[RP] [Story] Ein Bastard namens...Garrde

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    • 11.08.15 nVC - irgendwo auf Alderaan

      Flackerndes Licht durchzuckte die Dunkelheit immer wieder. Die Wände des Raumes waren von schmutzigen Fliesenkacheln ausgekleidet - Wände, Decke, Fußboden. Die Lichtquelle, die so angestrengt versuchte den Helligkeitspegel aufrecht zu erhalten, musste ich irgendwo hinter ihm befinden. Es war ihm nicht möglich sich zu drehen. Seine Handgelenke steckten in festen metallischen Manchetten, die ihn wie ein schlaffes, fleischiges X aufrecht hielten.
      Er konnte seine Machtsinne nicht mehr fühlen. Sie hatten ihm irgendetwas injiziert das ih davon trennte - von der Macht. Es fühlte sich seltsam beruhigend an. Ob ihnen das klar war? Stechend pochte der Schmerz der unsanften Behandlung an über einem Dutzend Stellen seines Körpers. Er konnte verkrustete Schnittwunden sehen, wenn er den Blick hob um seine Arme zu begutachten. Er lächelte. Was auch immer diese Individuen versuchten zu bezwecken - er würde ihnen in keiner Weise entgegenkommen. Er war ein Jedi. Terror und Schmerz waren nichts das er fürchtete. In der Tat... er fürchtete im Augenblick mehr was die beiden Mädchen tun würden... Sie waren beide viel zu jung für die Aufgaben die sie übernommen hatten. Es konnte kein Zufall sein dass gerade jetzt jemand entschieden hatte es sei ein guter Plan ihn aus ihrer Nähe zu entfernen...
      Schritte erklangen vor der Tür, verharrten dort. Schlüssel quietschten in einem altmodischen mechanischen Schloss. Anspannungsschmerz jagte seinen Nacken entlang als er den Kopf hob. Drei Gestalten schoben sich in den Raum, bauten sich vor ihm auf. Sie trugen Masken, die Farbe ihrer primitiven Kleidung war durch das unstete Licht schwer auszumachen. Schweigend starrten sie ihn an.
      Nach etwas das ihm wie eine halbe Ewigkeit erschien brach die mittlere Gestalt das Schweigen mit einer krächzenden Stimme, gedämpft durch den Stoff vor dem Gesicht.

      "Zeit für die Wahrheit, Mister Kathiir..."


    • Alderaan, unbekannter Ort, 12.08.15 nVC


      Er war körperlich nun vollkommen schlapp, weich wie Gummi. Die Drogen wirkten auf eine sehr entspannende Weise auf sein Gemüt... zu entspannend. Er konnte fühlen wie er wegdriftete... Was sie eben versucht hatten war... lachhaft... Und doch, es hatte ihn nicht unberührt gelassen. Aber sie wussten nun - körperlicher Schmerz würde ihn nicht dazu bringen sich dem Zorn hinzugeben. Er musste schmunzeln. Als kleiner Junge war er imer schnell verärgert gewesen wenn er sich die Knie aufgeschlagen hatte oder sich beim Balgen mit seinem Bruder geprellt hatte. Doch er war niemals wirklich wütend ooder zornig geworden. Seine Ausbildung zum Jedi hatten jedes noch verbleibende Quentchen solch unvernünftiger Reaktionen getilgt.
      Diese Leute waren schlau. das hatte die Art ihrer Vorgehensweise deutlich gezeigt. Nicht zu viel und nicht zu brachial. Was ihm viel mehr Sorgen bereitete war, was sie möglicherweise als nächstes veruchen könnten... Er selbst wusste um seine Schwächen. Sie würden sie niemals aus seinem Mund erfahren, doch seine Reaktionen konnten ihn verraten. Diese individuen bewiesen einen unglaublich zerstörerischen Hang zu sinnloser Grausamkeit. Alles was er jetzt tun konnte war, sich weiter zu konzentrieren, die Drogen aus seinem System zu spülen. Ob sie sich der Tatsache bewusst waren dass er es geschafft hatte einen großen Teil der Substanz zu entfernen? Sicher, noch war es nicht genug um zu handeln... aber bald. Er hoffte inständig dass er nicht gezwungen sein würde jemanden zu töten.

      Die Schritte auf dem Gang ertönten wieder, begleitet von einem zaghaften Schluchzen. Sein Herz sackte in die Knie... Sie waren schneller dabei seine Schwächen auszuloten als erwartet! Das war viel zu früh! War das Panik das sich dort in seiner Brust ausbreitete...?
      Schwer und quietschend schwang die Tür auf. Wieder schob sich der Größte der drei Maskierten in den Raum, Seine beiden Kameraden hielten eine junge Frau zwischen sich fest. SIe musste mindestens ebenso benommen sein wie er zu Anfang, da sie kaum zuckte. Und wieder schien sein Herz einen Schlag auszusetzen - Shanora?! Der Teint passte, ebenso die Statur. Das Gesicht war von einer schwarzen Stoffkapuze ohne Sehschlitze verborgen. Angestrengt versuchte er zu sprechen, doch mehr als gestammeltes Kauderwelsch kam nicht über seine Lippen. Der Anführer stellte sich vor ihm auf.

      "Mister Kathiir... wir möchten sie einladen uns beim Diner beizuwohnen," kam die sadistisch-grinsende Ansage von unter der Maske hervor. Tol-var zuckte - mehr gaben seine Muskeln nicht her. Schwer atmend vernahm er das schaben das von einem einfachen Holztisch erzeugt wurde als dieser von zwei weiteren Maskierten in den Raum geschoben wurde...
    • *Leises Flüstern durchzog die Halle und gänge des Verstecks*


      Habt ihr gehört ? der Jedi ist stark, werden sie es weiter versuchen? *spricht eine Gestalt gekleidet in Primitves leder sein Gesicht verbunden*

      Versuchen?! sie werden bald die Wittwe bringen dan wird nichts mehr übrig sein was noch zu brechen ist. *tönnt es von seinem gegenüber der Optisch gleich gekleidet ist, in den stimmen derer liegt tiefer Schmerz und kranke euphorische Freude*

      Die Wittwe also hmm ich freue mich auf das Mahl, ja bald werden wir Köngilich speisen. *In seiner Stimme liegt soviel kranke gier nach Blut, das man meinen könnte es tropft auf den Boden *

      Da ist sie ! *deutet eine dritte Person die gerade einige Klingen Sortiert und deutet mit gebrochener Hand auf eine Frau die zur Zelle geschleift wird*

      *Ein Lautes donnern ertönt und ein großgewachsener Mann spricht*

      Kommt Brüder ! Kommet Herbei es wird Zeit zu speisen !

      *Lautheres kichern und jubeln, dröhnt durch die Halle, von überall her strömen Maskierte richtung Zelle, in ihren gesten vernimmt man eine unsterbliche Gier. Einige schleifen Tische und stühle zur Kammer, wieder andere rot-triefende Beutel, einige tragen Rostige Spitze Klingen und bereiten eine Tafel vor, im hintergrund dringen 3 Maskierte mit einer Frau und einem tisch in die Zelle ein, in der jener Jedi gefangen gehalten wird, davor wird eine lange Tafel errichtet, die beutel werden entleert, der gestank von Tot und verwesung bricht durch was niemanden zu stören scheint, die Stimmung ist wie auf einem Volksfest, nur klingen die stimmen wie abartige versionen normaler Menschen.

      Das ,,Fest,, beginnt was zum verzehr aufgetischt wird ist jedoch fernab jeder Menschlichkeit...*
    • Alderaan, der Planet auf dem so manch eine Geschichte anfing, Alderaan, auf dem auch so manch eine Geschichte endete. Es ist etwas her, da wurde ein SID Agent noch dort verwahrt, der wegen Hochverrats gesucht wurde. Glücklicherweise jedoch, und auch durch Dokumentierte Beweise, konnte man zumindest den Hochverrat klären und als aufgehoben betrachten, doch forderte die Aktion und die Handlung seinen Preis. Istariel Solius, ehemaliger SID Agent wurde zu diesem Zeitpunkt freigesprochen, jedoch aus dem Dienst entlassen worauf er vorerst den Planeten verließ. Er nutzte die zeit, immerhin, nun hatte er erst einmal einen langen Urlaub. Er traf seine Schwester, welche fast in Ohnmacht fiel als sie ihn wieder sah. Traf sich mit alten Bekannten, zeigte, das er noch lebte und am Ende, wollte er doch jenes Versprechen einfordern, was ihm vor langem eine Frau gab, ein Abendessen. "Alderaan, ich hasse Alderaan".

