nun war, dann sprach Aargon das Ritual und Dhishasems Körper viel regungslos zu Boden. Dann wachte er auf, in einem dunklen Raum, doch dieses Mal schien es so, dass er nicht in einer Gefängniszelle war, sondern stattdessen gefesselt in einer mit Fackeln übersehen Halle und wieder war er alleine. Er hing also regungslos da und wartete wer kommen mochte um ihn zu foltern. Als erstes sah er sich um, er hing Senkrecht in der Luft, die Arme nach oben fixiert und die Beine nach unten. Es gab nichts was ihn retten oder ihm helfen konnte. Seine Position war an einer Stelle, an der Normalerweise ein Thron hätte stehen können, etwas höher als im Gang und außen umstellt mit Fackeln, so dass Dhishasem im Licht der Flammen auf seine Folter wartete. Er wusste er konnte nicht durch Hunger oder Durst sterben, er wurde nur immer schwächer wenn er nichts zu sich nahm und das solange, bis er keine Kraft mehr hatte um auch nur an eine Flucht denken zu können und somit entweder verzweifelt oder getötet wird. Zwei Wochen vergingen, in denen Dhishasem unter Nahrungs und Wassermangel litt, doch plötzlich durchlief ihn ein Schatten und eine Finsternis erfüllte den Raum, wie er sie noch nie zuvor verspürt hatte. Er rief mit verzweifelter Stimme "Wer ist da?!" plötzlich kehrte Stille ein. Doch dann durchdrang ein tiefes und düsteres Lachen den Raum, ein Schatten war am Ende des Ganges zu erkennen, doch er kam nicht Näher, seine Stimme hingegen war überall. "Wieso bist du hier Sith?" dröhnte es von der gegenüber liegenden Seite mit einer Bosheit in der Stimme, dass Dhishasem gegen die Angst kämpfen musste. "Ich strebe nach Macht und hoffe sie hier zu finden" antwortete Dhishasem und wieder durchzog düsteres Gelächter den Raum. "Du bist ein naiver kleiner Schwächling, der es nötig hat Kraft durch andere zu beziehen!" Nun kam die Stimme bedrohlich näher, doch der Schatten verschwand "So wirst du niemals mächtig werden du Made". Dhishasem überdachte seine Taten und Zweifel überkam ihn, ein Zweifel ob er es nicht aus eigener Kraft schaffen konnte mächtiger zu werden. Stimme war nun hinter ihm und flüsterte: "Haha guuuut, zweifle weiter an dir, dass ist guuut." Dann verschwand die Stimme wieder und Stille nahm den Raum ein. Dhishasem wusste, dass dies das Ziel des Relikts war, ihn in den Abgrund zu treiben und aus diesem Grund versuchte Dhishasem der Skepsis, dem Hass und der Unsicherheit zu trotzen.
    Vier Monate vergingen und Dhishasem hatte kaum noch Kraft zum Denken, er hatte von der düsteren Stimme nichts mehr gehört und war seitdem völlig alleine. Er wusste nicht einmal was er tun musste um wieder zu erwachen, er war wütend, dass er wirklich so naiv war und sich wieder in den Würfel begeben hat, dass er die Zeit die er hätte mit seinem Training verbringen können sinnlos und leidend in der Gegend rumhängend verbringt, und das ohne Aussicht auf Erfolg. In diesem Augenblick entwickelte Dhishasem einen tiefer gehenden Hass, der sich nicht auf das Leiden anderer Bezog, oder auf Verlust, oder Schmerz, nein dieser Hass richtete sich gegen ihn selbst. Als ihn diese Gefühle überkamen, erloschen auf einmal die Fackeln und eine von Dunkelheit umhüllte Person stand vor ihm.
    "Nun Anwärter, sag bist du bereit zu spielen?". Gelächter erfüllte den Raum...

    Die Dunkelheit im Herzen

    Dhishasem hatte keine Ahnung, was er auf diese Frage entgegnen sollte, doch dafür fehlte ihm auch die Zeit, das dunkle Wesen verschwand wieder, danach war er allein. Ein weiterer Monat verging und Dhishasem gab sein möglichstes um dahinter zu kommen, was er tun musste, damit er endlich von diesem schrecklichen Ort weg konnte. Er dachte darüber nach, was er gesagt hat, was anscheinend das Wesen gelockt hat sich zu zeigen. Plötzlich schoss es ihm wieder durch seinen kaum durchbluteten Kopf, der Selbstzweifel, der Hass gegen sich selbst, der Zorn, die Wut, alles schoss Dhishasem schlagartig wieder in die Gedanken, doch nicht nur das, auch Vorfälle wie in dem Gefängnis auf Sullust, als sein Vater das junge Mädchen umgebracht hatte, oder die Folter seines Vaters, die er kaum noch von der wirklichen Welt trennen vermochte machten sich in seinem Kopf breit und nahmen immer mehr Aufmerksamkeit auf sich. Die Schmerzen waren kaum ertragbar, noch nie hatte er sich so unwohl in seiner eigenen Haut gefühlt. Die Wahnvorstellungen, die einfach nicht aufhören wollten, ließen Dhishasem nicht in Ruhe, sodass er wie wild anfing sich immer und immer mehr Vorwürfe zu machen, dass er Yenna damals nicht gerettet hat, oder seinen Vater nicht vor der Folter und dem Tod bewahren konnte. In diesem Moment zog Dhishasems Zorn das dunkle Wesen wieder hervor, Dhishasem konnte allerdings nur vereinzelte Töne wahr nehmen, denn die Fackeln waren immer noch aus und seine Sicht war durch die Benommenheit aufgrund von Nahrungsmangel eingeschränkt. Doch dann hörte er die Stimme wieder aus einiger Entfernung sagen: "Nun Dhishasem, willst du hier wirklich sterben?". Düsteres Gelächter umhüllte Dhishasem und er war in diesem Augenblick so wütend wie er es in der Zeit, die er bereits dort verbracht hatte noch nie gewesen war. Er schrie das Wesen an:" Zeig dich endlich du Feigling! Wer bist du?!" Das Wesen antwortete nicht, doch es musste direkt vor ihm stehen, denn Dhishasem spürte seinen Atem im Gesicht und ein Schauer lief ihm über den Rücken. "Du willst wissen wer ich bin?" plötzlich flammten die Fackeln wieder auf und Dhishasem sah ihn, und traute seinen Augen nicht, er sah sich selbst genau vor sich stehen.
    Verwirrung stieg in ihm auf und er stand unter Schock, was war das, ein Klon? Warum konnte er sein absolutes Ebenbild vor sich sehen?
    "Um auf deine Fragen zu antworten, die dir gerade durch den Kopf gehen, ich sehe aus wie du, weil ich du bin, dein dunkles Ich, dein starkes Ich, dein zukünftiges Ich." Er setzte sich seine Kapuze auf, fing an zu lachen und wandte Dhishasem den Rücken zu. Dhishasem glaubte zu verstehen was in der Kammer in der er sich befand vorging, er begann die darin enthaltene Lektion zu verstehen, auf seinem unermesslichen Weg nach Macht würde er zu dem werden was er vor sich sah und das durfte nicht passieren, er musste seinen Schatten vernichten. Auf einmal lösten sich seine Fesseln und Dhishasem fiel zu Boden. Er war nun wieder frei, zumindest was seine Bewegungen anging. Qualvoll versuchte Dhishasem sich aufzurichten und suchte nach seinem Laserschwert an seinem Gürtel, doch natürlich war es nicht da. "Suchst du das hier?" Sein Ebenbild drehte sich wieder zu ihm und warf Dhishasem sein Schwert zu. "Zeig mir ob du es verstanden hast", er zog seine rote Doppelklinge und Dhishasem die seine. Der Kampf begann und Dhishasem versuchte seine gesamte Kraft in Anspruch zu nehmen die ihm noch geblieben ist, doch das war nicht genug, denn er hatte es mit einer Übermacht zu tun. Sein dunkles Ich warf ihn gegen Wände, schleuderte Blitze auf seinen Körper und fügte ihm immer wieder leichte Verletzungen mit seinem Lichtschwert zu. Die Wut in Dhishasem brannte, doch das half ihm nicht weiter, denn die Wut seines Gegenübers schien um einen beträchtliches Ausmaß höher zu sein. Dann setzte sein Schatten dem Kampf ein Ende und warf Dhishasem gegen eine der großen Fackeln, sodass er regungslos zu Boden fiel. Als sein Feind immer näher kam rappelte Dhishasem sich mit aller Kraft wieder auf und schaute seinen Schatten an, welcher sagte: " Na komm ist das schon alles? Vernichte mich, zeig mir wer der stärkere ist! Worauf wartest du?!". Doch in diesem Moment warf Dhishasem sein Lichtschwert weg, das in dunkel gehüllte Wesen schaute verwirrt dem Lichtschwert hinterher und anschließend wieder zu Dhishasem, der erklärte: "Du bist ich und ich bin du, wir sind die selbe Person, weder gut noch Böse wir zusammen ergeben ein Ganzes, es macht also keinen Sinn gegen dich zu kämpfen wenn du ein Teil von mir bist, also tu was du tun musst, aber ich werde meine Klinge nicht weiter gegen mich selbst richten!". Plötzlich fing seine zweite Hälfte an in einem düsteren Ton zu lachen und zog seine Waffe ein. "Endlich hast du verstanden worum es geht..." Als er dies sagte verschwand er langsam in Dhishasem, wie ein Sturm der in ihn eindrang und Dhishasem ein unglaubliches Gefühl von Macht verlieh.
    Dann wachte Dhishasem ein weiteres Mal auf...


    Die Lehren des Toten (3825 VSY)


    Die Fabrik

    Dieses Mal viel es Dhishasem deutlich schwerer seine Gedanken zu sortieren, er war zwar genauso wie das letzte Mal erfolgreich aus der Kammer wiedergekehrt, aber dennoch fühlte er sich besonders schwach und zerbrechlich. Er gab sein Bestes um sich langsam aufzurappeln und schaute sich um, um seinen Vater zu sehen, doch stattdessen sah er überall Leichen rum liegen, seine Sicht war noch etwas eingeschränkt, deswegen war er nicht absolut sicher was er da sah, doch es sah so aus als würden überall auf dem Boden Sith mit der gleichen Maske liegen. Die Masken sahen aus wie gewöhnliche Helme von Söldnern, waren es wirklich Leichen von Söldnern die überall in den Ruinen lagen? Dhishasems Sicht wurde immer und immer besser und tatsächlich, in den Ruinen wimmelte es nur so von Söldner und sogar der ein oder anderen Sith Leiche. Er war überzeugt, sein Vater musste sie alle getötet haben um ihn zu verteidigen, doch wo war sein Vater? Nachdem er einiger Maßen seine kognitiven Fähigkeiten zurück erlangt hatte machte er sich so schnell wie möglich auf den Weg zur Akademie, die 8 Km entfährt war. In der Abenddämmerung kam Dhishasem mit letzter Kraft bei der Akademie an und wollte erstmal durch eine Mahlzeit und genügend Wasser wieder zu ausreichenden Kräften kommen. Er fühlte sich wieder einigermaßen bei Kräften und erkundigte sich ob irgendjemand wisse wo sich sein Vater aufhielte, doch niemand wusste auch nur irgendetwas, bis plötzlich der Aufseher der Akademie Dhishasem zu sich hoch rief. Der Name des Aufsehers war Lord Vescus, er und Dhishasems Vater kannten sich, da sie früher zur selben Zeit in der Akademie ausgebildet wurden. Mit bedrückter Miene und leicht zu Boden schauend erklärte Vescus dem eben erwachten Dhishasem, dass sein Vater vor einigen Jahren entführt wurde und man seitdem nichts mehr von ihm gehört hat. Dhishasem war verwirrt, warum wurde er entführt und wer hat dann die ganzen Angreifer bei dem Relikt vernichtet? Vescus fragte Dhishasem wo er die letzten neun Jahre gewesen sei und wie er nicht wissen konnte das sein Vater entführt wurde. Neun Jahre, Dhishasem war wie gelähmt, es kam ihm gar nicht so lange wie das letzte Mal vor und jetzt waren es sogar noch drei Jahre länger als das letzte Mal? Für Dhishasem stand fest, er musste seinen Vater finden und befreien, dass war er ihm auf jeden Fall schuldig, doch wo sollte er mit der Suche beginnen? Er erinnerte sich, dass es ein spezielles Ritual gab, welches einem Sith helfen konnte Blutsverwandte in der Galaxis zu lokalisieren, solange sie noch am Leben waren. Dhishasem wagte einen Versuch und begab sich in die Gräber Rhelgs, in denen er das Ritual vorbereitete. Nach drei Stunden intensiver Meditation wusste Dhishasem wo er suchen musste und nicht nur das, er wusste auch das sein Vater noch lebte. Ein Stein viel ihm vom Herzen. Er machte sich auf den Weg zum Hangar, wo bereits das Schiff seines Vaters auf ihn wartete. Es war ein Abfangjäger der Fury Class, dieses Schiff war unter den Sith sehr beliebt und beinahe jeder Lord verfügte über ein solches Schiff, so auch Dhishasems Vater. Er ging an Bord und sah sich um, es sah so aus, als wäre lange Zeit keiner darin gewesen, alles war verstaubt und auch die Energie Reserven des Schiffes schienen beinahe aufgebraucht zu sein. Er versuchte den Antrieb zu starten und eine riesige Staubwolke schoss aus dem Antrieb. Er brachte alle Systeme zum laufen und hob ab. Über Rhelg gab er die Koordinaten für das System ein, auf dem sein Vater gefangen gehalten werden musste. Es war der Sandplanet Tatooine. Dhishasem hatte zwar schon viel über diesen Planeten gehört, doch leider nichts gutes, es war ein Planet, der bekannt für Schmuggler, Piraten und jede Menge anderer Gangster war. Nachdem er auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt hatte und etwas Zeit für sich hatte, ging er in seine Kabine und setzte sich auf sein Bett. Neun Jahre sind tatsächlich vergangen, seitdem Dhishasem das letzte Mal wach gewesen ist, er war nun 32 Jahre alt, für ihn stand fest niemals wieder in das Relikt zu gehen, da er sonst noch sein ganzes Leben vergoldete. Zwei Stunden lang meditierte Dhishasem, bis er plötzlich einen Ruck wahr nahm. Er war wohl endlich angekommen. Er landete ein wenig Abseits von Mos Ila, nahe den Koordinaten die er für den Aufenthaltsort seines Vaters ausfindig gemacht hatte. Auf Tatooine waren bereits die zwei Sonnen untergegangen, die Nacht brach herein. Zielstrebig eilte Dhishasem zu den Koordinaten, die mitten in der Wüste Tatooines lagen, er stand nun vor seinem Ziel, einem riesigen Gebäude, mitten in der Wüste, welches in eine Reihe von Felsen gebaut worden war, wie eine riesige Festung. Er fragte sich in diesem Augenblick wie er das Gebäude übersehen konnte, doch er fand sich damit ab und suchte den Haupteingang. Dort angekommen viel ihm auf das dieser verriegelt war, er fand eine große Schwere Tür vor sich, früher wäre es eine Herausforderung gewesen diese zu öffnen, doch mittlerweile genügte eine Bewegung mit der Hand nach oben, während er die Tür mit der Macht im Griff hielt und ohne Probleme fuhr die Tür nach oben. Die schwarze Kapuze aufgesetzt und seine Waffe griffbereit betrat er das leer wirkende Gebäude. Es war dunkel und er hörte nur den aufkommenden Sandsturm der gegen das Gebäude prasselte. Ruckartig blieb er stehen und zog seine Waffe, er hatte etwas gehört und damit lag er richtig, die Deckenbeleuchtung ging an und um ihn herum versammelten sich schnell alle möglichen Kopfgeldjäger, Söldner und sogar Sith. Er war umstellt und betrachtete seine Feinde, die ihre Waffen bereits auf ihn richteten. Einige vor ihm machten Platz für eine Person die zwischen ihnen immer näher kam. Es musste der Anführer sein dachte sich Dhishasem und wartete gespannt auf das Gesicht, welches er gleich sehen würde. Doch als er es sah war es wie ein Schlag ins Gesicht. Es war sein Vater der vor ihm stand. Dhishasem war der Schock sichtlich ins Gesicht geschrieben. sein Vater blieb neben seinen Soldaten stehen, grinste und sagte: " Willkommen, mein Sohn...".

    Die Wahrheit

    Die Situation war enorm angespannt, denn Dhishasem dachte sein Vater wäre ein Gefangener und würde gefoltert werden oder des gleichen, doch stattdessen findet er seinen Vater vor, der Anführer einer Söldner Armee ist und ihn jetzt sogar bedroht. Dhishasem verstand nicht was dieses ganze Theater sollte und fragte seinen Vater auch genau das. Dieser erklärte Dhishasem etwas was ihn schockierte. Sein Vater hatte bereits einmal Zwillinge von einer anderen Frau, die er großzog und trainierte, denn er verfolgte eine bestimmte Absicht. Er war wie besessen von einem Relikt, welches er auf Ziost gefunden hatte. Er studierte lange Zeit die Funktion dieses Relikts, doch er hatte nie den Mut selbst hinein zu gehen, nachdem er herausfand was es anrichten konnte. Viele dachten im laufe der Jahre es sei eine Art Gedankenfalle, die die "Eindringlinge" prüft und trainiert und zu stärkeren Sith machte, doch das stimmte nur zum Teil. Dhishasem hatte aus eigener Erfahrung selbst gemerkt, dass dieses Relikt einem zu großer Macht verholfen konnte, doch dies war nur ein positiver Nebeneffekt, der eigentliche Sinn bestand, so wie sein Vater entdeckt hatte darin, dass der große Runen besetzte Würfel etwas in sich verbarg, etwas, was laut den Sagen große Macht verleihen würde und nur der jenige, der die Prüfung im Innern des Artefakts besteht, wäre in der Lage nachdem er raus käme die leuchtenden Insignien zu lesen, sodass sich das Relikt mit dem darin enthaltenden Inhalt öffne und sein Geheimnis demjenigen preisgibt.
    Die Zwillinge, die Aargon bereits vor Dhishasem als seine Söhne bezeichnet hat, obwohl es gekaufte Akolythen waren, versagten beide in der Kammer und ihre Geister kehrten niemals wieder in ihre Körper zurück, Aargon hatte sie also indirekt umgebracht. Er bediente sich die folgenden Jahre immer wieder an Sith Lehrlingen von der Akademie und arbeitete dabei mit Aufseher Vescus zusammen, insgesamt starben dabei 17 Schüler innerhalb von vier Jahren. Dann trat Dhishasem in die Welt und sein Vater steckte seine ganze Hoffnung in Dhishasem. Er bildete ihn so wie seine vorigen Kinder persönlich aus, doch dieses Mal auf eine grausamere Art und Weise, wodurch er hoffte das Dhishasem die Prrüfung eines Tages bestehen würde. Da Dhishasem nun nach neun Jahren ein weiteres Mal aus dem Relikt zurückgekehrt war, musste er den Test bestanden haben. Dhishasem verlangte zu wissen warum Aargon ihn unbedingt ein zweites Mal in das Relikt schicken wollte. Er entgegnete, dass Dhishasem durch seinen ersten Besuch in der Kammer bereits eine große und beinahe schreckliche Macht besaß und ihm das gefährlich hätte werden können, abgesehen davon hatte er gar nicht vorgesehen Dhishasem über sein hinterhältiges Geheimnis zu informieren, er wollte einfach die Runen des Steins vorlesen und Dhishasem darin umbringen, doch er tat es nicht selbst, er schickte eine Bande von seinen Söldnern und Sith Anhängern in die Ruinen von Rhelg, sie sollten diese Aufgabe erfüllen, doch wie Aargon später erfuhr verteidigte das Relikt Dhishasem, denn als die Inschriften vorgelesen wurden, tötete es offensichtlich nicht Dhishasem, sondern alle anderen die sich um das Relikt versammelt hatten. Das geschah vor knapp acht Jahren, die Leichen lagen da immernoch, da das Relikt anscheinend die Seele und den Geist der Opfer tötet, doch nicht den Körper, so dass dieser normal weiter altert und irgendwann zerfällt. Aargon wollte also unbedingt das was in dem Artefakt enthalten war, auch wenn er nicht spezifisch wusste was es ist. Er musste warten bis Dhishasem endlich wieder in seinen Körper zurückgekehrt war, oder aber im Relikt selbst umkam, nun war es soweit, sein Sohn stand vor ihm und er hatte freie Bahn das Geheimnis zu lüften, welches er seit so langer Zeit und unter zahlrreichen Opfern verfolgt hatte. Dhishasem aber brannte nahezu vor Wut und das Gebäude um ihn herum fing an zu beben. Noch niemals zuvor hat ihn jemand derart enttäuscht und verraten wie es sein Vater getan hat. Auch wenn Dhishasem das Lichtschwert zwischenzeitig abgenommen wurde, so genügten seine Machtkräfte mit Abstand um mit seinen Feinden fertig zu werden. Sein Umhang begann in einem aufkommenden Wind zu wehen, das Dach des Gebäudes bröckelte nach und nach weiter ab, während der Sandsturm draußen weiterhin tobte. Dhishasem streckte seine Arme aus und begann seine Hände zu schließen. In dem Moment leuchteten seine Augen gelb auf und jeder, absolut jeder bis auf sein Vater befand sich zur selben Zeit in Dhishasems Würgegriff. Der Zorn verlieh ihm unglaubliche Stärke, er schloss seine Hände und warf einen jeden gegen die umliegenden Wände, jeder von ihnen fiel gleichzeitig tot und regungslos zu Boden. Er sah zu seinem Lichtschwert rüber und zog es mithilfe der Macht in seine rechte Hand, nun wahren nurnoch Dhishasem und sein Vater übrig, und standen sich im Sandsturm und der auseinander fliegenden Fabrik gegenüber. Die Felsen in die die das Gebäude gebaut war, lösten langsam ihre Halterungen, die die Halle stabil hielten. Beiden war bewusst, dass das Gebäude durch Dhishasems Machtdemonstration und dem dazu kommenden Sandsturm gleich zusammenbrechen würde und so entschieden sie beide intuitiv zu fliehen und ihren Showdown an einem anderen Ort vort zu führen und beide wussten wo. Die Frage die sich nun beide stellten war, wer würde zuerst in den Ruinen auf Rhelg ankommen?


    Eine große Verantwortung

    Dhishasem rannte zu seinem Schiff, hinter sich die zusammen brechenden Trümmer der großen Fabrik und immer noch gejagt vom Sandsturm der nicht nachließ. Von Aargon war seit der Flucht keine Spuhr mehr und Dhishasem malte sich in seinem Kopf die schlimmsten Szenarien aus, was passieren könnte wenn sein Vater vor ihm das Relikt öffnete. Als er gerade an seinem Schiff ankam sah er Laserschüsse an sich vorbei fliegen, er zog augenblicklich sein Lichtschwert und werte alle Schüsse so gut es ging ab, denn er konnte niemanden sehen, der auf ihn schoss. Er versuchte rückwärts langsam zu seinem Schiff vorzurücken, doch nun verteilten sich die Gegner um ihn herum und die Schüsse kamen von überall. Es waren weitere Söldner seines Vaters, die versuchten ihn am abreisen zu hindern, doch Dhishasem musste unbedingt vor seinem Vater auf Rhelg sein, sodass er sich entschloss seine neu gelernte Fähigkeit zu testen, die er nach dem ersten Aufenthalt in dem Relikt erlernt hatte. Die Schattenbewegung, bei der er sich zu gewollten naheliegenden Orten teleportieren konnte. Durch die Macht nahm er in etwa war, wo sich die Feinde befinden mussten und so teleportierte er sich direkt zu ihnen und streckte einen nach dem anderen nieder, bis er aufeinmal ein kurzes Bild im Kopf wahrnahm. Eine schwarze Kapuze, mit einer knöchernden weißen Maske. Er war verwirrt und wurde am rechten Arm von einem Schuss getroffen, augenblicklich zog er sich weiter in Richtung seines Schiffes zurück, doch kurz bevor er dort war, sah er eine Rakete direkt auf sich und sein Schiff zu fliegen, er streckte seinen rechten Arm aus um die Rakete mit der Macht aufzuhalten, doch er verspührte plötzlich einen stechenden Schmerz und somit explodierte die Rakete direkt vor ihm. Durch die Explosion wurde Dhishasem rückwärts in sein Schiff geschmettert, doch es gelang ihm gerade noch so im zurückfliegen mit seinem linken Arm die Luke seines Schiffes zu schließen. Er prallte gegen die Wand des Schiff Eingangs und sah nurnoch schwarz vor Augen, er taumelte benebelt und verletzt zu seinem Cockpit und nahm Kurs auf Rhelg, dann kippte er um und wurde bewusstlos.
    Er erwachte aber recht schnell wieder, was er daran sehen konnte, das er nach wie vor in Lichtgeschwindigkeit reiste. Er schleppte sich in die Krankenstation, doch der zuständige Droide war außer Betrieb und die Vorratskammern mit den Arzneimitteln waren leer. Ihm blieb keine andere Wahl, er musste es anscheinend in diesem Zustand mit seinem Vater, einem der mächtigsten Sith Lords die er kannte aufnehmen. Kurze Zeit später kam Dhishasem auf Rhelg an und er machte sich nicht die Mühe um im Hangar zu landen, sondern er landete knapp neben den Ruinen. Als sich die Ausgangsschleuse öffnete wurde Dhishasem mit einem kräftigen Machtschub gegen die Wand seines Schiffs geschleudert. Er sah benommen hoch und ganz wie er es befürchtet hatte, sein Vater erwartete ihn bereits. Angestrengt und unter Schmerzen stand Dhishasem wieder auf und zog seine Waffe, jedoch nur mit halber Kraft, da sein rechter Arm durch den Schuss schwer verletzt worden war. Aargon fing an zu lachen, nahm Dhishasem in den Machtgriff und schleuderte ihn gegen das Relikt, auf dem die Innenschriften bereits violett leuchteten. Dhishasem war hoffnungslos unterlegen gegen seinen Vater, zumindest in diesem Zustand, doch er hatte keine Ahnung was er seinem Vater entgegen setzen konnte. Aargon, der nun auch sein orange-schwarzes Lichtschwert zog, kam grinsend auf Dhishasem zu und schmetterte Blitze auf ihn. Dhishasem schrie auf vor Schmerz, während sein Vater am lachen war und sich über seinen Triumph erfreute. Anschließend stach er Dhishasem mit seinem Schwert in die Rippen, sodass Dhishasem kurz vor dem Sterben lag. Zwei Kopfgeldjäger kamen mit Jetpacks angeflogen und stellten sich hinter Aargon auf, alle drei schauten auf Dhishasem hinab, der mit letzter Kraft versuchte an einen Stein angelehnt bei Bewusstsein zu bleiben. Sein Vater erklärte ihm, dass er erst sterben durfte, wenn er mit eigenen Augen gesehen hatte, wie sein Vater das Relikt öffnete und die darin enthaltene Macht an sich nahm. Dhishasem konnte darüber kaum nachdenken, doch er versuchte zu seinem Vater rüber zu schauen, der nun immer weiter auf den leuchtenden Würfel zuging, er laß die Runen vor und plötzlich hörte man ein Knacken, als wäre ein großer schwerer Stein zerbrochen. Ein violetter Schein, der vermutlich zuvor von Innen für die Farbe und das Licht der Runen verantwortlich war, war deutlich in dem aufgebrochenen Relikt zu erkennen. Verdutzt hob Aargon einen weiteren Würfel von dem das Licht ausging aus dem Artefakt und noch bevor er es sich genauer anschauen konnte, wurde es von Dhishasem wie von einem Magneten angezogen. Nun hatte Dhishasem den machtvollen Inhalt auf seinem Schoß liegen, es war ein violett leuchtendes Datacron.
    Er war skeptisch was das zu bedeuten hatte, dass Datacron war vermutlich von einem mächtigen Sith Lord gewesen sein, doch warum flog es nach der Öffnung direkt auf ihn zu? Aargon eilte zu Dhishasem, um ihm das Datacron zu entwenden, genauso wie seine zwei Wachen, doch Dhishasem streckte mit letzter Kraft nocheinmal seine linke Hand aus um die zwei Söldner weg zu stoßen, doch dann geschah etwas womit keiner gerechnet hatte. Aus den Körpern der Söldner strömte etwas machtvolles hinaus und ging stattdessen in Dhishasems Brust über. Anschließend vielen ihre Körper regungslos zu Boden und noch bevor Aargon oder Dhishasem verstehen konnten was gerade geschah, heilten Dhishasems Wunden in einer erstaunlichen Geschwindigkeit. Aargon zog erneut sein Lichschwert, lief hin und her und schaute Dhishasem dabei finster an. Auch Dhishasem war nun wieder in der Verfassung aufzustehen, er zog sein Lichtschwert zu sich heran, und machte sich zum Kampf bereit. Vater und Sohn stürmten aufeinader zu, um um etwas zu kämpfen, von dem beide keine Ahnung hatten was es überhaupt war, doch sie haben beide sehen können wie Dhishasem anscheinend zwei Söldnern das Leben mithilfe des Datacrons ausgesaugt hat und es für sich nutzbar machte. Es war ein erbitterter Kampf, denn keiner der beiden wich zurück oder ließ auf irgendeine Weise nach. Dann sprang Aargon über seinen Sohn und rannte auf das am Boden liegende Datacron zu, doch in diesem Augenblick drehte Dhishasem sich um, packte seinen Vater mit der Macht und schleuderte ihn mit Kraft gegen einen Fels der Ruinen. Das Lichtschwert seines Vaters viel zu Boden, wo auch er benommen lag. Dhishasem ging zurück zum Datacron und hob es auf, in diesem Moment sah er Bilder im Kopf, die ein Ritual erklärten, es war schwierig alles zu erkennen, da die Bilder in rasanter Geschwindigkeit seinen Kopf durchliefen, doch es genügte für eine Sache. Dhishasems Vater kroch währenddessen zu seinem Lichtschwert, rappelte sich auf und sprang mit ausgeholter Waffe auf Dhishasem zu. Dhishasem drehte sich überraschend schnell um und wiederholte die Bewegung, die er kurzzeitig im Datacron gesehen hatte er hörte einen letzten schmerzerfüllten Schrei, doch dann viel der leblose Körper seines Vaters vor seine Füße. Er hatte ihn getötet, seinen eigenen Vater. Verdutzt und überanstrengd hob Dhishasem sein gerade erhaltenes Datacron auf, und er erkannte was dieses Datacron beherbergte. Es war eine Macht, eine Macht die einem Sith vor vielen Jahren zu einem der mächtigsten Sith Lords der Geschichte gemacht haben musste. Er hatte sie anscheinend in diesem Datacron festgehalten und gegen unbefugte verteidigt, indem er das Relikt um die Informationsquelle erschuf. Dhishasem hielt die Macht, das Leben aus lebenden Organismen zu entziehen und für sich selbst zu nutzen in der Hand und damit eine große Verantwortung.


    Das Streben nach Wissen (3825-3789 VSY)


    Die Rache der Verlorenen

    Dhishasem zog sich erstmal eine Weile in abgelegende Teile Rhelgs zurück um mit der ungeheuren Macht über die er nun verfügte klar zu kommen und sie zu studieren. Er war fasziniert von der Fähigkeit das Leben anderer für sich nutzbar zu machen, außer Frage stand selbstverständlich das dies eine Fähigkeit war, die niemals leichtsinnig verwendet werden darf, da sie gegen die Natur verstößt und zu großer Abhängigkeit führen kann, wenn man sich davon nicht ausreichend distanzierte. Er schaute sich die Rituale im Innern des Dtacrons immer und immer wieder an und versuchte zu erlernen wie er seinen Vater und die beiden Söldner mithilfe des Rituals töten konnte. In Höhlen übte er diese Rituale an kleinen Lebensformen wie beispielsweise an Ratten. Es war nicht gerade einfach diese Macht nutzbar zu machen, da sie ein hohes Maß an Anstrengung benötigte, wenn man diese Fähigkeit zu oft hintereinader nutzen würde, könnte der Körper dem nichtmehr stand halten und man würde selbst beim praktizieren sterben. Der Würfel verbarg allerdings nicht nur die Fähigkeit das komplette Leben aus anderen Organismen zu saugen, sondern auch wie man dem Gegner bei einem Kampf die Energie abzapfen konnte, um ihn zu einer frühzeitigen Erschöpfung zu bringen, allmählich verstand Dhishasem warum der Sith sein Wissen unter solchem Verschluss hielt. Gerüchten zufolge soll er sogar mal in der Lage gewesen sein die Lebensenergie eines ganzen Planeten und die der darauf lebenden Wesen zu entziehen, unglaublich was das für eine Macht erforderte, eine Macht die Dhishasem niemals erreichen wollte. Zwei Jahre vergingen, in denen sich Dhishasem zurückgelegen in der Natur Rhelgs aufhielt und immer mal wieder neue Übungsplätze suchte. Mit seinen 34 Jahren war Dhishasem zwar noch ein recht junger Sith, doch allmählich wurde es Zeit zum Imperium zurück zu kehren und endlich seine Pflicht als Sith Lord zu erfüllen, nämlich dem Imperium zu dienen und sich am Kampf gegen die Republik und die Jedi zu beteiligen. Eine Sache gab es aber noch die Dhishasem vorher erledigen wollte, bevor er Rhelg verließ. Sein Vater hatte ihm in der Fabrik auf Tatooine erklärt, dass er Jahre lang mit Aufseher Vescus zusammen gearbeitet hat, um mit seiner Hilfe Sith Schüler dem Relikt zu opfern. Nun Dhishasems Vater war tot, doch er verspührte in sich einen unglaublich starken Drang nach Vergeltung, er vermutete das dieser Drang womöglich von den Toten Schülern ausging, deren Leben nach erstmaligem Gebrauch des Datacrons an ihn übergegangen sind. Da er das Ritual noch nicht vollkommen unter Kontrolle hatte, gab es anscheinend noch einige Nebenwirkungen, wie beispielsweise die Gedanken Übertragung der verstorbenen, sodass diese teilweise in Dhishasems Kopf weiter lebten, bis er diese Macht vollkommen unter Kontrolle hatte. Er fügte sich dem Willen der Toten und akzeptierte ihren Wunsch nach Vergeltung. Also machte er sich auf den Weg zu seinem Schiff und flog zurück zur Sith Akademie wo der Ahnungslose Aufseher bereits auf ihn wartete.
    Dort angekommen wurde er von einem bedrückten Gesicht in Empfang genommen, von Vescus persönlich. Er teilte Dhishasem sein Bedauern über den Tod seines Vaters mit und das es Dhishasem nicht rechtzeitig geschafft hatte ihn zu retten, doch seine Leiche wurde in dem Khrul-Wald entdeckt auf der anderen Seite des Planeten. Dhishasem wusste wie sein Vater getötet wurde und auch wo seine Leiche lag, doch anscheinend wusste der Aufseher nicht wie sein alter Freund in den Tod gefunden habe, doch er wusste gewiss wo seine Leiche entdeckt wurde, ihm war es wahrscheinlich nur zu heikel darüber zu sprechen, denn das wonach er seit Jahren genau wie sein Vater gestrebt hat war nun fort und er wusste nicht wo es war. Vescus lud Dhishasem zu einem Drink auf seinen Vater in sein Büro ein, Dhishasem willigte ein, wohl wissend das dies der letzte Drink des Aufsehers sein würde. In seinem Büro angekommen schenkte Vescus Dhishasem ein und erhob das Glas auf seinen Vater, dann exte er das Glas und wollte den Raum zügig verlassen, mit dem Vorwand er habe noch viel zutun, doch während Dhishasem genüsslich sein Glas austrank, schloss er mit seiner rechten Hand die Tür aus der der Aufseher gerade raustürmen wollte. Protestierend schlug dieser gegen die verschlossene Tür und drehte sich dann um.
    "Wie konntest du es wagen Aargon, deinen eigenen Vater zu töten! Du jämmerlicher kleiner Sith Abschaum!" warf ihm Vescus vor. Dhishasem der gerade sein Glas auf den Tisch stellte und seinen Umhang abnahm entgegnete: " Du und er haben sich Jahre lang gegen mich und andere Sith verschworen, nur wegen dieser Macht die sich in dem Relikt befand getrieben von der Gier habt ihr nun schlussendlich versagt." Vesucus schaute Dhishasem wutentbrannt an und brüllte: " Wo hast du es versteckt?!" Dhishasem nahm sein Lichtschwert von seinem Gürtel und erwiderte: "Das werde ich euch sagen, sobald ihr mich besiegt habt. Nun seid ihr am Zug Vescus!". Dhisasem fuhr dabei seine Doppelklinge aus woraufhin Vescus ebenfalls sein Schwert zog und Dhishasem angriff. Lord Vescus hatte sein Amt nicht einfach so erhalten, er war einer der besten Kämpfer die die Akademie zu bieten hatte, doch er war Dhishasems Lichtschwertkünsten nicht gewachsen, auch wenn Dhishasem den ein oder anderen Schlag einstecken musste. Er wollte die Gelegenheit nutzen um die zweite Fähigkeit des Rituals zu testen und wandte diese auch direkt an, Vescus Kraft Schwund in einem rasanten Tempo, so dass dieser bald kaum noch in der Lage war aufrecht zu stehen geschweige denn zu kämpfen. Dhishasem kostete diese neue Macht bis zum geht nicht mehr aus, bis Vescus letztendlich jämmerlich am Boden liegend vor sich hin wimmerte und kaum noch Kraft zum Atmen hatte. Er bettelte Dhishasem an sein Leiden zu beenden, welcher letztendlich einwilligte und die restliche Lebensenergie seines Opfers verzehrte. Über seine Leiche tretend nahm Dhishasem noch einen Drink, sagte dabei: "Auf die Toten!" und verließ grinsend das Büro des ehemaligen Aufsehers...

    Ein Sklave des Verstands

    Dhishasems Rache war nun also getilgt worden, mit dem Tod des Aufsehers hatte Dhishasem seine Zeit des Strebens nach einem mächtigeren Selbst vorerst beendet und wollte sich wieder dem Imperium widmen, doch ganz so einfach war das nicht, denn er hatte das Oberhaupt einer Akademie getötet und das blieb nicht unbemerkt. Die Regeln besagten, dass wenn jemand das Oberhaupt einer Akademie tötet, er seinen Platz einnehmen muss, oder vor ein imperiales Strafgericht gestellt wurde, was den Tot hieße. Dhishasem war nicht nach einer ständigen Flucht vor seiner eigenen Fraktion und einem Leben im Exil, daher entschied er sich der neue Aufseher der Akademie zu werden, solange er dort gebraucht werden würde. Er meldete sich bei dem Sith General Zulko auf Dromund Kaas, erklärte ihm grob die Situation und wurde anschließend wieder nach Rhelg entsandt um dort wie geplant als Aufseher zu fungieren. Dhishasem mochte seinen Beruf, denn er durfte Sith Schüler ausbilden, um sie zu Soldaten für den Krieg zu machen und um im Geheimen weiter mit seinem Datacron zu lernen. Viele Jahre vergingen und Dhishasem viel etwas an sich selbst auf, er alterte nicht, er blieb weiterhin in dem Alter, in dem er seinen Vater und die beiden Söldner getötet hatte, er sah also nach wie vor aus wie 32 obwohl er mitlerweile beinahe doppelt so alt war, denn bald endete sein 63 Lebensjahr. Dhishasem hatte zwischenzeitig aufgegeben von dem Planeten runter zu kommen und für das Imperium zu kämpfen, da er sich mit der Zeit an seine Tätigkeiten gewöhnt hatte. In den vergangenen Jahren hat Dhishasem umdie 1000 Lehrlinge unterrichtet und ihnen die Wege der Macht gezeigt und ist zu einem anerkannten Ausbilder auf Rhelg geworden. Er nutzte die Zeit selbstverständlich auch um selbst zu üben, sowohl mit der Doppelklinge als auch mit seinen Machtfertigkeiten, doch er brauchte sie nie wirklich, anfangs frustrierte ihn das sehr, da er ein junger Sith gewesen ist, der den Kampf gesucht hat und unbedingt seine Fähigkeiten unter Beweis stellen wollte, doch mit dem Alter wurde Dhishasem weiser und auch mächtiger und erkannte, dass die Stärke eines Kämpfers nicht im Kämpfen selbst lag, sondern in der Entscheidung es nicht zu tun.
    Eines Tages, an dem Dhishasem meditierte um mit sich selbst ins Reine zu kommen wurde er mitten in seiner Meditation von Stimmen geweckt, welche immer wieder seinen Namen flüsterten. Skeptisch machte er die Augen auf und schaute sich um, doch er war allein, allein bei dem Grab seines Vaters umstellt von Fackeln und niemand war dort den er hätte hören können, also schloss er wieder seine Augen. Doch die Stimmen gingen nicht weg, sie kamen immer näher und aufdringlicher an ihn heran geschlichen, bis Dhishasem nicht mehr sicher war, ob das alles vielleicht nur Einbildung war. Als die Stimmen die These, dass das alles bloß Einbildungen waren verneinten wurde Dhishasem bewusst, dass die Stimmen nicht real sein konnten, sondern aus seinem Kopf kommen mussten, was ihn nur noch mehr irritierte, denn was zum Teufel geschah mit ihm? Es waren zwei Kinderstimmen die er hörte, doch er konnte nicht zuordnen diese bereits einmal gehört zu haben. Er hatte in den letzten Jahren viele Kinderstimmen gehört, aber diese kamen ihm nicht bekannt vor. Nach weiteren Meditationen, stellten sich die beiden Kinderstimmen vor, es waren Jungs, die Lurox und Yultu hießen, doch noch immer hatte Dhishasem keine Ahnung wer sie waren, bis sie erwähnten, dass sie Zwillinge seien. Dhishasem war sofort klar, dass dies vermutlich die Zwillinge sein mussten, von denen sein Vater berichtet hatte, die nie wieder aus dem Datacron rauskamen und vermutlich bis heute darin gefangen sind. Zumindest solange bis Dhishasem es das erste Mal verwendet und somit ihre Überbleibsel in sich aufgesaugt hat. Er verstand dennoch nicht was genau sie von ihm wollten und versuchte in seinen Gedanken mit ihnen zu kommunizieren, doch sie schwiegen. Von diesem Tag an wusste Dhishasem endgültig, dass die Leben die in dem Datacron entahlten waren, nun alle auf ihn übergegangen sind, die Frage die er sich nun stellte war, ob seine toten Halbbrüder die einzigen waren, die sich in seinem Verstand zu Wort melden konnten, oder ob er demnächst noch viel schlimmeres zu erwarten hatte...


    Der Verrat

    Wie Dhishasem befürchtet hatte, waren die Zwillinge nicht die Einzigen, die in dem Datacron gefangen gewesen sind, bei weitem nicht. Nachdem das Datacron versteckt wurde und Dhishasem es öffnete vergingen nach Dhishasems Rechnung einige hundert Jahre, in dieser Zeit hat das Datacron sich offensichtlich selbst verteidigt und alle, die durch das Relikt in den Tod gefunden haben waren in dem Datacron gefangen gewesen, da es keinen Organismus gab, der die Lebensjahre der Toten hätte in sich aufnehmen können. Dadurch das Dhishasem so unüberlegt gewesen ist und das Datacron halbwegs versehentlich gegen seinen Vater und die Angreifer eingesetzt hatte, wurden alle Lebensjahre der Verstorbenen auf ihn übertragen, da er der Erste war, der es öffnete. Das Problem aber nun war, dass Dhishasem auch Teile ihrer Geister in sich aufgenommen hat, die nun immer mehr anfingen Dhishasems Verstand zu brechen um selbst Herr über seinen Körper zu werden. Die Stimmen trieben ihn in den Wahnsinn, es mussten weit über 100 sein, die zeitgleich an Dhishasem zerten und ihm nach und nach jegliche Energie raubten. Dhishasem hatte selten einen Moment für sich, doch er wusste wenn er nicht bald etwas unternehmen würde, könnte er dem nichtmehr standhalten und sein Verstand würde zu einem von hunderten werden, die um seinen Körper kämpfen, während ihn ein anderer erhält. Was also konnte er tun, er suchte verwirrt und unter schmerzen stehend seine Gemächer auf und nahm sich das Datacron zur Hand, doch es gab keine nützliche Information, die ihm weiter helfen konnte, doch dann als er am wenigsten damit rechnete fand er etwas in der Bibliothek der Akademie mit dem er sich vielleicht retten konnte. Es war ein uraltes Ritual mit dem man falls einen ein Geist plagte und man nicht von ihm los kam, konnte man einen Leichnam nehmen und den Geist per Ritual in den Toten Körper verbannen. Es war nur sehr schwierig, nahezu unmöglich das bei allen zu tun, die in ihm wohnten, denn es waren einfach zu viele, dass würde Dhishasem von seiner her Kraft nicht schaffen und schon gar nicht hatte er genügend Leichen um allen einen Körper zuzuweisen. Für Dhishasem stand fest, dass er es nicht rechtzeitig schaffen würde, bevor er selbst stirbt und lieber wollte er alle Geister die in ihm waren mit in den Tod reißen als sie wieder in die Welt der Lebenden zu schicken, also verbrachte Dhishasem die nächsten Stunden in seinem Büro und wartete auf den Tod.
    Doch kurz bevor er das Bewusstsein zu verlieren schien leuchteten seine Augen Rot auf und er erhob sich wieder, Dhishasem sah was geschah, doch er selbst war dafür nicht verantwortlich, so schien es jedenfalls. Ein anderer hatte die Kontrolle über Dhishasems Körper erlangt und wollte das Büro verlassen. Dhishasem kämpfte gegen den Kontrollierenden an und letztendlich gelang es ihm ihn zu vertreiben, sodass der Körper Dhishasems wieder in den rechtmäßigen Händen des Eigentümers war. Dann begann er zu verstehen, dass wenn er sterben würde, die Geister nicht mit ihm sterben würden, sondern das der Kampf um seinen Körper weiter ging, und das wollte er unter keinen Umständen, also tat er etwas was ihn sein Leben lang verfolgen würde. In einem kurzen Moment der Klarheit rief er alle Mitglieder der Akademie herbei und stellte sich vor sie, es waren insgesamt knapp 360 Mitglieder die nun vor ihm standen, Schüler, Ausbilder, Verwalter und das Personal. Sie alle schauten Dhishasem erwartungsvoll an, während dieser mit einem entsetzen im Gesicht sagte:
    "Es tut mir so unfassbar leid." und seine Waffe zog. Niemand wusste was er vor hatte, daher blieben sie ruhig stehen und schauten ihm weiterhin gespannt zu, doch das würde sich jetzt ändern, denn Dhishasem sprang in die Reihen der Mitglieder und metzelte einen nach dem anderen nieder. Auch wenn die Angegriffenen nicht wussten wie ihnen geschah, so zogen doch alle ihre Waffen und versuchten sich zu wehren, doch sie kämpften gegen den stärksten Kämpfer, das Oberhaupt der Akademie. Einige versuchten zu fliehen, doch Dhishasem teleportierte sich nach und nach zu jedem der Anwesenden und brachte sie alle zur Strecke. Die Ausbilder bebten nur so vor Wut und griffen Dhishasem ebenfalls an, vor allem gegen den Schwertkampf Ausbilder Dralis musste Dhishasem sein ganzes Können demonstrieren, er musste immer mal wieder kleine Verletzungen einstecken, sodass er gegen Ende selbst beinahe am Ende war. Er blickte die 20 verbliebenden an, keuchend und halbtot, der Zorn war ihnen anzuerkennen und er konnte es ihnen nicht verübeln, denn sein Hass auf sich selbst ist nie größer gewesen. Es waren noch 17 Schüler und drei Ausbilder übrig, die auf Dhishasem zu stürmten, der hinwiederum seine Waffe einzog und mit letzter Kraft die anlaufenden Angreifer mit einem kräftigen Macht Schub gegen die Wände der Akademie schmetterte, sodass diese reglos zu Boden fielen. Dunkelheit umhüllte Dhishasem und er kippte um. Als er wieder erwachte war er umgeben von Leichen, der Schmerz überkam ihn, er viel auf die Knie und schrie mit solch einem Entsetzen in den dunkel gewordenen Himmel, dass jeder der seinen Schrei hörte es niemals wagen würde sich diesem Ort zu nähern. Dhishasem war am Ende, seine Wunden waren zwar inzwischen wieder verheilt, durch das Leben der anderen, dass noch in ihm steckte, doch er hatte sich gegen seine eigenen Prinzipien gewandt, er hatte die Mitglieder der gesamten Akademie vernichtet...


    Das Erwecken

    Geplagt von seinem schlechten Gewissen versuchte Dhishasem erstmal einen klaren Kopf zu bewahren, doch das war beinahe unmöglich, denn nach wie vor belästigten ihn die Toten in seinen Gedanken. Er wollte sie endlich los werden, doch das war nicht ganz so leicht, wenn man kaum noch Kraft hat, der Kampf gegen die Mitglieder der Akademie, waren nämlich nicht nur gut ausgebildet worden, sondern standen Dhishasem teilweise auch ziemlich nah, wie beispielsweise Dralis, der mittlerweile zu einem guten Freund geworden ist und nun hatte Dhishasem alle, die ihm etwas bedeutet haben und die er ansatzweise als Familie bezeichnen konnte eigenhändig umgebracht. Nachdem Dhishasem Tage mit der Meditation und dem Sammeln von Kräften verbracht hat, wobei er nicht gestört wurde, denn es war im Interesse der Geister, war er soweit, er konnte das Ritual ausführen. Er versammelte alle Leichen gegen Dämmerung vor der Akademie und setzte sich vor sie. Dann begann er das Ritual zu vollziehen und tatsächlich nach 20 Minuten hatte er es geschafft und die erste Leiche erhob sich, sie war nun nicht länger Tod, denn Dhishasem hatte sie wieder mit Leben gefüllt. Das Ganze ging eine Weile so, solange bis Dhishasem auch noch den letzten Toten wieder erweckt hat, insgesamt dauerte dieser Vorgang allerdings volle zwei Wochen, in denen die neu Erwachten in der Akademie wohnten und sie kaum verließen. Dhishasem fühlte sich leer, so leer wie noch nie zuvor, nicht bloß auf das Schwinden seiner Kräfte bezogen, sondern auf das alleinige Dasein, denn er hatte alle wirklich alle verloren die ihm mal nahe standen und sie alle hatte er eigenhändig getötet, wie seinen Vater oder seinen Freund Dralis, sein ganzes Leben war durchzogen von Leid und es schien kein Ende zu nehmen, obwohl Dhishasem nun seit 64 Jahren auf der Welt war.
    Insgesamt waren es knapp 200 neu Erweckte, die Dhishasem zurück ins Leben gerufen hat, sie waren ihm äußerst dankbar und als Beweis dafür boten sie ihm ihre Dienste an, doch seine einzige Bitte an sie war, die Akademie geschweige denn den Planeten vorerst nicht zu verlassen. Seine neuen Gefolgsleute willigten zögernd ein und akzeptierten Dhishasems Wunsch, welcher sich erstmal zurück zog um mit der ganzen Situation klar zu kommen. Zwei Monate vergingen, in denen Dhishasem versuchte seine Vergangenheit zu akzeptieren um in der Gegenwart leben zu können und es gelang ihm zumindest ansatzweise. Er kehrte zu der Akademie zurück, unterrichtete weiterhin seine Erweckten und schon recht bald kam ihm seine kleine Armee wie eine Art Familie vor, mit der er sich mit der Zeit anfreundete. Vor allem verstand er sich gut mit Dzauu, Verus und Lynell, die erzähltem ihm zwar nicht wer sie im früheren Leben waren, doch für Dhishasem spielte das keine Rolle mehr, fest stand, dass sie großen Umgang mit der Macht bewiesen und aus diesem Grund von Dhishasem als Ausbilder eingestellt wurden. Alles schien soweit gut zu laufen und das vier Jahre lang, bis zu dem Tag, an dem Dhishasem ein dringendes Holo der Imperialen Raumstation über Rhelg erhielt in der gesagt wurde:
    "Sie sind auf dem Weg! Die Republikanische Flotte hat die Blockade durchbrochen und ist im Inbegriff auf dem Planeten zu landen! Ihre Lande Koordinaten sind nicht weit von eurer Position entfernt, seid auf der Hut!".

    Absolute Kontrolle

    Dhishasem rief umgehend alle seine neuen Mitstreiter zu sich, um ihnen die aktuelle Lage zu erklären. Im Hintergrund waren die Landeschiffe der Republik deutlich zu hören, ihnen lief die Zeit davon sich auf eine anständige Verteidigung vorzubereiten, also entschied Dhishasem zusammen mit seinen Ausbildern, sie müssen angreifen. Dhishasem verfügte über 211 Soldaten, die bereit waren für Dhishasem in die Schlacht zu ziehen, als Dank dafür ihnen noch einmal das Leben geschenkt zu haben. Andere hingegen folgten Dhishasem nicht bloß aus der Intention heraus, sie seien ihm was schuldig, sondern aus Zuneigung wie beispielsweise Dzauu, Verus und Lynell, die drei stärksten seiner Kämpfer und seine besten Freunde. Der Plan war es sich im Wald rund um die Akademie zu verschanzen und den Feind vorerst zu beobachten, denn sie hatten keine Ahnung wie viele Feinde genau sie nun zu erwarten hatten. Wenn die Republikaner weit genug vorgedrungen wären, würde sich Dhishasem ihnen stellen und der Hinterhalt würde zu schlagen. Seine Kameraden waren mit diesem simple gehaltenen Plan einverstanden und nahmen ihre Positionen ein. Als Dhishasem gerade auf seine Position gehen wollte hielt ihn Dzauu an der Schulter fest und sagte: "Warte mein Sohn". Dhishasem dachte er hört nicht recht, skeptisch drehte er sich um, stieß mit seinem Arm die auf seiner Schulter liegende Hand beiseite und fragte seinen Freund erneut wer er war. Dzauu erklärte ihm, dass er Aargon gewesen sei, sein Vater. Dhishasem stieß Dzauu mit einem Macht Schub von sich weg und zog sein Lichtschwert. Dzauu hingegen rappelte sich lediglich wieder auf und versuchte Dhishasem zu beruhigen. "Hör zu mein Sohn, du sollst mir nicht vergeben, doch du sollst mir vertrauen, ich weis nicht welche Macht mich dazu bewegt hat das Leben meines eigenen Sohns zu zerstören und vorherzubestimmen bloß wegen eines Relikts. Bitte vertrau mir, dass ich heute an deiner Seite kämpfen werde." Dhishasem war beinahe zu wütend um einen klaren Gedanken zu fassen, doch ihm entgingen die näher kommenden Truppen der Republik nicht und somit sagte er zu seinem Vater bloß: "Geh auf deinen Posten und halt dich bereit." Dzauu nickte Dhishasem zu und wollte sich gerade auf den Weg machen, als Dhishasem sich ihm in den Weg stellte, ihn ernst anschaute und sagte: "Und enttäusch mich dieses Mal bloß nicht." dann trat er wieder beiseite und ging selbst auf seine Position.
    Nachdem alle 211 Soldaten Dhishasems auf ihrem Posten warteten, dass die Republikaner endlich näher kamen, hörten sie Plötzlich nichts mehr, bis eine schnell anfliegende Rakete auf die Akademie einschlug und eine Schockwelle auslöste, die alle im umstehenden Bereich umwarf, so auch Dhishasem. Als er sich wieder aufrappelte und zu der Akademie sah, in welcher er beinahe sein ganzes Leben verbracht hatte, konnte er nichts wieder erkennen, denn das Gebäude stand in Flammen und stürzte in sich zusammen. Es hieß immer die Republik und die Jedi gaben vor Wächter des Friedens zu sein, doch ohne zu wissen ob sich in dem Gebäude noch Schüler aufhielten vernichteten sie das Gebäude und nahmen sämtliche Risiken in Kauf. In Dhishasem brannte der Zorn und der Hass und er wartete nur auf den Augenblick zu sehen wer gleich den Weg entlang kam um Vergeltung zu üben. Und tatsächlich kurz nach dem rasch erfolgten Angriff kamen die ersten Truppen der Republikaner angeführt von einem stolz aussehenden Jedi-Ritter. Als die Truppen der Angreifer stehen blieben um sich ihres Sieges zu vergewissern war der Zeitpunkt gekommen. Dhishasem teleportierte sich gerade als sich der Jedi und die Republikaner von der brennenden Akademie abwandten direkt vor sie und fragte:
    "Warum denn so eilig?" Sein bösartiges Grinsen im Gesicht und seine Gelb leuchtenden Augen schüchterten den ein oder anderen Republikaner ein, als sie sich umdrehten um die Mysteriöse Stimme zuzuordnen. Nicht jedoch der Jedi, der bloß angestrengt in Dhishasems Richtung schaute und seine Hand in Richtung seiner Waffe wandern ließ. "Und wer seid ihr?" fragte ihn der selbstsichere Jedi, "Mein Name lautet Lord Dhishasem und ich bin der Aufseher dieser Akademie." erwiderte Dhishasem. "Welcher Akademie?" fragte der Jedi lächelnd, während Dhishasem nur so vor Wut bebte und sein Lichtschwert zog. Auch der Jedi zog sein Lichtschwert und die Truppen der Republik machten sich ebenfalls kampfbereit und zielten auf den allein stehenden Sith Lord. "Ihr seid unterlegen Sith! Legt eure Waffe nieder und gebt auf, anderen Falls sind wir gezwungen euch zu vernichten!" Dhishasem, der wütender denn je in Richtung des Feindes schaute sagte bloß: "Dann versucht es doch.", als der Jedi in diesem Augenblick näher treten wollte Sprangen gestalten aus den umliegenden Baumkronen und landeten neben Dhishasem, es waren sein Vater, Verus und Lynell die in schwarze Umhänge gehüllt waren und ebenfalls ihre Lichtschwerter zogen. Der Jedi wich etwas zurück doch dann sprangen rund um die republikanischen Truppen immer mehr Sith aus den Bäumen, gehüllt in schwarze Umhänge und zogen nach und nach ihre Lichtschwerter. Mit der Dämmerung im Rücken rief Dhishasem: "Für das Imperium!" und in diesem Moment stürmten seine Verbündeten auf die angreifenden Truppen und der Kampf begann. Dhishasem teleportierte sich direkt vor den Jedi, der kaum fassen konnte was eben geschehen ist, doch er fing sich schnell wieder und kämpfte tapfer weiter gegen den wütenden Sith, der mit seiner Doppelklinge nur so um sich wirbelte. der Jedi sammelte seine Kraft und warf Dhishasem mit einem ordentlichen Macht Schub in die Richtung der brennenden Akademie, dieser rollte sich gekonnt ab, hielt sich am Boden und schaute wieder in Richtung des anstürmenden Jedi. Er sprang auf und teleportierte sich immer wieder an andere Stellen um den Jedi herum, sodass er wie ein Schatten auftauchte einen mächtigen hieb landete, verschwand woanders auftauchte und es wiederholte. Der Jedi hatte große Mühen dem stand zu halten bis Dhishasem letztendlich, seine Doppelklinge durch die Schulter des Jedi bohrte. Dieser schrie vor Schmerz auf, doch er schwang noch einmal sein Lichtschwert um Dhishasem zu treffen, welcher jedoch seinen ausholenden Arm mit seiner linken Hand mit der Macht festhielt und die rechte Hand des Jedi zerquetschte. Wütend blickte Dhishasem den in die Knie gehenden Jedi an, noch immer sein Lichtschwert durch seine Schulter gebohrt. Dann kippte der Jedi nach hinten und Dhishasem widmete sich den anderen Angreifern...

    Das Massaker

    Dhishasem rannte auf die letzten Verbliebenden Republikaner zu und half seinen Mitstreitern sie zu vernichten. Als die Sonne aufgegangen am Horizont stand und das Feuer der brennenden Akademie erloschen war, waren alle Feinde von Dhishasem und seinen Verbündeten besiegt. Er fuhr seine Doppelklinge ein, schaute sich um und zählte die Gefallenen Freunde. Von 211 waren bloß noch 27 übrig. Sie kämpften gegen knapp 360 Republikaner, dennoch sind viele gefallen. Seine drei Freunde, sowie andere gute Kämpfer hatten die Schlacht allerdings überstanden und halfen Dhishasem die Leichen zu den Qualmenden Überresten der Akademie zu bringen, um sie dort unter den Trümmern begraben zu können. Einige der verbliebenden 27 waren beunruhigt, wo sie denn nun die nächste Zeit leben sollten und das es weit und breit keine Orte gab, wo sie unterkommen könnten. Dhishasem kannte allerdings einen Ort, der für ähnliche Krisen konstruiert wurde. Die Akademie verfügte über eine Tunnel Anlage, in der Räume eingerichtet waren, falls es zu einer Bombardierung kam. Der Bunker hatte 10 Betten zur Verfügung und ausreichend Lebensmittel für mehrere Monate für die Anzahl von Personen, die Dhishasem nun in die Tunnel führte, um ihnen ihr vorübergehendes Zuhause zu zeigen. Sie verbrachten einen Monat in dem Bunker, wechselten sich was das Schlafen betraf regelmäßig ab und führten wechselnd Wache, für den Fall, dass die Republik Verstärkung schickte und dabei auf die Tunnel stieß. Es schien allerdings alles ruhig zu sein, denn niemand meldete Dhishasem über das Holokom, dass weitere Feinde unterwegs waren, denn in den Tunneln verbarg sich immer noch ein Notfall Kommunikator, um gegeben falls Verstärkung zu rufen oder mit anderen zu kommunizieren. Eines wunderte Dhishasem allerdings immer mehr, denn egal auf welcher Frequenz er es versuchte, er erreichte die imperiale Planetenverteidigung nicht, aus Sorge, dass die Republik die Verteidigungen im Orbit vernichtet haben, ließ Dhishasem die Wachen verdoppeln, so dass sechs Kämpfer in der Nacht Wache standen, als Dhishasem und die anderen schlafen gingen. Bevor er sich hinlegte meditierte er eine Stunde lang und sah etwas schreckliches. Eine schwarze Gestalt, die solch eine Macht von sich ausstieß, dass es kein Jedi und kein Sith hätte sein können. Es war mehr. Und das beunruhigte Dhishasem, sodass er auch seinen Vater der die Schlacht überlebt hatte bat mit den anderen, die draußen am Tunneleingang bereits positioniert waren, Wache zu halten. Die Macht Ausbilderin Lynell und der Schwertmeister Verus waren mit Dhishasem im selben Raum und schliefen tief und fest, bevor sie plötzlich einen Schrei hörten und erwachten. Dzauu, Dhishasems Vater kam verwundet die Tür hinein und verriegelte sie direkt wieder. Dhishasem fragte was geschehen sei und beim besten Willen, Dzauu wusste es nicht, wie aus dem Nichts verspürten die Wachen eine so dunkle und mächtige Präsenz, dass sie an eine Flucht dachten. Dzauu wollte los um Dhishasem zu warnen und als er gerade durch die Tür war und sich umdrehte um die anderen zu holen, waren sie bereits alle Tod. Er verriegelte die Tür, auch wenn er niemanden gesehen hatte, der sie hätte töten können und nun, gingen in den Kammern plötzlich die Lichter aus. Die Anwesenden fuhren ihre Lichtschwerter aus um etwas sehen zu können und öffneten die Tür. Auch die anderen Türen von den Räumen mit den anderen Mitgliedern öffneten sich und sie traten verdutzt und angsterfüllt hervor. Selbst Dhishasem, der seit den Erfahrungen im Relikt keine Angst mehr verspürte, merkte wie ihn die Angst und die Finsternis durchzogen, noch niemals zuvor hatte er solch eine Präsenz gespürt. Ein dunkles Gelächter füllte den Raum und Dhishasems verwundeter Vater trat auf Dhishasem zu. "Mein Sohn, du hast uns allen das Leben geschenkt, nun flieh und rette deines! Wir werden den Angreifer aufhalten und dir anschließend folgen!" Dhishasem verstand noch immer nicht, was sich geändert hatte, warum sein Vater plötzlich eine ganz andere Person war, doch er lehnte ab und sagte: "Nein, ich werde mit euch kämpfen und triumphieren!". Da trat Verus auf Dhishasem zu, legte seine Hand auf seine Schulter und sagte:" Hör zu mein Freund, ich habe bereits in vielen Schlachten gekämpft und gegen viele Feinde gewonnen, doch was auch immer das hier ist, es ist bei weitem mächtiger als wir, denn es war scheinbar in der Lage sechs unser besten Kämpfer ohne das es einer mitbekam zu vernichten und das in wenigen Sekunden. Wir können gegen solch eine Finsternis nicht ankommen, aber jeder von uns hatte bereits ein Leben und nur dank dir hatten wir die Chance auf ein zweites, nun geh und leb deines." Lynell nickte Dhishasem verabschiedend zu und sie alle widmeten sich dem Eingang, von dem eine schockierende Stille einherging. Dhishasem wusste nicht warum er es tat, doch er fuhr sein Lichtschwert ein, und rannte los. er ließ seine Freunde im stich, getrieben von der Angst und der Dunkelheit die ihn verfolgte. Er hörte wie im Hintergrund ein kurzer Lärm aufkam und Lichter erloschen. Als er sich beim rennen umdrehte, war keines der Lichtschwerter noch zu sehen, alle seine Verbündeten waren tot und niemand hatte den Angreifer je gesehen...

    Das dunkle Wesen (3789 VSY)


    Das dunkle Mal

    Gepeinigt von dem Schmerz, seine Kameraden, seine Freunde, seine Familie im Stich gelassen zu haben, taumelte Dhishasem leicht benommen von der umliegenden Dunkelheit aus den Tunneln. Draußen angekommen erwartet ihn die Schwärze der Nacht, er hatte keine Ahnung was für eine Kreatur in der Lage war innerhalb eines Wimpernschlags 20 der stärksten Kämpfer die Dhishasem kannte zu vernichten ohne einen wirklichen Kampf führen zu müssen. Dhishasem versuchte sich zusammen zu reißen und ging zügig zu den Ruinen, in denen er das machtvolle Datacron und sein Schiff versteckt hatte. Dort angekommen, war weit und breit niemand zu sehen, die Frage warum Dhishasem noch lebte und nicht verfolgt wurde wagte er nicht zu stellen, er ging in sein Schiff und schloss umgehend die Eingangsluke. Er ging in seinen Meditationsraum und öffnete die geheime Tür am Boden. Das Datacron war noch dort, Dhishasem viel ein Stein vom Herzen, denn wer auch immer dieses Relikt in die Hände hätten kriegen können, mit solch einer Macht war nicht zu scherzen, auch wenn man sie nicht mit der eben wahrgenommenen Finsternis vergleichen konnte. Dhishasem schloss das Datacron wieder gut weg und setzte sich ans Steuer seines Schiffs. Er war hellwach, denn sein Körper wurde von Adrenalin durchströmt, doch er konnte seine Gedanken kaum strukturieren. Wo sollte er nun hin? Sollte er jemandem davon berichten? Was aber wenn raus käme, dass er die ganze Akadmie umgebracht hatte? Es war ihm zu riskant, daher entschied er sich, dieses Gheimnis zu wahren und dem zu gegebener Zeit selbst auf den Grund zu gehen. Erstmal musste er sich entscheiden wohin er fliegen sollte, denn auf Rhelg konnte er nicht bleiben, dann kam ihm eine Idee, er hatte die Orbit Verteidigung mehrfach angefunkt, doch nie kam eine Antwort zurück, sind bloß die Kommunikationsanlagen der Station bei einem republikanischen Angriff ausgefallen oder ist etwas schlimmeres passiert? Dhishasem wollte nachsehen, denn nun brauchte er erstmal Antworten. Nachdem Dhishasem den Entschluss gefasst hatte und gerade abheben wollte, wurde ihm schwarz vor Augen und er kippte um, die Anstrengung, die Trauer und die Unwissenheit waren zu viel auf einmal gewesen. Als er wieder erwachte waren c.a acht Stunden vergangen, er rappelte sich Kopf schüttelnd auf und sortierte seine Gedanken neu. Als er raus schaute um zu prüfen, ob er immer noch da war wo er vermutete, viel ihm eines ganz besonders auf, es war immer noch dunkel. Mitlweile hätte die Sonne seit vier Stunden sichtbar sein müssen, doch sie war es nicht. Man konnte draußen nichtserkennen, alles war von einer undurchlässigen Dunkelheit getränkt, irgendwas lag auf dem Planeten, wie eine Seuche, eine Seuche der Macht. Dhishasem wimmelte das Gefühl des unwohlseins ab und startete die Triebwerke. Er hob ab, mit direktem Kurs auf die ungewöhnlich Stille Planetenverteidung des Imperiums. Als er nach einigen Minuten dort ankam, sah von außen alles ganz normal aus, nicht als wenn ein Kampf stattgefunden hätte, zumindest kein großer, der der Station etwas hätte anhaben können. Dhishasem hatte den Verdacht, dass die Kommunikationsanlagen der Station kaputt sein mussten, also dockte er an der Raumstation an um eventuell benötigte Hilfe anzubieten. Nachdem er die Luke zwischen seinem Schiff und der Station öffnete durchdrang ihn ein kalter Luftzug, der nichts gutes zu bedeuten hatte, denn kalt war die Luft nur, wenn die Station nicht in Betrieb war. Er trat in die Raumstation ein und machte sich auf den Weg zur Brücke. Plötzlich blieb er schockiert stehen, drei Leichen, die völlig entstellt aussahen lagen mitten im Gang. Er trat verblüfft weiter heran und schaute genauer hin, die Leichen waren zwar schon leicht am verwesen, doch man konnte immernoch ihre Mimik erkennen, alle hatten weit aufgrissene Augen, als ob sie etwas schreckliches gesehen haben, den Mund geöffnet als hätten sie geschrien, oder es zumindest versucht und das Merkwürdigste, sie sahen alle fast schon verbrannt aus, sie waren schwarz, doch nicht auf natürlichem Wege, sondern als hätte man sie ins Feuer geworfen, ohne das sie verbrannt sind. Dhishasem konnte die Kaltblütigkeit, die Entschlossenheit und die Boshaftigkeit des Mörders deutlich in der Station spühren. Vermutlich so dachte er sich, war es genau dassselbe Wesen, was seine Freunde auf der Planetenoberfläche vernichtet hatte. Ob sie wohl genau so aussahen fragte sich Dhishasem. Dann traf es ihn wie ein Blitz, er rannte los, an weiteren Leichen vorbei, in der Hoffnung auf der Brücke Überlebende zu finden, um sie nach dem mysteriösen dunklen Wesen zu befragen. Dort angekommen, war die große stählerne Tür vor der Brücke geschlossen, was erstmal ein gutes Zeichen zu sein schien, doch da der Strom abgeschaltet war, konnte Dhishasem auch nichts von den Leichen verwenden, wie Zugangskarten um die Tür zu öffnen. Also zog er seine Waffe, fuhr die eine Seite seiner Doppelklinge aus und stach damit in die langsam schmilzende Tür. Er schnitt ein Loch hinein und sprengte den gelösten Metallbrocken mithilfe eines Machtschubs aus dem Weg. Als er durch die Tür ging und die Brücke betrat schwand in ihm jede Hoffnung. Jedes Mitglied der Besatzung war tot. Sie alle saßen nach wie vor auf ihren Positionen, bzw. lagen halb auf den Stühlen und wiesen dieselben Merkmale auf, wie auch alle anderen Leichen. Doch vorne, direkt vor der Frontscheibe der Station konnte Dhishasem einen Mann erkennen, der aufrecht stand und ihm den Rücken zuwies. Dhishasem teleportierte sich augenblick dorthin und was er sah schockierte ihn zutiefst. Der Mann sah genauso aus wie alle anderen Toten auch, doch er stand aufrecht, hatte zwar wieder die gleiche Mimik, weit aufgerissene Augen und den Mund geöffnet und ebenfalls war er verkohlt schwarz, doch der linke Arm war ausgetreckt und deutete auf die Frontscheibe und sein Finger zeigte in eine bestimmte Richtung. Als Dhishasem der Richtung mit seinem Blick folgte bekam er kaum noch Luft. Der Finger wies auf die Planetenoberfläche von Rhelg, die von einem gigantischen Schatten bedeckt war, einer Art finsteren Macht, die auf dem Planeten lag, wie eine Art dunkles Mal und dass obwohl die Sonne direkt auf den Planeten schien. Das musste der Grund sein weswegen es immer noch so dunkel war, nachdem Dhishasem aus seiner Bewusstseinslosigkeit erwacht ist. In diesem Moment blickte er auf seine Heimat und fragte sich voller entsetzen und Erfurcht, welche Kreatur zu solch einer Macht fähig war...



