Angepinnt [Rp/IG]Vestarin und Alderaan: Holo-News, Gerüchte, Nachrichten

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  • (Ereignis/Nur informierten Kreisen bekannt):
    In luftiger Höhe über der Flur Am Jagdstern, inmitten des Antille'schen Waldes. Kurz nach 15.00 Uhr. Gräfin Alyssa sitzt hochaufgerichtet im Damensattel auf ihrem Thranta. Ohne einen Flügelschlag gleitet es in der Säule eines Aufwinds - Nur das Säuseln des Windes ist zu hören...

    Musikalische Untermalung:

    Von ferne dringt das Lärmen der Meute an ihr Ohr, bisweilen pfeifen Schüsse und hin und wieder lassen sich Jagdsignale vernehmen. Gräfin Alyssa zückt ihren binokularen Stiel-Visor und hält Ausschau. Sie glaubte vorhin, einen kapitalen Bock ausgemacht zu haben und hatte ihr Trantha zu Höchstleistungen angespornt. Oft glitt es nur eine Handspanne über den Wipfeln der Bäume. Doch nun ist von dem Schwarzwedeltier nichts mehr zu sehen.
    Eben überfliegt sie eine bewaldete Hügelkuppe, als sie rechts vor sich einen Thrantareiter gewahrt, der aus einer Schlucht aufsteigt. Bald erkennt sie Seine Königliche Hoheit, Herzog Charle Remmot Organa, den Erben des Kalkedonischen Sterns. Heiter ruft ihm Alyssa Vesta-Alde zu:

    A: "Hanteriduh, Mucki. Na? Schon was geschossen?"


    D.C.: "Hanteridu. Ja, schon. Aber es ist mir da was ganz was Dummes passiert..."


    Gräfin Alyssa lehnt sich etwas zurück, um das Tier zu versammeln, so daß es langsamer wird und in einen Gleitflug mit nur wenigen Schlägen übergeht.


    A: "Was ist denn gescheh'n?"

    D.C.: "Na ja. Wie ich g'rad vorhin drüben über den Ripclaw-Grund flieg', mein' ich einen Vorn-Tiger im Gebüsch zu seh'n. Ich zieh mein' Stutzer hoch, schieß. Dann schreit der so komisch. Also so gar nicht wie ein Vorn-Tiger. Ich dreh eine Runde und dann schmeißen die mit Farbbeutel nach mir."


    A: "Wer?"

    D.C.: "Na, was weiß ich. So Terroristen halt! Tierschützer! Bewerfen mich diese Banditen mit Farbbeuteln und schrei'n dabei, ich wär ein Mörder!"


    A: "Unverschämtheit! Na, wenigstens hat dieser Pöbel Euch nicht getroffen!


    D.C.: "Hat er doch!"

    Der Herzog gibt die Zügel nach und lehnt sich entlastend nach rechts vorne, um sein Thranta in eine Rechtskurve zu führen. Sobald das Tier schnell genug ist, zieht er kurz an den Zügeln, so daß es steigt und die Unterseite zeigt. Große, blutrote Farbflecken sind zu erkennen. Kurz darauf dirigiert er es durch leichte Schläge mit der Reitgerte wieder an die rechte Seite der Regentissa.


    A: "Es gibt keinen Respekt mehr vor der Tradition! Das arme Tier. Bis der Stallknecht die Farbe wieder runter hat...°

    D.C.: "Lyssa, ich sag Euch. Ich war so indigniert; fast wär' ich nochmal drüber geritten und hätt' scharf geschossen... Grad Lust hätt ich, die BüKuk und die PGA bei uns verbieten zu lassen und mitsamt der ganzen Tierschützerbande hinter Schloß und Riegel zu bringen..."

    Die beiden unterhalten sich noch eine Zeit lang über die Widrigkeiten neumodischer politischer Strömungen, als Herzog Charle plötzlich innehält.


    "Da vorn ist der Bock!"

    Tatsächlich ist ein kapitaler Schwarzwedel-Bock zu sehen, wie er hochflüchtig durch das Unterholz bricht. Die Jäger geben ihren Thrantas die Sporen und bald surren die Jagdblaster...
    "Perchè io so io e voi non siete un cazzo!"
    Marchese Onofrio del Grillo

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  • (Holonetz-Übertragung):



    Sendeanstalt: HoloNetPareen - HNP Vestarin



    20:09:22

    T = 18:59

    *** Holokamera 1 zeigt das HNP-Studio mit dem abgedunkelten Moderator. Die zirpende Titelmelodie der Hauptnachrichtensendung beginnt, ein eingeblendetes Laufband zählt dazu die Standardsekunden abwärts 18:59:50, 18:59:55,...***


    T = 19:00

    HNP
    HoloNetPareen

    Abendschau

    *** Die Musik zitiert das Fanfarenmotiv der Landeshymne, das Laufband blendet aus, Licht auf den Moderator ***


    Moderator: „Guten Abend Vestariniere und Vestarinieri, hier ist HoloNetPareen, Ihr Heimatkanal, mit der Abendschau und mein Name ist Myon Celchu.“

    *** Holokamera1 zoomt auf Moderator, neben ihm eine Bildblende im Standbild ***


    Moderator: „Parea. Seine Serenität, unser geliebter Vatrono Alessio IV., eröffnete heute in der Hauptstadt der Baronie Rie'ekan das 575. vestarinische Winzerfest. Den feierlichen Auftakt der Festwoche bildete der Einzug der vestarinischen Winzergenossenschaften mit ihren Regionalweinköniginnen und Musikgruppen. Über 1000 Mitwirkende zogen in ihren Regionaltrachten durch die vestarinische Weinbaumetropole und die fünf Weinbauregionen der Baronie – Chimbak, Untere Sinna, Zentralparessan und Mittlerer Rie sowie Collines Lavates - präsentierten ihre Qualitätsprodukte auf über 50 herrlich geschmückten Festgleitern. Mit von der Partie war traditionellerweise auch das in der Baronie Bartyn situierte Weingut Toth - das einzige Graval-Hyperieur-Weingut außerhalb Rie'ekans sowie die Weingüter des benachbarten Stifts Riethal. Feierlicher Höhepunkt war die anschließende Proklamation der diesjährigen vestarinischen Weinkönigin, Ihrer sprudelnden Majestät, Ti'hira I., die von Graf Alessio Krone und Schärpe überreicht bekam. Pünktlich um 14.00 Uhr begann der berühmte Weinbrunnen zu sprudeln und die in der Altstadt aufgebauten Weinstände und Winzerhöfe öffneten ihre Pforten – alle Winzerbetriebe Pareas haben ihre privaten Wohnstuben ausgeräumt und zu improvisierten Weinschänken verwandelt.
    Zur Stunde spricht unser Vatrono vor der festlich illuminierten Kulisse der Alten Weinbörse, in der wie jedes Jahr die besten Jahrgangsweine gekürt und zum Abschluß der Festwoche ausgezeichnet werden. Anschließend wird Seine Serenität mit Weinkönigin Ti'hira ein Mitternachts-Souper im Jagdschloß Rosan nehmen - eine Tradition seit 316 vVC, als der damalige Vatrono das Winzerfest erstmals besuchte. Weitere Höhepunkte des Winzerfests sind die Lichterprozession auf dem Rie am 25. und das große Feuerkuchenessen am 27., ehe es mit einem festlichen Feuerwerk am 30. zu Ende gehen wird."

    ***Es folgen weitere Meldungen...***
    "Perchè io so io e voi non siete un cazzo!"
    Marchese Onofrio del Grillo

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  • (Holonetz-Übertragung):

    AHN PrimeTime - Sendung vom 20:09:22




    Sendeanstalt: Alderaan Holonet News – AHN-1


    T = 20.08

    ***Nach einigen Topnews beginnen die Gesellschaftsnachrichten, Holokamera 2 übernimmt mit einem Close-up der Moderatorin, neben ihr das Symbolbild einer Staatsjagd zu Thranta***


    Klaasig: "Beheran. In Beheran hat heute die herzogliche Staatsjagd des Hauses Antilles begonnen. Wie üblich nehmen an diesem gesellschaftlichen Großereignis die Spitzen fast aller großen Alderaanischen Häuser teil – trotz der immer noch nicht unerheblichen Spannungen. Unter den Königlichen Häusern Alderaans sind vertreten Haus Organa mit Herzog Charle und Erbprinz Lew, Haus Alde mit Fürst Darrian und Fürstin Elinari, Herzog Dagult Carlist sowie Herzogin Katei Elinari Panteer. Auch die Häuser Aldrete und Thul sind vertreten. Wie üblich zu Thranta wird in diesem Jahr auf Schwarzwedeltiere, Stelzenvögel und Vorn-Tiger gejagt, deren Bestand sich nach den Killik-Angriffen der letzten Jahre deutlich vergrößert hat. Die Eröffnung der Staatsjagd durch Erbprinzessin Beryl Antilles wurde allerdings aufgrund massiver Proteste von Umweltschützern überschattet, zu denen sowohl die Partei für eine ganzheitliches Alderaan (PGA) als auch das Bündnis für Kunst und Kultur (BüKuK) aufriefen. Den Demonstranten gelang es, die Führer der Akk-Meute über drei Stunden am Verlassen von Schloß Berehan zu hindern und somit den Beginn der Jagd zu verzögern. Gegen 9 Uhr morgens wurde die Demonstration von Polizeieinheiten gewaltsam aufgelöst. Nach unbestätigten Gerüchten soll der herzogliche Jagdmeister, Baron Retrac, mit der Reitgerte gegen einige Protestler vorgegangen sein.“

    ***Neben der Moderatorin wird eine Live-Schalte sichtbar***


    Klaasig: „Live aus Beheran zugeschaltet ist uns nun Gundul Cleb. Er hat es sich nicht nehmen lassen, zu diesem Ereignis persönlich anzureisen. Guten Abend, Gundul.“

    Cleb: „Guten Abend, Gausella.“

    Klaasig: „Wie ist die Lage in Beheran?“

    Cleb: „Guten Abend, meine Damen und Herren, Sie sehen hinter mir das abendliche Beheran. Inzwischen scheint die Polizei die Lage unter Kontrolle zu haben. Hinter mir sehen sie noch einige Brände im Seeviertel, in dem sich die militanten Tierschützer regelrechte Scharmützel mit den Ordnungskräften geliefert haben. In den frühen Morgenstunden versammelten sich etwa eintausendfünfhundert Demonstranten im Stadtzentrum von Beheran zu einer friedlichen Kundgebung, zu der BüKuK und PGA aufgerufen hatten und die unter dem Motto stand: „Jagd ist Mord.“ Danach zogen sie in einem Sternmarsch zur Abschlußkundgebung vor dem Antilles-Schloß. Das war auch behördlicherseits genehmigt und sollte bis acht Uhr Ortszeit beendet sein."

    ***Die Live-Schalte zoomt auf***


    Cleb: „Dann aber hat ein harter Kern von etwa 800 militanten Jagdgegnern mit einer spontanen Sitzblockade begonnen. Die meisten von ihnen waren mit Vorn-Tiger-Masken vermummt, was natürlich nicht vom Demonstrationsrecht gedeckt ist, weswegen die Polizei auch die Beendigung dieser Veranstaltung angeordnet hat. Es kam da bereits zu einzelnen Rangeleien zwischen Demonstranten und Polizisten, vor allem, als dann die Meuteführer mit den Akk-Hunden passieren wollten. Die Situation eskalierte dann plötzlich, als einer der Meuteführer – es ist nicht klar, ob es wirklich Jagdmeister Baron Retrac selbst war – von seinem Tauntaun herab mit der Reitgerte auf die Demonstranten einschlug. Die Polizei hat dann im Anschluß die Demonstration gewaltsam aufgelöst, so daß die Staatsjagd verspätet beginnen konnte. Die Tierschützer zogen sich daraufhin ins Seeviertel zurück – das ist ein überwiegend von Studenten der hiesigen Universität bewohnter Stadtteil von Beheran. Die Lage blieb dann bis nachmittags ruhig, bis die Nachricht über die Ticker lief, dass ein 21jähriger Tierschützer angeschossen wurde.“

    Klaasig: „Nur zur Erklärung für unsere Zuseher. Die berittenen Meuteführer hetzen mit den Akk-Hunden das Wild am Boden, während die Jagdgäste zu Thranta folgen?“

    Cleb: „Das ist korrekt. Die jagende Akk-Meute folgt der Fährte der Schwarzwedeltiere und hetzt das Wild aus seinen Unterständen heraus. Die extra dafür besonders ausgebildeten Akk-Hunde werden dabei am Boden von Meuteführern auf Tauntauns begleitet. Die Jäger wiederum folgen der Meute und schießen vom Thranta aus mit Jagdblastern auf das Wild. Das ist nicht ungefährlich und es kommt bei diesem Sport immer wieder zu tödlichen Unfällen. Vor allem wenn ein Jäger vom Thranta stürzt. Erst letztes Jahr kam es zu einem derartigen Jagdunfall: Fürst Menas XIII. Sallan von Régeno stürzte auf dem Jagdparcours und brach sich dabei das Genick.“

    Klaasig: „Das ist ja entsetzlich.“

    Cleb: „Besonders tragisch, weil mit ihm das Haus Sallan damals im Mannesstamme erlosch.“

    Klaasig: „Ist eine solche Jagd zu Thranta nicht auch für das Bodenpersonal risikoreich?“

    Cleb: „Normalerweise nicht, da die Meuteführer ja hinter der Meute reiten.“

    Klaasig: „Und wieso wurde dieser Demonstrant angeschossen?“

    Cleb: „Einige Jagdgegner hatten sich verbotenerweise auf dem Jagdparcours versteckt – augenscheinlich um die Jagd zu stören und die Jäger zu behindern. Der 21Jährige erlitt glücklicherweise nur leichte Verbrennungen am Brustkorb und wurde sofort in die Beheraner Zentralklinik gebracht, wo man ihn ärztlich versorgt hat. Mittlerweile soll er wieder entlassen worden sein. Allerdings kam es daraufhin zu teils erheblichen Ausschreitungen im Seeviertel. Geschäfte wurden geplündert und Gleiter in Brand gesetzt. Erst am späten Nachmittag hat dann die Polizei forciert damit begonnen, die Ordnung wieder herzustellen. Immerhin sind die Brände gelöscht und es kreisen nur noch einige Suchscheinwerfer...“

    Klaasig: „Gab es Verletzte?“

    Cleb: „Die Polizei spricht von etwa einhundert verletzten Demonstranten und 47 teils schwer verletzten Polizisten. Dennoch findet zur Stunde der traditionelle Eröffnungsbankett im Festsaalbau des Schlosses Antilles statt, während dessen die Jagdstrecke vertrunken wird.“

    Klaasig: „Danke an Gundul Cleb und danke nach Beheran.“

    ***Es folgen weitere Nachrichten***
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    Marchese Onofrio del Grillo

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  • (Ereignis/Nur informierten Kreisen bekannt):
    Parea, Schloß Rosan, kurz vor 21:00 Uhr. Der Kammerdiener des regierenden Grafen Vesta, Zardul Surak, wirft einen letzten Blick auf das Arrangement: Zwei Silbergedecke wurden auf dem kleinen Eßtisch inmitten des ovalen Salons eingesetzt, die Schalen des silbernen Tafelaufsatzes mit Konfekt bestückt und auf dem Beistelltischchen daneben sind Vorspeise, Suppe und Braten unter silbernen Wärmeglocken angerichtet. Die Szenerie ist von mildem Licht umflort, denn die Lakaidroiden haben zu diesem Anlaß die Wandleuchter wie auch den Mittellüster mit echten Kerzen besteckt, deren Licht auf dem polierten Silberzeug herrliche Reflexe zaubert. Ein großer, ebenfalls aus Silber getriebener und fein ziselierter Weinkühler ist mit zwei Flaschen 6ver Toniray bestückt; eine weitere kühlt im benachbarten Ruhezimmer neben dem Bettalkoven - das sollte genügen!