      Das Schiff drang nach der Kontrollabfrage in den Orbit des Planeten ein, welches von Bergen, grünen Tälern und Seen hervorstach. Natürlich log er die Behörden an und nahm einen falschen Namen mit passender Schiffs ID, er hatte keine Lust, das ihm wieder irgendwer im Nacken hing. Er steuerte die Reinaux-Provinz an wo er auch an einem Raumhafen dort landete. Übliche Kontrollen, wohl sogar verschärfte, kein Wunder wenn man die jüngsten Ereignisse betrachtete aber bis auf seine Identität, hatte er ohnehin nichts zu verheimlichen. Am Haus der Garrde wurde er erneut kontrolliert, sehr gut sogar, also wenn jemand wirklich versuchen wollte, dort was zu verüben, wäre am Raumhafen schon gescheitert und wenn nicht, spätestens am Anwesen. Kurzerhand richtete Istariel nochmals seinen Kurzmantel und seine Sonnenbrille. Natürlich in Komplette schwarz, anderer Name, anderer Dress. Auf dem einen Ohr hörte er durch einen Knopf darin Musik, was lässiges, er musste erst einmal warten bis seine ID Card überprüft wurde. "Mr. Wayland, die Lady befindet sich auf dem Balkon." Wurde ihm gesagt, eine Eskorte aus einer Person begleitete ihn dorthin. Er betrat dann den Balkon, der Wind wehte nur mäßig aber spürbar, man hörte leise Musik, Musik die er schon einige Tage zuvor hörte, auf einem Konzert das hier gegeben wurde. Istariel lehnte sich dann entspannt am Geländer oberhalb der Rampe an und schaute erst einmal Shanora beim tanzen zu, "Ein schickes Bild für die Nachwelt" Kommentierte er dies doch etwas Humoristisch und Shanora fiel ihm schon fast in die Arme als sie angestürmt kam, selbst musste sie sogar weinen, so dachte sie doch, das der Captain wohl seinem Schöpfer entgegen trat.

      Sie sprachen etwas, auch über die Sache, wenn auch nur kurz, so wollte Istariel doch wissen, was mit der Person geschehen ist, weswegen er sich Darth Aroval etwas entgegen stellte. Das Gespräch wurde hier und da mal etwas geändert, bis zur aktuellen Lage, was die Hochzeit betraf, oder wie Istariel es betitelte, "Zwangshochzeit." Denn das konnte man schon aus den Nachrichten heraus hören und lesen, wo es doch am Anfang erst um die Liebe ging, und wenige Tage später, aus politischen Gründen, jeder, der Verstand hatte, konnte das zwischen den Zeilen herauslesen. Leicht zurückgelehnt, hörte er Shanora zu, auch versuchte er ihr doch ein wenig Rat zu geben, oder viel mehr, den Floh vom Kopf zu treiben, der sich da eingenistet hatte, dann jedoch, sprach sie den Verlust ihres Beraters an, einen Jedi, einen Lampenträger, weswegen Istariel schon mal wegen so einem in die Scheiße geritten wurde. Zuerst bat sie ihm Credits an, immerhin, er ist ja nunmehr freischaffend, aber Credits waren nicht, was ihn interessierten, er versuchte zumindest das anzusprechen, was ihm einen Grund geben würde, sich auf das Geschäft einzulassen. Wie das Resultat am Ende sein wird, ist ungewiss, er willigte ein. Shanora zeigte ihm dann auf seinen Wunsch hin en Zimmer, wo er sich einrichten konnte und veranlasste auch, das ihm die bisherigen Ermittlungsergebnisse mitgeteilt werden. Da war er wieder, und wieder einen Auftrag von der Frau, weswegen er beim ersten mal schon fast durch die Hölle gehen musste...

      "Alderaan, ich hasse Alderaan."
      Ich bin für das verantwortlich, was ich schreibe, aber niemals für das, was ihr darunter versteht. !!!

      !!! PlayTwi Ausgabe 38 ist da !!!

      !!! Bei mir hat Acina überlebt !!!
    • Alderaan, 14.08.15 nVC

      Er spürte nichts mehr. Jörperlich. Mental überschlugen sich seine Bemühungen - seine Bemühungen das Gift aus seinem Körper zu verbannen. Seinen Fokus zu behaten. Den Geschmak des Blutes auf seinen Lippen zu ignorieren...
      Unwillkürlich zuckte er in seinen Ketten. Es konnte nicht real sein. Einige wenige... Kreaturen.... vermochten doch zu so etwas imstande sein wie das wobei er zum zweiten Mal Zeuge wurde... doch ein ganzes RUdel menschlicher Wesen...?! Nein - keine Menschen. Monster! Monster mit der Gestalt von Menschen.
      Angestrengt pfriemelte er mit den Fingern an etwas herum, das er sich unter die Haut geschoben hatte, als sie ihn kurzzeitig in den großen "Festsaal" geschafft hatten. Ein kleiner Draht... Die Verbiegungen waren schmerzhaft. Doch ein kleines, regelmäßiges Klicken ließ sin Herz höher schlagen. Es würde nicht mehr lange dauern. Und dann würde er sich für die Gastfreundschaft "bedanken"...

      Ein Klicken ließ ihn verharren, eine vollkommen erschlaffte Haltung einnehmen, den Kopf hängen lassend. Die Tür quietschte wie immer mit diesem entnervenden Schaben. Auch wenn er nur verschwommen seine Machtwahrnehmung nutzen konnte war ihm bewusst dass es wieder drei von ihnen waren, die mit schlurfenden Geräuschen vor ihm zum Stehen kamen. Eine unangenehm ziehende Stimme, wie halbflüssiger Klebstoff ertönte: "Guck mal, Jedi... wir haben dir jemand mitgebracht. Sie möchte sich für den bezaubernden Abend gestern persönlich bedanken!"
      Er reagierte nicht auf die höhnisch geschmatzten Worte. Das brachte ihm einen heftigen Ruck ein mit dem ihm der Kopf nach oben gerissen wurde. Langsam öffnete er die Augen - und erstarrte. Er blickte in das entsetzte Gesicht einer jungen Frau mit starr aufgerissenen Augen. Tote Augen. Denoch, in ihnen konnte er all die Qualen ausmachen, die sie während des Mals durchlebt hatte. Nur sein Jedi-Training verhinderten dass er schluchzend zusammensackte oder sich heiße Tränen ergossen. Er starrte nur, sein Magen ein harter Klumpen. Was ihm nach all dem jedoch am schrecklichsten anmutete war die Achtlosigkeit mit der der abgetrennte Schädel vor ihm fallen gelassen wurde...
    • Drei Wochen zuvor:

      Allmählich ging ihr der Drecksack auf die Nerven. Ständig mischte er sch in ihre Belange ein, und bedrohte ihre Familie. Wenn er ernsthaft glaubte, dass dies ohne Folgen beiben würde, hatte er sich geschnitten. Sie hatte ihm schon eine Sache weggenommen, was ihm Schmerzen sollte und sie würde ihm noch mehr wegnehmen, wenn er der Meinung war, dass er in ihrem Revier wildern und sich nach eigenem Gutdünken an ihrer Familie vergreifen konnte.
      Onkel Ginyu hatte ihr ein hübsches Geschenk hinterlassen, dass sie seitdem gehegt und gepflegt hatte und nun wurde es Zeit, dieses Geschenk mit jemanden zu teilen. Es war genau das Richtige um einem guten Freund eine Freude zu machen, vor allem wenn dieser Freund langsam den Status einer Landplage erhielt.

      Aufgebracht stapfte sie in ihrem Büro auf und ab, blieb dann schließlich vor der Scheibe stehen und blickte auf Port Azure hinab, im Hintergrund spielte ein fröhliches Kinderlied, was so gar nicht zu ihrer brodelnden Stimmung passte. Sie drehte sich um und blickte zu dem kleinen Nest aus Decken, auf dem Djunen lag, ein lachen auf dem Gesicht und dabei verzückt mii Armen und Beinen am strampeln. Der kleine Nannydroide, die Quelle der Musik, tanzte vor der Kleinen auf und ab und projezierte dabei bunte Lichter in den Raum.