    Leben im Exil (3789-3757 VSY)


    Reise nach Abraxin

    Nachdem Dhishasem sich von dem Schock erholt hatte und sich wieder umdrehte, um auf sein Schiff zurück zu kehren, stieß er den toten General, der nach wie vor weiterhin auf den Planeten deutete, ausersehen an. Dieser viel starr zu Boden und zerfiel beim Aufprall zu Asche. Dhishasem lief ein Schauer über den Rücken und er wollte so schnell wie möglich weg von diesem Ort und dem unter ihm liegenden Planeten. An seinem Schiff angekommen beschloss Dhishasem vorübergehend ins Exil zu gehen, um wieder zu sich selbst zu finden und um die Traumata seines vergangenen Lebens akzeptieren und hinter sich lassen zu können. Er nahm also Kurs auf Abraxin, ein Planet, von dem sein Vater ihm bereits erzählt hatte. Ein von Sümpfen überzogener Planet, der bekannt dafür war, von der dunklen Seite der Macht überzogen zu sein und somit eine starke Ausstrahlung dieser Macht aufweisen sollte. Der perfekte Ort für Dhishasem zum Meditieren und Trainieren. Er hat allerdings von etwas gehört was bei seinem Aufenthalt zu Komplikationen führen könnte. Es gibt eine geheime Gesellschaft mit der Bezeichnung "Bruderschaft der Dunkelheit" die auf diesem Planeten ihren Hauptsitz hatte und es wird gesagt, dass sie letzendlich entscheiden was auf dem Planeten geschieht. Als Dhishasem in den Hyperraum entschwand und im Orbit von Abraxin ankam landete er gezielt abseits eines kleinen Dorfes in einer Schlucht mitten in einer Gebirgskette. Als er ausstieg und die Umgebung musterte viel ihm eines schnell auf, sein Vater hatte nicht gelogen was die Sümpfe betraf, die ganze Landschaft war von ihnen überseht. Er holte alle wichtigen Dinge aus seinem Schiff, wie das Datacron, seine Kleidung und die restlichen Vorräte, stellte sich dann vor sein Schiff und umschloss es mit einer Art Macht Schild. Es dauerte einige Stunden bis Dhishasem soweit war und das Schiff wie von einer stählernen Wand umgeben zu sein schien. Zu guter Letzt konzentrierte sich Dhishasem dann auf die sich um das Schiff befindenden Berge und schleuderte immer wieder konzentrierte, kanalisierte Machtblitze gegen die Felswände, sodass nach einer Weile und starkem Kraftaufwand sein Schiff von dem herab gestürzten Schutt überdeckt war. Seine Intention dabei war, dass er unter keinen Umständen von irgendjemandem entdeckt werden wollte, seien es Imperiale, Republikaner oder sogar Piraten. Er fing an auf den vor ihn liegenden Berg zu steigen, hinter dem sich wenn er sich recht entsinne ein Dorf liegen müsste. Oben angekommen bestätigte sich seine Vermutung und er sah ein kleines Dorf, hinter welchem ein dichter Wald lag. Zwischen ihm und dem Dorf waren bis auf die vielen kleinen nebelbedeckten Sümpfe keine Hindernisse, er konnte das Dorf in der Abenddämmerung klar erkennen, doch er war bereits zu müde um seine neue Nachbarschaft zu begutachten. Er widmete sich nun also dem Berg und stieß auf einen schmalen Spalt im Gestein, hinter welchem sich ein Hohlraum befand. Dieser Hohlraum war kaum größer als eines der Zimmer in den Tunneln unter der ehemaligen Akademie. Das genügte Dhishasem zwar, doch aufgrund der Wärme und des schmalen Spalts im Gestein kam kaum Luft in die enge Kammer, sodass Dhishasem vorübergehend draußen schlafen musste. Er machte sich kein Feuer oder eine andere Art von Lichtquelle zu nutze, er wollte unerkannt in der Dunkelheit sein, alleine und umhüllt von der Finsternis selbst. Dhishasem spürte deutlich, dass dieser Planet von der dunklen Seite korrumpiert war, ein Gefühl der Macht stieg in ihm auf und er erkannte, dass dies ein Planet war, der zugunsten der Sith eine starke Macht Ausstrahlung bot. Zwei Wochen vergingen, in denen Dhishasem sich das Dorf anschaute, Vorräte besorgte und sich der Bevölkerung des Dorfes äußerlich anpasste. Dann, nach zwei Wochen kam endlich der Tag auf den Dhishasem gewartet hatte, um sein Heim für vermutlich die nächsten Jahre zu errichten. Eines der berühmten Gewitter von Abraxin zog auf. Die Säure die sich in den Sümpfen befand sorgte für extreme Luftspannungen, sodass wenn es mal ein Gewitter gab, was gelegentlich vorkam, eine so starke Energie erzeugt wurde, dass die Blitze, die auf die Erdoberfläche einschlugen so kraftvoll waren, dass es keiner wagte bei solch einem Unwetter aus seinem sicheren Versteck zu kommen. Dhishasem allerdings schon, denn er hatte etwas spezielles mit den bald herab prasselnden Blitzen vor. Er wollte ein großes Loch in den Berg schlagen, um einen Luftzugang in die Decke von der kleinen Kammer zu schlagen. Das Gewitter kam näher und Dhishasem stand vor dem Fuß des Berges, zwischen dem Dorf und dem Berg. Als die Blitze anfingen aufzuleuchten und in den Berg einschlugen verstand Dhishasem warum diese Gewitter legendär waren, denn in den Blitzen war eine so hohe Energie, dass wenige ausreichen würden um das gesamte Dorf zu vernichten. Dhishasem sammelte seine Macht und konzentrierte sich auf die Energie der aufleuchtenden Blitze, dann öffnete er seine Augen, die in einem strahlenden gelb aufleuchteten. Dhishasem streckte seine Arme langsam in die Luft und versuchte die Energie nutzbar zu machen, dass er in etwa kontrollieren konnte wo die Blitze einschlugen. Ein Blitz nach dem anderen Schoss auf den Berg. Trümmer lösten sich und vielen den Berg hinunter. Drei Stunden dauerte es, bis Dhishasem für den Augenblick keine Macht mehr zur Verfügung hatte um mit dieser Aufgabe weiter fertig zu werden. Er versteckte sich am Fuße des Berges, da er es nicht länger in der Hand hatte wo die Blitze als nächstes einschlagen würden. Das Gewitter überdauerte die ganze Nacht, sodass Dhishasem am Morgen wieder den Berg erklimmen konnte, um seine getane Arbeit zu begutachten. Er ging durch den Spalt und sah die kleine Kammer voll mit Schutt, dieses Problem zu bewältigen war allerdings verhältnismäßig ein Leichtes. Er konzentrierte sich auf die Gesteinsbrocken und katapultierte sie mit einem Machtvollen Schub nach Oben. Dhishasem hatte es offensichtlich geschafft, er hatte ein relativ gerades Loch von einem Meter Durchmesser zwischen der Decke seines Raums und dem Freien geschlagen, sodass er nun in dieser kleinen Kammer leben konnte, um unter anderem in Ruhe meditieren zu können. Als er sich gerade in die Mitte des Raumes setzte um mit dem Meditieren direkt anzufangen, hörte er näher kommende Stimmen die sagten: "Er ist ein Sith ich habe es letzte Nacht selbst gesehen!"...

    Die Bruderschaft der Dunkelheit

    Dhishasem wartete, er wartete darauf, dass die Personen, zu denen die Stimmen gehörten ihn endlich fanden, damit er endlich sehen konnte, wer es wagte ihn zu stören. Dhishasem ließ den Raum mit einer Aura von Dunkelheit durchfließen und legte einen großen Schatten in die kleine Kammer, sodass die ungebetenen Gäste ihn gar nicht erst wirklich sehen konnten. Ein paar Minuten Später verstummten die Stimmen und Stille kehrte ein, dann allerdings schaute Dhishasem sich überrascht um. Um ihn herum standen vier Wesen, die unbemerkt in den Schatten aufgetaucht sind. Dhishasem, der noch immer sitzend am Boden zu den Gestalten aufschaute, erhob sich langsam. Dann trat einer der Vier auf ihn zu und stellte sich als Meister Gaaias vor, das stellvertretende Oberhaupt, der sogenannten "Bruderschaft der Dunkelheit". Dhishasem schwieg und schaute den vor ihm stehenden Mann skeptisch an. Dieser bat Dhishasem mit zu kommen, um möglich gewünschte Antworten auf weitere Fragen zu erhalten. Dhishasem willigte zögernd ein und folgte den aufdringlichen Gestalten. Nach einer Weile befanden sie sich in dem Wald, den man von Dhishasems Quartier aus sehen konnte. Sie gingen immer weiter in den dunkler und immer dunkler werdenden Wald, solange bis sie an eine der Grenzen des Waldes kamen, die durch eine steile Felswand markiert wurde. Seine Begleiter gingen voraus und zeigten Dhishasem den Eingang in eine Höhle. Sie war von innen Stock finster, sodass man nicht einmal seine eigene Hand vor dem Gesicht erkennen konnte. Als Dhishasem fragte wo er lang gehen müsse, antwortete ihm keiner. Er wollte zurück gehen, doch dann blieb er stehen und dachte sich: "Wo ist der Eingang hin?". Der Eingang durch den er gekommen war, war verschwunden, Dhishasem war nun alleine in der absoluten Finsternis. Er wollte zu den Wänden gehen, doch er fand keine. Es war irritierend, was sollte das alles nur? Er taumelte durch die Gegend, Stunden lang bis er kaum noch Kraft hatte weiter zu suchen. Er legte sich hin und schlief ein. Nach einigen Stunden erwachte Dhishasem wieder. Noch immer im Mantel der Dunkelheit und ohne jegliche Orientierung. Also ging er mit verbleibender Kraft los und folgte strickt dem Weg, den ihm sein Kopf wies. Nach einigen Stunden war Dhishasem noch immer in der Höhle und beim besten Willen, er fand den Weg nicht. Er war kaum noch wirklich bei Verstand, er war zu schwach um wirklich nach zu denken. Er taumelte weiter durch die dunklen Gänge und verzweifelte allmählich an der Dunkelheit. Er fiel zu Boden und verstand nicht, warum ihm seine Macht, seine Visionen hier drin nichts nutzten. Er hatte absolut keine Ahnung, was er gegen die drückende Dunkelheit tun sollte, doch dann nach beinahe einer Woche in der Höhle ging ihm ein Licht auf. Wie er es als er das zweite Mal in dem Artefakt war gelehrt wurde, er darf nicht gegen die Dunkelheit ankämpfen, er muss sie akzeptieren, sie in sich aufnehmen und akzeptieren, denn dann und nur dann, würde Dhishasem die wahre Macht der Finsternis beherrschen. Er schloss die Augen und gab sich alle Mühe die umliegende Dunkelheit nutzbar zu machen, er spürte welche Macht ihn durchströmte und wozu er in der Lage wäre wenn er diese Kraft nur vollständig verstehen und beherrschen könnte. Dann öffnete er seine gelb leuchtenden Augen und trat mit neuer Kraft den Weg ins freie an. Und tatsächlich nach einer halben Stunde erreichte er ein Waldgebiet, welches mitten in einem von Felsen umgebenden Tal lag. Erschöpft und erleichtert trat er aus den Tunneln, wo er bereits von Meister Gaaias und weiteren Mitgliedern seines Bundes in Empfang genommen wurde: "Du bist den Weg der Finsternis gegangen, verbünde dich mit ihr, lass sie dein Herz taufen und erkenne die wahre Macht der dunklen Seite!"...


    Meister Venarous Gaaias

    Dhishasem war erleichtert, endlich aus den Tunneln raus gekommen zu sein und schaute anschließend direkt verwirrt zu Meister Gaaias. Doch bevor er irgendwelche Fragen stellen konnte kamen weitere Mitglieder auf ihn zu und geleiteten ihn zu seinem Quartier, in dem er die nächste Zeit wohnen sollte. Das Erste was Dhishasem anschließend tat war ein Mahl zu sich zu nehmen, da er am verhungern war, nachdem er beinahe eine Woche nichts essen konnte. Es gab an dem Abend eine Pilzsuppe, die anscheinend aus den im Wald wachsenden Pilzen gekocht wurde. Die Bruderschaft der Dunkelheit schien ein recht naturgebundener Bund zu sein, der vermutlich von dem lebte, was der Wald hergab. Er saß zunächst alleine am Tisch und aß seine Suppe, bis sich die ihm bereits bekannten Gesichter näherten und sich zu ihm setzten. "Du warst schneller als die Meisten", sagte einer der Mitglieder. Er stellte sich als Khudos vor. "Schneller? Ich war Tage dort drin." erwiderte Dhishasem. Seine Tisch Nachbarn begannen zu grinsen "Nein." sagte ein anderes Mitglied, "Du warst bloß 20 Minuten hinter uns.". Sein Name war Arrunias, er und Khudos hatten ihn gemeinsam mit Meister Gaaias aus siner Höhle begleitet. Dhishasem war verwundert, dass Zeitgefühl war ein ganz anderes, es war wohl eine ähnliche Gedankenirritation, wie in dem Datacron. Nach dem Essen ging Dhishasem zu dem Quartier von Meister Gaaias, ein Zelt, welches genau wie die anderen um die Feuerstelle stand. Er trat ein und wollte wissen, was das alles sollte, warum ihn wild fremde Personen baten mit ihnen zu kommen, in eine sinnesbetäubende Höhle und er nun sogar ein Quartier zugewiesen bekommen hatte. Meister Gaaias saß an seinem Schreibtisch, Dhishasem den Rücken zugewandt, in einem Zelt, welches nur durch den Fackelschein beleuchtet wurde und er antwortete nicht, er schrieb einfach weiter. Dhishasem stand schweigend und geduldig im Raum und wartete auf die Reaktion des mysteriösen Meisters. nach etwa zwei Minuten widmete sich Meister Gaaias Dhishasem. Er stand auf, ging aus dem Zelt und sagte zu Dhishasem: "Folg mir.". Dhishasem tat wozu er gebeten wurde und folgte Gaaias weit in den Wald des Taales, bis hin zu einem kleineren See, der direkt neben einer Wasserquelle und das durch die Felsen begrenzte Ende des Ortes lag. Dhishasem konnte einen Steg erkennen, der inmitten des Sees führte, doch bevor er schauen konnte was genau sich dort befand, begann Meister Gaaias Dhishasem zu erklären warum er hier war. "Dein Kommen war schon lange vorherbestimmt, wir alle wussten das du kommst." Dhishasem fragte skeptisch woher sie das denn wüssten, woraufhin der Meister sagte: "Dein Vater hat dir nicht zufällig von diesem Planeten erzählt, er hat dein Kommen vorausgesagt und mich, seinen Bruder gebeten deine Ausbildung fortzusetzen.". Dhishasem schaute ihn verwundert an und fragte schließlich: "Moment heißt das ihr seid mit mir verwandt?", "Nenn mich Venarous, Neffe". Dhishasem war sichtlich fassungslos und nickte vor sich hin. Venarous erklärte weiter was genau die Bruderschaft der Dunkelheit war: "Unser Bund besteht aus Machtgläubigen, die die Urlehren der dunklen Seite verfolgen.", "Urlehren? was hat das alles mit der Dunkelheit zu tun?" fragte Dhishasem seinen Onkel, welcher darauf entgegnete: "Glaubst du die Bezeichnung "Dunkle Seite der Macht" ist aus der Luft gegriffen? Seit Jahrhunderten werden an den Sith Akademien bloß noch die verweichlichten und vereinfachten Formen der dunklen Seite geschult, doch nicht mehr das was es einst war. Die dunkle Seite der Macht ist so viel mehr als du dir vorstellen kannst, wir werden dich lehren sie zu nutzen, genau wie es dein Vater wollte." Dhishasem nickte ihm nur zu und fragte danach: "Was genau ist denn so besonders an der Macht die ihr mir beibringen wollt?" daraufhin hob Venarous kurz seine rechte Hand und plötzlich standen ca. 20 Mitglieder um die beiden herum, als kämen sie aus dem Nichts. Dhishasem war schockiert während Venarous weiter erklärte: "Eines Tages wirst du lernen die Dunkelheit zu nutzen, sie zu akzeptieren als ein Teil von dir, als deine Quelle der Macht, denn du musst sein wie sie, überall und gegenwärtig.". Dhishasem nickte wieder nur, bis er seinen Onkel fragte: "Nungut, wann fängt die Ausbildung an?", in diesem Moment verschwanden alle Mitglieder wieder so schnell wie sie erschienen waren, sodass sich erneut Stille über den Ort legte. "Das hat sie schon längst.". Dhishasem ahnte, dass Venarous auf die Situation in der Höhle hinaus wollte: "Du hast diese Macht schon einmal gering wahrgenommen, nicht war? In den Höhlen vor deiner Ankunft." Dhishasem nickte seinem Onkel wieder zu, welcher aufstand und Dhishasem aufforderte wieder mit zu den anderen Mitglieder zu kommen. Als sie wieder im Lager angekommen waren, saßen alle übrigen Mitglieder um ein violett brennendes Feuer herum, Dhishasem setzte sich zu ihnen, während Meister Venarous Gaaias plötzlich verschwand. Einer der am Feuer sitzenden erklärte Dhishasem, dass dieses Feuer keine Luft zum leben bräuchte, sondern die Dunkelheit als Nährstoff verwendete und das genau dies das Ziel der Bruderschaft der Dunkelheit dar stellte...




    Die Taufe

    Noch lange saßen Dhishasem und die anderen Mitglieder um das düstere Feuer herum und sprachen über die Vergangenheit der jeweiligen Personen und besonders über Dhishasems vergangenes Leben. Sie Amüsierten sich alle prächtig und schon bald fühlte sich Dhishasem wie Zuhause in seiner neuen Familie. Nach einigen Monaten, in denen Dhishasem härter als je zuvor trainierte wurde ein Test angekündigt, den Dhishasem bestehen müsste, bevor er ein vollwertiges Mitglied des Bundes sein würde. Die Aufgabe bestand darin, das violette Feuer, welches er zum ersten Mal an dem Tag seiner Ankunft gesehen hatte zu bändigen und zu kontrollieren. Dies schafften nur die jenigen, die das Prinzip der Lehren wahrhaft verstanden haben und ihre Energie durch die Finsternis beziehen, denn anderen falls, könnte man dieses spezielle Feuer nicht erzeugen und schon gar nicht kontrollieren. Also übte er, doch Monate vergingen in denen er immer und immer wieder versagte. Seine Prüfung würde in ein paar Tagen anstehen und es war ihm wirklich wichtig diese Aufgabe zu bewältigen. Also trainierte er und setzte sich ein Ziel, welches ein sehr hohes Maß an Konzentration und Macht erforderte. Er wollte sich in der Dunkelheit der Nacht von dem Quartier der Bruderschaft der Dunkelheit bis hin zu seinem alten Versteck teleportieren, denn wie Meister Gaaias sagte: "Du wirfst keinen Schatten in der Dunkelheit, denn er ist überall.". Also erzählte Dhishasem niemandem von seinem Vorhaben und übte heimlich. Anfangs landete er immer wieder in bereichen des Waldes, doch nach einigen Tagen schaffte er es und er war plötzlich in der kleinen Höhle, die er sich so mühevoll zurecht gemacht hatte. Kurz danach hörte Dhishasem von draußen Geräusche, als er raus gehen wollte um nach zu sehen wurde er direkt mit einem kräftigen Machtschub gegen die Wand seiner Kammer geschleudert und viel zu Boden. "Jedi..." grummelte er wütend vor sich hin und rappelte sich wieder auf, während ihn ein weiteres Mal ein Griff der Macht packte und aus der Höhle warf. Dhishasem schaffte es sich noch am Hang des Vorsprungs fest zu halten und zog sich schnell wieder hoch, doch er bemerkte schnell das irgendwas komisch war. Es lag daran, dass Dhishasem einen völligen Umschwung seiner Machtbasis durch machte, seine bisherigen Quellen, wie Wut, Hass und Vergeltung gab er langsam auf und ersetzte sie durch etwas mächtigeres, die Dunkelheit. Dieser Übergang schwächte Dhishasem enorm, sodass er gegen die vier anstürmenden Jedi keine Chance hatte. Er machte einen Rückwärtssalto und glitt mit seiner rechten Hand am Berg den Abhang hinunter. Unten angekommen, sah er in der Finsternis die Lichtschwerter der Jedi ebenfalls vom Berg aus näher kommen. Er überlegte ob es sich lohnen würde zurück in die Basis seines künftigen Bundes zu fliehen, doch er hatte zu viel Angst davor, dass der enorme Kraftaufwand zu viel wäre und entschloss sich daher, den Feinden einhalt zu gebieten. Auch er zog, als die Jedi gerade vom Berg sprangen und nun vor ihm standen seine Doppelklinge und bereitete sich auf einen Kampf gegen vier mächtige Jedi vor. Er stürmte auf sie zu und teleportierte sich immer wieder an andere Positionen und kämpfte tapfer immer weiter, doch er bemerkte, dass je mehr Kraft er aufwenden musste er schnell schwächer wurde und das war gegen eine Übermacht an Feinden nicht gut. er viel durch einen Machtschub zu Boden und hatte Mühen dabei sich wieder zu erheben, als ein Jedi ansprang um Dhishasem den letzten Schlag zu versetzen. Doch dann erschien vor ihm eine schwarze Wolke, die Meister Gaaias zum Vorschein bringen ließ. Er schmetterte den anspringenden Jedi c.a 20m zurück gegen den Berg, als dieser sich anschließend wieder fing und gerade los stürmen wollte, stand Gaaias bereits hinter ihm und bohrte ihm sein Violettes Lichtschwert durch sein Herz. bevor die anderen Jedi die Chance hatten Meister Gaaias anzugreifen stand dieser bereits wieder bei Dhishasem, half ihm auf und sagte: "Hör auf zu denken und spüre endlich die Energie die dich in Form der dunklen Seite umgibt. Nutze sie!". Dann verschwand Venarous wieder und Dhishasem war gegen die drei verbleibenden Jedi alleine. Während die Jedi kurz realisieren mussten was eben geschehen war, hielt Dhishasem einen Moment inne und vernahm die unglaubliche Macht die ihm die umliegende Dunkelheit bot. Seine Augen leuchteten in einem intensiven Violett auf und seine Hände begannen zu brennen in einem ebenso intensiven Violett. Die Jedi schauten sich kurz an und sprinteten dann auf Dhishasem zu, doch dieser war sich nun endlich dieser Machtquelle bewusst geworden und schleuderte mächtige Flammen in die Richtung der Jedi. Zwei wichen aus, doch der dritte wurde von dem Feuer getroffen, welches nun lichterloh brannte, da nur Licht es löschen konnte. Die anderen Beiden kämpften tapfer weiter, sodass es ein schwieriger Kampf für alle Beteiligten blieb. Irgendwann jedoch zeigten die Jedi Anzeichen von Erschöpfung, was Dhishasem, der gerade in der Testphase seiner neuen Macht war natürlich direkt nutzte. Er zog sein Lichtschwert ein, teleportirte sich zwischen die Beiden und warf den einen mit der linken und den anderen mit der rechten Hand getrennt voneinander in die Sumpflandschaft. Bevor diese sich erholen konnten flammten Dhishasems Hände nochmals intensiver auf und er zog beide Jedi genau so mit der Macht zurück wie er sie zuvor weg geschleudert hatte, sodass er schnell beide Jedi an den Kehlen gepackt in Richtung Himmel hielt. Er spührte welche Energie ihn nun durchströmte und er setzte eine Solche Kraft frei, dass die Kehlen der beiden Jedi verbrannten und sie tot zu Boden vielen. Als Dhishasems Machtfokus nachließ ging er mit den Knien auf den Boden und viel kurz danach in Ohnmacht, denn diese neue Quelle und das hohe Maß an Anstrengung machten es ihm unmöglich seine Energie Konsequenzen frei einzusetzen. Er erwachte kurz darauf in dem Lager der Bruderschaft. Er setzte sich rasch auf und sah seinen Onkel Venarours mit dem Rücken zu ihm stehend am Eingang des Zeltes, welcher nach nach draußen in die Finsternis schaute. Dann drehte er sich um und sagte: "Du bist soweit.". Dhishasem war verdutzt, doch er folgte dem weg gehenden Meister Gaaias, bis hin zu dem Steg, welcher in den See führte. Er hatte den Steg das erste Mal vor einigen Monaten gesehen und war seitdem auch nichtmehr dort, da es keinen Anlass gab, bis zu diesem Tag. Die anderen Mitglieder warteten bereits an dem Steg und saßen in ihrer Meditationsform zu der jeweils linken und rechten von Dhishasem, der so eben den Steg betrat. Meister Gaaias war bereits wieder verschwuden und während Dhishasem immer weiter in Richtung Mitte des Sees ging, wusste er, dass dort jemand auf ihn warten würde und er behielt recht. In der Mitte angekommen brannte ein großes violettes Feuer hinter welchem hochrangige Mitglieder wie Khudos und Arrunias standen. "Nun tritt in das Feuer und lass deine Vergangenheit in ihm verbrennen, verbünde dich mit uns, mit der Dunkelheit um endlich den wahren Weg der dunklen Seite beschreiten zu können." sprachen sie gemeinsam. In diesem Moment flammte das Feuer umso heller auf. Dhishasem atmete einmal durch und trat dann ins Feuer. Es war nicht heiß, es verbrannte ihn nicht, doch er spührte die unglaubliche Intensität dieser Macht, sie stieg unkontrolliert an, bis das Feuer explodierte und absolute Finsternis über den Ort kam. Dann jedoch begann ein kleines violettes Licht an zu leuchten, es kam aus Dhishasem der kurz danach zu brennen begann, so wie seine Hände wenige Stunden zuvor. Sein ganzer Körper, seine ganze Rüstung brannten nun lichterloh. "Begrüßt unser neues Mitglied, den Sprössling der Dunkelheit, Lord Dhishasem Gaaias!"...



    Der Abschied

    Jahre vergingen, in denen Dhishasem treu Seite an Seite mit seinen Verbündeten kämpfte. Bis hin ins Jahr 3757 VSY zu einem Tag, der Dhishasem aus dem 32 Jahre andauernden Exil holte. In den vergangenen Jahren trainierte Dhishasem und erledigte die ein oder andere Mission, die für den 50 Mann starken Bund von Wichtigkeit waren. Das ein oder andere Mitglied musste neu angeworben werden, da im Laufe der Zeit ein paar wenige Mitglieder starben und eins mit der Dunkelheit wurden. Dhishasem kam während der langen Zeit auf Abraxin auch nicht in Versuchung die Kräfte von des Datacrons zu verwenden, auch wenn er es in ständiger Reichweite hatte und das Ritual mittlerweile beinahe einwandfrei beherrschte. Aus diesem Grund ist Dhishasem in den letzten Jahren auch etwas gealtert, sodass er von anderen auf ungefähr mitte dreißig geschätzt wurde. Die neue Quelle seiner Macht ließ ihn weiser und mächtiger werden, denn von nun an waren Wut, Zorn und Hass zwar nach wie vor starke Energiequellen für seine Macht, doch er war nicht länger auf sie angewiesen, er hatte sich von der Abhängigkeit der Emotionen befreit. Dhishasem fühlte sich über die Jahre sehr wohl auf Abraxin bei seinen Brüdern und Schwestern, doch irgendwas bedrückte ihn nach so vielen Jahren. Er suchte die Gemächer von seinem Onkel auf und erzählte ihm von seiner inneren Unzufriedenheit. Venarous nickte bloß stand auf und hielt Dhishasem die Hand hin. "Was soll das?" fragte Dhishasem ihn verwundert. "Ich wusste schon immer, dass dieses Leben nicht deinem Schicksal entspricht, es zieht dich fort von hier und du wirst nur deine Bestimmung finden, wenn du gehst.". Dhishasem verstand was er sagte, doch er wollte es nicht, er wollte nicht gehen. Er hatte nie wirklich eine richtige Familie gehabt, daher hat die Bruderschaft für ihn eine Ersatzfamilie dar gestellt. Schweren Herzens akzeptierte Dhishasem Venarous Rat und verabschiedete sich von seinen Freunden. Als er an dem Höhleneingang angekommen war, durch welches er Jahrzehnte zuvor das erste Mal wandelte drehte er sich um und sah drei Mitglieder des Bundes. Es waren Venarous und seine zwei besten Freunde Khudos und Arrunias. Alle drei verabschiedeten sich von Dhishasem und gingen zurück in die Dunkelheit. Kurz bevor auch Venarous gehen wollte gab er Dhishasem noch etwas, ein Versprechen, dass Dhishasem immer ein Gast sein würde und er jederzeit um Hilfe bitten könnte wenn er sie benötigte. Dhishasem bedankte sich. Anschließend verschwand Venarous in einer Rauchwolke und Dhishasem war seit 32 Jahren das erste Mal wieder alleine. Er hob seine Sachen auf und machte sich auf den Weg zu seiner alten Höhle. Nach einigen Stunden stand er nun wieder vor seinem ehemaligen Zuhause. Es war etwas von Schutt überdeckt, doch Dhishasem hatte sowieso nicht vor länger zu bleiben. Er kletterte den Berg auf der anderen Seite hinunter, zu der Stelle wo er Jahre zuvor sein Schiff versteckt hatte. Dhishasem hob den Schutt und das Geröll von seinem mit der Macht geschützem Schiff und ließ die Ladeklappe ausfahren. Als er an Bord ging, war alles voller Staub. Er hatte extra einige Treibstoff Reserven in Containern gelagert, um nach einer unbestimmten Zeit direkt starten zu können. Er befüllte den Tank und ließ sein Schiff starten. Vorläufig stand sein Ziel fest, er musste seine Bestimmung finden und als erstes würde er es im imperialen Dienst versuchen. Er steuerte sein Schiff also nach Dromund Kaas...


    Die Rückkehr zum Imperium (3767-3765 VSY)


    Einen Namen machen

    Es dauerte einige Tage, bis Dhishasem endlich auf Dromund Kaas ankam. Seine Treibstoffreserven reichten gerade noch so um einen Zwischenstopp auf Korriz, einem Industrieplaneten des Sith-Imperiums zu machen, um dort nachzutanken. Auf dem Weg zu der imperialen Hauptwelt machte Dhishasem sich viele Gedanken zu seiner laut Venarous fest stehenden Bestimmung. Er hatte keine Zugehörigkeit, ist vom Imperium geflohen, hat seine Freunde und Familie getötet und hat nun seine einzige Zufluchtstelle in der er 32 Jahre verbracht hatte verlassen. Wofür? Dhishasem war skeptisch ob der Dienst im Imperium ihm Antworten liefern könnte. Es war ein typischer Tag auf Dromund Kaas, es gewitterte und war von Wolken überdeckt. Dhishsasem wurde angewiesen mit seinem Schiff in den Hangar der Sith Akademie zu fliegen, um dort landen zu können, da er dort bereits erwartet wurde. Er hatte selbstverständlich keine Ahnung von wem, da er nun das erste Mal seit über 50 Jahren wieder diesen Planeten betrat. Er landete also, wie er es sollte nahe der Sith Akadmie und trat aus seinem Schiff. Zwei Soldaten und ein Offizier empfingen ihn und begleiteten ihn zu seiner Unterkunft. Dhishasem war erstaunt, dass das Imperium so zuvorkommend war und ihn direkt willkommen hieß, nach dieser langen Zeit, die er nun schon fort war. Er wurde in einem Zimmer der Akadmie untergebracht und sollte sich am nächsten Tag bei dem Aufseher der Akademie melden, um seine künftigen Aufgabenbereiche im Dienste des Imperiums entgegenzunehmen. Dhishasem war noch von der Reise und der erneuten Änderung seines Lebens erschöpft und begab sich daher in seine Gemächer, voller Erwartungen an den nächsten Tag. Am darauf folgenden Tag, folgte Dhishasem den Anweisungen. Nachdem er meditiert hatte, legte er seine Rüstung an und machte sich auf den Weg in das Innere der Akademie. Eines war allerdings ungewohnt seltsam, er konnte weit und breit niemanden sehen. Er erinnerte sich daran, dass in den Hallen der Akademie normalerweise Massen an Schülern und Akolythen umher rannten, doch dieses Mal war alles leer. Es musste sich anscheinend was geändert haben, dachte er sich und ging zielstrebig auf die große Trainingshalle zu, denn zumindest dort, müsse er auf Imperiale treffen, so dachte er. Als er einige Minuten später die große Halle gefunden hatte war sie ebenfalls wie der Rest der Arkademie völlig leer und dazu noch stockdunkel. Er betrat die Halle und schaute sich um, bis er plötzlich eine Stimme vernahm: "Lord Dhishasem endlich, ihr seid da." "Was wollt ihr von mir und wer seid ihr?" fragte Dhishasem mit leicht wütender Stimme. "Euch wird vorgeworfen Verrat am Imperium begangen zu haben, sowie die Vernichtung der Planetenabwehr-Station über Rhelg samt Crew." Dhishasem stand nun nach wie vor mitten in der dunklen Halle, schaute zu Boden und sagte:" Das zu glauben ist ein törichter Fehler. Doch das werdet ihr schon in naher Zukunft erkennen." "Sagt mir Sith, glaubt ihr ihr seid zufällig hier? Vertraut dem sehenden und ihr lauft Gefahr geblendet zu werden. Vertraut dem Blinden und ihr werdet sehen.". Dhishasem kam gar nicht dazu, über die verschleierten Worte nachzudenken, denn als er sich umschaute sah er einen Sith nach dem anderen sein Lichtschwert ziehen und Dhishasem dabei zielstrebig anschauen. Er lachte in sich hinein, denn es war töricht sich mit Dhishasem in solch einer Umgebung zu messen. Er kanalsierte die umliegende Finsternis und zog enorme Stärke aus dem gegebenen Vorteil. Dann, als der Erste in Dhishasems Richtung lief sagte er: "Nungut, so sei es." und zog ebenfalls seine Waffe. Als das Todeskommando kurz vor Dhishasem stand war er plötzlich verschwunden. Sie schauten sich verdutzt um, doch bevor sie reagieren konnten tauchte Dhishasem hinter einem nach dem anderen auf und überwältigte sie mit einer ihnen unbekannten Macht. Sie sahen lediglich seine tief rote Doppelklinge und violette Flammen, die sich um Dhishasems Hände gebildet hatten. Nach wenigen Augenblicken vielen seine Angreifer nacheinander tot zu Boden. Er spührte bloß noch eine Präsenz im Raum, doch er konnte sie nicht erkennen. Plötzlich flammten die Fackeln der Arena auf und Dhishasem konnte den mysteriösen Sprecher klar erkennen. Er stellte sich als Tesmien vor: "Ich gratuliere, wie erwartet habt ihr bestanden..." Dhishasem packte ihm mit seinem Würgegriff durch die Macht, hob ihn empohr und fragte, was für einen Test er bestanden haben soll. Die Bosheit und Enttäuschung des Verrates seiner eigenen Fraktion waren in Dhishasem deutlich spührbar. Da er allerdings merkte, dass Tesmien ihm so nicht antworten konnte, ließ er ihn fallen und wandte sich von ihm ab. Tesmien, der immer noch optimistisch und zufrieden schien, stand mit einem Lächeln im Gesicht auf und schaute bloß in Dhishasems Richtung. "Denkt darüber nach.". Während Dhishasem skeptisch auf den immer noch grinsenden Tesmien blickte, kamen im Hintergrund weitere Imperiale Soldaten und Machtanwender und richteten ihre Waffe auf den in der mitte stehenden Dhishasem...


    Die Flucht

    Dhishasem schaute sich um, voller Wut und Enttäuschung, durch das vor ihm stehende Begrüßungskomitee. Als er gerade seine Waffe erneut ziehen wollte, um die neu dazu gekommenen Angreifer nieder zu strecken, hob Tesmien die Hand. "Halt halt halt." Er trat aus der Reihe seiner Verbündeten aus und ging grinsend und selbstsicher auf Dhishasem zu. "Wollt ihr eure Waffe wirklich gegen eures Gleichen erheben, hier, auf diesem Planeten?" "Versucht mich nicht!" sagte Dhishasem mit einem flüsternd drohendem Ton. Tesmien wandte Dhishasem wieder den Rücken zu, ging in Richtung Ausgang und befahl seinen Verbündeten beim raus gehen, dass sie Dhishasem festnehmen und mitnehmen sollten. Widerwillig gab Dhishasem seine Waffe ab und ließ sich Handschellen anlegen, wohlwissend, dass wenn er irgendwelche Anwtorten haben wollte, sie am besten und am schnellsten so bekam. Er erkannte die Umgebung direkt wieder und bemerkte, dass sie in Richtung Raumhafen gingen. Dort angekommen gingen sie in einen Hangar, der normalerweise ausschließlich für Gefangenen Transporte genutzt wurde, mittlerweile allerdings größtenteils ein ganzes Gefängnis war, welches teilweise unter dem Raumhafen lag. Dhishasem wurde in eine Zelle geführt, die nach seinem Eintreten von einer Laserwand gesichert wurde. Einige Stunden vergingen, in denen Dhishasem in der Zelle hockte und auf Antworten wartete, bis Tesmien mit mehreren Wachen und einem Dhishasem unbekannten Mann auftauchte. Der unbekannte Mann stellte sich als Gefängnisaufseher vor und befahl Tesmien, Dhishasem seine Verbrechen vorzutragen. Tesmien holte ein Datenpad raus und begann mit dem Verrat an der Sith Akadmie auf Rhelg. Dhishasem war sprachlos, "Wie konnten sie davon mitbekommen haben?" fragte er sich. "Ihr habt als Aufseher die Pflicht gehabt über die Akademie zu wachen, sie zu verteidigen und nicht alle auszulöschen! Des weiteren gibt es eine Anklage für das Vernichten der Wiederbelebten, welche mit euch in die Katakomben der Akademie hinab gestiegen sind.". Nun übernahm der Gefängniswärter und fragte: "Leugnet ihr eure Taten?", doch Dhishasem antwortete nicht und saß nach wie vor mit dem Rücken zu seinen Gesprächspartnern. "Nun denn, wegen Hochverrates am Imperium werdet ihr hiermit zum Tode verurteilt. Genießt euren letzten Tag Mein Lord.". Dann rückten die Wachen, samt Tesmien und dem Gefängnisaufseher ab, während sich allmählich die Nacht über Dhishasem breit machte. Einige Stunden später, als Dhishasem schlief, wachte er wegen eines Geräusches auf, welches aus seiner Nähe kommen musste. Er rührte sich nicht und machte sich bereit den näher kommenden zu töten, sollte er es wagen Dhishasems Zelle zu betreten. Plötzlich hörte er wie seine Zellentür entriegelt wurde und er sprang auf um den Angreifer mit einem Machtschub aus dem Eingang zu schleudern, doch stattdessen blockte der vor ihm stehende seinen Angriff gekonnt, indem er mit einer Handbewegung den plötzlichen Stoß verminderte und bloß einen halben Meter nach hinten geschoben wurde. Tesmien stand vor Dhishasem, mit seinem mittlerweile beinahe nervigen Grinsen und sagte äußerst zufrieden und sarkastisch: "Wollen wir dann? Wir haben nicht mehr ganz so lange Zeit". Dhishasem war erstaunt und misstrauisch, denn zum einen war ihm gar nicht klar, dass Tesmien ein Machtanwender war und das er ihn anscheinend auch noch unterstützen wollte, doch zum anderen hatte er Dhishasem erst einsperren lassen und nun sollte er ihm vertrauen, bloß weil er ihm hilft? Dhishasem hatte zu viel erlebt, um so naiv zu sein. Dhishasem nutzte sich allerdings die ihm sich bietende Gelegenheit und trat aus der Zelle, wo Tesmien ihm die Handschellen abnahm und ihm seine Doppelklinge aushändigte. Dhishasem nickte ihm kurz dankend und skeptisch zu, um anschließend schnell aus dem Gefängnis zu kommen. Überall patrullierten Wachen, während Dhishasem sich also einen Plan überlegte, um an ihnen unerkannt vorbei zu kommen hörte er wie Tesmien mit den Wachen sprach und sie einfach fort schickte. Dhishasem schaute verwirrt zu Tesmien, doch dieser schaute ihn bloß Schulter zuckend an uns sagte: "Warum schwer, wenn es auch einfach geht?". Dhishasem hatte keine Ahnung wie man aus diesem Labyrinth raus kommen sollte, daher folgte er Tesmien weiterhin, doch er behielt ihn genaustens im Auge und war stätig auf der Hut. Sie liefen bis zum Shuttle, welches eigentlich für den Gefangenentransport da war. Es waren keine Wachen in Sicht, was eigentlich ziemlich ungewöhnlich war, doch als Tesmien die Landeklappe des Schiffes öffnete, wurde Dhishasem klar warum. Khudos und Arrunias, seine zwei besten Freunde von der Bruderschaft, standen eingehüllt in ihren schwarzen Roben vor Dhishasem und begrüßten ihn zufrieden. Tesmien drängte von hinten, dass ihnen keine Zeit mehr bliebe, sie gingen also an Bord und verschwanden in die noch immer anhaltende Finsternis. Dhishasem hatte viele Fragen und eine davon war sicherlich, wer genau Tesmien nun war und woher seine Freunde wussten, dass Dhishasem in Schwierigkeiten steckte. Khudos erklärte ihm: "Nun, die grinsende Nervensäge, die dich bestimmt dauernd belästigt hat ist ein ehemaliges Mitglied aus unserer Bruderschaft. Er hat sich genau wie du entschlossen uns zu verlassen, um seine wahre Bestimmung zu finden.". Arrunias meldete sich daraufhin zu Wort: "Ist ja klasse gelaufen Tesmien, anscheinend wirst du uns doch nicht so schnell los wie du wolltest." Alle drei lachten und erklärten Dhishasem weiter, dass Venarous, Arrunias und Khudos anwies Kontakt zu Tesmien aufzunehmen, um ihn nach einem "besonderen Gast" zu fragen. Dhishasem bedankte sich bei seinen Freunden, bis Arrunias ihn unterbrach und leicht aufgewühlt fragte fragte "Moment mal, wer fliegt eigentlich dieses Shuttle?", mit seiner ruhigen Art entgegnete Tesmien: "Nur keine Sorge, wir fliegen mit dem Autopil..." plötzlich wurde das Schiff unruhig, als würde es durch eine dichte Wolke fliegen. Etwas entnervt sagte Tesmien: "Nagut..., dann fliege ich ...". Tesmien setzte sich ans Steuer und bemerkte, dass der Autopilot, der sie eigentlich hätte weit weg von Kaas-City bringen müssen immer weiter in Richtung des Sith Tempels brachte. Irgendjemand hatte die Steuerpläne der Fähre geändert und nun flogen sie auf das Herz des imperialen Kommandos zu, dem Rat der Sith...


    Rehabilitierung

    "Wir müssen unverzüglich landen.".
    Befahl Dhishasem dem am Steuer sitzenden Tesmien, doch die Steuerkonsole ließ sich nicht manuell bedienen, es schien tatsächlich so, als würden sie ferngesteuert werden. Dhishasem wies Arrunias und Khudos an, das Schiff zum Absturz zu bringen, denn würden sie zu den eingestellten Koordinaten fliegen, wäre es vermutlich ihr Ende. Ohne zu widersprechen, nahmen sie sich die Wachen-Ausrüstungen und durchsuchten sie nach Sprengsätzen. Sie fanden zwei Granaten, welche sie direkt an der Steuerungskonsole anbrachten. Tesmien öffnete die Ladeklappe und sie zündeten die Granaten. Das Schiff fing Flammen und raste auf den vom Regen genässten Boden zu. Durch die Explosion des Tanks wurde Khudos zurück ins Cockpit geschleudert und schien nicht mehr rechtzeitig aus dem Schiff raus zu kommen, bevor es auf die Planetenoberfläche aufschlug. Tesmien und Arrunias sprangen aber bereits aus dem Schiff, welches nun kurz vor dem Aufprall stand. Dhishasem teleportierte sich auf den Boden, knapp vor dem Schiff, streckte seine rechte Hand in Richtung des abstürzenden Wracks und hielt es ruckartig mit der Macht fest. Er ließ es langsam zu Boden, während Arrunias Khudos aus dem brennenden Wrack holte. Dhishasem wandte sich von ihnen ab und schaute auf den düster wirkenden Tempel des Rates, welcher bedrohlich nah aussah. Als Khudos sich wieder aufgerappelt hatte kamen er, Tesmien und Arrunias zu Dhishasem. "Danke, Bruder..." sagte Khudos während seine rechte Hand auf Dhishasems Schulter ruhte, doch dieser schien völlig weggetreten zu sein. Dhishasem konnte seinen Blick von dem vor ihm liegenden Tempel nicht abwenden, irgendetwas zog ihn dort hin, auch wenn er nicht genau wusste was. "Wir bleiben die Nacht hier" befahl Dhishasem und wies Tesmien an Proviant zu besorgen. Arrunias bereitete eine Feuerstelle vor und wollte gerade nach Holz suchen gehen, doch Dhishasem sagte es wäre nicht nötig. Er konzentrierte sich und kanalsierte die Kraft, die ihm die Nacht brachte. Seine Hände fingen in einem bekannten violetten Ton zu brennen an und er schoss die Flammen auf die Feuerstelle. Schweigend setzten sich Arrunias, Khudos und Dhishasem an das lebhafte Feuer und warteten auf Tesmien, der kurz darauf mit ein paar erlegten Tieren wieder kam. Gemeinsam speisten die Freunde und redeten über das was geschehen ist und wie es nun weiter gehen sollte. Alle waren sich einig, dass Dhishasem die Gruppe aus dem gefährlichen Terrain führen sollte, denn er war der mit Abstand Erfahrenste der Anwesenden. Dhishasem interessierte es, warum Tesmien, wenn er nach seiner Bestimmung suchte in einem imperialen Gefängnis arbeitete und sich dann auch noch von einem Aufseher unterordnen ließ. Tesmien grinste und antwortete darauf, dass dies der große Bruder seiner verstorbenen Frau ist, er habe ihr versprochen, weiterhin an seiner Seite zu wachen, da er sich gut und gerne mal in Schwierigkeiten brachte. Dhishasem verstand nun aber nicht, warum Tesmien so plötzlich bereit war ihn hinter sich zu lassen und mit seinen Brüdern abzuhauen. Tesmien erwiderte daraufhin: "Naja, ich sollte ihn vor Schwierigkeiten und vor Fehlern schützen und einen größeren Fehler als dich zum Tode zu verurteilen, hätte er vermutlich nicht mehr gemacht.". Alle vier anwesenden lachten und erzählten sich weiter Geschichten, bis sie letzlich einschliefen. Dhishasem hielt die erste Wache, er saß auf einer Anhöhung, ein kleines Stück vor seinem Lager und schaute fragend in Richtung Tempel. Es ließ ihm keine Ruhe, irgendwas schien dort zu sein, was ihn zu sich rief, doch er konnte nicht beschreiben was es war. Er meditierte, um sich genau auf den Ruf, den er in seinem Unterbewusstsein vernahm, zu konzentrieren. Er sah eine Gestalt vor sich, einen mächtigen Sith Lord, welcher nach Dhishasem zu rufen schien. Plötzlich riss ihn etwas aus der Meditation. Es war Khudos, der Dhishasem von seiner Wachschicht ablösen wollte. Dhishasem brauchte einen Moment um sich zu sammeln, doch dann stand er auf, drehte sich leicht zu Khudos und sagte: "Ich bin bald wieder zurück". Dann verschwand Dhishasem in einer schwarzen Rauchwolke und teleportierte sich stückweise immer weiter in Richtung Tempel. Vor dem prunkvollen Gebäude standen lediglich zwei imperiale Wachen, die den Eingang zum Heiligtum verteidigen sollten. Dhishasem tauchte zwischen ihnen auf und nahm beide parallel jeweils mit einer Hand in den Würgegriff, den Blick stur geradeaus gerichtet. Er erwürgte sie beide, sodass sie tot zu Boden vielen. Dhishasem betrat den Tempel und ging zielstrebig in Richtung der großen Halle, in der der Rat der Sith im Normalfall trohnte. Es waren, egal wie weit er ging, keine weiteren Wachen zu sehen. Nichts, nirgendwo sah er jemanden, geschweige denn spührte er jemanden, doch plötzlich stand er vor der großen Halle des Rates der Sith. Kurz innehaltend betrat Dhishasem den großen Raum, voller leerer Thröne. Es war keiner zu sehen, alles wirkte wie völlig ausgestorben. Doch dann, auch wenn es bloß für einen Moment war, vernahm er eine Präsens, die immer näher zu kommen schien. Aus einem dunklen Nebeneingang betrat eine unbekannte Person den Raum. Es war ein Sith, dessen Gesicht völlig von der dunklen Seite der Macht entstellt war und der ein bedrohliches Verhalten aufwies, als er mit seinen leuchtend gelben Augen vor Dhishasem stand. "Nun... Endlich bist du hier...", sagte der mysteriöse Fremde, mit einer dunklen Stimme. "Was wollt ihr?" erwiderte Dhishasem mit mindestens genauso einer finseteren und boshaften Stimme, genervt von den Unklarheiten, die sich gerade abspielten. "Ihr habt eins treu an Seite des Imperiums gekämpft, nun könnten wir erneut eure Dienste brauchen." "Ich werde wegen Hochverrats gejagt und wurde bereits zur mehrfachen Todesstrafe verurteilt. Also wer seid ihr, dass ihr glaubt mir diese Verbrechen abzuerkennen und wieder zu rehabilitieren?!". Ein dunkles Gelächter füllte den Raum und der Fremde fing zu grinsen an: "Wir wissen doch beide, dass ihr diese Verbrechen nicht alleine ausgeführt habt.". Dhishsasem wunderte sich über die Kenntnisse dieses Siths. "Es ist eure einzige Chance, jemals wieder für das Imperium zu kämpfen, also zögert nicht und gebt mir endlich eure offensichtliche Antwort!". Nach wie vor skeptisch von der Zuverlässigkeit dieses Fremden willigte Dhishasem ein. Abermals breitete sich ein dunkles Gelächter im Raum aus und plötzlich wachte Dhishasem in seinem Lager, neben Khudos, Tesmien und Arrunias auf...

    Verbleibende der Familie

    Verwirrt über das eventuell Geschehene, wachte Dhishasem am Lager vor dem Tempel auf und fragte sich, was genau dort vorgefallen ist. Als wenn nie was gewesen wäre begrüßte ihn Khudos, dem er gesagt hatte er würde bald wieder kommen. Hatte Dhishasem das alles nur geträumt? Er beschloss dieser Frage später nachzugehen, denn nun mussten die Freunde erstmal zusehen, dass sie von diesem Planeten runter kamen, denn es waren nach wie vor Feinde des Imperiums. Sie packten ihre Sachen, kramten die letzten brauchbaren Gegenstände aus dem Schiffs Wrack und machten sich auf den Weg zu Kaas-City. Die große Stadt auf Dromund Kaas mag nicht so wirken, als wäre sie der geeignetste Ort für Gesuchte Verräter, doch dort gab es die meisten Schiffe mit denen sie fliehen könnten und abgesehen davon zog es Dhishasem irgendwie an diesen Ort. Es dauerte nicht lange bis sie die Stadt erreichten, denn sie lag nicht weit weg vom Tempel. Kurz vor der Stadt blieben sie stehen und wollten sich umziehen, um nicht erkannt zu werden, doch Dhishasem ging wie in Trance immer weiter auf die Stadt zu. in seinem Kopf hörte er immer wieder die Stimme aus seinem vermeindlichen Traum, die sagte: "Vertrau auf mein Urteil...". Als Arrunias bemerkte, dass Dhishasem nicht bei klarem Verstand war und einfach immer weiter auf die Stadt zu lief, rannte er zu ihm und redete auf ihn ein, dass Dhishasem direkt erwischt werden würde, würde er sich so in die Stadt begeben. Dhishasem hingegen schien kaum zuzuhören und ignorierte Arrunias. Einige Meter später kam Dhishasem wieder zu Verstand und wollte endgültig wissen was es mit dem Traum auf sich hatte. Seine hinter ihm stehenden Freunde willigten skeptisch seinem Vorhaben ein, nachdem er ihnen von seinem Traum erzählte. Dhishasem ging also zielstrebig in Richtung Kaas-City, hinter ihm seine vermummten Freunde. Es war erschreckend, selbst als sie mitten in der Stadt standen, keiner sagte irgendwas, keinem viel etwas auf, als wäre nie etwas gewesen. Soldaten liefen an Dhishasem vorbei und grüßten ihn sogar, ohne ein Anzeichen einer bösen Absicht. Erstaunt stand Dhishasem still in der großen Stadt und beobachtete die an ihm vorbeigehenden Imperialen. Plötzlich vernahm Dhishasem eine ihn ansprechende Stimme, er drehte sich um und sah einen imperialen Offizier mit einigen Wachen rasch auf ihn zukommen. Dhishasem erwartete eine Festnahme, doch stattdessen verneigten sich die vor ihm stehenden. "Lord Dhishasem, es wurde ein neuer Auftrag für euch bereit gestellt, der umgehend eurer Aufmerksamkeit bedarf.". Schnell gewöhnte sich Dhishasem an den Gedanken wieder offiziell zum Imperium dazu zu gehören und spielte daher gekonnt mit. "Nungut, gebt mir alle nötigen Informationen am Raumhafen." "Wie ihr wünscht mein Lord, wir haben euch bereits ein Schiff zur Verfügung gestellt. General Helcs wird sich via Holokomm bei euch melden und euch die Einzelheiten mitteilen.". Abermals verneigten sich die Imperialen vor Dhishasem bevor sie gingen. Dhishasem drehte sich zu seinen Freunden, die immer noch nicht genau verstanden was hier vor sich ging, doch sie stellten ihr Glück nicht in Frage und machten sich auf den Weg in Richtung Raumhafen. Sie hatten keine Ahnung ob die Rehabilitierung auch für Tesmien, Khudos und Arrunias gewirkt hatte, doch sie waren auch nicht so risikobereit, um es auszuprobieren. Am Raumhafen angekommen stellten sie fest, dass der Offizier nicht gelogen hatte, es wurde Dhishasem tatsächlich ein Schiff zur Verfügung gestellt und zwar nicht irgendein Schiff, es war sein Schiff. Als wäre er nie weg gewesen. Zügig betraten sie das Schiff und machten es sich bequem. Endlich waren sie nicht mehr auf der Flucht, sie hatten es in ein Schiff geschafft, welches Dhishasem unverzüglich zum Abheben brachte und damit in die Tiefen des Alls flog. Entspannt und zufrieden aßen die Freunde etwas und diskutierten wie es weiter gehen sollte. Bloß Dhishasem stand vorne am Cockpit und schaute raus in die Sterne. Als Tesmien kam und wissen wollte ob alles in Ordnung sei, antwortete Dhishasem, dass er nicht zurück nach Abraxin gehen würde. Er ist losgezogen um seine Bestimmung zu finden, genau wie Tesmien vor ihm. Er erklärte seinen Freunden, dass er im Dienste des Imperiums bleiben,- und weiterhin nach seiner Bestimmung suchen wird. Seine Freunde zeigten Verständnis und akzeptierten Dhishasems Wunsch. Auch Tesmien wollte nicht zurückkehren, er wollte nach Narr Shaddaa, um dort nach langer Zeit ein wenig das Leben zu genießen. Arrunias und Khudos wollten wieder zurück nach Abraxin, zu den anderen Mitgliedern der Bruderschaft. Alle waren sich jedoch einig, dass wenn jemand um Hilfe bat, oder einen Rat brauchte, sie jederzeit abrufbereit wären. Dhishasem steuerte das Schiff ins Nirgendwo, ein berüchtigter Ort für Piraten und Schmuggler, um dort seine Freunde abzusetzen. Es war ein Fraktions neutraler Ort, von dem sie sich bis zu ihren Zielen durchschlagen konnten. Als sie an der Luftschleuse angedockt hatten und vor der verriegelten Tür standen. Stand für alle Anwesenden fest, dass dies nicht das Ende ihrer Bekanntschaft gewesen wäre. Also machten sich Tesmien, Arrunias und Khudos auf den Weg um eine Transportmöglichkeit zu finden, während Dhishasem bereits sei Schiff wieder in die Weiten des Weltraums fliegen ließ. Zufrieden endlich wieder im Dienste des Imperiums zu stehen, merkte er wie sein Holokommunikator aufleuchtete. Er nahm den Ruf an und sah General Helcs vor sich. "Lord Dhishasem, als langjähriger Bewohner des Planeten, werdet ihr angewiesen zum Planeten Rhelg zurück zu kehren, um dort einen aktuellen Lagebricht aufzustellen über den Zustand des zerstörten Ortes." "Wie ihr wünscht.". Sagte Dhishasem kurz und ernst, doch im Hinterkopf den ganzen Schmerz und alle negativen Erlebnisse die er auf Rhelg erlebt hatte. "Kommt jedoch vorher auf den Planeten Ziost, eine sterbende Person erbittet eure Anwesenheit, sie sagt sie sei eure Mutter. Helcs Ende."...

    Unerwartete Hilfe

    Dhishasem war skeptisch, er hatte seine Mutter über Jahrzehnte nicht gesehen geschweige denn Kontakt zu ihr gehabt. Eigentlich, so überlegte er, müsste sie bereits längst Tod sein. Verwundert steuerte Dhishasem dennoch sein Schiff in Richtung Ziost. Die Reise dauerte einige Stunden, in denen Dhishasem ausführlich über seine Dienste im Imperium nachdachte und auch wenn es ihn freute nun wieder für seine Fraktion tätig zu sein, ganz wie er es sich gewünscht hatte, so vermisste er dennoch die Zeiten in denen er isoliert mit seinen Freunden Fraktions neutral gelebt hatte. Nach c.a. drei Stunden kam Dhishasem dann auf Ziost an und landete im zentralen Raumhafen, des ihm gegebenen Ortes. Als er aus seinem Schiff stieg, erwartete ihn bereits ein von General Helcs Beauftragter, der Dhishasem eilig zum Lazarett bringen wollte. Nach wie vor skeptisch über die Anwesenheit seiner vermeindlichen Mutter, machte er sich mit dem Offizier auf den Weg zur Krankenstation. Dort angekommen betraten sie recht zügig ein Krankenzimmer, in dem eine Frau mittleren Alters halbtot lag. Dhishasem ging mürrisch näher, um das Gesicht der Frau zu sehen. Es war eine Sith, genau wie er, als sie sich dann endlich zu ihm umdrehte und ihm ins Gesicht schaute, erschlug es Dhishasem beinahe. Er wich einige Meter zurück. Er konnte es kaum glauben, es war tatsächlich seine Mutter, welche ihn handaustreckend anschaute und ihn zu sich wunk. Langsam näher tretend ging Dhishasem auf seine offensichtlich kranke Mutter zu. "Mein Sohn, erschrecke nicht vor meinem Äußeren, du hast mich schon in schlimmeren Zuständen gesehen.". Dhishasem hörte ihr kaum zu, da er nach wie vor verblüfft war, dass seine Mutter noch lebte und altersmäßig recht jung geblieben ist. "Sag mir Mutter, wie konntest du ein solch langes Leben führen?" fragte Dhishasem neugierig. "Ich war noch nicht bereit zu gehen und bin es auch jetzt noch nicht". . Die Ärzte sagten Dhishasem, dass seine Mutter bloß noch wenige Tage haben würde und das sie nichts weiter für sie tun könnten. Mit den Worten: "Ich komme wieder." verabschiedete sich Dhishasem für den Tag und zog sich zurück. Völlig aufgewühlt suchte er nicht sein Schlafgemach auf, sondern die seismischen Gebiete auf Ziost. Er setzte sich neben einige der vulkanischen Quellen und begann zu meditieren. Sein Ziel war es auf irgendeine Art und Weise Venarous Absichten und Methoden raus zu finden, wie er es z.B, geschafft hatte seine Mutter lange Zeit vor dem Tod zu schützen. Nach einigen Stunden hatte sich immer noch nichts getan, bis plötzlich Venarous als Geist vor ihm stand. Dhishasem hatte in diesem Moment keine Ahnung ob es in der Psychischen oder in der Physischen Welt war, in der er Venarous sah, doch das war ihm offenkundig egal. "Meister, meine Mutter liegt im sterben und ich muss wissen, ob es irgendetwas gibt was ich tun kann...". Er drehte sich zu Dhishasem um und sagte: "Die Antwort darauf trägst du bereits Jahre mit dir. Dein Leben muss nicht nur dir gehören.", bevor er wieder verschwand. Dhishasem konnte erahnen was sein Onkel sagen wollte. Das Relikt besaß die Informationen, wie man aus einem lebenden Organismus das Leben entziehen und für sich selbst nutzen konnte. Das war auch der Grund warum Dhishasem immer noch wie ende 30 aussehen konnte, obwohl er weit über 100 war. Er erkannte den Weg den er gehen musste, wenn er seine Mutter retten wollte und irgendwas in ihm sagte, dass seine Mutter noch eine entscheidene Rolle spielen würde und daher am leben bleiben sollte. Am nächsten Tag machte er sich wieder auf ins Lazarett und fragte die Ärzte, ob sie auch an Lebensformen Expirimente testeten. Die Forscher und Ärzte bejahten die Frage, als wäre so etwas selbstverständlich. Dhishasem bat sie 100 Lebende "Kreaturen" zu den Quellen auf Ziost zu bringen, genauso wie seine Mutter. Die Ärzte waren zunächst skeptisch, wagten es allerdings nicht Dhishasem zu widersprechen. An den Energiespendenden Quellen angekommen, waren die Gefangenen bereits dort. Dhishasem hat sich vor seinem endgültigen Beschluss die Akte jedes einzelnen angeschaut, um reines Gewissens das Ritual ausführen zu können. Ein jeder von ihnen war ein Mörder, Vergewaltiger oder Desertour. Dhishasem sah zu seiner linken seine kranke Mutter und zur rechten die 100 Verbrecher, die wütend, aber dennoch angserfüllt zu Dhishasem blickten. Dhishasem begab sich genau zwischen die beiden Fronten und schaute angestrengt zu Boden. Er ergriff zeitgleich und parallel mit seinen Händen die jeweiligen Leben auf jeder Seite. Der Himmel verdunkelte sich währenddessen, Wolken zogen auf und Dhishasems Augen begannen gelb zu leuchten. Langsam schloss er seine Hände, nach wie vor zu Boden schauend und vor Erschöpfung auf die Knie fallend. Sowohl die 100 Verbrecher, als auch seine Mutter schrien vor Schmerz auf, doch Dhishasem ließ dies völlig kalt. Er konzentrierte seine Macht auf das Ende des Rituals, Blitze leuchteten am Himmel auf und alle anwesenden Forscher und Ärzte verstanden nicht im leisesten, was genau sich gerade vor ihren Augen ereignete. Dhishasem schloss nun endgültig seine Rechte Hand und streckte seine linke währenddessen offen in Richtung seiner Mutter. Eine Art rasanter Energiestrom war zu erkennen, welcher von den verlorenen Gefangenen zu seiner Mutter floss. Als der Strom erlosch, hörte schlagartig das Leuchten in Dhishasems Augen auf, die 100 Gefangenen vielen regungslos zu Boden und seine Mutter war bewusstlos. Dhishasem musste sich mit seiner rechten Hand am Boden stützen, denn das Ritual hatte ihm trotz seiner großen Macht wahnsinnig viel Energie entzogen. Die Wolken zogen langsam davon, als die ersten Ärzte zu den am Boden liegenden gingen. "Sie sind alle Tod!" schrie einer der Ärzte empört, doch es war nichts, was Dhishasem überraschte, denn er hatte die 100 Seelen, seiner Mutter geopfert, welche nun wieder erwachte. Keuchend ring sie nach Luft, während weitere Ärzte ihr halfen wieder zu Bewusstsein zu kommen. Langsam und wackelig stand Dhishasem auf und taumelte zu seiner Mutter. Alle Anwesenden schauten Dhishasem an, als wäre er zu gleich ein Monster, als auch ein unglaublich mächtiger Sith Lord. Vor seiner Mutter knieend, sagte Dhishasem bloß: "Ruhe dich aus, wir werden uns bald wieder sehen. Mutter...".


    Rückkehr nach Rhelg

    Dhishasem wachte nach einiger Zeit in einem Lazarett auf. Gepeinigt von ungeahnt großen Kopfschmerzen und einer beinahe völligen Lähmung des Verstandes, konnte sich Dhishasem bloß langsam wieder erholen. Einer der Ärzte schilderte ihm was geschehen war. Es begann alles, als Dhishasem einen Weg gefunden hatte das Leben anderer in sich aufzuasaugen. Es wiederspricht der Natur und hatte somit langanhaltende Konsequenzen. Dhishasem wusste, dass er diese Fähigkeiten bis zum Äußersten ausgenutzt hatte, sowohl mit der Wiederbelebung der Geister in seinem Kopf, als auch beim Retten seiner Mutter. Er dachte die ganze Zeit über, er habe es geschafft den Konsequenzen zu umgehen, doch dies war ganz und gar nicht so. Die Fähigkeit die Macht zu nutzen war den Midi Chlorianern zu verdanken, wie es Dhishasem schon früh von seinem Vater gelehrt wurde, Durch den Missbrauch mancher Fähigkeiten kann es passieren, dass die Midi Chlorianer korrumpiert werden und dem Wirt großen Schaden zufügen können, der bis zum Tod reichen kann. Anschließend währe man kein Geist mehr oder würde eins mit der Macht werden, nein man wäre schlicht nicht mehr vorhanden. Dhishasem fragte den Arzt, was genau passiert wäre, welcher antwortete, dass das Ritual, welches Dhishasem ausgeübt hatte, um seine Mutter zu retten so viel Kraft und fehlplazierte Energie erforderte, dass Dhishasem diesem Druck nicht standhalten konnte und ins Koma viel. Es war nicht so, dass er seine machtvollen Fähigkeiten nicht mehr nutzen konnte, nur hatte er wie ein naives junges Kind gehandelt, der seine Macht nicht hinterfragte, sondern sie bloß gierig und voller Stolz annahm. Auch wenn Dhishasem schon so viele jahre lebte und bereits ein unnatürlich langes Leben lebte, so hatte er bislang eines nicht gelernt, dass macht niemals unschuldig sein könnte. Der Arzt riet ihm, sich langsam wieder mit seinen Fähigkeiten vertraut zu machen und mit absoluter Nachsicht, seine Fähigkeiten einsetzen, denn weitere Vergehen, die der Ordnung der Natur, - so wie es viele Mystiker bezeichnen - widersprechen, könnten sein Ende sein. Mühsam versuchte Dhishasem sich aufzusetzen. Seine Knochen und Muskeln fühlten sich träge und Müde an. Nach wie vor benommen, schaute Dhishasem den Arzt genauer an, welcher ihm die ganze Zeit schon Fragen beantwortete. Als er ihn anblickte traf es ihn wie ein Schlag, es war kein Arzt, sondern Venarous, der vor ihm stand. Verwirrt und überrascht fragte Dhishasem was er hier mache, und wie lange er weggetreten war. Venarous antwortete ihm, dass er von Dhishasem Mutter erfahren hätte was geschehen war und er nach ihm schauen wollte, und nun nach zwei langen Jahren ist er nun endlich wieder erwacht. Dhishasem schaute Venarous stumpf an, als könnte er nicht glauben, dass er zwei Jahre im Koma gelegen hatte. Erst jetzt begann er zu verstehen, dass nicht viel gefehlt hätte, bis er gar nicht mehr aufgewacht wäre. Es war eine Mahnung, die er erhielt, eine Warnung, die er von nun an immer in sich tragen würde. Langsam versuchte Dhishasem sich aufzurappeln und gerade als er Venarous weitere Fragen stellen wollte, war dieser auch schon wieder verschwunden. Skeptisch schaute sich Dhishasem um, doch er tat es als normal für seines Onkels Verhältnisse ab und konzentrierte sich weiter auf das Stehen. Mit medizinischer Begleitung dauerte es knapp eine Woche, bis Dhishasem wieder vernünftig laufen konnte. Schon bald nahm er das Training wieder auf und vergewisserte sich seiner alten Kraft. Nach einigen Monaten im Jahre 3762 VSY kamen imperiale im Auftrag der IPV (Imperialer Planeten verteidigung) des äußeren Sektors, um mit Dhishasem über einen neuen Auftrag zu sprechen. Wie Dhishasem erfuhr, hatte das Imperium noch keine neuen Informationen über den Verbleib des alten Standpunktes der Sith Akademie auf Rhelg, in der Dhishasem Jahre zuvor gelebt und gelehrt hatte. Er wurde beauftragt seinen Heimatplaneten aufzusuchen und dem Imperium Bericht zu erstatten, was sich im Laufe der vielen jahre getan hatte. Etwas erschrocken nahm Dhishasem den Auftrag an, denn er wusste welches Grauen ihm dort das letzte mal begegnet ist. Doch seine Neugier und sein Pflichtgefühl gegenüber der dort Verstorbenen waren zu groß, um den Auftrag hätte ablehnen zu können. Also machte er sich mit den Einzelheiten seines Auftrags vertraut und machte sich auf den Weg nach Rhelg...


    Das Mahnmal

    Einige Stunden vergingen, bis Dhishasem endlich über Rhelg aus dem Hyperraum gehen konnte. Gespannt lief er in seinem Cockpit auf und hab und schaute nervös und grimmig auf die Planetenoberfläche. Eines beruhigte ihn jedoch, denn das erste wonach Dhishasem suchte, war das dunkle Mahl, welches Dhishasem bei seinem letzten Aufenthalt angsterfüllt zurück ließ, doch es war nicht zu sehen. Skeptisch landete Dhishasem nahe den ihm allzu bekannten Ruinen und fuhr die Triebwerke seines Schiffes herunter. Nachdem er sicher gegangen war, dass alle seine Geheimnisse auf dem Schiff und imperiale Zugangscodes verborgen waren, öffnete er die Luke seines Schiffes und trat heraus. Es kam ihm alles so vertraut vor, die Ruinen, der Weg zur Akademie, die umliegenden Wälder, einfach alles. Langsam machte er sich auf den Weg zu den Ruinen der Akademie. Erinnerungen schossen ihm währenddessen durch den Kopf, Erinnerungen, die zu einer längst vergangenen Zeit gehörten, schmerzerfüllte und Glück spendende Erinnerungen. Es dauerte nicht lange bis Dhishasem bei den Ruinen angekommen war, als die Dämmerung nahte stand er vor ihnen, vor den Ruinen seiner alten Heimat. Er kniete nieder und verbeugte sein Haupt. Es gab so viele Opfer die Dhishasem hier bringen musste, so viele Erinnerungen die Dhishasem mit diesem Ort verband. In diesem Moment erhob sich Dhishasem wieder und ging in die Richtung der Katakomben. Die Zugänge lagen hinter der Akademie und sollten Dhishasem beweisen, dass das dunkle Wesen nicht mehr hier war. Er spürte rein gar nichts, keine dunkle Präsenz, keine Geister, keine Individuen, gar nichts, doch als er am Eingang der Katakomben stand, traute er seinen Augen nicht. Paralysiert stand er da und versuchte das vor ihm liegende zu realisieren. Es war ein etwa Feld großes dunkles Mahl, welches Rund war und aussah wie ein Labyrinth. Nachdenkend lief er um das Mahl, welches aussah, als hätte jemand dieses Muster in den Boden eingebrannt und fragte sich was dies zu bedeuten hatte. Als er auf der anderen Seite des Feldes stand und auf den zerstörten Eingang der Katakomben schaute, stieg Zorn in ihm auf. Die Vermutung, dass das Wesen, welches seine Freunde, seine Familie vernichtet hatte auch dieses Zeichen zu verantworten hatte lag nahe. In der Mitte des Kreises sah er eine Kahle Stelle, einen weißen Kreis, umgeben von Schwarzen Linien und Symbolen. Entschlossen trat er auf den großen Kreis und betrat ihn. Augenblicklich viel er auf die Knie und eine gigantische Schwarze Wolke schoss ununterbrochen gen Himmel. Erinnerungen durchströmten ihn, qualvolle Erinnerungen, die an seinem Geist zerrten. Er war bewegungsunfähig, er hielt sich mit beiden Händen den Kopf und versuchte die Kontrolle über seinen Verstand wieder zu gewinnen, doch es misslang. Mit aller Mühe kippte er sich nach hinten und viel aus dem großen Kreis. Schwer atmend und erschöpft lag Dhishasem auf dem Boden und schloss gequält seine Augen. Es war die stärkste psychische Belastung, die er jemals erlebt hatte. Wäre er lange genug darin geblieben, hätte er den Verstand verloren oder schlimmeres. Nach einigen Stunden des Aufrappelns machte er sich auf den Weg zurück zu seinem Schiff. Nachts, als er dort ankam erstattete er dem Imperium Bericht und erklärte, dass Rhelg zumindest an Dhishasems Aufenthaltsort sicher sei. Er erwähnte das Mahl nicht, denn irgendwas in ihm sagte, dass er das nicht brauchte. Unverzüglich erhielt Dhishasem seine neuen Befehle. Er wurde beauftragt die Akademie wieder aufzubauen und sich auf die Ankunft neuer Sith Akolyten in fünf Jahren vorzubereiten, er sollte erneut der Aufseher der Akademie werden, da er einer der Fähigsten für diesen Posten dar stellte. Dhishasem nahm nach kurzem Überlegen an...

