Mein altes Viertel

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Mein altes Viertel

      Mein altes Viertel.

      Als ich heute nach der Arbeit nach Hause kam, fand ich Werbung in meinem Briefkasten vor. Ein neues Theater hatte an der Straßenecke, einen Block entfernt,
      seine Pforten geöffnet und wollte auf sich aufmerksam machen. Auch wenn ich nur selten einmal eine Theatervorstellung besuche, so dachte ich mir, dass ein kleiner
      Abstecher in die Nachmittagsvorstellung durchaus unterhaltsam sein könnte. Am Theater angekommen fiel mir schnell die kleine Menge an Leuten vor dem Eingang auf,
      welche lautstark die Schließung forderten.

      Ich fragte Sie warum?
      Sie sagten, dass sie nicht gerne ins Theater gingen, sondern ins Kino.
      Ich fragte Sie, ob es kein Kino mehr im Viertel gäbe.
      Sie antworteten; doch, aber darum ginge es nicht. Sie hätten das Recht ihre Ablehnung zu zeigen.
      Ich fragte Sie, ob das Theater an der falschen Stelle stehe, zu laut sei, oder es ihnen die Aussicht verschandeln würde.
      Sie meinten; nein, aber seine Existenz wäre Grund genug.

      Kurze Zeit später wurde das Theater vom Ordnungsamt geschlossen. Es würde für zu viel Unruhe sorgen, sagten Sie.
      Nun, nach fünf langen Jahren ziehe ich um. In ein anderes Viertel. Ein Viertel mit einem Theater und einem Kino.
      In ein Viertel in dem das Ordnungsamt sich für seine Bewohner einsetzt und nicht für den Pöbel auf der Straße.

      Gewidmet dem unangenehmen Menschenschlag,
      welcher lieber sabotiert als toleriert,
      welcher lieber intrigiert als ignoriert,
      welcher lieber eskaliert als honoriert.

      ... und natürlich all denen die nicht einmal den Mut haben ihrer Meinung eine "Stimme" zu verleihen und lieber aus der zweiten Reihe,
      mit vermummten Gesicht, ihre Ablehnung kundtun, selbst dann wenn sie längst in einer anderen Stadt leben.


      Mein letzter Beitrag
      eminence grise
      Nach fünf Jahren habe ich entschieden, nicht mehr zu einer Gemeinschaft gehören zu wollen, die zunehmend respektlos, ignorant und in kleinen Teilen
      zutiefst asozial daherkommt.

      Mein Account ist von diesem Zeitpunkt an INAKTIV.

      All den Leuten, welche ich nicht zu dieser Gruppe zähle... Tschüss, macht es gut. Ich wünsche euch das Beste!