      Ihr kleiner Schatz war echt ihr Anker, nichts ließ ihren Zorn so schnell verpuffen, wie das glückliche Lächeln ihres Babys und für sie war es einfach wichtig, dass sie das unter Kontrolle bekam, damit dieses Lächeln auch Bestand haben konnte. Aber so gern sie dort auch zusah, musste noch einiges vorbereitet werden, immerhin sollten Geschenke schön verpackt werden.

      Drei Tage später:
      Die „Rainoux Skies“ war beladen und startklar, der Pilot ging ein letztes Mal um die Maschine herum und kontrollierte nochmals die Funktionstüchtigkit per Sichtprüfung. Mit der kleinen Djunen auf dem Arm und begleitet von Tol-var betrat Sheysa die Rampe ihres Reiseschiffs. Während Tol-var schweigend, mit ernster Miene neben den beiden her Schritt, schäkerte Sheysa mit der kleinen Djunen, das Baby kommentierte dies mit heiterem Lachen und patschte mit den kleinen Händen in Sheysas Gesicht herum.
      Nachdem auf dem Schiff Quartier bezogen wurde, trafen sie sich im kleinen Konferenzraum und sprachen nochmals den Plan durch, dabei löste Sheysa eines ihrer Lichtschwerter vom Gürtel und reichte es an Tol-var.

      Einige Tage später:
      Die „Imperial Hawk“ verließ den Hyperraum im Dromund-System. Kurz darauf koppelte sich das kleine Begleitshuttle von der Yacht ab und nahm Kurs auf Kaas, während die „Imperial Hawk“ Kurs auf die „Voidwalker“ nahm.
      Das Shuttle erhielt Landeerlaubnis, setzte im Hangar der Garrde Inc. auf und der Passagier verließ das Shuttle.


      Zischend fuhr die Bordrampe des imperialen Schiffes hinunter. Kurzzeitig verdeckte dichter Kondensnebel die Sicht des Passagiers, der gemächlichen Schrittes den mit Plaststahl geplättelten Boden des Raumhafens von Dromund Kaas betrat.
      Perfekte Selbstkontrolle hielt seine eigene Machtausstrahlung bedeckt als er an der Zoll- und Sicherheitskontrolle der Ankunftsterminals ankam. Das Personal musterte ihn zwar argwöhnisch, jedoch nicht unverschämt. Sie nahmen sogar Haltung beim Anblick seiner schwarzen Robe und matt glänzenden Maske an. Binnen weniger Minuten wurde er mit einem ergebenen „Willkommen auf Dromund Kaas Mein Lord“ durchgewunken. Er grinste unter der Maske – von der er sich zum widerholten Male fragte, wie Sith das aushielten mit soetwas herumzulaufen. Das war schon zu einfach gewesen. Die ID hatte schon einmal ihren Hauptzweck erfüllt.
      Aufrechten Schrittes bewegte er sich zum Taxistand, die recht brutal und vor allem ungerechtfertigte Verhaftung eines Twi'lek-Pärchens mit eiserner Entschlossenheit ignorierend. Hier stand mehr auf dem Spiel als das Schicksal zweier Fremdlinge, ganz egal wie sehr es gegen seinen internen moralischen Kodex verstieß. Nicht gerade glüclkich darüber die Kontrolle abzugeben setzte er sich in ein automatisiertes Taxi und lehnte sich zurück.
      Ohne es bewusst wahrnehmend von der Architektur der imperialen Hauptstadt beeindruckt ließ er denBlick über die vielen megalomanisch großen Protzbauten und selbstbeweihräuchernden Eigendarstellungen des Imperators schweifen, von denen es gefühlt an jeder zweiten Ecke welche gab. In der Stadt angekommen organisierte er sich ein neues Gefährt das es ihm erlaubte selbstständig zu steuern, begab sich damit über ein paar Umwege direkt zum Hauptsitz von Xardeis Tech Corps. Ohne Umschweife steuerte er den Haupteingang an, suchte nach einem Empfangsscalter und stellte sich provokant-fordernd davor. Nervös erkundigte sich die Dame dahinter ob seines Anliegens. Nach einigem Hin- und Her hatte er der Frau mit ausreichedn Nachdruck in der Stimme vermittelt fass sein Päckchen zum ersten Vorstand der Firma direkt zu gehen hatte. Er nutzte eine seichte Machttechnik um sicher zu gehen dass es keine unnötige Verzögerung oder gar Überprüfung des Inhalts geben würde und verließ auf dem selben Wege den Planeten auf dem er angekommen war.


      Die Tür zum Konferenzraum öffnete sich und ein Angestellter der Poststelle kam hinein. Der Vorstandsvorsitzende Sky Richards unterbrach gerade seine Vorstellung der neuen Ziele, als der Neuankömmling direkt auf ihn zuging und leise mit ihm sprach. Kurz nickte dieser dazu und nahm das Paket an, auf dem sein Name stand, mit dem Hinweis „Wichtig“. Kurz entschuldigte er sich bei seinen Kollegen, dann öffnete er das Paket, in dem sich eine styroporartige Box befand. Er runzelte verwirrt die Stirn und hob den Deckel der Box ab.
      Das wütende Summen war schon zu hören, als sich der Deckel leicht öffnete, aber die Reflexe des Vorstandsvorsitzenden Sky Richards waren nicht schnell genug, um ihn direkt wieder zu schließen und hundert wütende Fieberwespen strömten aus dem Karton und stürzten sich auf alles was sich in dem Raum befand.

      Eine Stunde später verläßt das Shuttle den Garrde Inc. Hangar wieder und wird außerhalb des Sonnensystems von einem vorbeifliegenden Frachter aufgenommen.

      Fieberwespen

      Fieberwespen sind Parasiten vom Planeten Haruun Kal, die die Krankheit Wespenfieber übertragen. Sie injezieren ihren Opfern ihre Larven, die sich im zentralen Nervensystem einnisten und sich zunächst von Blut ernähren. Im späteren Stadium ernähren sie sich vom Gehirn des Wirtes und platzen schließlich als voll entwickelte Fieberwespe aus dem Schädel heraus.

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    • Am Anfang war... die Dunkelheit.

      Alderaan, 18.08.15 nVC

      In einer automatischen Reaktion spie er die Reste der klebrigen Flüssigkeit aus. Konzentriert, mit verbogenen Fingern und pochedem Schädel arbeitete er an der Manchette. Noch ein letzter Klick, noch eine Drehung... FREI! Hastig arbeitete er an der zweiten Fessel, den Schmerz ignorierend den die Gewichtsverlagerung auf nur einen Arm mit sich brachte. Beißend schnitt das Metall in sein Fleisch. Sich wie en Kreisel in Zeitlupe drehend bewegte er den kleinen Draht in dem primitiven Schloss... Wie eine Droge die ein Süchtiger lange nicht hatte zu sich nehmen können pulsierte etwas durch sein Bewusstsein. Die Macht... doch sie schmeckte anders. Bittersüß... lockend. Gedanken überschlugen sich. Tief in seinem Inneren wusste er was geschah... er wollte die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft ziehen. Er wollte sie einfach nr töten. Alle. Jeden Einzelnen von ihnen. Er empfand weder Schreckenn noch das Gefühl der Falschheit seiner Gedanken... nein... sie fühlten sich richtig an.... gaben ihm auf eine nie dagewesene Weise Kraft... auf diese Weise hatte er noch nie empfunden... Es war fast nicht auszuhalten, als müsse er platzen um dem was in ihm vorging Luft verschaffen zu können. Ein letzter Ruck.... hart fiel er auf den rutschigen Boden. Die zerschlissenen Hosen tränkten sich mit der dunklen Pampe die den dreckigen Fliesenboden benetzte, Sie ersten Versuche aufzustehen endeten in plumpen AUsrutschern, die durch sein ungeschicktes Kollidieren mit der rostigen Tür endeten. Stimmen, gedämpft, erklangen dahinter. Unwillkürlich verzogen sich seine Lippen als er deren Lebensenergie in irren Signaturen wahrnahm. Langsam griff er nach der ersten Lebensform, tastete nach deren Geist... Er grinste. Der erste dieser Bastarde, der heute erkennen würde was für einen fatalen Fehler sie kollektiv begangen hatten. Weiter tastete er sich zu dessen Luftröhre, fühlte wie diese sich bewegte, dann, ein starker Ruck. Es fühlte sich... befriedigend an, als die Woge der erschreckten Panik sich ausbreitete und auf die in der Nähe befindliche Präsenz ausbreitete...
    • Nach längerem Warten an der Position von Istariel, gab es einen kurzen Schriftverkehr. Eine Nachricht von Shanora. jene besagte, das ihr Berater wohl entkommen konnte und Richtung Gebirge verschwand, auch, das er wohl nicht mehr der Jedi sei, der er mal war, das kannte er doch irgendwoher...