    Schloß Rosan ist kein eigentliches Schloß. Vielmehr ist es ein Jagdpavillon aus der Zeit Graf Kelletorians III., dessen fast verspielt zu nennendes Inneres noch den Geist des leichtlebigen Bauherrn atmet. Vor der Tür, draußen auf der Dienstbotentreppe, dürfte inzwischen die Weinkönigin warten, denn seit nunmehr 350 Jahren ist es gute Tradition, daß der Graf zur Eröffnung des Weinfests mit der amtierenden Repräsentantin des vestarinischen Weinbaus diniert, wobei sie ihm eine Bittschrift überreichen darf, deren Anliegen in der Regel gewährt wird. Alles ist bereitet...

    Durch die offene Balkontür weht Musik herein - in Parea tanzen in Tracht gekleidete Vestarinieri zu den Klängen verschiedener Musikgruppen. Eben spielt man die Cantriera - einen traditionellen Rundtanz, bei dem Burschen und Mädchen getrennt in Reihen tanzen, sich zu Paaren finden, wieder verlieren und zu neuen Paaren formieren. Zwischen den Strophen stampfen die Tänzer mit ihren Füßen donnernd auf dem Tanzboden auf und klatschen dazu im Takt; und die Röcke der sich um sie drehenden Tänzerinnen wirbeln wie Teller um deren Taillen, so daß das Unterzeug sichtbar wird, was in früheren Zeiten als unsagbar kokett galt. Surakblickt hinüber zu den bunten Lichtern die in die Zweige der Hydenockbäume gehängt wurden und verliert sich ein wenig beim Lauschen...


    "Schade nur, dass es dieses Jahr schon etwas kühl ist..."

    – denkt sich Surak und erschrickt. Kühl? Sein Blick fällt auf den Kamin. Es brennt kein Feuer darin!!! Surak eilt kopfschüttelnd zu dem kleinen Konsoltisch, entnimmt diesem eine Fernbedienung und drückt einen Knopf, so daß ein holographisches Feuer aufflammt. Dann dreht er den Temperaturregler hoch. Der Graf könnte womöglich frösteln.

    Z.S.: "Puh! Gerade noch einmal gut gegangen. Es wird Zeit, mit den Droiden ein ernstes Wort zu reden!..."

    War das ein Geräusch? Der Caunte betritt das Schlößchen selbstverständlich durch den Haupteingang. Surak lauscht an der Tür und gewahrt im Ruhezimmer deutliche Schritte. Nun wird es Zeit! Gestreckten Schritts durchmißt er den mit zahlreichen Jagdtrophäen geschmückten Salon und begibt sich zur Dienstbotentüre. Zu der davor wartenden Twi'lek meint er:

    Z.S: "Jetzt mache Sie einen tiefen Hofknicks, Seine Serenität nähern sich bereits."

    Einen Wimpernschlag später öffnet sich die Tür und der Caunte wird sichtbar. Surak verbeugt sich tief und auch die Weinkönigin zeigt, daß sie ihre Lektionen gut verinnerlicht hat: Züchtig schlägt sie die Augen nieder und versinkt formvollendet in einer tiefen Reverenz, wobei sie ihrem Vatrono ihre Bitschrift in einem aus Weinlaub und Liriazynthen gebundenen Blumenstrauß überreicht. Gnädig antwortet der Landesherr:


    A.V.: "Ich danke für den freundlichen Empfang, für den sinnigen Blumengruß und für die treuherzig überreichte Bittschrift. Sie sei gewährt."

    Dann reicht er ihr den Arm und geleitet die Twi'lek in den Jagdsalon mit den Worten:

    A.V.: "Darf ich bitten, mein Fräulein?"

    Diskret schließt Zardul Surak hinter den beiden die Türflügel. Alles ist gut gegangen. Er würde nun mindestens eine bis anderthalb Stunden Ruhe haben - zumindest laut Auskunft seines Vorgängers Hadsen Bimsenmann, der unter Baron Lois diese delikate Aufgabe hatte. Ob er es wagen kann, sich drüben unter das Volk zu mischen um den schönen Rie'ekanerinnen beim Tanz zuzuschauen? Der Kammerdiener überlegt kurz. Andererseits war vorhin im Aufenthaltsraum für das Personal eine überaus ansehnliche Rothaarige, die im Schloß als Droidenwartfrau angestellt ist. Surak beschließt, in den Aufenthaltsraum hinunter zu gehen...
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    Marchese Onofrio del Grillo

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  • (Ereignis/Gesellschaftliches Thema/Nur informierten Kreisen bekannt):
    Schloß Beheran gegen 22:00 Uhr. Der Ur- und Hochadel Alderaans sitzt an der langen Galatafel des herzoglichen Bankettsaals. Im Glanz der herrlicihen grizmalltianischen Kristallleuchter wird Speisenfolge um Speisenfolge aufgetragen. Erbprinzessin Beryl Antilles - anstelle ihrer von den Kiliks geraubten Mutter erste Dame des Landes - sitzt am Haupt des Tisches, ihrem Vater gegenüber. Gegen 22:30 winkt sie ihre Ehrendame, Gräfin Ayl, zu sich und flüstert ihr zu:

    B.A.: "Ach, Gräfin, würd' Sie mich bitte mit Graf Vesta verbinden. Und sag' Sie mir Bescheid, wenn die Verbindung steht."

    Während die Gräfin den Bankettsaal verläßt, plaudert die Prinzessin wieder mit dem links von ihr sitzenden Erbprinzen Lew Organa und dessen Gattin, Fasha Teral-Organa, zu ihrer Rechten. Es dauert etwas, bis Gräfin Ayl zurückkehrt. Als die Prinzessin ihre Ehrendame wieder gewahrt, legt gerade Herzog Raymus am gegenüberliegenden Tischende sein Besteck nieder. Dies ist das Zeichen für die livrierte, ausschließlich menschliche Dienerschaft, die kalte Nachspeise abzuservieren. Der Herzog erhebt sich und wendet sich an seine Gäste:

    R.A.: "Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde, bevor wir Herren uns in die Bibliothek und die Damen sich in den Gesellschaftssalon zurückziehen, um dort Würzbissen, Käse und Dessert zu nehmen, hätte ich ein kleines Anliegen: Ich möchte meine Tochter Beryl bitten, mich bei der morgigen Banshee-Beize zu vertreten. Für einen alten Herrn wie mich ist eine so spannende und aufreibende Jagd einfach nichts mehr.

    Die Gesellschaft protestiert kurz und erhebt sich sodann, um sich zu zerstreuen. Die Erbprinzessin nutzt den Moment des Aufbruchs, um sich bei dem Organa-Erbprinzenpaar kurz zu entschuldigen und zu Gräfin Ayl zu gehen. Dort platzt es aus ihr heraus:


    B.A.: "Nein, ist das eine fade Gesellschaft. Entweder es geht um Jagdpartien oder es geht um Heiratspartien. Steht die Verbindung nach Vestarin?"

    G.A.: "Bedaure, Königliche Hoheit. Ich habe nur den Kammerdiener erreicht..."

    B.A.: "Was?"

    G.A.: "Der Graf befindet sich in Parea zur Eröffnung des dortigen Weinfests und der Domestik fabulierte irgend etwas von einem Pflichttermin und daß der Graf unabkömmlich sei..."

    B.A.: "Um die Uhrzeit? Na, schön. Dann ruf' Sie jetzt noch amal dort an und sag' Sie dem Surak,..."

    G.A.: "Wem?"

    B.A.: "...dem Kammerdiener. Sag' Sie ihm, daß ich den Grafen für übermorgen zur Vorn-Tigerjagd bitt' – wenigstens pro forma!"

    G.A.: "Gern, Königliche Hoheit."

    B.A.: "Inständig."

    G.A.: "Jawohl."

    B.A.: "Ich muß zur Gesellschaft zurück..."

    Während die Gräfin tut, wie ihr geheißen, begibt sich Prinzessin Beryl in den Gesellschaftssalon, um mit den Damen Konversation zu treiben...
    "Perchè io so io e voi non siete un cazzo!"
    Marchese Onofrio del Grillo

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  • (Ereignis/Gesellschaftliches Thema/Nur informierten Kreisen bekannt):
    Jagdschloß Bansheelust unweit von Schloß Beheran. Anders als am Vortage hat der zweite Tag der großen Antilles'schen Staatsjagd ungestört begonnen. Früh am Morgen war man von Schloß Beheran zu Thranta hierher aufgebrochen. Es war eine Lust gewesen, die edlen Reittiere so dicht über der Decke der herbstlichen Morgennebel zu führen, dass mit jedem Flügelschlag die obersten Dunstschichten leicht verwirbelten. Auf Schloß Bansheelust angekommen, hatte man zunächst ein zünftiges Jagdfrühstück genommen, wobei man zwischen einem kräftigen Alderaanischen Eintopf, stärkenden Apalis-Ostarinen und anderen sinnigen Leckereien wählen konnte. Inzwischen ist der Nebel unter den stärker werdenden Strahlen der aufsteigenden Sonne gewichen, so daß der Blick von dem auf einem Hügel errichteten Jagdsitz in beinahe endlose, sich im Dunst verlierende Weiten schweifen kann.

    Doch nicht der Aussicht wegen haben sich die Vertreter der wichtigen Alderaanischen Häuser hier versammelt – der Grund ist, daß sich Herzog Raymus als einer der Letzten noch den Luxus leistet, hier eine Bansheenerie mit 10 Bansheeniers und 30 Bansheeknaben zu unterhalten. Diese genießen unter den sonstigen Hofjägern ein besonders hohes Ansehen, weil der Umgang mit den sensiblen, ursprünglich von Corellia stammenden Tieren großes Geschick und eine lange Schulung erfordert. Zum Bedauern der Traditionalisten ging diese prestigeträchtige weil personalintensive und damit kostspielige Jagdform aufgrund der Verstrickungen der Großen Häuser in den Thronfolgekampf der letzten Jahre mehr und mehr zurück.

    Kurz vor 9:00 Uhr fahren die Bansheeknaben des Herzogs repulsorgestützte Bansheegestelle heran. Auf einem jeden sitzen jeweils acht aufgebäumte und verhaubte Banshees. In königlicher Haltung präsentieren die Greifvögel ihr graues, schwarz gestreiftes Gefieder mit dem herrlichen roten Brustfleck. Die federgeschmückten und mit Glöckchen behängten Hauben, die ihre Augen bedecken, versetzten diese tagaktiven Flieger in eine künstliche Nachtruhe. Nun machen sich die in blau-silberne Jagduniformen gekleideten Jäger daran, ihre Bansheeniers-Handschuhe aus dickem aber weichem Banthaleder überzustreifen, um sich vor den scharfen Krallen dieser Vögel zu schützen. Dann sitzen sie auf ihren Thrantas auf. Sobald alle ihre Jagdvögel empfangen haben, hält Erbprinzessein Beryl eine kurze Ansprache:


    B.A. "Meine Damen und Herren, liebe Freunde. Nachdem der gestrige Tag ja mit einigen Unbilden begann und leider auch weiter ging, dürfen wir heute - so denke ich - einem ungestörten Vergnügen entgegensehen, da die herzogliche Regierung die für heute und morgen geplanten Demonstrationen nach den gestrigen Exzessen untersagt hat. Ich möchte uns auch nicht lange aufhalten und lediglich bitten, die folgenden Regeln für Gesellschaftsjagden zu beachten: Wir reiten jetzt zunächst zum Sammelplatz, wo auf uns die Meuteführer warten. Offen ist Nieder- und Federwild, vornehmlich geht es auf Stelzenvögel. Ich bitte, die Greife erst beim Ansprechen der Beute abzuhauben, Sicherheit geht vor Strecke. Und damit wünsche ich uns allen eine gute Jagd."


    Die Erbprinzessin endet ihre Ansprache mit einem munteren, dreifachen >Hanteriduh<, dem die Jäger jeweils mit einem skandierten >Joho!< antworten. Dann blasen die herzoglichen Hofjäger zum Sammeln:

    Musikalische Untermalung:

    (Achtung:
    Die zur Banshee-Beize farblich unpassende Jagdkleidung
    bitte ignorieren!!!)






