Plotgeschehen: Die Prüfung der Meisterin

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    • Plotgeschehen: Die Prüfung der Meisterin


      Zwischen Licht und Schatten:
      Die Prüfung der Meisterin


      (Es handelt sich um die Zusammenfassung eines aktuell stattfindenden Plots)



      Prolog: Agentin des Chaos






      Der diensthabende Brückenoffizier des republikanischen Kreuzers SCARLET NOVA ging zunächst von einem falschen Sensorecho aus.


      Der junge Sensortechniker und zu diesem Zeitpunkt verantwortliche leitende Offizier der Nachtwache an Bord kannte das Phänomen bisher nur aus der theoretischen Ausbildung. Es konnte an dieser Stelle nichts anderes als so ein solches Sensorecho sein, denn so dicht am Planeten war einfach kein Hyperraumsprung möglich. Die Gravitationstrichter von TYTHON und seinen beiden Monden ASHLA und BOGAN sorgten wie in den meisten anderen Planetensystemen dafür, dass jedes Schiff von den Gravitationskräften zerrissen wurde, das zu nahe an ihnen den Sprung aus der Lichtmauer hinaus wagte.


      Es vergingen wertvolle Sekunden, in denen die Mannschaft des republikanischen Kreuzers die Daten überprüfte und der Sensortechniker seinen Fehler dann schließlich erkannte. Denn trotz der überlappenden Gravitationstrichter des Systems war dort gerade dieses Schiff aufgetaucht.


      Das fremde Schiff hatte durch den riskanten Sprung schwere Beschädigungen erlitten, doch war es an der einzigen Position aus dem Hyperraum gesprungen, bei der solch ein Manöver möglich war: Die Handbücher nannten dies einen 'LAGRANGE-PUNKT' - den Bereich, in dem sich die Gravitationstrichter von Tython und seinen beiden Monden gegenseitig aufhoben.
      Nur ein Wahnsinniger würde versuchen, bei einem Sprung durch die Lichtmauer so einen Punkt über mehrere Lichtjahre Entfernung gezielt anzupeilen - und nur ein Genie würde mit diesem wahnwitzigen Versuch auch noch Erfolg haben. Doch genau das war hier gerade geschehen.


      Einige Augenblicke verstrichen, in denen der Sensortechniker mit einer Mischung aus Respekt und Fassungslosigkeit auf das eingetroffene Schiff starrte, von dem eine Wolke aus entweichendem Sauerstoff und Trümmerstücken davondriftete.


      Erst als das unbekannte Schiff bereits die ihm verbliebenen Antriebe gzündete und mit vollem Schub auf die Scarlet Nova zuhielt, reagierte die Mannschaft.
      Es wurde von der Scarlet Nova zunächst der eigene Identifikationscode gesendet und ein Kommunikationsversuch gestartet.
      Die Sensoren identifizierten es als einen schweren Jäger des Hutt-Kartells und bestätigten seine Position.


      Es gab jedoch keine Anwort auf die Rufe.
      Weitere wertvolle Sekunden vergingen.


      Als einzige Reaktion auf die Identifikation der Scarlet Nova meldeten die Systeme eine aktive Peilung des Jägers auf den republikanischen Kreuzer.


      Die Sensordaten wurden schließlich genauer und der Sensortechniker erinnerte sich nun auch wieder daran, unter welchem Namen man diesen unsicheren Sprungpunkte im Gossenjargon noch kannte: Piratenpunkte.
      Als der erfahrene CAPTAIN ALEKSANJIR TULEV zur Erleichterung des jungen Technikers endlich auf der Brücke der Scarlet Nova eintraf konnte dieser wenigstens berichten, mit wem sie es zu tun hatten: Es handelte sich laut der republikanischen Datenbank bei dem Schiff mit den roten, klauenartigen Rumpfsymbolen um ein Schiff der Parallax-Piraten, das mit der gesuchten Terroristin ZORA ANTARES in Verbindung stand. Doch Captain Tulev hatte den Feurbefehl bereits schon während der Meldung erteilt, als der Kollisionskurs mit seinem Schiff erkannt wurde.


      Nur eine der Turbolaserbatterien des leichten Kreuzers erzielte sofort einen Treffer und zeriss den kompletten vorderen Rumpf des Jägers, doch er war dem Kreuzer bereits viel zu nahe für ein effektives Abwehrfeuer oder den rechtzeitigen Start der eigenen Jäger.


      Ein spürbarer Ruck durchzog den Kreuzer und das dumpfe Krachen von Explosionen hallte durch die Decks, als der Jäger in dem Hangar der Scarlet Nova einschlug und dort ein Chaos hinterließ. Auf den Bildschirmen der Brücke sah die Mannschaft hilflos mit an, wie das Schiff als immer größer werdende Trümmerwolke ein halbes Dutzend abgestellter Jäger durchschlug, mehrere Montage- und Reperaturkräne zerschmetterte und erst zum Stehen kam, als es auf die Flanke eines abgestellten Kampfläufers traf.


      Tulev packte die Schulter des Sensortechnikers und schob ihn beiseite. An ihm vorbei griff er auf die Konsole zu und rief den Gefechtsalarm für das Tython-System aus.