      Er programmierte eine Sonde, nicht größer als ein Fußball, jene schickte er nun ins Erdloch hinein, packte seine Sachen zusammen und schickte Shanora eine Nachricht zurück als er auf seinen Speeder stieg, und losfuhr. Ca. nach 500 Metern detonierte die Sonde als sie ins Erdloch verschwand um dieses zu verschütten. Istariel war nun auf den Weg ins Gebirge, immerhin, wenn man die Fläche des Waldes betrachtete, und das es wenig Möglichkeiten gab, wohin man ihn gebracht haben könnte, so gab es nur sehr wenige Gebirgsketten in dieser Gegend, er peilte die in unmittelbarerer Nähe an. Wenn Istariel Glück hatte, dann würde er ohnehin ankommen, wenn schon alles vorbei wäre, jedoch war er zumindest nun drauf vorbereitet, ein wenig "Extremer" vorgehen zu müssen, sollte eine direkte Konfrontation sich entwickeln, ein Jedi der außer Kontrolle geriet, war wirklich eine Sache, die entweder gekonnt geregelt werden konnte, oder das Problem aus der Welt geschafft wird, andere Optionen kamen dahingehend nicht mehr in Frage. Zumindest nutzte Istariel nund en Weg, um sich über diese beiden Optionen Gedanken zu machen und für jeweils eine option, sich den passenden Weg auszumalen, wie er am besten vorgeht und ab wann der Punkt erreicht ist, um auf Option B umzuschwenken.
      Ich bin für das verantwortlich, was ich schreibe, aber niemals für das, was ihr darunter versteht. !!!

      !!! PlayTwi Ausgabe 38 ist da !!!

      !!! Bei mir hat Acina überlebt !!!
    • Alderaan, jenseits der Rainoux-Provinz, eine kleine, lange nicht benutzte Ferienhütte inmitten bewaldeter Hügel. 25.08.15 nVC


      Er schlief jetzt. Der Whiskey, den die Eigner des luxuriös eingerichteten Ferienhäuschens in der Minibar gelassen hatten schmeckte natürlich noch. Sowas verdirbt nicht so schnell. Anders als manche Menschen die man kennt... Mit einem frustrierten Seufzer betrachtete der Captain seinen ehemaligen Schulkameraden. Sie hatten zusammen so einiges durchgemacht, selbst nachdem der Dickkopf mit zehn Jahren zum Jedi-Orden gegangen war. Das Schlimmste war der Tod seines Bruders gewesen. Die Drei waren als Kinder unzertrennlich gewesen. Dann die Sache mit dem Hoverboard auf Nar Shaddaa. Das hatte ihn ebenso mitgenommen, aber da war er schon ein Jedi gewesen, hatte seine Mitte gefunden. Naja, für seine Mutter war es wohl schlimmer gewesen. Unwillkürlich nahm er einen tiefen Schluck - auch ihr das hier zu erklären würde wieder an ihm kleben bleiben...

      Tol-var rührte sich. Bis eben war er wie komatös dagelgen... hatte schwarzen Schleim aus allen Poren geschwitzt... Sowas ekelhaftes hatte er noch nie gesehen. Na eigentlich doch, aber nicht bei Tol. Verdammter Dickschädel, schoss es ihm wieder durch den Kopf.
      Unvermittelt ruckte der vollkommen von diesem schmierigen Zeug Überzogene hoch, atmete heftig. Kyron hätte vor Schreck beinahe seinen Drink weggeworfen. Ihm rutschte beinahe das Herz in die Hose beim Anblick seines alten Freundes - die Augen hatten noch immer diesengelblichen Stich, die Haut aschfahl.
      "Bring mich zum Schiff! Jetzt!" Der Tonfall des Ex-Jedi war zittrig, dringlich, fast verzweifelt. Kyron stand auf, griff nach seinem COM und signalisierte der Crew zu seiner Position zu kommen.
      "Was ist los...?" wollte er wissen. Als Tol-var ihn ansah.
      "Ich muss sofort jemanden finden....!"

      Keine fünf Minuten später rauschte der Repulsor-Van durch die Botanik...
    • Das Schiff lag in einer felsigen Höhle natürlichen Ursprungs, Finsternis hielt es in fester Umklammerung, selbst wenn Alderaan hoch am Himmel stand, drang kaum ein Lichtstrahl bis an diesen Ort. Die Fenster des Schiffes waren durch blenden verschlossen, kein Laut und kein Lichtstarhl drangen hinaus und dies verlieh dem ganzen Ort die Ausstrahlung eines Mausoleums.

      Das Cockpit des Schiffes war leer, nur hier und da blinkte eine Statuslampe, von weiter hinten drang Kinderlachen nach vorne. An das Cockpit schloss sich ein geräumiger Wohnbereich an, mit einer Bar und einer bequemen Sitzlounge, ebenso befand sich eine Treppe, die zum Einstieg hinab führte, in diesem Teil des Schiffes. An den Wohnbereich schloss sich ein Gang mit mehreren Türen an, die in kleine Schlafquartiere führten. Die Tür gerade aus stand einen Spalt weit offen, Licht drang heraus, ebenso war es die Quelle des Kinderlachens.
      Der Raum war ein Verhältnismäßig großräumiges, luxuriös eingerichtetes Schlafzimmer, mit einem Arbeitsplatz und einer kleinen Essecke. An eben jener saß ein kleines Baby auf einem Hochstuhl, der Mund, Schlabberlatz und Tischchen des Hochstuhls waren verschmiert mit Brei, während die Kleine mit einem zweizahnigem Lächeln die Frau vor sich anstrahlte, dabei mit den Armen wedelte und glücklich vor sich hergluckste. Die Frau tunkte den Löffel wiederholt in den orangefarbenen Brei ein, so dass er ungefähr zur Hälfte gefüllt war. Den Laut eines Motors imitierend, bewegte sie den Löffel auf die Kleine zu, die den Mund öffnete und wieder schloss, als der Löffel drin war. Obwohl der Brei zunächst im Mund verschwand, kam er dann wieder herausgeflossen, als die Kleine mit vollem Mund an zu brabbeln begann. Die Frau fing einen Teil des Breis mit dem Löffel auf, aber eine erneute Aufnahme des Breis wurde durch wegdrehen des Köpfchens verweigert.
      Die Frau legte den Löffel beiseite, griff zu einem Tuch und wischte der Kleinen den Mund sauber, und nahm ihr danach den Schlabberlatz ab. Dann hob sie die Kleine aus dem Stühlchen, hob sie über den Kopf um an der Windel zu riechen. Kurz nickte sie zufrieden, während das Baby sich mittlerweile in ihren Haaren festgekrallt hatte, dabei herzhaft gähnte und an diesen herumspielte. Die Frau setzte sich mit der Kleinen auf dem Schoß auf den Rand des Bettes, griff zu einem Kinderbuch und begann der Kleinen daraus vorzulesen, bis das Baby eingeschlafen war.