    Die Thrantareiter geben ihren Tieren die Sporen. Es geht über eine sanft gewellte Hügellandschaft, zwischen deren bewaldeten Kuppen ab und an kleine Teiche blitzen. Der Nebel hat sich inzwischen fast völlig aufgelöst. Nur noch in schattigen Niederungen und Senken können sich letzte Nebelstreifen halten. Bald ist von ferne das Lärmen der Meute zu hören und der Sammelplatz kommt in Sicht, wo bereits die berittenen Bansheeniers und Meuteführer mit den Akk-Hunden warten. Obristjägermeister Baron Retrac begrüßt hoch zu Thranta die Jagdherrin mit einem aufmunterndem Hanteriduh und meldet ihr, dass man unweit eine größere Rotte pirschender Stelzenvögel ausgemacht habe - man werde wohl eine gute Jagd haben! Bei den Jagdgästen macht sich aufgeregte Vorfreude breit, die sich in einem spontanen Applaus Bahn bricht.

    Anschließend führt der Baron die Jäger zu der Stelle, wo man die Beize eröffnen wird, sobald die Meute gefolgt ist. Mit kräftigen Flügelschlägen lassen die Jäger ihre Thrantas rasch aufsteigen. In großer Höhe gleiten sie nun über abgeerntete Felder und Äcker. Hin und wieder ist ein einzeln stehendes Gehöft oder ein kleineres Dörfchen zu sehen. Eine erfrischende, belebende Anspannung hat die Jagdgesellschaft erfasst. Ähnlich, wie es in der alten alderaanischen Weise heißt:

    "Was gleicht unter Sternen dem Jägervergnügen?
    Wem sprudelt der Becher des Lebens so reich?
    Beim Klange der Hörner das Thranta zu fliegen,
    Das Wild zu verfolgen durch Dickicht und Teich
    Ist fürstliche Freude, ist männlich Verlangen,
    Erstärket die Glieder und würzet das Mahl.
    Wenn Wolken und Lüfte uns hallend umfangen,
    Tönt freier und freudiger der volle Choral: Trallala!"

    Während auf dem Boden die Bansheeniers und die Meuteführer auf ihren Tauntauns mit der lärmenden Jagdmeute folgen, kreist der alderaanische Ur- und Hochadel auf seinen Thrantas über einem Mosaikteppich aus Stoppelfeldern, als wären sie selbst beutegierige Raubvögel. Hoch aufgerichtet sitzen die Blaublütigen in ihren Sätteln, den Banshee auf dem angewinkelten linken Arm. Viele der Herren habe sich monokulare Visorgläser unter die Augenbraue geklemmt und spähen angestrengt nach unten, wo sich das Federwild wohl versteckt halten könnte. Auch die Damen zücken nun ihre Binokularen-Stiel-Visoren, um Ausschau nach der heiß ersehnten Beute zu halten. Nur noch das Geräusch des Windes und der kraftvolle Schlag der Banthaflügel sind hier oben zu hören.

    Dann endlich! Baron Retrac bläst in ein kleines Signalhorn. Die berittenen Meuteführer sind angekommen. Auf deren Kommando verstummen die roten, reptomammalen Tiere augenblicklich. In geduckter, sprungbereiter Haltung belauern die Akks die von ihnen bereits ausgemachte Beute. Der herzogliche Obristjägermeister weist auf ein Feld. Tatsächlich sind in der angegebenen Richtung ein Trupp Stelzenvögel auszumachen. In einer breiten Phalanx-Formation staksen die hochbeinigen Tiere mit ihren hochroten Hälsen über einen der frisch gepflügten Äcker, um verstecktes Kleingetier aus seinen Verstecken zu treiben und mit den langen, roten Schnäbeln aufzuspießen. Dies ist der Moment, in dem der Puls des Herzens vor Aufregung rast. Die knisternde Anspannung ist beinahe mit Händen zu greifen. Nun beginnt ein hochartifizielles, über Jahrhunderte kodifiziertes Zeremoniell. Die Jagdherrin lädt den rangmäßig höchsten Gast ein, die erste Jagd-Tour zu reiten. Herzog Charle Organa, von allen nur Mucki genannt, entfernt die federgeschmückte Haube von den Augen des Banshees auf seiner linken Faust, der einen gellend-lauten, heulenden Schrei ausstößt und sofort zur Jagd aufsteigt. Eine Weile kreist das majestätische Tier über den Köpfen der Jagdgesellschaft und läßt sein hellgraues Bauchgefieder sehen. Dann stößt er unvermittelt herab. Den über sie kommenden Schatten des Todes haben die konzentriert pirschenden Stelzenvögel kaum mitbekommen, da hat der Banshee bereits geschlagen. Mit seinen messerscharfen Fängen hat er sich in den Rücken seines Opfers gekrallt, das kreischende Tier gepackt, hochgerissen und einige Meter weit fortgeschleppt. Während die übrigen Stelzenvögel panisch kreischend auseinanderstieben, landet der Greif und breitet bergend seine Schwingen aus, um seine Beute mit einigen gezielten Schnabelhieben zur Strecke zu bringen.

    Die von dem blutigen Schauspiel wie gebannte Jagdgesellschaft applaudiert begeistert. Der Banshee will eben damit beginnen, seine Strecke zu kröpfen, als Herzog Charle seinem Thranta die Zügel nachgibt und sich entlastend nach vorne lehnt, so daß das Tier die Flügel anlegt und nun ebenfalls nach unten stürzt - in freiem Fall dem Raubvogel hinterher. Erst kurz vor dem Boden zieht der Herzog die Zügel wieder an, das Thranta breitet majestätisch seine Schwingen aus und gleitet knapp über dem erfolgreichen Jagdbanshee hinweg. Der Greif, vom Schatten des riesigen Tieres erschreckt, läßt von seiner Beute ab und flattert zu dem bereits bereitstehenden Bansheenier zu Tauntaun, der ihn – als Entschädigung für die durch die Lappen gegangene Beute – mit etwas Fleisch füttert.

    Nun sind die übrigen Jagdgäste an der Reihe. Nach und nach steigen die abgehaubten Banshees auf, schwimmen kurz im Aufwind ohne jeden Flügelschlag, ehe sie wieder und wieder wie Geschosse herabstürzen und die aufgescheuchten Stelzenvögel hetzen und schlagen. Schlägt ein Vogel fehl, so greifen die Bansheeniers in ihre auf der rechten Körperseite am Bandelier getragenen Bansheenierstaschen, um ihm eine lebende Seemaus vorzuwerfen. Alle Anwesenden eint das Gefühl, daß es nichts Erregenderes geben kann, als die geflügelten Jäger bei ihrer grausamen Tätigkeit zu beobachten, es ihnen im rasanten Sturz gleich zu tun und den Beutegreifern - unter perfekter reiterlicher Beherrschung des Thrantas – ihren Fang wiederum abzujagen. Dabei sind sie sich dessen bewußt, daß gerade die dafür benötigte Kombination aus Willensstärke und Fürsorge eine ideale Vorübung für die Menschenführung sei. Sie wissen sich in einer großen Tradition stehend, wird doch niemand geringerem als König Darrus I. der Satz zugesprochen, daß nur ein idealer Bansheenier auch ein idealer Herrscher sein könne.

    Gegen Mittag präsentieren die Jagdhelfer die auf frischem Grün ausgelegte, festlich drapierte Strecke und die Beize wird feierlich abgeblasen. Nach einem Jagdsouper auf Schloß Bansheelust kehrt die Jagdgesellschaft nach Schloß Beheran zurück, um sich umzukleiden und gegen 17:00 Uhr dort den T'ill zu nehmen. Nach erneutem Wechsel der Garderobe versammelt man sich zum Diner im Bankettsaal des Schlosses, wo die Strecke des Tages abermals vertrunken wird...
    "Perchè io so io e voi non siete un cazzo!"
    Marchese Onofrio del Grillo

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  • "Jagdvergnügen"


    (Ereignis/Nur informierten Kreisen bekannt):
    An diesem Morgen sitzt Graf Alessio im Gleiter auf dem Weg in den Antilles'schen Wald. Nebelschwaden durchziehen die Landschaft. Alessio fröstelt, das nördlichere Klima im Land der Herzöge von Antilles ist zu dieser Jahreszeit schon recht herbstlich, außerdem ist er einfach unausgeschlafen. Vorgestern das Souper mit der Weinkönigin, gestern Abend die zweieinhalbstündige Reise hierher nach Beheran, gleich nach seiner Ankunft das Wiedersehen mit Beryl, dann das Jagddiner, welches bis 22:30 dauerte und danach schnell ins Bett, denn heute morgen um 05:30 war es schon wieder mit der Nachtruhe vorbei. Und das nur, um hier in einem offenen Jagdgleiter durch die klamme Morgenluft kutschiert zu werden und dann auf einem Hochsitz stundenlang in den Nebel zu starren. Vorne, neben den Chauffeur, sitzt sein Kammerdiener Zardul Surak und Alessio glaubt - trotz seines distinguierten Gehabes - ihm deutlich sein Mißvergnügen anzusehen, was ihn eine Sekunde lang erheitert. Aber vielleicht ist sein Kammerdiener einfach nur genau so unausgeschlafen wie er selbst.
    Was seine Standesgenossen an dieser Art von "Vergnügen" finden, wird er nie verstehen – allen voran seine teuerste Tante. Beim Gedanken an die fürstliche Regentissa, welche sich gestern Abend mal wieder glänzend und ganz in ihrem Element zeigte, verdreht er die Augen und schnaubt leise vor sich hin
    . Plötzlich streift etwas seine linke Hand. Alessio schreckt aus seiner Träumerei auf. Beryl hat seine Hand ergriffen und schmunzelt ihn an. Verlegen lächelt er ihr zu, sie hat wohl seine Gedanken erraten.

    B.A.: "Geh, is dir auch so fad? Mir ist heut so gar nicht nach einer Drückjagd."

    Alessio lacht auf.


    A.V.: "Gell, du findest sie genauso langweilig wie ich?"

    Beryl lächelt.

    B.A.: "So möchte ich das nicht grad sagen, aber wenn du da bist, fällt mir halt schon was besseres ein."

    Alessio sieht aus dem Augenwinkel wie sich förmlich die Ohren seines Kammerdieners auf dem Vordersitz vergrößern, um ja nichts von diesem Gespräch seiner Herrschaft zu verpassen.

    A.V.: "Und woran hast du so gedacht?"

    B.A.: "Hör zu. Wir zwei hören uns jetzt noch die Ansprache zu Beginn der Jagd an, anschliessend fahren alle mit ihren Gleitern zu ihren jeweiligen Anständen. Wir zwei allerdings lassen den Hochsitz sausen und uns stattdessen nach Raymusburg chauffieren. Das ist einer der Jagdsitze von Papà, dort hab ich für uns ein Frühstück herrichten lassen."

    Alessio führt lächelnd Beryls Hand zu den Lippen und küsst sie galant. Eine dreiviertel Stunde später – die Ansprachen sind gehalten – macht sich der Jagdgleiter auf zum nur 15 clicks entfernten Jagdsitz Raymusburg, welcher sich als mittelgroßes Schloss entpuppt, umgeben von weitläufigen Parkanlagen und thronend auf einer Anhöhe über dem gleichnamigen idyllischen Dörfchen...
    Nicht Hell Nicht Dunkel. Wahlspruch des Hauses Vesta



    Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.Karl Kraus

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  • (Holonetz-Übertragung):


    AHN Late Nite - Sendung vom 22:09:22




    Sendeanstalt: Alderaan Holonet News – AHN-1


    T = 22:37 Uhr

    ***Nach einigen Topnews beginnen die Gesellschaftsnachrichten, Holokamera 2 übernimmt mit einem Close-up der Moderatorin, neben ihr eine Live-Schalte nach Beheran, in welcher der Korrespondent in Abendgarderobe vor einer rauschenden Ballkulisse zu sehen ist.***


    Klaasig: "Beheran. In Beheran ging heute die große herzogliche Staatsjagd des Hauses Antilles feierlich zu Ende. Inzwischen hat im Antillespalast der traditionelle Jägerball bei Hofe begonnen. Als Korrespondent ist uns jetzt live aus Beheran zugeschaltet unser Adelsexperte, Paalin Seelmann-Eggebrex. Guten Abend, Paalin."

    Musikalische Untermalung:

    Seelmann-Eggebrex: "Guten Abend nach Aldera und küß' die Hand..."

    Klaasig: "Paalin, Sie befinden sich direkt im Schloß Beheran. Was können Sie uns berichten?"

    Seelmann-Eggebrex: "Ich befinde mich in der Tat im Zeremoniensaal des Schlosses. Die herzoglichen Hofgärtner haben extra zu diesem Anlaß kunstvolle, duftige Bilder von blühender Pracht geschaffen. So ein Ball bei Hofe ist ja grundsätzlich ein lebhafteres Ereignis als etwa ein Hofball, auf dem die Damen traditionellerweise in Weiß erscheinen. Hier aber ist der Adel unter sich und daher bieten auch die Damen ein ungemein abwechslungsreiches Bild..."

    Klaasig: "Was ist denn der Unterschied zwischen einem Hofball und einem Ball bei Hofe?"