    Der Wiederaufbau (3765-3751 VSY)


    Das Fundament

    Dhishasem machte sich von diesem Moment an direkt an die Arbeit. Er war alleine auf Rhelg, stand der Aufgabe völlig ohne Hilfe gegenüber, doch er tat sein möglichstes, um eine würdige Akademie zu errichten. Doch für ihn stellte der Bau mehr als bloß einen Auftrag dar. Der Grund warum er die Bitte des Imperiums entgegen nahm und nun mit voller Leidenschaft und Kraft daran arbeitete war, dass er sich ein Zuhause errichten wollte, indem er sich endlich nieder lassen konnte, nach all der Zeit die vergangen war nach der Bruderschaft der Dunkelheit. Er räumte als erstes die Katakomben frei, beseitigte anschließend die Trümmer der Akademie und errichtete nach und nach ein großes Gebäude. Es dauerte zwei Jahre, bis die Grundrisse der künftigen Heimat standen. Es war ein großes dunkles Gebäude, es war c.a. doppelt so groß wie die vorherige Akademie und hatte mehrere Türme und große außen Mauern, die das Gebäude zukünftig besser vor Gefahren schützen sollten. Die Einsamkeit machte Dhishasem nichts, nach all den Jahren die er nun schon im Universum wandelte und alle Erfahrungen die er machte ließen ihn diese Einsamkeit genießen. Jeden Abend, bevor er sich in die Katakomben zurück zog, meditierte er einige Stunden lang und laß immer wieder Schriften, die den Zusammenbruch des alten Gebäudes überstanden hatten. Der nächste Schritt war nun die Räume zu gestalten, dafür brauchte er natürlich sowohl Möbel, als auch Lichter und die Techniken, die eingebaut werden sollten. Er kontaktierte nach zwei Jahren abermals das Imperium und bat um Rohstoffe. Unverzüglich sicherte ihm das Imperium die Ressourcen zu und ließ Dhishasem somit zwei Wochen auf die Lieferung und das Personal warten. in dieser Zeit sammelte Dhishasem alles was für ihn von Wichtigkeit war, seine Aufzeichnungen der bisherigen Erlebnisse, das machtvolle Datacron und sämtliche Schriften und verbarg sie tief in den Katakomben. Er erschuf einen Raum. Einen Raum der so unauffällig in den Katakomben existierte, sodass ihn die Dunkelheit vor jedem verbergen sollte. Jegliches Licht brachte an diesem Ort nichts, mit viel Mühe erschuf Dhishasem eine Licht schluckende Sphäre, die den Raum vor eventuellen ungebeten Interessenten verborgen lassen sollte. Zu guter letzt hob er eine schwere und große Steinplatte vor den Raum und belegte sie mit einem von ihm konstruierten Fluch, sollte es jemand wagen und versuchen die Tür zu öffnen, würde er von der Sphäre verschluckt werden und in ewiger Finsternis verkommen. Als Vorbild dafür diente das frühere Gefängnis des Datacrons, in welchem Dhishasem über Jahre eingesperrt war. Es ließe sich nur öffnen, wenn man die versiegelte Tür mit einer Art Licht in Kontakt bringt und das Einzige was Dhishasem kannte, was nicht verschlungen werden konnte, waren die violetten Flammen Venarous´. Sein Schiff landete er in seinem Privathangar und somit war er fertig. Er stellte sich an dem Tag der angekündigten Ankunft vor die errichtete Akademie und wartete geduldig auf die Ankunft seiner Verbündeten...

    Geheime Orte

    Die voraussichtliche Ankunft, der zukünftigen Anwärter wurde um einige Monate verschoben, der Grund dafür war, dass die Republik einen überraschenden Angriff auf patrullierende imperiale Schiffe zwischen Rhelg und Ziost gestartet hatte. Völlig alleine, vor der kürzlich errichteten Akademie, machte sich Dhishasem viele Gedanken. Eine seiner Hauptsorgen die er zu diesem Zeitpunkt einfach nicht los werden konnte, war das Feld große Mahl, welches nach wie vor unberührt hinter der Akademie lag. Er verbrachte die nächsten zwei Tage damit immer wieder um den großen schwarzen Kreis zu laufen und sich grübelnd den Kopf zu zerbrechen was es damit auf sich hatte. Er versuchte sich krampfhaft daran zu erinnern, ob er so etwas irgendwo schon mal gesehen hatte, oder jemanden kannte, der zu solchen Taten in der Lage wäre, doch nichts, niemand den er kannte hätte solch eine Macht ausüben können. Für ihn stand es außer Frage, dass die bisherigen Ereignisse mit dem dunklen Wesen, nun auch hiermit etwas zu tun haben mussten. Um endlich irgendwelche Indizien heraus zu finden, ging Dhishasem in die kürzlich eingerichtete Bibliothek der Akademie. Er verbrachte dort einige Wochen und laß alles was er auch nur ansatzweise mit Ritualen in Verbindung bringen konnte. Selbst nachdem er seines Erachtens nach alles mögliche auf mögliche Informationen geprüft hatte, fand er nichts, es gab nichts Vergleichbares, was dieser Macht auch nur annähernd nahe kam. Das Mahl war gefährlich so viel stand fest und Dhishasem war nicht in der Lage diese Macht auch nur ansatzweise zu bezwingen. Er beschloss also, als Schutzmaßnahme für die Neuankömmlinge einen großen Wall um das Mahl zu errichten. Es dauerte eine Woche bis er damit fertig war und die c.a 3m großen Wände das Mahl fast vollständig umschlossen. Lediglich eine kleine Eingangstür baute er ein, aus zukünftigen Forschungszwecken, denn was auch immer das war, es bereitete Dhishasem Sorgen, denn für ihn bedeutete es, dass es irgendein Wesen geben musste, welches durch keine Dhishasems bekannte Macht aufgehalten werden könnte...

    Die Ankunft

    Dann endlich, nach ungefähr zweieinhalb Monaten im Jahre 3759 VSY, kamen die Jahre zuvor angekündigten Anwärter auf Rhelg an. Es waren knapp 200 Personen, die sich aus den Landungsschiffen zielstrebig in Richtung Dhishasem auf machten, der am oberen Ende der Treppe, unmittelbar vor dem Haupteingang der Akademie, mit verschränkten Händen hinter seinem Rücken stand und die Auszubildenen in Empfang nahm. Es gab knapp 17 Ausbilder, 12 Sklaven (die für häuslichen Tätigkeiten zuständig waren), 6 Piloten, um immer mal wieder nach Bedarf neue Ankömmlinge, oder neues Proviant abholen zu können und 165 Anwärter/Arbeitskräfte, die es auszubilden galt. Darüber hinaus kamen drei weitere Personen am Abend und traten auf Dhishasem zu. Es waren seine Freunde Tesmien, Khudos und Arrunias. Er hatte sie lange nicht gesehen und durch die Praktiken, die sie bei der Bruderschaft ausübten, wurde ihr Altern verlangsamt. Sie waren alle im Schnitt zwischen 60-70 Jahre alt, doch optisch könnte man denken, sie wären Anfang 40. Dhishasem hatte sie Wochen zuvor aufgeklärt, ihnen gesagt, er habe die Akademie auf Rhelg wieder errichtet, woraufhin seine Kameraden ihm anboten ihn bei dem künftigen Unterricht zu unterstützen, da Venarous sich aus der Bruderschaft zurück gezogen hatte und nun niemand mehr da war, der den Bund hätte anführen können. Verwirrt dachte er kurz darüber nach, doch zunächst nahm er dankend das Angebot an, zumal ihm nicht nur die Hilfe bei den Lehrstunden zugute kam, sondern auch das Rätsel um das hinter der Akademie liegende Mahl, doch damit wollte er seine Freunde nicht gleich belagern. Seit langem fühlte sich Dhishasem mal wieder in angenehmer Gesellschaft. Während die Neuankömmlinge ihre Quartiere aufsuchten, zeigte Dhishasem seinen Freunden die Akademie und ihre Gemächer. Jeder von ihnen war auf einem bestimmten Gebiet beinahe unschlagbar. Arrunias war ein hervorragender Kämpfer mit zwei Lichtschwertern, im Nahkampf hatte Dhishasem immer große Mühe, wenn er es mit ihm aufnahm. Tesmien war ein zwar weniger guter Kämpfer, doch dafür ein ausgezeichneter Stratege und ein sehr gewiefter Taktiker. Khudos war vermutlich nach Dhishasem der stärkste in der Akademie, er trug ein violettes Lichtschwert (nur dem Anführer und seiner Hand war diese Farbe in der Bruderschaft erlaubt), war äußerst stark in der Macht und war mit Venarous und Dhishasem der Einzige, der es gemeistert hatte, die Flammen der Finsternis erfolgreich zu kontrollieren. Somit waren die drei für Dhishasem von großem Nutzen. Als die Dunkelheit über den Ort herein brach und Dhishasem schweigend genau dort stand, wo er die Anderen vor wenigen Stunden in Empfang genommen hatte, vermisste er etwas die Einsamkeit. Natürlich war er froh darüber, dass er nun wieder Gesellschaft hatte, doch seit dem Ereignis mit seiner Mutter und dem langen Koma in dem er wegen seines Machtmissbrauchs gelegen hatte, war Dhishasem ein Anderer. Dies sagten ihm auch seine Freunde, er wirkte gefasster, ruhiger, als wäre er endlich irgendwo angekommen, wo er schon lange hin wollte. Und das sah Dhishasem ähnlich, sein Durst nach mehr Macht hatte sich gelegt, natürlich war er immer noch irgendwie da und würde vermutlich auch nie ganz verschwinden, doch es brachte ihm beinahe ein Gefühl von Frieden, als ob er, nach all den Jahren, endlich mit sich im reinen wäre. Doch als er so da stand und nachdenkend gen Himmel blickte, trat Khudos von hinten an ihn heran, legte Dhishasem seine Hand auf die Schulter, während er hinter ihm stehen blieb und in die gleiche Richtung wie Dhishasem schaute und sagte nur: "Nun gut, zeig es uns...".

    Beginn der Ausbildung

    Nur seinen Freunden hatte Dhishasem das Geheimnis hinter der Mauer verraten und als sie es sich gemeinsam ansahen, grübelten die drei, während Dhishasem erzählte. Je mehr er so erzählte, desto mehr verdunkelten sich die Angesichter seiner Kameraden. Fest stand auch für sie, dass dies keine unbedeutende Kleinigkeit zu sein schien, ganz im Gegenteil, wer auch immer das hier hinterlassen hatte, hinterließ damit auch gleichzeitig eine Absicht, sagte Tesmien. Nach Dhishasems Schilderungen wagte es keiner den vor ihnen liegenden Kreis zu betreten. Sie beriehten sich noch eine Weile, doch nachdem Dhishasem einwarf, dass er selbst in den Archiven der Akademie nichts finden konnte beschlossen die vier, die Frage vorerst beiseite zu schieben, bis sie neue Anhaltspunkte hätten. Tesmien, Khudos und Arrunias gingen in ihre Ausbildungsgruppen, während Dhishasem sein Büro aufsuchte und dort für eine Weile verschwand. Die Akademie stand, sie war eingerichtet, hatte (wie es zumindest bislang den Eindruck machte) fähiges Personal und die Auszubildenen. Alles war bereit und lief genau so, wie es zu laufen hatte. Irgendwas jedoch war Dhishasem suspekt, es missviel ihm, dass es so ungewöhnlich ruhig war. Die Republik jagte die übrigen Imperialen regelmäßig schon seit Jahunderten, doch nun hatte Dhishasem seit Jahren nichts auf Rhelg mitbekommen. Die Republik kontrollierte Korriban, was bereits Schmach genug war, doch zu allem Überfluss liegt Rhelg beinahe direkt daneben. Er ist einer der fünf heiligen Sith Planeten und doch griff niemand an. "Ob es ihnen das nicht wert ist? Haben sie vielleicht kein wirtschaftliches Interesse an diesem Planeten?" fragte sich Dhishasem. Jedoch kam er zu dem Ergebnis, dass er die Neuankömmlinge so gut ausbilden wollte wie er nur könne, denn sie sind die Zukunft des geschwächten Imperiums...

    Reise nach Yuveria (3751-3730 VSY)


    Eine wundersame Begegnung

    Einige Wochen vergingen, die Ausbildung der neuen Rekruten lief gut und von Feinden war kaum etwas zu hören. Selbstverständlich stand Dhishasem weiterhin im Kontakt zum imperialen Oberkommando, um auf dem Laufenden zu bleiben was den Krieg betraf. Eines Abends erhielt er eine wichtige Nachricht über das Holokom, in welcher es hieß: "Lord Dhishasem, die Republik hat einen schweren Angriff auf den entfernten Planeten Yuveria gestartet. Er ist für uns von großer Wichtigkeit, da die Ressourcen die der Planet bietet, wichtig für die Rüstungsindustrie sind. Unsere leitenden Admiräle sind entweder in Gefangenschaft geraten, Tod, oder aber desertiert. Eure Aufgabe soll es nun sein die Bemühungen vor Ort so gut es geht zu unterstützen und nach Möglichkeit den Kampf zu unseren Gunsten zu entscheiden. Ich übermittle die Koordinaten. Ende der Nachricht". Dhishasem war sich nicht ganz sicher was er davon halten sollte. Zum einen versprach es nach langer Zeit mal wieder Abwechslung, doch zum anderen war Dhishasem mit seinen c.a. 106 Jahren langsam an dem Punkt angelangt, wo er sich an das Beständige gewöhnte. Die Akademie stand jedoch und seine Aufgabe war soweit getan, er rief alle Mitglieder und Bewohner der Akademie am nächsten Morgen zusammen und verkündete, dass er auf unbestimmte Zeit im Außeneinsatz gebraucht wurde. Tesmien sollte während seiner Abwesenheit die Akademie verwalten und über alle wichtigen Entscheidungen richten. Nach einem kurzen Abschied seiner Freunde und Kollegen begab sich Dhishasem an Bord seines Schiffes und setzte den Kurs nach Yuveria. Er war knapp zwei Tage unterwegs, bis er aus dem Hyperraum kam und auf den Eis bedeckten Planeten schaute. Dhishasem hatte kein Problem mit der Kälte, er bevorzugte sie sogar was für einen Sith eher selten war. Als er im Raumhafen ankam wurde er bereits erwartet. Der leitende Lieutenant brachte Dhishasem zu seinem Zelt und erklärte ihm die aktuelle Lage. Es war nicht so dramatisch wie er angenommen hatte, vermutlich war seine Anwesenheit vor allem deswegen von Nöten, um eine Exekutive vor Ort zu haben und um mögliches Desertieren vorzubeugen. Gelassen packte Dhishasem seine Taschen aus und verschaffte sich einen Überblick in der Basis, bis er in einigen Stunden dem Team der Operation vorgestellt werden sollte. Die Nächte gingen auf Yuveria knapp 72 Stunden, die Tage bloß 16. Dhishasem wurde also gegen "Abend" durch die Dunkelheit in den Kern der Basis geführt. Ein großes Gebäude, was alles beinhaltete, sowohl den Raumhafen, als auch die Waffenkammern, die Kommunikationszentrale usw. Ihm gefiel dieser Planet, er war noch so intakt, wenig durch den Krieg korrumpiert, so zumindest sein erster Eindruck. Dhishasem war der befehlshabende Commander dieser Operation und somit stand seine Autorität außer Frage. Ihm wurden nach und nach seine Operationsmitglieder vorgestellt. Es gab einen leitenden Techniker, den Befehlshaber der dort stationierten Truppen, den Kommunikationsexperten und jede Menge Assistenten der genannten Charaktere. Dhishasem wollte gerade die Aufgabenverteilung besprechen, bis plötzlich etwas passierte. Eine junge Frau betrat den Raum und brachte dem befehlshabenden Captain einige Aufzeichnungen. Sie schaute Dhishasem dabei kurz an und für einen Augenblick, einen bedeutsamen Augenblick, erstarrte Dhishasem. Er musste schon mit vielen überraschenden Situationen klar kommen und seine Überraschtheit
    überspielen, doch dieses Mal gelang es ihm kein bisschen. Er war von der ersten Sekunde an fasziniert von der Frau und wagte es nicht diesen Augenblick durch sein Handeln zu unterbrechen. Die junge Frau bemerkte das Dhishasem sie ernst anschaute und so ging sie fast schon erschrocken auf ihn zu, blieb vor ihm stehen und verneigte sich.
    "Verzeihen sie mein Lord, mein Name ist Lamahra Leenayh."

    Jahre des Glücks

    Die beiden trafen sich in den nächsten Wochen oft, anfangs bloß um über die Operation zu sprechen, doch schnell viel Lamahra auf, dass Dhishasem für diese Besprechungen vorzugsweise ihren Vorgesetzten hinzuzuziehen hatte. Die beiden verstanden sich gut, mehr als gut, sie verbrachten beinahe die ganze Zeit miteinander. Lamahra war ungefähr 28 Jahre alt und auch wenn Dhishasem bereits 106 war, so sah man es ihm noch lange nicht an, er sah weiterhin aus wie Anfang 40. Weitere Wochen vergingen und es tat sich nichts erwähnenswertes im Krieg. Die Eroberung Yuverias ging schleppend voran und da die Republik immer weniger Ressourcen schickte, um dem Imperium entgegen zu halten, war es bloß noch eine Frage der Zeit bis das Imperium die Kontrolle übernahm. Stattdessen verbrachte Dhishasem lieber Zeit mit Lamahra, die inzwischen in seinem Quartier zusammen mit ihm lebte. Die beiden waren zusammen gekommen und konnten nicht mehr voneinander los kommen. Es war keine Abhängigkeit in dem Sinne, doch beide beschrieben ihre Beziehung des Öfteren so, dass wenn man Jahre lang vor sich hingelebt hat und einem die Frage nach Sinn und Zweck des Lebens quälte, so war sie von da an beantwortbar. Dhishasem konnte Lamahra mittlerweile alles erzählen. Es sind drei Jahre vergangen, seitdem sie zusammen gekommen sind (3748 VSY) und Lamahra wusste besser über Dhishasem bescheid, als sonst irgendjemand der ihn je gekannt hatte. Er hatte ihr alles erzählt, alles über seine Vergangenheit, über die tragischen Ereignisse, den Verlust, seine Qualen, sein langes Leben, seine Freunde, einfach alles. Es schreckte sie nicht ab, sie liebte ihn und er liebte sie. Die beiden akzeptierten den jeweils anderen und konnten sich ihm auf eine ehrliche Weise hingeben. Lamahra war vielmehr beeindruckt von dem langen Weg den Dhishasem bereits gegangen war. Umso mehr verwunderte es sie, dass Dhishasem noch keine andere Person im Leben hatte, die ihm so viel bedeutet hat wie sie. Die Tage veränderten sich nicht großartig, alles blieb wie es begonnen hatte, Dhishasem beaufsichtigte weiterhin die Fortschritte, Lamahra arbeitete weiter im imperialen Dienst und ehe sie sich versahen, hatte sich alles normalisiert. In den Jahren die Dhishasem dort verbrachte, flog er einige Male zurück nach Rhelg zur Akademie um zu schauen wie der Stand der Dinge war und um seine Freunde zu besuchen. Auch Lamahra nahm er einige Male mit, um ihr alles zu zeigen was er geschaffen hatte. Die beiden lebten jedoch weiterhin auf Yuveria, worüber sie sich auch nicht beklagen konnten. Einige Jahre später, im Jahre 3742 VSY entschieden sich Lamhra und Dhishasem einen Schritt weiter zu gehen. Es sollte keine Heirat sein, da beide von solch einem Verfahren nicht sonderlich viel hielten. Es sollte vielmehr eine tiefer greifende Zeremonie sein, in der die Loyalität und die Hingabe der beiden geehrt und gesegnet wird. Als Dhishasem noch bei der Bruderschaft der Dunkelheit war, gab es oft solche Zeremonien, die Venarous leitete. Es musste nicht zwingend aus Liebe geschehen, doch wenn man eine solche Verbindung geschlossen hatte, so sei man miteinander verbunden und egal was auch geschehen mag, die andere Person ist ein Teil von einem selbst. Es sollte in der Bruderschaft den Wert der Loyalität und Kameradschaft unterstreichen und wurde jenen zum Teil, die danach fragten. Aus diesem Grund bat Dhishasem seine drei Freunde von Rhelg zu ihm zu kommen und diese Zeremonie zu veranlassen. Es war eine kleine Runde, die sich in der Lieblingshöhle Dhishasems und Lamahras traf und Teil der Zeremonie wurde. Tesmien, Khudos, Arrunias, Dhishasem und Lamahra waren die einzigen die anwesend waren. Plötzlich jedoch trat Venarous aus den Schatten hervor und Dhishasem wandte sich verwundert zu ihm. "Meister, wie komme ich zu der Ehre?" fragte Dhishasem überrascht, "Einen solchen Anlass lasse ich mir nicht entgehen, ich war bei jeder Zeremonie dabei die je stattgefunden hat." entgegnete Venarous. Während die beiden noch kurz sprachen, schauten die übrigen Anwesenden skeptisch in Dhishasems Richtung. Dann war es soweit, Khudos (der den Umgang mit den violetten Flammen nach Dhishasem am besten drauf hatte), entzündete eine Art Kreis um Dhishasem und Lamahra, die beide die rechte Hand im Nacken des jeweils anderen hielten, ihre Köpfe zusammen legten und leicht in Richtung Boden schauten. Während Tesmien sprach: "Möge eure Loyalität und euer Vertrauen ein Beispiel für nachfolgende Anwärter sein und als Inspiration dienen. Möget ihr vereint bleiben, im Geiste was auch geschehen mag. Alle Versprechen, die ihr nun bereit seid zu geben, werden euch entweder zum Segen, oder zum Tod. Konzentriert euch nun auf die Vereinigung.". Alle drei sprachen von da an in leisem Gemurmel auf der alten Sprache, die die Bruderschaft auf Abraxin verwendeten, um eben solche Rituale zu vollziehen. Das Ritual bestand darin, dass die violetten Flammen um Dhishasem und Lamahra herum immer stärker und dichter zu brennen begannen, bis sie die beiden in der Mitte stehenden erreichten. Von da an sollte sich heraus stellen, ob man es ernst meinte oder nicht. Meint man die Versprechen und die Hingabe zu der anderen Person ernst, passiert einem nichts, wenn man jedoch im Inneren Zweifel hegt, oder die gesprochenen Äußerungen sogar Lügen waren, verbrennen einen die Flammen von Innen und vernichten alles, Erinnerungen, Geist und Körper. Den beiden jedoch geschah nichts, sie standen von den Flammen unbehelligt in der Mitte des Kreises, während die Flammen überall um sie herum tobten. Nach ein bis zwei Minuten ließen die Flammen nach und leuchteten zuvor noch einmal stark auf. Sie projizierten eine Art Wappen an die decke der Höhle, welches sich direkt einbrannte und leicht violett schimmerte. Dieses Symbol war eine Art Mahl, es markierte den Ort der heiligen Verbindung und gab die Beziehung der beiden Personen bekannt. Ähnlich wie bei einem Gemälde konnte man das Symbol unterschiedlich deuten, doch im Endeffekt geschah es niemals willkürlich, die beiden Charaktere formten es unbewusst selbst. Dhishasem und Lamahra umarmten sich innig, während Tesmien bekannt gab, dass Lamahra von nun an den Namen Gaaias tragen sollte. (Entweder beide Teilnehmer mussten in der Bruderschaft sein, oder der Name musste der Selbe sein, so die Tradition). Die Freunde beglückwünschten die Beiden. Niemand schaute zur Decke hoch, um sich das Symbol anzuschauen, welches angeblich die Beziehung der beiden beschreiben sollte. Es hieß es sei fatal hinzusehen, da es einem subjektive Eindrücke des weiteren Verlaufes der Situation geben könnte. Also gingen alle Beteiligten aus der Höhle heraus. Bloß Dhishasem verweilte noch kurz. Er machte sich nicht viel aus den Befürchtungen, die das Symbol angeblich begründeten, also schaute er kurz hoch. Seine Mimik verdunkelte sich, seine Augen wurden größer und er schaute voller entsetzen die Decke der Höhle an. Er wusste nicht wie er das zu verstehen hatte, doch das Symbol an der Decke, war genau das gleiche, wie das schwarze Mahl bei der Akademie...

    Rückkehr zur Akademie

    Viele Jahre nach dem stattgefundenen Ritual der Bruderschaft war die Arbeit auf Yuveria getan. Dhishasem wurde abgelöst von einem anderen Sith Lord, der von Dhishasem eingewiesen wurde. Ein Sith namens Calyphagus. Es war nahe zu nichts über ihn bekannt, weder sein Alter, noch seine Rasse, noch sein Aussehen. Er war knapp 1,76m groß und trug permanent seine Rüstung. Es war ein langer dunkler Umhang, der an einigen Stellen bereits durchlöchert war und stark gebraucht aussah. Dazu trug er Handschuhe, die bis zu seinem Ellenbogen reichen und an den Unterarmen gebogene Klauen hatten. Seine Maske war eine Silberne Fassade, die bloß zwei rot-schwarze vertikale Striche in höhe der Augen hatte. Wie er da durch sehen konnte war ein Rätsel, was keiner zu lösen vermochte. Sein ganzer Kopf war von dieser Maske umschlossen. In der Mitte seines Kopfes zog sich eine Schneise um die Maske, von der linken bis zur rechten Schläfe einmal über die obere Kopfhälfte. Was es damit auf sich hatte war ebenfalls unbekannt. Sicher war, dass er ein Mann war, da er eine recht männliche Stimme hatte. Sie war nicht außergewöhnlich tief, ähnlich wie Dhishasems, sondern vielmehr nicht weiter auffällig. Das einzig besondere daran war, dass sie wie ein flüstern klang. Ein Flüstern das nicht aus seinem Mund zu kommen schien, sondern vielmehr im eigenen Kopf wahrgenommen wurde. Er war einer der mächtigsten Sith Hexer, die zu dieser Zeit im Imperium dienten. Dhishasem verstand sich sehr gut mit Calyphagus. Ihre gemeinsame Leidenschaft für besondere Rituale ließ sie des Öfteren lange Gespräche führen und gemeinsame Übungen vollziehen. Dhishasem verstand sich nach langer Zeit mal wieder richtig verstanden. Nicht auf die Art und Weise wie Lamahra ihn als Person verstand, sondern die Fähigkeiten die Dhishasem besaß musste er Calyphagus gegenüber nicht verstecken. Er erzählte ihm alles, von dem Datacron, von den Ritualen und den Nebenwirkungen, die Dhishasem einst beinahe um den Verstand brachten. Es war ein Ding der Unmöglichkeit aus Calyphagus Stimme eine Art Wertung heraus zu hören geschweige denn seine Mimik zu deuten (man sah sie nicht), daher musste man das was er sagte ohne weiteres aufnehmen und glauben. Er sagte jedoch, dass er beeindruckt wäre, dass es Dhishasem gelungen sei, ein solch mächtiges Ritual mehr oder weniger zu überleben und erfolgreich umzusetzen, wenn auch mit Hindernissen. Dhishasem wusste sein indirektes Lob zu schätzen und verbrachte weiterhin viel Zeit mit ihm. Die Informationen die er von dem Hexenmeister erfuhr ließ ihn immer beeindruckter aussehen. Calyphagus war bereits soweit, dass er eigene Rituale schuf, mit denen er sich beispielsweise unverwundbar machen konnte, wenn auch nicht lange. Auf die Frage wie alt er denn sei, erhielt Dhishasem nie eine Antwort. Calyphagus war eine mysteriöse Person, doch deutlich wurde schnell, dass er als Dhishasems Vertretung auf Yuveria mehr als qualifiziert war. Dhishasem verabschiedete sich also von seinem Team, mit dem er im Jahre 3733 VSY abzuschließen hatte. Selbstverständlich begleitete Lamahra ihn nach Rhelg. Sie war inzwischen Anfang 40, doch man sah ihr ihr Alter nicht an. In Dhishasems Gegenwart schien sie kaum zu altern. Sie sah nach wie vor aus, als wäre sie gerade 30 geworden. Auf Rhelg angekommen hießen alle Ausbilder den rechtmäßigen Akademie Leiter und seine Begleiterin willkommen. Tesmien übergab das Kommando wieder Dhishasem und alles kehrte zu dem ehemaligen Rhythmus zurück, der vor Dhishasems 18 jähriger Abwesenheit geherrscht hatte. Lamahra bezog ebenfalls sein Quartier, Dhishasem wurde mit der Zeit über alle erwähnenswerten Vorkommnisse unterrichtet (es waren jedoch nicht allzu viele, da sich Dhishasem und seine Freunde auch während der Abwesenheit regelmäßig gesehen hatten) und den Neuankömmlingen vorgestellt. Seine Freunde sind ähnlich wie er kaum gealtert. Es war merkwürdig, denn jene, die Dhishasem nahe standen schienen langsamer , oder gar kaum zu altern. Er sprach auch Calyphagus darauf an, welcher meinte, dass Dhishasems Lebensenergie, durchaus passiv übertragen werden kann, indem man jemanden einen Teil von sich werden lässt, sodass die Lebensgeister einer Person mit anderen verbunden werden können. Die Akademie beherbergte mittlerweile knapp 600 Personen, die dort entweder arbeiteten oder unterrichtet wurden.
    Weitere drei Jahre vergingen, in denen alle unbekümmert und in angenehmer Ruhe vom Krieg ihren Aufgaben nachgehen konnten. Bis hin zu jenem schicksalhaften Tag im Jahre 3730 VSY, an dem die Republik das Interesse an Rhelg gewann...


    Die Jagd (3730 VSY)


    Aufforderung zum Kampf

    Es war ein Tag wie jeder andere. Die letzten drei Jahre, die Dhishasem bereits wieder auf Rhelg lebt, haben wenige nennenswerte Ereignisse stattgefunden. Einige Kundschafter von Piraten oder der Republik haben die Akademie immer wieder ins Auge genommen, doch nie hat jemand den Planeten wieder verlassen. Dhishasems Anhänger nahmen sie entweder gefangen oder töteten sie. An einem Tag jedoch, es war gerade beim Kampf Training, welches Dhishasem beobachtete tauchte ein republikanischer Kreuzer im Orbit über ihnen auf. Dhishasem war nicht blöd, er wusste das die Republik früher oder später auf die Idee kam Rhelg anzugreifen, doch hätte er nicht jetzt schon mit diesem Angriff gerechnet. Er kontaktierte das imperiale Kommando, doch es schien so, als würden überall republikanische Kreuzer die Hauptplaneten des Sith Imperiums angreifen, um den Krieg für sich zu entscheiden. Das Imperium war noch immer von den permanenten Angriffen der Republik angeschlagen und hatte sich nie wirklich erholen können. Es oblag nun Dhishasem und seinen Gefährten die Akademie zu verteidigen, sie hatten keine Unterstützung zu erwarten.
    Das Schiff rührte sich nicht, zumindest nicht so das es auffiel. Dhishasem rief alle Ausbilder zusammen. es waren knapp über 50 Ausbilder, die zu der Zeit anwesend waren. Die Stärksten waren jedoch weiterhin Khudos, Arrunias und Dhishasem. Tesmien war noch nie überdurchschnittlich gut im Kampf, jedoch waren auch seine militärischen Fähigkeiten von großer Bedeutung, gerade deswegen, weil sie sehr wahrscheinlich in der Minderheit kämpfen würden. Einige Stunden vergingen, in denen sich alle auf einen Kampf vorbereiteten. Jene, die noch nicht in der Lage waren sich vernünftig im Kampf zu behaupten wurden in die dafür ausgelegten Schutzräume verbracht, in denen auch Dhishasem schon Schutz suchen musste, Der Rest formierte sich im Gelände. Dhishasem stand vor den Eingangstreppen der Akademie, die Hände hinter dem Rücken verschränkt und die Doppelklinge sichtbar am Gürtel tragend und griffbereit. Er trug seine schwarze Kampfrüstung, mit seinem dunklen Helm und den vier bedrohlich rot leuchtenden Augen. Die Helligkeit des Tages nahm weiter ab, bis in der Dämmerung Besatzungsschiffe landeten. Das näherkommende Marschieren der feindlichen Einheiten war nicht zu überhören. Dhishasem schätzte ihre Zahl auf mindestens 1000. Er hatte knapp 370 kampftaugliche Akademie Mitglieder aufstellen können und sich bereits mit Tesmien einen Plan überlegt, den Kampf möglichst ohne große Verluste zu beenden. Auch wenn Dhishasem einer der stärksten bekannten Krieger des Imperiums war, so könnte er nicht vermeiden, dass viele seiner Verbündeten umkommen würden, sollte er den Kampf ernsthaft bestreiten. Aus diesem Grund sah der Plan vor, schnellstmöglich den Anführer der Feinde zu besiegen und den Truppen die Orientierung zu nehmen, indem die Kommunikation gestört werden sollte und einige der Krieger Dhishasems' die Landungsschiffe zerstören sollten. Die näher rückende Armee hatte nun fast die Akademie erreicht. Kurz vor der Dunkelheit trafen sie ein. Der Anführer war ein knapp dreißig jähriger junger Mann, der Dhishasem verdächtig vertraut vorkam. Er hatte ihn zwar noch nie in seinem Leben gesehen, doch die Beschreibung seines Auftretens war ihm auf irgendeine Art und Weise geläufig. Er stand grinsend vor Dhishasem. Knapp 20 Meter entfernt, mit seinen Soldaten im Rücken.
    "Ich grüße euch, Lord Dhishasem." rief er spöttisch. "Ich habe schon soooo viel von euch gehört.". "Sagt wer ihr seid, oder schweigt." entgegnete Dhishasem mit einem finsteren ernsten Ton, der in dem vor ihm liegenden Wald weiter hallte. "Es ist schade, dass ihr mich nicht erkennt. Ich hatte gehofft, ich wäre inzwischen bekannter bei meinen alten Kameraden. Aber nungut, da ihr offensichtlich so weit weg von jeglichen Ereignissen lebt, muss ich es euch wohl nachsehen. Mein Name lautet Meister Sorigen, ehemals Lord Sorigen.". Plötzlich viel es Dhishasem wieder ein. Lord Sorigen war ein Lord der Sith gewesen, der der Ansicht war, dass ein Krieg gegen die Republik sinnlos wäre. Er wechselte die Seiten und wurde fortan als Sith-Jäger bezeichnet, da er Stützpunkte und militärische Vorhaben des Imperiums an die Republik weiter gab und die Angriffe meist selbst anführte. "Ein Verräter, der dazu noch die Dreistigkeit besitzt sich damit zu rühmen, hat keinen Platz in der Welt der Mächtigen." rief Dhishasem jetzt beinahe schon wütend. Das Grinsen in Sorigens Gesicht verblasste allmählich "Nun, dass mag eurer Ansicht nach so sein, doch ich bin nicht hergekommen um mich beleidigen zu lassen, also wie wäre es wenn ihr nun samt eurem geliebten Zuhause untergeht? Ich muss mich um die nächsten Sith kümmern, die ich auslöschen kann." rief er zurück und griff zu seinem Lichtschwert. Dhishasem drehte sich seitlich zu ihm, bewegte sein rechtes Bein nach hinten, hielt die Linke Hand vor sich und zog mit der rechten seine Waffe "Nun, dann lasst uns beginnen". Der Kampf begann und Dhishasem teleportierte sich direkt zu den feindlichen Soldaten. Aus den Bäumen sprangen Khudos, Arrunias und ihre Schüler, die nach und nach die Einheiten dezimierten. Tesmien schlich währenddessen mit einigen Soldaten zu den Landungsschiffen und platzierte Sprengsätze an den Trägerflächen. Der Kampf dauerte nicht lange, bis Sorigen mit einem hämischen Lachen den Rückzug anordnete. Sie verschwanden so schnell wie sie gekommen waren. Es gab kaum Verluste auf Dhishasems Seite, worüber alle sehr erfreut waren, doch die Frage blieb offen, was der voreilige Rückzug zu bedeuten hatte. Sie warteten auf Tesmien und seine Männer, die nach einigen Minuten, etwas angeschlagen wieder bei der Akademie ankamen. Von 12 Landungsschiffen konnten bloß drei zerstört werden, für den Rest reichte die Zeit nicht, doch da die Sprengsätze erst kurz nach dem Start der Schiffe gezündet wurden, haben sie zumindest einige noch mit in den Tod schicken können. Teilweise erleichtert, teilweise verwundert ging Dhishasem zurück in die Akademie, wo er Lamahra von dem Sieg berichten wollte. Er setzte seinen Helm ab und trat in ihr gemeinsames Quartier ein. Er ließ seinen Helm fallen und viel auf die Knie. Sie war weg. Er riss sämtliche Schränke auf, zerstörte die Hälfte der Räume, in der Hoffnung sie habe sich irgendwo versteckt, doch nichts. Auf seinem Schreibtisch fand er einen kleinen Zettel auf welchem stand: "Ich gewinne.". Zorn erfüllt und bebend ging Dhishasem erneut zu Boden. Er schaute auf den Brief, welcher augenblicklich von violettem Feuer in Dhishasems Hand verglühte. Das Licht in dem Raum flackerte, dann flackerten alle Lichter der Akademie. Tesmien kam in das Zimmer gestürmt, gefolgt von Arrunias und Khudos. Alle bemerkten direkt was geschehen war. Auch ihre Gesichter wurden zunächst ausdruckslos und wanderten schnell zu dem nach wie vor bebenden Dhishasem. Keiner wagte es ihn anzusprechen. Nicht weil sie Angst hatte, sondern weil sie ahnten, was für eine Wut in Dhishasem zu wachsen begann und was das für ihn bedeutete. Dhishasem erhob sich langsam und schaute noch immer auf die Asche des Briefes, sein ganzer Körper vibrierte nur so, von dem immer schnelleren Atmen, bis Dhishasem sich mit leuchtenden Augen umdrehte, sein Gesicht Hass und schmerzerfüllt und ohne irgendwen zu beachten in Richtung Tür ging. Arrunias legte seine Hand auf Dhishasems Schulter, kurz bevor er den Raum verlassen konnte. "Egal wo sie ist, wir werden nicht eher ruhen bevor wir sie gefunden haben Bruder.". Tesmien und Khudos nickten überzeugt und legten ebenfalls ihre rechte Hand auf Dhishasems Schulter. Seine Wut ließ nicht nach, doch er wurde klarer im Verstand, drehte sich zu seinen Kameraden und zum ersten Mal, in seinen 118 Jahren befanden sich Tränen in seinem Gesicht...

    Ersehnte Hilfe

    Es war schwierig die Jahreszeit auf Rhelg anhand der Wetterbedingungen abzulesen. Es gab kaum Veränderungen, mal gab es Stürme, mal regnete es viel, mal schien die Sonne. Es muss jedoch Winter gewesen sein, als Dhishasem die Nächte durchmachte und aus Rastlosigkeit nicht mehr schlief. Die Nächte waren inzwischen wieder länger geworden. So fühlte es sich für Dhishasem auch an. Der Entführer hatte bloß diese eine Nachricht hinterlassen. "Ich gewinne", als wäre das Ganze ein Spiel, welches es zu gewinnen galt. Er laß diese Botschaft immer und immer wieder und klammerte sich an die Hoffnung, sie möge mehr enthalten als bloß diese zwei einfachen Worte. Als Tesmien vor wenigen Wochen während des Kampfes die Schiffe der Feinde sabotiert hatte, brachte er an alle übrigen Schiffe Peilsender an, doch aus Gründen, die niemand verstand funktionierten sie nicht. Es war die einzige Möglichkeit, die Schiffe zu finden und das möglichst schnell. Lamahra, war unter Feinden, wurde vielleicht gefoltert, eingesperrt mit anderen Schwerverbrechern und vor allem war sie ganz alleine. Sie kannte Dhishasem gut und lange genug um zu wissen, dass er alles in seiner Macht stehende tun würde um sie zu retten, doch ihm waren die Hände gebunden. Ohne irgendwelche Informationen, die ihm auch nur einen Hinweis auf ihren Aufenhaltsort geben könnten, war Dhishasem machtlos, was ihm kein bisschen zusagte. Tesmien versuchte hartnäckig das Problem der Peilsender zu ermitteln, um sie vielleicht doch lokalisieren zu können, doch nichts gelang. Seine Freunde waren ratlos. Eines Abends lief Dhishasem in seinem Quartier auf und ab. Er dachte nach, gab es nicht doch irgendeine Möglichkeit ihren Standpunkt heraus zu finden? Der Name Lord Sorigen bzw. Meister Sorigen war bloß begrenzt in den ihm zugänglichen Archiven vorhanden. Die Republik bemühte sich so wenige Informationen wie nur möglich über ihn an die Außenwelt zu lassen. Er setzte sich auf sein Bett, stützte seine Hand an die Stirn und schaute zu Boden. Da bemerkte er eine ihm vertraute Präsenz im Zimmer. Es war Venarous."Darf ich fragen, warum ihr bei der Suche eurer Gefährtin nach wie vor keine Fortschritte erreicht habt?"fragte Venarous, während er sich auf einen Stuhl gegenüber von Dhishasems Bett setzte. "Wäre es wirklich so einfach hätte ich bereits..."Dhishasems Stimme versank in Selbstvorwürfen, die Venarous deutlich an ihm ablesen konnte."Habe ich euch denn nichts beibringen können? Glaubt ihr die Rituale die wir tagtäglich geübt haben, waren bloß dazu da um uns gegenseitig die Loyalität zuzusagen?". Dhishasem schaute ihn bloß fragend an, als hätte er die ganze Zeit irgendwas nicht mitbekommen. "Ihr seid Macht Anwender, ein starker und begabter noch dazu. Die Verbindung, die zwischen euch und eurer Gefährtin gesäht wurde, dient nicht bloß für ein hübsches Siegel an der Decke. Eure Geister haben sich dadurch vereint. Ihr ergebt eine Einheit. Fangt endlich an es zu verstehen, oder ihr werdet sie niemals wieder sehen.". Bevor Dhishasem weitere Fragen stellen konnte, war Venarous bereits wieder verschwunden. Dhishasem war nicht nach Rätseln zumute. er wollte Handeln und zwar jetzt. Gezwungen dachte Dhishasem über seine Worte nach. Bis in die Nacht dauerte es, bis er endlich begreifen konnte, was sein alter Meister ihm damit zu sagen versuchte. Die Einheit von Lamahra und Dhishasem, die durch das Ritual erschaffen wurde, war buchstäblich zu nehmen. Ein Teil von Dhishasem lebte in Lamahra, sowie ein Teil von ihr in ihm lebte. Von Motivation durchtrieben, ging Dhishasem zügig in die Meditationskammer und wies die in der Akademie rumlaufenden Wachen an, niemanden hinein zu lassen, bis er wieder raus käme. Er setzte sich in die Mitte des Raumes und entfachte einen violetten Feuerring, der um ihn herum brannte. Er konzentrierte sich auf seinen Geist, sodass er vielleicht den Part erreichen konnte, der in Lamahra steckte. Es dauerte einige Stunden, bis Dhishasem etwas spüren konnte. Doch dann sah er sie. Er sah Lamahra zusammen gekauert in einer Zelle hocken, fern ab von jeglichem Licht. Er rief sie. Er rief immer wieder ihren Namen und nach einigen Versuchen konnte Lamahra ihn plötzlich hören. Wie eine Stimme, die aus ihrem Innern zu kommen schien. Beide waren mehr als nur froh zu wissen, dass es nun endlich eine Möglichkeit gab miteinander zu kommunizieren. Sie mussten sich jedoch beeilen, da es für Dhishasem große Kraft erforderte die Verbindung aufrecht zu erhalten. Sie gab ihm alle Hinweise und Eindrücke die sie aufgenommen hatte und mit denen Dhishasem hoffentlich einen Ort bestimmen konnte. Dann verschwand die Verbindung und Dhishasem musste sich abstützen, damit er nicht umfiel. Er stand schwerfällig auf und ließ nach seinen Freunden rufen. Als er ihnen die Informationen weitergab, waren sie zunächst eben so überrascht wie er es gewesen ist, als er verstand, was die tatsächlichen Auswirkungen des Rituals mit sich brachten. Tesmien eilte in die Kommandozentrale und setzte sich gleich an die Recherche, um einen Suchradius zu erstellen. Dhishasem brauchte noch einige Minuten, bis er wieder bei Kräften war und machte sich dann ebenfalls auf den Weg zu Tesmien...


    Die Belagerung von Chardaan (3730-3727 VSY)


    Ein schwerer Fehler

    Die Recherchen von Tesmien hatten einen überschaubaren Radius ergeben. Das Chardaan System bestand aus mehreren Monden und war nicht weit von Rhelg entfernt. Es stand unter republikanischer Kontrolle und war bekannt durch drei nebeneinander liegenden Monden. Der mittlere Mond war der Größte, weswegen auch das System nach ihm benannt wurde, Chardaan. Die Wirtschaftserträge dieses Mondes waren enorm, nicht zwingend wegen der dort vorkommenden Rohstoffe, sondern vielmehr wegen der hohen Bevölkerungsdichte. Der Mond war für seine Großstädte bekannt, in einer Landschaft die Alderaan ähnlich war. Kurz nachdem Tesmien Dhishasem seine Befunde mitteilte leuchtete das Holokom in der Zentrale auf. "Seid gegrüßt Mein Lord. Mein Name lautet Admiral Fenix, ich bin der Oberkommandeur des imperialen Militärs. Wir benötigen eure Hilfe, bei einer wichtigen Angelegenheit.". Dhishasem wollte gerade abwinken und das Ersuchen ablehnen, was er sonst nie tun würde, doch dann gewann Admiral Fenix seine Aufmerksamkeit: "Es geht dabei um die Belagerung der Hauptstadt Chardaans. Euch sollte der Mond bekannt sein, er liegt nicht weit von eurer Position entfernt. Die Truppen sind bereits zum größten Teil dort und wir erhielten Meldung, dass es euch ohnehin in diese Richtung treibt. Weitere Details erhaltet ihr auf Chardaan. Fenix Ende.". Dhishasem war übermüdet, er hatte kaum schlafen können und seine Kräfte hatten darunter stark zu leiden. Es konnte kaum Zufall sein, dass kurz nachdem Tesmien heraus fand, dass Lamahra auf einem der Monde sein musste, er den Auftrag erhielt die Hauptstadt des größten Mondes zu belagern. Selbstverständlich lehnte er dieses Angebot nicht ab, es war die beste Gelegenheit Lamahra zu finden. Er hatte nun den offiziellen Auftrag und die Ressourcen dort zu sein und war dazu noch der General des Vorhabens. Das Kommando über die Akademie übertrug Dhishasem einem der Ausbilder, namens Lord Venryn. Tesmien, Khudos und Arrunias bestanden darauf Dhishasem zu begleiten und er hieß diese Hilfe sehr willkommen. Gemeinsam brachen sie am nächsten Tag nach Chardaan auf. Es dauerte bloß wenige Stunden, bis sie ankamen und im regionalen Raumhafen landeten. Die Basis die sie beziehen sollten war nicht weit entfernt. Dhishasem wurde von den Streitkräften vor Ort auf den Neuesten Stand gebracht, bis er sein Quartier gezeigt bekam. Dhishasem stand selbstverständlich noch immer wegen Lamahra unter Anspannung, doch mit der Zeit lernte er Geduld und das einen klaren Kopf zu bewahren meist das Essenzielle zum Erfolg eines Vorhabens ist. In der Dämmerung stieg er auf den Hügel, der die Basis umschloss. Als er oben stand blickte er auf die unter ihm liegende Hauptstadt. Sie zählte knapp neun Millionen Einwohner und war die größte Stadt in den umliegenden Systemen. Sie war das Herz des Mondes, aller Reichtum ging aus ihr hervor. Der Industrie Sektor war für das Imperium von besonderer Bedeutung, doch für Dhishasem bloß zweitrangig. Die Stadt wurde zur Hälfte von einem großen See umschlossen, denn sie lag inmitten eines gigantischen Kraters. Die andere Hälfte war von den Rändern des Kraters begrenzt. Das Einzige was sich Dhishasem in diesem Moment fragte war, ob Lamahra wohl in der gigantischen Stadt festgehalten wurde. Dhishasem kontaktierte sie in den nächsten Tagen immer wieder, um von ihr noch mehr Details ihres Aufenthaltsortes zu erhalten und um sich nach ihrem Wohlergehen zu erkundigen. Sie wurde nach wie vor in Zellen festgehalten, doch wurde sie -so meinte sie jedenfalls- angemessen behandelt, im Vergleich zu anderen Gefangenen. Es verschaffte Dhishasem mehr innere Ruhe zu wissen, dass sie nicht leiden musste. Er entsandte schon bald seine Freunde mit je einer speziellen Elite Einheit, um seine Partnerin zu finden, immer wieder schickte er sie in die Stadt, doch nie kam erfreuliche Kunde. Oftmals ging er auch selbst mit, doch es schien zwecklos, keiner war in der Lage sie zu finden. Eine weitere Frage plagte ihn zunehmend mehr, wo war Lord Sorigen? Erst entführt er die Partnerin eines imperialen Lords und nun versteckt er sie ohne etwas zu verlangen? Dhishasem konnte beim besten Willen nicht seine Absichten erahnen. Er konzentrierte sich zunächst einmal weiterhin darauf, die Stadt so gut es ging von seinen Spionen einnehmen zu lassen, bevor er es wagte in den direkten Kampf zu gehen. Die Republikaner hatten schon längst gemerkt, dass sich imperiale Truppen in einer Menge von knapp 5000 um den Krater verschanzt haben, doch sie hatten keine Verstärkung zu erwarten, da Lord Fenix mit seiner Flotte den Orbit erfolgreich verteidigte. Nun war es eine Frage von Geduld und strategischem Denken, um Lamahra lebendig zurück zu holen...


    Eine Frage von Gehorsam

    86 Einsätze hatte Dhishasem bereits in Auftrag gegeben, doch keine Spur von Lamahra war zu finden. Beinahe alle hatte er selbst geleitet. Einige der Soldaten und Offiziere begannen bereits zu Zweifeln, was das mit der Eroberung Chardaans zutun hatte. Es war nun knapp 420 Tage her, dass Dhishasem auf dem Mond die Belagerung und die Suche begonnen hatte. Er wusste nicht was er noch tun könnte, er steckte alle Ressourcen und seine volle Aufmerksamkeit in die Suche von Lamahra, bis zu dem Tag an dem sich Meister Sorigen zu Wort meldete. Dhishasem plante gerade mit den Rang höchsten in seinem Quartier die Bombardierung des Industrie Sektors, bis das Holokom zu leuchten begann. "Ah, Lord Dhishasem. Eine Freude euch wieder zu sehen." sagte Sorigen voller Selbstzufriedenheit. "Sprecht jetzt und sagt was ihr wollt, denn ihr werdet nicht mehr lange die Gelegenheit dazu haben." entgegnete Dhishasem mit einem sehr bedrohlich und wütenden Unterton. "Nunja, wenn ihr unbedingt wollt, dann komme ich gleich zur Sache. Ich weiß, dass ihr vorhabt den Industriesektor zu bombardieren, doch daraus wird nichts." ein kurzes Schweigen kam auf, in dem sich Dhishasem fragte woher er das wusste, da die Planung gerade erst im Gange war. "Ihr werdet den Sektor ganz alleine zerstören, ohne Soldaten, ohne Sprengstoff und ohne eine Bombardierung." unterbrach Sorigen. "Ansonsten kann ich nicht länger für das Wohlergehen eurer Freundin garantieren.", fügte er grinsend hinzu. "Seit wann drohen Jedi mit dem Tod, oder mit Folter?" Dhishasems Zorn war deutlich heraus zu hören und es bereitete ihm große Mühe sich zurück zu halten und nicht vor Wut das Holokom zu zerquetschen. "Ach, die Jedi sind so steif und einer zu werden ist so leicht, da dachte ich es schadet doch nicht es mal auszuprobieren, außerdem muss ich meinem Ruf als ehemaliger Sith Lord doch gerecht werden.". "Ihr habt 24 Stunden Zeit. Also fangt lieber an mein Lord.". Mit diesen Worten beendete der grinsende Sorigen das Gespräch und ließ einen ratlosen Dhishasem zurück. Er fragte sich wo die Intention von Sorigen bei dem ganzen liegt, was wollte er damit erreichen? Dhishasem blieb jedoch nichts anderes übrig, er saß den ganzen Tag in seinem Quartier und überlegte, wie er diese Aufgabe bewältigen sollte. Irgendwann sprang er förmlich auf, gepeinigt von der Tatsache, dass es ihm immer noch nicht gelungen ist Lamahra zu befreien. Wütend ging er aus dem Zelt und ging hoch auf den Rand des Kraters. Er schaute auf die riesige Stadt, in der nun immer mehr und mehr Lichter angingen. Zu seiner linken lag der stark beleuchtete Industrie Sektor. Knapp 30 Fabriken, die ungeordnet eine große Fläche bedeckten. Dhishasem hatte nur noch bis zum Sonnenaufgang Zeit, denn er wollte keinesfalls ein Risiko eingehen. Er teleportierte sich den Krater entlang, bis hin zu den Fabriken , die über Nacht abgeschaltet waren. Er rutschte den Abhang herunter und hielt sich dabei mit einer Hand an der Felswand fest. Unten angekommen richtete er seinen Helm, er ging immer schneller, bis er auf die Fabriken zu rannte. Seine vier roten Augen, die man auf der Maske sah, leuchteten im dunkeln, es dauerte jedoch nicht lange, bis er vor den Fabriken stand. Er sollte sie zerstören und das wollte er nun auch tun. Er atmete einmal tief ein und aus und seine Hände begannen zu brennen. Das violette Feuer, dass Feuer der Finsternis, war seine Lösung des Problems. Er stellte sich vor das erste Gebäude und schleuderte seine Flammen um sich. Das Gebäude brannte lichterloh in der Dunkelheit. Solange es dunkel blieb, würde es weiter wüten und alles verschlingen, was es zu fassen bekam. Dhishasem rannte weiter durch den Industriesektor und verteilte seine Flammen, an alle Fabriken, die er sah. Er sprang auf Dächer und zerstörte sie, er brach Türen ein und verbreitete auch drinnen das Feuer und er zerstörte alle Stromverbindungen. Nach einigen Stunden brannte der ganze Sektor. Dhishasem stand mit brennenden Händen und beinahe keuchend davor und schaute wütend in die Flammen, die alles zerrissen. Er hatte es geschafft und er würde auch alles weitere schaffen, alles um Lamahra wieder zu bekommen.
    Als der Tag wieder herein brach, war Dhishasem bereits wieder im Lager. Das Licht löschte die restlichen Flammen, doch das was übrig geblieben war, war nichts weiter, als verkohlte Gebäude, die in sich zusammengestürzt waren und auch sonst nichts funktionelles aufwiesen. Die Rauch Wolke, die sich aus den Trümmern erhob war so gigantisch, dass Dhishasems Soldaten von Glück reden konnten, dass der Wind günstig lag. Es dauerte nicht lange bis sich Sorigen meldete:
    Mhh, wie ich sehe, habt ihr es geschafft, sehr gut mein Lord, sehr sehr gut." sein grinsen war so provozierend, dass man nie sagen konnte, ob er das nun ernst meinte oder nicht. "Sagt mir jetzt endlich, wo sie ist, oder stellt euch mir." erwiderte Dhishasem Zähne knirschend. "Alles zu seiner Zeit mein Freund, doch zunächst kommen wir zu der nächsten Aufgabe...".

    Die wahre Macht

    Sorigen gab keine Ruhe, ein Auftrag nach dem Anderen musste Dhishasem alleine lösen und ihm blieb nichts anderes übrig, als seinen Forderungen nachzugehen. Tesmien fand heraus, in welcher Sektion Lamahra sich ungefähr aufhalten musste, doch selbst das bereitete ihnen Schwierigkeiten, da ihre Position dauernd gewechselt wurde. Meister Sorigen war ein Stratege, er hatte Dhishasems Schwäche erkannt und nutzte sie hemmungslos aus. Die Frage war nur: warum? Nach und nach zerstörte Dhishasem Teile der Stadt im Alleingang und je länger er unter Sorigens Einfluss stand, desto wütender machte ihn das. Selbstverständlich blieb er die ganze Zeit mit Lamahra im Kontakt und ihr war ebenfalls bewusst, dass es ein Ding der Unmöglichkeit sein musste sie zu finden. Meister Sorigen war ebenfalls ungewöhnlich stark in der Macht, jedes Mal wenn Dhishasem sich bemühte Lamahra ausfindig zu machen, indem er ihre Verbindung ausnutzen wollte, wurde er von seinem Widersacher in die Irre geführt. Knapp zweieinhalb Jahre waren nun schon vergangen, in denen die verzweifelte Suche und die Belagerung lief. Die Dämmerung brach gerade über das Camp ein, als Sorigen sich erneut meldete: "Ihr wart wirklich fleißig, dass muss ich euch lassen. An Motivation mangeld es euch wahrlich nicht." gab Sorigen zufrieden von sich. " Sagt mir jetzt endlich wo ihr sie fest haltet!" schrie ihn Dhishasem an. "Ihr habt Glück, heute ist es so weit, eure letzte Aufgabe wartet auf euch.". "Dann gebt sie mir endlich und wir beenden dieses Theater ein für alle mal!". Dhishasem hatte über die Jahre viel Geduld aufbringen müssen, doch hierbei ging es nicht um das Warten, ob eine Stategie funktionierte oder nicht, es ging auch nicht um einen Krieg, nein es ging einzig und allein um Dhishasems Liebe. Seine Pertnerin Lamahra, sein ein und alles, sein Funken Hoffnung in der langen Finsternis, die sein Leben beschrieb. "Nungut, dann wollen wir mal." begann Sorigen. "Ich weiß, dass ihr ein mächtiges Ritual im laufe der Jahre erlernt habt, meine Quellen sagen, dass sie etwas mit vergleichbarer Macht noch nie gesehen haben. Mir ist es wirklich egal, woher ihr es habt und wo ihr es versteckt haltet. Das Einzige was ich möchte ist, dass ihr es nutzt um so viele Leben wie nur möglich in der Stadt auszulöschen. Je mehr ihr vernichtet, desto wahrscheinlicher ist es, dass ich eure Frau gehen lasse.". Sein selbstgefälliges Grinsen starrte Dhishasem über das Holo an. Dhishasem war wutentbrannt, ein Jedi der verlangte eine republikanische Metropole mehr und mehr zu zerstören, in welche Richtung konnte dieser Wahnsinn noch gehen? "Sie befindet sich im übrigen weit außerhalb der Stadt und als beweis, dass sie wohl auf ist..." er wandte das Holo, sodass man Lamahra sehen konnte. Dhishasem nahm seinen Helm ab und es berührte ihn sichtlich, sie nach all der Zeit mal wieder zu Gesicht zu bekommen, sei es auch nur über das Holokom. SIe weinte, jedoch nicht vor Schmerz , sondern vor Zufriedenheit auch ihn endlich mal wieder zu sehen. "Ich hole dich da raus... Und sei es das letzte was ich tue." sie nickte ihm bloß weinend zu und Sorigen übernahm wieder das Gespräch. "Sie weiß nichts von den Forderungen die ich euch stelle, es ihr zu erzählen überlasse ich dann doch lieber euch. Ihr habt nun also eine Stunde Zeit, meine Spione werden mich dann unterrichten, wenn es vollbracht ist.". Das Gespräch war beendet, eine Stunde war bei weitem nicht genug. Es war eine Weile her, dass Dhishasem diese Art von Macht genutzt hatte und auch wenn er sich geschworen hatte sie niemals wieder zu verwenden, so blieb ihm jetzt nichts anderes übrig. Seine Freunde waren nach dem Gespräch zwischen Dhishasem und Sorigen direkt zu den benachbarten Städten gereist, um Lamahra eventuell schon eher ausfindig zu machen, auch wenn es mehr als unwahrscheinlich war. Dhishasem blickte um sich herum. Es war Nacht geworden und alle Soldaten in Sichtweite blickten ihn an. Dhishasem machte sich auf den Weg und stellte sich an den Krater. Er blickte hinunter auf die Stadt. Dann kniete sich Dhishasem hin und schloss die Augen. Er konzentrierte sich auf das pulsierende Leben der Stadt, doch es dauerte eine Weile, bis er die nötige Kraft hatte es anzuwenden. Es vergingen über 40 Minuten, bis Dhishasem soweit war. Dann begannen seine Augen zu schimmern, er streckte beide Hände aus und erhöhte die intensität seiner Atmung. Seine Hände waren ganz still, bis er sie plötzlich nach innen drehte und schloss. Er öffnete langsam seine Augen und wusste, dass es vorbei war. Unschuldige sind abermals wegen ihm gestorben, doch das war für ihn erstmal nebensächlich. Das Holokom meldete sich erneut und Sorigen sprach: "Enttäuschend, überaus enttäuschend. Lediglich 70 sind bei eurer lächerlichen Machtdemonstration ums Leben gekommen." "Zu mehr Macht bin ich nicht in der Lage Sorigen und nun lasst sie gehen!". Sorigen lachte, als wäre das ganze nur für sein Vergnügen gedacht. Dann schaute er Dhishasem direkt in die Augen und sagte mit einem diabloischen Grinsen: "Nein.". Er zog sein Lichtschwert und stach es in eine Person, die hinter ihm kniete. Lamahra schrie auf und verstummte augenblicklich. Dhishasem sackte zusammen, er nahm seinen Helm ab und schmiss ihn weg. Entsetzen breitete sich rasch in seinem Gesicht aus. "Nun, ich habe euch gewarnt, tötet so viele ihr könnt, sonst verringern sich die Chancen. Und wie ihr seht, haben sie sich verringert.". Dhishasems ganzer Körper begann zu beben, Tränen liefen ihm durchs Gesicht und mit einer Boshaftigekeit, die noch keiner der Anwesenden jemals gesehen oder gespürt hatte, zertrümmerte er das Holokom und teleportierte sich zum Krater. Ein Wind kam auf, der immer stärker zu werden schien. Dhishasem blickte mit solch einem Zorn auf die Stadt, dass alle die ihn aus dem Camp sahen zurück wichen. Dhishasem viel auf die Knie, er blickte nach oben, spannte seine Arme und Hände an und streckte sie seitlich aus. Dann sah er wieder auf die Stadt und ein Fokus überkam ihn, wie er ihn noch nie gespürt hatte. Er schrie auf, so laut, dass es ohrenbetäubend war. Die Umgebung begann zu Zittern und Dhishasem vollzog das Ritual erneut, er brauchte dafür keine Worte mehr. Zitternd stand er auf, zog seine Arme nach hinten und richtete sie schlagartig nach vorne. Die Stadt bebte, Stimmen schrien auf, so auch Dhishasem, der nicht mehr klar denken konnte und so voller Wut, Hass und Trauer war, dass niemand ihn aufzuhalten vermochte. Explosionen, Geschreie und Chaos waren von dem Krater aus zu erkennen. Die Soldaten schauten schockiert zu der großen Stadt und zu Dhishasem. Der abermals das Wort "nein" so laut ausschrie, mit solch einer dunklen und lauten Stimme, dass die Umgebung ein letztes Mal zu zittern bagann. Dann vesrtummten die Schreie aus der Stadt, sie Explosionen hörten auf und Dhishasem viel nach hinten und rollte die Erhöhung runter. Die Soldaten dachten, dass dies die Perfekte Situation zum ANgriff wäre, doch während Dhishasem auf eine Trage gelegt wurde und die Soldaten mit Shuttels zur Stadt flogen, trauten sie ihren Augen nicht als sie ankamen. Die Stadt war tot. Jedes Leben war ausgelöscht. Überall lagen bloß Leichen. Dhishasem hatte mit seinem Ritual die gesamte Stadt vernichtet...

    Die dunkelsten Tage (3727-3705 VSY)


    Verzweifelte Suche

    Es dauerte einige Tage bis Dhishasem wieder zu sich kam. Er lag auf der Lazarett Station des Camps. Einige Soldaten waren bei ihm als er aufwachte und erzählten ihm in etwa was geschehen war. Dhishasem legte sich wieder hin. Sein Herz fühlte sich schwer an, er sah die ganzen Jahre an sich vorbeiziehen, alle Zeit, die er mit Lamahra verbracht hatte und nun waren sie dahin, seinetwegen. Als er nach weiteren Stunden aufstand, erhielt er direkt Meldung, dass die Aufräummaßnahmen eingeleitet worden sind und das Imperium bereits dabei war die Stadt und den Industriesektor aufzubauen. Er flog in die Stadt und lief durch die Straßen, aus denen die Leichen noch nicht beseitigt worden waren. Er hatte schon viele Verluste verkraften müssen, doch keiner war mit diesem auch nur im Ansatz messbar. Sein Bestreben lag im Augenblick darin, Lamahras Leichnam zu finden, auch wenn er nicht wusste wie er diesen Anblick ertragen sollte, oder wo er ist, da Sorigen sagte sie wäre weit außerhalb der Stadt gewesen. Sein Kopf brummte und schmerzte, alle Seelen, alle Lebensenergie hatte er in sich gespeichert. Es war mehr als nur unnatürlich, es war wider die Natur, dass ein einzelnes Individuum über so viel Macht besaß. Plötzlich erhielt er die Nachricht, dass eine Person gefunden wurde, die auf Lamahras Beschreibung passte. Schnell begab er sich zu den zugesendeten Koordinaten, um sie sich genauer anzusehen. Dort angekommen, viel er beinahe augenblicklich auf die Knie. Die Soldaten hatten sie tatsächlich gefunden. Sie lag bereits auf einer Trage und hatte die Augen geschlossen. Dhishasems Trauer war nicht länger beschreibbar, er nahm ihre rechte Hand und kniete sich neben die Trage. Alle Soldaten die um sie standen, nahmen die Helme ab und schauten ebenfalls zu Boden, um Dhishasem ihr Mitgefühl zu zeigen. "I... Ich.. konnte dich nicht retten... Ich habe versagt, dann als du mich gebraucht hast...". Tränen stiegen ihm abermals ins Gesicht und er wiegte sie in seinen Armen während er schluchzte und vor Verweiflung aufschrie. Dhishasem suchte nach der Lichtschwertverletzung, die Sorigen ihr zugefügt hatte, doch er konnte nirgends eine finden. Eine weitere Person wurde aus einem der Verließe gebracht. Es war ebenfalls eine Frau. Dhishasem ging zu ihr und schaute sie nun völlig entsetzt an. Sie hatte die Lichtschwertverletzung, sie wurde von Sorigen umgebracht und nicht Lamahra. Die Vermutung lag nahe, dass sie sich in Gefangenschaft angefreundet hatten und Lamahra um ihret Willen aufschrie und nicht weil sie das Schicksal ereilt hatte... Das würde allerdings bedeuten... Dhishasem fasste sich an den Kopf, da ihm plötzlich ganz schwindelig wurde. Soldaten liefen herbei um ihn zu stützen. Er drückte sie schnell wieder weg und drehte sich zu Lamahra. Er hatte sie umgebracht... Sorigen brachte diese Frau um, um seine Ernsthaftigkeit unter Beweis zu stellen, um Dhishasems Motivation zu steigern, doch er hatte Lamahra nie umgebracht. Dhishasems Freunde eilten herbei, als sie hörten er sei wieder erwacht kamen sie sofort zu ihm, doch er war bereits aufgebrochen. Sie blieben vor ihm stehen. Mit Trauer und einem Hauch von Entssetzen in den Augen, vielleicht sogar Erfurcht, denn Dhishasem hatte völlig vergessen, dass er es war, der acht Millionen Personen umgebracht hatte. Ein Ereignis, was nicht lange geheim blieb. Seine Freunde gaben ihr Bestes ihn zu trösten, doch keinem gelang es wirklich. Es brannte sich in Dhishasems Kopf ein, er hatte sie getötet... Er ließ ihren Leichnam direkt zum Stützpunkt bringen und bevor er der weiteren Trauer verfallen konnte rief er einen alten Freund zu sich. Lord Calyphagus, sein Nachfolger auf Yuveria, der mächtigste Mystiker den er kannte. Als Calyphagus eintraf - wieder einmal in voller Montur und mit Maske - schaute er um sich. Er hatte bereits von den Vorkommnissen gehört, doch er äußerte sich dazu nicht wirklich. Er sagte lediglich: "Große Macht, erfordert große Opfer.". Dhishasem bat ihn um etwas, was nur er konnte. Er bat darum, dass Calyphagus den Leichnam seiner Frau für die Ewigkeit konservierte. Er willigte ein und nach einigen Stunden war das Ritual vollzogen. Auf Lamahras Leichnam lag nun der Schutz, den Calyphagus selbst entwickelt hatte. Er würde ewig halten, da Lamahra tod war und er so nicht an Kraft und Wirkung verlor. Sie würde nicht verwesen, nichts würde sich an ihrem Aussehen ändern. Calyphagus erschuf zum Schluss noch einen goldenen Sarkophag, in denen Runen eingraviert waren. Der Sarg konnte nur geöffnet werden, wenn diese Runen erfolgreich vorgelesen wurden. Er wünschte Dhishasem für die Zukunft alles Gute und auf ein baldiges Wiedersehen und widmete sich anschließend wieder dem Konflikt auf Yuveria. Da stand Dhishasem nun, Das Camp wurde nach und nach abgebaut, die meisten Soldaten waren bereits abgerückt und Dhishasem wurde dort nicht länger gebraucht. Er ging mit seinen Freunden an Bord seines Schiffes, ließ den Sarg von Lamahra einladen und machte sich auf den Weg zurück nach Rhelg. Schweigen erfüllte das Schiff, nur Arrunias, Khudos und Tesmien tauschten sich ab und an aus, doch Dhishasem saß abgekapselt in einer anderen Ecke und schaute betroffen zu Boden. Plötzlich leuchtete der Schiffcomputer auf und Khudos sagte: "Eine Nachricht für dich, sie kommt allem Anschein nach von Dromund Kaas.". "Nungut, dann stell sie durch.". Das Holokom flackerte auf und ein größerer Mann war zu erkennen, den Dhishasem noch nicht kannte. "Seid gegrüßt, mein Name lautet Darth Venjin, ich wurde vom Rat der Sith damit beauftragt euch wegen jüngster Ereignisse zu beglückwünschen. Wir wissen nicht, wie ihr zu solch einer Macht in der Lage gewesen sein könnt Lord Dhishasem, doch der Angst der Republik könnt ihr euch sicher sein. Aus diesem Grund erhaltet ihr nach einstimmigiger Beratung den Titel: "Meister des Schreckens". Guten Rückflug nach Rhelg. Venjin Ende."