      Nachdem die Kleine im Kinderbettchen lag, überwacht von einem kleinen, himmelblauen Nannybot, begab sich die Frau in eine kleine Kammer, die sich an das Schlafzimmer anschloss. Die Wände waren kahl, ohne Tapeten. Auch sonst war nichts in diesem Raum, außer der Tür und einer schwachbeleuchtenden Deckenbeleuchtung. Die Frau ging langsamen Schrittes in die Mitte des Raumes, die Tür fuhr automatisch hinter ihr wieder zu. Langsam kniete sie sich in der Mitte des Raums nieder, ihre Lichtschwerter legte sie vor sich ab, bevor sie ihre Handflächen auf ihren Oberschenkeln zur Ruhe bettete.
      Seit mehreren Tagen war sie nun schon hier, hielt sich zum größten Teil aus den Tagesgeschäften der Provinz heraus und konzentrierte sich ganz auf sich und ihre Tochter. Das war auch bitter notwendig, Ritterin Sajen-loy hatte recht, sie durfte sich ihren Ängsten nicht hingeben, damit schuf sie einen goldenen Käfig für ihre Tochter, der eine glückliche Zukunft verhindern würde. Aber die Angst war nicht ihr größtes Problem, schlimmer war die unbändige Wut, die in ihr lodern wollte, geboren aus Hilflosigkeit und der Angst um ihre Schwester. Ihr war klar, dass die Botschaft des Attentäters, die hinterlassen wurde, nicht nur ein Zeichen des Hochmuts war. Es war natürlich möglich, dass er mit dem Brief und der langen Wartezeit bezweckte, dass sie mürbe wurde, aber es sollte jedem Sith klar sein, dass ihr dies nur zusätzliche Kraft gab. Sie spürte diese Kraft, sie rief ihr zu, Versprechen von Stärke und Überlegenheit krochen in ihr Hirn. Sie wusste wohin diese führen konnten, sie waren gewohnt, spendeten Trost und zeigten eine Perspektive auf. Es war das Versprechen des Sieges, aber es war auch ein Weg, dass wusste sie, auf dem es keinen Platz für irgendwen anders außer ihr selbst gab. Eine Stimme in ihrem Kopf flüsterte, dass es der einzige Weg war, diejenigen zu schützen die ihr am Herzen lagen und ihr gleichzeitig die Kraft gab jedes Hindernis zu zerschmettern. Sie konnte alles erreichen, wenn sie nur bereit war alles zu opfern.
      Aber in ihrem Herzen befand sich ein Knoten der Angst, der sie eindringlich davor warnte, diesen Gefühlen nachzugeben. Die Zeiten hatten sich geändert, es gab nicht mehr nur sie, da war Djunen, da war Shanora, diese beiden sollten der Mittelpunkt ihres Lebens sein und nicht der Hass, der aus der Angst um die beiden geboren wurde. Aus dem Grund hatte sie sich mit Meisterin Eryada getroffen, damit sie ihr half ihr inneres Gleichgewicht wiederzugewinnen. Und dies ging nur, indem sie zur Gelassenheit fand, damit sie in der Lage war eine Situation abseits ihrer Gefühlswelt zu erfassen und dann auch dementsprechend zu handeln. Das war der Grund, warum sie sich hierhin zurückgezogen hatte, fernab aller Probleme, um sich nur auf sich und ihre Tochter zu konzentrieren, zumindest größtenteils, hin und wieder blieb ihr einfach nichts anderes übrig.

      Sie atmete tief durch und schloss ihre Augen, die Übung der letzten Tage ermöglichte ihr sich schnell in Meditation zu versenken. Ihre Gedanken schrumpften zusammen, die Sorgen und Ängste entglitten ihr, nur die Liebe für ihre Tochter und ihre Schwester begleiteten sie noch, sie gab ihr Kraft und Zuversicht. Sie fühlte die wogenden Wellen der Macht, wie sie sich durch die Galaxis bewegte und alle Lebewesen miteinander verband. Sie ließ sich von diesem Strom durchdringen, spürte wie klein und unbedeutend sie eigentlich war, nichts desto trotz ein Teil des Ganzen, wenn auch nicht das Zentrum, um das sich alles drehte. Etwas ließ sie zögern, sie spürte den bitteren Geschmack der Angst zurückkehren, doch dann löste sie sich von ihrem Körper und trieb von diesem Strom hinweggerissen davon…
    • Es tat gut wieder zurück zu sein, auch wenn ihr die jüngsten Entwicklungen gar nicht gefielen. Der Rat der Valvassoren war der Meinung gewesen, dass ein Familienmitglied der Garrdes Rainoux offiziell leiten sollte und solange Shanni abwesend war, fiel dies dann wohl ihr zu. Die einzige Valvassorin die außer ihr selbst gegen sich gestimmt hatte war Pafeit Courcelle. Die Gründe dafür waren ihr nicht ganz klar, vielleicht weil ein Anführer der keiner sein will, kein guter Anführer sein kann, oder aber weil sie ihr gegenüber eher reserviert war.

      Sei es, wie es sei, jetzt hatte sie dieses Amt an der Backe und es raubte ihr Zeit für ihr Training und obendrein auch für ihre kleine Tochter. Sie blickte zu dem kleinen, schwarzharrigen Baby herüber, das vor einem Spieleimer saß, fleißig Bauklötze anlutschte oder sie zusammen schlug und bei den Lauten heiter lachte, wenn sie nicht gerade damit beschäftigt war die Bauklötze ein oder auszuräumen oder sie generell in der Gegend zu verteilen. Sie wandte ihren Blick zurück auf ihr Display. Heute stand noch eine weitere Unterredung mit Jim Parsons, von der Partei Freies Alderaan an, ein leidiges wenn auch notwendiges Thema. So wie es aussieht werden jene und die Demokraten zusammen die Regierung für Rainoux stellen und es war notwendig, dass man gemeinsame Zielvereinbarungen traf, um unnötige Probleme von vornherein zu minimieren. Sie rieb sich über die Augen und scrollte durch die Liste der Themen die sie gedachte anzusprechen.

      Die eingekehrte Stille ließ sie aufblicken, mittlerweile hatte sie gelernt, dass ein ruhiges Kind üblicherweise mit irgendwelchem Chaos einherging. Doch Djunen saß noch immer auf ihrer Spieldecke, in ihren Händen eine bunt leuchtende Kugel, die beim drehen und befingern durch das Kind beständig ihre Farbe änderte und dafür mit einem konzentriert, gebannten Blick des Babys belohnt wurde. Die Kugel hatte sie von Terra’quinn erhalten und löste fast das kleine Bantha als Lieblingsspielzeug ab, wenn ein Einschlafen ohne Bantha überhaupt möglich wäre.
      Das mit Terra’qinn war immer noch so eine Sache, auf der einen Seite riet ihr alles was sie wusste davon ab, diese Beziehung zu intensivieren…auf der anderen Seite, wollte sie in ihrem Leben etws ändern und insofern sollte sie sich vielleicht auch auf das Unbekannte einlassen und ein wenig Risikofreudiger werden, denn einem musste sie zustimmen, ungezwungen mit jemandem umzugehen, der nicht ständig irgendwelche Erwartungen oder Vorurteile äußerte, sei es laut oder einfach durch die Körperhaltung. Es gelang ihr in seiner Nähe tatsächlich abzuschalten, ähnlich wie, wenn sie mit Djunen spielte, nur mit dem Unterschied, dass sie sich dann im Mittelpunkt fühlte und das tat ihr irgendwie gut. Ganz anders, als wenn man quasi jederzeit hinter dem Imperium zurückstehen musste. Vielleicht war dies einfach der nächste Schritt.

      Und vielleicht war dies auch der Hinweis darauf, dass sie sich einmal für andere einsetzen sollte, auch wenn dem nicht direkt unmittelbare Vorteile folgten. Shanni hat dort einen Seelenwunsch, für den sie sich einsetzen könnte, es würde sie sehr glücklich machen, wenn sie irgendwann aus dem Koma aufwachte. Sie musste noch einmal Mr. McLeavitt zu sich einladen, aber dies würde wohl ein sehr kostspielige Anliegen werden…sehr kostspielig.