    Seelmann-Eggebrex: "Zu einem Ball bei Hofe ist nur die hoffähige Gesellschaft geladen, also Persönlichkeiten, die Zutritt bei Seiner Königlichen Hoheit haben; insbesondere die Ehrendamen, oberste Hofchargen, die herzoglichen Räte aber auch akkreditierte Diplomaten. Zu einem Hofball hingegen haben auch Personen Zutritt, die sonst nicht bei Hofe verkehren - etwa Künstlerpersönlichkeiten, Industrielle und Parlamentarier. Ein weiterer Unterschied ist, daß Hofküche und -keller kein Buffet vorbereiten, sondern ein gepflegtes Souper. Der Abend begann damit, daß sich die Botschafter und Gesandten der Großen Häuser und der anderen Planeten und vornehmlich natürlich die hochadeligen Jagdgäste des Herzogs ab 20:00 Uhr hier im Zeremoniensaal einfanden. Gräfin Dariana Frayus etwa erschien in einem gelben, mit Seidenblumen besticktem Satin-Abendkleid und Herzogin Katei Elinari Panteer in einem Ensemble aus weißem Hisp-Tüll mit gestickten Ladalumblüten. Fürstin Pina Aldrete trägt heute ihre derzeitige Lieblingsfarbe – eine weiße, mit Amaraliten gestickte und mit Cairokafedern besetzte Toilette, sowie eine herrliche Amaralit-Parure mit Diadem und passendem Kollier, die allgemein Aufsehen erregten. Erbprinzessin Fasha Teral-Organa kam in einem Traum aus zart arallute-farbener dramassianischer Seide mit einem kostbaren Feueredelstein-Bouquet und Fürstin Elinari Alde, geborene Prinzessin Panteer präsentierte eine Robe aus gelber Tüllspitze. Die hochfürstliche Regentissa von Riethal, Alyssa Vesta-Alde, beweist, daß auch eine geistliche Fürstin in puncto Mode auf dem Parkett brillieren kann, denn sie führte eine Robe aus handgeklöppelter ramordianischer Seidenspitze mit erminbesetzter Schleppe aus blauem Hispseidensamt vor. Ihre ebenfalls anwesende Tochter, Gräfin Maelrice Vesta hat sich dagegen für ein Kleid aus hellblauem Umbaraseidentaft entschieden. Gräfin Gurveer, die Gattin des thulischen Botschafters in Beheran, wurde in einem Abendkleid aus hauchdünner Haruunischer Gaze mit Ladalumblüten gesehen und Baronin Bakvalen, äh,..."

    ***Paalin Seelmann-Eggebrex stockt kurz***

    Seelmann-Eggebrex: "...die extra aus Corellia angereist sein dürfte, trägt ein aufregendes, rotes Abendkleid mit einem Besatz aus Stelzenvogel-Schwanzfedern."

    ***Die Live-Schalte zoomt auf, neben Paalin Seelmann-Eggebrex sieht man ein Holobild mit einem Solo-Paar, das einen feierlichen Schreittanz mit komplizierten Schrittfolgen und Verbeugungen tanzt - Herzog Raymus und Erbprinzessin Beryl.***


    Seelmann-Eggebrex: "Um 20:30 Uhr erschien dann der herzogliche Hof. Voran schritten Seine Königliche Hoheit, Herzog Raymus Antilles, im schwarzen Gesellschaftsanzug eines Obristen seines Leibregiments mit Dero Schwester, Prinzessin Behra, die zu ihrem schwarzen Tafft-Kleid die legendären Antilles-Diamonden trug. Nach den beiden folgte Erbprinzessin Beryl, die zu diesem Anlaß eine wundervolle Ballrobe aus yavingrüner Hispseide angelegt hat, und schließlich Prinz Bailmund und Prinzessin Wegia - letztere in einem purpurfarbenen otteganischen Schleppenkleid mit zarter Perlinstickerei. Dahinter folgten Graf und Gräfin Ayl, die Grafen Tugrina und Horada sowie Baron und Baronin Retrac. Sobald sie Prinzessin Behra zu Dero erhöhtem Sitz geleitet hatten, eröffneten Seine Königliche Hoheit den Ball mit der Erbprinzessin. Wie üblich wurde dazu eine Fasantane aufgespielt, ein feierlicher, langsamer Schreittanz. Danach betraten alle übrigen Gäste die Tanzfläche zur Corelläse, der – gemäß der Tanzordnung – wie üblich Sarabelle, Courette und Brante folgten. Während Erbprinzessin Beryl anschließend mit Graf Vesta weiter tanzte, begab sich der Herzog indessen in die Mitte der Gesellschaft und zog eine Reihe von Persönlichkeiten, zunächst Diplomaten, ins Gespräch. Nach der Brante hat man die beliebte Runda getanzt und gerade ist die galante Konterrei zu vier Paaren an der Reihe, wie wir sie auch im Hintergrund hören. Die Stimmung der Anwesenden ist blendend, aber das ist ja auch verständlich, schließlich war ja die diesjährige Staatsjagd - nach einigen Unannehmlichkeiten durch militante Tierschützer und Jagdgegner am ersten Tage - bereits gestern sehr erfolgreich. Und heute konnte man immerhin 18 Vorn-Tiger zur Strecke bringen..."

    Klaasig: "18 Vorn-Tiger? Donnerwetter! Und wie geht es heute noch weiter?"

    Seelmann-Eggebrex: "Nach der Konterrei zu 8 Paaren und der großen Konterrei wird sich die gesamte Ballgesellschaft um 23:00 Uhr zum Souper zurückziehen - und zwar je nach gesellschaftlichem Rang getrennt in unterschiedliche Salons. Das Souper wird eine halbe Stunde dauern. Danach folgen noch zwei Tänze – eine Fasantane zu acht Paaren und abermals eine große Konterrei – und dann ist das Ganze beendet."

    Klaasig: "Ich sehe, da bleibt für große Variationen nicht viel Raum..."

    *** Holokamera 2 übernimmt mit einer Totalen. ***

    Seelmann-Eggebrex: "Sehen Sie, liebe Gausella, es handelt sich um ein höfisches Tanzvergnügen. Da ist man in der Regel konservativer. Und sogar die Dauer eines jeden einzelnen Tanzes ist in der Tanzordnung genau fixiert. Aber soweit ich gehört habe - das darf ich vielleicht ganz unter uns schon sagen... ...wie ich gehört habe, soll Prinzessin Beryl im Alten Flügel noch eine kleine Fortsetzung geplant haben..."

    Klaasig: "Ah ja. Das hört man gern. Vielen Dank, Paalin, nach Beheran..."

    Seelmann-Eggebrex: "Guten Abend."

    *** Es folgen weitere Meldungen ***
    "Perchè io so io e voi non siete un cazzo!"
    Marchese Onofrio del Grillo

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  • (Gesellschaftliches Thema):
    Gerade zwei Tage ist es her, daß die glanzvolle Staatsjagd bei Herzog Antilles mit einem krönenden Jägerball bei Hofe ihren feierlichen Abschluß fand. "Gräfin de Mankas" hat wieder die Kronprinzensuite des Royal Panteer in Pareen bezogen und der alderaanische Hoch- und Uradel ist auf seine Landsitze oder in seine Paläste in Aldera zurückgekehrt.

    Die wunderbar belebenden Hetzjagden zu Trantha, die elektrisierende nervliche Anspannung und schließlich das erlösende zur-Strecke-Bringen des Wildes sind dieser Tage auf allen Nachmittags- und Abendgesellschaften das Hauptgesprächsthema der vornehmen Welt. Die Erzählungen der Auserwählten erwecken eifersüchtige Bewunderung bei jenen, die nicht teilnehmen konnten an diesem erregenden Spiel mit dem Tod - nicht nur des Wildes, sondern auch des Reiters, wenn dieser die Hohe Schule der Thrantareitkunst nicht mit spielerischer Leichtigkeit beherrscht. Auch die möglichen dynastischen Verbindungen werden hinter vorgehaltener Hand durchgehechelt - so ist es nicht verborgen geblieben, daß Fürst Agirres II. Aldrete sich mit Gräfin Maelrice Vesta bestens verstand und Erbprinzessin Antilles sämtliche Tänze nach der Corellaise mit Graf Alessio Vesta tanzte - ob wohl eine Doppelhochzeit ansteht?

    In diese Überlegungen platzt eine von den Nachrichtneagenturen verbreitete Pressemitteilung:



    (Offizielle amtliche Verlautbarung):


    Der Minister des Königlichen Hauses Carlist




    Bendutag, 24:09:22 nVC
    Pressemitteilung: 285
    Ausgabejahr: 22 nach Vertrag Coruscant



    S. K. H., Herzog Dagult XVIII. gibt seine Verlobung mit Baronin Bakvalen bekannt.




    Der Minister des gräflichen Hauses, Graf Lenestin Garaam, gibt bekannt:

    Seine Königliche Hoheit, Herzog Dagult XVIII. Carlist, ist erfreut seine Verlobung mit Baronin Suud Bakvalen bekannt zu geben. Die feierliche Eheschließung wird im Frühjahr 23 nVC in Trifalis erfolgen, wo das Paar nach der Trauung residieren wird. Nähere Details über das genaue Datum der Vermählung werden noch bekannt gegeben.

    Seine Königliche Hoheit und Baronin Bakvalen lernten sich während eines Staatsbesuchs des Herzogs auf Corellia kennen. Die Verlobung fand im Rahmen eines privaten Aufenthalts in Pareen, Vestarin, statt. Die Eheschließung wird keinerlei Auswirkungen auf die bestehende, gesetzliche Erbfolge im herzoglichen Hause haben.


    "Perchè io so io e voi non siete un cazzo!"
    Marchese Onofrio del Grillo

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  • (Holonetz-Übertragung):


    AHN PrimeTime - Sendung vom 24:09:22




    Sendeanstalt: Alderaan Holonet News – AHN-1


    T = 20.08

    *** Holokamera 1 zeigt das AHN-1-Studio mit dem Moderatorenpaar. Soeben beendet Gundul Cleb den politischen Teil der Nachrichten: ***

    Cleb: „...Soweit also die Lage auf Umbara und nun geht es weiter mit den sonstigen Nachrichten des Tages. Gausella bitte..."

    Klaasig: „Danke, Gundul. Und wir beginnen zunächst mit einer Neuigkeit aus der Gesellschaft..."

    *** Holokamera 2 übernimmt mit einem Close-Up der Moderatorin, neben ihr ein Archivbild des Herzogs Carlist. ***



    Klaasig: „Alderaan. Völlig unerwartet gab heute Seine Königliche Hoheit, Herzog Dagult XVIII. Carlist, seine abermalige Vermählung bekannt. Der 68jährige Chef des Herzogshauses möchte im Frühjahr des kommenden Jahres Baronin Suud Bakvalen heiraten. Das dürfte das gesellschaftliche Ereignis des Jahres werden. Uns zugeschaltet aus unserem Studio in Belleau-a-Lir ist jetzt unser AHN-Adelsexperte, Paalin Egman-Seelebrex, heute - wie ich sehe - mit einer rosaroten Ladalum im Knopfloch. Guten Abend, Paalin.“


    *** Holokamera 2 zoomt etwas auf. Neben ihr eine Live-Schalte nach Belleau-a-Lir ***


    Seelmann-Eggebrex: „Guten Abend, meine Liebe, küß die Hand.“

    Klaasig: „Sagen Sie, Paalin, diese Ankündigung kam doch etwas überraschend. Oder etwa nicht?“

    Seelmann-Eggebrex: „Nun ja, dem aufmerksamen Beobachter konnte nicht entgangen sein, daß Baronin Bakvalen und Herzog Dagult auf dem Jägerball bei Hofe des Herzogs Antilles sozusagen das schillerndste Paar des Abends waren. Ich erinnere mich, der Herzog trug die hellblaue Uniform der Carlister Luftkavallerie und die Baronin ein aufregendes rotes Kleid mit Stelzenvogelfederbesatz – nicht ganz so aufregend wie auf unserem Archivbild natürlich... Außerdem gab es in den letzten Tagen ein außerordentliches Treffen des Familienrates des Hauses Carlist in Trifalis. Derartige „Allerhöchste Zusammenkünfte“ – wie man so etwas nennt – finden nicht ohne triftigen Grund statt.“

    Klaasig: „Und auf diesem Treffen hat der Herzog seiner Familie seine Pläne offenbart?“

    Seelmann-Eggebrex: „Wenn eines der großen Häuser Alderaans – und noch dazu der Chef eines solchen Hauses – eine dynastische Verbindung in Erwägung zieht, ist dies natürlich nicht nur eine innerfamiliäre, sondern immer auch eine mittelfristig wirkende, politische Weichenstellung. Insbesondere, wenn das Haus ein königliches ist. Und Haus Carlist hat immerhin schon drei Alderaanische Könige gestellt...“

    Klaasig: „Ist es da nicht ungewöhnlich, daß ein Herzog eine Baronin heiratet?“

    Seelmann-Eggebrex: „Innerhalb des Alderaanischen Adels ist dies zweifellos selten. Allerdings ist ja Baronin Bakvalen Angehörige einer prominenten corellianischen Familie und Witwe des berühmten, vor 12 Jahren gefallenen Admirals Trede Bakvalen, der heute noch als Held der corellianischen Flotte verehrt wird. Das Haus Bakvalen residiert auf Bakvalen Hall in Axial Park...“

    Klaasig: „Sie sieht so viel jünger aus, als der Herzog...“

    *** Live-Schalte nach Belleau-a-Lir. Neben Paalin Seelmann-Eggebrex ist ein Archivbild von Baronin Bakvalen zu sehen, hinter ihr ein Hologramm ihres Gatten. ***


    Seelmann-Eggebrex: „...Sie ist 37, soweit ich mich erinnere. Bei ihrer Hochzeit mit dem Admiral war sie erst 21 und die Eheschließung galt – selbst innerhalb des deutlich progressiveren corellianischen Adels – als unerwartet. Die Hochzeit hat wohl auch innerhalb der freiherrlichen Familie für Irritationen gesorgt...“

    *** Bildzuspielung: Baronin Suud Bakvalen vor ihrem Stammsitz Baklaven Hall in Axis Park/Corellia:***


    Klaasig: „Hat sich die Familie nicht vor einigen Jahren umbenannt?“

    Seelmann-Eggebrex: „In der Tat. Sie nennt sich heute mehrheitlich „Bakarn“ – wie es heißt, um eine dem Geschlecht entstammende Jagdpilotin zu ehren. Besagte Jhaka Bakvalen fiel, während sie ihr Geschwader gegen einen Kriegsherrn im Äußeren Rand zum Siege führte. Aber es werden auch anderweitige Versionen kolportiert...“