    Ein gebrochener Mann

    Nach der Ankunft auf Rhelg zog sich Dhishasem unverzüglich in sein Quartier zurück. Seine Freunde wussten, dass die nächste Zeit nicht einfach für ihn werden würde, doch sie unterstützten ihn so gut wie es ihnen möglich war. Sie nahmen ihre alten Positionen als Ausbilder wieder ein und besuchten Dhishasem in seinem Quartier regelmäßig. Sie berichteten ihm, dass die Republik ein beachtliches Kopfgeld auf Dhishasem ausgesetzt hatte. Sie hatten wie Darth Venjin bereits sagte von dem Vorfall auf Chardaan mitbekommen und wollten nicht riskieren, dass ein Anhänger des Imperiums mit solch einer Macht weiter herum läuft. Dhishasem schien es nicht wirklich zu interessieren. Nichts schien ihn mehr zu interessieren. Es ging ihm schlecht, sehr schlecht sogar und das nicht bloß wegen der Trauer um Lamahra. Das Ritual, welches er auf Chardaan mit solch einer großen Macht vollzog brachte ihm jede Menge Leben, die nun in seinem Kopf hausten. Er quälte sich zunehmend mehr, bis seine Freunde ihm das Angebot unterbreiteten die Bürde mit ihm zu teilen. Dhishasem sollte ihnen einige der Leben geben, um sich zu entlasten. Dhishasem lehnte zunächst ab, denn er wollte ihnen seine Qualen nicht aufzwingen, es war sein Fehler und er müsse die Konsequenzen tragen. Doch nach einiger Zeit willigte er ein. Sie gingen in die Meditationskammer und Dhishasem bereitete das Ritual vor. Durch sie alle strömte plötzlich so viel Energie, so viel Macht, dass sie nur unter Gestöne versuchen konnten damit klar zu kommen. Nach ungefähr einer Stunde war es vollbracht. Dhishasems Kopf fühlte sich etwas leerer an und seine Freunde waren bloß leicht angeschlagen. Sie brauchten eine Zeit lang, bis sie gelernt hatten mit den Stimmen in ihrem Kopf umzugehen, doch Dhishasem hätte es nicht getan, wenn er es ihnen nicht zugetraut hätte. Es änderte jedoch nichts an der Tatsache, dass Dhishasem weiterhin in seinem Quartier hauste und es kaum verließ. Er ließ sich jedoch Monitore an seinem Arbeitsplatz anbringen, damit er zumindest die ganze Akademie im Auge behalten konnte.
    Die Jahre strichen vor sich hin und Dhishasem wurde von der Schuld die ihn plagte immer weiter verzerrt. Ab und an begutachtete er den Fortschritt einiger Schüler und redete mit Tesmien, Arrunias und Khudos, doch es war keine Lebensfreude mehr in ihm vorhanden. Er war gebrochen und wusste nicht ob sich das jemals wieder legen würde...


    Ein Funken Hoffnung (3705-3682 VSY)


    Hoffnungsvolle Nachricht

    Im Jahre 3692 VSY war Dhishasem danach seinen einzigen Familienverbleib zu besuchen, seine Mutter Dea. Viele Jahre zuvor hatte Dhishasem ihr das Leben gerettet, da sie ansonsten einer unheilbaren Krankheit erlegen wäre. Seine Mutter war Sklavin auf dem Feuer Planeten Mustafar. Er hatte ihr bereits oft das Angebot unterbreitet sie zu befreien und mitzunehmen, doch aus Gründen die Dhishasem nicht verstehen konnte, wollte sie nie aus ihrer Umgebung weg und alles konnte und sollte so bleiben wie es war. Er reiste nach Mustafar, was genau er dort von seiner Mutter wollte, wusste er selbst nicht genau. Vielleicht hoffte er bei ihr Verständnis und Trost zu finden, vielleicht wollte er aber auch bloß dem einzigen Verbleib seiner Familie nahe sein. Dea hielt nichts von Sith. Aargon, Dhishasems Vater hatte sie Jahrzehnte zuvor beinahe schon vergewaltigt und zog den gemeinsamen Sohn zunächst zu einem ähnlichen Monstrum heran. Sie wollte nichts von den Sith und dem Imperium wissen, weswegen Dhishasem so wenig Kontakt zu seiner Mutter hat. Dort angekommen fand er sie beim Arbeiten auf. Sie schuftete gerade auf einem kleinen Plateau in den Lava Strömen und schöpfte spezielle Rohstoffe daraus. Dhishasem bat um ein Gespräch und tauschte sich etwas mit seiner Mutter aus. Sie erkannte wie viel Lamahra ihrem Sohn bedeutet hatte und teilte seine Schmerzen. Sie gestand ihm, dass sie erneut Schwanger wäre, gemeinsam mit einem Jedi namens Spera hatte sie ein Kind gezeugt, welches schon bald geboren werden sollte. Dhishasem konnte erahnen, dass dieser Jedi der Grund sein musste, warum sie hier bleiben wollte, in dieser Ödnis voller Lava und Hitze. Dhishasem war sichtlich über diese Nachricht erfreut, doch Dea verlangte einen Schwur von Dhishasem. Er sollte niemals Kontakt zu dem Kind aufnehmen, Dea wollte, dass sollte er machtsensitiv sein zu einem Jedi ausgebildet werden und nach Möglichkeit niemals Kontakt zu den Sith haben. Dhishasem verging der Funken Freude den er zuvor verspürte, sodass er nur sagte: "Verstehe.". Nicht mal seinen Bruder oder seine Schwester konnte er sehen, es war ihm untersagt, doch er respektierte den Wunsch seiner Mutter.
    Nach diesem kurzen Aufenthalt wünschte Dhishasem ihr alles Gute für die Zukunft und verabschiedete sich damit. Er flog zurück nach Rhelg, wo sich sein zurückziehen fort zog.


    Schwerer Angriff

    20 Jahre sind vergangen, seitdem Dhishasem aus Chardaan zurückgekehrt ist und es gab keine Informationen zu Sorigens Verbleiben. Viele nahmen an er wäre Tod, doch Dhishasem wusste es besser. Jemand mit seiner Intelligenz starb nicht einfach so, früher oder später würden sich ihre Wege erneut kreuzen, so hoffte er jedenfalls. Er tat dennoch sein Möglichstes und forschte weiter über sein Verbleiben. Einige Male suchten sogar seine Freunde nach Anhaltspunkten, doch keiner hatte Anhaltspunkte, um erfolgreich zu suchen. Es machte Dhishasem beinahe wahnsinnig. Er wusste zwar, dass er lamahra getötet hatte, dennoch gab er Sorigen die Schuld an ihrem Tod. Er hatte sie entführt und Dhishasem so weit gebracht. Irgendwann würde Sorigen einen Fehler machen und Dhishasem würde ihn finden.
    Seine Freunde sind seit dem Ritual nicht weiter gealtert und Dhishasem begann allmählich damit Lamahra los zu lassen. In den Jahren kamen einige Piraten und Kopfgeldjäger, sogar Republikaner, um Dhishasem zu vernichten und das Kopfgeld zu kassieren. Allmählich wurde seine Tat vor all den Jahren zu einer Legende, die einigen zu phantasievoll war um sie zu glauben. Einige Wenige jedoch glaubten an die Geschichte oder wahren zu der Zeit selbst in der Nähe und haben davon mitbekommen. Die Mitglieder der Akademie hatten die Angriffe immer erfolgreich abwehren können, Dhishasem hingegen hatte seit Jahrzehnten nicht mehr sein Lichtschwert gezogen. Er hatte es abgelegt, es in einem Save eingeschlossen. Auch seine Kampfrüstung hatte er abgelegt. Es war zu viel Gewalt, die Dhishasem in seinem Leben verübt hatte. Damit sollte nun Schluss sein, er wollte nicht länger töten, es bereitete ihm zu viel Schmerz. Seine Freunde konnten dies nur zu gut nachvollziehen und sie unterstützten ihn darin auch, indem sie alle Angriffe alleine abwehrten. Bis hin zu jenem Angriff im Jahre 3705 VSY.
    "Arrunias, ich empfange Signale von ungefähr 12 unautorisierten Kampfschiffen, die auf uns zusteuern, warne alle anderen, sie sollen sich bereit machen." sagte Tesmien via Holo. Er hatte gerade Patrouille und zog seine Kreise im Radius um die Akademie. "Bruder, sie sind wieder hier, hol deine Truppen und bring sie in Position." gab Arrunias an seinen Bruder weiter. "Nun gut, wenn sie selbst nach all den Jahren nicht aufgeben wollen, sie werden wohl leider enttäuscht." erwiderte Khudos. Auch Tesmien traf nun wieder in der Akademie ein. Die Schiffe der unbekannten landeten knapp einen Stundesmarsch von der Akademie entfernt und den Sensoren nach, machten sie sich auf den Weg. Es war zwar Abend, doch es war noch hell, die Mitglieder der Akademie brachten sich in Position, doch waren es zu dem Zeitpunkt bloß knappe 40 Krieger, die auch in der Lage waren sich zu wehren. Die restlichen suchten in den Katakomben Schutz. Dhishasem rührte sich nicht, er saß in seinem Quartier und schaute auf seine Monitore, die ihm einen Blick auf das Geschehen vor der Akademie gestatteten. Tesmien war der Akademie Leiter geworden, er hatte das Kommando von Dhishasem über ihre neue Heimat erhalten und so wollte er sie auch beschützen. Es waren Piraten, die nun vor der Akademie standen. Ein zusammengewürfelter Haufen aus Piraten, ehemaligen Republikanern, Mandalorianern und sogar einem Sith. Die Belohnung, die auf Dhishasems Kopf ausgesetzt war lockte skurrile Allianzen an, die alle nur eines wollte. Geld. "Wie kann ich euch Helfen?" fragte Tesmien die Eindringlinge freundlich. Er schätzte ihre Zahl auf ungefähr doppelt so viel, wie die Anzahl der Akademie Kämpfer. "Wo ist der Sith? Lügt uns nicht an, wir wissen das er hier ist und wir werden auch nicht eher gehen bis wir ihn haben.", gab ein nach vorne gegangener Pirat von sich. "Ich bedaure, aber das müsst ihr wohl." ergänze Khudos, der langsam auf sie zuging und sich neben Arrunias stellte. "Denn wir werden nicht zulassen, dass ihr unseren Freund belästigen werdet." sagte Arrunias Arme verschränkend und stellte sich ebenfalls in die Reihe seiner Freunde. Die Feinde begannen ihre Waffen zu ziehen und auch die Akademies Mitglieder zogen ihre Lichtschwerter und machten sich kampfbereit. "Ist es nicht lächerlich, dass der für den wir gekommen sind sich hinter seinen Leuten versteckt und diese sogar für sich sterben lässt, dass ich nicht lache, bei solch einem Kopfgeld hätten wir schon mehr erwartet.". Im Hintergrund hörte man nun weitere Truppenbewegungen, es waren die restlichen Soldaten von den gelandeten Schiffen, die nun offensichtlich die Vorhut unterstützen wollten. Kurzzeitig später standen knapp 300 Mann den dreien und ihren Einheiten gegenüber. Khudos zog sein Lichtschwert, Arrunias seine beiden Lichtschwerter und Tesmien zog seinen Blaster, wohl wissend, dass nicht alle unversehrt aus diesem Gefecht hervor gehen würden. "Wenn sie ihn uns nicht geben wollen, dann müssen wir sie zunächst umlegen und ihre Kadaver weg schaffen, bevor wir uns den Feigling holen können!" mit diesen Worten begann das Gefecht. Die Krieger stürzten aufeinander zu und dezimierten sich gegenseitig. Tesmien schaute sich um und schnell viel ihm auf, dass sie keine Chance hatten, es waren einfach zu viele. "Zieht euch sofort zum Eingang zurück!" schrie er in die Reihen. Er schoss immer weiter in die Reihe der Feinde, bis er von einem Blaster an der Schulter getroffen wurde. Er ging schmerzverzogen zu Boden, bis Arrunias und ein weiterer Verbündeter zur Hilfe kamen und ihn stützend weg trugen. Khudos wehrte den Feind weiter ab, die Dämmerung hatte bereits eingesetzt, sodass er seine volle Stärke langsam offenbaren konnte, doch sie half ihm nicht alle seine Kameraden zu schützen. Sie hatten schwere Verluste zu verzeichnen, es waren noch knapp 13 Kämpfer übrig, sie sich gegen knapp 190 Gegner zur Wehr setzen sollte. Tesmien konnte nicht weiter kämpfen, er war zu verwundet, doch er tat es dennoch, er verband sich rasch die Schulter und ging zurück ins Gefecht. Sie wurden bis zum Eingang zurück gedrängt, bis ein Scharfschütze, der sich irgendwo verschanzt hatte Tesmien einen Schuss in die Rippen versetzte. Er ging erneut zu Boden, doch dieses Mal sollte er nicht wieder aufstehen. Plötzlich war der Schwarfschütze zu sehen, er flog aus seinem Baum und wurde direkt mit hoher Geschwindigkeit zum Haupteingang gezogen, wo er dann elektrisiert zurück in die Reihen der Feinde geschleudert wurde.
    Das Feuer der Gegner wurde eingestellt und die Dunkelheit lag nun über Ihnen. Khudos und Arrunias knieten sich zu Tesmien und erkannten schweren Herzens, dass dieser nicht mehr zu behandeln sei.
    "Ach, da ist sie ja endlich, unsere Beute, auf die wir schon die ganze Zeit warten." sagte einer der Mandalorianer. Dhishasem stand am Haupteingang, er hatte seine alte Rüstung an, seine Doppelklinge am Gürtel und auch er kniete sich zu Tesmien und nahm den Helm ab. "Es ist in Ordnung mein Freund, verzeih mir, dass ich es nicht geschafft habe unser Zuhause zu schützen. Es hat mir viel bedeutet genauso wie ihr mir viel bedeutet habt. Ich weiß, dass der Verlust von Lamahra dein Leben entscheidend einsamer gemacht hat, doch wir drei sind deine Freunde und wir werden dir immer beistehen." sagte Tesmien zu seinen Freunden. Dhishasem versuchte noch die Wunden zu heilen, doch es war zu spät. Tesmien, einer der längsten und loyalsten Freunde die Dhishasem je hatte, war gefallen. "Jetzt steh endlich auf und stell dich uns, oder wir richten dich ohne einen anständigen Kampf hin wenn du so feige bist." sprach ein weiterer Mandalorianer. Dhishasem war wütend, wütend weil einer seiner besten Freunde wegen ihm sterben musste, wütend weil er erneut zur Waffe greifen musste und wütend, weil er erneut töten würde. "Also Sith, kämpft nicht länger für das Imperium und nehmt euer Schicksal an!" riefen einige aus den Reihen der Feinde während sie lachten. "Ich ziehe mein Schwert nicht für euch, ich ziehe mein Schwert nicht für mich, ich ziehe es auch nicht für das Imperium, nein. Ich ziehe es für meine Freunde." sagte Dhishasem ruhig und mit tiefer Stimme. Er hatte seinen Helm wieder aufgesetzt, während die restlichen seiner Einheiten in der Akademie verschwanden. Nur Khudos und Arrunias standen rachsüchtig zu seiner linken und rechten. Ein Wind zog auf, der die Bäume zum Rascheln brachte. Die Piraten schauten sich um, da der Wind immer stärker zu werden schien. "Mein Name lautet Lord Dhishasem Gaaias, Meister des Schreckens und im Namen meiner Familie, verlasst diesen Ort oder sterbt!" rief Dhishasem jetzt mit tiefer und lauter Stimme. Einige Angreifer verschwanden, doch der Rest begann auf die verbliebenden drei zu schießen. Dhishasem teleportierte sich unverzüglich in ihren Reihen und vernichtete einen nach dem anderen. Auch wenn er so viele Jahre nicht gekämpft hatte, musste er nichts seiner vorherigen Stärke einbüßen. Khudos und Arrunias folgten ihm in den Kampf, sie sprangen in die Reihen und kämpften Seite an Seite. Der feindliche Sith stellte sich Dhishasem und stand mit seinem Lichtschwert vor ihm. Dhishasem blickte ihn finster an, streckte seinen Arm in seine Richtung und erwürgte ihn mit einem Satz durch die Macht und schmetterte ihn gegen einen naheliegenden Baum. Der Anführer der Piraten wollte gerade fliehen, als Dhishasem es bemerkte, sich vor ihn teleportierte, sein Lichtschwert ausstreckte und der Pirat selbst hinein rannte. Dhishasem blieb unbekümmert stehen, blickte ihn an und schleuderte ihn mit einem kraftvollen Macht Schub zurück auf die verbleibenden Angreifer. Die Übriggebliebenen Sieben knieten sich hin und nahmen die Hände über den Kopf. Dhishasem zog seine Waffe ein und gab den Befehl für die Gefangenname. Einige der Akademie Mitglieder eilten herbei und nahmen sie in Gewahrsam. Dhishasem setzte seinen Helm ab und ging mit seinen Freunden zu ihrem toten Freund...

    Die Reinigung

    Einige Wochen sind vergangen, seit Tesmien im Kampf gefallen war. Dhishasem und die Mendis Brüder begruben ihn hinter der Akademie, sie hielten eine kurze Zeremonie ab, bei der Calyphagus sein Grab versiegelte. Einige Ehemalige Mitglieder der Bruderschaft der Dunkelheit kamen ebenfalls, so wie Meister Venarous. Nach der Zeremonie und dem Ritual von Calyphagus steckte Venarous das Grab in violetten Flammen an. Von nun an sollten sie jede Nacht brennen, denn Tesmien ist nun eins mit der Finsternis und diese kann niemals sterben. Dhishasem fühlte sich schuldig, nur weil er sich weigerte mit zu kämpfen musste Tesmien fallen, er hätte es verhindern können, doch er hat es nicht getan. Eines Abends, als die letzten Schüler ihre Gemächer aufsuchten ging Dhishasem hinter die Akademie, wo Tesmiens Grab bereits zu brennen begann, wie jede Nacht. Er ging weiter, zu dem versiegelten Gesteinshaufen. Vor all diesen Jahren, als seine damaligen besten Freunde hier ihr Ende fanden, hatte der Angreifer dieses überaus mächtige Mahl hinterlassen. Dhishasem war es kaum möglich es zu betreten, ohne beinahe umzukippen und dem Tode nahe zu sein. Doch nun wollte er es sogar in Kauf nehmen. Ihm blieb nichts mehr. Er hatte Lamahra enttäuscht, er hatte Tesmien enttäuscht, er hatte alle enttäuscht. Er hob das Geröll von der Fläche, sodass das Mahl wieder zu sehen war. Er atmete tief durch und betrat das Mahl. Augenblicklich zwang es ihn abermals in die Knie, Dhishasem schrie vor Schmerz auf und schloss seine Augen. Plötzlich sah er Lamahra vor sich, er sah ihren Tod, er sah auch tesmiens Tod, er sah wie er damals alle Akademie Mitglieder umbrachte, er hörte den Aufschrei der Stadt, er sah seine sterbende Mutter, er sah alles was ihm jemals Schmerzen bereitet hatte. Er hörte ein dunkles Geflüster in seinem Kopf es zeigte ihm einen dunklen Krieger auf Abraxin, doch dann ließ die Vision nach und Dhishasem öffnete seine Augen. Unversehrt kniete er in dem großen schwarzen Symbol, welches im Boden eingraviert war. Ihm fehlte nichts, er verspürte keinen Schmerz mehr und er befand sich zu seinem Erstaunen direkt in der Mitte des Kreises. Nichts war geschehen und doch konnte sich Dhishasem an alles erinnern, was er so eben gezeigt bekam...

    Jahre der Klarheit

    Monate vergingen, in denen Dhishasem seit so langer Zeit einen Funken Hoffnung in sich erkennen ließ. Er wusste nicht genau was geschehen war, als er das mysteriöse Mahl betrat, doch eine Lehre zog er daraus. Dhishasem konnte seinem Schicksal nicht entfliehen, er war ein Krieger und egal welche Rolle er noch in diesem großen Spiel des Lebens zu bewerkstelligen hatte, er konnte sich nicht wehren und musste sie akzeptieren. Arrunias und Khudos waren froh, dass Dhishasem das Training wieder aufnahm und auch das Unterrichten wieder begann. Jahre vergingen, in denen Dhishasem für die ein oder andere Mission gebraucht wurde und in denen er viele junge Akolythen zu Sith ausbildete.
    Eines Abends fragte er sich, wie es mit der Entwicklung des Impeiums weiter zu gehen hatte. Das Sith Imperium war einst eine große, stolze und mächtige Fraktion gewesen, die im Krieg immer weiter zurück gedrängt wurde. Die restlichen Einheiten und Ressourcen des Impeiums versuchten sich zur wehr zu setzen und die übriggebliebenden Systeme wie Dromund Kass zu verteidigen. Es waren Gerüchte im Umlauf, die von einem Versammeln aller übrigen Truppen sprachen, doch was davon zu glauben war und was nicht wusste niemand so recht. Die Republik hatte die Oberhand in diesem Krieg, sie besaßen sogar einige der ehemaligen imperialen Kernwelten wie Korriban. Es gab keine Hinweise darauf, wo sich der Imperator aufhielt und ob er sich am Kampf beteiligen würde, doch all dies waren Spekulationen, die Dhishasem mit seinen Freunden besprach, sobald sie etwas Zeit für sich hatten. Eines Tages jedoch, im Jahre 3681 VSY kam ein unerwarteter Besuch nach Rhelg, der den Großteil ihrer Fragen beantworten sollte...


    Angriff auf Korriban (3681 VSY)


    Der Plan

    Sie standen gerade draußen und trainierten neu eingetroffene Akolythen, bis ein Sith Jäger auf dem Landeplatz der Akademie landete. Dhishasem schritt langsam mit hinter dem Rücken verschränkten Armen auf das Schiff zu, um den Gast willkommen zu heißen. Es war Darth Venjin der heraus trat. "Seit gegrüßt Lord Gaaias. Erinnert ihr euch an mich? Ich benachrichtigte euch damals nach dem Vorfall im Chardaan System.". "In der Tat mein Lord, ich erinnere mich. Wie kann ich euch zu diensten sein?" entgegnete Dhishasem. "Nun, ich bin hier im Auftrag der Militär Oberhäupter, ich soll euch in einen Plan einweihen, für den wir eure Stärke benötigen.". Venjin spazierte langsam in Richtung Akademie und Dhishasem begleitete ihn. "Euch sind sicherlich die fünf Sith Welten bekannt, die Generationen unter unserer Kontrolle standen. Es ist uns in den letzten Monaten gelungen eine versteckte Offensive durchzuführen, die als Ergebnis die Rückeroberung Khar Delbas und Krayiss II mit sich brachte. Mit Rhelg und Ziost bleibt nun bloß noch ein Planet, der für die völlige Kontrolle des Systems notwendig zu erobern ist.". "Korriban." fügte Dhishasem hinzu. Eine der wichtigsten Hauptwelten, die die Geburtsstätte der reinblütigen Sith zusammen mit Ziost bildete. Venjin unterrichtete Dhishasem, dass schon bald eine große Invasion anstehen würde, um Korriban wieder in die Hände der Sith zu bringen. Admiral Fenix hatte einen Plan ausgearbeitet, der einige imperiale Schiffe im Aparo-Sektor angreifen ließ, sodass die über Korriban stationierten Schiffe vermutlich zur Hilfe kommen würden. Wenn sie die Planetenverteidigung dezimieren, sollte die Invasion beginnen. Es sollte in einigen Monaten los gehen und Dhishasem sollte als einer der Generäle den Boden Angriff leiten. Den Angriff leiteten Darth Vindican und sein Schüler. 30 Schlachtkreuzer wurden für diesen Plan zu einer Flotte zusammen geführt und sollten die Befreiung Korribans gewährleisten. Dhishasem fühlte sich geehrt, dass er nun hinzugezogen wurde und nahm daher selbstverständlich an. "Sehr gut, dann packt eure Sachen und begleitet mich zu unserer Flotte." sagte Venjin, während er sich wieder an Bord seines Schiffes begab. "Achso und es ist euch gestattet, Berater und Krieger mitzunehmen, solltet ihr der Meinung sein sie wären von Nutzen.". Dhishasem ging zurück zur Akademie und suchte seine Gemächer auf, in denen Khudos und Arrunias bereits warteten. Er weihte sie in sein Vorhaben ein und unterbreitete ihnen das Angebot ihn zu begleiten. "Eine solche Chance lassen wir uns nicht entgehen, du kannst auf unsere Unterstützung setzen." sagte Arrunias ohne zu zögern. Auch Khudos nickte Dhishasem zu und so nahmen sie alles wichtige zusammen und gingen in Richtung Venjins Schiff. Dhishasem hatte das Kommando über die Akademie an den Dienstältesten weiter gegeben, sodass die Ausbildung weiter laufen konnte. An Bord von Venjins Schiff angekommen, starteten sie und kündigten ihr baldiges Kommen bei der Flotte an. Sie unterhielten sich beinahe den ganzen Flug über, der einige Stunden dauerte. Venjin musste ungefähr 90 sein, denn sein Alter schränkte ihn bei seiner Bewegungsart deutlich ein, daraus konnte Dhishasem schließen, dass Venjin vermutlich als strategischer Berater hinzugezogen wurde.
    Als sie die Flotte des Sith Impeiums erreichten, erfüllte Staunen die Gesichter der drei Freunde. Noch nie hatten sie so viele Einheiten ihrer Fraktion versammelt gesehen. Es erfüllte sie mit Stolz am Kampf teilzunehmen und den letzten der fünf Planeten zurück zu erobern...


    Letzte Vorbereitungen

    Der Schlachtkreuzer, in dem sie landeten war das Flaggschiff der Flotte, die Destiny Nova. Darth Venjin brachte sie in den Konferenzraum, wo bereits alles im vollen Gange war. Truppen wurden verständigt und von verschiedenen Systemen her beordert, entbärliche Truppen wurden gezählt, sowie die Einheiten der Republik, die sich in dem Sektor aufhielten. "Ah, willkommen Lord Gaaias." sagte Admiral Fenix, der den Luftangriff leiten sollte. "Guten Tag Admiral, eine Ehre hier zu sein." antwortete Dhishasem. Arrunias und Khudos gingen auf Dhishasems Anweisung hin in die ihn zugewiesenen Quartiere und warteten dort auf ihn. Nach einigen Stunden kam auch Dhishasem dazu. Der Plan stand fest, es sollte genauso von statten gehen, wie es Venjin bereits erklärt hatte. 30 Schlachtkreuzer der Horrower-Klasse waren weit mehr Schiffe als benötigt werden würden, sollte der Plan aufgehen. Sie waren jedoch nicht bloß zur Einnahme Korribans gedacht, sondern vor allem dafür, es anschließend nicht gleich wieder zu verlieren.
    Am nächsten Tag wurde Dhishasem seinem Team vorgestellt. Es bestand aus knapp 20 Soldaten, darunter vier Machtanwender. Er begutachtete sie alle einzeln, um sich einen Eindruck von ihnen machen zu können. Die zwei Captains, die Dhishasem unter ihnen erwählte und die für je 10 Soldaten verantwortlich waren, waren der 18 jährige Teshahiro Leage und der 19 jährige Zác Cholster. Teshahiro war ein besonders strategischer Soldat und Zác ein begabter Lichtschwertkämpfer. Dhishasems zwei Gefährten, bildeten mit ihm zusammen die Elite der Einheit. Sie gingen ihre Aufgaben immer wieder gemeinsam durch, die ganzen Wochen, immer wieder. Nachdem der Überraschungseffekt funktioniert hatte, mussten die Bodentruppen unverzüglich landen, sollte die Republik entgegen der Wahrscheinlichkeiten doch Verstärkung schicken und in eine groß Offensive wechseln. Dhishasem, Khudos und Arrunias würden mit den Jägern dem Transporter Geleitschutz geben, bis sie westlich der Gräbern landeten. Das Hauptziel war die ehemalige Sith Akademie, die von drei Seiten angegriffen werden sollte. Die anderen Trups, sollten die anderen Seiten frei machen, genauso wie Dhishasems Trup, für eventuell benötigte Unterstützung. Sprengsätze oder Raketen waren nicht gestattet, da die Erhaltung der Grabmäler und der Bauwerke oberstes Gebot war. Man könnte meinen es ginge den Sith einzig und allein um den Sieg über die Republik, doch so war es nicht. Die geschichtliche Kultur die in diesem Planeten steckte, war älter als jede Lebensform, die ihn bald betreten würde. Sobald die Akademie auf Korriban eingenommen war, war die verbleibende Aufgabe die Verteidigung, bis Entwarnung gegeben würde.
    Der Tag des Angriffes kam immer näher. Dhishasem und seine Truppen waren bereit und ein jeder von ihnen stand voll und ganz hinter Dhishasems Führungskraft...


    Der Angriff

    Der Angriff begann, als Admiral Fenix eine Schiffsweite Übertragung begann, in der er sagte, die republikanische Flotte ist im Anflug auf den Aparo-Sektor. Somit war Korriban lediglich von seiner Raumstation und zwei Kreuzern verteidigt. "Nungut Männer, ihr habt den Admiral gehört, es geht los.". Mit diesen Worten begann Dhishasems Einsatz. Sie liefen in den Hangar, wo bereits die Piloten ihre Schiffe bemanten. Die Flotte befand sich nicht weit von Korriban entfernt, somit würden sie bloß wenige Minuten im Hyperraum verbringen müssen. Dhishasem, Khudos und Arrunias bemanten ihre Jäger, der Rest angeführt von Captain Teshahiro und Captain Zác machten den Transporter startklar.
    Die Destiny Nova war eines der ersten Schiffe, die den Hyperraum verließen und zum Angriff übergingen. Der Hangar wurde frei gegeben und so starteten sie ihre Maschinen und flogen in Richtung Planetenoberfläche. Man konnte die Raumschlacht von Dhishasems Schiff aus gut sehen. Das Sith-Imperium war deutlich in der Überzahl und zerstörte bereits den ersten Kreuzer. Der Jäger von Darth Vindican startete kurz nach Dhishasem und flog in Richtung Raumstation, offenbar war es ihre Aufgabe die Station einzunehmen oder sogar zu vernichten.
    Dhishasem und seine Truppen befanden sich bereits im Landeanflug, während die Schlacht im vollen Gange war. Sie verließen ihre Schiffe und stießen direkt auf die erste Barrikade, die von Soldaten der Republik zusammen mit Infanterie Abwehrgeschützen verteidigt wurde. Dhishasem sprang nach vorne und wehrte den Großteil der Schüsse ab, um seine Männer zu schützen, die gerade erst ihr Shuttle verließen. Arrunias war ebenfalls neben Dhishasem, der mit seinen zwei Lichtschwertern alles parierte, was ihm entgegen kam. Khudos stand auf seinem Jäger und hob mit der Macht herum liegende Trümmer auf, um sie teilweise vor Dhishasem und seinen Bruder fallen zu lassen.
    "Los geht in Deckung und schlagt sie weiter zurück!" befahl Dhishasem. Seine Truppen eilten zu ihnen und verschanzten sich hinter dem Geröll. "Sir, ohne Sprengsätze oder Granaten können wir die Geschütze nicht ausschalten, was schlagt ihr vor?" fragte Teshahiro, während der auf den Feind schoss. "Arrunias! Folge mir und nimm dir das rechte Geschütz vor!" rief Dhishasem seinem Freund zu. "Geht klar Dhi" rief Arrunias zurück und rannte hinter Dhishasem her, der sein Lichtschwert vor sich um 360 Grad drehte, so schnell er konnte, sodass kein Schuss hindurch kam. Die Distanz betrug knapp 70 Meter, die sie nun hinter sich hatten und sich den Geschützen widmen konnten. "Auf gehts, rückt weiter vor!" rief Khudos und sprang von seinem Jäger vor das Geröll. "Ihr habt ihn gehört, los gehts!" wiederholte Zác, während er ebenfalls über das Geröll sprang. Einige Minuten später hatten sie die erste Blockade gebrochen und wollten gerade weiter vorrücken. "Alle sofort in Deckung!" rief Dhishasem, während er in Abwehrhaltung ging. Heran fliegende Jäger nahmen sie ins Visier und eröffneten den Beschuss. Einige Soldaten wurden erwischt, der Rest verschanzte sich unter einer kleinen Felsdecke, die zu ihrer linken war. Es war kein offenes Feld auf dem sie kämpften, sondern eine Art Straße, die links von einer hohen Felswand und rechts von einer Klippe begrenzt war. Der Weg war sandig und geschlängelt, sodass sie nicht genau sehen konnten was sie gleich erwarten würde. "Wer von euch ist der beste Pilot?!" fragte Dhishasem in die Runde seiner Soldaten. "Ich Sir." sagte Teshahiro. "Gut, du und Khudos geht in die Jäger und haltet uns diesen Beschuss vom Leib!". Teshahiro nickte Dhishasem zu, genauso wie Khudos. Sie rannten zu den Jägern und bemanten sie. "Wir müssen weiter vorrücken! Arrunias übernimmt Teshahiros platz als Captain!". Sie rückten weiter vor und bereits wenige Meter später befand sich eine zweite Barrikade, die jedoch in die Höhe gebaut wurde, statt in die Länge. Es waren nicht bloß einige Kisten, die nebeneinander gestellt und als Deckung genutzt wurden, es war eine Wand. Zur Linken und zur Rechten waren kleine Türme, an denen Geschütze befestigt waren. In diesen Türmen standen auch einige Soldaten die unablässig weiter auf Dhishasems Männer schossen. Zu ihrer Linken befand sich ein kleiner Höhlenzugang, in den sie rannten, um nach Deckung zu suchen. Dhishasem stand am Rand und wehrte heran nahende Schüsse ab. "Auf mein Kommando rennt ihr da raus und konzentriert den Beschuss auf die Felswand oberhalb der Barrikade! Arrunias Zác und ich werden euch Deckung geben.... Und los!" Sie rannten alle aus der Höhle und während Dhishasem, Arrunias und Zác ihr Bestes gaben, um den Beschuss abzuwehren, schossen seine Soldaten auf die Felswand. Geröll löste sich und viel wie Dhishasem es wollte auf die Barrikade herunter, sodass der linke Geschützturm mit den Soldaten besiegt war. Alle Soldaten schossen nun auf den rechten Turm, bis keiner von den Feinden mehr Widerstand leisten konnte. Bedauerlicherweise wurde ein weiterer Soldat aus Dhishasems Regiment getötet. Dhishasem steckte kurz sein Lichtschwert weg und Drückte das Geröll mit einem mächtigen Schub beiseite, sodass es die Klippe herunter fiel.
    Als sie weiter vorrückten, konnten sie bereits die Akademie sehen. Der Eingang war eine lange Rampe, die sehr breit gebaut war und in den Berg führte, in den die Akademie gebaut worden war. Dhishasem traf sich dort mit den nachkommenden anderen Trups und verschanzte sich vor der nach oben führenden Rampe. Die nächste Barrikade wurde von einigen Soldaten und zwei Jedi verteidigt. Als die anderen Trups zu Dhishasem und seinen Männern stießen brauchten sie einen Plan.
    "Dhi, eine Bomberstaffel ist auf dem Weg zu euch, allem Anschein nach wollen sie die Gräber und die Akademie zerstören." meldete Khudos via Holokom. "Fangt sie ab und zerstört sie so gut es geht, wir versuchen das Flugabwehrgeschütz vor der Akademie einzunehmen." sagte Dhishasem schnell. Es dauerte ihm zu lange, bis jemand einen Plan hatte, also sprang er über die vor ihm liegenden Trümmer und zusammen mit Arrunias griffen sie die Barrikade an. Einer der Jedi sprang die Rampe in Dhishasems Richtung herunter. Er packte ihn während er weiter nach oben rannte mit der Macht, warf ihn nach hinten, wo Arrunias bereits hoch sprang, mit dem einen Schwert die Hand des Jedis abschlug, die das Lichtschwert hielt und mit dem anderen in seine Brust stach. Arrunias landete hinter Dhishasem und rannte direkt hinter ihm weiter. Die beiden schalteten direkt den zweiten Jedi aus. Im Hintergrund sprangen die übrigen Soldaten über die Barrikaden und folgten ihnen. Der Enthusiasmus der beiden Sith steigerte die Motivation der Soldaten ungemein, in wenigen Minuten hatten sie die Rampe eingenommen, sowie das Flugabwehrgeschütz, was am Eingang aufgebaut war. Die angekündigten Bomber waren bereits in Sichtweite. Captain Zác sprang in das Geschütz und schoss die restlichen zwei vom Himmel. Khudos und Teshahiro flogen mit ihren Jägern kurz dahinter und verschwanden über der Akademie. Dhishasem befahl ihnen zu landen und zu ihnen zu kommen. Der Kampf war vorüber, zumindest für Dhishasem und seine Einheit. Er erhielt kurz darauf von Darth Venjin Meldung, dass der Raumkampf beinahe gewonnen sei, die restlichen Verstärkungen der Republik wollten fliehen und die Raumstation war eingenommen. Darth Vindicin jedoch wurde vernichtet so hieß es.
    Es war ein glorreicher Tag für das Imperium, endlich hatten sie ihre alte Heimat wieder...



    Wächter Korribans (3681-3666 VSY)


    Studien

    Einige Wochen nach der Schlacht waren die Wiederaufbau Maßnahmen in vollem Gange. Dhishasem ist seitdem auf Korriban geblieben und unterstützte die Bergung der alten Sith Gräber. Die Republik hatte keine weiteren Angriffe vorgenommen, das Sith Imperium war nun nach so langer Zeit endlich wieder in der Lage sich gegen die Republik zu behaupten. Der Rat der Sith bezog kurz nach Vollendung des Kampfes die Akademie. Es sollte die größte Akademie von allen werden, hier sollten von nun an alle Akolythen hingebracht werden, so auch Dhishasems Schüler von Rhelg. Der Rat nahm sich die Freiheit und erschuf einen großen Rats-Raum, indem sie sich für wichtige Konferenzen und Besprechungen trafen und um den Willen des Imperators durchzusetzen. Auch Darth Venjin saß in diesem Rat, wie Dhishasem später erfuhr. Venjin bat Dhishasem in seine Gemächer, die ebenfalls in der riesigen Akademie lagen und sagte:" Voller Stolz, werdet ihr von nun an Darth Dhishasem Gaaias heißen. Der Rat ist der Ansicht, dass eure Verdienste und eure Stärke für das Imperium von entscheidender Wichtigkeit sind und aus diesem Grund, wird euch diese Ehre zu teil.". Dhishasem kniete immer noch und erhob sich langsam. "Ich danke euch Darth Venjin, ich werde das Vertrauen des übrigen Rates, sowie das eure nicht enttäuschen.". Dann verneigte sich Dhishasem zur Verabschiedung noch einmal kurz und ging wieder nach draußen in die Gräber. Er verbrachte seine Zeit dort gerne, vor allem deswegen, weil immer mehr Artefakte und Schriftrollen gefunden wurden, die Dhishasem als äußerst interessant empfand. Einige Wochen später trafen bereits Dhishasems Lehrlinge ein, die von Rhelg nach Korriban gebracht wurden. Er war zufrieden, dass er nicht wieder zurück musste, denn dort hielt ihn nichts mehr, dass hier könnte ein Neuanfang für ihn sein, genauso wie für seine Freunde. Die Einheit die Dhishasem während des Kampfes leitete, wurde ihm als persönliche Leibgarde übergeben. Sie erhielten alle eine schwarze Rüstung, mit einigen dunklen roten Streifen, die jeder Soldat individuell auf seinen Helm malte. Auch Khudos und Arrunias trugen von nun an eine andere Rüstung, Khudos Rüstung war größtenteils schwarz. Er trug keinen Helm dazu, jedoch hatte er ein Gewand, auf dem einige Runen in dunklem rot eingestickt waren, die er auswählte. Arrunias hatte einen mächtigen Brustpanzer, der ebenfalls schwarz war, jedoch mit selbst gewählten Verziehrungen, die genau wie bei den übrigen Rüstungen in dunklem rot waren. Dhishasem behielt seine Rüstung und gemeinsam hießen sie "Dark Dragons".
    Sie waren eine vorläufige Eliteeinheit, die nach Abruf Venjins jede Mission erledigte. Es kam allerdings nicht oft vor, dass sie eingesetzt wurden, da Dhishasems Leibgarde grötenteils zur Verteidigung der Akademie eingesetzt wurde und teilweise neue Anwärter ausbildete, oder mit ihnen trainierte. Dhishasem verkroch sich oftmals in den Gräbern und studierte die Schriften, die er dort fand. Als Darth Venjin im Jahre 3674 VSY verstarb, erhielt Dhishasem seine Gemächer auf Korriban. Sie waren groß, sehr groß sogar, weswegen er einen extra Breich für seine Freunde darin anfertigen ließ. Seine ganzen Wertsachen waren allerdings noch auf Rhelg in seinem Schiff, oder in der Akademie. Er machte sich also auf den Weg nach Rhelg, um die restlichen Sachen dort abzuholen. Dort angekommen kramte er alles übrige zusammen und brachte es auf sein Schiff. Das wichtigste Transportgut für ihn war Lamahras Sarg. Die goldene Runen besetzte Truhe stand schon die ganze Zeit in Dhishasems Gemächern und dort würde sie auch auf Korriban stehen. Bei aller Macht die er besaß schaffte er es dennoch nicht sich von ihr auch nur im entferntesten zu trennen. Als auch Lamahra aufgeladen war, betrat Dhishasem die von ihm erbauten Katakomben. Vor all den Jahren hatte er hier einen Raum erschaffen, den er mit einem speziellen Ritual belegte. Dahinter befanden sich seine wichtigsten Schriften und Artefakte und auch sein Datacron, welches ihm zu dieser bestialischen Macht verhalf. Er stand nun vor der dunklen Sphäre und außer Dunkelheit war nichts zu erkennen. Dhishasem begann das Ritual. Seine Hände flammten auf und als er gerade fertig gesprochen hatte berührte er die Wand in der Dunkelheit mit seinen Händen. Die Finsternis verschwand und eine schwere steinerne Tür war zu sehen. Auf ihr standen die Runen, die Dhishasem gerade aufgesagt hatte. Er drückte mit Kraft dagegen, sodass sie sich schwerfällig öffnete. Dhishasems linke Hand brannte immernoch und diente als Lichtquelle, um etwas erkennen zu können. Er nahm die hölzerne Box mit seinen Schriften und steuerte gerade auf das Datacron zu, was auf einem steinernen Tisch inmitte des Raumes lag, bis er plötzlich schockiert seine Truhe fallen ließ und sich mit großen Augen dem Tisch näherte. Er verstand gar nichts mehr, denn auf dem Tisch lag nicht bloß sein Datacron, sondern auch ein ihm unbekanntes Jedi Holocron...
    Er nahm es an sich und musterte es genau. Er war sich absolut sicher, dieses Holocron hatte er noch nie in seinem Leben gesehen und hatte er es schon gar nicht in diesen Raum gelegt. Jemand musste in diesem Raum gewesen sein... Doch keiner den er kannte, wäre so mächtig und hätte die passenden Fähigkeiten sein Ritual zu durchbrechen. Er legte das Holocron auf den Tisch und streckte seine rechte Hand aus. Er wollte unbedingt wissen, was sich auf diesem Holocron befand. Als er es mit der Macht öffnete, leuchtete es auf und eine ihm vertraute Stimme erklang. Es war Meister Sorigen.

    "Es ist lange her Lord Gaaias. Wenn ihr dies nun hört bin ich bereits tot und ihr habt etwas Wesentliches nicht verstanden. Vor all den Jahren entführte ich eure Frau, doch seid ihr dahinter gekommen warum ich das tat? Dieses Holocron ist der Beweis, dass ihr es nicht verstanden habt. Ihr besitzt sehr großes Potenzial, ein Potenzial dem ihr es zu verdanken habt, dass ihr im Alleingang eine Metropole eingenommen und zerstört habt. All eure Truppen, die ihr damals zur Verfügung hattet waren überflüssig. Ihr allein hattet genug Macht um die Schlacht zu gewinnen. Der Krieg zwischen Republik und Imperium dauert nun schon Jahrtausende und wegen Kriegern wie euch wird er auch weitere tausend Jahre fortbestehen, weil ihr eure Macht nicht ausschöpft. Nehmt dieses Holocron als Mahnmal für eure Taten. Ihr habt eure Frau umgebracht, obwohl ihr es hättet verhindern können...".

    Ein bekannter Name

    Über Jahre hatte Dhishasem seinen bislang größten und meist gehassten Feind gesucht. Vergeblich. Er hatte nach wie vor keine Ahnung wie Sorigen überlebt haben könnte und wo er sich all die Jahre versteckt hatte. Eines jedoch wusste er nun, dass Lamahra nicht nur von ihm umgebracht wurde, sondern auch nur wegen Dhishasem entführt worden ist. Er war bereits wieder auf Korriban und kniete in seinen Gemächern vor Lamahras Sarg. Er hatte in den letzten Tagen öfter gehört, dass er seine Frau in den Gräbern Korribans unterbringen konnte, doch er wollte es nicht. Dadurch, dass sie die ganze Zeit bei ihm war, lehrte ihn das nun sich mit nichts zurück zu halten, wenn es um einen Kampf geht. Das hatte er nach den ganzen Jahren widerwillig verstanden. Wie Sorigen es geschafft hatte sein Holocron in Dhishasems versiegelten Raum zu bringen war ihm nach wie vor ein Rätsel und daran änderte sich auch nichts.
    Arrunias und Khudos leiteten gemeinsam mit Dhishasem in den nächsten Jahren viele Einsätze, gemeinsam mit den Dark Dragons. Zác und Teshahiro stellten sich als äußerst fähige und führungsstarke Mitglieder heraus, die ab und an sogar mit eigenen Aufträgen beauftragt wurden. Sie freundeten sich außerdem sehr gut mit Arrunias und Khudos an, die ähnlich wie Dhishasem das Potenzial in den beiden erkannten.
    Im Jahre 3670 VSY gab es eine erneute Aufgabe für die Dark Dragons, sie sollten einen republikanischen Stützpunkt auf Sullust angreifen, der dort kürzlich entdeckt wurde. Die Nachricht kam von einem Sith Lord namens Illgrather. Dieser war mit seinem Schüler auf Mission, vermutlich einer ähnlichen wie Dhishasem in seiner Jugend und entdeckte dabei einen verborgenen republikanischen Stützpunkt. Er leitete diese Information umgehend an die Elite-Truppe weiter, die sich dem annahm. Dhishasem leitete die Operation und einen Tag später landeten sie auf Sullust. Die Truppe bestand aus 15 Soldaten, Teshahiro, Zác, Khudos, Arrunias und Dhishasem. Da einige der Soldaten ab und an wegen ihres Alters in den Ruhestand wechselten oder bei Missionen umkamen, änderten sich die 15 Soldaten häufiger. Das Auswahlverfahren leiteten mittlerweile die beiden Captains, da sie die Befehlsgewalt über sie hatten. Als die Truppe auf Sullust ankam, sprach Dhishasem zunächst mit dem Gefängnis Leiter. Er hatte den feindlichen Stützpunkt observieren lassen, ganz wie Dhishasem es befohlen hatte. Der Spion war sein fähigster und stärkster Offizier. Ein noch recht junger Kämpfer, namens Zha'hadum Damos. Er war noch recht jung, ungefähr so jung wie Zác und Teshahiro es bei dem Angriff auf Korriban gewesen sind. In voller Montur stellte er sich respektvoll vor. Er war ähnlich wie Arrunias ein überdurchschnittlich guter Schwertkämpfer, weswegen er auch zwei Schwerter trug. Sein strategisches Denken jedoch war der Grund dafür, dass er der erste Offizier des Gefängnisses war und das bereits mit seinem Alter. Nachdem Zha'hadum Dhishasem von der Lage und den dort stationierten Einheiten berichtet hatte, bat Dhishasem, dass er sie begleiten solle. Sie umstellten gemeinsam das Lager und schalteten die forderen Wachen aus. Khudos sprengte mit einem mächtigen Hieb die Tür und Arrunias sprang direkt in die feindlichen Einheiten. Dhishasem fragte sich, was genau der Sinn einer hier gebauten Station war, da sie sich als einzelne auf einem vom Imperium kontrollierten Planeten befand. Als Arrunias und die anderen Einheiten aus der Basis kamen, meldeten sie Dhishasem einen Erfolg ohne Verluste.
    "Es waren kaum noch Soldaten hier Dhi, wenn das stimmt was der Junge sagt, dann haben sie sich entweder zurück gezogen oder wussten von unserem Angriff und haben evakuiert." sagte Arrunias als der seine Waffen weg steckte. Dann kam Dhishasem ein Gedanke: "Khudos und Teshahiro, begebt euch so schnell wie nur möglich zum Hangar des Gefängnisses und bemannt die Jäger, ich möchte das ihr unverzüglich den Luftraum sichert und meldet, sollte sich eine feindliche Präsenz zeigen. Zác, nimm deine Einheiten und lasst anschließend den Hangar dicht machen und das Gefängnis auf Alarmbereitschaft gehen. Arrunias du und Zha'hadum kommt mit mir, ich habe das Gefühl, dass wir einen wichtigen Gefangenen schon recht bald vermissen werden.". Alle folgten unverzüglich Dhishasems Anweisungen. Er selbst ging noch in die Basis und fuhr sämtliche Schilde herunter, sodass die Basis ohne Hitzeschilde verloren war. Sie eilten zurück zu dem riesigen imperialen Gefängnis. Dort angekommen sahen sie gerade die zwei Jäger aus dem Hangar starten und anschließend sämtliche Warnlichter aufleuchten. Alle zellen wurden verriegelt und Dhishasem fragte den 1. Offizier: "Sag mir, gibt es in diesem Gefängnis wichtige republikanische Offiziere oder Admiräle? Personen, bei denen die Republik alles tun würde um sie zu befreien.", "Nun ja, wir haben einige Jedi, die durchaus eine hohe Stellung bei der Republik genossen haben. Sie befinden sich alle in Trakt 231." antwortete Zha'hadum. "Dann bringt uns unverzüglich hin." wies Dhishasem ihn an. Dort angekommen war die Zelle bereits leer und nirgendwo war etwas von ihnen zu erkennen. "Mein Lord, wir haben es im Hangar mit einigen Jedi zu tun, die versuchen die verbliebenden Jäger zu bemannen, wir könnten Unterstützung gebrauchen." meldete sich Zác über das Holo. Dhishasem sicherte Verstärkung zu und rannte mit seinen zwei Gefährten in Richtung Hangar. Dort angekommen waren noch vier Jedi gegen die Dark Dragons am kämpfen. Zha'hadum zog seine Lichtschwerter und sprang den ersten Jedi von hinten an. Als ein zweiterer gerade auf ihn zu lief, warf er sein Lichtschwert und trennte dem Jedi den Kopf ab. Arrunias tauchte hinter ihm auf und tötete einen weiteren herrannahenden Jedi, der es auf Zha'hadum abgesehen hatte. Der letzte Jedi wurde von den Soldaten stark verwundet. Dhishasem der ruhig weiter auf ihn zuging und bislang nichtmals sein lichtschwert ziehen musste nahm ihn in den Machtgriff. "Wer hat euren Ausbruch koordieniert? Wer hat euch bei all dem unterstützt?" fragte er den Jedi. "Ihr werdet es von mir niemals erfahr...". Sein Körper erschlaffte und Dhishasem ließ ihn zu Boden fallen. Einige tote Soldaten und sieben tote Jedi die gerettet werden sollten lagen nun auf dem Boden des Hangars. "Dhi, wir empfangen eine unbekannte Signatur, die jetzt aus dem Orbit in den Hyperraum geht, wir können ihn nicht mehr aufhalten. Er kam allerdings auch nicht aus Richtung des Gefängnisses." meldete Khudos übers Holokom. Zha'hadum hatte währenddessen die Jedi identifiziert und drehte sich zu Dhishasem um: "Einer fehlt mein Lord, ein gewisser Curris Davron...".

    Der erste Kontakt

    Die Untersuchungen dauerten weiter an, was den entflohenen Jedi betrafen. Dhishasem lebte inzwischen zu lange, als dass er an Zufälle glauben würde. Sein Name lautete also Davron. Die naheliegenste Erklärung wäre, dass dies ein Verwandter von Tesmien sein musste. Eine Vermutung, von der die Freunde auch weiterhin ausgingen. Bis jedoch weitere Informationen entdeckt werden würden, reisten die Dark Dragons zurück nach Korriban. Auch das neuste Mitglied Zha'hadum kam mit. Seine außerordentlichen Fähigkeiten und das Spüren großen Potentials, hatten Dhishasem dazu bewegt im Einverständnis seiner Mitstreiter Zha'hadum zu rekrutieren. Weitere Jahre vergingen, in denen die Dark Dragons weitere Missionen erhielten, doch es gab nichts weiter zu dem misteriösen Jedi. Zha'hadum war nun knapp 23 Jahre alt und arbeitete sein Ansehen immer weiter auf. Im Kampf konnte er beinahe mit Zác mithalten und in strategischen Fragen trauten alle stets seinem Rat. Dhishasem verbrachte den Großteil seiner Freizeit mit Holocrons und Datacrons, die er in den Gräbern fand. Er studierte sie und zog die ein oder andere Lehre aus ihnen.
    Eines Tages im Jahre 3666 kamen Lord Illgrather und sein Schüler nach Korriban. Illgrather war Dhishasem öfters mal behilflich und führte auch die ein oder andere Mission aus. Dhishasem erwartete sie in seinen Gemächern, nachdem sich Illgrather angekündigt hatte. Als er eintrat folgte ihm sein inzwischen älter gewordener Schüler. Er stellte sich als Kaito Ordnas vor und verneigte sich respektvoll. Illgrather stellte die beiden einander vor. Als Dhishasem den Jungen Kaito anblickte war ihm so, als kenne er ihn bereits irgendwo her. Man sah es ihm nicht an, doch diese Frage vermochte er nicht beantworten. Während der Schüler hinter Illgrather stand unterhielt sich Dhishasem noch kurzzeitig mit ihm, bis er eine dringende Nachricht bekam.
    "Mein Lord, es gibt Neuhigkeiten zu dem Jedi..." meldete sich Zha'hadum. "Unseren Quellen zufolge befindet er sich derzeitig auf Ilum.". Dhishasem ließ alles stehen und liegen und verabschiedete sich rasch von Lord Illgrather und seinem Schüler. Er machte sich auf den Weg zur Startrampe und kontaktierte seinen Einsatztrupp. "Khudos, ruf die Männer zusammen, wir treffen uns am Hangar, wie es aussieht haben wir ihn gefunden...".

    Der Unbekannte (3666-3655 VSY)


    Mission auf Ilum

    Es dauerte bloß einige Stunden, bis sich der Trupp der Dark Dragons versammelt und abflugbereit war. Sie machten sich auf den Weg nach Ilum und landeten nahe der Hauptbasis. Der Planet erinnerte Dhishasem sehr an Yuveria. Er war von riesigen Eisflächen bedeckt und man konnte nie wirklich sagen, ob es gerade Tag oder Nacht war. Auf Ilum war es beinahe immer dunkel. Optimale Voraussetzungen, sollte es zu einem Kampf kommen, dachte sich Dhishasem. Er und seine Freunde hatten nicht vor den Jedi zu töten, sollten sie ihn finden, schon gar nicht wenn er wirklich ein Verwandter von Tesmien war. "Warum genau befand sich Curris Devron eigentlich auf Sullust im Gefängnis?" fragte Dhishasem Zha'hadum auf dem Weg zur imperialen Basis. "Nun, meinen Informationen nach versuchte er bereits mehrmals seine Freunde aus dem Gefängnis zu befreien und scheiterte, sodass er gleich dort festgehalten wurde." antwortete ihm Zha'hadum. "Gefühlsgesteuerte Handlungen sind für einen Jedi sehr unüblich..." "Da habt ihr recht, allem Anschein nach wird er von den Jedi auch nur weiterhin als Jedi-Ritter angesehen, weil seine Handlungen dem Wohle seiner Freunde und Verbündeten gilt.". Dhishasem war bewusst, dass ein solches Verhalten unüblich für Jedi war. Als sie bei der Basis ankamen, erkundigte sich Dhishasem kurz nach weiteren Informationen, es lagen jedoch keine vor. Alle Hinweise die sie hatten deuteten auf eine Schiffsruine hin, die mitten in einer Eiswüste lag. Dhishasem und seinem Gefolge aus 20 Kriegern wurden Schnee Speeder überlassen, mit denen sie sich auf dem Planeten weiter fortbewegen konnten.
    Die Schiffsruine war schon zur Hälfte im Schnee versunken. Durch den ganzen Schnee der auf dem Schiff lag, konnte man auch nicht genau das Model identifizieren. Dhishasem und seine Männer verschafften sich Zutritt zu dem etwas größeren Schiff und blieben wachsam.
    "Ich spüre keine Art von Leben in diesem Wrack Dhi." sagte Khudos und auch Dhishasem konnte nichts wahrnehmen. Eine Stunde durchkämmten sie das verlassene Schiff, doch es gab keine Spur von dem Jedi. Das Einzige was Dhishasem finden konnte, war ein violetter Lichtschwertkristall. Er sah anders aus als die Meisten die er kannte. Er schimmerte in einem violett-schwarzen Ton und war von seltener Natur. Dhishasem erinnerte sich daran, dass Ilum den Jedi als Rohstoffquelle ihrer Lichtschwertkristalle dient und das diese sonst an kaum anderen stellen in der Galaxis zu finden sind. Sie kehrten um und flogen zurück zur Hauptbasis, wo sie so lange bleiben wollten bis sie weitere Informationen hatten. Plötzlich wurde die ganze Basis ziemlich hektisch und als Dhishasem sich erkundigen wollte um was es ging, sah er eine republikanische Flotte in den Orbit eintreten. Er kontaktierte umgehend das imperiale Oberkommando auf Dromund Kaas und wurde angewiesen gemeinsam mit seiner Einheit das Kommando auf Ilum zu übernehmen und den Planeten mit allen nötigen Mitteln zu verteidigen. Dhishasem wurden weitere Versorgungsgüter und Unterstützung zugesagt, doch es bedeutete, dass die Jagd nach dem fremden Jedi erstmal warten musste.
    Knapp über drei Jahre, bis zum Jahr 3662 VSY verbrachte Dhishasem mit seinen Dark Dragons auf Ilum. Der Kampf war erbittert, doch nach und nach legten sich Fronten und alles pendelte sich wieder beim gewohnten Kräftegleichgewicht ein. Die Vorherrschaft über Ilum war genau da, wo sie auch vor dem Angriff war. In den vergangenen Jahren war Dhishasem einige Male nach Korriban zurück gekehrt, doch lediglich um Bericht zu erstatten und um wichtige Hilfsgüter zu eskortieren. Er hatte Zha'hadum beauftragt seine Augen nach Hinweisen wegen des Jedi aufzuhalten, doch bislang gab es nichts neues. Zha'hadum wurde inzwischen von Zác und Teshahiro als Captain eingesetzt. Er sollte über sie und die restlichen Soldaten befehligen, ihnen genüge der Titel des Lieutenants. Es lag nicht daran, dass sie sich der Aufgabe und der Verantwortung nicht gewachsen fühlten, doch Zha'hadum hatte eine spezielle Art die Dinge zu betrachten und anzugehen, eine Art, die ihnen oft weiterhalf. Abgesehen davon waren sie inzwischen so gut befreundet, dass es ihnen egal war, wer das Sagen hatte. Somit war Zha'hadum nach Dhishasem, Khudos und Arrunias der Ranghöchste bei den Dark Dragons, für die es jetzt in Richtung Heimat ging.
    Es war nur kurz nach der Ankunft, als sich Illgrathers ehemaliger Schüler Kaito bereits in Dhishasems Gemächern meldete. Er wurde angewiesen Dhishasem bei seiner nächsten Mission beizustehen, um möglichst viel dazu lernen zu können. Dhishasem hatte ein komisches Gefühl bei dem Jungen, auch beim ersten Mal kam er ihm irgendwie bekannt vor, auch wenn das nicht möglich war. Er strotzte nur so von Machtbegierigkeit, die ihn immer in Konflikte oder Herausforderungen brachte, sagte Lord Illgrather zu Dhishasem einst. Widerwillig akzeptierte Dhishasem, bis einige Monate später im Jahr 3661 VSY der Jedi ein weiteres Mal gesichtet wurde. Laut Zha'hadum handelt es sich dabei um den Planeten Novare. Dhishasem ließ seine Männer erneut zusammen packen, da sie mitten in ein Kriegsgebiet fliegen würden und es gewinnen mussten, wenn sie den Jedi endlich einholen wollten...


    Ein derber Rückschlag

    Ein erneuter Aufbruch stand bevor, dass Kriegsgebiet auf Novare. Der Planet war seit einigen Monaten ein großes Schlachtfeld, denn ähnlich wie bei so vielen anderen Systemen und Planeten kämpfen die Republik und das Imperium stetig um die Vorherrschaft. Der Jedi, den Dhishasem und seine Verbündeten schon eine Weile suchen ist laut Angaben der Truppen vor Ort im Einsatz und kämpft gegen das Imperium. Kaito, Lord Illgrathers ehemaliger Schüler wurde beauftragt Dhishasem zu begleiten, um Erfahrung zu sammeln und um als Verstärkung zu dienen, die Dhishasem und seine Einheiten nicht zwingend nötig hätten. Auf dem Weg nach Novare machte Dhishasem Kaito mit seinen Leuten vertraut. Es dauerte einige Stunden, bis sie auf der Planetenoberfläche landeten und bereits Artilleriefeuer und heran nahende Panzer sahen, die ihre Stellungen verstärken sollten. Das Oberkommando lag bei einem Sith namens Darth Voltis, der vor allem durch seine Kampfmanöver hohes Ansehen bei den Sith und dem Militär genoss. Er kehrte gerade aus einem Gefecht zurück und wirkte nach wie vor gefechtsbereit. Er war knapp 40 Jahre alt, war ebenfalls ein Sith und war ungefähr so groß wie Dhishasem. "Ich grüße euch, mein Name ist Darth Dhishasem Gaaias, ich komme mit einem Trupp, um den Jedi Curris Devron in Gewahrsam zu nehmen, was wisst ihr über ihn?" fragte Dhishasem den Sith. "Willkommen, mein Name lautet Darth Voltis Jelda. Der Jedi den ihr sucht ist einer der Befehlshabenden Offiziere in dem Gebiet. Seht ihr auf der Erhöhung das Gebäude?" er deutete auf einen naheliegenden Ort, der von Klippen umgeben war und auf den nur ein breiter Zugang führte. "Dort verschanzt er sich mit seinen Einheiten und leitet den Angriff, dieser Feigling.". "Gibt es noch andere Wege als den Offensichtlichen?" "Keine Chance, alle anderen Möglichkeiten beschränken sich auf das Erklimmen der Felswände.". Dhishasem bedankte sich für die Informationen und erkannte, dass wenn sie dorthin wollten es keinen sinnvollen anderen Weg gab, als beim Gefecht mit zu mischen und den Weg auf die schwere Tour frei zu kämpfen. Er ging zurück zu seinen Einheiten und erklärte ihnen sein Vorhaben. Zha'hadum sollte die zwei Lieutenants Zác und Teshahiro nehmen und beim Hauptgefecht mitwirken. Arrunias und Khudos sollten die feindliche Artillerie ausschalten, sodass die Truppen weiter vorrücken konnten. Dhishasem und Kaito sollten den restlich Kämpfenden Deckung geben. Als alle auf ihre Positionen vorrückten. kam Darth Voltis zur Unterstützung und brachte einige seiner Männer mit. Er sagte es nicht direkt, doch er schien zufrieden zu sein, dass es so aussah. als ob sich der Kampf dem Ende neigte. Dhishasem zog seine Waffe und wehrte gemeinsam mit Kaito und Voltis die meisten Schüsse ab, während Zha'hadum mit seinen Männern weiter vorrückte. Zác und Zha'hadum unterstützen die Abwehr der drei anderen und so wirkten die vielen Lichtschwerter ähnlich wie ein Schild für alle übrigen Soldaten, die mit ihren Schusswaffen hinter den Sith Deckung suchten. Es erforderte viel Mühe, da der Beschuss nicht aufzuhören schien. Als jedoch Arrunias und Khudos sich den Weg schneisenartig frei gekämpft hatten und auf der anderen Seite waren, zerstörten sie die Hauptgeschütze der Republik, sodass die verbündeten Panzer nachrücken konnten. Dhishasem gab den Befehl die Formation aufzulösen und anzugreifen und nach einigen Minuten waren die verbliebenden Einheiten besiegt. Darth Voltis sagte, dass es gewöhnlich nicht lange dauerte, bis die Verstärkung eintraf. Er bereitete die Verteidigung vor und formierte alle Männer neu. Dhishasem nutzte die Gelegenheit, nahm seine Männer und drang in das hoch gelegende Gebäude ein. Kaito, hatte sich Dhishasems Ansicht nach gut geschlagen, jedoch erkannte er in dem Gesicht des Jungens den Durst nach mehr. Es schien als hätte er ein Problem mit Mäßigung, dennoch war er in dem Gefecht ein wertvoller Mitstreiter. Sie rückten weiter vor, so lange bis sie in einen Hinterhalt gelangten. In einem langen Flur, der verlassen schien, sprangen plötzlich Soldaten aus den Seitengängen und begannen den Beschuss. Alle Schwertkämpfer bildeten einen Kreis und verteidigten die Schutzlosen Soldaten, da es keine Deckungsmöglichkeiten gab. Keiner durfte die Formation verlassen, denn das würde den Tod für viele bedeuten, bis dann ein Jedi am Ende des Flures zu sehen war. Es war Curris Devron bestätigte Zha'hadum, als der Jedi immer näher gerannt kam. Er zog sein Lichtschwert und sprang in den Kampf. Er nahm sich Zác vor und zwang ihn in einen Zweikampf, sodass er die Formation verlassen musste. Dhishasem stürmte los und vernichtete alle Gegner die hinter ihnen Stellung nahmen. Das hinwiederum kostete einigen Männern das Leben, es waren noch 13 Mitglieder der Dark Dragons da, die den Kampf weiterhin bestritten. Arrunias und Dhishasem standen zu der Zeit Rücken an Rücken und wehrten alles ab, was die Soldaten ihnen entgegen brachten. Khudos schleuderte Machtblitze in die feindlichen Reihen und Kaito kämpfte gemeinsam mit Zha'hadum im Nahkampf weiter, um Dhishasem und Arrunias zu unterstützen, die von der Hauptgruppe getrennt wurden. Zác kämpfte noch immer gegen Devron und gab sein Bestes mit ihm mitzuhalten, auch wenn er allmählich zu verstehen begann, dass dieser stärker war. Dhishasem sah, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleiben würde. Er teleportierte sich von einem Gegner zum anderen und vernichtete sie einem nach dem anderen. Er stieß viele mit Machtstößen weg und packte die zwei Verbleibenden und schmetterte sie in einen Seitengang. Einige Soldaten, die dem Jedi zur Verstärkung wurden von den übrigen Verbündeten in die Mangel genommen. Dhishasem und seine Einheiten rannten zu Zác, der nun am Ende des Flures weiter kämpfte. Es war aber bereits zu spät. Der Jedi sprang mit einem hohen Rückwärtssalto nach hinten und warf dabei sein Lichtschwert, was Zác am Rumpf traf und ihn in die Knie zwang. Arrunias fing ihn auf und Dhishasem blieb ruckartig stehen und schleuderte den Jedi mit einem mächtigen Machtschub nach hinten. Er teleportierte sich, während der Jedi nach hinten flog direkt hinter ihn und fing ihn auf, indem er ihn an der Kehle packte. Dhishasem sah wie Arrunias Zác vorsichtig zu Boden legte und sich nicht mehr um seine Versorgung bemühte. Er war gefallen. In Dhishasem stieg brodelnde Wut auf und er hätte dem Jedi die Kehle zerdrückt, wäre Khudos nicht herbei geeilt und hätte Dhishasem seine Hand mitfühlend auf die Schulter gelegt. Er ließ den Jedi los, welcher keuchend zu Boden ging. Das Gebäude war eingenommen, doch die Mitgliederanzahl hatte sich um die Hälfte verringert und einer von Dhishasems besten Freunden wurde getötet. Der Jedi schaute sich überrascht um, als ob er nicht verstand warum plötzlich eine solche Einheit in das Kriegsgebiet kam. Dhishasem gab den Befehl ihn mitzunehmen und kehrte dem Rest den Rücken zu, indem er sich auf den Weg nach draußen machte. Er nahm den am Boden liegenden Zác, und trug ihn mit sich. Alle anderen folgten ihm und waren ebenso betroffen. Es war ein langes Gefecht mit zahlreichen Verlusten, doch nun hatten sie zumindest den Jedi und Darth Voltis konnte endlich den Sieg über dieses Kriegsgebiet verzeichnen. Sie bemannten Dhishasems Schiff und bereiteten alles für den Rückflug nach Korriban vor, um den Jedi zu verhören...