      Der junge Sensortechniker wusste, dass er nun schon das zweite mal viel zu langsam reagiert hatte.
      Selbst an einer Orbitalstation in den vermeintlich sicheren republikanischen Kernwelten angedockt würde man ihm die Leitung der Nachtwache in nächster Zeit wohl nicht mehr anvertrauen.
      Jedi Soota Prowl
      Navigatorin Joori Prowl
      Kundschafterin Anaji Taw

    • Einige Stunden später, auf Tython

      Die Jedi Soota Prowl hatte nicht immer ein gutes Verhältnis zu ihren Schülern.
      Ihre ruppige Art sorgte häufig dafür, dass sie von vielen Jünglingen gemieden wurde und manche fürchteten die düstere Cathar und ihre Klauen sogar.
      Gerade wegen diesem furchterregenden Auftretens und der für die ihrem Volk nachgesagte unbeherrschte Natur, inbesondere aber für die teilweise sehr drastischen Lehrmethoden war sie selbst unter den Jedi stets umstritten und manche betrachteten sie trotz ihrer jahrelangen Dienste für den Orden als eine potentielle Gefahr. Die Jedi selbst hatte diese Bedenken niemals in einer Form bestätigt, noch sie bestritten und die vor mehreren Jahren ausgesprochene Anweisung des Rates, niemals einen Padawan anzunehmen hatte sie akzeptiert.Und trotzdem sprachen die Ergebnisse ihrer Lehrstunden für gewöhnlich für sich selbst und trotz allem war die ergraute Cathar nach der Zakuul-Krise unbestreitbar eine der besten Kämpferinnen und erfolgreichsten Lehrmeisterinnen des Ordens.

      In den letzten Wochen hatte jedoch besonders die Anwärterin Sayouri im besonderen Fokus der Ritterin gestanden und gab vielen Ordensmitgliedern Anlass zur Sorge: Die Twilek, die aus verschiedenen Gründen mehrere ihrer Meister verloren hatte, wurde von Soota Prowl in besonders strengem Maße geprüft und von ihr vor kaum lösbare Aufgaben gestellt.

      Möglicherweise lag es an der vorlauten Art der auf Nar Shadaa aufgewachsenen Twilek.
      Nicht wenige mutmaßten, es läge an ihrem Alter, wegen dem die Lehrmeisterin sie in einer Prüfung scheitern lassen und zu einem der Service-Korps versetzen lassen wollte.Auf jeden Fall schien die ergraute Jedi von Sayouri stets das Unmögliche zu verlagen und sie regelmäßig vor sehr strenge, zweifellos sehr ungerechte Aufgaben und Prüfungen zu stellen.

      Es war einer dieser Tage, an denen der Umgang der Cathar-Jedi mit der schwierigen Anwärterin auch dem Jedi-Meister Bu-Gon Djai und seinen Padawanen Elea' und Kusota aufgefallen war. Dem Vorschlag des Meisters Djai, die erfahrene Anwärterin Sayouri wegen ihrer hohen sozialen Kompetenz im Umgang mit anderen Padawanen mit Lehraufgaben zu betrauen wurde von der Cathar mit einer geradezu bissigen Ablehnung hinterfragt und ihre Eignung zu eigenverantwortlichem Handeln vor den versammelten Meistern und Schülern bezweifelt.
      Dennoch führte dieses Gespräch dazu, dass die Cathar die Twilek im Zuge der Diskussion mit einer Aufgabe betraute, bei der sie der Cathar beweisen sollte, dass sie in eigener Verantwortung handeln kann - oder sie dabei scheitern würde:

      Die Meisterin berichtete, dass CAPTAIN ALEKSANJIR TULEV von dem im Orbit von Tython liegenden Kreuzer SCARLET NOVA wegen des wenige Stunden zuvor geschehenen Vorfalls in einer direkt an Soota Prowl adressierten Nachricht um Unterstützung des Ordens der Jedi gebeten hatte.
      Doch informierte der mit ihr befreundete Kommandeur des Kreuzers sie gleichzeitig darüber, dass ihm die Republlik strickte Anweisung gegeben hatte, dass ausgerechnet die Empfängerin der Nachricht, Soota Prowl, keinesfalls Teil der Unterstützung sein darf.

      Da die Ritterin zu diesem Zeitpunkt von einer reinen Lagebesprechung an Bord der Scarlet Nova ausging, ernannte Soota Prowl die Anwärterin vorrübergehend zu einer gesandten des Ordens der Jedi und übertrug ihr diese scheinbar einfache Routinemission in den Orbit von Tython.

      Soota Prowl erwartete aufgrund der vorrangegangenen Selbstsicherheit der Anwärterin von dieser, alle Vorbereitungen für die Mission selbst zu treffen. Dazu gehörte auch, dass die Anwärterin sich dazu verfügbare Ordensmitglieder und andere Personen als Unterstützung hinzuziehen durfte.Schon wenige Minuten später kamen Gerüchte in Umlauf, dass die Meisterin einen Grund suchte und diesen nun gefunden hatte, die ungestüme Anwärterin endlich einem der Service-Korps zuordnen zu lassen - oder womöglich noch ganz andere Ziele verfolgt, wenn sie eine Anwärterin außerhalb des Tempels eigenverantwortlich auf eine Mission schickt.

      (Teil 1 vom 26.7.)
      Jedi Soota Prowl
      Navigatorin Joori Prowl
      Kundschafterin Anaji Taw