    Klaasig: „Und welche politischen Auswirkungen wird die Verbindung der beiden Häuser haben?“

    Seelmann-Eggebrex: „Für Alderaan zunächst einmal keine – abgesehen davon, dass der alderaanische Uradel seine Verbindungen zu den corellianischen Dynasten abermals verfestigt. Und hinsichtlich des Hauses Carlist – der Herzog hat ja mit der vor zwei Jahren verstorbenen Herzogin Heethia drei Kinder – ist auch nichts zu erwarten, denn diese rangieren, was die Erbfolge betrifft, in jedem Falle protokollarisch vorrangig.“

    Klaasig: „Die Story wird uns sicher weiter verfolgen. Vielen Dank, Paalin, für diese wie üblich fundierten Kenntnisse aus den uns Außenstehenden verschlossenen Kreisen des Adels...“

    Seelmann-Eggebrex: „Guten Abend, meine Liebe...“

    ***Die Live-Schalte endet, es folgen weitere Nachrichten.***

    Klaasig: „Und nun zu weiteren Meldungen:
    Dromund Kaas. Vor einer knappen halben Stunde begann in Kaas City bei leichtem Nieselregen die traditionelle Eröffnungsparade zur imperialen Festwoche..."
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    Marchese Onofrio del Grillo

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  • (Ereignis/Nur informierten Kreisen bekannt):
    Stift Riethal, Regentissenflügel, 20:11 Uhr. Die AHN-Nachrichtensendung läuft noch, als Gräfin Alyssa Vesta-Alde das große Kabinett ihres Appartements verläßt und gestreckten Schritts durch das Staatsschlafzimmer in den Gesellschaftssalon hinüber geht – hinter ihr trippeln ihre beiden kowakianischen Echsenaffen Tutu und Chou-Chou. Das Gesicht der Regentissa ist in einem maskenhaften Lächeln erstarrt. Unbedarfte mögen dies für jene unerschütterliche, gleichmütige Heiterkeit halten, die für die Aristokratie Alderaans so typisch ist. Kenner aber wissen: die hochfürstliche Regentissa von Riethal ist über Gebühr erregt! Sobald sie den Gesellschaftssalon betritt, versinkt die dort Dienst habende Kammer-Stiftsdame in einem tiefen Hofknicks.

    A.: "Verbind' Sie mich bitte mit Herzog Raymus Antilles, Baroness' Cortess! Sei Sie so gut. Ich nehme das Gespräch drüben in der Bibliothek an..."

    Während die Cauntessa-Dovagra den Gesellschaftssalon durch die Tür zur Bibliothek verläßt, öffnet Kammer-Stiftsdame Cortess einen Kommunikationskanal nach Beheran. Sobald die Verbindung steht, vermittelt sie das Hologespräch in die Privatbibliothek der Regentissa. Über deren Schreibtisch flammt das bläulich schimmernde Hologramm von Herzog Raymus auf:

    A.: "Habt Ihr das gehört, Raiki?"

    R.A.: "Das mit dem Daggi? Ja. Heut nachmittag hat mir's der Hausminister rapportiert..."

    A.: "Ich hab's aus den Nachrichten erfahren müssen. Ich war auf Toniray beim Gorak-Schießen! Die Viecherl sitzen im Weinberg und jetzt - nach der Ernte - braucht man nur die Rebzeilen abgehen und kann gradaus schießen. Naja. Und deswegen bin ich erst vorhin wieder in Riethal angekommen und muß so 'was hören! Das Ganze ist ja überaus ärgerllch!"

    R.A.: "Ja. Wir werden die Verlobung wohl noch verschieben müssen!"

    A.: "Das seh' ich auch so. Habt Ihr gewußt, daß da 'was im Busch war?"


    R.A.: "Nein. Meiner Seel'! Ich hab' den Daggi woll'n einladen und da hat er mich gebeten, sie einzuladen - als >Gräfin de Mankas<!"


    A.: "Mir hat er sie auch so vorgestellt. Und ich hab mich noch gewundert, daß man die Familie so gar nicht kennt! Aber ich hab mir gesagt: >Naja, halt Corellianer<! Nicht wahr? Dabei ist sie eine Bakvalen!..."

    R.A.: "...Noch dazu eine Angeheiratete!"

    A.: "...Noch dazu! Haben sich die erst während Eurer Jagd verlobt?"

    R.A.: "Nein! Laut Pressemeldung haben sie das in Vestarin gemacht!"

    A.: "Was!?! Bei uns???"

    R.A.: "Hat Euch der Lessy denn nix davon erzählt?"

    A.: "Nein... ...das heißt... ...vielleicht beiläufig... In jedem Fall hab' ich's nicht ernst genommen...
    Tz... ...dieser Daggi... Was hat er nur an der? Die Person kann ja noch nicht einmal anständig Thranta reiten, und er macht sie zur Herzogin! Stellt Euch vor, Raiki: Sie reitet rittlings statt im Damensitz!"


    R.A.: "Hab's schon geseh'n! Ich sag nur: Corellianer! Und mit der Jagd scheint sie's auch nicht zu haben..."

    A.: "Was?!?"

    R.A.: "Sie hat kein' einzigen Schuß gemacht, heißt's!"

    A.: "Naja. Es hilft ja nichts! Ich werd' dem Lessy sagen, dass wir die Verlobung verschieben müssen! Aber wer weiß, wozu's gut ist? Vom Aggi hab ich eh noch nix gehört und vielleicht gibt's ja im Herbst eine Doppelhochzeit Aldrete-Vesta und Vesta-Antilles..."

    Sobald sie sich verabschiedet haben, öffnet Alyssa Vesta-Alde den hinter einem Bücherregal verborgenen Barschrank und gönnt sich einen kräftigen Schluck Faenel. Chou-Chou, der schwarzhaarige Echsenaffe, klettert am Rock ihrer Robe empor, wird aber von der Regentissa am Kragen gepackt und auf den Boden gesetzt, was den braunhaarigen Tutu veranlaßt, höhnisch loszukichern. Das daraufhin entstehende, kleine Handgemenge unterbindet Alyssa Vesta-Alde mit einem scharfen Ordnungsruf, dann bittet sie Baronesse Cortess, Caunte Alessio anzurufen. Wenig später erscheint das holografische Bild des Neffen im Hausmantel...


    A. V.: "Teuerste Tante! Schön, von Euch zu sehen! Wie ist das Wetter in Riethal? Gedeiht der Wein? Was macht die Ernte?"

    A.: "Ja, ja. Hatten heute eine gute Jagd. Und auf Toniray ist die Lese schon größtenteils vorbei... Aber das ist nicht der Grund meines Holorufs.
    Lessy, mein Lieber, ich hab eine betrübliche Mitteilung zu machen! Ihr müßt jetzt tapfer sein, Bübi:
    Wir müssen die Verlobung mit Beryl verschieben! Ich hab schon mit Herzog Raymus gesprochen. Raiki und ich sind der gleichen Meinung. Wenn der Daggi seine Corellianerin im Frühjahr heiratet, dann geht eine zweite Hochzeit erst im Herbst wieder. Natürlich bevor die Jagdsaison beginnt..."


    A. V.: "Selbstverständlich, beste Tante, das seh' ich auch so... Solang' es vor der Jagdsaison ist..."

    A.: "Der Macht sei Dank! Schön, daß Ihr's gelassen nehmt! Weil wir gerade dabei sind:
    Die zwei – also der Daggi und die Bakvalen – war'n doch erst in Vestarin... Haben die 'was gesagt, daß sie sich verloben woll'n?"


    A.V.: "Aber nein, liebste Tante! Wo denkt Ihr hin? Seine Königliche Hoheit, der Herzog Carlist, hat mich nicht in seine dynastischen Überlegungen einbezogen..."


    A.: "So. Naja... ...dann bin ich beruhigt.
    Wie ist denn das Wetter in Pareen?"


    A.V.: "Heiter. Meistens sonnig und heiter... Nicht mehr so heiß..."


    A.: "So. Ihr müßt mir 'mal wieder die Aufwartung machen, mein Lieber. In Riethal..."


    A.V.: "Gelegentlich. Gerne..."

    Nachdem das Gespräch beendet ist, nimmt die Regentissa abermals einen kräftigen Schluck Faenel und setzt sich auf ein Sofa. Tutu und Chou-Chou schmiegen sich an sie und lassen sich Kinn und Stirn kraulen...

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  • (Ereignis/vertraulich):
    Pareen, Neues Schloß, Im Dachgeschoß des Naberrie-Flügels, kurz vor 5 Uhr morgens. Zardul Surak dreht sich in seinem Bett um und sagt sich, er müsse geträumt haben. Wer sollte schon zu derartig nachtschlafender Zeit vor seiner Türe stehen? Einen Wimpernschlag später summt es erneut. Enerviert richtet sich der Kammerdiener des regierenden Caunte von Vestarin auf. Es war der Türsummer, keine Frage. Aber wer mochte das sein? Das Rufzeichen des Grafen ist ein angenehmer Glockenton, doch dieses Geräusch kam zweifelsfrei von der Tür. Schon wieder summt es! Surak zieht einen Flunsch, steht auf und ruft, während er nach seinem Hausrock fingert:

    Z.S.: „Ja, ja. Ich komme gleich...“

    Schlaftrunken tappt er zur Tür und öffnet. Draußen steht N3-RV-V2, der dem Caunte als Sekretär dienende Universaldroide.

    Z.S.: „Was ist denn, N3?“

    N3: „Es geht um einen Holoruf, Herr Surak. Für Seine Serenität!..."

    Z.S.: „Um diese Tageszeit? Wie spät ist es denn eigentlich...“

    N3: „4:47 Uhr und 29 Sekunden!“

    Z.S.: „Mutter der Monde!!! Und deswegen weckst du mich? Wegen eines Holorufs?...“

    N3: „Der Holoruf kommt aus dem Huttenraum, Herr Surak!“

    Z.S.: „Aus dem Huttenraum?“

    N3: „Von Nar Shaddaa, genauer gesagt. Der Anrufer besteht darauf, daß ich Caunte Alessio wecke...“

    Z.S.: „Jetzt? Mitten in der Nacht??? Ausgeschlossen!“

    N3: „Das habe ich auch gesagt, aber es scheint außerordentlich dringend zu sein. Ich bin überaus beunruhigt, Herr Surak...“

    Zardul Surak seufzt kurz auf und bittet den Universaldroiden, dessen für Protokollangelegenheiten modifizierte Programmierung seiner Persönlichkeit etwas Betuliches verleiht, das Gespräch in sein Zimmer umzuleiten. Bald flammt das Bild eines Protokolldroiden auf. Ärgerlich raunt der Kammerdiener dem neben ihm stehenden N3 zu:

    Z.S.: „Ein Droide??? Wegen eines Droiden machst du so ein Aufhebens?“

    N3: „Es handelt sich bei dem Kollegen immerhin um einen Protokolldroiden der ODX-Serie, Herr Surak...“

    Z.S.: „Ja, ja, N3-RV, schon gut...“

    ODX: „Hallo!?! Ist dort Pareen?“

    Surak öffnet den Kommunikationskanal.

    Z.S.: „Ich bin Zardul Surak, Kammerdiener Seiner Serenität, des Caunte Alessio Vesta...“

    ODX: „Oh. Da bin ich aber froh, daß ich Euch erreiche, Herr Surak. Ich habe eine bedeutende Nachricht für Seine Serenität, Caunte Alessio. Der großmächtige, prachtvolle und überaus einzigartige Glabro III. Nijiladii, wünscht Seiner Sereni-...“

    Im Hintergrund ist das mächtige Baßorgan eines Hutten zu vernehmen:

    G.N.: „Choy do haspee?“

    Der Droide wendet sich nach rechts, von wo die Stimme erklang und beginnt, in verzweifeltem Ton sich entschuldigend, zu verhandeln:

    ODX: „Je settah gee Zardul Surak, wonky grandio Glabrodu-Hutt. Soong shag du lorda Alessio...“

    Donnernd schneidet ihm die Huttenstimme das Wort ab:

    G.N.: „Pushee, chuba droi!“

    Eine Art Tentakel wird kurz sichtbar, der Protokolldroide wird zur Seite geschleudert, ein Scheppern ist zu hören. Über das Schicksal seines Kollegen erschrocken, entfährt es N3:

    N3.: „Herrjeh! Wie roh!“

    Dann schiebt sich ein mächtiger Hutte mit einem monokularen Visor im Auge ins Bild.


    Er scheint mißvergnügt und seine Stimme hat einen bedrohlichen Unterton, als er anhebt:

    G.N.: „Achuta, Beesga!
    Konchee sa Alessio lorda? Hm???"