      Sie stand auf und ging zu dem Mädchen herüber und hob sie unter Protest hoch. Es war an der Zeit für das tägliche Ritual des Mittagsschlafes, erst ein wenig kuscheln, eine Geschichte vorlesen und darauf warten, dass die Kleine einschlief, dann würde sie sich ein wenig Zeit für ihr Training nehmen, die Trainingssonden sollten nach dem letzten Mal ersetzt oder repariert worden sein.
    • „Nacht Mum“ meinte Djunen, nachdem Sheysa ihr noch einenGute-Nacht-Kuss gegeben hatte. „Nacht Mäuschen“ erwiderte diese, kurz warf siedanach noch einen Blick in die Zimmer von Malia und Nia, die sich schon längstim Land der Träume befanden, um sich zu vergewissern, dass mit den Kleinen allesin Ordnung war. Anschließend begab sie sich in die Lounge, brühte sich einenTee auf und setzte sich gemütlich auf die Couch.
      Sachte blies sie über ihren Tee und schaute durch das Fenster über dasabendliche Port Azure. Sollte es wirklich wahr sein, dass Aroval noch immerexistierte? Zumindest sein Geist, das wäre durchaus möglich. Und wenn dem sowäre, dann musste um jeden Preis verhindert werden, das irgendwer diesenkontaktierte, erlangte oder wie man das auch immer nannte. Vor allem dieseverrückte Borraa Karaz gehörte zu den letzten die sie kannte, die auf seinWissen Zugriff haben sollten, denn nicht, dass sie so schon eine Bedrohung war,die groß genug wäre, das Risiko, dass Aroval oder seine Ideologien in ihremKörper eine Wiederkehr in die Welt der Lebenden finden konnten.
      Die Frage ist nur, was sollte man tun, einen Geist jagen? EinemSchatten hinterherrennen, das war einfach nicht ihr Spezialgebiet, sie war keinMystiker und ihre Kontakte zu solchen waren mittlerweile auch dünn gesät undjene, denen sie traute waren praktisch nicht vorhanden.
      Aber nebenher gab es auch noch ein paar andere Dinge, die ihrerAufmerksamkeit bedurften, allen voran der Widerstand. Sie musste vorsichtigvorgehen, damit die Zakuul davon nichts mitbekamen, nicht nur zu ihrem Wohl,sondern auch dem ihrer Kinder. Aber die Arrangements wurden getroffen, jetztmusste sie nur noch auf die Liste der Sprecher warten, dann konnten dieWaffenlieferungen beginnen.

      Zwei Wochen später
      Die Rainoux Skies, Luxusyacht der Baroness von Port Azure, stand in ihrem Hangar bereit, die Vorräte warenverladen worden und der Kapitän des Schiffes wartete nur noch auf das Kommandozum Start.
      „Wo reisen wir hin, Mum?“ fragte Djunen, als sie zu ihrer Mutterhochblickte. „Das ist eine Überraschung, Mäuschen.“ antwortete diese. „Ist daPapa?“ Nia, die an der rechten Hand von Sheysa lief, schaute mit großen Augenauf. „Nein, Schätzchen, Papa muss doch auf der Insel arbeiten.“ Malia, diekleinste, tappste an Sheysas linker Hand mit „Ich Eis“ meinte sie ernsthaft undschaute ebenfalls zu Sheysa hoch, dabei drückte sie ein kleines Plüschraumzeugfest an sich, ihr Lieblingsspielzeug. „Aber natürlich, an Bord gibt es auch fürjeden ein Eis.“ Was für einen dreistimmigen Jubel sorgte.

      Als sie das Schiff betraten waren Nia und Malia Feuer und Flamme, zogenan Sheysas Händen und wollten das Schiff erkunden. Djunen murrte eher missmutig„Ich verstehe nicht Mum, warum wir diesen alten Klepper benutzen, der brichtdoch bald schon auseinander.“ Sheysa lächelte sie an „Weil er unauffälliger istMäuschen. Manchmal ist das mehr wert als Luxus.“ Djunen schien das nichtbesonders zu überzeugen, sie schaute aus den Fenstern und sah zu, wie dieRainoux Skies langsam aus ihrer Landebucht glitt, um dann weiter zubeschleunigen und aus ihrem Blickfeld zu verschwinden.

      Vier Wochen später
      Nachdem das alte Frachtschiff, welches auf den wunderschönen Namen „GoldenWife“ getauft worden war, aber äußerlich keinerlei Ähnlichkeit mit diesem Namenaufwies, den Hyperraum verlassen hatte, steuerte es langsam auf den PlanetenGeneris zu. Trotz des eher unscheinbaren Äußeren, enthielt er eine Fracht dieMillionen wert war. Und damit waren nicht nur die vier Passagiere gemeint,sondern auch die Listen voll mit Tabellen und Kalkulationen über Rüstungsgüter,genug um damit einen kleinen Krieg vom Zaun zu brechen.
      Sheysa hatte sich mittlerweile eine graue Panzerung angelegt und Niahielt ihr den anthrazitfarbenen Helm mit den rot leuchtenden Augen hin. Maliaschaute sie mit großen Augen an „Mama Monsa?“ fragte die Kleinste als Sheysasich den Helm aufgesetzt hatte. „Ja Engelchen, manchmal schon…“
    • Drei Jahre zuvor

      Die Maske veränderte ihr Sichtfeld, engte es ein, sorgte aber gleichzeitig dafür, dass sie auch in Dunkelheit sehen konnte und filterte ihre Atemluft…sie hasste sie quasi sogar, aber sie war notwendig. Als sie den Schalter der Entriegelung drückte, klackte und zischte es kurz, dann konnte sie die Gesichtsplatte abnehmen und legte sie neben sich auf den Schreibtisch. Frei durchatmend blickte sie aus dem Fenster und beobachtete das stürmische Treiben draußen. Blitze zuckten über den Himmel und der Regen trommelte gegen die Scheibe, sie legte eine Hand gegen diese, die Dornen an ihrem Panzerhandschuh glänzten matt im Licht des Zimmers.
      Hier war sie also wieder, zurück auf Dromund Kaas, eigentlich dachte sie, dass sie dies hier alles hinter sich gelassen hatte…aber da war sie wieder, es ging wohl doch nicht ohne. Es ging definitiv nicht ohne. Seit Jahren versuchte sie nun schon ihr Gleichgewicht zu finden, aber immer wieder stieß sie an ihre Grenzen und immer wieder wurde ihr gesagt, dass sie noch immer ein Sith war und immer ein Sith sein wird. Mittlerweile war sie davon überzeugt, dass es genau so war, es war einfach ein Teil ihrer selbst und da gab es nichts zu leugnen. Der Weg ihr Ziel zu erreichen konnte nicht einfach nur darin liegen, mehr über die Helle Seite der Macht zu erfahren, sie musste auch die Dunkelheit in sich verstehen. Damit diese sie nicht immer wieder überraschte, sie musste sich in ihrer Gänze kennenlernen, im Ganzen begreifen, nur dann konnte sie ein Gleichgewicht finden, denn nur so konnte sie in Erfahrung bringen, was es überhaupt ist im Gleichgewicht zu sein.
      Und genau dies war ihr angeboten worden. Dennoch war sie nicht davon überzeugt, dass es zur Gänze möglich war hier, aber niemand hatte behauptet das es leicht würde, man musste sich immer selbst bemühen…und sie vermisste die verständlichen Erläuterungen von Aliera, ob sie überhaupt noch lebte?
      Vielleicht konnte Waath ein adequater Ersatz sein, aber sie war sich nicht sicher, ob ein ehemaliger Padawan ihr in dem Bereich viel Aufklärung bringen konnte, aber besser als nichts war es allemal.