    Der Anschlag

    Zurück auf Korriban verabschiedete sich Kaito von Dhishasem und seinen Männern. Dhishasem hatte keine Ahnung wo er hin wollte, doch er hatte auch keine Einwände. Curris Devron wurde in einen Verhörraum gebracht und Dhishasem startete die Befragung. "Bevor wir anfangen über eure Vergehen zu sprechen habe ich zunächst eine Frage an euch. Wie kommt ihr zu dem Namen Devron?" fragte Dhishasem den Jedi. "Ich kann es euch nicht sagen, ich lebte nur die ersten Jahre bei meinen Eltern, doch die Jedi fanden mich bereits früh und brachten mich nach Tython, damit ich die Ausbildung beginnen konnte. Wie kommt es das ihr fragt?". Dhishasem wandte sich von ihm ab und dachte nach. Jemand wie Curris, der ungefähr Ende 30 war, war gerade alt genug um Tesmiens Sohn zu sein und doch ließe sich das ohne einen DNA Test wohl kaum herausfinden. Die Frage war jedoch auch, ob es überhaupt wichtig zu wissen wäre. Tesmien war tot und ein eventueller Sohn oder Verwandter von dem er nie etwas erzählt hatte, war wohl kaum von Bedeutung, wenn nicht mal er es für wichtig erachtete. "Spielt keine Rolle mehr. Euch wird vorgeworfen Jedi aus dem Gefängnis auf Sullust befreit zu haben, auch wenn diese unverzüglich von uns aufgehalten wurden. Ihr wisst was für eine Strafe auf solch einem Vergehen liegt.". Curris lachte auf, "Also schön Sith, wenn ihr spielen wollt, dann spielen wir. Ja ich habe versucht meine Freunde aus dem Gefängnis zu befreien, ihr habt sie alle umgebracht und mich nun in Gewahrsam genommen, was wollt ihr jetzt noch von mir hören? Dass ich die Republik verraten und zum Imperium wechseln soll? Gewiss nicht, aber ihr wirkt mir auch zu klug um so etwas anzunehmen. Wir können folgendes machen, ich gebe euch Informationen über einen bevorstehenden Anschlag gegen die Sith und im Gegenzug darf ich euch begleiten.". Dhishasem -der noch immer seinen Helm auf hatte- schmunzelte. "Ich habe euch nicht an diesen Tisch gesetzt, um mit euch zu verhandeln Jedi." sagte er nun mit etwas ernsterem Ton. "Nein, wahrlich nicht, ihr habt mich aber auch nicht gejagt um mich meiner gerechten Strafe zuzuführen, richtig? Nein ihr wollt etwas über Tesmien Devron hören habe ich nicht recht?". Dhishasem blieb stehen und schaute den Jedi konzentriert an. "Dachte ich es mir doch. Von mir aus kann ich euch erzählen was ich weiß, doch das ist nicht möglich wenn ihr weiter vorhabt mich umzubringen, also denkt nochmal in Ruhe über meinen Vorschlag nach.". Schweigend verließ Dhishasem den Raum und fragte sich zum einen in welchem Verhältnis der Jedi zu Tesmien stand und zum anderen von was für einem Anschlag er gesprochen hat. Er unterrichtete Arrunias und Khudos was seine Befragung anging und überlegte gemeinsam mit ihnen, welches Vorgehen nun am sinnigsten wäre. Sie kamen zur Übereinkunft, dass es das klügste wäre die Hinweise des Jedi ernst zu nehmen, um einen möglichen Anschlag zu verhindern. Keiner der Dark Dragons vergaß, dass Curris Devron Zác umgebracht hatte und doch war es ein ehrlicher Tod, den er ihrem Mitstreiter bereitete, da er ihn im Kampf besiegte. Curris sagte, dass der Anschlag gegen die Sith auf Corellia stattfinden würde. Ein Planet der beinahe von der Republik kontrolliert wird, da kaum noch imperiale Streitkräfte Widerstand leisteten. Die letzten verbliebenden Machtanwender des Imperiums waren das Ziel des Anschlags. Es handelte sich hierbei meist um besonders fähige Krieger oder aber Generäle, die ausgeschaltet werden sollten. Dhishasem wies seine Einheiten an den Gefangenen nicht aus den Augen zu verlieren. Zha'hadum hatte in den letzten Tagen sein Möglichstes gegeben neue Soldaten für die Dark Dragons anzuwerben. Es kamen einige Sith dazu, die ihre Ausbildung gerade fertig abgeschlossen hatten und besonders begabt in bestimmten Bereichen waren, wie zum Beispiel der Junge Sith Slayo, der mit seiner Doppelklinge große Talente bewies. Die Anzahl der Mitglieder wurde auf 30 aufgestockt, mit Dhishasem befanden sich zehn Machtanwender und 20 Soldaten in der Einheit. Sie flogen nach Corellia in das letzte große Lager des Imperiums. Alle schienen unter Anspannung zu stehen und redeten wirr durcheinander. Als Dhishasem dazu kam, sich vorstellte und nach der Lage fragte in der sie sich befanden, unterrichteten ihn die Generäle, dass ein Großangriff gestartet wurde, der alle verbleibenden Sith auf dem Planeten getötet hatte. Dhishasem blickte wütend zurück in Richtung Curris Devron. Der Anschlag hatte bereits stattgefunden und niemand von ihnen hätte zu diesem Zeitpunkt noch etwas dagegen tun können. Dhishasem wies seine Leute an sich in dem Camp vorrübergehend nieder zu lassen und wieß die Machtanwender an besonders auf der Hut zu sein. Es war im Jahre 3660, als eines Nachts das Attentat verübt wurde. Dhishasem schlief in seinen Gemächern, draußen kam Geflüster näher. Curris Devron wurde in einem benachbarten Zelt festgehalten und von zwei Wachen bewacht. Dhishasem schlief und bekam nichts von den näher kommenden Jedi mit, bis er plötzlich Lichtschwerter hörte die gezogen wurden. Als er gerade die Augen öffnete holte ein Jedi bereits aus, doch Arrunias sprang aus dem Eingang direkt zu Dhishasem und wehrte den Schlag ab. Khudos stand ebenfalls im Eingang und warf den ersten Jedi geschockt von Blitzen nach draußen. Dhishasem zog seine Waffe und schaltete den ersten Jedi aus, der ihm zu nahe kam. Es waren bloß noch zwei Jedi da und das auf einem feindlichen Gebiet. Als Dhishasem seine Hände zum Brennen brachte, um die Gesichter der Feinde identifizieren zu können, konnte er Curris Devron sehen. Er hatte sie anscheinend in eine Falle gelockt und seine Freunde dahingehend unterrichtet. "Ich mag zwar ein Jedi sein, aber Sith und Imperiale umzubringen ist doch immer wieder ein Spaß." sagte er grinsend. Khudos kam wieder ins Zelt, hob den einen Jedi hoch, sodass Dhishasem sich hinter ihn teleportierte und ihn dabei in zwei Hälften teilte. Curris sprang auf Arrunias zu, welcher ihn in dem Kampf aus dem Zelt drängte. Curris machte ähnlich wie bei Zác einen Rückwärtssalto und warf dabei sein Schwert in Richtung Arrunias. Dieser sah das allerdings bereit kommen und zerstörte das herannahende Lichtschwert. Als Curris auf dem Boden aufkam stand Arrunias bereits direkt vor ihm und stach beide Lichtschwerter in ihn hinein. "Es gibt nur einen wahren Devron.". sagte er, während der Jedi zu Boden ging...

    Treffen eines zukünftigen Freundes

    Einige Monate waren vergangen, seit dem versuchten Attentat auf Dhishasem und seine Anhänger. Es war überdeutlich, dass die Republik keine Sith mehr auf dem Planeten sehen wollte. Um weiteren Problemen aus dem Weg zu gehen, hielten sich die Dark Dragons verdeckt und operierten aus dem Schatten heraus. Sie verübten einzelne Anschläge und sorgten dafür keine Zeugen zurück zu lassen, die der Republik von verbliebenden Sith hätten berichten können. Es war das Jahr 3659 VSY, als Corellia von der Republik für Sith frei erklärt wurde. Dhishasem war mit seinen Einheiten noch immer dort und wurde eines Tages zu einer Kriesen Sitzung des imperialen Rats auf Corellia gerufen. Die Versammlung sollte im Axialpark stattfinden und Dhishasem sollte möglichst verdeckt und alleine dort auftauchen, was ohnehin seinem Interesse entsprach. Er kämpfte sich mit seinen Männern bis zu einer Kreuzung vor, wo sich ihre Wege trennen sollten. Er gab ihnen den Auftrag die naheliegende Basis der Republik zu zerstören und anschließend wieder zur Basis zurück zu kehren, wo sich Dhishasem mit ihnen treffen würde. Auf dem Weg zu der Versammlung sah Dhishasem ein kleines Gefecht. Einige imperiale Soldaten wurden von einem sehr jungen Jedi getötet. Dhishasem wusste, dass dieser Jüngling seinen Meistern von ihm erzählen würde. Er war kein Kindermörder und wollte es auch nicht tun, doch es blieb ihm nichts anderes übrig. Der junge Jedi stand unerschrocken da wo er gerade gekämpft hatte und hielt sein Lichtschwert kampfbereit. Der Junge musste knapp elf Jahre alt gewesen sein, doch zeigte er dafür ein überraschend gutes Talent mit dem Lichtschwert. "Ich habe keine Angst vor euch Sith." rief der Junge und streckte sein Lichtschwert gen Dhishasem. "Das solltest du aber." erwiderte Dhishasem mit seiner tiefen Stimme und schaute zu dem Jungen runter. Er holte gerade aus und wollte Dhishasem mit seinem Lichtschwert treffen, als dieser bloß die rechte Hand ausstreckte und den kompletten Körper des Jungen in den Machtgriff nahm. Der junge Jedi blieb abrupt stehen und konnte nichts mehr bewegen, sein ganzer Körper erstarrte. Panisch schaute er zu seinem Arm und zu dem Sith. Er hatte seine Angst anfangs zwar gut überspielen können, doch nun konnte Dhishasem sie deutlich spüren. Er schleuderte den Jungen fünf Meter nach hinten, sodass dieser auf dem Bauch am Boden lag. Sein Lichtschwert lag einige Meter neben ihm. Es flog in Dhishasems Hand, der es mithilfe der Macht zu sich zog. Dhishasem schritt langsam auf den jungen Jedi zu und fuhr die blaue Klinge aus. Plötzlich ging der Junge auf die Knie und neigte sein Haupt. Dhishasem, der mit ausgefahrenem Schwert vor dem Jungen stand war verwundert. "Ich habe noch nie eine so mächtige Person gesehen. Bei den Jedi werde ich immer nur zurückgehalten, obwohl ich eigentlich so viel mehr könnte. Könntet ihr mir zeigen wie man so mächtig wird?". Dhishasem war von dem Mut des Jedi angetan, er merkte gleich zu Beginn, dass er kein typischer Jedi war. Er erkannte das Potenzial in ihm, eine starke Willenskraft, große Talente und einen tapferen Charakter. Dann zog Dhishasem das Lichtschwert ein und sagte: "Nun gut, dann folge mir ich werde dich mit nach Korriban nehmen, wo du zum Sith ausgebildet wirst. Enttäusche mich bloß nicht." "Ich danke euch vielmals. Mein Name ist im übrigen Tholdurn, Tholdurn Dashan.". Dhishasem nahm den jungen Tholdurn mit zur Versammlung und wies einen Soldaten an ihn zum Hauptquartier zu seinen Verbündeten zu bringen und sie zu informieren was es damit auf sich hatte. Sein Lichtschwert behielt Dhishasem vorsichtshalber. Bei der Konferenz wurde beschlossen, dass Dhishasem und seine Mitstreiter zurück nach Korriban gehen sollten, da das Imperium die Tatsache, dass die Republik sich nun in Sicherheit wiegt ausnutzen wollte und weitere Sith nur Aufmerksamkeit erregen würden. Dhishasem hatte keine Einwände und verließ die Konferenz. Als er in der Basis ankam sah er seine Männer fast vollständig versammelt, er erklärte seinen Offizieren nochmals kurz die Situation mit dem jungen Jedi und gab anschließend den Befehl zum Abflug.
    Auf Korriban angekommen unterstellte er Tholdurn Lord Ventox. Auch wenn er ein recht aggressiver Sith war, so war er einer der stärksten Schwertkämpfer und ein guter Lehrer, wenn es um Disziplin und Kraft ging. Dhishasem war davon überzeugt, dass Tholdurn großes Potenzial hatte, mindestens genauso gut zu werden. Von diesem Tage an, beobachtete Dhishasem stets seine Fortschritte...



    Die Chaos Dragons (3655-3650 VSY)


    Der verlorene Bruder

    Im Jahre 3657 VSY kam eines Tages Kaito in die Gemächer von Dhishasem. Sie kannten sich bereits durch einige gemeinsame Einsätze und durch Kaitos ehemaligen Meister Lord Illgrather. Als er die Tür hinter sich schloss, schaute er Dhishasem bloß angestrengt an und sagte: "Ich hatte eine Vision...". Dhishasem legte seine Arbeit nieder und schaute dem jungen Sith skeptisch ins Gesicht. Dieses merkwürdige Gefühl welches er jedes Mal hatte wenn er ihn sah kam wieder auf. Was konnte es bloß sein, dieses Gesicht hatte Dhishasem bestimmt schonmal irgendwo gesehen, doch es viel ihm nicht mehr ein, bis es plötzlich über ihn kam. Mit großen Augen und skeptischen Gesichtsfalten stand er auf und betrachtete den schweigsamen Gast. Er hatte das Gesicht seiner Mutter. Dea.
    Er musste es sein, das Kind was Dea vor Dhishasem und den Sith geheim halten wollte, Kaito. Er schien zu bemerken, dass Dhishasem es auch verstand.
    "I.. Ich... Ich weiß nicht ob wir da einer Meinung sind mein Lord, doch ich werde das Gefühl nicht los, als kenne ich euch irgendwo her..". "Nein, wir kennen uns nicht, aber ich weiß jetzt wo eure Vorahnungen her kommen mein junger Freund." Kaito schaute Dhishasem fragend an, welcher anscheinend mehr verstand als er. "Wir sind Brüder, wenn auch nicht vollständige, doch wir haben die selbe Mutter...". Kaito hatte nun ebenfalls große Augen und schaute Dhishasem verblüfft an. Er hatte damit offensichtlich nicht gerechnet, genauso wenig wie Dhishasem. Die beiden unterhielten sich noch eine Weile und tauschten sich über Dea aus. Laut Kaitos Informationen ist Dea bei seiner Geburt gestorben. Dhishasem brauchte einen Moment um das zu realisieren, denn auch wenn er sie selten sah und ihr auch nicht nahe stand, so war es dennoch sein einziges lebendes Familienmitglied. Bis jetzt. Kaito war nun der ganze Rest seiner Familie, zumindest von seiner engsten Familie. Sein Onkel Venarous war seit Jahren nicht mehr aufzufinden und Dhishasem hatte keine Ahnung ob dieser überhaupt noch lebte.
    In den nächsten Monaten verbrachten Kaito und Dhishasem viel Zeit miteinander, sie gingen gemeinsam auf Missionen und Kaito durfte des Öfteren mit Dhishasem und den Dark Dragons mitkommen. Er war mächtig und sehr Willsensstark, doch ähnlich wie Lord Illgrather es bereits erkannte und Dhishasem es zu beginn sah, war er ungezügelt, selbstherrlich und hatte einen gefährlichen Machtdurst der früher oder später sein Verderben bedeuten würde. Hinzu kam, dass Dhishasem die Ausbildung des jungen Tholdurns weiterhin begutachtete, er erzielte große Fortschritte und wuchs weiter zu einem starken Krieger heran. Als Kaito eines Tages abermals nach Korriban kam, trat er auf Dhishasem zu und hatte ein Anliegen, welches seiner Unterstützung und Mitgliedschaft bedürfe. Er wollte einen neuen Bund aufbauen, der mithilfe der Genehmigung des Imperiums zu einem mächtigen Elite Bund heran wachsen sollte. Die Chaos Dragons...


    Gründung eines neuen Bundes

    Kaito hatte Dhishasem sein Vorhaben erklärt. Ähnlich wie Dhishasems Dark Dragons sollten die Chaos Dragons ein Zusammenschluss aus Imperialen sein, die als Eingreiftruppe dienen und Aufgaben bewältigen, die nur sie schaffen konnten. Kaito hatte sich fest vorgenommen diesen Bund anzuführen und mit Dhishasems Unterstützung als rechte Hand, sollten sie es schaffen groß und stark genug werden. Das was fehlte war Dhishasems Zustimmung, sowie die des Rates der Sith. Die Dark Dragons waren eine recht kleine Gruppe, dennoch symbolisierten sie was Kaito wollte. Das er der Anführer des Bundes sein sollte, sah Dhishasem mit Bedenken, denn auch wenn Kaito mächtig war, so war er kein Anführer, zumindest noch nicht. Umso wichtiger fand Dhishasem es seinen Bruder zu kontrollieren und in seine Schranken zu weisen, sollte er überheblich werden. Er willigte seinem Vorhaben ein und gemeinsam traten sie vor den Rat der Sith. Kaito erzählte auch ihnen sein Vorhaben und Dhishasem befürwortete es. Der neue Bund der Chaos Dragons sollten vom Imperium finanziert und unterstützt werden, sowie von diesem teils befehligt. Der Rat gab seine Zustimmung und somit war ein neuer Bund gegründet. Der Bau der Basis hatte bereits begonnen, es sollte ein überschaubares Gehöft auf dem Sand Planeten Tatooine werden. Das was nun anstand war die Rekrutierung von Mitgliedern. Das Erste was Dhishasem tat, war die Dark Dragons in die Chaos Dragons zu integrieren, alle Mitglieder die vorher unter seinem Kommando standen, taten es auch weiterhin. Er beauftragte Zha'hadum, Teshahiro, Arrunias und Khudos damit sich neuer Rekruten anzunehmen und neue Kräfte zu rekrutieren. Auch er würde es ihnen gleich tun und sich nach möglichen Verbündeten umsehen. Sie packten ihre Sachen zusammen und reisten gemeinsam nach Tatooine, wo Kaito bereits wartete. Dhishasem bezog sein eigenes Quartier und richtete es ein. Auch Lamahras Sarg war ein Bestandteil dessen was er mitbrachte. Als sie sich umgesehen hatten, konnten sie sich ungefähr ein Bild des Gehöfts machen. Es verfügte über einen Thronsaal der jedoch nicht allzu groß war, einigen Räumen für die Oberhäupter wie z.B. Dhishasem, einen großen Hangar und eine große Trainingsfläche. Die Festung mündete in eine Sandwüste, weswegen einige Abwehrtürme in Richtung Wüste ausgerichtet waren. Dhishasems Verbündete schwärmten aus und suchten nach neuen Mitstreitern.
    Einige aus Dhishasems Favoriten Liste wie der noch junge Tholdurn Dashan, waren noch nicht soweit, da sie ihre Ausbildung erst noch abzuschließen hatten. Dennoch flog Dhishasem zur Akademie auf Korriban zurück und erkundigte sich wer sich bereits erklären würde einer Elite Truppe beizutreten. Einige meldeten sich, so auch der Schwert Meister Lord Ventox, sowie ein begabter Techniker namens Thawn. Sogar Darth Voltis war von Novare zurückgekehrt und schloss sich Dhishasems Angebot an. Dhishasem kannte sie zwar nur alle flüchtig, doch die Hauptsache bestand zunächst darin genügend Leute aufzutreiben. Dhishasem fragte auch seinen alten Freund Calyphagus, doch dieser hatte dem Imperium bereits abgeschworen und befand sich im Exil, seine Unterstützung konnte Dhishasem immer gerne in Anspruch nehmen, doch es schien so, als wenn er dem Kampf aus dem Weg gehen wollte. Venarous ließ sich weiterhin nicht erreichen und Dhishasem gab es allmählich auf. Sie kehrten zurück nach Tatooine, Dhishasem hatte 37 Mitstreiter auftreiben können, die ihre Quartiere bezogen und sich einander bekannt machten. Die Basis nahm immer weiter an Mitgliedern zu, bis sie knapp 80 Mitstreiter waren. Khudos und Arrunias waren noch nicht zurück gekehrt, doch es gab zunächst andere Probleme, die Dhishasems Aufmerksamkeit erforderten. Kaito sprach mit Dhishasem im Bezug zur Stromversorgung. Fest stand, dass sie einen eigenen Reaktor benötigen würden, wenn sie sich hier die nächsten Jahre einquartieren wollten. Thawn bot seine Hilfe an, der noch junge Techniker und Ingenieur machte sich gleich an die Arbeit einen Reaktor zu entwerfen und beriet sich dabei viel mit Dhishasem, der zwar bei weitem nicht das benötigte Wissen hatte, aber dennoch einige Informationen zu wichtigen Rohstoffen hatte. Alles war so weit vorbereitet, die Mitglieder waren größtenteils eingetroffen, das Gehöft war eingerichtet und die Intention stand. In einigen Wochen, wenn die letzten Kleinigkeiten abgeschlossen sein würden, würde Kaito gemeinsam mit Dhishasem einen Plan vorstellen, an dem sie beide gemeinsam saßen, der die Mitglieder in unterschiedliche Truppen unterteilt und verschiedenen Fachbereichen zuteilt, um je nach Missionsformat am besten zwischen den Truppen unterscheiden zu können.
    Kaito genoss seinen Platz als Oberhaupt, doch machte Dhishasem eines von vorne rein deutlich, er würde nicht auf Kaitos Befehle hören, er sei als Berater und stellvertretender Leiter dazu gestoßen und nicht als ein Krieger, der Kaitos Befehlen nachjagt. Dann sollte Dhishasem der entsprechende Respekt als großer Bruder und als Ranghöherer erwiesen werden. Kaito akzeptierte und verstand diese Forderungen. Dhishasem wusste, dass Kaito kein schlechter Mensch ist, doch er ahnte in welche Richtungen der junge Sith bereit sein würde zu gehen und er hatte nicht vor es soweit kommen zu lassen. Kaito und Dhishasem verstanden sich im Laufe der Zeit immer besser. Sein jüngerer Bruder war nun knapp 37 Jahre alt und hatte an Vernunft dazu gewonnen. Durch die vielen Missionen und Aufgaben die die beiden bereits in den letzten Jahren bestritten haben machte Kaito große Fortschritte was seine Fähigkeiten betraf, zwar war er kein sonderlich guter Schwertkämpfer, doch er entwickelte eine Begabung für Rituale und Machtkräfte, ähnlich wie Khudos, wenn auch nicht so mächtig.
    Nach einigen Wochen trafen auch Arrunias und Khudos wieder ein. Sie waren auf Abraxin und haben einige Mitglieder der Bruderschaft anwerben können. Ihre Namen waren Ivoseck, Exest und Jama. SIe stellten sich einander vor, denn als Dhishasem Mitglied der Bruderschaft war, waren die neuen Verbündeten wohl noch gar nicht geboren. Sie waren ungefähr so alt wie Kaito und Dhishasem konnte bislang nur erahnen wo genau ihre Talente lagen...


    Verbündeter auf Krosis

    Alle Vorbereitungen waren getroffen. Fest stand, dass eine neue Energiequelle her musste, wenn die Chaos Dragons nicht weiterhin von dem zentralen Stromversorgungssystem auf Tatooine -was bescheiden war- abhängig sein wollten. Dhishasem hatte sich ausführlich mit Thawn beraten, der schon seit einer Weile an einer neuen Art von Energie-Reaktor saß, der in Zukunft das Hauptquartier der Chaos Dragons mit genügend Energie versorgen sollte. Ein Großteil der benötigten Ressourcen erhielt Thawn durch das Imperium, doch ein wichtiges Attribut fehlte nach wie vor, eine Speicherkapazität, die belastbar genug war, die Elektrizität einer ganzen Station in sich aufzunehmen und kontrolliert abzugeben. Recherchen hatten ergeben, dass es besondere Kristallformationen auf einem Planeten namens Krosis geben sollte, die genau die gesuchte Eigenschaft aufwiesen. Laut Thawns Informationen lebte der versteckte Planet vom Abbau dieser Kristalle und war übersäht von großen Mienenanlagen. Es war nun zwei Wochen her, dass Dhishasem die Bestellung des perfekt scheinenden Rohstoffes autorisiert hatte. Es war nun an der Zeit, die gekauften Waren abzuholen, um schnellst möglich den geplanten Reaktor fertig zu stellen.
    Das Team, welches nach Krosis aufbrechen sollte, setzte sich aus vier Mitgliedern zusammen; Thawn, Teshahiro, Zha'hadum & Dhishasem. Nachdem Kaito über die bevorstehende Abwesenheit Dhishasems informiert war, starteten sie gegen Nachmittag vom Stationshangar. Wie beinahe immer nahmen sie Dhishasems persönliches Schiff. Der Platz den das Schiff bot, war für die angeforderten Waren genug, da nicht mehr als zwei Tonnen für mehrere Jahre, wenn nicht sogar für immer ausreichen sollten. Es dauerte einige Stunden, bis die Gruppe um Dhishasem über Krosis aus dem Hyperraum kam. Auch aus dem Orbit konnte man erkennen, dass der Planet von einem sehr großen Teil von Kristallen bedeckt war. Die Landung stellte sich an den meisten Positionen als unmöglich heraus, da die Kristallformationen auch einige Instrumente des Schiffes verrückt spielen ließ. Nach einer Weile fand Thawn endlich den beschriebenen Raumhafen, der von Klippen umgbeben war und sich auf einem kleineren Plateau befand, welches an einem größeren anschloss. Thawn kontaktierte mehrmals den Raumhafen, doch es kamen weder Antworten, noch die Bestätigung das sie landen konnten. Es stellte sich jedoch noch problematischer heraus, denn die Schilde des Raumhafens waren immer noch aktiv, was eine Landung unmöglich machte. Irgendwas stimmte nicht. Keine Kommunikation, keine Landemöglichkeit & zu allem Überfluss auch noch eine Rauchfahne, die sich vor dem Eingang des Raumhafens zu bilden schien. Zac schlug vor auf dem Dach zu landen und nach möglichen Eingängen zu suchen. Dhishasem stimmte dem zu, sodass Thawn das Schiff auf dem Dach des Raumhafens landete und die Besatzung ausstieg. Einige kurze Blicke in die Umgebung und Dhishasem ahnte was vor sich ging. Er wies die Anderen an beim Schiff zu bleiben, er wollte die Lage erkunden. Falls es Probleme geben sollte, war die Anweisung zuerst den Planeten zu verlassen, bevor sie Dhishasem kontaktierten. Dhishasem zog sein Lichtschwert, fuhr eine Seite der Doppelklinge aus und brannte ein Loch in das Dach, sodass er sich den Eingang in das Gebäude selber schuf. Kaum war er drin, schienen sich seine Vermutungen zu bestätigen. Eine feindliche Übernahme schient hier stattgefunden zu haben, es war nicht üblich, dass sich Leute trauten einen Raumhafen anzugreifen, da diese meist bestens ausgerüstet und behütet wurden. Er schätzte die angreifende Truppe auf mindestens ein Dutzend, jedoch keine Macht Anwender, da die herum liegenden Leichen entweder durch Blasterschüsse, oder Nahkampfwaffen getötet worden waren. Ruhig rückte Dhishasem weiter vor, doch das einzige was er sah waren Leichen, immer mal wieder fand er Wachen vor, die den Raumhafen eigentlich beschützen sollten. Eines jedoch war komisch, denn ab einem gewissen Punkt fand er ebenfalls viele andere Soldaten, die nicht die übliche Uniform des dortigen Sicherheitsdienstes trugen, sondern vielmehr wie Soldaten aussahen. Soldaten jedoch von einer Untegrundgruppierung. Womöglich Söldner. Nach kurzer Zeit hatte Dhishasem den Eingang des etwas größeren Gebäudes gefunden, durch den er ungehindert nach draußen schreiten konnte. Dhishasem blickte nach oben, denn über dem Eingang befanden sich zerschossene Luftabwehrgeschosse, die die Rauchfahne verursachten. Auch an den Eingangsseiten sah er nun gesprengte Abwehrtürme und vor ihm, auf einer Brücke, die von dem kleinen auf das größere Plateau zu führen schien, kämpfende Gestalten.
    Er trat entspannt weiter auf die Brücke zu, leicht neugierig um wen es sich bei diesem Kampf wohl handelte. Es war ein junger Mann ungefähr 17-18, so schätzte Dhishasem, der sich -halb tot- gegen einige der Söldner zur wehr setzte. Er schien sich kaum noch aufrecht erhalten zu können, denn allem Anschein nach war er auch an Schulter und Rumpf verwundet worden. Dhishasem war davon überzeugt, dass der junge Kämpfer bald das zeitliche segnen würde und bereite sich langsam auf einen Kampf vor. Er ließ seine rechte Hand langsam zu seiner klinge an seinem Gürtel wandern und bereitete sich auf einen Tele Port zu den verbleibenden Gegnern vor. Doch der junge Kämpfer tötete zwei der drei Söldner, auf eine geschickte Art und Weise und befand sich nun in einem Nahkampf mit dem letzten verbleibenden Kämpfer. Die beiden rollten über dem Boden und Dhishasem war nur noch ungefähr 50m von den beiden entfernt. Für ihn war es gleich wer von ihnen gewinnen würde, denn so oder so würde er seinen Weg weiter fortsetzen. Plötzlich rammte der junge Kämpfer seine versteckte Klinge -während er auf dem Rücken lag- in den Hals des über ihm sitzenden Söldners und hievte ihn mit letzter Kraft von sich herunter. Er hatte es tatsächlich geschafft auch die restlichen Gegner zu besiegen. Dhishasem blieb kurz stehen und schaute sich noch einmal um. Ein Großteil der Brücke war von Söldner Leichen übersäht, doch wer hatte sie alle getötet? Dhishasem schaute den jungen Kämpfer, der bereits kaum noch was mitzukriegen schien skeptisch an und fragte sich, ob wohl ein Einziger Junge, auch noch in dem Alter, in der Lage sein konnte so viele Gegner zu eliminieren. Dhishasem kam diese Situation jedoch sehr gelegen, er kontaktierte Teshahiro und gab grünes Licht, Thawn sollte beim Schiff bleiben & auf den Befehl warten die Ware abzuholen, sobald sie sie gefunden haben. Während Dhishasem mit Teshahiro sprach schaute er nochmals zu dem fast bewusstlosen Kämpfer und wies ihn an Medipacks mitzubringen. Dhishasem war es eigentlich egal, ob der Junge starb oder nicht, doch er wollte eine Antwort auf seine Frage. Hatte er die ganzen Söldner wirklich alleine getötet? Und wer hatte den Raumhafen so zugerichtet? Nach einigen Minuten waren Teshahiro und Zac auf dem Dach zu erkennen & wie sie sich über dem Eingang des Raumhafens abseilten. Bei Dhishasem angekommen schauten sie skeptisch zu dem am Boden liegenden und verabreichten ihm auf Dhishasems Befehl hin das Medipack. Sie überquerten die restliche Brücke und setzten den jungen Kämpfer an einer Barrikade auf der anderen Seite der Brücke ab. Es dauerte einige Minuten bis er wieder zu sich kam und sich von der Anstrengung erholte. Dhishasem stand neben ihm.
    "Er ist wach" sagte Zac und blickte dabei zu Dhishasem und anschließend auf den verwirrten Jungen. Dhishasem bückte sich etwas, noch immer seinen kampfhelm aufhabend und fragte ihn:"Sag mir Junge, gehen die Toten die da rum liegen auf deine Kappe?" und deutete dabei auf die hinter ihm liegende Brücke & auf den Raumhafen."Die lagen da schon so, als ich hier angekommen bin." antwortete der Junge mit einem sarkastischen Unterton. Dhishasem war etwas amüsiert, denn er traf nicht oft Kämpfer, die so etwas hätten schaffen können, doch man konnte es ihm aufgrund seines Helmes nicht ansehen. Er erhob sich wieder & schaute sich um. Er entsandte Teshahiro die Lage zu erkunden, um einen genaueren Eindruck über die Minen Kolonie zu erhalten. Durch die dicht bebaute Container Siedlung war es schwer etwas zu erkennen. Ihr Ziel war klar, es war egal, was genau in dem Gebiet vorgefallen war & wer das Ganze zu verantworten hatte, sie brauchten bloß die Rohstoffe und sie würden den Planeten auch nicht eher verlassen, bevor sie sie in ihrem Besitz hatten. Nach einer Stunde kam Teshahiro zurück und erzählte von einem Stützpunkt, einer Art Lagerhalle, wo vermutlich die gesuchten Ressourcen beherbergt wurden, sie wurden jedoch von vielen Söldnern verteidigt. Als wäre das ein Stichwort gewesen, stand der junge Kämpfer auf und ging in Richtung verbleibende Basis. Auch wenn er angeschlagen wirkte spürte Dhishasem seine Willenskraft, eine Stärke die der junge Kämpfer weit über das hinaus steigern konnte, was eine normale Person vermutlich zum Zusammenbruch gebracht hätte. Dhishasem kontaktierte Thawn und befahl er solle in Startposition bleiben, es würde nicht mehr lange dauern, bis sie die Waren hatten. Die drei machten sich auf dem Weg, von dem Jungen war nichts mehr zu sehen. Als sie vor der Station ankamen, sah Dhishasem bereits die verbleibenden Söldner und allmählich drängte die Zeit, denn die Nacht brach herein und die Temperatur viel stätig. Dhishasem wartete nicht auf seine Gefährten, sondern teleportierte sich mit einem Satz hinter den ersten Gegner und zerquetschte seine Kehle, die ersten wurden auf ihn aufmerksam, doch nicht schnell genug, Dhishasem schleuderte den einen mit einem starken Schub gegen eine Seitenwand, sodass man sämtliche Knochen brechen hören konnte, der nächste schoss mit einem Blaster gen Dhishasem, doch er lenkte den Schuss mit seiner Hand zurück, sodass der Schuss den Angreifenden im Herz traf. Fünf weitere Soldaten kamen angestürmt und nun schleuderte Dhishasem den Verbleibenden Blitze entgegen, sodass diese zuckend zu Boden gingen. Seine Kameraden kamen nach und gingen mit Dhishasem weiter durch die Station. Sie töteten die verbliebenden Söldner, bis bloß noch einer da war. Er wollte gerade seinen Blaster ziehen, doch plötzlich sprang etwas von oben auf den Kämpfer herab und erstach ihn mit seiner Klinge. Es war der junge Kämpfer. er schaute sich um und sah die ganzen Leichen im Eingangsbereich. "Wart ihr das?". "Das war schon so, bevor ich hier eintraf." antwortete Dhishasem mit einem sarkastischen und leicht Sympathie hegenden Unterton. Für den Bruchteil einer Sekunde schien dem Jungen ein leichtes Lächeln übers Gesicht zu ziehen, welches jedoch unmittelbar wieder von dem gewohnt apathischen Ausdruck ersetzt wurde. Zha'adum kontaktierte Thawn und einige Minuten später traf er mit dem Schiff ein. Dhishasem dachte seit einigen Stunden darüber nach und nun fragte er den Jungen, während Teshahiro, Zac & Thawn die gefunden Kristalle endlich einluden."Du besitzt eine Kraft, keine übernatürliche oder gar machtsensitive, doch dafür eine starke Ausdauer und Willenskraft. Wir sind Mitglieder eines Elite Bundes, der es sich zur Aufgabe gemacht hat Missionen zu erfüllen, die wir uns selbst setzen und für die sonst kein anderer kompetent genug ist. Jemanden mit deinen Talenten könnten wir gut gebrauchen.". "Eine Horde irrer Schwertschwinger mit einer Vorliebe für die Zerstörung ganzer Planeten will mich, einen nicht machtsensitiven Normalsterblichen ohne jede gesellschaftlichen Privilegien, um Haufen weise Zeug hoch zu jagen? Wo kann ich mich einschreiben?" Sagte er voller Sarkasmus und Spott, jedoch mit ernstem Blick. "....Nennt mich Leotox, Leotox Kraytory, Scorroaner."

    Geteilte Fähigkeiten

    Ein Monat war vergangen, seit der Gründung der Chaos Dragons. Der Bund war nun knapp 90 Mitglieder stark und sollte die 100 auch niemals wirklich überholen, da es ansonsten zu unübersichtlich werden würde. Dhishasem und Kaito verstanden sich mit der Zeit immer besser, durch die vielen Missionen die sie gemeinsam absolviert hatten, vertrauten sie sich und verstanden einander mehr. Eines Abends versammelten Dhishasem und Kaito alle Mitglieder der Chaos Dragons im Thronsaal und hielten die erste Konferenz des Bundes. Allmählich wäre es nämlich an der Zeit zur Tat zu schreiten und dem Imperium zu beweisen, dass ihr Vertrauen in den Bund begründet war. Sie hießen alle willkommen und erklärten nocheinmal kurz, was die Chaos Dragons genau waren.
    Sie waren eine Elitetruppe, die dem Rat der Sith und dem imperialen Oberkommando unterstellt war. sie nahmen nur aus diesen Instanzen Befehle an und sollten sie in von Kaito und Dhishasem eingeordeneten Gruppen bewältigen. Zu mancher Zeit waren sie sogar autorisiert selbstständig Operationen durchzuführen und zu planen. Das Oberkommando hatte in diesem Fall jedoch Dhishasem, da dieser mit Abstand die meiste Erfahrung hatte, was den Kampf und den Krieg betraf. Kaito gefiel es nicht, dass sich Dhishasem mehr und mehr in den Fokus des Bundes spielte und ihn nach und nach verdrängte, was ihn dazu veranlasste Dhishasem damit zu konfrontieren:
    "Mir ist durchaus bewusst, dass du die höheren miltärischen Kompetenzen hast und erfahrener bist, aber sag mir Bruder, wie soll ich deiner Meinung nach dazu lernen, wenn du mich ständig verdrängst und alles selbst in die Hand nimmst. Ich bin immernoch derjenige, der den Bund gegründet hat und das Oberkommando hat, vergiss das lieber nicht!". "Oberkommando hin oder her, du kannst üben soviel du willst, doch hier geht es um etwas, was du noch nie getan hast, du kennst deine Mitglieder kaum, geschweigedenn hast du deine Kompetenzen als Führungsperson jemals unter Beweis stellen müssen.", entgegnete Dhishasem. Er verstand Kaitos Argumente teilweise, doch er war schon so lange als kommandierende Person dabei, dass es schwer war sich zurück zu nehmen. Um Kaito jedoch seine gewünschten Freiheiten zu lassen, räumte er ihm mehr Rechte ein und nahm sich bei der ein oder anderen Sache etwas zurück.
    Als sie vorne im Thronsaal standen und auf die Mitglieder einredeten stellten sie das Operationsprogramm vor, welches Dhishasem und Kaito ausgearbeitet hatten. Es sollte verschiedene Teams geben, die nach Charakter und Fähigkeiten zusammengeführt wurden, um dementsprechende Missionen zu erledigen. Der Fokus und das Ziel, was hierbei resultieren sollten, lagen dabei vor allem auf Vertrauen, respekt und Kommunikation. Jedes Team sollte aus ungefähr vier bis sechs Mitgliedern bestehen und einen zugewiesenen Captain erhalten, der das Team anführt und für dieses verantwortlich ist. Das Oberkommando hatten hierbei Kaito und Dhishasem, die bei wichtigen Entscheidungen oder Vorgehen hinzugezogen werden mussten. Außerdem wies Kaito die Mitglieder an, sollten sie bei Missionen Wissensgegenstände erbeuten, diese keinesfalls zu zerstören, sondern ganz im gegenteil mitzubringen. Kaito schätzte Artefakte und andere Wissensobjekte als äußerst wertvoll ein und wollte mit der zeit immer mehr von ihnen in seinen Besitz bringen.
    In der Zwischenzeit, die nun schon seit der Beschaffung der Kristalle vergangen war, saß Thawn beinahe ohne Unterbrechungen an dem neuen Reaktor, der den Bund mit genügend Energie versorgen sollte. Er war nach Tesmien der begabteste Techniker, den Dhishasem in seinem Leben gesehen hatte. Er war mitte zwanzig, war sehr neugierig und wissbegierig und sah in allem bloß die verschiendenen Möglichkeiten, anstatt die Schwierigkeiten und Probleme. Außer seinen technischen Fähigkeiten, wurde Thawn als Militärsanitäter ausgebildet, wodruch er einen unschätzbaren Wert für den Bund hatte. Mit der Zeit erhielt er seinen eigenen Forschungsbereich und eine kleine Lazarett Station, bei der die Verwundeten und erkrankten behandelt wurden.
    Als der Vortrag von Kaito und Dhishasem beendet wurde, teilten sie die Teams und ihre Aufgabenbereiche mit, welche lauteten:


    Einsatztruppe: Schattenjäger

    Die Einsatztruppe setzt sich aus folgenden Mitgliedern der Chaos Dragons zusammen: Darth Dhishasem Gaaias, Lord Arrunias Mendis, Lord Khudos Mendis, Jama Blandaran, Ivoseck Neesc und Exest Dalmos. Die sechs ehemaligen Mitglieder der Bruderschaft der Dunkelheit, bilden die Elite der unterteilten Gruppen. Angeführt von Dhishasem nahmen sie nur die wichtigsten Aufträge entgegen, bei denen keine Fehltritte gestattet waren. Jama trug ähnlich wie Dhishasem ein Doppellichtschwert und durch einen kleinen Körperbau, war er besonders schnell und akrobatisch. Ivoseck war ein Machtanwender, der kein Lichtschwert trug, er war in der Lage Blasterschüsse mithilfe der Macht wirkungslos scheinen zu lassen und konzentrierte sich beinahe nur auf seine Machtfähigkeiten und dabei vor allem auf seine Fähigkeiten mit Machtblitzen. Exest hatte ähnlich wie Jama einen kleineren Körperbau. Er trug ein normales Lichtschwert und konzentrierte sich vor allem auf Rituale. Gedankenmanipulation und Visionen erzeugen waren seine Spezialitäten. Die Gruppe war bekannt für die enorme Kraft und Geschwindigkeit, mit welcher sie die Auftrage ausführte. Durch die Seltenheit absolut Wichtiger Aufträge, zu denen die Anderen nicht in der Lage gewesen wären, wurden die Schattenjäger nur selten gebraucht und überließen den anderen Truppen den Fortritt.
    Ihre Stärken lagen im offensiv Kampf, in Attentaten, in Infiltrationen, in Geiselnamen und in Observationen.


    Einsatztruppe: Himmelsstürmer

    Die Einsatztruppe setzt sich aus folgenden Mitgliedern der Chaos Dragons zusammen: Lord Kaito Ordnas, Lord Ventox, Lord Soltis und Gahed. Diese Gruppe, angeführt von Kaito, diente weniger der Erfüllung von Missionen, sondern wurde eher als Kaitos persönliche Leibwache betrachtet. In einigen Fällen nahmen sie Missionen an und absolvierten sie beinahe immer zur Zufriedenstellung des Auftraggebers. Kaito achtete stets darauf, dass die Missionen die er annahm, einen Nutzen für ihn hatten, sei es beispielsweise die Erbeutung von Wissensobjekten oder die beiläufige Rekrutierung von weiteren Mitgliedern. Ventox Stärken lagen im Nahkampf, er war kein großer Machtanwender, doch er war mit seinen zwei Einzelklingen ein todbringender Feind, den man nicht unterschätzen sollte. Durch sein hohes Maß an Aggressivität, schüchterte er oftmals Feinde ein. Lord Garren war ebenfalls ein überdurchschnittlicher Schwertkämpfer, der mit seiner Statur von über 1,90m ein kaum aufzuhaltender Feind war. Er trug ein besonders langes Lichtschwert, was er nach bedarf auch beidhändig führte. Gahed führte ebenfalls zwei Lichtschwerter, er war etwas kleiner, doch war dafür sehr geschickt und einfallsreich. Er war Kaitos Favorit in seiner Truppe, da er sich ebenfalls oft von ihm begeistern ließ und ihn als sein persönliches Vorbild betrachtete. Kaito war in der Gruppe der Einzige mit außerordentlich guten Machtfähigkeiten, seine Schwäche mit der Lichtschwertführung, wollte er durch seine Teamkameraden beilegen. Die Truppe zeichnete sich vor allem durch den direkten Angriff aus, den sie beispielsweise gegen Basen einsetzten, oder in heiklen Gefechten.
    Vor allem eingesetzt wurde dieser Trupp für Ablenkungsmanöver und offensiv Angriffe.


    Einsatztruppe: Sturmbrecher

    Die Einsatztruppe setzt sich aus folgenden Mitgliedern der Chaos Dragons zusammen: Darth Voltis Jelda, Leotox Kraytory, Zha'adum, Teshahiro und Slayo. Angeführt von Darth Voltis bildete dieses Team das am häufigst eingesetzte des Bundes. Die größtenteils noch jungen Kämpfer, wurden von Voltis beraten und weiterhin ausgebildet. Die Stärken des ausgewachsenen Siths lagen vor allem im Nahkampf. Er führte ein Lichtschwert und zeigte sich damit sehr begabt. Er war recht groß und stark, weswegen ein Kräftemessen mit oftmals sinnlos war. Er war in erster Linie Stratege, er war bekannt für seine sehr gut ausgearbeiteten Strategien und Abläufe, die er in seinen Missionen anzuwenden pflegte. Leotox war ein recht junger Kämpfer, der zwar keine Machtfähigkeiten besaß, dafür jedoch außerordentlich willensstark und hartnäckig war. Er war kampferprobt und zog etwas immer bis zum Ende durch. Egal welcher Part einer Mission ihm zugeteilt wurde, ohne lang zu fackeln erledigte er es mit bravur. Er führte meistens einen Blaster mit sich und hatte an diversen Stellen in seiner Rüstung versteckte Klingen und bediente sich ebenfalls an allen möglichen Dingen aus der Waffenkammer, wie zum Beispiel an Schwertern. Er war ebenfalls ein sehr geschickter Pilot und Techniker. Zha'hadum führte zwei Lichtschwerter und war einer der Besten des Bundes. Sein Vorbild war Arrunias, mit welchem er auch oft trainierte. Seine Machtfähigkeiten waren durchschnittlich, doch er besaß dafür große Führungskompetenzen, weswegen er der stellvertrende Captain war und ein außerordentlich gutes Gespür für riskante aber erfolgführende Pläne. Außerdem war er der beste Pilot des Bundes. Teshahiro besaß ebenfalls keine Machtfähigkeiten, war jedoch ein erfahrener imperialer Elitesoldat, der seine Auszeichnungen als Scharfschütze und Pilot aufwies. Seine Präzision und sein Scharfsinn machten ihn so wertvoll für den Bund. Slayo war ein Sith, der sich an der Doppelklinge versuchte. Er war vor allem sehr sehr leise und hatte ein besonderes Talent dafür unerkannt zu bleiben. Er wurde meistens als Attentäter eingesetzt und schaltete seine Ziele stets zuverlässig aus.
    Vor allem war das Team beliebt für Missionen im Raumkampf und im Orbit, für Infiltrationen und Attentate.


    Auftrag auf Saldis II

    Es gab insgesamt zehn Elite Truppen der Chaos Dragons, die in den nächsten Monaten immer wieder mit Einsätzen beauftragt worden sind, so auch die Schattenjäger. Die Mission kam vom imperialen Oberkommando, sie waren gerade dabei den Planeten Saldis II einzunehmen, doch das Problem war, dass die Planetenverteidigung undurchdringbar war, sodass die Soldaten auf dem Planeten keine Unterstützung erhalten konnten. Dhishasems Befehl lautete, dass die Sturmbrecher zwei weitere Teams zu sich holen und den Angriff auf die Planetenverteidigung vorbereiten
    sollten. Dhishasem selbst würde mit seinem Trupp die Bodeneinheiten unterstützen, indem sie die Hauptstadt einnehmen wollten. Kaito war zu diesem Zeitpunkt mit seiner Leibgarde auf einer eigenen Mission, von der niemand wusste wer sie in Auftrag gegeben hat, aber wie Dhishasem seinen Bruder kannte war dieser wieder auf einer selbst gegebenen Mission. Der Plan stand und die letzten Vorbereitungen sollten getroffen werden. Was letzten Endes mit der Raumstation der Feinde passiert war egal, Hauptsache sie konnten keinen Widerstand mehr leisten. Arrunias und Khudos sammelten die restlichen Teammitglieder zusammen und gemeinsam bemannten sie Dhishasems Schiff. Saldis II war nicht weit von Tatooine entfernt, es war ein sehr düsterer Planet, der aufgrund seiner Lage zwischen vielen Monden und anderen Planeten beinahe nie das Sonnenlicht sah. Vor allem war es dort sehr neblig und feucht. Als sie aus dem Hyperraum traten, fanden sie eine große Raumschlacht vor, bei der das Imperium versuchte irgendwie durch die Verteidigung des Feindes zu brechen. Kurz nach Dhishasem trat das Schiff der Sturmbrecher und ihrer Verbündeten ein, sie nahmen Kurs auf die Raumstation, während Dhishasem das Schiff in Richtung Planetenoberfläche steuerte. Sie landeten auf einer großen Ebene, die umgeben war von Wäldern und Sümpfen. Viele Soldaten taten sich mit der umliegenden Dunkelheit schwer, doch es war wie gemacht für Dhishasem und seine Männer. Ivoseck atmete kräftig durch und sagte: "Ahh, spürt ihr sie auch? Diese Macht die einem die Dunkelheit doch gibt, dass wird ein Spaß sage ich euch.".
    "Warte lieber ab, bis wir die Hauptstadt sehen, vielleicht freust du dich dann nicht mehr so Ivo..", sagte Jama mit einem Grinsen. "Ach egal was uns erwartet, bin ich dennoch froh, dass es uns hier erwartet und nicht auf diesem Sand Planeten.". Die Hauptstadt lag nicht weit weg, sie mussten nur den Berg hinauf gehen und sollten sie dann sehen. Als sie oben angekommen waren, sahen sie die Stadt. Sie sah nicht wirklich bewohnt aus, sie lag hinter einen großen Mauer, die übersäht war von Waffenstellungen und Geschützen und dahinter lag in der Mitte der Stadt ein riesiger Turm, von dem eine Art Energiequelle auszugehen schien. Sie waren sich nicht sicher, ob dieser Turm die Stadt mit Energie versorgte, doch er schien von einiger Wichtigkeit zu sein. Als sie sich der Stadt vorsichtig näherten vielen ihnen immer tote imperiale Soldaten auf, die am Waldrand lagen. Hier hatte bereits eine große Schlacht getobt, doch sie wurde im beachtlichen Ausmaß verloren. Sie fanden jedoch keine einzige Leiche von Seiten der Gegner, die Frage war nur warum? Keine der Verteidigungsstellungen schien besetzt zu sein, daher nahmen sie es in Kauf und rückten weiter auf flachem Wege vor, bis sie kurz vor der Stadtmauer standen. Das Gestein, oder das Metall aus der die Mauer erbaut wurde sag eigenartig aus. Keiner von ihnen hatte dieses Material bislang gesehen, daher wussten sie nicht so recht was es war. Die Mauer war zwar hoch, doch sie war nicht sonderlich dick. Arrunias trat vor und zog eines seiner Lichtschwerter. Gerade als er es in die Mauer stach, geschah jedoch nichts. Das Lichtschwert war wirkungslos. Es war als würde normales Licht auf Stein treffen, es zeigte keine Auswirkungen. Arrunias trat verwirrt zurück, bis sich Ivoseck meldete und sich einige Meter vor die Mauer stellte. Er war in der Lage Blitze zu erzeugen, die so machtvoll waren, dass sie selbst Gestein in Stücke rissen. Er konzentrierte sich und zwischen seinen Finger begann die Elektrizität zu knistern. Er richtete beide Hände nach vorne und schleuderte eine konzentrierte Blitzsalve ab, die direkt auf die Mauer traf. Ein tiefes Gegröle durchzog die ganze Mauer, als würde sie kurzzeitig beben, doch sie blieb unversehrt. Dhishasem trat näher und begutachtete das Bauwerk. Als er seine Hand an die Mauer legte, erklärte sich warum sie keine Macht hatten sie zu zerstören. Er drehte sich gerade zu Exest um, als dieser bereits sagte: "Auf der Mauer liegt ein mächtiges Schutzritual, welches von keiner Waffe gebrochen werden kann.", Dhishasem nickte ihm bloß zustimmend zu. Keiner der hier anwesenden vermochte die Mauer zum Fall zu bringen, doch sie hatten jemanden, dem es möglich war das Ritual zu durchbrechen. Exest war eine sehr sehr ruhige Person. Er setzte sich in Meditationshaltung vor die Mauer und schloss die Augen. Er begann Formeln zu sprechen, die keiner Verstand, bis auf Dhishasem der sie zumindest im Ansatz nachvollziehen konnte. Es dauerte knapp eine Stunde, doch dann begann die große Mauer wieder zu zittern und Exest sprach die letzten Worte des Rituals. Als er die Augen öffnete, war die Mauer verschwunden, alle schauten verdutzt dorthin, wo bis eben eine riesige Wand stand, doch sie war nicht mehr da...

    Der Weg in die Hauptstadt

    Die freie Sicht auf die Stadt verwirrte die Davorstehenden. Dhishasem erklärte es sich so, dass die Spezies, die hier lebte eine Begabung für die Macht haben musste und dass diese Begabung der Grund dafür sei, dass sie solch ausgeprägte Illusionen erschaffen konnten. Über die beheimatete Spezies war kaum etwas bekannt. Das Einzige, was Dhishasem und seinen Leuten gesagt wurde war, dass sie schwer zu finden wären und das sie über enorme architektonische Fähigkeiten verfügten. Langsam rückten sie weiter vor in die Stadt, doch ähnlich wie von außen, sah es auch hinter der Mauer nach einer Geisterstadt aus. Die gewöhnlichen Häuser, die überall standen, sahen verlassen aus, als währe schon mehrere Jahre keiner mehr hier gewesen. Dhishasem kontaktierte Darth Voltis, um ihn nach einem Statusbericht zu fragen. "Darth Voltis, könnt ihr mich empfangen?", "Ich kann euch hören mein Lord.". "Gebt mir einen Lagebericht, wo haltet ihr euch gerade auf und welche Fortschritte habt ihr zu verzeichnen?" "Wir sind in das Innere der Station eingedrungen, doch hier ist keiner, es wirkt verlassen.". Die Tatsache, dass nirgendwo jemand zu sein schien war jedoch sehr verwunderlich, denn wer leistete dann den Widerstand gegen das Imperium? "Khudos, kontaktiere den befehlshabenden Admiral der Flotte und frage nach welche Verluste wir zu verzeichnen haben.". "Wird erledigt Dhi.". Dhishasem hatte eine Vermutung, auch wenn sie recht unwahrscheinlich war. Nach einigen Minuten kam Khudos zurück: "Der Admiral meldet, dass bislang noch keine Verluste zu verzeichnen sind, sie jedoch erwartet werden, wenn die Blockade nicht bald nachgibt.". Dhishasem schaute grübelnd in Richtung des im Zentrum liegenden Turmes. "Wir müssen weiter und den Turm dort überprüfen und sichern." sagte er, während er weiter ging. Nach einigen Minuten waren sie bei dem großen Turm angekommen und betraten ihn. "Ich spüre eine sehr hohe Konzentration der Macht, könnt ihr sie auch so deutlich spüren?" fragte Exest in die Runde. Alle stimmten mit ihm überein, bis plötzlich aus den Seitenfluren Angreifer heraus sprangen und die Truppe umzingelten. Es waren Jedi, die nach und nach ihre Lichtschwerter zogen. Dhishasem und seine Freunde schlossen einen Kreis und zogen auch ihre Waffen. Dann jedoch, kurz bevor der Kampf begann, fuhr Dhishasem seine Klinge wieder ein und ging auf einen der Jedi zu. "Was machst du da denn Dhi?!" schrie Arrunias ihn an, doch bevor dieser zur Hilfe kommen konnte hatte der Jedi bereits zugeschlagen. Das Lichtschwert hielt vor Dhishasems Rüstung an und schien ihn nicht zu treffen. Alle waren irritiert was jetzt los war, doch Dhishasem erklärte es ihnen. "Diese Spezies hat sich auf Rituale und Visionen konzentriert, es gibt hier weder Mauern, noch Krieger, noch einen richtigen Kampf, es sind alles Einbildungen.". Exest und Khudos schienen mehr als beeindruckt von dieser Macht und bewunderten die angeblichen Jedi von allen Seiten. "Khudos, sag dem Admiral sie sollen das Feuer einstellen und melde Voltis, dass er die wichtigsten Systeme der Station hoch fahren soll." Nicht mal die Blockade schien real zu sein, es waren alles Einbildungen. Nur die Raumstation, die um den Planeten Kreiste, bestand aus echten Materialien, da sie vom Imperium vor langer Zeit erbaut wurde. Die damalige Besatzung wurde laut Berichten dieses Planeten angegriffen, doch das Einzige was mit den neuen Informationen Sinn machte war, dass diese hier lebende Spezies den Verstand der Feinde angreift und benutzt, um sie zu besiegen. Die Mitglieder haben sich höchst wahrscheinlich selbst oder gegenseitig umgebracht, doch dass sollte dieses Mal nicht geschehen. Nachdem Khudos sowohl den Admiral, als auch Voltis und seinen Truppen bescheid gegeben hatte, nahmen sie sich ihrer Illusion an. Sie setzten sich alle in einen Kreis und nahmen die selbe meditative Haltung wie Exest an. Gemeinsam sprachen sie ihm nach und konzentrierten sich dabei auf das Zentrum der angeblichen Hauptstadt. Nach einigen Momenten dröhnte es in der ganzen Umgebung und als sie die Augen wieder öffneten, befanden sie sich mitten auf einem freien Feld, auf dem normalerweise die Stadt gestanden hat. Niemand war weit und breit zu sehen, keiner hatte eine Ahnung wie die Rasse wirklich aussehen musste und ob sie sich in Gefahr befanden oder aber nicht. Nachdem das Imperium die Raum Basis eingenommen hatte, befahl Dhishasem den Truppen im Orbit sich wieder nach Tatooine zurück zu ziehen. Das System war erobert, doch allem Anschein nach waren auch die Soldaten, die auf dem Planeten vergeblich versuchten die Festungen zu stürmen gescheitert und verloren dabei ihr Leben. Dhishasem forderte von dem sich im Orbit befindenden Schiffen einen planetarischen Bioscan an, um eventuelle Lebensformen zu lokalisieren. Die Computer waren auf Organismen ausgelegt, die mindestens die Größe eines Hundes hatten, oder nachweislich eine Empfindung für die Macht besaßen, doch außer der Truppe von Dhishasem befand sich auf dem ganzen Planeten keine andere nennenswerte Lebensform. Die Geschöpfe die diesen Planeten besiedelten, waren anders als alle anderen Lebensformen, die in der Galaxis bereits bekannt waren. Sie verfügten über keinen Körper, oder eine physische Präsenz, sie existierten einzig und allein durch die Macht und es war ihnen nur möglich ihre Feinde psychisch zu beeinflussen. Der Grund warum das Imperium diesen Planeten erobern wollte war, weil auf den benachbarten Monden wertvolle Rohstoffe verborgen waren und Saldis II der Schlüssel zur Kontrolle über diese Monde war. Dhishasem riet dem Imperium dringlich davon ab diese Systeme weiterhin aufzusuchen, doch sie wollten nicht hören. Der neue Auftrag der Schattenjäger wurde ihrer Bezeichnung beinahe gerecht, sie sollten die Quelle ihrer Macht finden...

    Verborgen in der Macht

    Beinahe alle Machtsensitiven Lebensformen haben einen Ursprung ihrer Macht, seien es die Emotionen bei den Sith, oder die Gelassenheit bei den Jedi. Welche es nun bei der unbekannten Spezies sein mag ist die Frage der Dhishasem und sein Team nachgehen sollten. Die Optionen, wie sie die Wesen kontaktieren oder befragen sollten, waren sehr limitiert. Die Stadt war verschwunden, nirgendwo gab es ein Zeichen der Bewohner, sodass sie auch nicht wussten, ob sie überhaupt fähig sind zu kommunizieren. Die Suche führte sie tief in die Wälder und allmählich verstanden sie, dass sie aufhören mussten anzunehmen diese Wesen seien einfach nur unsichtbar, sie waren schlichtweg überall. Die Macht Konzentration war überall sehr intensiv und schien keine Lücken zu haben, bzw. Unterschiede. Es war also ein Ding der Unmöglichkeit heraus zu finden wo sich diese Wesen befanden. Ivoseck äußerte eine Idee: "Wenn wir eine der alten Rakata Gedankenfallen aufstellen würden, die das Imperium bei Bergungsarbeiten gefunden hat, könnten wir versuchen die Wesen darin zu fangen.". Die Idee war nicht schlecht und das Beste was sie bislang hatten, daher orderte Dhishasem eine der alten Gedankenfallen an, sodass ein kleiner Trupp auf dem Planeten landete und schnell das gewünschte Objekt entlud. Wie genau solch eine Gedankenfalle funktionierte war vielen unklar, nur Dhishasem hatte bereits praktische Erfahrung damit gemacht. Die Mitglieder seiner Truppe mussten dafür erstmal eine Konzentration der Macht finden, die sie darin einsperren wollten. Die Schwierigkeit bestand darin, dass es keine Unterschiede zu geben schien, die Macht war überall gleich stark konzentriert. Sie setzten sich um das Objekt herum und begannen mit einer Art der Meditation, wobei sie versuchten eines der Wesen zu finden und sich auf dieses zu fokussieren. Plötzlich spürten sie etwas, eine so hohe Konzentration wie sie sie auf diesem Planeten noch nicht gespürt hatten. Sie fokussierten ihre Macht auf diese Präsenz und versuchten sie an die Box zu binden. Bevor ihnen das jedoch gelingen konnte begann sie zu beben und zersprang. Die Box und wurde somit zerstört. Entsetzt schaute Dhishasem auf die herum liegenden Trümmer. Noch nie war es jemandem gelungen eine Gedankenfalle zu zerstören, wenn andere versuchten ihn daran zu binden. Keiner von ihnen verstand wie eine solche Macht möglich sein sollte. "Wir haben geglaubt dass es ähnlich wie bei uns viele Individuen sind, die diese Systeme bevölkern, dabei ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit bloß ein Wesen. Ein Wesen mit einer unglaublich mächtigen Begabung die Macht zu nutzen..." sagte Exest. Dhishasem erkannte, dass keiner von ihnen auch nur im Ansatz mächtig genug war dieses Wesen zu bändigen oder zu kontrollieren. Sie machten sich schnell auf den Rückweg zum Schiff und informierten die Flotte, dass es keine Möglichkeit gab diesen Planeten einzunehmen. Der Rückzug war unumgänglich, doch der Admiral wollte nicht hören. Er brauchte diese Rohstoffe und er würde das Imperium nicht enttäuschen. Diese Art von blindem Gehorsam war es, was Dhishasem so hasste. Als sie gerade mit dem Schiff starteten bekam Dhishasem mit, wie der Admiral die Landung des Kreuzers befahl. Bevor jedoch das Schiff einen vernünftigen Sinkflug beginnen konnte, übertönte ein Grölen alle umliegenden Bereiche. Das Schiff begann zu zittern, als würde es gleich auseinanderbrechen. Dhishasem wandte sich an die übrigen Schiffe und befahl ihnen sich sofort zurück zu ziehen. Sie folgten seinen Anweisungen und begaben sich auf eine sichere Distanz. Der Kreuzer des Admirals hingegen, war der Macht die es packte hilflos ausgeliefert. Die Triebwerke versagten und das Schiff wurde mit einer enormen Geschwindigkeit in Richtung Oberfläche gezogen. Jede Hilfe kam zu spät, einige Rettungskapseln lösten sich noch, doch der Rest des Schiffes traf auf die Oberfläche und explodierte beim Aufprall. Was auch immer das für eine Art von Bewohner war, das Imperium war nicht willkommen...

    Die Rekrutierung des Klingenmeisters

    Im Jahre 3652 VSY erhielt Dhishasem die Meldung, dass Tholdurn Dashan seine Ausbildung auf Korriban abgeschlossen hatte. Mit seinen ungefähr 18 Jahren, war er nun soweit den Chaos Dragons beizutreten. Als Dhishasem ihn viele Jahre zuvor auf Corellia entdeckt hatte, viel ihm schon damals seine Beharrlichkeit und Stärke auf, er hoffte diese nun für den Bund einsetzen zu können. Alleine flog Dhishasem nach Korriban, um den jungen Sith mitzunehmen. Dort angekommen suchte er die Akademie Verwaltung auf, doch diese meinten dass Tholdurn schon abgereist wäre und sich in Richtung Corellia aufgemacht hatte. Dhishasem hatte keine Ahnung was der Junge dort wollte, doch als er die Beschreibung erhielt, dass Tholdurn dort Rache üben wollte, beeilte er sich. Die Sith lernten schon früh, dass ihre Gefühle die Basis ihrer Macht seien, dennoch war es oft eine Fehlinterpretation anzunehmen, dass blinde Emotionen der richtige Weg wären. Dhishasem flog schnell nach Corellia, wo er bereits die Anwesenheit seines Schützlings spüren konnte. Leicht beunruhigt folgte er den Hinweisen, die Tholdurn offensichtlich ungewollt hinterließ, bis hin zu einem kleinen Platz. Aus der Ferne sah Dhishasem bereits, dass Tholdurn kurz davor war es mit vier jungen Sith aufzunehmen. Er hatte Mut es mit so vielen Gegnern aufzunehmen, doch in diesem Moment sprach der Hass aus ihm und nicht die Überlegung. Der Kampf begann und Dhishasem erkannte, dass es nicht lange dauern würde bis die vier Angreifer den gerade fertig mit der Ausbildung gewordenen Jungen besiegen würden. Dhishasem zog seine Waffe und fuhr eine der Klingen aus. Er packte einen von Tholdurns Gegnern und zog ihn mit hoher Geschwindigkeit in seine Klinge. Danach fuhr er sie wieder ein und ging weiter auf die verdutzten Personen zu, während der Andere reglos zu Boden fiel. "Ich weiß nicht was du hier veranstaltest, doch wenn du es schon mit einer Übermacht zutun hast, dann folge nicht blind deinen Emotionen, sondern nutze sie.". Tholdurn nickte und Dhishasem zog sich hinter ihm zurück. Die anderen drei Sith waren immer noch verwirrt durch den plötzlichen Tod ihres Freundes und über das Eingreifen des Darths. Tholdurn sprang in die Gruppe und wirbelte mit seinem Lichtschwert nur so um sich. Nach kurzer Zeit fielen auch die restlichen Drei regungslos zu Boden und Tholdurn ging auf Dhishasem zu. Er bedankte sich kurz bei ihm und erklärte was das sollte. Diese jungen Krieger hatten offenbar seinen republikanischen Vater getötet und auch wenn Tholdurn nicht länger für dieselbe Fraktion kämpfte, so war er dennoch ein sehr Familiengebundener Mensch. Dhishasem unterhielt sich mit ihm auf dem Weg zum Schiff und erzählte Tholdurn von den Chaos Dragons. Ohne lange zu zögern willigte dieser ein, dem Bund beizutreten. Er empfahl Dhishasem noch einige Freunde von ihm von Korriban mitzunehmen, wie z.B. eine Cyphra. Dhishasem willigte ein und gemeinsam flogen sie zurück nach Korriban, wo Tholdurn seine Freunde zusammenrief und mit an Bord von Dhishasems Schiff nahm. Gemeinsam flogen sie nach Tatooine, wo Kaito bereits gespannt darauf wartete den jungen Krieger kennen zu lernen, von dem Dhishasem bereits viel erzählt hatte...


    Entdeckung auf Vortegos VI

    Folgt...

    Letzte Rettung

    Folgt...


    Mission auf Ziost

    Tholdurn sollte sich erstmal mit den anderen der Chaos Dragons bekannt machen, Dhishasem stellte ihm sein Team vor und teilte ihn dem erweiterten Training zu. Auch Kaito erkannte das Potenzial in dem Jungen und übergab ihm schon recht bald einige Missionen, die der Junge alleine bewältigen sollte. Dhishasem erhielt schon recht bald eine neue Mission, die auf Ziost stattfinden sollte. Auf Ziost gab es ebenfalls wie auf Rhelg eine kleine Akademie, die jedoch nach der Eröffnung von der Akademie auf Korriban in einen Stützpunkt umgewandelt worden ist. Einige imperiale Deserteure haben ihn unter ihre Kontrolle gebracht, aber als sei das nicht genug, haben sie mit der Republik kooperiert und wollen nun die gespeicherten Daten der Station an die Republik verkaufen. Dhishasem ließ seine Männer alles nötige vorbereiten und stand kurz vor der Abreise. Bevor Dhishasem aufbrach teilte er Tholdurn noch der Sturmbrecher Gruppe zu. Er kannte bereits Leotox, Slayo, Zha'adum und Teshahiro, nur der Gruppenkommandant Darth Voltis war für ich noch ein Fremder. Kaito hatte nun das alleinige Kommando, während Dhishasem seine Mission erledigte. Der Flug nach Ziost war jedoch alles andere als entspannt. Khudos war der beste Pilot von ihnen, doch auch er hatte Schwierigkeiten das Schiff unbeschadet nach Ziost zu bringen. Ein Meteoritenschauer zog dicht am Planeten vorbei, wobei das Schiff von Dhishasem geringfügig getroffen wurde und sie in der Nähe der Akademie notlanden mussten. Das Schiff konnte nicht mehr fliegen, zumindest nicht so lange bis es jemand reparieren würde. Die Besatzung des Schiffes stieg aus und kontrollierte die Anwesenheit. Alle waren unversehrt geblieben und gemeinsam rückten sie weiter in Richtung der Station vor. Die umfunktionierte Akademie lag auf einer Anhöhung und sah auf den ersten Blick sehr leer aus. Den Informationen des Geheimdienstes zufolge waren dort mindestens 13 Krieger, die auf die Ankunft der Republik warteten. Dhishasem und seine Einheit schlichen zu dem Haupteingang der Station, wo bereits ein Sith Wache hielt. Jama sprang aus seinem Versteck hervor und warf seine Doppelklinge direkt zum Feind. Dieser wurde augenblicklich geköpft und fiel leblos zu Boden. Die Anderen traten aus ihren Verstecken hervor. Dhishasem öffnete mithilfe der Macht die Tür und gemeinsam drangen sie in das Innere ein. Zwei weitere Machtanwender bemerkten die Ankunft des Elite Trupps und zogen ihre Lichtschwerter. Khudos jedoch erwürgte beide gleichzeitig, ohne das jemand anhalten musste. Als sie in die Hauptbasis traten, sahen die Sith die Eindringlinge verdutzt an. "Wer seid ihr und was wollt ihr hier?" fragte einer von ihnen, während er seine zwei Lichtschwerter zog. "Ihr habt das Imperium verraten und wisst welche Strafe nun folgt." erwiderte Dhishasem, während er seine Doppelklinge zog. "Ha, dass ich nicht lache. Ich war seit jeher der beste Schwertkämpfer. Niemand hatte jemals eine Chance gegen mich und ihr werdet auch keine Bedrohung für mich darstellen!". Mit einem Grinsen trat Arrunias hervor und sagte: "Dann versuch dich doch einfach mal gegen mich.". Arrunias sprang auf den vorlauten Sith zu, während sich drei weitere den Kopf hielten und zu Boden gingen. Hinter Dhishasem stand Exest, der bloß seine Hand ausstreckte und ihre Gedanken zum Einsturz brachte. Hinter Dhishasem ging eine Tür auf, wo ein weiterer Feind dazu kam. Er packte ihn und warf ihn in die anstürmenden Herausforderer. Khudos und Ivoseck schossen mit Machtblitzen in die feindlichen Reihen, sodass schnell nur noch zwei übrig waren. Arrunias spielte mit seinem Feind. Mit einem lächeln sprang er um ihn herum und entwaffnete ihn. "Wohl nicht gut genug." sagte er, als er seinen Feind in Dhishasems Klinge warf. Exest nahm den Überlebenden in den Machtgriff und entwaffnete ihn. "Welche Informationen habt ihr der Republik versprochen und wann wird sie hier eintreffen?" fragte ihn Dhishasem mit einem geduldigen Ton. "Für das Imperium sind wir alle entbehrlich, wir wollten einfach nur mehr und die Republik bot es uns an. Sie sind bereits auf dem Weg hierher und werden gleich eintreffen. Wir versprachen ihnen lediglich den Zugang zu der Station und die damit einhergehende Kontrolle über diesen Planeten.". Dhishasem drehte sich zu Exest um und nickte ihm zu, woraufhin dieser seine Hand schloss und der verhörte Sith tot zu Boden fiel. "Khudos kontaktiere die Flotte über Korriban, sie sollen Unterstützung schicken, um einen bevorstehenden Angriff auf Ziost abzuwehren.". Khudos machte sich gleich an die Übertragung, während Dhishasem die Planetaren Verteidigungsschilde hochfuhr, um die Station zu schützen. "Sie schicken uns Hilfe Dhi, die Frage ist nur noch wer zuerst ankommt." sagte Khudos, während Dhishasem und die anderen aus der Station traten und gebannt gen Himmel schauten. Der erste republikanische Kreuzer trat ins System ein und die ersten Landungsschiffe nahmen Kurs auf ihre Position. Der Beschuss begann und Ivoseck hatte große Mühe die anfliegenden Geschosse aufzuhalten. Als die Shuttle nicht weit von ihnen landeten, begaben sie sich direkt dorthin, um die Angreifer abzuwehren. In dem Moment kamen zwei imperiale Schlachtkreuzer aus dem Hyperraum und begannen den Beschuss gegen das republikanische Schiff. Dhishasem und seine Truppe vernichteten einen Soldaten nach dem anderen, bis letzten Endes keiner mehr übrig war. Arrunias und Jama gingen zu Dhishasems Schiff und reparierten es, während Landungsboote des Imperiums den Stützpunkt sicherten und die neue Besatzung auf ihre Posten ging. Die Aufgabe war erledigt und nachdem das Schiff repariert worden war konnte der Rückflug beginnen. Als sie gerade die Planetenoberfläche verließen und zurück nach Tatooine fliegen wollten, erhielt Dhishasem von Kaito die Nachricht, dass das Imperium den Bau von Schlachtkreuzern für ihren Bund bewilligte. Sie hätten in der Vergangenheit hohe Kompetenzen gezeigt und sollten nun den nächsten Schritt gehen, um eine noch größere Organisation zu werden. Der erste Kreuzer der gebaut werden würde, sollte von Dhishasem in Auftrag gegeben werden, weswegen er die Taerab-Raumschiff-Manufaktur kontaktieren sollte, um alle weiteren Details zu besprechen. Es dauerte nicht lange, bis der Auftrag abgeschlossen war und Dhishasem nach dem Besuch ihres Hauptsitzes zurück nach Tatooine fliegen konnte. Als er und sein Team dort ankamen, herrschte eine komische Stimmung. Dhishasem fragte Tholdurn was passiert sei und dieser erzählte ihm, dass Kaito in seinem Wahn nach Anerkennung und Ehrfurcht Slayo enthauptet hatte, da er ihn in Frage gestellt hatte und das bei einer Versammlung...