    Ob der unerwartet unfreundlichen, ja, aggressiven Stimmung seines Gegenübers ist Zardul Surak etwas verwirrt. Während er seinen schneckenartigen Gesprächspartner mit einem Lächeln in die Holokamera hinzuhalten versucht, wispert er N3 zu:

    Z.S.: „Was meint er?“

    N3.: „Er fragt, wo Caunte Alessio sei...“

    An den Hutten gewandt, antwortet Surak diplomatisch lächelnd:

    Z.S.: „Seine Serenität geruhen zu schlafen, großmächtiger Glabro. Auf Alderaan ist es mitten in der Nacht...“

    G.N.: „Hm?“

    Surak wendet sich an N3:

    „Übersetze!“

    N3.: „Sereneetee hees sa winkee, wonky Glabrodu-Hutt. Vota Aldaraana soong hunka be.“

    Glabro stößt einen zornigen Laut aus, wobei er abermals auf den sich im Hintergrund inzwischen aufgerappelt habenden Protokolldroiden prügelt, so daß dieser wiederum scheppernd und mit einem Stöhnen zu Boden geht. Wild gestiulierend redet er auf Surak ein:

    G.N.: „Okey-okey!
    Neenreechay-u, wermo vestarinero:
    Wankee tah do lorda, Koochoo!
    Vestarina naga moulee-rah! Uba naga moulee-rah!
    Je wamma Vestarina gee creeda! Grancha, grancha creeda!
    Tee-tocky tah makacheesa! Eniki?“


    Z.S.: „Was sagt er jetzt?“

    N3.: „Er sagt, er habe eine Botschaft für Caunte Alessio. Vestarin brauche Geld und er habe Vestarin Credits gegeben. Sehr, sehr viele Credits, Herr Surak! Und es sei jetzt an der Zeit, die Schulden zu begleichen. Außerdem nennt er Euch einen vestarinischen Wurm und einen Idio...“

    Z.S.: „Schon gut! Keine Details!“

    Wieder an den Hutten gewandt, meint der Kammerdiener verbindlich lächelnd:

    Z.S.: „Und wie wünschen Eure Huttschaft, daß die Schulden beglichen werden?“

    N3.: „Kava ota, do Hutta-du, coo sa kankee tuta mu-moolee du creeda?“

    Glabro Nijiladii blickt eine Zeit lang ungerührt und ohne seine Miene zu verziehen. Schließlich grinst er und beginnt zu lachen. Er schnippt mit seiner Rechten, worauf der derangierte Protokolldroide neben ihm eine Marcan-Cigarra zückt, abschneidet, dem Hutten reicht und sie ihm anzündet. Deutlich milder gestimmt fährt Glabro endlich fort:

    G.N.: „He, he, he...
    Jee-jee weeteebah meendeeya, Pateesa,...
    Boska bochacha-jee:
    Neenreechay-je Opara Pareena koosa newpa Revana opara...“


    N3: „Glabro sagt, er habe gehört, daß die Oper in Pareen eine neue Revan-Oper aufführen möchte...“

    Z.S.: „Das ist richtig... Warum?“

    Der Hutte zieht an seiner Cigarra und bläst genüßlich einige Rauchkringel aus, ehe er sich erklärt:

    G.N.: „Mee ka tinka pa pachee magoosa,
    he, he, he...“


    N3: „Er sagt, er ziehe es in Erwägung, daran teilzunehmen...“

    Z.S.: „Schön. Dann sag ihm, daß wir gerne eine Loge für ihn reservieren.“

    N3: „Santay jee-jee rundee...“

    In einem unvermittelten, explosionsartigen Zornesausbruch schneidet Glabro dem Droiden polternd das Wort ab:

    G.N.: „Nobata!
    E chu ta, pogwa peet stupa, chuba rocka rocka!
    Droi maya dumpa! Huchaspu, sleemo poy!
    Chuba poodoo...“


    Händeringend sucht N3 die geballte Ladung Huttenwut seines holographischen Gegenübers zu beschwichtigen. Etwas weniger beleidigend, aber immer noch rüde im Ton, blafft Glabro schließlich:

    G.N.: „Oto pachee! Oto pachee yuna puna! Huttuk oto pachee!...“

    Z.S.: „Was sagt er???“

    N3.: „Er sagt, er will eine Rolle...“

    Z.S.: „Was!?!“

    G.N.: „Oto seenga magoosa!“

    N3.: „Er will selbst singen...“

    Z.S.: „Was soll das heißen?“

    G.N.: „Oto seenga songu noleeya Revana opara! Huttuk la songu! Oto! Oto! Oto!“

    N3.: „Es besteht kein Zweifel, Herr Surak: Meine Übersetzungsprozessoren arbeiten einwandfrei und auch meine Wörterbuchdatenbanken sind vollständig! Ich habe soeben eine Systemdiagnose..."

    Z.S.: "Was er sagt, will ich wissen!"

    N3: "Er sagt, er wolle eine Arie in der Revan-Oper singen. Unbedingt. Präzise übersetzt, möchte er sogar eine Arie von huttischer Länge zum Besten geben...“

    Zardul Surak ist fassungslos. Ehe er aber noch etwas erwidern kann, herrscht Glabro ihn an:

    G.N.: „Ma gootu pushee ateema
    um bochaya-u lorda-do karking Alessio da wanga:
    Mo gootu je seenga! Mo gooto che Vestarina!
    Je seenga – mo nudcha!
    Je seenga – mo Vestarina sa Bantha poodoo!
    Kaa bazza kundee hodrudda!“


    Der Hutte drischt auf den Projektor vor sich und sein holographisches Bild verlischt. N3 ist brüskiert:

    N3: „Nein, wie unhöflich!“

    Z. S.: „Was hat er denn zuletzt gesagt?“

    N3: „Verzeihen Sie, Herr Surak, aber das kann ich nicht wiederholen. Schon gar nicht, als was er Seine Serenität, unseren allergnädigsten Herrn, bezeichnet hat... Meine Programmierung verbietet es mir!“

    Z.S.: „Du nervst, N3-RV! Ich muß wissen, was er gesagt hat. Programmierung hin oder her!"

    N3: „Nun gut: Er meinte, es wäre besser für Vestarin, wenn er singen würde. Denn falls nicht, droht er ganz Vestarin mit Krieg!“

    Lange noch sitzen N3-RV-2V und Zardul Surak kopfschüttelnd in dessen Zimmer. Während der Droide tief erschüttert ist – von den Umgangsformen des Hutten im Allgemeinen und dem Schicksal seines bedauernswerten Kollegen im Besonderen – grübelt Surak darüber nach, wie er diese unerfreulichen Neuigkeiten seiner Herrschaft beibringen kann...
    "Perchè io so io e voi non siete un cazzo!"
    Marchese Onofrio del Grillo

  • (Ereignis/vertraulich):
    Einige Stunden später, Neues Schloß Pareen - Naberrie-Flügel, Ecksalon. Gegen acht Uhr früh - wartet Zardul Surak - wie jeden Morgen - dem regierenden Grafen bei dessen Frühstück auf. Soeben gießt er heissen T'ill aus einer antiken, ziselierten Silberkanne – welche das Wappen der Familie Vesta ziert – in die hauchdünne, im Licht des Morgens golden schimmernde, Synthtasse seines jungen Herrn.

    A.V.: ".... also wie war das? N3 sind heute morgen während eines Hologesprächs die Synapsen durchgebrannt?"

    Z.S.: "Ähm ja,... ...Serenität, nunja nicht ganz, ... doch viel wichtiger ist der Umstand, dass dieses Hologespräch von einem unserer Huttenpartner auf Nar Shaddaa, dem grossmächtigen Glabro persönlich kam und dieser von uns mit Nachdruck verlangt, in der anstehenden Revanoper eine Rolle zu bekommen."

    Zardul Surak hat beschlossen, das unverschämte Auftreten und die diversen Beleidigungen des Hutten zu verschweigen, des bisweilen hitzigen Temperaments seines Herrn eingedenk. Die angedrohten diplomatischen Verwicklungen aber mußte er erwähnen! Alessio kann sich zunächst ein Losprusten nicht verkneifen – ein Hutte auf der Opernbühne! Das wäre zumindest mal etwas wirklich Ausgefallenes! Aber angesichts der schweren Bedenken einiger Kirchenführer gegen die geplante Aufführung dürfte der Auftritt eines Hutten die allgemeine Stimmung nur noch mehr anheizen. Doch wer weiß? Kommt in dieser Oper überhaupt ein Hutte vor? Und wenn ja: ist es eine Singrolle? Das gilt es zu klären. Außerdem kennt er diesen Glabro gar nicht persönlich! Die Geschäfte mit ihm führte seinerzeit die heutige erlauchte Regentissa von Riethal. Alessio wendet sich wieder an seinen Kammerdiener:

    A.V.: "Zardul ... Wir brauchen eine Verbindung zu unserer hochfürstlichsten Tante..."

    Zardul begibt sich zum Kommunikator und initiiert den Holoruf. Plötzlich hat es sich der Graf anders überlegt:

    A.V.: "Oder nein! Holen wir uns zuerst die Auskunft über die Oper beim Komponisten! Er wird am besten wissen, ob es geht, einen Hutten in die Handlung einzuarbeiten..."

    Zardul unterbricht den Holoruf und lässt sich mit dem Holokanal des Komponisten K'kmar Griyes verbinden. Es ertönt bereits das Rufzeichen, als der Caunte abermals seine Meinung ändert:

    A.V.: "Oder nein, Zardul! Fragen wir lieber in der Intendanz der Oper nach, dort muss ja ebenfalls das Libretto liegen..."

    Zardul unterbricht wiederum seinen Holoruf und verbindet mit dem Sekretariat der Nationaloper...

    A.V.: "Oder nein! Verbind er mich gleich direkt mit dem Intendanten!"

    Zardul Surak, bei dem sich mittlerweile ein gewisses Gefühl der Zermürbung eingestellt hat, wagt es darauf hinzuweisen, dass Ihre Serenität sicherlich die beste Einschätzung der Sachlage geben könnte, was sein junger Herr aber lediglich mit einem genervten Augenaufschlag abtut...
    Nicht Hell Nicht Dunkel. Wahlspruch des Hauses Vesta



    Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.Karl Kraus

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  • (Ereignis/Geheim)
    Früh morgens fliegt eine leichte Corvette der Defender-Classe in den Hangar des Neuen Schlosses Pareen ein. Sobald die Zustiegsrampe ausgefahren ist, wird Ihre Serenität, Alyssa IX. von Riethal sichtbar. Schon tags zuvor hatte Ihr Ihr Neffe und Adoptivsohn, der regierende Graf von Vestarin von den dramatischen Entwicklungen via Holoruf berichtet. Allerdings war die Angelegenheit zu delikat, als daß sie die daraus möglicherweise zu ziehenden Konsequenzen fernmündlich hatte besprechen wollen. So war die Regentissa - einen morgendlichen Ausritt zu Thranta vorschützend - persönlich nach Pareen gekommen, um sich in der "Affaire Glabro" abzustimmen. Im Hangar wird sie vom Kammerdiener des Grafen begrüßt, der sie über Dienstbotenkorridore und Hintertreppen bis in den Ecksalon des Naberrie-Flügels geleitet, wo der Graf sie erwartet. Nachdem Zardul Surak Stimcaf serviert und sich zurückgezogen hat, eröffnet die Cauntessa-Dovagra dem staunenden Grafen die gesamten Hintergründe und die Tragweite der Angelegenheit...

    Wenig später läßt sich der Graf mit Guldo Bendis verbinden, dem Generalintendanten der Vestarinischen Staatstheater. Dieser ist nicht wenig erstaunt, hat er doch per Holoübertragung seinen Landesherrn zum ersten Male im Morgenmantel vor sich...
    "Perchè io so io e voi non siete un cazzo!"
    Marchese Onofrio del Grillo

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  • (Ereignis/Vertraulich)
    Ermattet sinkt der Generalintendant der vestarinischen Staatstheater und Intendant der gräflichen Hof- und Nationaloper in seinen Sessel. Es war bisher noch nie vorgekommen, daß der Graf persönlich sich in die Besetzungspolitik der Oper eingemischt hatte! Zumal er über den Kunstminister deutlich diskreter hätte Einfluß nehmen können. Doch daß der Caunte höchstpersönlich sich mit ihm in Verbindung gesetzt hatte - noch dazu im Hausrock – dies weist darauf hin, daß der regierende Graf dieser Angelegenheit eine politische Bedeutung beimißt, deren Hintergründe Guldo Bendis nicht überblicken kann... Außderdem wirkte er nervös und fahrig. Der Intendant seufzt und schüttelt seinen Kopf:

    G.B.: "Wozu um alles im Universum will der Caunte eine Rolle für einen Hutten im Stück?!?"

    Gewiß - es gab da zum Beispiel den Hutten Ajuur, der als Eigner eines Duell-Rings auf Taris mit Revan als Kämpfer Rekordgewinne erzielte! Doch diesen Nebenstrang der Handlung zu einer ganzen Szene aufzublähen? Wo doch die Librettistin bereits jetzt ein über fünf Akte gehendes Stück plante! Andererseits schien es dem Grafen ein Herzensanliegen, daß dieser Glabro im Stück mitsingt... Und in jedem Fall hatte er sich von Alessio IV. die Zusage abringen lassen, es zumindest mit dem Hutten zu versuchen!

    Aber wer konnte schon wissen, wie dieser Hutte singt und ob er einer solchen Partie überhaupt gewachsen wäre? Abermals seufzt Guldo Bendis. Dann läßt er sich mit der Librettistin und dem Komponisten verbinden, um ein Vorsingen zu vereinbaren - besonders letzterer muß schließlich die Stimme des Hutten kennenlernen, um ihm eine darauf maßgeschneiderte Arie zu schreiben...

    Eine Stunde später geht per Post an die Geschäftsleitung des Glabro Konsortiums z.Hd. S.E. Glabro III. Nijiladii P.O. Box 12889 Nar Shaddaa, eine offizielle Einladung zum Vorsingen ab - diplomatische Verwicklungen oder noch Schlimmeres abgewehrt... ...zumindest vorerst...

    Wer davon wissen kann:
    Engste Hofkreise um den regierenden Caunte, Opernintendanz
    "Perchè io so io e voi non siete un cazzo!"
    Marchese Onofrio del Grillo

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  • (Holonetz-Übertragung):





    Sendeanstalt: HoloNetPareen - HNP Vestarin





    30:09:22


    T = 18:59


    *** Holokamera 1 zeigt das HNP-Studio mit dem abgedunkelten Moderator. Die zirpende Titelmelodie der Hauptnachrichtensendung beginnt, ein eingeblendetes Laufband zählt dazu die Standardsekunden abwärts 18:59:50, 18:59:55,...***




    T = 19:00


    HNP
    HoloNetPareen


    Abendschau


    *** Die Musik zitiert das Fanfarenmotiv der Landeshymne, das Laufband blendet aus, Licht auf den Moderator ***




    Moderator: „Guten Abend Vestariniere und Vestarinieri, hier ist HoloNetPareen, Ihr Heimatkanal, mit der Abendschau und mein Name ist Myon Celchu.“


    *** Holokamera1 zoomt auf Moderator, neben ihm eine Bildblende mit dem offiziellen Plakat zum Winzerfest ***


    Moderator: „Parea. In der Hauptstadt der Baronie Rie'ekan ging heute mit einem brillianten Höhenfeuerwerk das zehntägige vestarinische Wein- und Winzerfest zuende, das in diesem Jahr sein 575. Jubiläum feierte und zu den bedeutendsten Veranstaltungen dieser Art auf Alderaan zählt. Zuvor stellte die vestarinische Weinakademie in der frisch renovierten Alten Weinbörse die Gewinner der diesjährigen >Großen Weinprobe< vor. Mit dem Großen Preis wurde der neue Toth ausgezeichnet; die 18 ner Cavinjeda Toth ist – laut dem einhelligen Urteil der hochkarätig besetzten Großen Kommission der Weinakademie – ein absoluter Jahrhundert-Jahrgang von goldgelber Farbe mit üppigen Fruchtaromen in der Nase und am Gaumen..."