      Gegenwart

      Nachdenklich ging sie durch ihr Penthouse, betrachtete die Kunstwerke an den Wänden, alles ausgesuchte Werke alderaanischer Künstler. Es hatte sich viel getan, seit sie vor über neun Jahren nach Alderaan kam. Sie war heute nicht mehr die gleiche Person wie damals.
      Ein sachtes lächeln glitt über ihre Züge. Sie war glücklich damit, wie sich ihr Leben verändert hatte. Eigentlich hatte sie alles und noch mehr als sie sich je gewünscht hatte, dennoch gab es da diesen dunklen Fleck und dieser beeinflusste ihr Leben mehr und mehr. Sie blieb vor einem Familienfoto stehen, auf dem sie mit Djunen, Nia und Malia abgebildet war und das Lächeln wurde etwas schwermütig.
      Seit Jahren nun versuchte sie ihre Macht ins Gleichgewicht zu bringen, eine Notwendigkeit, um ihren Kindern und sich eine Zukunft zu bieten. Sie hatte gewaltige Fortschritte gemacht und es geschafft sich von der Dunklen Seite zu lösen. Das war nicht allein ihr Verdienst, sie hatte viele Unterstützer auf ihrem Weg, doch sie konnten sie auf dem Weg nicht begleiten, ihr nur Möglichkeiten aufzeigen, um ihren Horizont zu erweitern, beschreiten musste sie ihn selbst.
      Aber seit einiger Zeit steckte sie in einer Sackgasse drin, sie kam nicht richtig weiter. Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten hatte sie sich Lord Abbaddon als Schülerin angeschlossen, wieder Kontakt mit Darth Setus aufgenommen und sich einen Weg zurück ins Imperium gebahnt.
      Es war eigenartig erneut auf Korriban zu wandeln und Dromund Kaas wieder zu sehen, den Sog der dunklen Seite hautnah zu spüren. Die Macht die einen durchströmte, das Versprechen, was man alles erreichen konnte, wenn man nur bereit war es zu nehmen…koste es was es wolle…Sie hatte widerstehen können…dennoch.
      Ihre Hände zitterten bei den Gedanken, sie war nicht über die dunkle Seite hinweg, sie hatte ihre Begierden unter Kontrolle, sie wollte sie nicht, aber sie saßen tief in ihr…wie ein Alkoholiker der seit ein paar Jahren trocken war und dem der Geruch von Alkohol in die Nase stieg. Es war falsch gewesen in den Hallen der Sith nach Antworten zu suchen, dort gab es nur Verlockungen, reize um sie zurück in die Dunkelheit zu ziehen. Davon musste sie sich distanzieren.
      Aber es war schwer sich zu distanzieren, ständig wisperte es in ihrem Unterbewusstsein. Es gab zu viele unwichtige Dinge an denen ihr Herz hing, wo sie sich drum kümmern, drum kämpfen musste sie zu bewahren. Und immer das Flüstern in ihrem Hinterkopf, sich einfach zu nehmen, was man will. Sie ballte die Hände zu Fäusten, sie wollte es nicht, aber sie wurde dieses nagende Gefühl nicht los, dass dies der sinnvollste Weg war, die Herausforderungen zu händeln.
      Ihr Weg führte sie zurück in ihr Büro, wo auf dem Schreibtisch ihre beiden Lichtschwerter lagen. Deutlich spürte sie den Einfluss der dunklen Seite die sie verströmten. Sie streckte die Hand nach ihnen aus, verharrte aber kurz vor ihnen. Ihre Hand zitterte leicht als sich erneut der Gedanke manifestierte, dass sie sich um anzuschließen auch von diesen Relikten einer noch nicht ganz so vergangenen Zeit trennen musste.
      Aber sie konnte es nicht. Sie waren ihr ganzer Stolz. Schon dreimal hatte sie die Kristalle entfernt, aber immer wenn sie die warmen roten Kristalle in der Hand hielt, hielt sie sie fest umschlossen und am Ende hatte sie die Schwerter immer wieder zusammengebaut. So kam sie nicht weiter, sie musste einen Abschluss finden und dazu musste sie tatsächlich einen Schlussstrich ziehen. Sie zog die Hände zurück und ließ die Waffen liegen.
      Stattdessen ging sie zu den Kinderzimmern und schauten eine Zeitlang ihren schlafenden Töchtern zu. Sie waren es aber Wert die Strapazen auf sich zu nehmen. Für sie war es notwendig, dass sie einen Abschluss fand. Auch wenn es bedeutete, dass sie sie in paar Jahre nicht mehr sehen konnte. Sie schloss die Augen, blinzelte die Trauer weg, atmete ruhig durch um ihren Geist zu beruhigen und sandte diesen zu ihnen aus und übermittelte das Gefühl der Liebe, dass sie für sie hegte. Dann schloss sie leise die Türen und ging zurück in ihr Arbeitszimmer.
      Dort angekommen setzte sie sich auf ihren Stuhl und überlegte, wie sie am besten vorgehen sollte. Definitiv musste sie sich mit ihren Anwälten treffen, um den Nachlass zu regeln. Sie musste mit Theka sprechen, damit sie einen Blick auf die Mädchen hielt. Und sie musste mit Aliera Kontakt aufnehmen. Aber sie hatte Meisterin Eryada seit Jahren nicht gesehen, sie wusste nicht einmal, ob sie die Säuberung der Zakuul überlebt hatte. Erneut würde sie versuchen sie zu erreichen, aber diesmal würde sie jeden Kontakt nutzen den sie hatte, der einen Erfolg versprach die Meisterin zu erreichen.
    • Ihre Befürchtungen waren war geworden, Meisterin Eryada wurde vermisst. Dennoch hatte sie ihr Vorhaben umgesetzt, allerdings mit Meisterin Eryadas Schülerin Morwena Aquae. Nun saß sie in einem Konferenzsaal irgendwo unter dem Senat von Coruscant. Hierher hatten sie Morwena und eine andere Ritterin mit dem Namen Anca sie geführt.
      Sie wollten von ihr wissen warum sie jetzt hier zusammen saßen, darauf hatte sie bereitwillig geantwortet, es war kein Geheimnis. Allerdings hatten ihnen einige ihrer Antworten nicht gefallen. Zu ihrer Rechtfertigung wirkte gegen die beiden aber selbst Meister Eloun geradezu wie ein Partylöwe. Ein schmunzeln umspielte ihre Lippen, als sie sich Meister Elouns missbilligenden Blick vorstellte, den er hätte haben können, wenn er nicht so ein Miraluka wäre. Nee aber Spaß beiseite, ein Stock reichte bei den beiden nicht aus, das war ein ausgewachsener Ast…wenn nicht gar ein Baumstamm. Sie hoffte, dass das erst mal nur an ihr lag, dass sie sie nervös machte, sonst würde das eine echt schwere Zeit werden, aber sie war dazu fest entschlossen.
      Sie blickte sich in dem Konferenzsaal um, ein wenig Trostlos war es hier schon, gerade eben hatten die beiden sie verlassen, damit sie sich Gedanken machen konnte. Ein leiser Seufzer entrang sich ihr, ein etwas schöneres Ambiente hatte sie schon erwartet. Aber egal sie stand aus ihrem Stuhl auf, ließ erneut den Blick durch den Raum gleiten und ging dann zu der Ecke rechts gegenüber der Tür. Dort ließ sie sich mit dem Rücken zur Wand, den Blick Richtung Tür, auf die Knie nieder. Ihre Hände legte sie auf den Oberschenkeln ab und versetzte sich in Meditation.
      Ritterin Anca meinte, sie müsste sich vom Gedanken eines Gleichgewichts verabschieden. Jedi öffneten sich voll und ganz der der hellen Seite. Ritterin Aquae hatte ergänzt, jemand der auf der dunklen Seite wanderte wäre kein Jedi mehr. Es gab kein herumwurschteln auf beiden Seiten. Sie blickte in ihre Erinnerungen, die Unterhaltungen mit Aliera, ihre Versuche sich ins Gleichgewicht zu bringen, die sie alle in eine Sackgasse geführt hatten. Die schlichte Wahrheit war, sie wusste nicht was es war in einem Gleichgewicht zu sein, sie wusste nur, dass sie sich in einem Ungleichgewicht befand. Und ihr Ausflug zurück ins Imperium hatte ihr gezeigt, dass die Nähe zur dunklen Seite ihr Ungleichgewicht verstärkt hatte, sie hatte versucht sie herunterzuziehen…mitzureißen…Ritterin Anca hatte recht, auf beiden Seiten herumwurschteln ging nicht.
      Und dennoch war die dunkle Seite allgegenwärtig, eine Versuchung der man widerstehen musste, so hatte Ritterin Anca es genannt. Vielleicht eine passende Beschreibung für das, was sie suchte…vielleicht fiel es ihr einfach zu schwer ihr zu widerstehen, dass sie deshalb im Ungleichgewicht war.
      Die Dunkelheit war ein Teil von ihr, vielleicht musste sie lernen ihr zu widerstehen, oder sie musste lernen sie zu verstehen, damit sie die Macht über sie verlor. Was sie auf Korriban und Dromund Kaas versucht hatte, aber vielleicht war es einfach zu viel…sie fühlte sich dort wie fortgeschwemmt.
      Aber die Dunkelheit war nicht nur in ihr, sie hatte die Worte der beiden Ritter gehört, sie waren voller Überzeugung und dennoch steckte Hochmut in ihnen, ein Zeichen dafür, dass die Dunkelheit auch in ihnen war. Waren sie in einem Gleichgewicht? Sie konnte es nicht beurteilen, wie auch, sie wusste noch immer nicht genau was es war, konnte es nicht wissen, sie würde es wissen wenn sie es war, sie würde es fühlen, wie sie derzeit fühlte, dass sie in einem Ungleichgewicht war. Rastlos, auf der Suche nach einem Ziel, von dem sie nicht wusste was es war. War die Suche selbst ihr Ungleichgewicht, eine innere Unzufriedenheit nach einem anderen Zustand des Seins?
      Vielleicht…dies war der Grund warum sie hier war, sie suchte Antworten die Dunkle Seite gab ihr keine Antworten, zumindest keine Antworten die sie befriedigte. Ihre Versprechen waren einfach, ihre Suche würde schnell beendet sein, wenn sie sich ihr nur hingab, aber für welchen Preis, egal er war es nicht wert. Dafür kannte sie die Dunkle Seite gut genug.
      Sie streckte ihre Sinne aus, verschmolz sich selbst mit der sie umgebenden Macht, wie ihr Aliera es vor all den Jahren gezeigt hatte. Sie tastete, schmeckte die Strömungen der Macht Emotionen tausender Wesen die ihren Eindruck hinterließen. Sie fühlte das Glück, die Hoffnung, Freude, auch Liebe, unzählige Eindrücke brandeten auf sie ein und hätten sie überfordert, wenn sie sich auf sie fokussiert hätte, aber sie trieben lediglich an ihr vorbei ein kurzer Hauch im Luftzug der Ewigkeit. Doch nicht nur diese Gefühle zogen an ihr vorbei, die ein Lächeln auf ihre Lippen brachten als sie sie wahrnahm. Andere Eindrücke streiften an ihr vorbei Habgier, Lüge und Verrat lagen ebenso in der Luft wie Angst und Elend.
      Dieser Planet war nicht Korriban, es war nicht greifbar, nicht überwältigend, aber die Dunkle Seite war hier und sie war stark, auf einem Planeten der den Jedi neben Tython wohl am wichtigsten war. Und dennoch war es anders, sie konnte es nicht fassen, nicht richtig schmecken…ausgeglichener wäre das falsche Wort, es war ein Chaos…es war anders als auf Alderaan, aber hier waren auch wesentlich mehr Wesen auf engem Raum.
      Fasziniert ließ sie ihren Geist weiter schweifen, die Zeit verging, während sie still in ihrer Ecke hockte und sich in ihrer Wahrnehmung verlor. Eigentlich saß sie dort um die Tür beobachten zu können, aber sie bekam nicht einmal mit, wie man ihr etwas zu essen und etwas anderes zum anziehen brachte.
    • Sie hatte mit Morwena über den Willen der Macht gesprochen. Die Jedi glaubte daran, dass die Macht ein Ziel verfolgte. Ein Ziel auf das die Macht hinarbeitete und dafür den Jedi Visionen schickte. Der Gedanke erschien ihr recht absurd, sie glaubte nicht daran, dass die Macht einen Willen besaß, vergleichbar mit dem eines Menschen. Für sie war die Macht eher vergleichbar mit dem Meer oder dem Wind, eine Naturgewalt, oder besser der Natur selbst.
      Die Jedi hatte es zwar nicht offen zugegeben, aber sie wusste selbst nicht, was dieser ominöse Wille der Macht war. Visionen oder Gefühle, die sie dazu veranlassten Entscheidungen zu treffen, von denen sie dachte, dass dies der Wille der Macht war. Es konnte genauso gut ihr Gewissen oder Unterbewusstsein sein, das ihr einflüsterte, was sie für sich wollte.
      Andererseits…vielleicht war es auch das gleiche, was der Wille der Macht war, war genauso rätselhaft, wie das Gleichgewicht nach dem sie suchte. Vielleicht musste sie sich auf das Gedankenspiel einfach einlassen. Sie war einen weiten Weg gegangen um an dem Punkt anzukommen an dem sie jetzt war. Hätte es damals den Vertrag von Coruscant nicht gegeben, bzw. hätte die Republik nicht kurz vor ihrer Niederlage gestanden, dann wäre sie vermutlich dem Orden schon vor zweiundzwanzig Jahren beigetreten. Vielleicht war es ihr tatsächlich so bestimmt, oder wie Morwena meinte, vielleicht sollte sie erst noch ihre Kinder gebären. Aber wenn dem alles so wäre, gab es dann überhaupt einen freien Willen, wäre dann nicht alles der Wille der Macht?
      Nein, es gab einen freien Willen, definitiv, sie entschied selbst, was aus ihrem Leben wurde, aber vielleicht war der Wille der Macht verborgen in der Stärke des eigenen Charakters, vielleicht zählte auch einfach der Glaube allein.
      Fakt war, das trotz allem was sie hinter sich gelassen hatte und unter den Umständen unter denen sie gerade lebte, sie immer noch davon überzeugt war, dass sie genau hier sein sollte.