    Behauptung

    Dhishasem war wütend. Wütend, dass er Kaito alleine gelassen hatte, einen größenwahnsinnigen, der seine Macht mit Gewalt aufrechterhalten wollte, ohne das sie sichtbar in Gefahr war. Seine Führungsqualitäten ließen zu wünschen übrig, da er den Bund benutzte, um seine Vorteile durchzusetzen. Slayo, ein ehemaliges Mitglied der Dark Dragons war ohne einen triftigen Grund von Kaito öffentlich hingerichtet. Er hätte ihn aufgehalten, wenn er denn da gewesen wäre. Auch Dhishasems Freunde Khudos und Arrunias waren über diese Neuigkeiten entsetzt. Sie kannten Slayo und wussten, dass er ein loyaler Krieger war, der nur wenn es für ihn wirklich nötig war selbstständig zur Tat schritt. Auch in Tholdurn schien die Wut für Kaito aufzusteigen. Die Missionen auf die Tholdurn andauernd ohne seine Gruppe geschickt wurde, dienten der Artefakt Beschaffung die nichts mit dem Imperium zutun hatten, sondern einzig und allein Kaitos Interesse. Vor einer Ratsversammlung stellte Dhishasem seinen Bruder zur Rede: "Wie kannst du es wagen Mitglieder nach deinem Belieben umzubringen?!" sagte er Kaito über bedrohlich. Er grinste nur und sagte: "Es ist mein Bund, es sind meine Mitglieder, also vergesst euren Platz nicht Bruder! Wenn Mitglieder an meiner Macht und an meinen Entscheidungen zweifeln, dann können wir sie nicht länger gebrauchen.". Dhishasem war sichtlich erzürnt über die dreisten Anmerkungen Kaitos. "Wer von Bedeutung ist und wer nicht hast du nicht alleine zu entscheiden und schon gar nicht hast du das Recht darüber mit dem Tod zu richten!". Erbost verließ Dhishasem die Gemächer seines Bruders und ging in Richtung Thronsaal, in dem die Versammlung stattfinden sollte. Alle Mitglieder kamen zusammen, so auch Kaito. Er setzte sich auf seinen Thron und begann die Sitzung. Er verteilte größtenteils Aufgaben und klagte über Tholdurns mangelnde Erfolgsquote bei seinen zugewiesenen Aufgaben. Viele Mitglieder aus dem Bund schienen Kaito nicht mehr als den Anführer zu sehen, der er einst für sie war. Als Kaito Tholdurn gerade auf weitere Missionen schicken wollte, trat dieser vor und weigerte sich. "Ihr handelt nicht im Sinne des Imperiums so wie es gedacht war, ihr handelt nur in eurem eigenen Interesse und ich werde nicht länger eure Marionette sein!" Kaito erhob sich aus seinem Thron und befahl: "Knie nieder Junge oder trag die Konsequenzen!" "Da müsst ihr mich schon zwingen." entgegnete Tholdurn während er sein Lichtschwert zog. Kaito war sichtlich erbost und erhob sich von seinem Thron. "Haltet ein, alle beide, es gibt keinen Grund die Probleme auf die Art zu lösen!" sagte Dhishasem und trat zwischen die beiden, doch Kaito schob Dhishasem etwas zur Seite und sagte, dass er sich um diese Angelegenheit kümmern würde. Tholdurn rannte auf Kaito zu und ihre Lichtschwerter trafen in Höhe der Augen aufeinander. Ein heftiger Schwertkampf folgte, wobei Dhishasem direkt bemerkte, dass Kaito durch seine längere Erfahrung im Vorteil war. Tholdurn rollte sich nach hinten und stieß seinen Feind mit einem mächtigen Machtschub zurück in seinen Thron, welcher daraufhin einen großen Riss aufwies. Tholdurn war sichtlich angestrengt, während Kaito nur noch wütender wurde. Wutentbrannt stand er wieder auf und schleuderte Machtblitze auf den jungen Krieger, welcher dagegen machtlos zu Boden ging. Vor Kraftlosigkeit war Tholdurn gezwungen zu Knien, um sich weiterhin bei Bewusstsein zu halten, während der Anführer des Bundes auf ihn zuging und zum alles entscheidenden Schlag ausholte. Dhishasem teleportierte sich direkt vor Kaito und fuhr sein Lichtschwert aus, sodass sich ihre Klingen knapp über Tholdurns Kopf kreuzten. "Wenn du ihn tot sehen willst, dann musst du vorher an mir vorbei." sagte Dhishasem nun wutentbrannt. Kaito, der rasend vor Wut war, zog sein Lichtschwert ein und forderte Dhishasem in der Arena zu einem Zweikampf heraus, der ihre Differenzen endgültig aus der Welt schaffen sollte...

    Der Kampf

    Alle Mitglieder schauten Kaito voller Entsetzen an. Tholdurn erhob sich langsam wieder und wurde von Leotox und Zha'hadum gestützt. Der Anführer des Bundes verließ den Thronsaal und einige seiner loyalen Gefolgsmänner wie Gahed und Lord Garren begleiteten ihn. Dhishasems Verbündete sammelten sich um ihn und fragten ob er die Herausforderung annehmen würde. Selbstverständlich würde er sich seinem Bruder stellen, auch wenn er diesen Akt als unüberlegt und naiv empfand. Beinahe jeder wusste, dass Kaito keine Chance gegen Dhishasem haben würde. Sowohl die Erfahrung und Macht, als auch das Kampfgeschick hatte Dhishasem in dem Laufe seines Lebens perfektionieren können. Er war um einiges älter als sein kleiner Bruder und hatte weit mehr Kämpfe gewonnen, doch er empfand diesen Kampf als eine Lektion, die Kaito leeren würde, wo sein wirklicher Platz sei. Seine Überheblichkeit hatte seine Wahrnehmung getrübt, er vergaß das er nur auf den Verträgen der Anführer war und das sein Kommando durchaus angezweifelt werden konnte. Dhishasem und seine Verbündeten machten sich ebenfalls auf den Weg in die Arena. Dort angekommen, wartete Kaito bereits, mit seinen Gefolgsleuten im Rücken. Er sah selbstsicher und erbost aus. Die Chaos Dragons stellten sich in einem großen Kreis um die beiden Duellanten. Dhishasem stand nun in voller Kampf Montur Kaito gegenüber und gab ihm die Möglichkeit seine Forderung auf ein Duell zurück zu ziehen. Er hielt seinen Helm unter dem linken Arm und gestikulierte mit seiner rechten Hand, während er versuchte seinen Bruder zur Vernunft zu berufen. Kaito brodelte vor Wut und ignorierte jede Vernunftspredigt Dhishasems. Khudos, Arrunias, Jama, Exest, Ivoseck, Zha'hadum, Teshahiro, Tholdurn, Leotox und viele weitere Mitglieder standen hinter Dhishasem und waren jederzeit bereit einzugreifen. Nicht mal Lord Ventox, einer von Kaitos Elite-Krieger stand völlig hinter ihm. Viele bei den Chaos Dragons zweifelten an ihrem Anführer und dieser Kampf sollte nun zeigen welche Seiten und Meinungen es innerhalb des Bundes gab. Dhishasem setzte seinen Helm auf und zog seine Klinge. Er fuhr zunächst bloß eine Seite aus und wartete auf Kaitos ersten Schritt. Dieser schleuderte direkt Blitze auf Dhishasem, doch er konnte sie mit seinem Lichtschwert ohne weiteres abwehren. Sie rotierten langsam im Kreis, sodass sie sich immer gegenüber standen. Kaito versuchte es mit seinen Blitzen noch einige Male, bis er sein Lichtschwert mit festerem Griff packte und auf Dhishasem zulief. Dieser hob sein Lichtschwert etwas an und der Kampf begann. Dhishasem war Kaito im Schwertkampf deutlich überlegen und so dauerte es nicht lange, bis er Kaito -ähnlich wie Tholdurn- mit einem mächtigen Schub nach hinten beförderte. Dieser fing sich jedoch gut auf und sprintete erneut auf seinen Bruder zu. Dhishasem schleuderte ihn erneut zurück. Dieses Mal konnte Kaito den Stoß jedoch zum Großteil abfangen. Er suchte die Konfrontation im Nahkampf und hielt einige Zeit durch. "Ist das alles was der große Dhishasem Gaaias zu bieten hat? Immer wieder wurde mir von deinen legendären Gefechten berichtet, zeig mir doch mal etwas von deiner angeblichen Kraft Bruder!". Dhishasem ließ sich nicht aus der Bahn werfen, sie beide drehten sich um 360 Grad und wichen von einander zurück. Der Kampf zog sich in die Länge und Kaito wirkte erschöpft, da er normalerweise nie solange im Schwertkampf war. Dhishasem wirkte lediglich angespannt, weil er gegen des Rest seiner Familie kämpfte. Er drehte sein Lichtschwert einige Male, hielt es dann Wegerecht vor sich und fuhr die zweite Klinge aus. Kaito rannte erneut auf Dhishasem zu, doch dieses Mal teleportierte er sich hinter ihn und stieß ihn abermals mit einem mächtigen Machtschub zu Boden. Kaito rappelte sich wieder auf und entlud seinen Zorn in Form von Blitzen, die Dhishasem dieses Mal nicht vollkommen abwehren konnte. Er bekam etwas ab und wurde etwas nach hinten geschoben. Wütend darüber senkte er etwas sein Lichtschwert und schaute Kaito durch die Maske erzürnt an. Er steckte sein Lichtschwert weg und tat es ihm gleich. Er entlud seine Emotionen in Form von Machtblitzen und trat dabei immer näher auf Kaito zu. Kaito gab sein Bestes diese Blitze abzuwehren, doch was zu viel war, war zu viel, er wurde immer weiter nach hinten gedrängt. Gerade als Dhishasem mit seinem Angriff aufhörte, ließ Kaito sein Lichtschwert vor Erschöpfung nach unten sacken. Dhishasem streckte seine Hand aus und entriss ihm sein Lichtschwert. Kaito schrie vor Wut auf und bombardierte Dhishasem mit einigen mächtigen Machtschüben. Er fing sie alle ab, indem er seinen linken Unterarm vor sich hielt und somit eine Art Machtbarriere aufbaute. Als Kaito beinahe außer Atem einen letzten mächtigen elektrisierenden Machtschub auf Dhishasem richten wollte. Fing Dhishasem diesen Angriff ab und schleuderte ihn zurück auf Kaito, indem er seinen linken Arm zurück in seine Richtung schwang. Er viel zu Boden und wurde einige Meter nach hinten geschleudert. Dhishasem fuhr Kaitos Lichtschwert aus und teleportierte sich direkt vor ihn, sodass er dem knienden das Lichtschwert an die Kehle hielt. "Haltet ein Bruder... Ihr müsst das nicht tun.". Sagte Kaito leise, wohlwissend dass er hier eine schwere Demütigung erlitten hatte. Die umliegenden Chaos Dragons entspannten sich allmählich und nahmen ihre Hände von den Waffen. Dhishasem fuhr das Lichtschwert ein und warf es seinem Bruder zu, der sich schwerfällig erhob. "Zwingt mich nie wieder euch zur Rechenschaft zu ziehen. Niemals wieder." sagte Dhishasem, während er sich von seinem Bruder abwandte, enttäuscht dass es soweit kommen musste..

    Die Rebellion

    Einige Wochen waren vergangen, seitdem Dhishasem sein Duell gegen Kaito ausgefochten hatte. Sie hatten danach kaum miteinander gesprochen und die Chaos Dragons bemerkten, dass es mit Kaito als Anführer nicht mehr lange so weiter gehen konnte. Im Jahre 3651 VSY kam Tholdurn auf Dhishasem zu. "Kann ich euch einen Moment sprechen?", fragte er seinen längsten Bekannten bei den Chaos Dragons und ging mit ihm in seine Gemächer. "Es ist eine Rebellion im gange, die es sich als Ziel gesetzt hat Kaito zu stürzen. Ich weiß dies, da sie versucht haben mich hinzuzuziehen.". "Was war deine Antwort?" fragte Dhishasem ihn Teils abwesend. "Ich habe erstmal nicht großartig reagiert, denn ich wollte wissen was ihr davon haltet, immerhin ist es euer Bruder.". Dhishasem drehte sich von Tholdurn weg und wirkte sehr nachdenklich und ernst. "Was geschehen wird, wird geschehen..." sagte er bloß und drehte sich wieder zu Tholdurn. Er nickte bloß langsam, als hätte er verstanden was Dhishasem damit auszusagen versuchte. Er würde sich nicht aktiv am Geschehen beteiligen, weder bei der Rebellion, noch bei der Verhinderung. Was Tholdurn nun tun würde lag in seinem Ermessen, zumindest hatte er Dhishasems Zustimmung das er es nicht verhindern würde, sollte er davon offiziell mitbekommen. In den darauf folgenden Wochen bekam Dhishasem immer wieder von Getuschel mit und allmählich konnte er sich ein Bild machen wer zu Kaitos Loyalisten gehörte und wer nicht. Dhishasems Freunde, die ebenfalls von der Rebellion mitbekommen hatten, unterstützten Kaito zwar in keinster Weise, doch beteiligten sich ebenso wenig an der Rebellion. Dhishasem sprach eines Tages mit Kaito über die geschehenen Dinge, wie zum Beispiel ihren Kampf. Sein Bruder war seitdem ruhiger geworden, etwas in sich gekehrter und er wirkte vernünftiger. "Ich weiß wir haben das Thema stehts vermieden, doch die Wahrheit ist, dass ich als Anführer Fehler begangen habe." sagte Kaito, als sie sich gerade in seinen Gemächern befanden. "Du bist mein Bruder und ein loyaler Gefährte bei unseren gemeinsamen Vorhaben, doch an meiner Art wie ich den Bund leite wird sich nichts ändern. Ich gebe dir also die Möglichkeit, dass wenn du damit nicht länger einverstanden bist, gehen kannst, gemeinsam mit deinen Männern.". Dhishasem bemerkte, dass auch wenn Kaito dazu gelernt hatte, er sein Wesen so schnell nicht ändern würde und könnte. "Die Chaos Dragons waren eine sehr gute Idee und ich konnte mich immer mit den Zielen und Methoden identifizieren, doch nun sind wir an einem Zeitpunkt angelangt, an dem es an dir liegt, ob wir so weiter fortbestehen oder nicht.". Mit diesen Worten verließ Dhishasem den Raum und begab sich zu seinen Aufgaben, die ihn noch erwarteten. Er bekam zwischenzeitig Meldung von der Taerab-Raumschiff-Manufaktur, dass das Flaggschiff der Chaos Dragons beinahe vollständig fertig gestellt worden ist. In wenigen Tagen könnte es bereits abgeholt und in Betrieb genommen werden. Dhishasem wies Voltis an, die fertig gestellten Schiffe abzuholen und über Tatooine zu stationieren.
    Aufträge wurden mit der Zeit immer mehr und die Mitgliederanzahl war mittlerweile auf über 120 Personen angestiegen, doch ein Sturm zog auf, so ahnte es Dhishasem. Beim täglichen Meditieren viel ihm auf, dass in Kaito etwas zu wuchern begann. Seine Ausraster in den letzten Monaten zeigten es. Er veränderte sich und Dhishasem hatte keine Ahnung was genau wa war, ob ihm nun die Macht zu Kopf stieg, ob er ähnlich wie Dhishasem in der Vergangenheit ein gefährliches Unterfangen durchgeführt hatte. Er wusste es nicht. Nach einer Weile viel es jedoch nicht nur Dhishasem auf, die Mitglieder der Chaos Dragons konnten es auch erkennen, da sich Kaitos innerer Zustand nach außen hin wandte. Einige Male hörte Dhishasem Kaito in seinen Gemächern entsetzlich schreien, doch er sprach ihn weiterhin nicht darauf an. Ein komisches Gefühl hatte Dhishasem auch bei dem jungen Leotox, der sonst gleichgültig wirkende Krieger wirkte ähnlich wie Kaito in den kommenden Wochen teils abwesend und benebelt. Dhishasem hatte keine Ahnung was mit den beiden los war. Während es bei Kaito Höhen und Tiefen gab, baute sich eine Art Schatten weiterhin über Leotox aus. Er erlitt einige Male wenn er mit ihm sprach Panikattacken und wikte paranoid. Er machte sich Sorgen, was genau so etwas verursachen könnte. Eine Epedemie die solche Auswirkungen zeigte war ihm völlig unbekannt. Es musste eine Krankheit des Geistes sein. Er sprach auch einige Male mit seinen Freunden darüber, doch keiner hatte eine Idee was es war und wie man es hätte unterbinden können. Als Leotox eines Tages eine Panikattacke erlitt, dabei hektisch mit dem Schwert fuchtelte und Dhishasem beinahe ernsthaft verletzt hatte, befahl er ihn vorläufig unter Arrest zu stellen, um seinen Zustand für die anderen Mitglieder nicht weiter gefährlich werden zu lassen. Er selbst übernahm einige Male die Wache vor Leotox Tür und besuchte ihn des öfteren. Wenn Leotox bei verstand war, versuchte er ihm zu erklären warum er in einem Raum festgehalten wurde. Leotox schien manchmal bloß die Hälfte mitzubekommen, doch in seinen klaren Momenten verstand er was Dhishasem sagte, so glaubte er jedenfalls.
    Die Spannungen innerhalb des Bundes bauten sich weiter auf und die ersten Mitglieder begannen Dhishasem zu fragen was mit Lord Ordnas los sei und wo Leotox sich aufhielte. Diese bedrückende Stimmung, gepart mit der Unzufriedenheit von Kaitos Verhalten war auch an den Missionsergebnissen abzulesen. Dhishasem musste sich vor dem Rat und dem imperialen Oberkommando verantworten und die stattgefundenen Aktionen so gut es ging rechtfertigen. Würde sich die Situation nicht bald entscheidend verändern, erhielten die Chaos Dragons keine weitere Unterstützung und würden vom Imperium aufgelöst werden. Dhishasem überlegte Calyphagus wegen der sich verschlechternen Zustände von Kaito und Leotox um Hilfe zu ersuchen, doch er hoffte dass sich die Lage von alleine bessern würde.
    In einer Nacht, wo alle bereits schliefen hatte Dhishasem zwei Mitglieder vor Leotox Quartier gestellt, um nach Auffälligkeiten Ausschau zu halten. Als er am nächsten Morgen seinen Freund besuchen wollte, fand er zwei tote Wachen vor. Schnell begab er sich in den Raum und suchte nach Leotox, jedoch vergeblich. Er bat Thawn um die Überwachungsaufnahmen von letzter Nacht und was gezeigt wurde, war schockierend. Es war zwar nicht genau zu erkennen, doch als sich die Tür von Leotox Zimmer öffnete verbarg sich etwas in der darin liegenden Dunkelheit, was nicht genau erkannt werden konnte. Ähnlich wie ein wildes Tier wurden beide Wachen von hinten attackiert und getötet. Das Letzte was auf den Aufzeichnungen zu erkennen war, war ein Schatten, der sich fortbewegte in Richtung Wüste. Keiner wusste womit sie es zutun hatten und Dhishasem befürchtete ähnliches bei Kaito. Er entsandte Suchtrupps, die die umliegenden Bereiche nach Leotox absuchen sollten, doch nirgendwo war eine Spur von ihm...


    Fall eines Verbündeten

    Kaitos Lage besserte sich, auch wenn Dhishasem Sorge hatte, dass ähnliche Symptome wie bei Leotox auftreten könnten. Von seinem Freund war nach wie vor keine Spur, einige Male wurden Suchtrupps in die Wüsten geschickt, doch vergebens. Dhishasem ließ die Aufzeichnungen des "Wesens" was aus Leotox Zimmer kam veröffentlichen und bat um Informationen, sollte jemand etwas über ihn herausfinden. Die Rebellion, von der Tholdurn Dhishasem berichtet hatte, baute sich weiter auf und es war bloß noch eine Frage der Zeit, bis sie sich dem Anführer stellen würden. Einige wenige, die davon wussten, sich jedoch nicht beteiligten waren Dhishasem und seine Loyalisten. Es lag nicht in ihrem Interesse mit Gewalt einen neuen Anführer zu bestimmen, denn alles in einem waren sie eine große Einheit und wenn man es genauer betrachtet, eine Familie. Voltis hatte inzwischen drei Schiffe bei der Taerab-Raumschiff-Manufaktur abgeholt und sie über Tatooine in Stellung gebracht. Dhishasem begutachtete zwischenzeitig ihr neues Flaggschiff und war dahingehend sehr zufrieden. Auch wenn nach außen hin alles zu funktionieren schien, entzweiten sich die Chaos Dragons immer mehr, denn auch wenn es schon eine Weile her war, dass Dhishasem den Kampf gegen Kaito ausgetragen hatte, so vergaßen ihn die Meisten nicht. Kaito hatte seinen Bund nicht länger im Griff, durch sein Leiden, was ihn mehr und mehr zu besitzen schien war er anderweitig beschäftigt. Genau so wie Dhishasem, der seine Bemühungen in Leotox Suche investierte. Bei einer Konferenz, die eigentlich für den ganzen Bund gedacht war, schienen sich viele zu verspäten, doch wie Dhishasem schon ahnte war das kaum ein Zufall. Die Tore gingen auf und die restlichen Mitglieder der Chaos Dragons traten Zielstrebig ein, mit Lord Ventox an der Spitze. Kaito wirkte verdutzt, als ob er keine plausible Erklärung für dieses Verhalten im Kopf hätte, soch seine Skepsis wurden schnell beiseite geräumt, als Ventox seine zwei Lichtschwerter zog und damit in seine Richtung deutete. "Ihr wart lange genug Anführer dieses Bundes! Ihr vertretet uns nicht länger so, wie es einst gedacht war und nun ist die Zeit gekommen, in der uns jemand anderes an eurer statt anführen wird!". Dhishasem wollte sich gerade erheben, um ein mögliches Blutvergießen zu vermeiden, da ihm auffiel, dass Gahed, Lord Garren und andere Loyalisten Kaitos bereits an ihren Waffen waren und bereit standen die Rebellen anzugreifen, doch dann stand Kaito auf und machte eine Handgeste, die zeigte, dass Dhishasem sich zurück halten sollte. Er trat von seinem Thron und schaute Ventox und die anderen Rebellen wütend an. Dhishasems Freunde hielten ebenfalls ihre Waffen bereit und warteten darauf, dass Dhishasem einen Befehl gab. "Steckt eure Waffen nieder, ihr habt genug für mich gekämpft, diesen Kampf übernehme ich. Es müssen nicht nochmehr Chaos Dragons sterben, als ein Einziger..." Kaito zog sein Lichtschwert und deutete damit auf Ventox. Die Übrigen machten Platz, sodass nurnoch die beiden Kämpfenden in der Mitte standen. Kaito hielt sich einige Male den Kopf bevor der Kampf los ging, er war nicht ganz bei Kraft, doch mächtig genug, um eine Herausforderung darzustellen, selbst für jemanden wie Ventox. Der Kampf begann und es folgte ein heftiger Schlagaustausch. Ventox war aufgrund seiner Statur, seiner Jahre langen Kampferfahrung und seinen zwei Lichtschwertern Kaito im Kampf überlegen, doch Kaito kannte Ventox Schwächen, genau wie er seine kannte und fokussierte sich daher auf seine Machtkräfte. Kaito schaffte es Ventox immer wieder mit Machtblitzen abzuwehren, doch Ventox wurde dadurch bloß immer wütender und hämmerte auf Kaito mit beiden Lichtschwertern ein. Kaito versuchte sie zu blocken, indem er seine Lichtschwert wagerecht vor sich hielt, doch er konnte dieser Kraft nicht mehr lange standhalten. Er viel auf ein Knie und versuchte sich weiterhin zu schützen, doch als Ventox sein Lichtschwert traf und es zerstörte, hob er Kaito mithilfe der Macht an und stach ihm das Schwert in den Rumpf. Alle Mitglieder der Chaos Dragons, inklusive Dhishasem sprangen auf oder starrten den zu Boden fallenden Anführer empört an. Der Schock war groß, als allen klar wurde, dass Kaito den Kampf verloren und sie nun ihren Anführer verloren hatten. Gahed zog seine Lichtschwerter und sprang auf Ventox zu, doch Tholdurn sprang dazwischen und wehrte den Schlag mit seinem Schwert ab. Als Lord Garren und die anderen Loyalisten gerade auf Ventox und seine Anhänger los gehen wollten, streckte Dhishasem seine Hand aus und nahm kurzzeitig alle in den Machtgriff die sich bewegten. Er hielt sie an, sodass sie sich nicht länger bewegen konnten, während er mit dunkler lauter Stimme rief: "Es reicht!" Widerwillig verstauten alle ihre Waffen. Als die Meisten den Thronsaal verließen, um die Situation erstmal zu verdauen, trat Dhishasem auf den Leichnahm seines Bruders zu. Er viel vor ihm auf die Knie und auch wenn er an jenem Tag nicht erwartet hätte, dass Kaito, sein Bruder das Leben verliert, so hatte er es irgendwie geahnt. Er fand nie, dass er ein schlechter Mensch gewesen ist, doch seine mangelnde Kompetenz und seine Selbstsicherheit, haben ihn letzten Endes zum Scheitern verurteilt. Es war ein prägender Tag, für alle Chaos Dragons...

    Auflösung des Bundes

    Die Fronten zwischen den Mitgliedern des Bundes hatten sich nach Kaitos überraschenden Ableben weiterhin verhärtet. Immer wieder brachen kleinere Kämpfe zwischen den ehemaligen Rebellen und Kaitos Loyalisten aus, die zumindest Verletzungen mit sich brachten. Der Leichnam des ehemaligen Anführers, wurde bis auf weiteres in Thawns medizinischer Station untergebracht und von Exest genauer untersucht. Fraglich war für einige nach wie vor, warum Kaito so plötzlich verstarb und was es mit seinem merkwürdigen Verhalten in den letzten Wochen und Monaten auf sich hatte. Dhishasem und seine Freunde taten ihr Möglichstes, um den Bund noch im Ansatz aufrecht zu erhalten, doch für Zukunft denkende Personen war schnell deutlich, dass dies nun das Ende bedeuten würde. Darth Voltis bat um ein persönliches Gespräch mit Dhishasem und unterrichtete ihn dahingehend, dass er dem Imperium laufend Informationen zugetragen hatte und nach den neuesten Entwicklungen nun bestätigt wurde, dass die Finanzierung und Unterstützung seitens des Imperiums eingestellt werden würde. Dhishasem war nicht sonderlich überrascht, da er ohnehin ähnliches vorgeschlagen hätte, wenn es weiter so gelaufen wäre. Es waren nun knapp drei Tage vergangen, seit Kaito sein Leben verlor und Exest mit dringlichen Neuigkeiten in Dhishasems Gemächer kam. "Du solltest dir das dringend mal ansehen, nimm die denen du vertraust und kommt in die Medistation.". Dhishasem sammelte verdutzt seine Einsatztruppe, zusammen mit Zha'hadum und Tholdurn und folgte Exests Anweisungen. Als sie bei ihm eintrafen, stand Exest nachdenklich vor der Leiche und schaute dann zu ihnen hoch. "Er ist nicht tot..." sagte er mit ernsten Worten. Alle schauten ihn verwundert und empört an, da keiner von ihnen Begriff wie das sein konnte. Exest verstand selbst nicht genau wie es geschah und was genau passiert ist, doch die Verletzung war nicht tödlich. Der eigentliche Kampf den Kaito zu dem Zeitpunkt austrug fand nicht gegen Ventox stand, sondern in seinem Innern. Diesen Kampf schien er verloren zu haben, weswegen er unabhängig von der Verletzung ins Koma fiel. Es war nicht möglich von außen Einfluss auf seinen Zustand auszuüben, denn es lag nun an Kaito selbst, ob er es mit der Zeit schaffen würde seine geistliche Barrikade zu überwinden, oder ob er darin gefangen bleiben würde, bis sein Körper nicht mehr länger mithalten könnte. Dhishasem war zwiegespalten was das Thema betraf. Zum einen war er froh, dass sein letztes Familienmitglied, sein Bruder nicht tot war, doch er erinnerte sich ebenfalls an Tholdurn Vision, die ihm vor einiger Zeit zugetragen hatte. Er hielt die Vision nie für sonderlich wichtig, doch nun betrachtete er sie von einem anderen Standpunkt. Tholdurn hatte damals in seiner Vision einige Krieger gesehen, die Seite an Seite gegen einen bislang unbekannten Feind kämpften. Bekannte Personen waren dabei Dhishasem, Kaito, Tholdurn und Gahed. Das Bild verschwamm immer weiter, bis Tholdurn bloß noch eine Stimme schreien hörte. Es war Dhishasems Stimme, die mit lautem Klang Kaitos Namen schrie, ähnlich als wäre er gefallen. Kaito hatte sein Ende gefunden, zumindest glaubten dass alle bis vor wenigen Augenblicken, doch die Vision schien sich nicht auf seinen Tod zu konzentrieren. Natürlich war Dhishasem schockiert, als Kaito scheinbar sein Leben verlor, doch es betraf ihn bei weitem nicht so, wie es laut der Vision geschehen sollte.
    Die Nacht brach herein und das Schicksal über Kaitos Verbleib sollte am nächsten Tag gelöst werden. Als Dhishasem am nächsten Morgen seine Gemächer verließ, wurde er rasch von Zha'hadum aufgesucht, der ihm von Ventox Tod berichtete, sowie die Tode zwei weiterer Rebellen und einem Loyalisten Kaitos. Keiner von seinen Anhängern war aufzufinden. Da sie deutlich in der Minderheit waren und sich die Konflikte weiterhin verschärften hatten sie sich aus dem Staub gemacht, bevor es akuter wurde, obwohl es kaum noch steigerbar geworden wäre. Ein letzter Racheakt hatte in der vergangenen Nacht stattgefunden und hatte einige Mitglieder das Leben gekostet, wie dass des Anführers der ehemaligen Rebellen. Keiner außer Dhishasems Vertrauten wusste, dass Kaito noch lebte und nur in einem speziellen Koma lag, doch als er zur Krankenstation lief, fand er trotzdem einen leeren Tisch, auf dem Kaito zuvor gelegen hatte. Seine Anhänger haben seinen Körper mitgenommen und sind damit geflohen.
    Es bereite einigen Unwohlsein, die wussten das Kaito nicht tot war, denn was auch immer geschehen würde, es reifte zu einer immer gefährlicher werdenden Situation heran...


    Die Auszeit (3650-3645 VSY)


    Mysteriöse Morde

    Die Auflösung des Bundes erfolgte kurz nach dem Verschwinden einiger Mitglieder. Es war nun schon knapp ein Jahr vergangen, in dem Dhishasem mit seinen noch immer treuen Gefährten zurück nach Korriban ging, um dort dem Imperium von Nutzen zu sein. Ihre nie eingesetzten Schiffe, blieben über Tatooine in Stellung und wurden während der Abwesenheit Dhishasems auch nicht in Betrieb genommen. Khudos, Arrunias, Ivoseck, Exest, Jama, Zha'hadum und Teshahiro standen treu an seiner Seite und begleiteten Dhishasem auf seinen Wegen. Tholdurn gab sein Versprechen, dass auch er nach Korriban zurückkehren würde, doch zunächst hätte er selbst noch private Angelegenheiten zu klären, die seine Aufmerksamkeit erforderte. Es war nicht direkt Dhishasems Schuld, dass der Bund in die Brüche ging, doch Gewissensbisse plagten ihn, ob es nicht vielleicht ratsam gewesen wäre die Rebellion ohne weiteres zu unterbinden. Seine Freunde redeten ihm das schlechte Gewissen aus, denn durch Kaitos Verhalten war es immer nur eine Frage der Zeit, bis er gestürzt werden würde und somit war es unumgänglich. In der ganzen Zeit, die Dhishasem schon für das Imperium kämpfte und sein Leben gab, kam ihm diese Zeit am langweiligsten vor. Er hatte nichts worauf er noch hinarbeiten könnte. Seine Familie war beinahe ausgelöscht, außer Kaito, der kaum Überlebenschancen hatte und Venarous, von dem Dhishasem Jahre nichts mehr gehört hatte hab es keinen mehr, der sein Blut mit ihm teilte. Seine Lebensgefährtin war tot und nun sackte er immer weiter in die Verwahrlosung hinein. Den Großteil seiner Zeit verbrachte er in der Bibliothek und las Schriften alter Kriege und Schlachten. Es faszinierte ihn, wodurch das Imperium zu der Macht geworden war, die es mittlerweile darstellte, doch eines Tages stieß er auf eine merkwürdige Aufzeichnung.
    "Wir schreiben das Jahr 3661 VSY. Die Unterstützung von guten Ausbildungsorten war notwendig, daher wurden wir mit insgesamt 20 Mann nach Rhelg geschickt, um dort Vorräte abzuliefern. Als wir ankamen begrüßte uns eine mysteriöse Gestalt. In schwarz gehüllt und mit einer dunklen Aura. Wir Soldaten wurden angewiesen uns an einen Lord zu wenden, der die Aufarbeitung der Akademie leitete. Es stellte sich uns Verbündeter vor. Wir gehorchten seinen Befehlen und fragten nach dem kommandierenden Lord. Seine Antwort ließ nichts Gutes erahnen, denn er sagte bloß, er sei nicht hier. Ehe wir uns versahen griff er unsere Einheiten an. Er streckte bloß seine Hand aus und verbrannte uns beinahe vollständig mit violetten Flammen. Die verbleibenden Gefährten sind mit mir zum Shuttle geflohen. Als wir gerade abheben und den Vorfall melden wollten, stellte sich uns ein Lord Dhishasem Gaaias vor und hieß uns herzlich auf Rhelg willkommen und nahm mit Freude unsere Güter entgegen.". -Ende des Protokolls
    Dhishasem ließ seine Hände auf dem vor ihm stehenden Tisch nieder und schaute geschockt in die Bücherregale, die in seinem Sichtfeld standen. Er erinnerte sich an die verdutzten Gesichter der Imperialen damals, doch er hatte sich nie erklären können was sie so schockiert haben musste. Es gab nicht viele, die in Frage kommen konnten, da die violetten Flammen nur von Mitgliedern der Bruderschaft genutzt werden konnten. Als er gerade aufstehen und die Bibliothek verlassen wollte stand ihm plötzlich eine bekannte Person im Weg. Es war sein Onkel Venarous. "Es ist lange her." sagte er so trocken, wie er nun mal war. "In der Tat Onkel, wo wart ihr die ganzen letzten Jahre?" "Du hast mich nicht gebraucht, nur deswegen bin ich nicht gekommen, du bist inzwischen stärker geworden, so stark, dass ich für dich überflüssig geworden bin.". Dhishasem schaute ihn an, als ob es lediglich auf Hilfe ankäme, die Venarous ihm zu bieten hatte. "Sag mir, weißt du etwas von dem Angriff gegen die Imperialen vor all den Jahren? Ich habe gerade eine Aufzeichnung gelesen, in der..." "In der Tat." unterbrach ihn Venarous. "Ich war es.". Dhishasem ging einen Schritt zurück und betrachtete seinen Onkel mit einem verständnislosen Blick. Als er gerade anfing nach dem Grund dafür zu fragen unterbrach ihn die Bibliothekarin und fragte: "Entschuldigen Sie mein Lord, doch mit wem genau sprechen sie da?"...

    Unheilvolle Visionen

    Weitere Monate vergingen, in denen Dhishasem versuchte mit dem Schock umzugehen. Venarous, sein Onkel gab es nicht. Es hatte ihn nie gegeben, ausschließlich in Dhishasems Gedanken. Oft hatte er sich darüber in den letzten Wochen mit seinen Freunden unterhalten, die diese Seite bereits an ihm festgestellt hatten. Sie haben ihm nie etwas erzählt, da sie die Befürchtung hatten es könnte dadurch nur schlimmer werden. Jetzt war die Wahrheit endlich ans Licht gekommen, doch die Ursache dafür war bislang nur durch Mutmaßungen begründbar. Die Wahrscheinlichste bestand darin, dass die Macht, die Dhishasem aus dem Datacron zog ihre Spuren hinterlassen hatte. Beim ersten Kontakt mit dem Objekt kam es zu einer Art Entladung. Alle gespeicherten Seelen, die noch darin gefangen waren, besiedelten Dhishasems Geist und zerrissen ihn teilweise. Welche Auswirkungen genau das auf ihn auch noch künftig haben würde, blieb unklar. Keiner den er fragte hatte außer Venarous noch andere unbekannte Seiten an Dhishasem entdeckt, auch wenn das nicht bedeutete, dass es so bleiben würde.
    Die Zeit auf Korriban war wenig abwechslungsreich, der Alltag unterwarf alle ehemaligen Elite Mitglieder der Chaos Dragons und nur selten gab es Missionen, die ihre Fähigkeiten bedurften. Dhishasem begann zunehmend mehr seinen Geist weiter zu erforschen. Durch intensivierte Meditationen und Erkundung seines Ichs gelang er an einen tief emotionalen Punkt, der all das freilegte, was sich im Laufe der Jahre in ihm zusammengestaut hatte. Alle Emotionalen Tiefschläge, jeder Verlust, jede schockierende Entdeckung, alles prasselte auf ihn ein, als würde er es gerade das erste Mal durchleben. Es machte ihm immer mehr zu schaffen und bevor er fürchtete die Kontrolle über sich zu verlieren, nahm er sich eine Auszeit, um etwas für sich alleine zu sein. Den ganzen Stress und die ganze Verantwortung einfach mal vergessen und einfach nur in Stille und Frieden einen Moment verweilen. Kein Ort schien ihm dafür besser geeignet als Yuveria. Dort angekommen suchte er den abgelegensten Ort auf den er kannte, die Höhle, in der Dhishasem uns Lamahra ihre Verbundenheit feierten. Es hatte sich seitdem kaum etwas verändert. Durch die extreme Kälte und der Verborgenheit dieses Ortes konnten weder die Vegetation, noch andere Organismen diesen Ort verändern. Er hatte sein Schiff in einer naheliegenden Höhle gelandet, in der es niemand finden sollte, sodass er ungestört mit seinem Geist arbeiten konnte. Auch um Proviant musste sich Dhishasem keine Sorgen machen, da er genug für einige Monate dabei hatte.

    Kaito rannte mit seinen Verbündeten in Richtung Ausgang, doch das Gebäude brach schneller zusammen als angenommen. "Komm jetzt Bruder! Wir haben keine Zeit mehr um hier zu bleiben!" schrie Kaito zu Dhishasem. Er trottete langsam hinterher, in den Armen einen Leichnam, der nicht direkt zu identifizieren war. Hinter ihnen kamen die Feinde immer näher, man hörte ihre Stimmen, ihr Geschrei, denn einige von ihnen schafften es nicht schnell genug raus und verbrannten in den violetten Flammen. Der Ausgang war deutlich zu erkennen, doch Dhishasems Beine erschlafften zunehmend und er fand kaum Kraft weiter zu laufen. Kaito hatte den Ausgang nun fast erreicht, bis der Leichnam plötzlich von Dhishasems Armen fiel und anfing zu husten und zu keuchen. Er drehte die am Boden liegende Person rasch um und blickte in Lamahras Gesicht, die zwar kaum bei Bewusstsein war, aber dafür lebte. Er konnte sein Glück kaum fassen und hielt sie so fest er konnte, während er seine verbliebende Kraft nutzte um sich wieder aufzurappeln. Fröhlichkeit und Hoffnung liefen ihm sichtbar durch den Körper und beinahe hatte er es geschafft, er war fast am Ausgang angekommen. Gerade als er in die Nacht des sandigen Planeten treten wollte stellte sich sein Bruder ihm in den Weg. "Du enttäuscht mich." sagte er bloß und stieß Dhishasem gemeinsam mit Lamahra in die Reihe der Feinde, die sie nun erreicht hatten. Das Gebäude fiel kurz darauf in sich zusammen und Dhishasem erwachte...
    Er wusste nicht genau was solche Visionen sollten, die sich ihm immer wieder auf verschiedenste Arten zeigten, doch irgendwas mussten sie bedeuten. Die Visionen die er beim Meditieren verstärkt sah, wandelten sich schnell in Albträume, von denen er nachts aufwachte und keuchend nach Atem ring. Er war so aufgelöst und unsicher wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr, bis hin zu jenem Tag, an dem sich ihm eine weitere Vision offenbarte. Es waren eher vereinzelte Bilder, die Dhishasem erkennen konnte, viele ergaben für ihn keinen Sinn, doch einige konnte er behalten.
    Die Flagge des Imperiums brannte, alles brannte als sein Blick über Korriban und plötzlich über Dromund Kaas wanderte. Die Stühle, in denen normalerweise der Rat der Sith saß, waren leer und teilweise zerstört. Eine Flotte war im Orbit zu erkennen, Schiffe die er nicht identifizieren konnte, da sie zu keiner ihm bekannten Fraktion gehörten. Seine Gedanken reisten plötzlich nach Yuveria, wo ganze republikanische Schlachtschiffe die Planetenoberfläche zierten, gepaart mit toten Soldaten, die die Wege Pflasterten. Das Letzte an das sich Dhishasem erinnern konnte, war ein fremdes Wappen, was sich stolz über Korriban legte und es unter sich begrub.
    Dies war kein Alptraum, sondern eine Botschaft, eine Art der Vorhersehung. Schon knapp ein Jahr lebte Dhishasem nun in dieser Höhle und nun war der Zeitpunkt gekommen, an dem er wusste, was er zu tun hatte...

    Suche auf Thession

    Auch wenn Dhishasem knapp ein Jahr auf Yuveria verbracht hatte, so stand er immer wieder in Kontakt mit seinen Freunden. Manchmal hörten sie Wochenlang, oder sogar einen Monat nichts von ihm, doch früher oder später hielten sie sich gegenseitig auf dem Laufenden. Es hatte zwar seine Zeit gedauert, doch er wusste nun, welches seine nächste Aufgabe sein würde. Es war nicht eindeutig, was der Traum ihm zeigen wollte, doch einige Fragmente dieser Vision, wiederholten sich inzwischen beinahe jede Nacht. Dhishasem erzählte Khudos, Arrunias und den Anderen davon. Sie nahmen ihn selbstverständlich ernst, doch auch sie wussten nicht genau, wie sie mit diesen Informationen nun umgehen sollten. Dhishasem befahl ihnen sich nach den übrigen Chaos Dragons umzusehen, er würde sich auf die Suche nach Leotox und Tholdurn machen.
    Nach Leotox Verschwinden, gab es kaum Anhaltspunkte nach denen man gehen konnte, um ihn ausfindig zu machen. Er verließ Yuveria und kehrte nach Tatooine zurück. Einige der Chaos Dragons waren in der Nähe geblieben, einige sogar im Quartier und hatten auf die Rückkehr Dhishasems gewartet. Andere hingegen sind ihren eigenen Weg gegangen und haben sich in der Galaxis verteilt, so auch Tholdurn. Er wusste zwar ungefähr wo sich Tholdurn zu der Zeit aufhielt, von Leotox war jedoch immer noch keine Spur. Er begann sich zu erkundigen und nahm die Überwachungsaufnahmen, um zumindest etwas zeigen zu können, wenn er jemanden nach Leotox fragte. Wirklich viele Hinweise gab es nie, doch im Laufe der Tage und Wochen wurde Dhishasem auf den Planeten Thession geschickt. Dieser Planet war insbesondere für Unterweltkartelle bekannt und wurde von einer unbekannten Person kontrolliert. Niemand wusste genau, wer diese Person genau war, doch es hieß, als würde sie auf diesem Planeten alles beobachten und wüsste zu jeder Zeit wer sich dort aufhielt . Dhishasem reiste nicht als Imperialer, sondern als neutrale Person, um möglichst nicht aufzufallen, was ihm nicht immer ganz gelang. Die großen Nachtclubs oder Kasinos hatten immer Bereiche, in denen man auch Söldner anheuern konnte, sei es für Attentate, oder Informationsbeschaffungen. Einen solchen Söldner konnte Dhishasem im Augenblick gut gebrauchen, da er durch seine längere Abwesenheit nicht auf dem aktuellsten Stand der Dinge war und es dauern würde, bis er es wieder wäre. Er landete sein Schiff auf dem Flugplatz, der am Rand einer größeren Ortschaft lag. Sowas wie großartige Zivilisation gab es hier kaum, nur einen großen Palast und herumstehende Hütten, in denen Schwarzmarkt Produkte verkauft wurden, oder einige Personen lebten. Der Palast war an einen Fels gebaut und war das prunkvollste, was der Ort zu bieten hatte. Nicht vergleichbar mit den großen Tempeln des Imperiums oder des Hutten Kartells, aber dennoch beachtlich. Auf dem Weg in den Tempel überlegte sich Dhishasem die bestmögliche Strategie, um nicht zu viele Informationen über sich oder seine Intentionen bekannt zu geben. Er wusste, dass Lichtschwerter oder bekannte Personen von Imperium oder Republik hoch auf dem Schwarzmarkt gehandelt wurden. In seinen schwarzen Umhang gehüllt, betrat Dhishasem diese Art Festung und hörte bereits die laute Kantinamusik, die einige Meter weiter ihren Ursprung hatte. Eine riesige Kantina, mit noch mehr Besuchern, war was er vorfand. Es gab hier keinen Boss, zumindest konnte man es keinem ansehen, lediglich viele Personen, die an den Spieltischen saßen, an der Bar Drinks bestellten, oder tanzten. Jede Kantina in diesem Ausmaß, verfügte über eine Liste mit den meist gesuchten Verbrechern. Entweder weil es ein Sport für einige Söldner war sie auszuliefern und das Kopfgeld zu kassieren, oder sie anzuwerben, um mit ihnen gemeinsame Sache zu machen, oder aber einfach als Warnung für Gäste. Diese Listen waren von Sytem zu Sytem unterschiedlich, meistens bezogen sie sich auf Personen, die ganz in der Nähe gesehen wurden. So oder so bemühten sich immer wieder Einige, sie ausfindig zu machen. Als Dhishasem sich an die Bar setzte und sich einen Drink bestellte, sah er eine Solche Liste, an der Wand hinter der Theke hängen. Es war eine große Leuchttafel auf denen die Top zehn gesuchten Personen standen, zusammen mit den nötigsten Informationen, die man über sie hatte. Diese Liste beschrieb selbstverständlich nicht die meist gesuchten Verbrecher im Sinne von Politikern oder Kartellbossen, sondern nur die größten Killer und Terroristen. Er überflog nur kurz die Liste, auf der Namen standen wie: Charlie Hyram, Dseyne Faar, oder Lyssop Crane. Auf Platz eins jedoch war eine skurrile Person. Sie hatte keinen richtigen Namen, auch kein Bild, lediglich einige Verhaltensweisen, an denen man sie eventuell erkennen kann. Die Anzeige beinhaltete:

    Bezeichnung: Nightmare
    Verhaltensweise: Schwattenwesen. Greift ohne erkennbare Motivationen und Ambitionen nach Belieben an. Opfer werden meist auf animalische Weise verstümmelt.
    Bilder: /
    Zuletzt gesehen: /
    Alter/Rasse: /
    usw...

    Dhishasem wusste nicht was er davon halten sollte, doch bevor er die Chance bekam sich genauere Gedanken zu machen, wurde er von der Seite angesprochen. "Was brauchst du?", fragte ein fremder Söldner, der sich neben Dhishasem gesetzt hatte. "Informationen" entgegnete Dhishasem kurz und trocken. Sein Sitznachbar war schon ordentlich angetrunken und strahlte eine aggressive Aura aus. "Für beschissene Informationen bin ich nicht zuständig, dämlicher Idiot. ich bin Kopfgeldjäger, also gib mir Arbeit mit der ich was anfangen kann.". Da Dhishasem nicht auf unnötige Konfrontationen setzen wollte, ignorierte er den Ende zwanzig Jahre alten Söldner und widmete sich wieder seinem Drink. Als der Söldner gerade mit seiner Flasche ausholen und Dhishasem schlagen wollte, fing eine fremde Hand den Arm ab und stieß den Betrunkenen mit einer beiläufigen Bewegung zu Boden. Der Söldner wollte gerade lautstark rebellieren und seinen Blaster ziehen, doch als sich der Fremde zu ihm umdrehte, stand er nur schnell auf und lief nach draußen. Der Fremde hatte nun den Platz neben Dhishasem eingenommen und schwieg, während ihm ein Drink hingestellt wurde. Man konnte sein Gesicht nicht erkennen, da er eine Maske trug. Genau wie sein restliches Outfit, war alles einheitlich schwarz und ließ nicht genau erkennen ob und wie gut er bewaffnet war. "Informationen also." vernahm Dhishasem von einer leisen dunklen Stimme zu seiner Rechten. "Ja." antwortete er auch ihm sehr trocken, mit ein wenig Interesse. Der Fremde schaute Dhishasem weder an, noch machte er Anstalten angeheuert zu werden. "Wie viel wollt ihr, für das Ausfindig machen einer Person?" wollte Dhishasem wissen. Ein kurzes Schweigen erfüllte die seltsame Konversation. "Ich nehme keine Bezahlungen entgegen." war die Antwort des Fremden. Dhishasem schaute jetzt verdutzt nach rechts und nahm anschließend einen großen Schluck seines Drinks. "Ich arbeite aus Interesse, nicht aus Profitgründen." fügte sein Sitznachbar hinzu. Solch einen "Söldner" hatte Dhishasem noch nie gesehen, die typische Profitgeilheit und die Versessenheit auf das Geld was viele -wenn nicht sogar alle Anderen- hatten, schien bei diesem Mann komplett nicht vorhanden zu sein. "Ich suche einen Leotox Kratory, könnt ihr mir helfen?" fragte Dhishasem nun leicht erwartungsvoll. Der Fremde schob daraufhin seinen Drink (den er wegen seiner Maske nicht getrunken hatte) zu dem Sith und stand auf. Er blieb kurz stehen und sagte: "Wir treffen uns bei eurem Jäger, Sith."...

    Mobilisierung der Verbündeten

    Der Mysteriöse Fremde stellte sich Dhishasem gegenüber als "Jeams" vor. Ob dies sein einziger und vollständiger Name war, interessierte Dhishasem erst einmal wenig, denn er hatte dringlicheres im Sinn. Jeams war niemand der direkt viel redete, er verschaffte sich erstmal einen Eindruck seines Gesprächspartners und gab dann ab und an und kaum zu erkennende Informationen über sich preis. Dhishasem hatte ihm von seinem Vorhaben erzählt , dass er nach einem alten Freund suche, der sich in der Nähe dieses Sytems aufhalten sollte. Durch Jeams erfuhr er, dass diese Informationen tatsächlich keine Gerüchte waren, sondern sich hier vor einiger Zeit wirklich ein Kraytory aufgehalten haben soll. Jeams verriet nicht woher er diese Informationen hatte und genauso wenig, warum er gewollt war Dhishasem zu unterstützen, doch seine Hilfe war für ihn erstmal alles was zählte. Getrieben von der Vision, die nun auch Tagsüber einen Weg in Dhishasems Verstand fand, packte ihn allmählich die Hektik, obwohl er ansonsten eine recht ruhige Person war. Jeams beteuerte, er könne auch alleine weiter suchen und melde sich bei ihm, sobald er neue Informationen zum bekanntgeben hatte. Es war schon etwas seltsam, denn normalerweise war Dhishasem den Meisten gegenüber skeptisch, oder unterstellte ihnen zumindest am Anfang böse Absichten, da ihm seine Vergangenheit diese Herangehensweise nahe gelegt hatte, doch bei diesem Unbekannten, hatte er keine große Skepsis. Er vertraute ihm intuitiv genug, um ihn alleine weiter machen zu lassen.
    Sein nächstes Ziel war es Tholdurn auf Rishi ausfindig zu machen. Als sich die Chaos Dragons auflösten und Dhishasems ins Exil ging, hatte er zumindest noch anfänglichen Kontakt mit Tholdurn. Er sagte ihm, er befände sich auf dem Piraten Planeten Rishi. Der Kontakt zwischen den Beiden wurde mehr und mehr unterbrochen, da Tholdurn vermutlich selbst viel zu tun hatte und Dhishasem sich nur über das Nötigste mit seinen Verbündeten austauschte. Er konnte Tholdurn nun aber nicht mehr über das Holokom erreichen, weswegen er keinen anderen Weg sah, als ihn auf Rishi zu suchen. Jeams hatte netterweise einen Kontakt angegeben, an den Dhishasem sich wenden konnte, wenn er jemanden auf Rishi finden wollte. Es dauerte nicht lange, bis er zu den letzten ihm bekannten Koordinaten Tholdurns gereist war und sich nach ihm erkundigte. Jeams Kontakt war nicht weit von der Stelle entfernt, an der Dhishasem sich befand. Er suchte ihn auf und bekam, beim erwähnen von Jeams Namen, direkt Informationen wo zuletzt etwas von einem Sith namens Tholdurn Dashan bekannt war. Als Dhishasem sich in sein Schiff begab und Kurs auf die neuen Informationen setzte, informierte er über den Langstreckentransmitter seine Freunde auf Tatooine. Er wies sie an, alle nach Tatooine zu rufen, er würde bald eintreffen und verkünden, was seine Visionen ihm gezeigt hatten. Seine Freunde folgten seinen Anweisungen und beendeten das Gespräch, um sich der Sache direkt anzunehmen. Als er nun an den Koordinaten angekommen war spürte er direkt, dass eine vertraute Person nicht weit weg war. Er ließ sich von dieser Intuition leiten und fand Tholdurn, an einem Strand sitzend wieder...


    Der Yuveria Bund (3645-3635 VSY)


    Ein neuer Plan

    Es war schon eine Weile her, dass sich die beiden Freunde gesehen hatten. Tholdurn begrüßte Dhishasem herzlich und stellte ihm seine Freundin Luna vor. Nach kurzen Plaudereien betonte Dhishasem die Dringlichkeit seines Besuches, woraufhin sie sich in Tholdurn Haus begaben. Zwei weitere Freunde Tholdurns, Teesk und Xenox warteten bereits im Haus. Es waren zwei Söldner und wie Dhishasem erklärt wurde, war Teesk Lunas Bruder und Xenox sein bester Freund. Dhishasem begann zu erzählen, die ganze Geschichte. Von seiner Vision, den immer wiederkehrenden Szenen in seinen Gedanken, dem damit verbundenen Gefühl und von seinem neuen Plan. Der Grund warum Dhishasem nun also nach Rishi gekommen war, war um Tholdurn für einen neuen Bund zu rekrutieren. Dieser Bund war noch nicht offiziell und auch das Imperium wusste nichts von Dhishasems Vorhaben, doch es sollte ihn nicht daran hindern ihn umzusetzen. Nachdem Tholdurn zu verstehen schien wie ernst es Dhishasem mit diesem Vorhaben war, sagte er seine Unterstützung zu, genauso wie die übrigen Zuhörer. In einer Woche wäre die große Verkündung im alten Quartier der Chaos Dragons, sagte Dhishasem seinem Freund noch zum Abschied. Falls er noch ehemalige oder neue Gesichter findet, die ihm nützlich vorkamen, solle er sie alle mitbringen, der neue Bund würde jede Unterstützung brauchen.
    Nach dem kurzen Besuch auf Rishi ging Dhishasem zu seinem Schiff zurück. Er öffnete die Zugangsbrücke und setzte sich anschließend erschöpft und nachdenklich ins Cockpit. Er hatte keinen Zweifel, dass es richtig war was er tat, jedoch missfiel ihm, dass er das Imperium verständigen müsste, um Unterstützung zu erbitten. Er hatte Freunde, die bereit waren ihm zu helfen, doch es war schwer zu formulieren was geschehen würde. Es war lediglich eine Vorahnung und manche, wenn nicht sogar viele, würden daran zweifeln, ob Dhishasems Vision überhaupt ernst zu nehmen war. Er setzte Kurs auf Tatooine und kontaktierte in der zwischen Zeit Jeams:
    "Wie sieht es aus, hast du etwas neues gefunden?". "Den Informationen zufolge ist Leotox Kraytory vor einiger Zeit verschwunden. Er wurde nach Thession nirgends mehr gesehen. Es wird sehr lange dauern, wieder eine brauchbare Spur zu finden." antwortete Jeams. "Dafür haben wir vorerst keine Zeit, ich habe dir von meinem Vorhaben erzählt, wärst du bereit mit einzusteigen?" "Ich werde es mir mal ansehen. Wir sehen uns dort.". Mit diesen Worten beendete Jeams das Gespräch und Dhishasem blickte weiter in die schnell vorüberziehende Leere.
    Auf Tatooine angekommen, wurde er von seinen Freunden begrüßt und stellte sich vielen neuen Personen vor, die zusammengerufen wurden, um Dhishasems Vorhaben Gehör zu schenken. Die Woche verstrich wie im Fluge, immer wieder reisten einige von Tatooine in benachbarte Systeme um jemanden zu treffen, oder für letzte Erledigungen, bevor die Konferenz stattfinden sollte. Auch Tholdurn kam in der Zwischenzeit, mit alten Bekannten wie Pitt oder Cyphra. Jeams traf einige Stunden nach Tholdurn ein und somit waren sie zunächst vollständig. Dhishasem stellte sich in den alten Thronsaal nach ganz vorne. Er wusste wie es hier ausgesehen hatte, als Kaito den Kampf gegen Ventox verlor und seitdem hatte sich kaum etwas verändert. die Fackeln im Saal brannten, die Mitglieder schauten erwartungsvoll in Richtung Thron und zu Dhishasems Linken und Rechten standen Khudos und Arrunias mit den Armen hinter dem Rücken verschränkt. Er machte einige Schritte nach vorne und blickte in die vor ihm liegenden Reihen. Mit ernster aber ruhiger Stimme begann er zu erzählen, weswegen alle hier waren. Ein Großteil wusste es bereits, denn dies war der Grund, warum sie überhaupt erst nach Tatooine gekommen waren. Vor ihm standen knapp 100 Zuhörer, die wissen wollten wie es weiter ging. Es dauerte nicht wirklich lange bis Dhishasem den Plan offenlegte, den er sich schon einige Zeit durch den Kopf gingen ließ. Er wollte einen neuen Bund eröffnen. Einen Bund, der dem Imperium dienen sollte, solange er konnte und insgeheim immer ein Auge auf neue Gefahren richtete. Er unterschied sich nicht großartig zu den vorigen Chaos Dragons, es war ein erneuter Zusammenschluss von Freiwilligen, um eine neue Elite zu Bilden und um auch in Zukunft Aufgaben zu lösen, die andere nicht schafften.
    Die Zustimmung für diesen Plan war groß, viele - vor allem die, die Dhishasem bereits kannten - freuten sich, die alten Zeiten wieder neu aufleben zu lassen. Auch wenn nicht jeder von den Visionen Dhishasems voll und ganz überzeugt war, so hatte dieser Bund auch ohne ihre Gültigkeit einen Sinn. Einen Sinn, für den die Mitglieder kämpfen würden...


    Ein neues Zuhause

    Die Zustimmung des Imperiums für ihr Vorhaben war unverzichtbar. Darth Voltis bürgte für Dhishasem und legte ein gutes Wort für seine Führungsqualitäten ein. Nach einigen Gesprächen willigte das Imperium ein und Dhishasem erbat um ein neues Hauptquartier. Es sollte auf Yuveria gebaut werden, da ihn viel mit diesem Planeten verband und er abseits genug lag, um in Ruhe operieren zu können. Der Bau des neuen Quartieres sollte nun also beginnen. In der Zwischenzeit lebten sie weiterhin in dem alten Gehöft auf Tatooine und verbrachten ihre Zeit mit dem Kontaktieren von Verbündeten. Es dauerte eine ganze Weile, bis sie erneut vom Imperium kontaktiert wurden, doch dann endlich gab es die ersten Missionen für sie. Anfangs begleitete Dhishasem beinahe jede Mission, doch als sich genügend Mitglieder angesammelt hatten, verteilte er zusammen mit Jeams die Aufträge und fing an ähnliche Gruppen wie zu den Chaos Dragons Zeiten zu strukturieren. Tatooine war einigen sehr ans Herz gewachsen, sie mochten die Wärme, die Vertrautheit und die Erinnerungen. Andere jedoch nicht. Sie brachten es mit dem Scheitern und mit Verlust in Verbindung. Auch für Dhishasem war es nun eine Geste des Loslassens, es wurde Zeit weiter zu machen und nicht an der Vergangenheit zu hängen. der Umzug begann allmählich. Die ganze Einrichtung wurde mehr und mehr nach Yuveria Transportiert und somit neigte sich ihre Zeit auf Tatooine dem Ende. Auch Dhishasem räumte seine Gemächer leer. Er ließ sie in sein Schiff stellen und brachte sie selbst nach Yuveria, da er den Sarg von Lamahra niemals einem anderen anvertraute. Er begutachtete vor Ort den Fortschritt des Baus. Er stand vor dem großen Bauwerk und blickte in die Gegend. Wie beinahe immer war es Nacht, der Sternenhimmel war klar und deutlich zu erkennen. Auf Yuveria tobten inzwischen keine Konflikte mehr, die Republik hatte den Kampf gegen das Imperium auf diesem Planeten verloren und zog sich zurück. Genau wie die Republik zog sich auch Calyphagus damals zurück, doch hier lernte Dhishasem ihn kennen, ganz genauso wie Lamahra. Seine Gemächer waren mit die ersten Räume, die fertig waren. Er richtete sich als erster ein und begutachtete einen kleinen geheimen Raum, den er sich hat einbauen lassen. Er hob mithilfe der Macht Lamahras Sarg dort hinein und schloss ihn anschließend wieder. Sein Meditationsort war nach einigen Tagen wieder voll eingerichtet. Zurück auf Tatooine machten nun beinahe alle Mitglieder ihre Schiffe einsatzbereit, um in die neue Heimat zu fliegen. Tholdurn und seine Verbündeten, genauso wie Voltis oder Zha'hadum kannten den Planeten noch nicht. Dhishasem hatte zwar immer wieder etwas über ihn erwähnt, doch es wäre das erste Mal, dass sie ihn betreten würden. Dhishasem gab den Befehl zum Aufbruch und die ersten Schiffe starteten. Jeams hatte bereits am Vortag die Flotte über Yuveria positioniert und sich seine eigenen Gemächer eingerichtet, sowie ein kleines Büro. Alle Befehlshaber die bereits für die Zukunft feststanden, hatten ihre eigenen Gemächer, wie z.B. auch Voltis oder Pitt. Arrunias und Khudos kannten den Planeten bereits und fühlten sich auch früher schon sehr wohl dort. Sie waren gemeinsam mit Dhishasem nach Yuveria gereist und hatten sich das Quartier direkt neben seinem eingerichtet. Jedem von den Beiden genügte ein Raum. Sie hatten nie mehr gebraucht und würden es auch nie.
    Nun stand Dhishasem mit Tholdurn, Arrunias, Khudos, Zha'hadum, Voltis, Teshahiro, Pitt, Exest, Jama und Ivoseck vor ihrer alten Herberge und begutachteten sie zum Abschied noch einmal. Das Imperium hatte keine Verwendung für dieses Gebäude. Es würde leer bleiben und diente von nun an als Rückzugsort für den baldigen Bund. Auch sie brachen nun nach Yuveria auf. Dort angekommen versammelten sich die knapp 80-100 Loyalisten im Thronsaal, der sich von dem alten auf Tatooine kaum unterschied. Dhishasem trat als letzter ein und setzte sich auf den vorne stehenden Thron. Seine höchsten Verbündeten neben ihm. Er blickte zufrieden in die Reihen, wie er es vor einigen Monaten getan hatte.
    "Ihr wisst alle warum wir hier sind." eröffnete er seine Ansprache. "Ob ihr nun meinen Worten Glauben schenken wollt oder nicht, ihr seid hier und dass ist das Einzige, was für mich zählt. Ihr wollt nun an meiner Seite und an der Seite eurer Brüder und Schwestern in eine gemeinsame Zeit treten, in der wir einander beistehen und dem Imperium unseren Dienst erweisen. Aus diesem Grund rufe ich, Dhishasem Gaaias, am heutigen Tage den Yuveria Bund aus..."


    Mission auf Novus Prime

    Der Yuveria Bund operierte anfangs als teil- privatorganisation. Es war jede Menge Papierkram zu erledigen und viele Gespräche mussten noch geführt werden, bis sich das Imperium bereit erklären würde, mehr derartige Aufträge an den Bund zu übertragen. Aus diesem Grund erledigten sie Aufträge für jede Art von Auftraggeber, solange Dhishasem diese Missionen vertreten konnte. Das Wichtigste dabei war zunächst die Bezahlung. Bis sie imperiale Fördermittel erhalten würden, mussten sie sich selbst über Wasser halten und das ging nun mal am leichtesten, in dem sie ihre Fähigkeiten anboten. Jeams war zu einer Art organisatorischer Instanz geworden, er nahm alle Aufträge entgegen, kontrollierte den Zuwachs von Mitgliedern und setzte sich immer wieder mit seinen Kontaktleuten auseinander, um weiterhin mit Informationen dienlich zu sein. Seit Dhishasem ihn auf Thession erstmals begegnet war, waren die beiden zu guten Freunden geworden. Er wusste nach wie vor nicht genau, was Jeams dazu bewegte sich so für ihre Sache zu engagieren, doch inzwischen ist es ihm beinahe egal geworden. Der Auftrag, den er nun Dhishasem vorstellte, beinhaltete im Großen und Ganzen ein Verhör. Der Auftraggeber wollte Anonym bleiben und suchte einen Schwarzmarkthändler, der aus dem Gefängnis wegen Kindermordes ausgebrochen war, um von ihm einige Informationen einzuholen. Es handelte sich dabei um verkaufe Wahre, die laut dem Auftraggeber von ihm gestohlen war. Die Details ließ Jeams aus, er wollte erst einmal die Zustimmung oder Ablehnung zu diesem Auftrag. Er akzeptierte, da die Bezahlung recht hoch war und er die Gelegenheit nutzen wollte, um eventuelle neue Mitglieder zu finden. Er stellte ein kleines Team zusammen, aus Teshahiro, Zha'hadum und Xenox. Sie planten für die Mission nicht viel Zeit ein, daher machten sie sich beinahe umgehend auf den Weg. Sie nahmen wie beinahe immer Dhishasems Jäger und steuerten den Planeten Novus Prime an. Der Planet war zum Großteil von Wäldern bedeckt und war beinahe immer bewölkt. Es war ein gutes Stück kälter als auf Tatooine, ungefähr mit Alderaan vergleichbar. Sie landeten in der Nähe einer größeren Stadt auf einem Flugplatz. Kann in der Nähe sollte sich der Flüchtige aufhalten. Xenox sollte mitkommen, da Teesk (einer von Tholdurns Freunden) meinte, er sei der beste Spurenleser.
    "Zeigt mir bitte nochmal das Bild von diesem Scharmbolzen." sagte er grinsend zu Dhishasem. Nachdem er das Bild mit einem kurzen Nicken begutachtet habe, aktivierte er sein Jetpack und flog davon. "Was machen wir nach der Mission mit ihm?" wollte Teshahiro wissen. "Bei diesem Vorstrafenregister, wäre es beinahe sinnvoller ihn direkt umzubringen, das Gefängnis ist ohnehin maßlos überfüllt." sagte Zha'hadum gleichgültig. "Das überlasse ich euch." entgegnete Dhishasem mit einem etwas gelangweilten Ton. Die drei irrten durch den Wald und folgten immer wieder kurzen Wegen oder Landstraßen, die sie nach einer Weile, zu einer alten großen Scheune führte. Kurz vor der Scheune wartete bereits Xenox. "Er ist dort drin, ich habe alles gecheckt, es gibt nur diesen einen Ein- und Ausgang." sagte er Stimmungsgelagen und zog amüsiert seine zwei Blaster. Zha'adum trat die Tür ein und Xenox schrie: "Hallo Hallo mein lieber Freund!". Ein etwas dicklicher Mann, Ende 40 saß erschrocken auf einem Stuhl und packte hektisch seine Sachen. Er schaute zur Tür und wollte gerade angsterfüllt weg rennen, als ihm auffiel, dass das Gebäude bloß eine Tür besaß. Dhishasem lehnte sich an einen Pfosten und überließ den Anderen das Vorgehen. Der Mann wollte sich gerade an allen vorbei schubsen, als Zha'hadum ihn mit einem Machtstoß wieder zurück in den Stuhl beförderte. "Na na na, warum willst du denn fliehen? Sobald du durch diese Tür rennst, würde ich dich erschießen und das wäre doch schade, wo du sooo viele nützliche Informationen hast, die wir brauchen." sagte Xenox mit seinem breitesten Grinsen. Er wollte gerade vom Stuhl aufstehen und die Flucht ergreifen, doch Xenox trat ihn wieder hinein. Entspannt nahm Dhishasem am anderen Ende des Tisches platz und sagte: "Nun, wir wollen einige Informationen von dir, es liegt nun an dir, wie es weiter geht.". Der Mörder stammelte vor sich hin, dass er nichts wüsste und keine Ahnung hat worum es ging. Teshahiro sagte ungeduldig: "Wie oft noch? Wir suchen das Jedi Holocron, dass du laut unseren Informationen verkauft hast, also wo ist es?" "Ich habe es getauscht." sagte er nun doch leise. "Wem hast du es gegeben?" fragte Teshahiro weiter. "Einem Mann namens Jyles Neesk." "Was hat er dir dafür gegeben?" schaltete sich nun Xenox mit ein. "Seine Tochter, ich hatte schon lange keinen Spaß mehr, daher hat er sie mir versprochen, es stellte sich aber heraus, er hat gar keine.". Er begann zu winseln und wollte unbedingt wieder nach Hause und kurz bevor Xenox ihn bewusstlos schlagen wollte, bekam der Mann einen Stein an den Kopf geworfen und kippte nach hinten vom Stuhl. Bewusstlos lag er auf dem Boden, mit einer sich bildenden Blutlache um seinen Kopf herum. Verwundert drehte sich Dhishasem um, als er auf einem Balken einen jungen Mann sitzen sah. "Ich würde ja um Verzeihung bitten, aber ich habe sein Gejammer nicht mehr ertragen.", sagte der Fremde mit einer amüsierten Art. Er sprang aus dem Dunkeln und stand vor Dhishasem. Es war Leotox Kraytory. Absolut fassungslos schaute Dhishasem zu seinem alten Freund, den er nun knapp sieben Jahre nicht mehr gesehen hatte. Die beiden umarmten sich freundschaftlich und dann begrüßten auch die Übrigen Leotox, da Teshahiro und Zha'hadum ihn noch von den Chaos Dragons kannten. Die beiden unterhielten sich eine Zeit lang, während der Befragte allmählich verblutete. Da sie jedoch die gewünschten Informationen hatten, gingen sie langsam wieder in Richtung Schiff. Es gab vieles was Dhishasem von seinem Freund wissen wollte. Wie hatte er sie gefunden? Wo war er die ganzen Jahre? Warum ist er abgehauen? Nun würde er genug zeit haben, all diese Fragen zu stellen und auch hoffentlich einige Antworten zu erhalten. Leotox stieg in sein eigenes Schiff und gemeinsam flogen sie in Richtung Hauptquartier...