    Moderator Voice Over: "...Bittermujas und Mallablüten vermögen sich mit Joganbeeren und einer Spur Honig zu paaren, so daß ein vollmundiger, ausgewogener und raffinierter Geschmack entsteht, der lange nachklingt. Es wird erwartet, daß der vier Jahre im Muskholzfaß ausgebaute, weiße Süßwein ähnliche Bewertungen auch auf der königlichen Weinmesse Alderaan und an der Coruscanter Börse erzielen wird. Der zweite Preis wurde nicht vergeben und der dritte Preis ging an den 20 ner >Nirro de Parea< des bendukircheneigenen Weinguts >Claus Bendutes<.

    Teilnahmeberechtigt an diesem bei Feinschmeckern und Weinkennern vielbeachteten Wettbewerb waren wie üblich die 72 >Graval<-Weingüter in Rie'ekan und Riethal. Im Gegensatz zu anderen Weinbauregionen Alderaans und auch der Galaxis qualifiziert die Liste der Gravals nicht nur die Eigenschaft einer einzelnen Lage wie Bodenbeschaffenheit, klimatische Bedingungen, und so weiter, sondern würdigt auch das Leistungsvermögen des jeweiligen Weingutes anhand von dessen >erstem Wein des Hauses<. Voraussetzung für eine Aufnahme in die Liste der Gravals als >Graval cjassada< ist die Einhaltung gewisser Kontrollbestimmungen: Die Herstellung muß durchgängig auf traditionelle Weise erfolgen. Für die einzelnen Regionalappellationen dürfen nur zugelassene Rebsorten verwendet werden, der Wein muß in dieser Region hergestellt und gereift sein. Die Eigenschaften des jeweiligen Ersten Weins müssen annähernd gleichbleibend sein und klar definierten Qualitätsstandards entsprechen. Die Herstellung wird streng überwacht und reguliert. Über diese allgemeinen Voraussetzungen hinaus ist das Erreichen von mindestens 3 von 5 möglichen Sternen in der Großen Weinprobe erforderlich und der Erste Wein des Erzeugers muß von regionaler Bedeutung sein.

    Voraussetzung für die Verleihung des Ranges >Premior Graval< ist – neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen – das Erreichen von mindestens 5 von 5 möglichen Sternen in der Großen Verköstigung. Darüber hinaus muß der Erste Hauswein von überregionaler Bedeutung sein. Die mit diesem Gütesiegel ausgezeichneten Weingüter verstehen sich als Elite der Weinproduzenten Alderaans und ihre langlebigen Erzeugnisse brauchen einen Vergleich mit den großen Weinen der Galaxis nicht zu scheuen. Unter diesem Weinbau-Adel rangieren indes die >Premior Gravals Hyperieurs< als >Fürsten<. Voraussetzung für die Verleihung dieser höchsten Rangstufe – die erst neunmal verliehen wurde - ist, daß der Erste Hauswein des Gutes von repräsentativer Bedeutung für die Weinbaukultur Alderaans ist und in der Lage, höchste Ansprüche zu befriedigen. Darüber hinaus muß das Gut aufgrund seiner Lage, des Klimas und der gepflegten Herstellungstechnik im Stande sein, Spitzenweine von historischer Größe zu erzeugen, die mit den besten Weinbaulagen der Galaxis konkurrieren können. Die Klassifizierung wird ca. alle 10 Jahre überarbeitet, wobei die Güter auch ihren Rang verlieren können. Mit besonderer Strahlkraft leuchtet unter diesen das galaxisweit bedeutende, sogenannte >Dreigestirn< welche seit der Klassifikation von 380vVC einen offiziellen Status als >Premior Graval Hyperieur< genießen: das stiftisch Riethalische Weingut Chastau Toniray, das gräfliche Weingut Chastau Ondo sowie der heutige Gewinner, Chastau de Toth - als einziges Hyperieur-Weingut der Baronie Bartyn."


    Moderator Voice Over: "Die jährlich während des Wein- und Winzerfests in Parea stattfindende >Große Weinprobe< wird von der Großen Kommission der gräflichen Weinbauakademie durchgeführt. Sie setzt sich aus vier Verkostern zusammen, die aus der Weinwirtschaft, der Weinbauberatung und -verwaltung sowie einem auserlesenen Kreis marktführender Connaisseurs stammen. Die Durchführung der Qualitätsweinprüfung muß vom Hersteller oder Abfüller des Weins bei der jew. Baroniebehörde beantragt werden, in deren Zuständigkeitsbereich die Trauben für den Wein geerntet wurden. Dem Antrag beizufügen sind eine chemische Analyse, eine Dokumentation der Herstellungsmethoden sowie eine Probe des Weines. Die Weinprobe selbst erfolgt in drei Abschnitten:
    1. Die analytische Prüfung kontrolliert die Einhaltung bestimmter analytischer Grenzwerte wie z. B. Mindestalkoholgehalt und wird durch Lebensmittelchemiker vom önologischen Institut der gräflichen Weinbauakademie in deren Forschungslabors durchgeführt.
    2. Mit der Herkunftsprüfung anhand der Eintragungen im Herbst- und Kellerbuch sowie der Erntemeldung des Erzeugers wird die Herkunft des Weines nach Lage, Jahrgang und Qualität zugeordnet.
    3. Die Sinnenprüfung wird von der Großen Kommission in verdeckter Probe durchgeführt - die Flaschen werden mit Durapolymer unkenntlich gemacht und sind nur mit einem Fragezeichen und einer Nummer versehen. Jeder einzelne Prüfer erhält einen Prüfbogen, auf dem nur die Regionalappellation und die Rebsorte sowie die Herstellungsart – nicht aber der Hersteller – verzeichnet sind und auf welchem die jeweiligen Verkostungsergebnisse notiert werden. Dabei werden zunächst als notwendige Bedingungen die korrekte Farbe, die Klarheit und die Typizität hinsichtlich Rebsorte und Region geprüft. In der Sinnenprüfung der drei Kriterien Geruch, Geschmack und Harmonie muß der Wein weiterhin eine zufriedenstellende Bewertung der Kommission erhalten, um als Qualitätswein gelten zu dürfen. Bewertet wird nach dem 5-Sterne-Schema.
    Bestirnt wird in 0,5er-Schritten, wobei die Mindeststernzahl für jedes einzelne Kriterium 1,5 und höchstens 5 Sterne beträgt. Ist der Wein fehlerhaft in Geruch und/oder Geschmack, erhält das entsprechende Kriterium 0 Sterne. In diesem Fall muß der beanstandete Fehler in der Rubrik Bemerkungen eingetragen werden. Eine Vergabe von 0 Sternen bedeutet, daß der entsprechende Prüfer den Wein ablehnt. Jeder Prüfer addiert daraufhin die einzelnen Punkte zu einer Gesamtpunktzahl. Diese dividiert durch die Ziffer drei (Geruch, Geschmack, Harmonie), ergibt die Qualitätszahl. Die für die Einregistrierung in die Liste der Gravals nötige Mindestzahl beträgt 3 Sterne. Wird ein Wein abgelehnt, kann der Antragssteller Widerspruch einlegen, er hat die Möglichkeit der Wiederanstellung. Wird ein Wein zugelassen, so erhält er eine individuelle Registrierungsnummer, wobei die ersten beiden Ziffern die Reginonalappellation die nächsten drei das Weingut, die folgenden vier die laufende Nummer der innerhalb einer Regionalappellation einregistrierten Weine und die letzten beiden das Jahr der Prüfung verzeichnen."

    *** Holokamera1 übernimmt wieder mit einer Totalen, neben dem Moderator ist eine Bildblende zu sehen ***


    Moderator: "Kommen wir nun zu den Regionalmeldungen: Pareen. Die Polizei der Landeshauptstadt bittet um Ihre Mithilfe: Seit 8 Tagen wird der 37jährige Magin T. vermißt. Er ist als Nachtwächter bei einem im Gewerbegebiet Pareen-West niedergelassenen Droiden-Zweithand-Anbieter angestellt und wurde dort zuletzt bei seinem Dienstantritt am 22.09. gegen 21:30 Uhr gesehen. Der Vermißte ist 1.93 gSM groß, muskulös, wiegt ca. 100 cg, hat einen durchtrainierten Oberkörper, ist kahl geschoren und hat braune Augen. Wer hat Magin T. gesehen oder kann Angaben zu seinem Aufenthaltsort machen? Sachdienliche Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen."

    *** Es folgen weitere Meldungen ***
    "Perchè io so io e voi non siete un cazzo!"
    Marchese Onofrio del Grillo

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  • (Holonetz-Übertragung):

    AHN PrimeTime - Sendung vom 30:09:22




    Sendeanstalt: Alderaan Holonet News – AHN-1


    T = 20.08

    ***Nach einigen Topnews beginnen die Gesellschaftsnachrichten, Holokamera 2 übernimmt mit einem Close-up der Moderatorin, neben ihr das Symbolbild des Thulschlosses im Kaamos-Territorium***


    Klaasig: "Kaamos. Mit dem Ende der großen Thul'schen Staatsjagd im Kaamos-Territorium endete heute für den Alderaanischen Hochadel die Saison der großen Gesellschaftsjagden. Zuletzt stand eine Drückjagd auf Schwarzwedeltiere zu Gleiter auf dem Programm. Da zu diesem Anlaß erstmalig seit 18nVC wieder hochrangige Würdenträger des Imperiums bei Herzog Horis zu Gast waren, waren die königlichen Häuser Alderaans nicht mit ihren Oberhäuptern, sondern nur mit nachrangigen Familienmitgliedern vertreten. Protokollarisch höchstrangige Persönlichkeiten waren u.a. Herzog Asell XXVII. von Cimoon, Fürst Savorin VII. Malfus, Fürstin Pina Aldrete, sowie Regentissa Alyssa IX. von Riethal."

    ***Bildblende zoomt auf, ein Symbolbild zeigt den Saal des Oberhauses im Alderaanischen Parlamentsgebäude.***


    Klaasig Voice Over: "Aldera. Anläßlich der morgen stattfindenden Eröffnungssitzung des Adelsrates wurden im Parlamentsgebäude in Aldera die vor der Sommerpause an den Saaltüren des Oberhauses angebrachten Siegel unter Aufsicht des Marschalls und des Seneschalls des Oberhauses erbrochen und der Sitzungssaal in einer feierlichen Zeremonie geöffnet. Nach einer Inspektion der für die Vertreter der 47 großen Adelshäuser Alderaans reservierten Sitzbänke wurde der einwandfreie Zustand des Saales festgestellt und protokollarisch dokumentiert.
    Eines der zentralen Themen in der kommenden Sitzungsperiode des Adelsrats dürften wohl die noch immer ausstehenden Friedensverhandlungen zwischen dem Herzogtum Cimoon einerseits und dem Haus Vesta sowie dem kronunmittelbaren Damenstift Riethal andererseits werden."

    ***es folgen weitere Meldungen***
    "Perchè io so io e voi non siete un cazzo!"
    Marchese Onofrio del Grillo

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  • (Holonetz-Übertragung):

    AHN-Sondersendung zur Eröffnung der Sitzungsperiode des Alderaanischen Adelsrats vom 01:10:22




    Sendeanstalt: Alderaan Holonet News – AHN-1


    T = 10.00

    *** Holokamera 1 zeigt das AHN-1-Studio mit der Moderatorin. Die Titelmelodie beginnt, das AHN-1-Logo blendet im Vordergrund auf und fliegt in den Hintergrund ***


    Klaasig: „Guten Morgen, Alderaan, hier ist AHN-1 mit einer Sondersendung zur Eröffnungssitzung des alderaanischen Adelsrates. Mein Name ist Gausella Klaasig..."

    *** Holokamera 2 übernimmt mit einem Close-up der Moderatorin. Neben ihr ist eine Live-Schalte zu sehen. ***


    Klaasig: „Aldera. Gestern ging mit der Großen Thul'schen Staatsjagd die Saison der großen Gesellschaftsjagden zuende und damit richtet sich das Augenmerk wieder auf die Politik. Wiewohl der Adelsrat - das seit der Selbstauflösung des Alderaanischen Unterhauses vor 12 Jahren einzig verbliebene parlamentarische Gremium Alderaans - seit der Zeit des Thronfolgekrieges in den meisten politischen Fragen zerstritten und seine Gesetzgebungskompetenz nach wie vor je nach Beschlußlage und Fraktion in Frage gestellt wird, findet die jährliche Eröffnungszeremonie mit dem traditionellen Gepränge statt. Dazu ist uns jetzt live aus dem Oberhaus Gundul Cleb zugeschaltet. Guten Morgen Gundul."


    Cleb: "Guten Morgen, Gausella. Ich befinde mich hier im Plenargebäude des Alderaanischen Parlaments, genauer in der Lobby des Oberhauses. Eben erging der Ruf des Oberhaus-Seneschalls und die Chefs der kronunmittelbaren Adelshäuser Alderaans, die im Adelsrat Sitz und Stimme haben, streben in den Sitzungssaal des Oberhauses hinein. Sie haben zu diesem Anlaß ihre traditionellen Zeremonialroben angelegt. Egal ob Herzog aus einem königlichen Haus oder nur kronunmittelbarer Graf - alle tragen die gleichen Umhänge aus herminbesetztem, roten Hisp-Seidensamt."