      Viel mehr beunruhigte sie das, wozu Morwena sie befragt hatte. War der Alte immer noch aktiv, oder dass was ihn damals in den Wahnsinn trieb? Oder war es nur eines der Hirngespinste von Nudarah? Er war ohnehin schon immer von Aroval besessen. Sie musste es herausfinden.
      Vor gut zehn Minuten hatte sie das Com, ihr Com erhalten, mit dem sie Kontakt zu Concabille aufnehmen wollte, aber sie bekam keine Verbindung zu ihr. Aber vielleicht konnte Shanni ihr da helfen, wer wenn nicht sie, könnte eine Verbindung zu Concabille aufbauen, ansonsten musste sie drastischere Maßnahmen ergreifen.
      Aber zunächst wählte sie Shanoras Nummer.
    • Das Gespräch mit Shanni war mal wieder schön, sie schien über ihre Entscheidung entsetzt zu sein, akzeptierte sie aber dennoch, auch wenn sie vermutlich dennoch zweifel hegte. Es war auf jeden Fall nochmal eine Gelegenheit das Ganze für sich zu überdenken, aber sie war sich sicher, dies war der Weg.
      Morwena wollte jetzt wohl beginnen die Ausbildung zu starten, auf jeden Fall hatte sie heute eine Aufgabe für sie. Sie hatte ihr einen ihrer Lichtschwertkristalle gezeigt, sofort hatte sie den Impuls verspürt ihn zurück in ihren Besitz zu nehmen. Sie vermisste ihre beiden Klingen schon sehr, so lange waren sie ihre permanenten Begleiter, dass sie sich ohne sie irgendwie nackt und schutzlos fühlte. Aber sie stammten aus einer Zeit, die sie hinter sich lassen wollte und dazu musste sie sich von ihnen trennen.
      Morwenas Aufgabe war aber etwas anderes, noch immer war ihr nicht ganz klar, worauf sie hinaus wollte. Sie sollte sich in Meditation versenken und an Kämpfe erinnern, an die Menschen, die sie mit ihren Klingen getötet hatte und um Verzeihung bitten.
      Verzeihung wofür? Es war ihr möglich ihnen Respekt zu zollen, sie hatten ihre Pflicht erfüllt und waren in der Ausübung dessen gestorben. Das war es wofür sie sich freiwillig gemeldet hatten.
      Es gab nichts, wofür sie sich Vorwürfe machen musste, nicht zuletzt, hätte sie ihre Kontrahenten nicht getötet, hätten diese sie getötet. Vielleicht waren die Kämpfe nicht besonders fair gewesen, denn auf einer persönlichen Ebene war sie ihren Kontrahenten überlegen gewesen. Dennoch kein Grund um Verzeihung zu bitten, laut Morwena hatte das irgendwas mit fehlender Demut zu tun, aber ihr war nicht klar, was sie damit aussagen wollte.
      Im Grunde war ihr ja klar worauf sie hinaus wollte, dass jedes Leben wertvoll ist. Aber sie hatte ja keinen Unschuldigen, Wehrlosen oder sonst wie hilflosen Menschen getötet. Es war Krieg, da sterben Menschen nun mal. Und wenn man es nicht selber sein will, dann müssen es die anderen sein. Das war nichts, wofür sie sich schuldig fühlen musste.
      Nein, ihr war nicht wirklich klar, worauf Morwena genau hinauswollte.