    Ein dunkles Geheimnis

    Eine sowohl verwirrte, als auch eine positiv überraschte Begrüßung, erwartete Leotox, als sie wieder auf Yuveria eintrafen. Die, die ihn noch kannten, hatten ihn positiv in Erinnerung behalten und freuten sich über seinen erneuten Beitritt. Auch Leotox schien glücklich zu sein, viele der alten Gesichter wiederzusehen. Als sich der Trubel legte und Dhishasems alter Freund sein Quartier bezog, zog sich Dhishasem in einen der Aufenthaltsräume zurück, der von einer großen Glaswand geziert, das schönste Ambiente bot. Er setzte sich auf ein großes Rundes Sofa. In der Mitte des Sitzkreises, knisterte ein Feuer, während man auf der gegenüberliegenden Seite die Nacht Yuverias bewundern konnte. Nur an der Bar, waren kleine orangene Lichter an, die den Raum, gemeinsam mit dem Feuer zu einer angenehmen farblichen Wärme verhalfen. Die Sterne leuchteten durch die Glasfront und ein leichter Sturm brauste um das große Gebäude. Nachdenklich blickte Dhishasem ins Feuer. Das Treffen seines alten Verbündeten, wühlten in ihm viele alte Fragen auf, die er innerlich schon beinahe verdrängt hatte. Er erinnerte sich zurück an das Ende der Chaos Dragons, an den seltsamen Befall, der Kaito und Leotox zunehmend veränderte, an den scheinenden Tot Kaitos, an die erfolglose Suche nach Leotox und an den Untergang des Bundes. Warum war er nun wieder aufgetaucht? Fragte sich Dhishasem immer wieder. Was war los? Warum war er abgehauen und warum haben sie acht Jahre nichts von ihm gehört, wenn er doch nicht tot war? Bevor er sich weitere Fragen stellen konnte, der er selbst nicht zu beantworteten wusste, betrat Leotox den Raum. An diesem Abend war der Aufenthaltsraum recht leer. An den Nachbartischen und Sitzecken, konnte man kaum hörbares Stimmengewirr vernehmen und den Barkeeper, der ab und an Gläser zurück ins Regal stellte. Schweigend setzte sich der Söldner zu Dhishasem und schaute ihn nichtssagend an. „Was ist mit dir passiert?“ fragte Dhishasem nun, als würde er sich an die Vorkommnisse bloß noch wage erinnern. „Geht das auch etwas genauer?“ gab Leotox nun mit seinem üblichen sarkastischen Ton von sich, der Dhishasem von seinen düster werdenden Gedanken riss. „Du bist abgehauen. Ob gewollt oder ungewollt musst du mir schon sagen, ich weiß nur, dass wir dich die Jahre über nicht finden konnten und die Befürchtung hatten, du wärst durchgedreht.“. Leotox sah etwas unschlüssig aus, als hätte er große Mühe die passenden Worte zu finden, was ihm normalerweise nicht oft anzusehen war. „Ich weiß es selbst nicht genau, nur dass irgendetwas versucht hat mich zu kontrollieren… Ich hatte dauernde Blackouts und bin dann an irgendeinem anderen total verwüsteten Ort wieder aufgewacht. Meistens blutüberströmt und inmitten von entstellten Leichen.“. Die Frage warum Leotox also nicht wiedergekommen war, hatte sich zunächst erübrigt. Dennoch interessierte Dhishasem jetzt: „ Und nun hast du es geschafft, diese Aussetzer unter Kontrolle zu kriegen?“ wieder erfüllte eine kurze Pause das Gespräch. „Es hat einige Jahre gedauert, aber inzwischen kann ich es in so weit kontrollieren, dass es mich nicht mehr im Griff hat. Die Hexen von Mykr - eine insbesondere – haben mir dabei geholfen, mir der Macht bewusst zu werden und sie zu kanalisieren.“. Je mehr Fragen Leotox ihm beantwortete, desto mehr tauchten anschließend auf. Da er aber sah, dass sein Freund schon ziemlich geschafft war, reduzierte er seine Fragen auf ein Minimum. „Was genau war das für eine Macht, die dich da infiziert hat?“ fragte er, während er dem Barkeeper zeigte, er wolle zwei Drinks. Leotox schaute Dhishasem bloß stumpf an und zuckte mit den Schultern. "Ehrlich gesagt, hätte ich nicht gedacht euch alle wieder zu sehen.“ begann nun Leotox das Gespräch, während ihnen ihre Drinks (einen doppelten Renchcoat Whisky von Alderaan und eine blaue Milch) hingestellt wurden. „Die Anderen und ich, wurden von einem jungen Mann darum gebeten den, Zitat: - Fetten Bantatreiber -Zitat Ende, zu erledigen, der sich an einer Minderjährigen vergreifen wollte. Bei dem Vorstrafenregister gin der Mord, Verzeihung Dienst an der Gesellschaft, selbstverständlich aufs Haus. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass da plötzlich ein imperiales Kommando im Raum steht. Auch wenn mir der Stil von Zha’hadum und Xenox sehr zugesagt hat.“. Gelassen griff er nun zu seiner Milch und prostete Dhishasem zu, der sich nun ebenfalls zufriedener zu seinem Glas wandte…

    Rekrutierungsarbeiten

    Leben erfüllte mehr und mehr die Hallen des Hauptstützpunktes. Immer mehr neue Gesichter, tummelten sich in den Trainingsbereichen und zogen in die Wohnräume ein. Es waren nun schon zwei Jahre vergangen, seit Dhishasem den Yuveria Bund ins Leben gerufen hatte. Allmählich zog sich eine Hierarchie in dem Bund hoch. An der Spitze war als Oberbefehlshaber natürlich der Gründer des Bundes, Dhishasem. Seine höchsten Generäle waren Khudos und Arrunias. In dem Rat saßen jedoch auch: Pitt, Voltis und Zha'hadum, als zusätzliche hoch angesehene Offiziere und Berater bei wichtigen Entscheidungen. Viele von ihnen leiteten ebenfalls Ausbildungstruppen, oder trainierten ab und an die Neuankömmlinge. Selbstverständlich waren sie kein Ausbildungslager, aber dennoch trainierte jeder, mindestens einmal täglich, um in Form zu bleiben. Es gab immer weniger Aufträge, die Dhishasems Gruppe zu erfüllen hatte. Die vielen Elite-Truppen die sie nun zur Verfügung hatten, meisterten die Aufträge meistens mit Bravur.
    Durch die ganzen Aufträge, die sie für das Imperium ausführten, trafen sie auf immer mehr potenzielle Mitglieder, die sie anwerben und mit nach Yuveria bringen konnten. Schnell wuchs die Zahl der Mitglieder weiter und mit ihr der Zweifel an Dhishasems Visionen. Nicht alle wussten davon, die Meisten kamen nur wegen der Missionen, die für das Imperium in Angriff genommen wurden. Nur Jene, die bei der Gründung dabei waren, wussten von dem eigentlichen Sinn dieses Bündnisses. Allmählich begann auch Dhishasem an seinen Erinnerungen zu zweifeln. Hatte er alles richtig interpretiert? War eigentlich etwas ganz anderes gemeint? Oder war es tatsächlich bloß ein Albtraum? Er glaubte nicht an Zufälle und das würde sich auch nicht ändern, aber er konnte den Zweifel seiner Mitstreiter verstehen und er wünschte sich, dass sich dieser Zweifel auch bestätigen würde.
    Nichts desto trotz machten sie weiter und rekrutierten und erfüllten alles, was man ihnen vorsetzte.
    Dhishasem verließ eines Abends den Thronsaal und schaute der eisigen Landschaft entegen. Einige Sofa und Sessel standen draußen und boten einen besonderen Ausblick, auf die Weite und den Sternenhimmel Yuverias. Er hörte niemanden, denn alle waren entweder in ihren Gemächern, oder auf Missionen. Es war einer der seltenen Abenden, in denen Dhishasem etwas Zeit für sich hatte, bis er plötzlich bemerkte, dass Jeams hinter ihm stand. Er sagte wie so oft nichts und schaute gemeinsam mit Dhishasem einfach in die Gegend und auf die vielen kleinen Gebäude, die es inzwischen in ihrer Unterkunft gab,
    als Tholdurn gerade den Balkon betrat. "Dhi, wir müssen reden." sagte er etwas leiser, als er Jeams sah. Dhishasem drehte sich wieder aufmerksam um und forderte die beiden auf Platz zu nehmen. "Worum geht es?" fragte er geduldig. "Ich möchte keine falschen Befürchtungen dramatisieren, aber wenn sich deine Vision tatsächlich bewahrheitet, was genau tun wir dann?" "Darüber habe ich mir auch schon viele Gedanken gemacht. Wir wissen nicht mit welcher Macht wir es zu tun hätten und ob wir überhaupt in der Lage wären uns zu behaupten, aber wir werden tun was wir können, um unsere Sache zu Schützen.". "Hast du mal darüber nachgedacht mehr Schiffe in Auftrag zu geben? Ich weiß, dass wir einige über Yuveria positioniert haben, aber je nachdem wie schwer der Angriff ausfallen würde, könnte es nicht schaden noch ein paar mehr bauen zu lassen." , schlug Tholdurn vor. Auch Dhishasem war zu diesem Ergebnis gekommen, doch das Problem war, dass es dem Imperium an finanziellen Mitteln mangelte. Der Yuveria Bund benötigte kaum die Schlachtschliffe, die aus den Zeiten der Chaos Dragons hatten und das Imperium begeisterte sich nicht für stillstehende Kriegsgüter. "Wir könnten uns welche von der Republik leihen." sagte Jeams nun unerwartet aus der Dunkelheit, den man durch seine schwarze Rüstung allmählich kaum noch gesehen hat. "Wir könnten mit einem unserer Schiffe in republikanisches Gebiet vorstoßen und warten. Früher oder später werden uns Patrouillen oder Kriegsschiffe bemerken und uns angreifen oder evakuieren wollen. In dem Moment kommen wir mit der restlichen Flotte und Kapern das Schiff.". Dhishasem schaute nun nachdenklich zu Jeams. "Wir würden dem Imperium helfen, indem wir der Republik schaden und hätten unser zusätzliches Schiff, wenn nicht sogar einige mehr, wenn die neue Erfindung von Thawn funktioniert." Thawn war einer der Mitglieder, die die ganze Zeit über auf Dhishasems Rückkehr gewartet haben. Er hatte seinen Wert schon früh bei den Chaos Dragons unter Beweis gestellt, indem er einen neuen Energiegenerator für das Quartier errichtet hatte, der die Basis nach wie vor zuverlässig mit Energie versorgte. In Dhishasems Abwesenheit und in den letzten Jahren nach der Gründung, ist er selbstverständlich nicht untätig geblieben, sondern hat verschiedene Gerätschaften entwickelt, von denen sich nun eine besondere, sehr für das Vorhaben anbot. "Wovon genau sprichst du?" fragte Tholdurn nun auch nachdenklich. "Der Ionen Bombe." antwortete Dhishasem. Tholdurn begann langsam zu nicken, als würde er den Plan bereits als feststehend betrachten. "Sammle deine Einsatztruppe und schick Arrunias und Khudos zu mir, es wird Zeit unsere Flotte zu vergrößern.". Tholdurn ging zügig in das Gebäude zurück, aus dem er gekommen war. Dann wandte sich Dhishasem gen Jeams: "Finde du heraus, wann und wo wir am besten auftauchen sollten, um zwei bis drei Schiffe der Republik zu treffen. Ich spreche in der Zwischenzeit mit Thawn und frage nach seinen Bomben.". Jeams nickte ihm zu, erhob sich und ging mit seinem Holokom in sein Büro. Der Plan stand nun, sie brauchten mehr Schiffe und die Republik sollte sie ihnen zur Verfügung stellen...

    Flottenzuwachs

    Alle Vorbereitungen waren abgeschlossen. Dhishasem hatte sich mit seinen Generälen und Freunden beraten und alle willigten dem kommenden Plan ein. Thawn erklärte die Ionen Bomben für einsatzbereit und somit stand dem Plan nichts mehr im Wege. Jeams hatte die passenden Informationen erhalten können, am Abend sollten drei republikanische Kreuzer nahe des mystischen Planeten Voss patrouillieren, weit genug von Verstärkung entfernt, um angegriffen zu werden. In wenigen Stunden sollte es losgehen. Die Mission wurde von Dhishasem selbst angeführt. Mit dabei sollten Khudos, Zha'hadum, Arrunias, Teshahiro, Pitt und Leotox sein, als ranghöchste Offiziere und Spezialisten. Jeams würde den genauen Zeitpunkt kalkulieren, an dem er unter dem Kommando von Darth Voltis dazu stoßen, und die republikanischen Kreuzer in einem Zangenangriff einengen würde. Dhishasem und seine Einsatztruppe, würden auf einer kleinen imperialen Fregatte den Lockvogel spielen und so lange warten, bis einer der republikanischen Kreuzer, die Fregatte mit einem Traktorstrahl zu sich heran ziehen würde. Sind sie erst einmal an Bord, würde der Angriff beginnen und keiner von der Republik würde etwas mitbekommen. Dhishasem vertraute Tholdurn kurzzeitig die Führung des Bundes an. Ihm war klar, dass Tholdurn noch nicht viele Erfahrungen als Anführer hatte, doch seit jeher sah er etwas in diesem Jungen und er wollte wissen, ob ihm diese Aufgabe bereits gewachsen war.
    Einige Stunden bevor es losging, zog sich Dhishasem in seine Meditationskammer zurück und verschloss den Eingang. Er setzte sich in seine typische Meditationshaltung - dem Lotussitz ähnlich - und schloss die Augen. Er sah sie wieder. Die imperiale Flagge. Sie brannte, wie in allen anderen Visionen auch. Er konnte sich nicht aussuchen wo er in diesen Momenten hinblickte, alles geschah einfach, als würde sich ein Kurzfilm vor seinem Inneren abspielen. Grübelnd öffnete er langsam wieder seine Augen und schaute gen Boden. Als er seinen Blick kurz darauf etwas anhob, versteifte sich kurzzeitig alles in ihm und überrascht blickte er zu seinem Gegenüber.
    "Venarous, es ist lange her.". Sagte er nun mit angespannter, aber ruhiger Stimme. "Das ist es in der Tat." antwortete er. Venarous saß genau wie Dhishasem, auf der anderen Seite des Raumes. "Warum bist du hier? Ich dachte nach unserer letzten Begegnung hätte ich beschlossen dich nie wieder zu sehen...". "Nun, du kannst so viel beschließen wie du möchtest, doch wenn du mich rufst, komme ich." "Ich habe dich nicht gerufen." sagte Dhishasem nun etwas erzürnt. "Sonst wäre ich nicht hier." erwiderte Venarous ruhig. "Nun gut. Warum habe ich dich gerufen?" fragte Dhishasem nun etwas neugierig und gab sich geschlagen. "Du hast Angst. Nicht um dich, nicht um das Imperium und auch nicht um deine Freunde, aber du hast große Angst." "Angst wovor?" wollte er nun behaglich wissen. "Vor dir selbst.". Ein langes Schweigen erfüllte den Raum. Dhishasem wandte den Blick von Venarous ab und schloss seine Augen für einen kurzen Moment. "Warum sollte ich vor mir selbst Angst haben?" wollte er wissen, als sich plötzlich eine Dunkelheit über den Raum legte. "Du hast Angst vor deiner Macht, mein Freund." in diesem Moment schossen Erinnerungen willkürlich durch Dhishasems Kopf. Die ganzen Leichen, die er bei dem Gemetzel in der Akademie hinterlassen hatte. Seinen toten Vater. Die leblose Stadt und vor allem, Lamahra. Alle Erinnerungen und Emotionen bahnten sich ihren Weg in Dhishasems Verstand. Schmerzerfüllt fasste er sich an den Kopf und begann vor Schmerz zu stöhnen. Venarous stand auf und mit ihm verdichtete sich die umliegende Dunkelheit. "Du hast dieser Macht den Weg frei gemacht, du hast sie in Kauf genommen, du hast zu viele Opfer gebracht, um jetzt dagegen anzukämpfen." Mit lauter und schmerzerfüllter Stimme schrie Dhishasem: "Ich will diese Macht nicht! Ich habe nie um sie gebeten!" , nach wie vor mit seinen Händen am Kopf. "Und dennoch trägst du sie in dir. Ich habe versucht dir den Weg zu zeigen, doch wenn du ihn nicht beschreiten möchtest, dann ist das unser Ende." Venarous setzte sich wieder und die Dunkelheit verflog, zusammen mit Dhishasems Schmerzen. Erschöpft schaute Dhishasem sein zweites Ich an und versuchte zu begreifen, was er nun tun sollte. "Deine Macht ist keine Waffe. Sie ist eine Chance. Denke darüber nach und begreife endlich, dass du nicht an Zufälle glaubst..." . Mit diesen Worten verschwand Venarous und Dhishasem wachte aus seiner Meditation auf. Mit rasendem Puls stützte er sich ab und verließ langsam seine Gemächer. Nach einigen Minuten hatte er sich wieder etwas beruhigen können, doch bevor er sich mit der geschehenen Situation auseinandersetzen konnte, kam Khudos und erinnerte ihn daran, dass es in wenigen Minuten losging.
    Schnell zog sich Dhishasem seine schwarze Rüstung an und nahm den schwarz-roten Helm unter seinen linken Arm. Er marschierte, mit seinen Verbündeten im Rücken, zu der Fähre, an der Jeams, Voltis und Thawn bereits warteten. Jeams ging mit Dhishasem nochmal den Plan durch, während Khudos und Thawn die Ionen Bombe an Bord brachten und nochmal genau besprachen wann und wie sie gezündet werden sollte. Bevor nämlich die Verstärkung des Yuveria Bundes eintreffen konnte, musste die Bombe erfolgreich detoniert sein, ansonsten würden die verbündeten Schiffe ebenfalls davon betroffen. Sollten sie es nicht rechtzeitig schaffen, die Bombe zu zünden, würden sie sich mit Jägern - die in einem kleinen Hangar der Fregatte standen - in Sicherheit bringen und den Angriff per Holo verschieben. Sie begaben sich nun also an Bord des Schiffes und Zha'hadum setzte sich gemeinsam mit Teshahiro und Leotox an die Steuerungen. Es ging los. Voltis und Jeams machten sich währenddessen ebenfalls auf den Weg und begaben sich in Voltis Jäger.
    Zha'hadum zog an dem Hebel und die Sterne begannen sich in die Länge zu ziehen. es würde nicht lange dauern, bis sie ihr Ziel erreichen würden. Khudos ging daher in den Frachtraum und stellte die Ionen Bombe scharf. Kurz darauf verließen sie den Hyperraum und fanden sich über Voss wieder. Von den republikanischen Schiffen war weit und breit nichts zu sehen, doch genau das besagte der Plan auch. Sie aktivierten nun das Notsignal und führen alle Systeme, bis auf die Lebenserhaltenden herunter. Einige Minuten später waren wie angekündigt drei republikanische Kreuzer hinter dem vorliegenden Planeten zu sehen. Da sie ebenfalls ihren eigenen Funk störten, war es für ankommenden Feinde unmöglich Kontakt zu Dhishasem und seiner Crew aufzunehmen. Es gab nun zwei Optionen die mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreffen konnten. Entweder sie würden das Feuer eröffnen und versuchen alle Insassen zu vernichten. Dies wäre jedoch unüblich, da bei Patrouillen solcher Größe beinahe immer ein Jedi mit anwesend war. Dieser würde dafür sorgen, dass die Fregatte geborgen wird und alle Insassen medizinisch versorgt und anschließend verhört werden. Das Schiff von Dhishasems Mannschaft war extra so abgeschirmt, dass andere Schiffe die Energiesignatur der Bombe nicht erfassen konnten. Plötzlich wurde die Fregatte von etwas in Richtung des gegnerischen Flaggschiffes gezogen. Der Plan hatte soweit funktioniert, sie holten sie mit einem Traktorstrahl zu sich heran. Es dauerte nicht lange, bis sie sich in dem großen Hangar des Kreuzers wiederfanden. Gerade als die Hangar Tore geschlossen wurden, drückte Khudos auf den Zünder und ein riesiger Impuls verschlang alles um sich herum.
    Alles war in absolute Dunkelheit gehüllt. Dhishasem zog als erster seine Klinge, die Anderen taten es ihm gleich. Schnell schnitt Dhishasem ein Loch in die Wand des Schiffes und verließ es, gemeinsam mit seinen Freunden. Die Bombe war mit einem Transmitter gekoppelt, kurz bevor sie detonierte, wurde ein schwaches Signal an Jeams und Voltis geschickt und gab somit die Bestätigung für den bevorstehenden Angriff. Dhishasem vernahm einige aufgebrachte Stimmen ganz in der Nähe, doch diese bemerkten ihn und die Anderen nicht. Gerade als sie die erste Hangar Tür aufbrachen, hörten sie Soldaten schreien:
    "Wir werden angegriffen!" und das Schiff begann zu beben. Schnell rückten sie weiter vor. Inzwischen funktionierten die Notlichter wieder und die Lebenserhaltungssysteme. Einige Soldaten bemerkten sie, doch sie hatten keine Chance. Es dauerte nicht lange, bis sie sich vor der großen Eingangshalle der Brücke wiederfanden. Arrunias steckte seine zwei Lichtschwerter in die Tür und schnitt rasch ein großes Loch in die stählerne Tür. Langsam trat Dhishasem als erster hindurch, ohne sein Lichtschwert zu ziehen. Er packte im Gang die nahestehenden Soldaten und warf sie mit einem mächtigen Schub auf die Übrigen, die sich auf der Brücke verwundert und schockiert umdrehten. Unter ihnen war genau wie erwartet, ein Jedi General. Arrunias warf seine zwei Lichtschwerter und köpfte alle Feinde, die gerade wieder aufzustehen versuchten. Von der Brücke war nun auch die Verstärkung des Bundes zu sehen. Der Einzige, der auf der Brücke überlebt hatte, war der Jedi. Er zog sein blaues Lichtschwert und schaute kurz über seine gefallenen Kameraden. Dennoch ausgeglichen schaute er zu den Angreifern und deutete mit seinem Lichtschwert in ihre Richtung. Unbekümmert kamen Dhishasem und seine Verbündeten näher, als der Jedi plötzlich auf sie los ging und ihnen entgegen sprang. Zha'hadum zog seine beiden Lichtschwerter und blockte den Angriff ab. Khudos elektrisierte den Jedi General und warf ihn gegen eine der Wände. "Bleib liegen, wenn dir dein Leben etwas bedeutet." sagte Arrunias mürrisch. Dhishasem stand nun auf der Brücke und kontaktierte mit den inzwischen wieder funktionierenden Systemen die Verstärkung, als sie leise und angestrengt vernahmen: "Sie sind bereits gewarnt ihr Narren."...

    Absturz auf Voss

    Dhishasem übertrug Khudos und Pitt das Kommando, als Voltis sich meldete und sagte, es wären einige republikanische Schiffe unterwegs zu ihren Koordinaten. Es war nur eine Frage der Zeit, bis der ganze Plan scheitern würde und alles umsonst gewesen wäre. Khudos und Pitt sollten gemeinsam mit den übrigen Verbündeten zurück nach Yuveria fliegen, der Rest würde in die Jäger gehen und versuchen noch ein zweites Schiff mitzunehmen und langsam zu Kentern. Wieder bei der Fregatte angekommen, stiegen Leotox, Arrunias, Zha'hadum, Teshahiro und Dhishasem in ihre Jäger und klinkten sich aus den Halterungen aus. Gerade als sie draußen waren, sahen sie, wie ihre Verbündeten den Sprung in den Hyperraum vollzogen. Sie nahmen Kurs auf den nächst gelegenen Kreuzer, denn laut den Scannern waren die Schilde noch nicht wieder oben. "Hoffen wir, dass die Scanner nicht wieder hochgefahren wurden, ansonsten wissen sie Bescheid." sagte Leotox via Komlink. Gerade als sie in den Hangar fliegen wollten, traf die republikanische Verstärkung ein und begann den Beschuss der Jäger. Sie mussten schleunigst abdrehen und versuchen weg zu kommen. Die Feinde ließen nun ihre Jäger starten und verfolgten sie. Es war hoffnungslos jetzt noch in ein Schiff fliegen zu wollen. Sie wussten nun Bescheid und ihnen blieb nichts anderes übrig, als zu fliehen. Gerade als sie es ihren Verbündeten gleich tun und in den Hyperraum entschwinden wollten, versagte ihr Langstrecken Antrieb. Der Ionen Schlag musste sie zerstört haben und auch wenn sie fliegen konnten, so gab es keine Möglichkeit vor dem Feind zu fliehen. Die Kreuzer kamen immer näher und einige Jäger begannen den Beschuss. "Wir müssen auf dem Planeten landen und uns auf dem Boden durchschlagen." befahl Dhishasem. Alle nahmen Kurs auf die Planetenoberfläche von Voss. Mit den feindlichen Jägern im Nacken, war dies jedoch keine leichte Aufgabe. Sie gaben ihr Bestes, um dem feindlichen Beschuss auszuweichen, doch gerade als sie in die Atmosphäre tauchten, wurde Teshahiros Jäger getroffen und sein Schiff fing Feuer. Er drehte sich immer wieder zu den feindlichen Jägern um und zog seinen Jäger nach hinten. Er wusste vermutlich genau wie Dhishasem, dass sie es mit diesem Beschuss nicht alle unbeschadet auf die Planetenoberfläche schaffen würden. Teshahiro begann den Beschuss und zerstörte recht schnell zwei feindliche Jäger. Die Übrigen fokussierten ihn nun als Primärziel und jagten hinter ihm her. Teshahiro flog nun in eine ganz andere Richtung und erwischte einen weiteren der Verfolger, doch gerade als Dhishasem noch in sein Cockpit schauen konnte, sah er in weiter Ferne, wie sein Freund eine verabschiedende Geste machte. Kurz darauf explodierte sein Jäger und Dhishasem flog mit den Anderen in eine Wolkendecke. Er schloss kurz seine Augen und niemand sagte etwas über das Komlink, denn alle hatten es mitbekommen. Die Feinde mussten sie nun aus den Augen verloren haben, da weit und breit keiner auf den Scannern angezeigt wurde. Sie sahen nun endlich den Boden und landeten in der Nähe eines Ortes, jedoch weit genug weg, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Betroffen und schweigend sprangen sie aus ihren rauchenden Jägern. Nach einem kurzen Moment sagte Dhishasem: "Leo, schau dir mal die Triebwerke an und sieh nach, ob da was zu machen ist.". Der Rest setzte sich auf den Boden und schaute erwartungsvoll und dennoch betrübt zu Leotox. "Nichts zu machen Boss, die sind hinüber.". Sie brauchten also eine andere Lösung, wenn sie zu ihren Freunden zurück wollten. Alle Kommunikationsgeräte, waren durch die Bombe ebenfalls zerstört, außer die Kurzstrecken Funkgeräte. Auch wenn Teshahiro gerade gestorben war, fühlte Dhishasem noch etwas anderes, was unüblich war. Es war ebenfalls ein Gefühl von Verlust, jedoch kein aktuelles. Irgendetwas auf diesem Planeten schien ihm sehr vertraut, auch wenn er noch nie hier gewesen ist. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg in das nahe liegende Dorf. Jeder, selbst Leotox, schien zu bemerken, dass dieser Planet eine hohe Konzentration der Macht ausstrahlte. Sie mieden den Kontakt zu anderen. Sie suchten lediglich eine Möglichkeit, um etwas zu essen und zu trinken und ein Langstrecken Kommunikator. Nach einer Weile fanden sie eine Art Kantina, die hauptsächlich für andere Spezies gedacht war, denn Voss schienen nicht zu trinken. Gemeinsam berieten sie sich, was genau sie tun sollten. "Leotox, was bräuchtest du, um ein funktionierenden Kommunikator zu bauen?" wollte Arrunias wissen. "Die passenden Teile." antwortete Leotox humorvoll. Auch wenn es vielleicht nicht der passende Augenblick war, doch er hatte eine unbekümmerte Art an sich, mit der er es irgendwie immer schaffte. eine Situation nicht so schlimm erscheinen zu lassen, wie sie es eigentlich war. Alle schüttelten kurz grinsend den Kopf, als Leotox hinzufügte: "Eine Energiequelle die stark genug ist, ich könnte die von den Jägern nehmen, einen Holotransmitter und einen Verstärker, sieht ähnlich aus wie eine kleine Antenne. Dann sollte ich das mit unseren Kurzstrecken Funkgeräten hinbekommen.". Dhishasem nickte leicht. "Nun, dann geht Arrunias zurück zu den Jägern und wartet dort, Zha'hadum und Leotox, ihr sucht die fehlenden Teile zusammen. Ich finde heraus, ob wir in der Nähe mit feindlichem Kontakt zu rechnen haben. In spätestens drei Stunden treffen wir uns bei den Gleitern.". Alle nickten zustimmend und machten sich an die Arbeit. Dhishasem lief eine Runde durch den Ort und mehr und mehr verspürte er dieses Gefühl von Bekanntheit. Weit und breit war nichts von Republikanern zu sehen. Er sah nur eine interessante Stelle, eine Art Höhle, die er etwas außerhalb sah. Es waren noch zwei Stunden Zeit und Republikaner schien es auf diesem neutralen Planeten nicht zu geben. Daher nutzte er die Chance und lief in Richtung der mysteriös wirkenden Höhle. Er konnte nicht erklären was es war, doch dieses seltsame Gefühl zog in quasi an diesen Ort. Wie Venarous bereits sagte, glaubten sie nicht an Zufälle. Als er endlich dort angekommen war, trat die Nacht mehr und mehr über den Ort. In der Höhle vernahm er einen leichten Fackelschein, zu welchem er vorsichtig näher heran trat. Es schien nicht so wie eine typische verlassene Höhle, nein es war eine Art großer Meditationsort für die Einheimischen. Als er bei der Lichtquelle angekommen war, sah eine Person auf dem Boden sitzend, mit dem Rücken zu ihm gekehrt. Der Haltung nach schien es ein Mann zu sein, mit einem dunklen Umhang und einer vertrauten Aura. Er erhob sich langsam, nahm seine Kapuze ab und drehte sich zu Dhishasem. "Es ist lange her Bruder.". Kaito Ordnas stand vor ihm. er ließ sich keine Emotionen anmerken, doch durch seinen kopf rasten so viele Gedanken, dass er kurz überfordert schien. Die Beiden umarmten sich nicht, sie fassten dem Anderen an den Unterarm und grüßten sich, doch Dhishasem schien immer noch nicht ganz verstanden zu haben, was er da gerade sah. Er hatte Kaito völlig aus den Augen verloren. Er wusste er war nicht tot, doch ihn wiederzusehen, war nichts womit er gerechnet hatte. "Was tust du hier, warum..." "Warum ich noch lebe?" unterbrach ihn Kaito. "Ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht, ich kann mich auch kaum daran erinnern was geschehen ist. Das Letzte was ich weiß ist, dass ich gegen eine Rebellion gekämpft habe, ich meine sogar gegen den Wurm von Anführer. ich bin auf einem Lava bedeckten Planeten wieder aufgewacht, in einer Art Höhle.". Dhishasem begriff nun allmählich, dass es tatsächlich sein Bruder war, der vor ihm stand. Er lud ihn ein mit ihm zu kommen und zurück nach Yuveria zu reisen. Er erklärte ihm kurz was seitdem geschehen war und fragte ihn, ob er bereit wäre Dhishasem zu folgen. Kaito zögerte sichtlich, doch aus irgendeinem Grund willigte er dennoch ein. "Wir haben dich für tot gehalten und können uns selbst nicht erklären, wie dein Körper plötzlich verschwinden konnte." log Dhishasem überzeugend. "Als ich den Kampf verloren habe, war es wie eine Art Schlaf in den ich gefallen bin. Ich habe dort meine neuen Meister kennen gelernt. Sie sagten mir, es gäbe einen wichtigen Grund, warum mir das widerfahre.". Grübelnd schaute Dhishasem seinen Bruder an, während sie gemeinsam aus der Höhle in die Nacht spazierten. "Sie erklärten mir vieles und zeigten mir ebenfalls, wie ich Nezcran, meine Prüfung bezwingen konnte.". Es klang alles sehr skurril, was Kaito da erzählte, doch es war auch ein seltsamer Tag. Dhishasem würde sich genauer mit den Dingen beschäftigen, die kaito erzählte, doch erst wenn sie wieder zurück wären. Freudig stolzierte Kaito neben seinem großen Bruder, als die Jäger in Sichtweite waren. "Warum bist du so zufrieden?" fragte Dhishasem ernst. "Es hat lange genug gedauert, bis unsere Mitglieder ihren ehemaligen Anführer wieder treffen." sagte er zufrieden. Als Arrunias, Leotox und Zha'hadum in Sichtweite waren, schauten sie genauso verdutzt wie Dhishasem anfangs geschaut hatte. Kaito sagte gar nichts, als sie ihm alle gegenüber standen, dennoch wirkte er irgendwie zufrieden. Zha'hadum trat skeptisch vor, schaute zu Dhishasem und dann zu Kaito. "Du bist wieder da?" fragte er ihn verwundert. "In der Tat mein Freund, dass bin ich." erwiderte Kaito, als sie sich zur Begrüßung die Hand gaben. Arrunias gab ihm ebenfalls die Hand und nickte kurz, genauso wie Kaito. Als er Leotox sah, grinste er noch etwas offensichtlicher und trat auf ihn zu. "Ich bin wieder da mein Freund." sagte er gen Leotox und reichte ihm die Hand. Leotox hatte ein wütendes Funkeln in den Augen und schritt fokussiert auf Kaito zu, bis Dhishasem seinen Arm vor Leotox hielt, um ihn etwas abzufangen. "Entweder du bist mutig, oder echt dumm einfach wieder zu kommen." sagte er vor Wut strotzend. Sichtlich enttäuscht und leicht erbost, nahm Kaito seine freundlich gemeinte Geste wieder zurück und ging einen Schritt zurück. Arrunias musste sich ein Schmunzeln verkneifen. "Wie sieht es aus, habt ihr Voltis oder Jeams erreichen können?" fragte Dhishasem nun wieder völlig ernst. "Sie haben in einem benachbarten Gebiet, welches von dem Imperium kontrolliert wird auf uns gewartet und sind nun auf dem Weg hierher." sagte Zha'hadum. Dhishasem nickte nun erleichtert und gemeinsam warteten sie, auf ihre Verbündeten, die den Zeitpunkt abgepasst hatten, in dem die feindlichen Patrouillen abgezogen waren. Nach kurzer Zeit vernahmen sie das Dröhnen herannahender Schiffe...

    Bekanntschaft mit Vorgeschichte

    Die Reaktionen im Bund waren gemischt. Die alt eingesessenen Chaos Dragons reagierten meist mit Erstaunen und Skepsis, jedoch selten mit positivem Hintergrund und trauerten dabei um den verstorbenen Teshahiro. Die damaligen Loyalisten Kaitos, waren mit seinem tot geglaubten Körper verschwunden und wurden seitdem nicht mehr gesehen. Auch ihr Anführer, Gahed gab kein Lebenszeichen von sich. Oft sprach Dhishasem Kaito auf seine Verbündeten an, doch eigenartiger Weise hatte auch er nichts von ihnen gehört. Im Laufe der Jahre hatte Kaito sich verändert. Ob ins positive oder negative, vermochte er nicht zu sagen. Kaito nahm kaum an Gruppenbesprechungen Teil, er war ebenfalls kaum im Quartier, meistens war er unterwegs und niemand wusste wo genau er hinging. Viele neue Mitglieder kannten Kaito nicht und unterhielten sich auch kaum mit ihm. Ab und an wurden Mitglieder befragt, die dabei gewesen waren, doch ihre Beschreibung des jungen Sith Lords fiel oft ungut aus. Einige weigerten sich sogar mit ihm zu sprechen, Leotox war einer von ihnen. Kaito hatte im Laufe seines Kommandos viele Dinge falsch gemacht und stieß daher auf alte Emotionen der Mitglieder, die ihm das nach wie vor, vorwarfen.
    "Ich würde ihn daher gerne unter deinem Kommando wissen." sagte Dhishasem zu Voltis. "Du weißt genauso gut wie ich, dass er unberechenbar ist. Er mag dein Bruder sein, doch ich muss dich nicht daran erinnern was das letzte Mal geschehen ist, als er bei uns war." antwortete er ihm. Dhishasem sah grübelnd aus. Er verstand die Einwände, die Voltis und viele andere hatten, doch er war das letzte Überbleibsel seiner Familie und ihm lag etwas daran. "Hab einfach ein Auge auf ihn, ich kann nicht immer in der Nähe sein und du kennst ihn.". Widerwillig nickte Voltis und stand langsam auf. "Ich hoffe du weißt was du da tust mein Freund." "Das hoffe ich auch." sagte Dhishasem abschließend. Keiner verstand genau, warum Kaito blieb. Er hatte nicht wirklich Freunde im Bund, jeder wusste Dhishasem hatte ihn nur aus Anstand hinzugezogen, aber dennoch er blieb steht's freundlich und bot bei einigen Missionen seine Hilfe an. Voltis bekam die Tage eine Mission zugesprochen, die auf Corellia zu erledigen war. Er stellte eine kleine Gruppe zusammen mit der er ein Waffenlager der Republik angreifen sollte. Mit dabei waren Tholdurn, Zha'hadum, Pitt, Exest, Ivoseck, Jama und Kaito. Leotox hätte auch mit auf die Mission gesollt, doch er weigerte sich, da Kaito dabei war. Die Fronten der Beiden hatten sich seit dem Wiedertreffen vor einigen Monaten nicht entspannt. Leotox wollte seinem alten Freund nicht verzeihen und Kaito gab es inzwischen auf bei ihm auf Sympathie zu stoßen. Tholdurns Reaktion auf Kaitos wiedersehen war unerwartet entspannt. Dhishasem wusste, dass Tholdurn früher recht impulsiv gewesen war, doch inzwischen hatte er seine Wut größtenteils im Griff. Er war sicherlich nicht begeistert, doch er überspielte es mit einer gewissen Toleranz und Akzeptanz. Voltis sammelte alle und machte sich auf den Weg nach Corellia.
    Die Mission war auf einige Wochen ausgelegt, doch durch die verstärkten Konflikte, die zur Zeit auf Corellia stattfanden, konnten sie den Angriff schneller als geplant starten und kamen bereits nach fünf Tagen zurück. Voltis hatte Dhishasem zwar bereits informiert, doch er wollte sich selbst überzeugen ob es stimmte und wartete daher bereits im Hangar. Ein weiteres altes Mitglied wurde laut Voltis gefunden und als sich die Brücke des Schiffes öffnete, überzeugte sich auch Dhishasem. Es handelte sich um Gahed. Er verließ gemeinsam mit Kaito das Schiff und sah dabei recht grimmig aus. Respektvoll begrüßte er ihn und respektvoll erwiderte Gahed den Gruß. Dhishasem hieß ihn willkommen und erkundigte sich auch bei ihm, wo er all die Jahre gesteckt hatte.
    "Nachdem sich die Konflikte hier so zugespitzt hatten und wir unseren Anführer tot glaubten, haben wir uns selbstständig gemacht, bevor es weiter eskalieren konnte." "warst du die ganze Zeit auf Corellia?" wollte Dhishasem nun als nächstes wissen. "Nein, ich war mal hier und mal dort, ich hatte viele verschiedene Identitäten, doch als ich nach Corellia kam, dachte ich es wäre Schicksal Kaito wieder zu sehen.". Dhishasem klopfte Gahed auf die Schulter und hieß in willkommen.
    Voltis hielt Dhishasem was Kaito betraf immer auf dem Laufenden, doch da er nicht negativ auffiel, oder irgendwas erwähnenswertes unternahm, reduzierten sich die Sorgen seinetwegen und nach weiteren Monaten hatte beinahe jeder Gahed und Kaito akzeptiert. Normalität kehrte langsam wieder ein und die Spannungen legten sich...


    Ausbruch einer neuen Macht

    Die Mitglieder tummelten sich inzwischen in dem neuen Quartier, in dem die letzten fehlenden Dinge, ihren Platz fanden. Sie waren nun endgültig umgezogen. Tatooine war verlassen und beinhaltete bloß nach das, was eine zweite Basis benötigte. Dhishasem hatte den ganzen Tag schon ein sehr seltsames Gefühl. Er lief auf seinem Balkon auf und ab und schaute angestrengt in die Weite. Was war es dieses Mal? Warum ließen ihn seine Visionen noch weniger als sonst in Ruhe? Irgendwas machte ihn zunehmend unruhiger und als er gerade die Vermutung aufstellen wollte, wurde er von Jeams unterbrochen: „Dhi, hier ist jemand, der dringend mit dir reden möchte.“. Jeams wirkte sonst nie angespannt, doch dies war anscheinend das erste Mal. Er reichte ihm das Holokom: „Ich höre?“ sprach Dhishasem klar und ruhig. „Wir werden angegriffen!“ rief ein ihm unbekannter Imperialer. „Wir sind über Tatooine und haben keine Chance! Laut unseren Informationen finden diese Angriffe überall statt!“ „Wer greift sie an?“ fragte Dhishasem nun aufgebracht. „Niemand von dem wir wussten“, schrie es aus dem Holo. Anschließend wurde die Verbindung unterbrochen. „Jeams, kontaktiere unsere Kontaktpersonen beim Imperium und frag was da los ist.“ Jeams nickte rasch und ging schnellen Schrittes in seine Gemächer. Auch Dhishasem rief seine engsten Verbündeten und Generäle zu sich. Jeder von ihnen wurde angewiesen sich unverzüglich zu informieren, bei allen benachbarten imperialen Systemen, ob auch sie angegriffen wurden. Er hatte es lange Zeit befürchtet, doch war dies nun jener verheerende Angriff, den Dhishasem in seinen dauernden Visionen gesehen hatte? Voltis wollte Korriban kontaktieren, doch niemand reagierte, genauso wenig Tatooine, oder Ziost. Keiner hatte bei dem Erreichen von Verbündeten Erfolg. Dhishasem ließ alle in den großen Thronsaal kommen. Es war die 36 Nachtstunde und somit recht spät, doch alle kamen, als sie gerufen wurden. Dhishasem weihte sie in die unbekannten Geschehnisse ein und verhing eine permanente Bereitschaft, bis sich die Sache geklärt hatte, oder genaueres ergab. Alle redeten aufgeregt durcheinander, doch Voltis sorgte schnell wieder für Ruhe. „Wir werden eine kleine Gruppe, zu unserem kürzlich verlassenen sekundären Stützpunkt auf Tatooine schicken und schauen was da los ist. Die Nachricht die ich erhielt, beschrieb einen unbekannten Feind, der das Imperium angreift. Wir wissen noch nicht wer von den Angriffen betroffen ist und ob die Republik dahintersteckt, doch wir werden es bald wissen. Sollte es tatsächlich so sein, dass wir angegriffen werden, werden wir unseren Stützpunkt evakuieren müssen. Bleibt also in Abrufbereitschaft und bereitet euch auf das Schlimmste vor.“. Mit diesen Worten schloss Dhishasem seine Ansprache und wandte seinen Verbündeten rasch den Rücken zu. Jeams wusste Bescheid, er sollte Evakuierungsgruppen verkünden, die im schlimmsten Falle unter der Aufsicht einer der Ranghöheren, auf verschiedene Planeten evakuiert werden würden. Dhishasem sammelte das Team um sich, welches ihn nach Tatooine begleiten würde. Es bestand aus Arrunias, Khudos, Voltis, Kaito und Pitt. Gemeinsam verloren sie keine Zeit und starteten direkt. Auf dem Flug nach Tatooine, versuchten sie viele Male imperiale Stützpunkte zu erreichen, doch es kam und kam keine Antwort. Als sie aus dem Hyperraum über Tatooine verließen, sahen sie viele Trümmer, die den Planeten umgaben. Die imperiale Verteidigungsstation war nirgendwo zu sehen. Nichts war zu sehen, weder was von den Angreifern, noch von Verbündeten. Sie flogen in Richtung Oberfläche, zum Raumhafen des Imperiums, doch als sie ankamen machte sich allmählich Sorge in ihren Gesichtern bemerkbar. Der komplette Raumhafen wurde zerstört. Sie suchten kurz nach Spuren, um den Angreifer eventuell identifizieren zu können, doch sie fanden nichts was ihnen bekannt vorkam. Aus diesem Grund verließen sie Tatooine schnell wieder und flogen zurück nach Yuveria. Dort neigte sich die lange Nacht ihrem Ende und die Mitglieder des Bundes warteten Geduldig auf das Team, welches neue Erkenntnisse liefern sollte. Als sie wieder ankamen, war niemand mehr wirklich entspannt. Alle erkannten die ernsten und besorgten Züge in Dhishasems Gesicht. Voltis begann zu erzählen, was sie auf Tatooine vorgefunden hatten, während Dhishasem sich nochmal mit Jeams beriet. Aufruhr durchzog die Stimmung. Alle redeten nun hektisch durcheinander und waren auch kaum noch zu besänftigen. Mit erschreckend lauter und dunkler Stimme schrie Dhishasem: „Ruhe!“. Alle verstummten unverzüglich und schauten ihn etwas erschrocken an. „Ihr wurdet so eben in verschiedene Gruppen eingeteilt, macht euch mit euren neuen Gefährten vertraut und sucht euren jeweiligen Gruppenkommandanten auf. Sollte sich die feindliche Streitmacht in unsere Richtung bewegen, bleibt uns nichts anderes übrig, als uns zurück zu ziehen. Wir haben inzwischen Meldung von Dromund Kaas erhalten. Die Angriffe richteten sich sowohl gegen das Imperium als auch die Republik, der Rat der Sith ist beinahe komplett verschwunden und die imperialen Streitkräfte wurden überrannt.“ Er machte eine kurze Pause, als müsste er zunächst selbst verarbeiten, was er da erzählte. „Wir wissen nicht wie lange der Angriff andauern wird und wo genau sich der Feind befindet. Doch eines wissen wir; wir haben keine Chance, zumindest nicht jetzt.“. „Werden wir evakuieren Darth Gaaias?“ schrie einer aus der Menge, den Dhishasem nicht direkt ausmachen konnte. „Wir werden versuchen herauszufinden wie weit und in welche Richtung der Feind vorrückt und bereits gekommen ist, sollte er sich in unserer Nähe befinden, oder auf dem Weg zu uns, müssen wir bereit sein…“ gegen Ende wurde Dhishasem immer langsamer und leiser, doch jeder schwieg und hörte was er sagte…

    Große Trennung

    Es stand nun außer Frage, dass sich die Angriffe weiter vorzogen und nicht aufhörten. Laut einigen Informationsquellen wurde diese bislang unbekannte Fraktion, als das Ewige Imperium bezeichnet. Zahlreiche Systeme sind gefallen und mehr und mehr imperiale Welten wurde nacheinander eingenommen, ohne das wirklich Widerstand aufzubringen war. Beide großen bekannten Fraktionen, sowohl das Imperium, als auch die Republik verloren massiv an Stärke und traten immer mehr Territorien an den Angreifer ab. Dhishasem wusste genauso gut wie jeder andere, dass Yuveria ein Planet war, der außerhalb jeden Interessensgebietes lag, sodass sie eigentlich nichts zu befürchten hatten. Inzwischen waren einige Monate vergangen und sie hatten kaum noch etwas von ihren Verbündeten beim Imperium gehört. Thawn hatte eine Art Tarntechnik für die Kreuzer über Yuveria entwickelt, damit sie auf feindlichen Monitoren nicht erkennbar waren. Bedauerlicherweise nur solange, wie sie sich nicht bewegten. Dhishasem saß viel in seinen Gemächern und meditierte, er hatte es tatsächlich kommen sehen und doch hätte er niemals mit solch einer Macht gerechnet. Irgendwas mussten sie aber tun, sie waren ein Bund aus nun knapp 400 Mitgliedern, somit konnten sie zumindest etwas ausrichten wenn sie wollten. Er hatte sich viel mit seinen Freunden beraten und alle sind zu dem Schluss gekommen, dass die vielen kleineren Einheiten, die unter dem Kommando von den jeweiligen Befehlshabern standen, in verschiedene Systeme geschickt werden würden. Ihre Aufgabe dort bestünde aus zwei Dingen. Zum einen möglichst viele strategische Ziele zerstören oder einnehmen und zum anderen weiter Mitglieder anwerben. Inzwischen war es Dhishasem beinahe egal, ob Imperiale oder Republikaner. Beide Seiten waren demselben Feind ausgeliefert und alleine würde keiner von ihnen eine Chance haben. Also rief er abermals eine Konferenz ein und teilte den jeweiligen Truppen ihre Systeme zu. Zha'hadum ging mit seinen Leuten auf den Planeten Ziost, Pitt ging nach Siskeen und Voltis nach Korriban. Viele andere Befehlshaber wurden auf weitere Planeten geschickt, die eine wichtige Funktion für das Imperium hatten. Es gab die Information, dass es einige Gefangenlager gab und dass die Industriesektoren weiter genutzt wurden, um dem Feind dienlich zu sein. Selbstverständlich, sollten die Truppen dem Feind so viel Schaden zufügen wie sie nur konnten und dabei immer Meldung erstatten, damit sich Dhishasem einen Gesamteindruck von der Verbreitung des Ewigen Imperiums machen konnte. Khudos, Arrunias, Exest, Jama und Ivoseck würden den Thronsaal in eine Art Kommunikationszentrale umfunktionieren und alle Meldungen von Verbündeten entgegennehmen und weiterleiten. Thawn würde mit einigen Technikern und Ärzten ebenfalls auf Yuveria bleiben, um eventuell Verwundete behandeln zu können, nachdem sie von ihrer Mission abgezogen worden wären. Der Marschbefehl war also gegeben und alle bemannten nach und nach ihre Raumschiffe. Keiner wusste, für wie lange sie sich nun splitten würden, sie wussten nur, dass Dhishasem alle wieder zusammen rufen würde, wenn die Zeit dafür gekommen wäre. Er selbst führte jedoch keine Truppe an. Er machte sich mit Jeams auf, um weitere Informationen über den Feind zu sammeln und fungierte als der Organisator eines immer größer werdenden Netzwerkes. Es war nun also interessant zu erfahren, was genau wo passieren würde...

    Sicherung von Rhelg

    Anfangs blieb Dhishasem noch auf Yuveria. Er stellte sicher, dass alle Gruppenführer ihre Positionen erreichten und ihm die ersten groben Hinweise über die imperialen Systeme meldeten. Es gab hier und dort einige Widerstandsgruppierungen, doch die Macht des Ewigen Imperiums war zu groß, um damit fertig werden zu können. Die Flotte (bestehend aus zwei kleineren imperialen Kreuzern und dem erbeuteten republikanischen Kreuzer) landete auf Yuveria und wurde zwischenzeitig von Technikern weiter ausgebaut. Das Flaggschiff war nun unter der Kontrolle von Dhishasem und steuerte gen Rhelg. Er und Jeams waren sich einig, mit der Zeit die ihnen nun zur Verfügung stand, möglichst viele Informationen zu sammeln, angefangen bei den wichtigsten imperialen Systemen, über deren Verbleib sie noch nichts gehört hatten. Sie wurden von einer recht kleinen Einheit begleitet, die gerade groß genug war, um das Schiff zu steuern und bei einer Evakuierung von Verbündeten helfen zu können. Thawn war der leitende Techniker und Arzt an Board. Er und seine Gehilfen saßen schon länger an einer besonderen Waffe für das Flaggschiff und sollten ebenfalls das Schiff übernehmen, sollten Dhishasem und Jeams zu Missionen aufbrechen. Es dauerte eine Weile, bis sie über Rhelg eintrafen und zu ihrer Verwunderung gab es zumindest im Orbit keine Anzeichen von feindlichen Aktivitäten. Dhishasem und Jeams nahmen Dhishasems Jäger, um möglichst diskret auf Rhelg anzukommen. Thawn wurde angewiesen seinen neuen Tarnschild weiter auszuprobieren, da sie diesen im Laufe der nächsten Zeit immer häufiger gebrauchen könnten. Sie landeten in der Nähe der alten Akademie. Dort angekommen wurden sie Zeuge einer großen Schlacht, die wohl vor einigen Tagen stattgefunden haben musste. Überall lagen die Überreste von unbekannten Einheiten. Es waren größtenteils keine Menschen, sondern Maschinen, die ebenfalls wie Soldaten auf zwei Beinen unterwegs sein mussten. Ab und an fanden sie die Leichen von in Gelb gekleideten Soldaten, die mit Lichtschwert-Lanzen ausgerüstet waren. Beide erkannten nicht direkt, was genau die Todesursache war, es waren weder Spuren von Lichtschwertern, noch von Blasterschüssen zu sehen, doch gelegentliche Brandspuren, oder Zerquetschungen ließen auf einen mächtigen Machtanwender schlussfolgern. Die feindlichen Überreste wurden je näher sie der Akademie kamen, immer zahlreicher. Als sie endlich vor der großen Treppe ankamen, die zu den Trümmern führte, sahen sie eine in schwarz gekleidete Person, oben auf den Treppen sitzen. Um sie herum lag eine schwarze Aura und je näher man ihr kam, desto kälter wurde einem. Die Person saß mit dem Rücken zu ihnen und war vollständig vermummt und in Dunkelheit gehüllt. Dhishasem blieb stehen und nickte Jeams ernst zu, als wisse er was er tue. Er trat noch ein paar Schritte weiter auf die unbekannte Person zu und begann dann mit den Worten: "Ich hätte es wissen müssen, dass du es bist.". Dhishasem nahm seinen Helm ab und deponierte ihn vor sich. Die Person vor ihm hob nun den Kopf und erhob sich langsam. Sie nahm ihren Helm nicht ab, doch es bestand kein Zweifel, es war Calyphagus. Mit seiner dunklen flüsternden Stimme sagte er: "Ich habe auf euch gewartet." respektvoll nickte er den beiden zu und Dhishasem könnte schwören, dass die Begegnung von Calyphagus und Jeams etwas Vertrautes an sich hatte. Er ging jedoch nicht weiter drauf ein, sondern fragte seinen alten Freund direkt: "Was genau ist hier geschehen?" "Sie greifen die Planeten an, die der dunklen und der hellen Seite Macht spenden. Sie selbst sind keines von beiden, weder hell noch dunkel, sie machen sich die Schwäche unserer Fraktionen zu Nutze und wollen uns von unseren Machtquellen fern halten." Dhishasem schaute den Hexenmeister ernst an, als es ob es eine schlimme Befürchtung war, die sich nun bestätigt hatte. "Sie kamen und kamen immer weiter her, doch nun sollten sie allmählich begreifen, dass dieser Ort, dieser Planet gewissen Individuen so viel Macht spenden kann, die sie nicht vertreiben können.". Calyphagus geleitete die beiden zu einer Art Quartier, in welchem er schon seit einigen Monaten hauste. Es lag nicht weit von Dhishasems geheimer Kammer, die er genauestens inspizierte. Er war erleichtert, als er feststellte, dass seine Rituale immer noch die alte Macht besaßen und Eindringlinge über die Jahre ferngehalten hat. Als die Nacht herein brach, wollte Dhishasem gerade ein Feuer entzünden, als ein gezielter Blick von Calyphagus bereits genügte und die Feuerstelle violett zu brennen begann. Verdutzt blickte Dhishasem zu seinem Freund, doch dieser schaute bloß in die Flammen und schien die Verwunderung gar nicht wahrzunehmen. Jeams blieb die ganze Zeit über Schweigsam, doch nun meldete er sich mit dunkler Stimme zu Wort: "Hast du nach den Angriffen auch weitere Planeten außer Rhelg besucht?" Calyphagus schwieg eine Weile, bis er sagte: "Ja, ich war auf sämtlichen Planeten, immer wieder, doch ein finsterer Wille treibt unsere Feinde immer weiter an, sodass mehr und mehr zusammenbricht." "Du sagtest, du hättest auf uns gewartet." meldete sich nun Dhishasem. "Warum hast du gewartet?". Calyphagus, der beinahe immer in Meditationshaltung saß, erhob sich abermals langsam und ging in Richtung des schwarzen Mals, welches Dhishasem vor langer Zeit verdeckt zurück ließ. Er deute nichts an, doch Dhishasem verstand in seinen Gedanken, dass er ihm folgen sollte, Jeams lehnte sich zurück und nickte ihm einmal zu und sagte: "Ich werde mich bei Thawn und Khudos mal nach Neuigkeiten erkundigen." Selbst in dieser Finsternis, konnte man die Labyrinth artigen Linien des Mals noch erkennen. Dhishasem stand nun hinter Calyphagus, der unmittelbar vor dem Mal stand. "Etwas uraltes, hat dieses Mal geschaffen, ob gewollt oder ungewollt kann ich nicht sagen. Es ist bei weitem mächtiger, als wir und unser Feind." flüsterte Calyphagus in die umliegende Dunkelheit. "Woher weißt du das?" fragte Dhishasem ihn neugierig, doch auf diese Frage erhielt er keine Antwort. Calyphagus streckte beide Hände aus und das Labyrinth loderte in einem violetten Feuer auf. "Ich habe gewartet, um dir etwas zu zeigen." er begann nun langsamen Schrittes um das Labyrinth zu laufen und erzählte weiter: "Ich habe viel Zeit damit verbracht die dunkle Seite zu studieren und sie ist zu weit mehr in der Lage, als viele glauben. Du bist einer der Wenigen, die in der Lage sein könnten dies zu verstehen und für sich nutzbar zu machen."...


    Ein neues Ritual

    Jeams sollte zurück zu der Destiny Ascension fliegen und wurde von einigen Verbündeten auf Rhelg abgeholt. Es würde noch eine Weile dauern, bis Dhishasem von Rhelg reisen würde. Ihre Aufgabe sollte es nun sein, Ziost zu überwachen und Informationen zu sammeln, wie es Zha'hadum und seinen Leuten erging. Dhishasem wusste, dass Calyphagus auf einige Fragen nicht antwortete und man sich damit zufrieden geben musste. Dennoch hätte er gerne gewusst, was genau sein alter Freund nun auf Rhelg machte, wo er ihn doch zuletzt auf Vortegos VI gesehen hatte. Wie so oft, nahm er die Gegebenheiten einfach hin und ließ sich auf den Hexenmeister ein. Calyphagus erklärte ihm ein neues selbst keiertes Ritual, welches in der Lage war eine dunkle Verbindung zu einer anderen Instanz aufzubauen. Er selbst hatte dieses Ritual viel und lange Zeit geübt und hoffte nun, dass auch Dhishasem dazu in der Lage war. Als ein paar Tage nach Dhishasems Ankunft die Nacht herein brach und ihm das Ritual zumindest in der Theorie zu genüge erklärt wurde, gingen Calyphagus und er erneut zu dem unheilvollen Labyrinth und setzten sich davor. "Du hast mich gefragt, warum ich hier bin." begann Calyphagus das Gespräch, während Dhishasem ihm mit geschlossenen Augen einfach zuhörte. "Ich bin überall, wo die dunkle Seite stark ist. An diesem Ort, strahlt sie eine unglaubliche Stärke aus, die es in diesem Ausmaß nur sehr selten gibt." er machte eine kurze Pause und sprach dann weiter: "Wenn man versteht wie, kann man diese ungeheure Macht nutzen und unvorstellbares leisten." Er schwieg und konzentrierte sich einen Moment. Dhishasem ist gar nicht aufgefallen, dass die schwarzen Linien des Mahls nun wieder violett aufflammten. Als er zu Calyphagus und anschließend erneut zu dem machtvollen Zeichen drehte, sah er eine riesige schwarze Wolke, die schnell und mit einer unvorstellbaren Kraft in den Himmel schoss. Erstaunt blickte er ihr hinterher und diese Wolke schien keine richtige Wolke zu sein, doch bevor er sie komplett sehen konnte, war sie in der Nacht verschwunden. "Ist dies das Ergebnis deiner Kraft?" fragte Dhishasem, während er immer noch gen Himmel schaute, doch als er sich wieder Calyphagus zuwenden wollte, war dieser verschwunden. In seinen Kopf vernahm er eine leise flüsternde Stimme, die sagte: "Versuche es selbst...". Er folgte den Anweisungen und kam langsam zur Ruhe. Er konzentrierte sich auf diese enorme Machtquelle und machte nach einer Weile die Augen auf. Calyphagus stand erneut vor ihm und sie befanden sich in einem schwarzen Raum. Es musste nicht einmal ein geschlossener Raum sein, doch nirgendwo war etwas zu sehen. Überall lag die Finsternis, er konnte lediglich Calyphagus vor sich erkennen. Gemeinsam setzten sie sich und Dhishasem begann das Ritual zu sprechen, welches er von seinem Freund beigebracht bekommen hatte. Es dauerte eine ganze Weile, auch wenn niemand genau zu sagen vermochte wie lange es genau war, bis Dhishasem einen dunklen Schatten in seiner Nähe vernahm. Das Ritual war gesprochen und er befand sich nun alleine in diesem Raum. Er sagte nichts und er hatte auch keine Angst. Er blickte um sich, auch wenn er wusste, er würde nichts erkennen können. Eines war jedoch unverkennbar, eine dunkle Aura, die um ihn herum zu fliegen schien. Er merkte, welche Kraft er durch diese Aura bekam und je besser sich fühlte, desto machtvoller wurde diese Aura. Er öffnete die Augen und sie glühten violett, wie die Farbe des Feuers. Kurz darauf fand er sich vor dem Labyrinth wieder, Calyphagus neben sich sitzend. "Es ist dir gelungen..." flüsterte er langsam. "Was genau ist mir gelungen?" fragte Dhishasem ehrfürchtig vor dem was gerade geschehen war. "Du hast eine Präsenz der dunklen Seite erschaffen. Sie wird dich immer umgeben und dir Macht verleihen. Ihr seid Eins, denn je mächtiger du wirst, desto mächtiger wird auch die von dir geschaffene Aura." "Wie ist das möglich?" fragte Dhishasem nun beinahe entsetzt. "Du hast deine eigene Macht in etwas manifestiert, nur wenige können dies tun, es erfordert eine bestimmte Begabung." gebannt hörte Dhishasem seinem Freund zu. "Der letzte Schritt erfordert sehr viel Kraft und ebenfalls Übung. Du musst einen Spalt zwischen den zwei Instanzen erschaffen." "Du meinst zwischen unserer und jener, in der das Ergebnis des Rituals existiert?" Calyphagus nickte leicht und fuhr fort: "Gelingt es dir einen solchen Spalt zu schaffen, kannst du deine Aura in dieser Instanz zu einer Gestalt werden lassen. Einer Gestalt, die nicht sterben kann, da sie nicht lebt, eine Gestalt die in der Dunkelheit existiert..." Mit diesen Worten verschwand sein Freund endgültig und ließ Dhishasem vor dem Labyrinth zurück. Er kannte nun seine nächste Aufgabe und bereitete sich darauf vor...

    Notfall auf Ziost

    Einige Monate vergingen, in denen Dhishasem seine Zeit alleine auf Rhelg verbrachte. Gelegentlich kam Jeams vorbei und unterrichtete ihn persönlich über aktuelle Vorkommnisse bei ihren Verbündeten. Zha'hadum und sein Trupp hatten sich in einer Gebirgsgegend niedergelassen, trainierten viel und spionierten den Feind aus, der den Planeten mehr und mehr für sich gewann. Ziost war nicht wirklich bewohnt. Ähnlich wie auf Rhelg, gab es einige Akademien und alte historische Gebäude, die vor allem den Machtanwendern etwas bedeuteten. Es stellte sich heraus, dass die Roboterartigen Krieger als Sprungtruppler bezeichnet wurden und die machtsensitiven Krieger, Ritter von Zakuul genannt wurden. Hin und wieder meldeten Khudos und die Anderen, die als Informationszentrale auf Yuveria galten, Zwischenfälle auf verschiedenen Planeten, jedoch nie mit ernsthaften Konsequenzen. Meistens konnten sie fliehen und suchten sich ein neues Versteck. In Seltenfällen, wurden sie evakuiert und ihnen wurde ein neues System zugewiesen. Von seinen Freunden Leotox und Tholdurn hörte Dhishasem gelegentlich etwas, da sie bei ihren Missionen nur sehr selten auf Komplikationen stießen. Was Dhishasem zunehmend Besorgnis bereitete war, dass sein Bruder Kaito sich in den acht Monaten, die sie nun schon getrennt waren, nicht ein einziges Mal gemeldet hatte. Jeams war ebenfalls skeptisch und schickte eine kleine Truppe, bestehend aus drei Leuten zu Kaitos System, um Bericht zu erstatten. Dhishasem übte schon seit der ganzen Zeit und verstärkte seine Verbindung zu der Präsenz, allmählich verstand er, wie er diesen Riss zwischen den zwei Instanzen erschaffen konnte, doch Calyphagus hatte recht. Es erforderte sehr viel Kraft.
    Als Dhishasem eines Morgens in seine geschaffene Kammer gehen wollte, um das niedergeschriebene Ritual zu den Datacrons zu legen, erhielt er ein Notsignal von der Destiny Ascension.
    "Zha und seine Truppe wurden entdeckt und sitzen in der Falle." meldete sich Jeams via Holo. "Auch wenn wir ihnen Unterstützung schicken, bekommen wir sie da ohne weiteres nicht raus, es sind einfach zu viele, die ihre Reihen nun um sie verdichten." Sein Ton war angespannt, jedoch nicht panisch, denn das passte nicht zu ihm. "Ich werde mich mit meinem Jäger direkt auf den Weg machen, behalte die Verstärkung bei dir und bereite dich auf eine Eskorte von der Planetenoberfläche vor. Sollte es mir gelingen sie da raus zu holen, werden sie uns mit ziemlicher Sicherheit verfolgen." Jeams bestätigte seine Aufgabe und so schlossen sie die Verbindung. Dhishasem brachte seine Niederschrift schnellen Schrittes in den versiegelten Raum und brach anschließend umgehend auf. Es dauerte nicht lange, bis er sich über Ziost wieder fand und die Koordinaten seiner Verbündeten übermittelt bekam. Ziost war zu dieser Zeit beinahe überall von Wolken bedeckt und die Dunkelheit breitete sich rasch aus, da dieser Planet von der dunklen Seite korrumpiert war. Die Macht war ähnlich stark wie auf Rhelg und Dhishasem vernahm die Präsenz der Aura, auch auf diesem Planeten. er rief sich Calyphagus' Worte in den Kopf: "Sie wird dich immer umgeben...", anscheinend stimmte es wirklich. Das Gebirge, in dem sich Zha'hadum und die Anderen versteckten, lag unter einer dicken Nebeldecke. Ohne die Koordinaten war es beinahe unmöglich sie zu finden und nicht gegen die spitzen Felsen zu fliegen. Allein aus diesem Grund, waren sie auch noch unversehrt. Es gab bloß ein paar Zugänge zu dem kleinen Tal, in dem sie sich nun befanden. Ihre Jäger wurden von einer unbekannten Waffe lahmgelegt, die es erlaubte in der Reichweite zu landen, jedoch nicht wieder zu starten. Da sie keine Ahnung hatten von wo das Signal kam, waren sie dort gefangen. Ihre Gruppe bestand inzwischen aus knapp 100 Mann, da Zha'hadum einige Widerstandstruppen unter seinem Kommando vereinigen konnte. "Dhi, es ist schön dich zu sehen." begrüßte ihn sein Freund, der sichtlich erschöpft war und die letzten Tage vermutlich nicht geschlafen hatte. "Sie haben unsere Fluchtwege abgeschnitten. Ein paar Mal Täglich, schicken sie welche von ihren Sprungtruppen und Rittern, um uns auf Trab zu halten, doch bislang konnten wir sie abwehren." Dhishasem legte ihm die Hand auf die Schulter und sagte: "Bereitet eure Schiffe vor und macht euch zur Evakuierung bereit, ich sorge für unseren Fluchtweg.". Verdutzt folgte Zha'hadum den Anweisungen und Dhishasem positionierte sich hinter der Verteidigungslinie des schmalen Gebirgspfades. Es war nun genau so düster wie auf Rhelg. Die letzten Lichtstrahlen, die ohnehin schon kaum erkennbar waren verblassten und gaben der Dunkelheit ihren Freiraum. Bloß provisorisch aufgestellte Laternen leuchteten in dem kleinen Tal. Die Angriffe des Feindes wurden kurzzeitig eingestellt, jedoch zeigten sie Scanner eine große Truppe, die in einigen Minuten eintreffen würde. Dhishasem setzte sich in eine meditative Haltung und schloss die Augen mit den Worten: "Geht nun.", die an die letzten Soldaten des Engpasses gerichtet waren. Er spürte die Präsenz um ihn herum und sog ihre Macht zunehmend mehr in sich auf. Die Präsenz wurde stärker und stärker, ganz genauso wie Dhishasem. Er öffnete seine Augen unter der Maske und seine Augen begannen abermals violett zu leuchten. Im Hintergrund hörte man, wie Zha'hadum Jeams Bescheid gab, dass sie fertig für die Evakuierung waren. Dhishasem konzentrierte sich weiter auf die Präsenz und befand sich nun wieder in dem schwarzen Raum, in dem er das Wesen erschaffen hatte. Dies war wohl die andere Instanz, von der Calyphagus gesprochen hatte. Sie war unsichtbar für ihn und für jeden Anderen, der sie besuchen wollte, genau wie Dhishasem für alles was dort war unsichtbar sein musste. Er setzte sich und konzentrierte sich auf die Verbindung zwischen seinem richtigen Körper und der Instanz, in der er sich gerade befand. Plötzlich öffnete sich ein kleiner Spalt, der ein wenig violettes Licht zum Vorschein brachte. Dhishasem ging durch diesen Spalt und konnte genau spüren, wie ihm die Präsenz folgte. Als er sich wieder vor dem Engpass wieder fand, sah er in einer geringen Entfernung die Feinde in Position gehen. Fest entschlossen dieses Gebirge nun endlich zu säubern. Als die Ersten durch den Pass liefen, angeführt von den Rittern Zakuuls, schoss eine schwarze Wolke aus dem Boden, direkt vor Dhishasem. Sie war riesig, mindestens drei Mal so groß wie Dhishasems Jäger und verschwand rasch in der Dunkelheit der Nacht. Dhishasem erhob sich und spürte die enorme Macht, die sich nun manifestiert hatte. Als die ersten Soldaten Dhishasem sahen und gerade auf ihn zustürmen wollten, hatte er sein Lichtschwert bereits Griffbereit. Bevor er jedoch seine Waffe ziehen und seine Feinde angreifen konnte, jagte die gigantische Gestalt über ihm in Richtung der Feinde. Gebannt sah er zu, wie seine Feinde in violetten Flammen verbrannten und die Ritter Zakuuls angsterfüllt zu der Übermacht empor sahen. Als sich die schwarze Rauchwolke erneut näherte, konnte man leichte Umrisse erkennen. Sie hatte riesige Fledermausartige Flügel, die nur Schemenhaft zu erkennen waren und einen großen Kiefer, voll mit schwarzen Zähnen. Der Rest bestand aus schwarzem Rauch, den das Wesen wie eine Art Körper mit sich führte und der die Nacht noch finsterer gestaltete. Einige der Ritter warfen ihre Lichtschwertlanzen nach dem dunklen Geschöpf, doch sie flogen in es hinein und kamen einfach nicht wieder heraus, ohne dass es irgendwelche Auswirkungen gab. Dhishasem rannte los, seine Feinde waren zurück geschlagen und er musste diese Waffe zerstören, damit seine Verbündeten fliehen konnten. Jedes Mal, wenn ihm Feinde in den Weg kamen, wurden sie augenblicklich von Dhishasems Schöpfung ausgemerzt. Als er die Station sah, konnte Dhishasem auch die Waffe erkennen, die Ionen artige Wellen auszusenden schien. Ohne das er was sagen musste flog die Kreatur über ihn hinweg und zerstörte die ganze Station, mit ihren violetten Flammen. Dhishasem blieb knapp davor stehen und beobachtete voller Ehrfurcht das Geschehen. Hinter Dhishasem sah man nun vereinzelte Jäger starten...

    Erkundung des Oclaru Sektors

    Sie waren bereits eine Weile auf Lichtgeschwindigkeit unterwegs und rückten ihrem Ziel immer näher. Es war nicht sonderlich sinnvoll in den Gebieten, in denen das Ewige Imperium bereits eingefallen war, die Gegenden zu erkunden, da sie meistens schon unter feindlicher Kontrolle standen und Präventionsmaßnahmen unmöglich durchzuführen waren. Aus diesem Grund wies Dhishasem die Crew der Destiny Ascension an, auf einen benachbarten Sektor Kurs zu setzen; den Oclaru Sektor. Dieses System lag ein wenig außerhalb und bildete sich aus einer Handvoll imperialer Welten. Dhishasem besprach sich einige Zeit mit Jeams im Konferenzraum und schaltete Khudos und Arrunias via Holo dazu. Als sie sich einen Plan überlegt hatten, versammelte Dhishasem kurz vor der Ankunft die ganze relevante Crew auf der Brücke: "In wenigen Augenblicken werden wir im Oclaru Sektor eintreffen. Unseren Berichten zufolge ist das Ewige Imperium hier noch nicht eingefallen, doch es wird nicht mehr lange dauern bis sie auch hier eintreffen. Unsere Mission lautet alle drei imperialen Welten, die in unserer Reichweite liegen, zu kontaktieren, sie zu warnen und eventuelle Evakuierungen zu unterstützen. Ihr werdet gleich in Gruppen unterteilt und einem jeweiligen Planeten zugeteilt, zu dem ihr in kleinen Shuttles reisen und anschließend Bericht erstatten werdet." Die Menge vor Dhishasem strahlte eine gewisse Gelassenheit aus, da sie durch seine ruhige Art nicht auf die Idee kamen es könnte etwas schief gehen. Kurz darauf verließen sie den Hyperraum und sahen ihre Ziele in einiger Ferne vor sich. Der Einsatz begann und die jeweiligen Gruppen liefen zügigen Schrittes in den Hangar, wo die Piloten bereits auf sie warteten. Dhishasem blieb mit einigen Anderen - so auch Jeams und Thawn - auf der Brücke und versuchte die Hauptstädte zu erreichen. Thawn wurde angewiesen, die Tarnvorrichtung des Schiffes zu aktivieren, nachdem alle Schiffe den Hangar verlassen hatten. Diese Tarntechnologie war ihnen oft eine große Hilfe, auch wenn man das Schiff - um die Tarnung zu erhalten - nicht bewegen durfte. Nachdem er die Tarnschilde aktiviert hatte, verließ er die Brücke und widmete sich wieder seiner Arbeit an der neuen Waffe, die beinahe einsatzbereit war. Als einige Stunden später die ersten Berichte eintrafen, waren die Reaktionen enttäuschend. Viele der großen Städte beharrten, dass ihre Abwehr gut genug wäre, um sich gegen Feinde behaupten zu können. Das mochte im Normalfall auch sicherlich so sein, doch es war kein einzelner Angriff, den es zu überstehen galt, es war eine Flut, die so oder so alles überschwemmen würde, was sich ihr in den Weg stellte. Tröstend war jedoch, dass wenigstens ein imperiales System auf die Warnungen zu reagieren schien und um Hilfe bei der Verteidigung und Evakuierung bat. Es handelte sich dabei um den nächst gelegenen Planeten Juma. Ein Planet der mittleren Klasse, der größtenteils aus großen Landschaftsbereichen-, die Teils grün, Teils grau waren, bestand. Es regnete sehr viel und der Planet zeichnete sich vor allem durch den rasanten Wetterumschwung aus. Wenn es in einem Moment regnete, konnte es in einer halben Stunde bereits wieder sonnig sein und wieder eine Stunde später sogar schneien. Dies lag daran, dass die Sonne in diesem System mal größere und mal kleinere Eruptionen aufwies und das stark auf das Wetter, des von der Sonne am meist entferntesten Planeten, zurückfiel. Sie mussten ihr Schiff nicht großartig bewegen, da sie sich bereits über Juma befanden. Alle Truppen auf den anderen Planeten, wurden nach weiteren erfolglosen Versuchen die Staatsoberhäupter zu überzeugen, in die Hauptstadt Jumas entsandt. Die Hauptstadt hieß Archon und lag an einem Gebirge, mitten in einer weiten Landschaft. Von der Stadt konnte man über große Entfernungen die ganze Gegend begutachten und sah Feinde schon von weit kommen. Sie verfügte über große Luftabwehrgeschütze und Infanterie Abwehrtürme, die an einer großen Mauer angebracht waren. Der Rücken der Stadt war durch das Gebirge gesichert, nur die Vorderseite musste durch die Mauer geschützt werden. Selbst gegen Luftangriffe war die Stadt geschützt, da sie einen großen Schildgenerator vor einigen Jahren erbauen ließen, um der ständigen Gefahr einer Schwachstelle zu entkommen. Viele der Bewohner fühlten sich ohne weiteres sicher in der Stadt und verstanden nicht, als sie in Alarmbereitschaft versetzt wurden. Die Soldaten, die die Stadt beherbergte, bereiteten sich auf eine Belagerung vor, während die Bewohner (knapp 800.000) zur Evakuierung aufgerufen wurden. Wie in so vielen imperialen Städten, gab es auch hier größtenteils nur Menschen, mit Ausnahme weniger nicht sonderlich verbreiteter Rassen. Der Bürgermeister der Stadt hieß Dayne Ashayy, er war ein Politiker, der das Kommando über die Hauptstadt vor nun mehr als zwölf Jahren erhalten hatte. Vorher lebte und diente er auf Dromund Kaas, als Koordinator der Einwandererbehörde des Oclaru Sektors. Er war sehr wortgewandt und als Dhishasem via Holo mit ihm sprach, um ihm die Situation auch nochmal selbst zu erläutern bemerkte er, dass er es mit einer überaus klugen Person zu tun hatte. Dayne Ashayy flog mit seiner Familie (bestehend aus seinen Eltern und seinen zwei Schwestern) zur Destiny Ascension, um mit Dhishasem und Jeams über das Bevorstehende persönlich zu sprechen. Der Tarnmodus wurde von Thawn kurz deaktiviert, damit ihre Gäste an Board kommen konnten und wurden umgehend danach wieder hochgefahren. Sie trafen sich in Jeams Büro, wo sie sich setzten und das Gespräch begannen, während die Familie des Politikers das Schiff bewunderte. Dayne war knapp 1,76m groß und sehr schlank. Er hatte kurze schwarz-graue Haare und trug ein dunkelrotes Gewand. Verständnisvoll und dankend erklärte er mit ruhiger Stimme, dass er den Kontakt zu Dromund Kaas nie abgebrochen hatte und ebenfalls mitbekam, dass große und rasant ausgeführte Angriffe überall in der Galaxis stattfanden. Eine Evakuierung des ganzen Planeten vermochte er nicht alleine anzuordnen, doch er würde sein Bestes geben, um allen die Gefahr, die Dhishasem und Jeams ausführlichst beschrieben, mit Nachdruck zu verdeutlichen. Er selbst bekam ein Quartier für sich und seine Angehörigen auf der Destiny Ascension zugesprochen. Seine Familie richtete sich direkt ein und war äußerst genügsam. Er flog mit seinem Shuttle zurück nach Archon und kontaktierte seine Freunde aus den benachbarten Städten. Juma verfügte kaum über kleine Orte, da es eine gewisse Stabilität und Größe erforderte, um mit dem dauernden Wetterumschwung klar kommen zu können. Die Evakuierung begann und die Meisten nahmen ihre eigenen Schiffe, um sich entweder ins Outer Rim, oder den imperialen Kernwelten zu begeben. Dayne schaffte es, die benachbarten Systeme zu überzeugen und begleitete anschließend die Evakuierung seiner Stadt. Nach ungefähr zwei Tagen, die sie nun dort schon verbracht hatten, erhielt Jeams ein Notsignal der Kundschafter, die er ausgesandt hatte, um über das Vordringen des Feindes zu berichten. Der Feind würde binnen acht Stunden bei ihnen eintreffen. Umgehend wurden Khudos, Arrunias und die Anderen auf Yuveria benachrichtigt, die eines der Schiffe startklar machten, um sie zu unterstützen. Thawn installierte letzte notwendige Updates, damit die Waffe so schnell wie möglich einsatzbereit sein konnte...

    Evakuierung von Archon

    Hektik herrschte auf der Destiny Ascension, da es nur noch einige Stunden waren, bis der Feind laut ihrer Spione eintreffen würde. In den letzten zwei Tagen ist es ihnen gelungen knapp 500.000 Bewohner der Stadt zu evakuieren, doch einige sahen keine Notwendigkeit darin zu fliehen und blieben daher stur. Die Soldaten waren größtenteils geblieben und postierten sich nun an der großen Mauer. Dhishasem befahl allen noch verfügbaren Shuttles, sich umgehend in Richtung Archon aufzumachen, um nach den letzten Vorkehrungen, auch die Soldaten und restlichen Oberhäupter auf die Destiny Ascension zu bringen. Thawn arbeitete unter enormen Druck weiter an der neuen Waffe und war viel damit beschäftigt den Tarngenerator auszubauen, da sie später krampfhaft in Deckung bleiben mussten, auch wenn Schiffe in den Hangar flogen. Auch der Bürgermeister Dayne Ashayy befand sich noch in der Hauptstadt Jumas und wartete unter Anspannung auf den Feind. Niemand wusste genau, mit welcher Streitmacht der Feind anrücken würde, daher hegten einige noch Hoffnung und stützten sich dabei auf die guten Abwehrmechanismen der Stadt. Ungefähr 4000 Soldaten, darunter auch Sith und Söldner waren nun bereit einen Kampf zu führen, der über ihr zukünftiges Schicksal entscheiden würde. Die Transportschiffe haben sich an diversen Stellen niedergelassen und warteten nun auf Dhishasems Befehle. "Aktiviert unser Notsignal" sagte Dhishasem nach einigem Bedenken ruhig und sicher. Jeams, der Dhishasem bei seinen Entscheidungen immer vertraute, steckte einen Schlüssel in einen Knopf und betätigte diesen anschließend. Bevor sich der Yuveria Bund trennte, einigten sich die höchsten Generäle darauf, in einem Notfall ein Signal auszusenden, welches nur Bundmitglieder empfangen konnten. Sollten verbündete Truppen in der Nähe sein, wäre die Möglichkeit auf Unterstützung höher. Sie befanden sich so nah über der Archon (knapp 400 Meter), dass sie von der Brücke aus sehen konnten, als die Bodentruppen ihren Schildgenerator hochfuhren und die Stadt damit abschirmten.
    "Ich empfange hier eine große näherkommende Signatur." sagte Jeams ernst und betont. Dhishasem stand mit hinter seinem Rücken verschränkten Armen neben ihm und nickte leicht, während er seinen Blick in Richtung Orbit hielt. Plötzlich war es soweit, eine Gruppe aus 15 Schiffen verließ den Hyperraum und direkt waren Landungsschiffe zu sehen, die auf die weite Ebene vor Archon Kurs setzten. Der Tarnmodus war aktiviert, sodass sie zunächst keinen Beschuss zu erwarten hatten. Sie empfingen Notsignale der benachbarten Systeme, doch sie hatten nicht die Mittel, um jetzt auch noch ihnen zu helfen. Als die Landungsschiffe des Feindes den Boden erreicht hatten, begannen die großen Geschütztürme der Stadt das Feuer. Sie standen außen an der Mauer und lagen nicht mehr unter dem Schutz des Schildes, da auch keine Schüsse von innen durch den Schild dringen konnten. Sprungtruppler wurden zu hunderten aufs Feld gelassen und begannen das Feuer auch schon aus weiter Entfernung. Kampfläufer rückten langsam vor und dutzende von Jägern nahmen die Geschütztürme unter Beschuss. Sie saßen in der Falle und konnten diesen Kampf nicht gewinnen. Es waren hunderte von feindlichen Kreuzern zu sehen, die jedoch ziemlich weit über dem Planeten ihre Position eingenommen hatten. Von ihnen gab es zum Glück keinen Beschuss, doch was nicht war konnte noch werden. Die feindlichen Truppen hatten inzwischen beinahe alle Geschütztürme zerstört, sodass die Bodentruppen nun fast die Mauern erreicht hatten. Dicht davor blieben sie stehen und schossen mit allem was sie hatten auf die Schilde. Sie hörten von der Brücke die Funkübertragungen der verbündeten Einheiten mit, aus denen hervorging, dass es einigen Rittern Zakuuls gelungen war die Stadt zu infiltrieren und sich den Weg zum Schildgenerator frei zu kämpfen. Umgehend eilte Dhishasem zu seinem Jäger und kontaktierte dabei Dayne. Er empfiehl den sofortigen Rückzug, doch genau in diesem Moment wurde der Schildgenerator zerstört und die Mauer wurde angegriffen. Die Soldaten Archons eröffneten nun das Feuer und gaben ihr Bestes den Feind am Vorrücken zu hindern. Jeams folgte Dhishasem und gemeinsam saßen sie in seinem Jäger und starteten die Systeme. "Wenn ich alles richtig berechnet habe, sollte der Tarnmodus beibehalten werden, wenn ihr euch beeilt." sagte Thawn via Holo. Mit hoher Geschwindigkeit schossen die beiden aus dem Hangar und nahmen ebenfalls Kurs auf die Stadt. "An alle Evakuierungsbote, haltet euch bereit zur Destiny Ascension zurück zu kehren." Meldete sich Jeams auf dem allgemeinen Kanal ihrer Verbündeten. Dhishasem sprang kurz über der Mauer aus seinem Schiff, während Jeams Dayne und die übrigen Oberhaüpter abholen sollte. Er sah, dass die gegnerischen Maschinerien die Mauer mehr und mehr zerstörten und kurz vor dem Durchbruch waren. Die Soldaten zogen sich nun endlich zu den vorgesehen Fähren zurück, während einige sich vor dem Haupttor sammelten, um den gleich eindringenden Feind aufzuhalten. Dhishasem rannte ebenfalls zum Tor und versuchte es mit aller Kraft mit der Macht zu halten. Riesige Geschütze waren inzwischen vom Feind aufgebaut worden und feuerten unermesslich gegen die großen schweren Türflügel. Einige Sith unterstützten Dhishasem, doch der Beschuss des Feindes war zu stark. Jeams bestätigte, dass er Dayne evakuiert habe und ihn nun zum Flaggschiff bringen würde. Einige der Fähren starteten nun und hatten große Mühe den Jägern auszuweichen und zur Destiny Ascension zu fliegen. Thawn hatte ihnen Tarngeneratoren eingebaut, die jedoch noch nicht ausgereift waren und immer nur für knapp 15 Minuten funktionierten. Genug Zeit, um unerkannt auf ihrem Flaggschiff zu landen, welches sie zumindest auf ihren Monitoren genau sehen konnten. Plötzlich wurde das Tor durchbrochen und der Feind stand vor ihnen. Dhishasem zog sich Lichtschwert und gab seinen Verbündeten so gut es ging Rückendeckung, während sie gemeinsam zurück liefen. Er hatte überlegt sein Schattenwesen herbei zu rufen, doch dafür fehlte ihm gerade die Zeit und die Ausdauer, da er seine Verbündeten gerade nur mit großer Mühe verteidigen konnte. Die letzten Fähren starteten und Dhishasem war einer der letzten, die sich kämpfend immer weiter in Richtung Stadtkern zurückzogen. Jeams flog sehr dicht an Dhishasem und die Verbleibenden heran, sodass alle an Board kommen konnten. Knapp bevor sie von feindlichen Raketen ins Visier genommen wurde, konnte Jeams ausweichen und begann den Rückflug zu ihrem Flaggschiff, wo der Kampf weiter gehen sollte. Archon war gefallen. Es gab keinen Widerstand mehr. Der Feind blieb nun vor der Mauer stehen und konzentrierte sich nicht mehr weiter auf die leer wirkende Metropole. Die Nacht brach herein und auch aus Dhishasems Jäger (der ebenfalls eine Tarnvorrichtung hatte), konnte man die Stadt mehr und mehr in Flammen aufgehen sehen, da feindliche Bomber nun die wichtigsten Gebäude unter Beschuss nahmen, um restlichen Widerstand auszuschließen. Gerade als Dhishasem sich in seinen Sitz sinken lassen wollte, blickte er noch einmal aus dem Fenster und sah aus der Ferne eine einzelne Person in schwarz gehüllt, vor die große Mauer treten...

    Ansturm über Juma

    Die letzten Shuttles trafen im Hangar ein und Thawn ermahnte alle Übrigen sich zu beeilen, bevor der Tarngenerator versagte. Viele der Evakuierungsbote wurden bevor sie sich tarnen konnten abgeschossen, sodass knapp 2800 Soldaten den Angriff letzten Endes überlebt hatten. Dhishasem war der Letzte, der mit seiner Besatzung in den Hangar flog und schnellstens wieder auf die Brücke zurückkehrte. Er ließ auf den Monitoren den Stadteingang heranzoomen uns sah anschließend die in schwarz gekleidete Person, unverändert vor den Toren stehend. Die unbekannte Gestalt trug eine Maske, die Dhishasem sehr vertraut vorkam. Ein heftiges Gewitter begann über den Ort hereinzubrechen und da sich ihr Schiff unter der Wolkendecke befand, konnten sie das bevorstehende Schauspiel miterleben. Es überraschte alle auf der Brücke, dass die Feinde unbekümmert und defensiv vor dem Unbekannten stehen geblieben waren, als ob sie eine Vorahnung hatten, was nun folgen könnte. Ihre Aufmerksamkeit auf den Boden wurde jedoch unterbrochen, als eine Reihe von Blitzen den Tarngenerator des Schiffes zum Ausfall brachte. Feindliche Jäger hatten dies bemerkt und nahmen unverzüglich Kurs auf die Destiny Ascension. "Volle Energie auf unsere Deflektorschilde!" rief Jeams zur Brückencrew, die eilig an den Konsolen zugange war. "Bringt uns knapp unter die Wolkendecke." sagte Dhishasem bestimmt. Die Jäger konnten die Destiny Ascension zwar sehen, doch den Kreuzern im oberen Orbit war es unmöglich sie anzuvisieren. Sie hätten weiter runter kommen müssen und bei solch einem Unwetter schien es für sie bequemer zu warten, bis sie versuchen würden zu fliehen. Eine Jägerstaffel startete aus dem nun ungetarnten Schiff und griff annähende Feinde an. Als Dhishasem wieder zu Boden schaute, sah er dass sich die Bodentruppen auf die allein stehende Person zu bewegten und das Feuer eröffneten. Alle Schüsse prallten jedoch von ihm ab, wobei es so schien, als hätte er seine Hand nach vorne gestreckt. Kein Schuss schien ihn zu verletzen und kurz bevor die Ritter Zakuuls auf ihn zu rannten, schoss eine gigantische Rauchwolke, die ungefähr 400m lang war aus dem Boden und überkam den unvorbereiteten Feind. In diesem Moment drang die Destiny Ascension weiter nach oben in die Gewitter Wolken, die sich nun zunehmend verdichteten. Plötzlich wurden Dhishasem und Jeams beinahe durch eine große Erschütterung zu Boden geworfen. "Ihre Kreuzer dringen zu uns vor und nehmen uns unter Beschuss!" schrie einer auf der Brücke. "Fliegt uns so gut es geht durch diese Gewitterfront und Thawn soll versuchen den Tarngenerator wieder einsatzbereit zu machen." rief Dhishasem zurück. Ihre Jäger sollten unverzüglich wieder im Hangar landen, bevor die mächtigen Blitze, die vom Himmel prasselten, noch mehr zerstören konnten. Ohne wirkliche Navigation und mit nichts weiter als schwarzen Wolken vor sich, setzten sie ihren Kurs weiter fort. Als einige Blitze aufleuchteten sahen sie feindliche Kreuzer unmittelbar vor sich. Es waren mindestens fünf Stück, die sie nun erkannt zu haben schienen und den Beschuss begannen. Sie saßen in der Falle, ihre Schilde waren zwar noch bei 72%, doch das konnte sich rasch ändern, wenn weiter Blitze einschlugen und der Beschuss nicht aufhörte. "Konzentriert unseren Beschuss auf den linken Kreuzer!" wies Jeams seine Verbündeten an. Sie wollten sich eine Schneise schlagen, durch die sie dann möglichst schnell fliehen konnten. Gerade als der sechste Kreuzer hinzukam, schoss eine riesige Kreatur mit durchdringlich roten Augen, durch die Wolkendecke und erfüllte den Zwischenraum zwischen der Destiny Ascension und dem Feind. Dhishasem war sichtlich schockiert, es hatte große Ähnlichkeiten mit dem Leviathan auf Vortegos VI und bestand größtenteils aus schwarzem Rauch. Mit leuchtend roten Augen, wandte sie sich dem Feind zu und zerstörte einen Kreuzer nach dem Anderen. Die ganze Besatzung des imperialen Kreuzers, die dieses Schauspiel mit ansah, schaute verblüfft und schockiert aus dem Schiff. Die ersten brennenden Überreste der Schiffe explodierten und donnerten in Richtung Oberfläche. Dhishasem rief sich wieder in den Augenblick, während die gigantische Kreatur draußen ihre dunkelroten Flammen durch die Schiffswände brennen ließ und nutzte die Gelegenheit, um das Schiff aus dem Gefahrengebiet zu manövrieren. Mit ungefähr 67% Schildleistung steuerten sie in Richtung Orbit. Kurz darauf ließen sie die dunklen Wolken hinter sich und sahen in einiger Entfernung eine große Flotte, die ihre Aufmerksamkeit nun auf sie zu richten schien...

    Einsatz einer neuen Waffe

    "Wie lange bis zum Hyperraumsprung?" fragte Jeams nach hinten gewandt, während Dhishasem angestrengt auf die herannahenden Feinde blickte. "Ungefähr zehn Minuten" sagte ein Besatzungsmitglied "Durch die Zerstörung des Tarnfeldgenerators sind weitere Systeme ausgefallen!" "So lange haben wir nicht." sagte Jeams ruhig und schaute dabei in dieselbe Richtung wie sein Freund. Neun Kreuzer waren noch vor ihnen zu erkennen, die nun beinahe in Feuerreichweite waren. "Thawn, wie lange noch bis unsere Waffe einsatzbereit ist?" fragte Dhishasem nun streng. Thawn meldete sich über Funk und sagte etwas zögerlich: "Ich bin mir nicht sicher, ob dies so förderlich wäre... Im schlimmsten Fall könnten unsere Schilde versagen.". Als ob Dhishasem dieses Risiko egal wäre sagte er: "Lade die Waffe auf und melde dich sobald sie feuerbereit ist.".
    Die neue Waffe hatte die Suen Kristalle von dem Planeten Krosis, als Energiekern. Als Thawn vor vielen Jahren für die Chaos Dragons einen eigenen Reaktor gebaut hatte, bemerkte er das Potenzial dieses Rohstoffes und saß seitdem an einer Möglichkeit ihn als Waffe zu nutzen. Seit die Destiny Ascension in ihrem Besitz war, baute Thawn immer weiter an seiner Erfindung, die er an den zwei forderen Flügeln des Schiffes befestigte. Auf der jeweiligen Innenseite befand sich eine starke Plasmakanone, die schräg nach vorne ausgerichtet war. Wenn beide Waffen zeitgleich aktiviert werden würden, würden sich die Plasmastrahlen auf der Mitte knapp vor dem Hangar treffen und sich gegenseitig aufladen. Es entstünde eine Art Energiekugel, die bei einer bestimmten Größe durch den Druck nach vorne geschossen würde. Die Zuverlässigkeit und die Schadensbilanz waren jedoch noch unbekannt, da bislang keine Feldversuche stattgefunden hatten.
    Sie brachten ihr Schiff nun in Position und richteten die Spitze des Schiffes auf einen der feindlichen Kreuzer.
    "Die Jäger sollen starten" sagte Dhishasem zu seiner Brückencrew, die seinen Befehl umgehend weiterleiteten. Da anscheinend alle feindlichen Jäger auf den Boden geschickt wurden, nahmen sie an, dass sie entweder von diesem mysteriösen Wesen zerstört, oder vom Gewitter außer Gefecht gesetzt worden waren. Einige der geretteten Soldaten meldeten sich zusätzlich als freiwillige Piloten und bemannten einige Bomber. Auch Jeams stieg in seinen personalisierten Jäger, der über diverse Geschütze verfügte und führte eine der drei Staffeln an, die sich nun den äußeren Kreuzern annahmen. Gerade als die Jäger das Feuer begannen und die Destiny Ascension ihre Langstreckengeschütze abfeuerte, tauchte beinahe unmittelbar hinter dem Feind eine verbündete Fregatte auf. Ivoseck und Exest meldeten sich über Holo und begannen den Beschuss, um die Jäger zu unterstützen. "Sind wir die Einzigen die zur Unterstützung gekommen sind?" meldete sich Ivoseck. "Bislang schon sagte Dhishasem nun etwas erleichtert, aber besser mit als ohne euch.". Die Stimmung auf der Brücke hob sich nun etwas an, als sie ihre Unterstützung registrierten. Nach kurzer Zeit war bereits eines der feindlichen Schiffe zerstört, jedoch wurden einige der Jäger abgeschossen, sodass von den anfänglichen 24 bloß noch 18 übrig waren. Die Yurus (die verbündete Fregatte) setzte zum Sinkflug an, da sie nun stark unter Beschuss genommen wurde. Trotz Vorwarnung tauchte sie in die Gewitterwolken ab und verschwand für einen Augenblick. "Die Waffe ist nun voll aufgeladen!" rief einer Dhishasem zu. "Bringt das Schiff in Position und zielt auf den mittleren Kreuzer." wies er sie an. Nachdem sie in Position waren, gab er das Kommando zum Abfeuern der Waffe, die nun ihre gelb-orangenen Plasmastrahlen aufeinanderprallen ließ. Direkt vor sich konnte Dhishasem von der Brücke die immer größer werdende Energiekugel sehen, die nach knapp 20 Sekunden ihr Maximum erreichte und mit enormer Geschwindigkeit nach vorne Schoss. Die Lichter auf der Brücke flackerten kurz und die Destiny Ascension bebte auf, doch das Resultat war grandios. Das Geschoss hatte den feindlichen Kreuzer direkt in der Mitte getroffen, wo auch die Brücke lag, weswegen er nun zerstört in Richtung Planetenoberfläche fiel. Ein kurzes Jubeln erfüllte die Brücke und auch Ivoseck und Exest, die unter der Wolkendecke das herabstützende Wrack bemerkten meldeten sich zufrieden. Die Yurus tauchte kurz danach wieder aus der Wolkendecke auf und nahm ihre Position neben der Destiny Ascension ein. "Die Waffe erneut laden" befahl Dhishasem, doch in diesem Augenblick kamen die Feinde immer näher auf sie zu und verteilten sich. "Deckt umgehend unsere Backbord Seite, bevor sie hinter uns kommen!" rief Dhishasem in die bestehende Verbindung zur Yurus, die augenblicklich manövrierte. "Jeams, nimm alle noch verfügbaren Jäger, deckt die Bomber und zerstört den Kreuzer, der versucht über uns zu kommen". Jeams bestätigte und in einer Rauten Formation - die Bomber in der Mitte - setzten sie zum Steigflug an. Die Destiny Ascension drehte sich auf die Steuerbord Seite und beschoss mit voller Breitseite die zwei mittleren Kreuzer, die gerade auf sie zukamen. "Die Waffe ist geladen!" schrie abermals ein Crewmitglied. Sie hatten sich bereits passend ausgerichtet, sodass der äußerste Kreuzer anvisiert war. "Feuer!" rief Dhishasem und die Plasmakugel schoss nach vorne und traf den Antrieb des Schiffs. Von der Schwerkraft erfasst, sank das feindliche Schiff in die Wolkendecke und verschwand. "Wir stehen unter starken Beschuss! Bloß noch 42% der Schildleistung ist verfügbar!" rief einer zu Dhishasems rechten. "Wir konnten die Brücke zerstören, der Kreuzer fällt immer weiter in Richtung Erdoberfläche, passt auf die Trümmer auf!" Rief Jeams beinahe zeitgleich in die Übertragung. "Alle verfügbare Energie auf unsere Bugschilde und volle Kraft zurück!" ergänzte Dhishasem eilig, während von oben bereits Trümmer herabregneten und vereinzelt auf die Destiny Ascension aufschlugen. "Bringt die restlichen Jäger sofort wieder in den Hangar, wir müssen hier weg." befahl Dhishasem mit ernster Stimme, während auch die Yurus zum Ausweichmanöver ansetzte. "18% Schildleistung! Wenn wir jetzt unsere Plasmawaffe verwenden, fallen sie komplett aus!" rief jemand in die Runde. Dhishasem dachte über die möglichen Optionen nach, als plötzlich eine unbekannte Fregatte über dem Feind auftauchte und ihn stark unter Beschuss nahm. Mit Projektil basierten Geschützen, die Schilde ignorierten, zerstörte die Fregatte die Brücke eines Kreuzers und unterstützte die Yurus bei ihrem Zweikampf. "Diese Idioten haben wohl noch nie etwas von Partikelschilden gehört." meldete sich eine bekannte Stimme via Funk. Leotox und seine Mannschaft schienen das Notsignal erhalten zu haben und waren daher zur Unterstützung gekommen. Erleichterung durchflutete die Brücke. "Kraytory, angenehm von dir zu hören." meldete sich nun Jeams aus dem Hangar. "Wir wären schon eher hier gewesen, aber Neyna musste ja unbedingt mit ihrem Haartrockner einen Kurzschluss verursachen." aus dem Hintergrund drang dabei: "Erzähl das doch nicht weiter, dass ist peinlich!" "Dann schlaf das nächste Mal nicht wieder mit dem Ding in der Hand ein, dann kann es auch nicht ins Klo fallen und unser komplettes Schiff lahm legen!" sagte er und zog dabei den Beschuss auf sich. "Wir treffen uns im Nagios System." sagte Dhishasem nun ebenfalls erleichtert und gab den Befehl für den Hyperraumsprung...


    Besuch auf Nixor

    Nach kurzer Absprache in einem benachbarten System, machten sich alle wieder in unterschiedliche Richtungen auf, um ihre Missionen weiter zu verfolgen. Leotox war mit seiner Crew laufend unterwegs und sammelte Informationen über die feindlichen Flottenbewegungen und griff den einen oder anderen Kreuzer zu passenden Gelegenheiten an. Ivoseck und Exest flogen zur Bereitschaft in die Nähe von Yuveria, falls Verbündete erneut Hilfe gebrauchen sollten. Die Destiny Ascension setzte nun Kurs auf den Planeten Nixor, der bloß einige Stunden entfernt lag. Jeams hatte vor einiger Zeit Mitglieder damit beauftragt, sie über Kaitos Verbleib zu informieren, doch sie meldeten sich nicht zurück. Der Planet Nixor, war das Auftrags - Territorium von Kaito und seiner Gruppe, die eigentlich ein Mitglied namens Lord Dorma anführen sollte. Dorma war zwar noch recht neu im Bund, doch hatte er seine Führungsqualitäten beim Imperium unter Beweis gestellt. Er war kein herausragender Krieger, aber dafür ein fähiger Stratege, der Loyal gegenüber dem Imperium und Dhishasem eingestellt war. Als Thawn eifrig versuchte eine Funkverbindung zu ihren Verbündeten, auf dem immer näher liegenden Planeten, aufzubauen bemerkte er, dass das Signal dort erst gar nicht ankam. Er vermutete, dass der Transmitter durch ein Unwetter oder den Feind blockiert wurde. Auch wenn dies die wahrscheinlichste Erklärung war, hatte Dhishasem dabei seine Bedenken. Er hatte seinen Halbbruder arroganter und selbstherrlicher in Erinnerung, doch nun, jetzt wo er wieder da war, wirkte er vollkommen ausgewechselt. Niemand genau konnte sagen, was er in der Zeit seines Komas erlebt hatte und ob er sich daran überhaupt erinnern konnte. Als Dhishasem seine loyalsten Verbündeten mit Kaito auf die Mission nach Corellia schickte, hoffte er sie würden etwas herausfinden, etwas was er ihm gegenüber nicht erzählen mochte. Bedauerlicherweise war dem nicht so und sie tappten weiter im Dunkeln. Das Plötzliche Auftauchen Gaheds war ebenfalls ein Indikator, der auch Tholdurn zur Aufmerksamkeit anmahnte, weswegen er das Gespräch mit Dhishasem suchte. Der anfängliche Plan, dass Voltis ihn überwachen sollte, änderte sich schlagartig bei dem Ausbruch des Ewigen Imperiums, er hoffte nun Informationen von Dorma zu erhalten.
    "In einigen Minuten sind wir da." sagte Jeams ausgeruht, während er an die Seite Dhishasems trat, der Gedankenvoll an einem Tisch im Besprechungszimmer saß. Er kehrte leicht benommen aus seinen Gedanken in die Situation zurück und nickte Jeams kurz dankend zu. Es schien als würde Jeams bemerken, dass Dhishasem etwas zu schaffen machte. Vielleicht wusste er auch was es war, doch sein Gespür schien ihm zu sagen, es wäre nicht der geeignete Augenblick, um es anzusprechen, was vollkommen zutraf. Dhishasem und Jeams gingen zurück zur Brücke. "Versetzt alle Bereiche des Schiffs in Alarmbereitschaft und ladet die Plasmawaffe auf." sagte Dhishasem. "Wir wissen nicht, ob der Planet angegriffen wurde und der Komlink daher nicht funktioniert. Wir sollten vom Schlimmsten ausgehen." fügte er murmelnd hinzu. Jeams hatte ihn direkt verstanden und wies die Crew an: "Volle Energie auf die Bugschilde und den Hyperraum verlassen, in 3,2,1...". Als sie Über Nixor ankamen, sahen sie nichts Feindseliges. "Was zeigen die Scanner an?" fragte Dhishasem nun neugierig, auf seine Brückencrew schauend. "Die Systeme zeigen keine Schiffe in diesem System. Weder Verbündete noch Feindliche." Dhishasem schaute skeptisch auf die Planetenoberfläche und fragte dann: "Empfangen wir störende Funkwellen, die einen Transmitter am Empfangen oder Senden stören könnten?". Thawn, der vor einigen Minuten auf die Brücke gekommen war, setzte sich nun selbst an die dafür vorgesehen Steuerungen und prüfte es nach. "Nein, weder etwas was vom Planeten ausgeht, oder auf künstlichem Wege eingeschaltet wurde. Wir sollten eigentlich keine Probleme haben.". Dhishasem schritt nun von der Brücke, Jeams dicht hinter ihm. "Hast du die Koordinaten von Dormas und Kaitos Position?" fragte er Jeams. "Zumindest die anfänglichen Koordinaten, seitdem hatten wir keine Verbindung zu ihnen, also können wir nur hoffen, dass sie noch da sind.". Thawn hatte das Kommando über die Brücke und sollte sie über feindliche Aktivitäten informieren, sollte etwas passieren.
    Dhishasem und Jeams reisten mit Jeams' Jäger auf die Erdoberfläche, wo sie über diverse Sumpflandschaften flogen und einige Gebirgsketten unter sich erkannten. Der Planet war früher sehr grün gewesen, es war eine riesige imperiale Kolonie, doch durch den Krieg gegen die Republik, verfiel er schon vor einigen hundert Jahren, zunehmender Fäulnis, die sich nun stark bemerkbar machte und den Großteil des Planeten als unbewohnbar erscheinen ließ. Dennoch lagen nach wie vor einige Ressourcen unter der Erde, die der ein oder Andere gerne weiter verkaufte. Aus diesem Grund waren gelegentliche Arbeitergruppen, die in den Gebirgen zu sehen waren, keine Seltenheit. Sie landeten in der Nähe der Koordinaten, die sie noch besaßen und verließen das Schiff, welches nun von einer dünnen Nebeldecke umgeben war. Um die Verbindung zu testen, meldete sich Thawn kurzzeitig, der das Kommando über die Brücke weiter gegeben hatte, um sich der Reparatur des Tarngenerators anzunehmen. Auch wenn er ein brillanter Kopf war, waren ihm Führungspositionen zuwider. Ohne Probleme empfing Jeams ihr Signal und folgte dem angegebenen Weg weiter zu der Position, bei der sich ihre Verbündeten hoffentlich befanden. Nach knapp 30 Minuten Fußmarsch durch die neblige Gegend, fanden sie ein belebtes Lager vor. Sie sahen beinahe alle aus der Gruppe Dormas, die stark zu wachsen schien. Knapp 60 Mitglieder sahen die Anrückenden an und begrüßten sie entweder oder schauten sie verdutzt an, bis ihnen erklärt wurde, wer Dhishasem und Jeams überhaupt waren (In dem Falle, dass sie neu dazu gestoßen waren). Dhishasem erfragte, wo sich das Befehlshaber-Quartier befand und trat anschließend mit Jeams ein.
    "Kaito..." sagte Dhishasem leicht verwundert, als er eintrat. Kaito war gerade stehend über einen Schreibtisch gebeugt, den Rücken zum Eingang und drehte sich nun zufrieden um. "Bruder." sagte er mit einer falsch wirkenden Zufriedenheit. "Was verschafft uns die Ehre deines Besuches?". Dhishasems Begleiter schien er dabei vollkommen zu ignorieren, was Jeams anscheinend sehr gelegen kam, da er durch den Raum schlenderte, sich alles ansah und Kaito keinen Blick zuwarf. „Eure Transmitter haben unsere Signale nicht länger empfangen. Da wir ohnehin gerade in der Nähe waren, wollten wir uns selbst von eurem aktuellen Status überzeugen.“ Antwortete Dhishasem trocken. Kaito schaute nun bedrückt zu Boden und Dhishasem vermochte nicht zu erkennen, ob es ernstgemeint war, oder nur oberflächlich so wirken sollte. „Es gab einen Angriff…“ begann er mit bedrückter Stimme. „Es war nicht das Ewige Imperium, sondern eine Gruppe Piraten, die uns wohl für Koloniearbeiter gehalten haben mussten.“ Er machte eine kleine Pause und schaute Dhishasem dabei bloß immer wieder kurz ins Gesicht. „Sie haben Dorma und ein paar weitere Mitglieder getötet…“ schloss er nun seinen Bericht…


    Interne Organisation

    Jeams und Dhishasem saßen noch eine Weile in ihrem Jäger und unterhielten sich über die aktuellen Informationen, die sie gerade von Kaito erhalten hatten. Die drei Kundschafter, die Jeams entsandt hatte, waren gerade angekommen, als der Angriff passierte. Zwei wurden ebenfalls getötet und einer lag schwer verletzt im Krankenzelt. Sie befragten ihn kurz zu dem Vorfall, genau wie viele andere Mitglieder, bei denen sie wussten sie würden nicht lügen. Ihre Darstellungen glichen denen von Kaito in so gut wie allen Aspekten. Kaito wurde aus diesem Grund das Kommando der weiteren Operation übertragen und neue Transmitter und Kommunikationsgeräte wurden von der Destiny Ascension gebracht, da sie beim Angriff ebenfalls zerstört wurden.
    Sie brachen auf und flogen nun in Richtung Destiny Ascension zurück. Dhishasem sagte Jeams, er solle den Rat zusammenrufen, sodass sie die erste allgemeine Lagebesprechung abhalten könnten. Bevor die Trennung des Bundes stattgefunden hatte, beschloss Dhishasem jedes Jahr eine Versammlung zu veranlassen, um alle wichtigen Informationen auszutauschen und sich nach Bedarf neu zu ordnen. Das erste Jahr war nun verstrichen und da keiner eine Ahnung hatte wie lange sie noch getrennt bleiben würden, war es wichtig sich auf dem Laufenden zu halten. In wenigen Stunden würde die Versammlung beginnen, informierte Jeams seinen Freund. In der Zwischenzeit warteten sie auf der Brücke und schauten beide in Richtung Nixor.
    „Was für ein Gefühl hast du bei Kaito?“, fragte Jeams nun Dhishasem. „Ich war ihm, seit seiner Wiederkehr, sehr skeptisch gegenüber eingestellt, doch allem Anschein nach meint er es tatsächlich ernst mit seiner Loyalität dem Bund gegenüber.“. „Ich kannte ihn bislang nicht. Lediglich das, was mir von ihm berichtet wurde. Viele verlieren ihre Gier nach Macht nie und sollte er sie auch nicht verloren haben, weiß er sie zumindest gut zu verstecken.“ antwortete Jeams. „Ich denke es war jedoch nicht die falsche Entscheidung ihm das Kommando der Operation zu übertragen, seine Gefolgschaft, schien davon auch recht angetan.“ fügte er noch ruhig hinzu. Thawn kam in diesem Moment zufrieden auf die Brücke und stellte sich neben Dhishasem, der nun genau zwischen Jeams und Thawn stand. „Der Tarnfeldgenerator ist wieder einsatzbereit.“ sagte Thawn grinsend und teils erleichtert. „Jedoch würde ich für die Zukunft keine spektakulären Versuche empfehlen, da ansonsten die Gefahr bestünde, dass die Systeme überhitzen und dies das ganze Schiff für einige Momente lahm legen könnte.". Verdutzt schauten ihn Dhishasem und Jeams zeitgleich an und dankten ihm für seine Mühe. Es war nun soweit und die Versammlung konnte beginnen. Dhishasem und Jeams hatten bereits im Besprechungssaal platzgenommen und warteten einige Minuten auf die Anderen.
    Der Raum lag hinter dem Flur der zur Brücke führte und knapp neben dem Fahrstuhl. An den Wänden hingen teilweise imperiale Banner und teils Weltkarten oder Landkarten, wo meistens aktuelle Missionen vorgestellt wurden. Die Decke lag recht hoch und der Raum wurde mit einer leicht rötlichen Lampe beleuchtet. In der Mitte des Raumes war eine Art Stuhlkreis aufgebaut, bei dem es fünf Stühle und einen Thron gab, auf welchem Dhishasem saß. Die Stühle waren spitz und lang in die Höhe gezogen und hatten alle ihren festen Platz. In der Mitte dieses Kreises war eine große Holographische Galaxiskarte platziert, die bei vielen Darstellungen unverzichtbar war. Der ganze Raum war recht dunkel, doch die vorhandenen Lichter genügten. Auf jedem Stuhl war im Sitz eine kleine Runde Gerätschaft eingebaut, die die jeweiligen Personen (sollten sie nicht anwesend sein) auf ihren Platz per Live Übertragung projizierten. Im Rat des Yuveria Bundes saßen Dhishasem, als Oberhaupt, Jeams, als seine rechte Hand, Voltis, als seinen Berater und obersten Befehlshabenden General, Zha’hadum als den Flottenkoordinator und Arrunias und Khudos, die sowohl als Berater, als auch als befehlshabende Offiziere gefragt waren.
    Dhishasem hatte auf seinem Thron Platz genommen und startete die Verbindung. Plötzlich flackerten die Sitze auf und auf jedem saß eines ihrer Ratsmitglieder.
    „Nun, danke für euer Kommen.“ Begann Dhishasem in die Runde sagend. „Wie ihr wisst, ist bereits ein Jahr verstrichen und dies ist seitdem unsere erste Ratssitzung. Ich bitte euch nun alle vergangenen nennenswerten Vorkommnisse zu berichten, sodass wir auf den aktuellen Stand der Dinge kommen.“ Voltis zu seiner Linken begann: „Auf Korriban hat ein verheerender Angriff stattgefunden, der kurz nach dem Ausbruch des Ewigen Imperiums stattgefunden haben muss. Viele Tempelanlagen wurden zerstört, die Akademie war bis auf Wenige verlassen und es gibt keine Spur vom Rat der Sith.“ gebannt hörten ihm alle Aufmerksam zu. „Wir haben viele Orte wieder von Schutt und Trümmern befreit und konnten aus den Gräbern immer wieder einige Retten. Es ist größtenteils eine Rettungsmission als alles andere, wir sind nun knapp zu 200 in unserem Lager und allmählich werden sowohl die Vorräte, als auch der Platz recht eng.“ „Ivoseck und Exest sind gerade mit der Yurus in der Nähe, ich würde sie zu euch schicken, sodass ihr eure Neulinge auf das Schiff und anschließend nach Yuveria verfrachten könnt. Dort werden sie dann weiter medizinisch versorgt und erhalten alle genauen Informationen, sollten sie bei uns bleiben wollen.“ sagte Dhishasem in die Runde gewandt. „Wir geben unseren Ärzten Bescheid und lassen das Lazarett vorbereiten.“ ergänzte Khudos anschließend. „Sehr gut.“ beendete Voltis sein Anliegen. „Gab es noch Spuren vom Feind, die darauf hinweisen, was seine Interessen bei diesem Angriff waren?“ fragte Jeams und schaute Voltis dabei an. „Sie haben nichts von Wert geplündert und sie haben den Planeten nach ihrem Angriff wieder verlassen. Die Vernichtung unserer Einheiten war dabei die Priorität.“ antwortete er. „Und uns zu demütigen kommt dazu.“ erwähnte Arrunias ärgerlich. „Die Yurus soll nachdem sie die Verwundeten nach Yuveria gebracht hat wieder über Korriban Stellung beziehen und bei Bedarf helfen.“ schloss auch Dhishasem dieses Thema. „Ziost wurde vom Feind eingenommen, sodass wir evakuieren mussten. Durch Dhishasem konnten wir knapp entkommen und haben dabei einige neue Mitglieder aufgelesen. Wir befinden uns zurzeit auf dem Planeten Thule, dem Nachbarplaneten von Ziost. Hier sind keine feindlichen Aktivitäten erkennbar, allerdings sorgen wir auch nicht für viel Aufmerksamkeit." „Und das bleibt auch am besten so.“ ergänzte Dhishasem. „Diese Systeme sind in stätiger Gefahr, weswegen Achtsamkeit erforderlich ist. Ich entsende euch ins Oclaru System, wo ihr auskundschaftet, welche Planeten von Angriffen des Feindes betroffen sind und welche Schäden zu erwähnen sind.“ „Wir mussten Juma bei der Evakuierung helfen, als uns eine Flotte bemerkte und Angriff. Die zwei übrigen Sith Welten des Systems, Reymor und Saltis III haben Notsignale gesendet. Es ist wichtig zu wissen, ob unser Feind an den Systemen interessiert ist, oder nur auf die Vernichtung unserer Fraktionaus ist.“ warf Jeams noch mit ein. „Du kannst eure Neuankömmlinge ebenfalls nach Yuveria schicken, um mit einer möglichst kleinen Gruppe zu reisen.“ sagte Khudos. Zha’hadum nickte und blickte weiter in die Runde, wartend wer sich als nächstes melden würde. „Es waren kaum Versetzungen notwendig.“ fuhr Khudos fort, der Dhishasem gegenüber saß. „Ab und an gab es Angriffe, jedoch keine gezielten, sodass unsere Truppen auf nahe liegende Planeten ausweichen konnten, oder sich versteckt hielten bis der Ansturm vorbei war.“ „Für die, die es noch nicht wussten, Pitt wurde auf Corellia getötet.“ sagte nun Arrunias. „Recht zu Beginn erhielten wir von dem jungen Tholdurn Dashan die Benachrichtigung, dass er in einem Gefecht gefallen war, jedoch nicht durch einen Angriff unseres Feindes. Tholdurn war auf einem Rachefeldzug und Pitt hatte sich freiwillig gemeldet ihn zu begleiten.“. Die Runde wirkte betroffen, bis Zha'hadum sagte: „Das klingt nach ihm…“ Arrunias fuhr nach einer kleinen Pause fort: „Wir haben ihn vorrübergehend zum Anführer auf Siskeen gemacht, da er den Ranghöchsten Grad hat. Wir wollten es bis zu dieser Versammlung dabei belassen, damit wir uns nun einigen können, ob es so bleiben kann oder nicht.“. Die Blicke wanderten abwechselnd zueinander und zu Dhishasem, der nachdenklich aussah. „Tholdurn ist ein guter Mann, ihr kennt meine Meinung zu ihm. Er ist noch jung und muss einige Dinge noch besser verstehen, aber es war Pitts Entscheidung ihn zu begleiten und er hätte es ebenfalls gewollt, dass Tholdurn sein Stellvertreter wird. Wir sollten es dabei belassen. Er wird selbst gemerkt haben, wo seine Fehler liegen und was falsch war. Hat jemand Einwände?“ niemand antwortete, alle schüttelten bloß leicht den Kopf. „Dann ist es beschlossen, Tholdurn bleibt Anführer auf Siskeen und übernimmt Pitts Position als General." ein kurzes Schweigen lag im Raum. „Nun wir waren auf Nixor und haben uns wegen der nicht funktionieren Transmitter erkundigen wollen. Dorma und ein paar weitere Mitglieder wurden bei einem Piratenangriff getötet. Kaito hat nun das Kommando über ihre Position und beharrte darauf seine Gruppe dort zu lassen, da sie sich gerade mitten in einigen Operationen befanden.“ sagte Jeams. „Ist es wirklich eine so gute Idee Kaito als Anführer unbeaufsichtigt zu lassen?“ fragte Arrunias nun mit einer leicht sarkastischen Stimme, als sehe er das absolut nicht so. „Es mag seltsam klingen, doch seine Gruppe hält viel von ihm und allmählich bin ich ebenfalls der Meinung, dass sich mein Bruder in gewisser Hinsicht geändert hat. Er ist zwar gerissen und verfolgt sicherlich auch noch seine eigenen Ziele, aber im Großen und Ganzen unterstützt er uns wo er nur kann und gehorcht unseren Befehlen einwandfrei.“ sagte Dhisahsem und lehnte sich nun zurück in seinen Thron, während Voltis das Wort ergriff: „Dem stimme ich zu. Ich habe ihn auf Corellia erlebt, als er sich freiwillig meldete zu helfen. Ich habe auch machmal meine Zweifel wegen seiner Vergangenheit, aber er sollte das Kommando über Nixor behalten.". Arrunias zuckte gleichgültig mit den Schultern und lehnte sich ebenfalls zurück. Da niemand Einwände hatte blieb es dabei. „Unser Neuankömmling Gahed fragte nach der Genehmigung ebenfalls einem Außenposten zugewiesen zu werden.“. Warf Khudos nun in die Runde, als ob er Angst gehabt hätte es zu vergessen. „Schicken wir ihn zu Kaito“ schlug Zha’hadum vor. „Die beiden kennen sich noch aus Zeiten der Chaos Dragons und er ist ein fähiger Krieger.“. Dhishasems anfängliche Zweifel unterdrückte er, und gab sein Einverständnis…

    Rückkehr nach Abraxin

    Die Destiny Ascension verbrachte die nächsten Wochen über einem Planeten namens Ossus, um Nachzutanken und ihre neue Mission zu planen. Nicht weit entfernt lag der Planet Abraxin, auf dem Dhishasem vor vielen Jahren der Bruderschaft der Dunkelheit beigetreten war. Es gab bestimmte Routen, die jedes Team erkunden sollte, um deren Verbleib zu überprüfen. Auf Dhishasem Route war auch Abraxin festgelegt. Sein alter Heimatplanet, auf dem er über 30 Jahre verbracht hatte, war äußerst nützlich für die Anhänger der dunklen Seite. Er informierte nochmals Khudos auf Yuveria, der begeistert hoffte, dass Abraxin nicht eingenommen wurde. Arrunias und Jama waren gerade dabei die neuen Luftabwehr Geschütze an das Hauptquartier zu bauen und waren daher nicht in der Basis, um dahingehend unterrichtet zu werden. Als sie nach kurzer Zeit eintrafen, war ein kurzes grinsen in Dhishasems Gesicht zu erkennen. Er erkannte die tobenden Gewitter auf der Oberfläche, die purpurne Blitze niederregnen ließen. Weit und breit gab es keine Spuren einer Invasion oder eines Angriffs. Die Tarnschilde wurden aktiviert, als Jeams und Dhishasem gerade den Hangar verlassen hatten. „Die Bruderschaft der Dunkelheit also…“ durchbrach Jeams das Schweigen. Seine dunklen Augen spiegelten die Blitze, die nun überall vor ihnen aufflackerten, als sie durch die Wolkendecke flogen. „Der einzigen Vertreter von denen ich je etwas gehört habe, sind du und deine Freunde.“. „Sie halten sich verdeckt. Viele akzeptieren ihre Lebensphilosophie nicht und halten sie für sowas wie schwarze Magier oder Vertreter der Dunkelheit.“ Jeams nickte leicht und setzte seinen Helm auf, um auf der dunklen Oberfläche etwas sehen zu können. Es musste früher Abend sein, doch wegen der dichten Wolkendecke, glich es einer Nacht, die zu früh hereingebrochen war. Sie landeten das Schiff in der Nähe eines großen Waldes und begaben sich auf den Weg zu dem verborgenen Portal. Völlig durchnässt und florierend, zeigte sich der Walt seinen Besuchern. „Wie viele Mitglieder hat diese Gesellschaft?“ fragte Jeams interessiert. „Genau lässt es sich nicht sagen, viele kommen her um zu lernen, um vor etwas zu fliehen, oder wie ich damals, um neu anzufangen. Sie werden nicht gezwungen zu bleiben und sind daher oft nur eine Art Besucher. Die Eingeschworenen sind meiner Erinnerung nach zu 25. Es kann sich im Laufe der Jahre jedoch auch geändert haben.“. Sie folgtem weiter dem dicht bewachsenen Weg, bis sie zu einem großen Höhleneingang kamen, der in einen Felsen führte. Dhishasem blieb kurz davor stehen und schoss seine violetten Flammen auf das obere Ende des Eingangs. Buchstaben leuchteten flammend auf und gaben einen Satz preis: Die Heimat der Reisenden, das Zuhause der Dunkelheit. Dhishasem betrat als erster die Höhle, gefolgt von seinem Begleiter. Der Erste Durchgang durch diese Höhle war für den ungeübten Verstand eine Herausforderung. Dhishasem hatte die Prüfung vor langer Zeit bestanden und sich das Recht erworben einzutreten. Als er auf der anderen Seite ankam, war in einiger Ferne ein violettes Feuer zu erkennen, um welches einige gestalten saßen. Er wartete einen Augenblick, bis der schwer geschaffte Jeams ebenfalls bei ihm ankam. Er hatte ebenfalls die Prüfung bestanden und hatte das Gefühl, er war Tage dort drin. Grinsend und achtungsvoll, klopfte Dhishasem ihm auf die Schulter, während sich Jeams erstmal setzte. Er drehte den Rücken zu seinem Freund und trat langsam auf das Lagerfeuer zu. „Wer bist du, Fremder?“ fragte ihn eine Stimme vor sich. Er erkannte drei Personen, die im Kreis saßen und in die Flammen starrten. Sonst niemanden. „Mein Name lautet Dhishasem Gaaias.“ sagte er ruhig und setzte sich dazu. „Du kommst spät…“ ergänzte eine weitere Stimme. Dhishasem konnte sie nicht erkennen, da sie mit schwarzen Gewändern nach unten gebeugt ins Feuer starrten. Überraschender Weise hatten sie beinahe alle die gleiche Stimme. Fragend blickte Dhishasem zu den Gestalten, ohne etwas zu antworten. „Sie sind fort.“ sagte nun der Dritte. „Wer seid ihr und warum seid nur ihr hier?“ fragte Dhishasem endlich. In diesem Moment stand Jeams hinter ihm und fragte mit ernster Stimme: „Mit wem redest du?“. Schockiert hielt sich Dhishasem kurz den Kopf und schloss seine Augen. Als er sie wieder öffnete, saß er alleine an dem ewig brennenden Feuer. Das Lager war leer und nun verstand er, mit wem er gesprochen hatte. Es war Venarous. „Ist alles in Ordnung?“ fragte Jeams skeptisch. Dhishasem stand rasch auf und ging zu den umliegenden Zelten. Alle waren leer und dazu auch alle Schriftrollen. Sie schienen tatsächlich ein neues Lager eröffnet zu haben, doch warum? Enttäuscht blickte er zu Boden und nun schien Jeams die Situation zu begreifen. „Kommt ein Umzug in ein neues Lager öfter vor?“ fragte er nun. „Nein.“ sagte Dhishasem ernst und als ob er selbst nicht verstünde, warum er niemanden vorfand. „Was ist das?“ fragte Jeams, als er gerade ins Feuer blickte. Verdutzt trat Dhishasem zu ihm und entdeckte eine Schriftrolle, die im Feuer lag und nicht verbrannte. Mit skeptischem Blick griff Dhishasem danach und zog das Stück Papier aus dem Feuer. Er rollte sie auf und las gemeinsam mit Jeams:

    An Jene, die bis hier her gekommen sind: Wir haben unser Zuhause aufgegeben. Ein großer Krieg beginnt und unser heiliger Ort, droht zerstört zu werden. Unsere Prinzipien werden durch unsere Mitglieder weiter existieren und vielleicht schließen wir uns irgendwann wieder zusammen. Für den Augenblick ist unsere Zeit vorüber. Die Konzentration der Macht ist gestört und verwehrt uns ein ausgeglichenes Leben. Möge euer Wille euch in diesen Zeiten leiten…

    Sie war nicht unterschrieben, oder war durch irgendwas anderes signiert. Dhishasem setzte sich wieder und ließ diese Worte auf sich wirken…

    Interessante Entdeckung

    Eine enttäuschte Stimmung war in Dhishasems Gesicht zu erkennen, als sie wieder auf der Destiny Ascension eintrafen. Nach wie vor unschlüssig, was er von all dem halten sollte, begab er sich in sein Quartier und bat um Ruhe. Weder Khudos, noch sonst jemand wurde über die Ergebnisse ihres Ausfluges informiert. Jeams vermutete, dass es Dhishasem nicht nur zu schaffen machte, dass sich die Bruderschaft auseinandergelebt hat, sondern vor allem das erneute Auftreten seines vermeintlichen Onkels. Nach einigen Stunden trat Dhishasem zu Jeams auf die Brücke, welcher gemeinsam mit Thawn und der übrigen Besatzung sehr in Aufregung war. „Kraytory hat es geschafft einen Kreuzer unseres Feindes zu infiltrieren.“ sagte Jeams beiläufig, als er sich die übermittelten Daten ansah. Thawn saß selbst an der Steuerung und wertete die Info „Sie haben es an den Boardcomputer geschafft und die Ursprungskoordinaten ermittelt.“ sagte nun Thawn mit begeisterter Stimme. „Schaffst du es mit den Daten herauszufinden, ob noch mehr Schiffe von diesem Ort gestartet sind?“ mischte sich Dhishasem jetzt ein. „Ich bin dran, dass wird zwar nicht leicht, aber... fertig.“ äußerst zufrieden mit sich deutete Thawn auf den Bildschirm. Alle Schiffe eines größeren Bereiches, scheinen von demselben Ort zu kommen. Überlegend schritt Dhishasem einige Schritte zurück. Wenn dort er Ursprung so vieler Schiffe war, gab es bloß zwei Möglichkeiten für diese Erklärung: entweder dort wartete eine gigantische Flotte, die dort stetig in Position war und auf Einsätze wartete, oder eine Schiffswerft produzierte immer Neue. Auch Jeams kam zu dieser Schlussfolgerung und warf Dhishasem einen verdächtigen Blick zu, als ob er bereits einen riskanten Plan im Kopf hätte.
    „Wir müssen uns das Ansehen.“ drängte Jeams, während Dhishasem in den Konferenzraum schritt. „Was ist mit Leotox und der Tartaros?“ fragte Dhishasem themenwechselnd. „Sie haben eine kleine Flotte mit einer Art Ionen - Bombe außer Gefecht gesetzt, die ihnen wohl Thawn gegeben haben muss. Als die Systeme des Feindes wieder hochfuhren, riss der Kontakt ab... Wie ich Kraytory kenne, werden die Schiffe nicht Lehr lange existieren, sollten es nicht zu viele sein.“. Sie kamen im Konferenzraum an und Dhishasem baute eine Verbindung zum Stützpunkt auf Yuveria auf. „Khudos, prüfe bitte die Koordinaten die ich euch zukommen lasse. Findet heraus unter welcher Kontrolle der Planet steht und was unsere aktuellsten Informationen dazu sind.“. „Was ist mit euren Galxiskarten?“ entgegnete er, während er angestrengt auf seine Monitore blickte. „Thawn hat es nicht rechtzeitig geschafft die Expansionswelten auf unseren Schiffscomputer zu laden, er holt es gerade nach.“ warf Jeams ein. „Meldet euch, sobald ihr etwas habt.“ schloss Dhishasem das Gespräch. Die Destiny Ascension war nach wie vor über Abraxin stationiert und war voll aufgetankt. Wieder zurück auf der Brücke, überlegte er eine Weile und sagte dann: „Setzt Kurs auf die Expansionswelten und steuert ein imperiales System an.“. „Woher wissen wir denn, welches System noch unter imperialer Kontrolle steht? Die Reise dauert Wochen, wer weiß ob Verbündete auf uns warten?“ warf ein Mitglied der Brückencrew ein. „Niemand weiß das.“ sagte Dhishasem gleichgültig. „Setzt Kurs auf Vanjervalis...“. Die Triebwerke lärmten auf und schon bewegten sie sich in Lichtgeschwindigkeit auf das Innere der Galaxis zu. Leotox war nach wie vor nicht erreichbar und nach einigen Stunden meldete sich Khudos endlich mit Informationen. Dhishasem war gerade zusammen mit Jeams im Aufenthaltsraum, als er sich über das Holokom meldete: „Der Planet heißt Loronar und liegt direkt an der Corellianischen Hyperraumroute. Unseren Informationen nach - die sehr wahrscheinlich nicht mehr aktuell sind - wird das System von der Republik kontrolliert. Der Planet ist eigentlich recht uninteressant, keine Industrie, keine Rohstoffe. Nur eine große Raumstation, die als Schiffswerft genutzt wurde.“ Jeams und Dhishasem warfen sich einen Siegesblick zu, als wären sie gerade auf etwas sehr sehr wertvolles gestoßen. Als die das verdutzte Gesicht von Khudos registrierten, klärten sie ihn über die geschehenen Ereignisse auf. Ihre Freude teilend, wollte er versuchen mehr über den Planten herauszufinden, während sich Jeams und Dhishasem über Vanjervalis verstecken würden, um mit einem kleinen Schiff nach Loronar zu reisen. Nach wenigen Stunden, war der Plan in voller Arbeit. Nicht weit von Loronar entfernt, tarnte sich die Destiny Ascension, unsichtbar auf den Scannern und und für feindliche Piloten. Laut ihren Informationen, sollte sich die republikanische Raumstation auf der anderen Seite des Planeten befinden. "Die Scanner zeigen, große Signaturen über dem Planeten, es scheint zu stimmen." sagte Jeams ruhig, während er das Schiff auch mit dem visuellen Tarnschild umgab. Sie flogen durch einige Gaswolken, in denen ab und an Kometen zu sehen waren, sowie aufflackernde Lichter. Gespannt blickte Dhishasem mit seinen gelben Augen in die vor ihm liegende Weite und merkte auch Jeams an, dass er nicht auf böse Überraschungen hoffte. Die Gaswolken wichen mehr und mehr und sie konnten endlich wieder etwas sehen. Eine riesige Raumstation umkreiste den Planeten und um sie herum mindestens zehn der feindlichen Kreuzer. Sie flogen immer weiter darauf zu und da ihre Feinde nicht reagierten, schienen die Tarnvorrichtungen zu funktionieren. "Wir verfügen noch nicht über die Kraft eine solche Station anzugreifen." meldete sich Jeams mit kritischem Blick und einer ruhigen Stimme. "Noch nicht, nein." stimmte ihm Dhishasem zu. Die Station hatte einen großen Zentralknotenpunkt, an dem eine Menge Geschütze in alle Richtungen zeigten. Sechs Arme ragten aus diesem Punkt heraus. An jedem dieser Arme waren an je einem, zwei Kreuzer im Bau, oder in Reparatur. Selbst an den Docks lagen Geschützsbatterien. Der Knotenpunkt zog sich in die Länge in Richtung Planetenoberfläche. Als Jeams einen Scan der Raumstation startete, wurde ihm gemeldet, dass in der langen Rumpfspitze der Station, ein Hochleistungsschildgenerator lag, der die Schilde auf bis zu 300% treiben konnte. Einen Schild, den ihre drei Schlachtschiffe nicht überwältigt bekommen würden. Abgesehen davon, empfing er etwas Seltsames. Eine Signatur von einer, aus der Station schauenden, langen Gerätschaft, die an der Spitze eine Art Antenne zu haben schien. Schnell übermittelten sie Thawn die Daten, bevor ihr Tarnfeld nachlassen- und die Feinde die Verbindung blockieren würden. Stotternd antworte Thawn, als er die Dateien empfing. "Ist dieser Scan auch korrekt?" fragte er beunruhigt. "Ich habe ihn drei Mal durchlaufen lassen." antwortete Jeams skeptisch. "Es ist eine Funkwellenwaffe...". Dhishasem schien nun etwas beunruhigt und ging sich mit der rechten Hand grübelnd durch die Haare. "Diese Funkwellenwaffe, ist anscheinend auf die Corellianische Hyperraumroute gerichtet. Sollten Schiffe diese Route passieren wollen und sie starten diese Waffe, werden ihre Systeme schon über weite Distanz gestört und ihr Hyperantrieb wird quasi gelähmt und sie wären hier gefangen...".


    Ausarbeitungen

    Die letzten Wochen patrouillierte die Destiny Ascension in der Gegend um Vanjervalis und wechselte ständig ihre Position, um nicht entdeckt zu werden. Die Besatzung wurde von den neusten Begebenheiten informiert und gab ihr bestes, ein Notsignal auszusenden, welches Verbündete Schiffe (auf Dhishasems Anweisung auch republikanische) warnen sollte. Dhishasem und Jeams überlegten lange, ob und wenn ja, wie sie eine solche Station angreifen sollten. Dhishasem zog sich oft in sein Quartier zurück, um zu meditieren und etwas alleine zu sein. Allmählich kam in ihm die Frage auf, ob sie eine Rettungsmannschaft wären, oder eine Widerstandsorganisation. Für ihn ging beides Hand in Hand, doch der Wunsch mehr ausrichten zu können, ließ ihn nicht mehr los. Er hatte schon oft überlegt, ob sie nicht inzwischen mächtig genug wären, um wichtige militärische Ziele anzugreifen.Dies war nun vielleicht eine Chance. Die Raumwerft alleine war schon Ziel genug, doch gerade durch ihre besondere Waffe, wurde sie tödlich, für alle herannahenden Schiffe. Es würde einige Zeit dauern, bis sie einen brauchbaren Plan entworfen hätten, um ihn in die Tat umzusetzen. Aber es schien ihm zu reichen.Thawn saß nach wie vor eifrig daran, Schwachstellen in den Informationen zu finden, die Jeams ihm übermittelt hatte. Bislang war es jedoch ein eher enttäuschtes Ergebnis, da diese Station bestens gewappnet schien. „Schickt einen weiteren Aufklärungstrupp um diese Station, vielleicht ist uns was entgangen.“ befahl Jeams, der noch teilweise zuversichtlich klang. „Ein Schiff bewegt sich auf der Corellianischen Hyperraumroute auf uns zu und ignoriert unser Notsignal!“ hieß es plötzlich auf der Brücke. Dhishasem saß nachdenklich auf seinem prunkvollen Stuhl, der auf der Brücke stand. Jeams, der zu seiner rechten Stand, schritt ein paar Meter nach vorne und fragte: „Welcher Fraktion, gehört dieses Schiff an?“ „Es ist ein republikanisches, Sir.“. Skeptisch blickte er zu Dhishasem, er fragte sich anscheinend, ob die Republik einen Angriff wagen würde. „Sagt unseren Kundschaftern, sie sollen auf Abstand zur Station gehen und melden, was dort passiert.“ sagte nun Dhishasem. „Wie lange, bis sie von der Waffe erfasst werden, Thawn?“ „Es ist eine Frage von Minuten, wenn sie Glück haben, landen sie in dem Nebel, durch den ihr geflogen seid.“. Dhishasem erhob sich aus seinem Stuhl und sagte: „Macht die Evakuierungsboote und die Jäger startklar und prüft nach, wie viele Plätze auf unserer Lazarett Station frei sind.“. Die Mannschaft befolgte seine Befehle ohne zu zögern, auch wenn der Ein oder Andere ihn dabei skeptisch anschauten. „Was habt ihr vor Commander?“ fragte nun ein unbekanntes Gesicht des Kommunikationsteams. „Wenn sie angegriffen werden sollten, ist das Ewige Imperium ihr Feind. Es wird Zeit manche Banalitäten beizulegen, um endlich vorwärts zu kommen.“ antwortete er, während er von der Brücke schritt. Thawn rannte hinter ihm her: „Wir können mit der Destiny Ascension nicht zur Hilfe eilen, sie würden uns in Stücke reißen!“. Seine Stimme stieß eine Mischung aus Angst und Bedauern aus. „Wir werden nicht angreifen, wir werden lediglich vorbereitet sein, wenn die Republik den Kampf verliert.“. Dhishasem stand im Fahrstuhl und sagte bevor sich die Türen wieder schlossen: „Jeams, du hast die Brücke.“. Mit einem Zischen raste der Fahrstuhl in die unteren Decks und hielt in der Hangar Etage. Wilde Aufruhr durchzog die große Halle. Alle möglichen Piloten eilten zu ihren Schiffen und bemannten sie.In der vordersten Ecke des Hangars, stand Dhishasems Jäger, der bereits vollgetankt wurde. Er ging an Board und startete die Triebwerke. „Hier Staffelführer an Geschwader Shadowstorm, ich fliege voraus und gebe euch Anweisungen, sobald ihr zu meinen Koordinaten vorrücken könnt.“. Der Jäger hob langsam ab und raste aus dem Hangar. „Der Republikanische Kreuzer wird jeden Moment abgefangen.“, meldete sich Jeams. Bevor Dhishasem antworten konnte, empfing er auf seinen Scannern plötzlich eine große Signatur, die in geringer Distanz zu der Station aus dem Hyperraum schoss. Er hatte gerade die Gaswolken passiert und aktivierte die Tarnschilde, als er die ersten Explosionen erkennen konnte. Der republikanische Kreuzer war machtlos gegen diese Übermacht. „Geschwader, ihr habt grünes Licht für den Start.“ sagte Dhishasem nun ruhig. Sein Geschwader bestätigte den Befehl und machte sich auf den Weg zu ihrem Befehlshaber. Dhishasem erkannte die ersten Rettungsboote, die den republikanischen Kreuzer verließen und verzweifelt versuchten in den Hyperraum zu entfliehen. „Sendet ein Notsignal an die Republik, sie sollen zu der Destiny Ascension fliegen, wir halten sie auf, sollten sie verfolgt werden.“ sagte Dhishasem, während er die Frontschilde hochfuhr und die Geschütze einsatzbereit machte. Seine Verbündeten trafen gerade rechtzeitig an, als eine Gruppe republikanischer Jäger auf sie Kurs setzte. Der angegriffene Kreuzer sank immer weiter ab, bis es außer Reichweite der feindlichen Geschütze war. Der Antrieb schien jedoch großteilig beschädigt zu sein, sodass es keine Chance gab, der Schwerkraft zu trotzen. „Alle Evakuierungsbote, aktiviert vorrübergehend eure Tarnschilde und versucht so viele wie möglich von diesem Schiff zu holen. Der Rest deckt die annahenden Jäger, der Republik.“. Niemand zögerte, oder wollte anfangen mit Dhishasem zu diskutieren, sie befolgten strickt seine Befehle. Da der Kreuzer noch nicht in die Atmosphäre eingedrungen war, als die verbündeten Schiffe es erreichten, war es noch möglich kurzzeitig anzudocken. Wie Dhishasem es vorausgesagt hatte, wurden die Jäger und die Shuttles, von feindlichen Jägern gejagt. Dhishasems Geschwader verließ die Position und startete den Angriff. Jeams sollte, nachdem die Republikaner aus den Gaswolken in Richtung Destiny Ascension flogen, kontakt aufbauen, um sie an Board kommen zu lassen. Da klar war, dass sich das Imperium in der Nähe befand, mussten sie sich beeilen, da bereits die feindlichen Kreuzer, Kurs auf sie setzten. Schnell war die feindliche Jägerstaffel zurückgeschlagen und Dhishasem befahl: „Rückzug zur Destiny Ascension.“. Die Shuttles waren schon großteilig auf dem Rückflug und es dauerte nicht lange, bis sich alle im Hangar des Flaggschiffs wiederfanden. Als das letzte Shuttle angekommen war, stieg Dhishasem gerade aus seinem Jäger und sah, wie ihr Schiff auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigte…

    Ein neues Ratsmitglied

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    Der Fall Tatooines

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    Interne Organisation Part II

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    Die Prophetenjäger (3635-3613 VSY)


    Grenzenlose Wut

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