    Klaasig: "Worum geht es denn in der heutigen Sitzung?"

    *** Die Live-Schalte zoomt auf ***


    Cleb: "Einziger Tagesordnungspunkt der heutigen Eröffnungssitzung ist - neben der Feststellung der Beschlußfähigkeit – die Wahl des Präsidiums, das heißt des Sprechers und der Schriftführer. Ansonsten stehen während der diesjährigen Sitzungsperiode die üblichen Themen zur Beratung, wobei hier keine besonderen Veränderungen zu erwarten sein dürften: In der Frage, ob sich Alderaan wieder der Republik annähern soll oder dem Imperium, besteht seit Jahren ein Patt zwischen den von den Häusern Organa und Thul angeführten Fraktionen, so daß hier keine Beschlußfassung zu erwarten ist. Hinsichtlich des aus dem Jahr 9nVC stammenden, noch vom damaligen Unterhaus eingebrachten Gesetzesentwurfs zum Verbot der Hetzjagd zu Thranta ist die überwiegende Mehrheit der Adeligen der Meinung, daß ein Verbot die Vorrechte des Adels empfindlich beschneiden würde. Hier gibt man sich traditionsbewußt und führt auch die waldwirtschaftlichen Schäden durch Wildverbiß sowie die aus landwirtschaftlicher Sicht gewünschte Reduzierung von großen Beutegreifern ins Feld. Die Lobbyistenvereinigung der alderaanischen Viehzüchter war hier in den letzten Jahren sehr aktiv..."

    Klaasig Voice-Over: "...insgesamt also nichts Ungewöhnliches..."

    Cleb: "Nun ja... Interessant dürfte die Frage nach den von Haus Vesta und Stift Riethal geforderten Reparationsleistungen des herzoglichen Hauses Cimoon sein. Cimoon ist ja seit dem Sturz von Bouris Ulgo militärische Führungsmacht einer eigenen Fraktion verschiedener neutraler Häuser, während Haus Vesta mit Antilles und Organa über zwei überaus potente Fürsprecher verfügt. Es wird also auf eine Positionierung Thuls ankommen. Allerdings wird mit Einberufung einer Häuserkonferenz frühestens anfang des nächsten Jahres zu rechnen sein."

    Klaasig Voice-Over: "Und wie geht es nach der feierlichen Eröffnungssitzung weiter?"

    Cleb: "Im Anschluß sind in den Stadt-Palästen der Häuser Organa, Aldrete und Thul sowie Cimoon - nach Fraktionen getrennt - gesellige Empfänge für die Chefs der jeweiligen Häuser geplant, ehe diese Aldera wieder verlassen und das parlamentarische Tagesgeschäft ihren Botschaftern überlassen, welche für die Familienoberhäupter deren Stimme im Oberhaus ausüben."

    *** Holokamera 2 übernimmt wieder mit einem Close-up der Moderatorin. ***


    Klaasig: "Danke Gundul. Soweit also die Neuigkeiten aus dem Adelsrat, meine Damen und Herren. Soeben haben sich die Türen des Oberhauses geschlossen. Da die Medien aus den Sitzungen des Adelsrates nicht live berichten dürfen, wird sich AHN-1 zur nächsten Sitzungspause wieder zuschalten. Bis dahin geht es weiter mit den Meldungen des Tages..."

    *** Es folgt der Nachrichtenüberblick. ***
    "Perchè io so io e voi non siete un cazzo!"
    Marchese Onofrio del Grillo

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  • (Holonetz-Übertragung):






    Sendeanstalt: HoloNetPareen - HNP Vestarin






    08:10:22


    T = 18:59


    *** Holokamera 1 zeigt das HNP-Studio mit dem abgedunkelten Moderator. Die zirpende Titelmelodie der Hauptnachrichtensendung beginnt, ein eingeblendetes Laufband zählt dazu die Standardsekunden abwärts 18:59:50, 18:59:55,...***





    T = 19:00


    HNP
    HoloNetPareen


    Abendschau


    *** Die Musik zitiert das Fanfarenmotiv der Landeshymne, das Laufband blendet aus, Licht auf den Moderator ***





    Moderator: „Guten Abend Vestariniere und Vestarinieri, hier ist HoloNetPareen, Ihr Heimatkanal, mit der Abendschau und mein Name ist Myon Celchu.“


    *** Holokamera1 zoomt auf Moderator, neben ihm eine Bildblende die einen Stehempfang zeigt ***



    Moderator: „Pareen. Ein sportliches Großereignis wirft seinen Schatten voraus, wie es Alderaan noch nicht gesehen hat: In zwei Tagen beginnt die Tour de Swoop um den mit einem Preisgeld von 1 Million Credits dotierten, ersten Graf-Narin-Preis! Bei diesem künftig jährlich abgehaltenen Langstrecken-Swooper-Rennen gilt es, die von der Rennleitung vorgegebene Etappe in möglichst kurzer Zeit zu befahren. Bewertet werden – neben der Geschwindigkeit – aber auch Kriterien wie Treibstoffverbrauch oder kämpferische Fahrweise. Die aufgrund ihrer Streckenführung teilweise spektakulären Etappen sollen jährlich wechseln und durch alle Regionen Vestarins führen. Inzwischen sind die 42 angemeldeten Fahrer in Vestarin eingetroffen, wo sie - beginnend ab dem 10:10: - in 6 Tagen um den begehrten Sieger-Pokal kämpfen werden. Das Zustandekommen dieser an den so tragisch auf Yavin IV. verunfallten Grafen Narin erinnernden Veranstaltung dankt Vestarin Ihrer Serenität, der Cauntessa-Dovagra, der heutigen Regentissa von Riethal, Alyssa IX. Vesta-Alde, der es auch gelungen ist, so namhafte galaktische Unternehmen wie die SoroSuub Corporation, das Corellianische Ingenieurs-Corps, Lhosan oder Arakyd Industries zu bewegen, sich am Sponsoring zu beteiligen. Daneben haben sich aber auch zahlreiche vestarinische Firmen an der Finanzierung beteiligt, wie Husan Verano oder die Nekon AG.
    Zur Stunde empfängt Seine Serenität, unser geliebter Vatrono die Sponsoren im Wintergarten des Neuen Schlosses. Ich bin jetzt live verbunden mit Boffi Sandis von unserem Partnersender AHN. Guten Abend Boffi..."

    *** eine Live-Schalte mit Boffi Sandis zoomt auf. Neben ihr steht eine Twi'lek in einem blauen Abendkleid.***



    Sandis: "Huhu Myon. Ja, ich befinde mich gerade mitten im Wintergarten des Neuen Schlosses von Pareen, der Residenz der Grafen Vesta. Eine kleine Combo spielt die beliebtesten Cantina-Hits der Galaxis und neben mir steht Giza Sivron, die auf Nar Shaddaa einen kleinen Gleiterhandel sowie ein Transportunternehmen betreibt und für das morgen beginnende Rennen...

    Moderator: "...übermorgen..."

    Sandis: "Was?"

    Moderator: "Die Tour de Swoop beginnt übermorgen."

    Sandis: "Ach so? Sicher?"

    Moderator: "Ganz sicher."

    ***Sie macht eine abwehrende Handbewegung, dabei glucksend.***

    Sandis: "...hups! Naja! Hauptsache es findet statt! Wobei - in Vestarin ist ja eigentlich immer irgend etwas los... Mutter der Monde!!! Woohoop!"

    ***Sie kiekst und wedelt aufgeregt mit ihren Händen. Sich der bei ihr stehenden Twi'lek erinnernd, findet sie schließlich zum Thema zurück:***

    Sandis: "...Also: Neben mir ist Giza Sivron,..."

    ***Sie verleiht ihrer Stimme einen Klang des mysteriös Umruchten:***

    Sandis: "...die extra von Nar Shaddaa angereist ist, dem berüchtigten Huttenmond... mmmh!"

    ***Halbwegs sachlich fährt sie fort:***

    Sandis: "Und sie stiftete einen der Trostpreise, immerhin einen Swooper der Marke Ikas, einen XK-13... ...super-schickes Teil, das!
    Zunächst einmal: Giza,... ...ich darf doch Giza sagen?"

    ***Die Twi'lek nickt lächelnd.***

    Sandis: "Zunächst einmal: Gratulation zu diesem phan-tas-tischen Abendkleid! Mutter der Monde! Wo haben Sie diesen Fummel her?"

    Giza Sivron: "Vielen Dank. Freut mich, dass es Ihnen gefällt. Nun - auf Nar Shaddaa gibt es im Gegensatz zur verbreiteten Meinung auch geschmackvolle Kleidung! Normalerweise ist so etwas für mich eher unpraktisch. Dies hier hat mir eine befreundete Schneiderin gemacht. Und das auch noch ziemlich kurzfristig. *lacht* Ich werde ihr ewig dankbar sein."

    Sandis: "Wooohooop! Und ich dachte tatsächlich, auf Nar Shaddaa läuft alles nur nackig rum... Man erzählt sich ja so einiges... Aber vielleicht komm' ich doch mal zum Shoppen vorbei..."

    ***Boffi Sandis findet wieder zur Ernsthaftigkeit zurück***

    Sandis: "Als Geschäftsführerin von Sivrons Speeder und Sivron Inc. zählen Sie - im Vergleich jetzt etwa zu den großen galaktischen Playern wie Glabro, Arakyd oder CEC - zu den eher kleineren Sponsoren der Graf-Narin-Tour de Swoop. Was hat Sie bewogen, sich hier dennoch zu positionieren?"

    Giza Sivron: "Nun, es lässt sich hier das Angenehme sehr schön mit dem Nützlichen verbinden. Früher bin ich zum Spass bei ein paar Amateur-Rennen mitgefahren, da bleibt wohl noch etwas Treibstoff im Blut zurück. Sie haben hier ein interessantes Konzept – da dachte ich, das könnte man durchaus mal unterstützen. Der Werbeeffekt ist zwar vorhanden, aber bei der Entfernung eher zweitrangig. Dazu kann ich einen alten Freund und meine Schwester besuchen, und ein wenig Urlaub im schönen Vestarin machen. Ich war schon zu lange nicht mehr hier und bin gespannt, wie sich das Land nach den letzten ... Turbulenzen entwickelt hat."

    Sandis: "Sie engagieren sich ja auch bei der Imperialen Verkaufsmesse in Kaas City oder beim Galaktischen Gleitersalon auf Corellia. Was reizt Sie am Standort Vestarin und an der Tour de Swoop?"

    Giza Sivron: "Das Konzept, die Landschaft und dazu ist meine Neugier gereizt, wie sich die Tour entwickelt."

    Sandis: "Glauben Sie, daß sich dieses für Kernwelten ja ungewöhnliche Tourkonzept in Zukunft durchsetzen wird?"

    Giza Sivron: "Es würde mich freuen und ich wünsche den Veranstaltern viel Erfolg und einen reibungslosen Verlauf des Rennens."

    Sandis: "Vielen Dank für dieses Gespräch Giza, und nochmal: Top-Outfit!!!"

    ***Die Holokamera zoomt auf Boffi Sandis***

    Sandis: "Neben so interessanten Persönlichkeiten und Swooper-Fans wie Giza war natürlich auch das Who-Is-Who der vestarinischen und der galaktischen, auf Alderaan ansässigen Industrie anwesend..."

    ***Es folgt eine Serie von Bildzuspielungen von Personen, die sich vor einer mit Logos bedeckten Sponsorenwand eingefunden haben***


    Voic-Over Boffi Sandis: "...zum Beispiel Paasin Marsoni, der Chef der Nekon AG, mit Gattin Tit'kati und Tochter Arallutis, Sukio Farr, der rodianische Geschäftsführer der hiesigen Glabro-Niederlassung, der Goldsynthbaron Gala Menassi mit seiner Frau Chrysofina, der Droidenfabrikant Husan Verano oder der Präsident des hiesigen Fischereiverbands."

    ***Die Holokamera übernimmt wieder mit einer Totalen***

    Sandis: "Sogar Caunte Alessio hat sich hier unter die Gäste gemischt und spricht mit den einzelnen Sponsoren...vor ein paar Minuten stand ich keine zwei Schritte von ihm entfernt!"

    Moderator: "Also...sozusagen "ein Caunte zum anfassen", das erlebt man nicht alle Tage...Dann einstweilen Danke, Boffi Sandis, für diesen lebendigen Insider-Einblick."

    Sandis: "Huhu... Bis zum nächsten Mal..."

    ***Die Liveschalte endet, statt dessen öffnet sich zur Rechten des Moderators eine Bilddatei***


    Moderator: "Und hier folgen weitere Meldungen. Pareen: Es gibt neue Entwicklungen im Fall um den seit über zwei Wochen vermißten Nachtwächter Magin T. Die zum Zweck der Ermittlungen eingesetzte Sonderkommission der Polizei gab den Fund einer Lederweste bekannt, die aus dem Besitz des Vermißten stammen könnte. Das Kleidungsstück wurde nur wenige Meter von seinem Arbeitsplatz entfernt gefunden in einem von der Firma Entsorger-Wyl'li am Bliccifeld 89 im Gewerbegebiet Pareen-West betriebenen Entsorgungspark. Unbestätigten Meldungen zufolge seien an dieser Weste Fraßspuren gefunden worden. Der Fundort wurde polizeilich abgesperrt.
    Magin T. arbeitete in unmittelbarer Nähe des Fundorts bei einem Im- und Exporteur für gebrauchte Droiden, Am Bliccifeld 87 a - b und berichtete Dritten gegenüber von seltsamen Geräuschen, deren Zeuge er nachts geworden sei, und die von dem benachbarten Entsorgungspark hergerührt haben sollen. Das Polizeipräsidium Pareen kündigte für morgen eine Pressekonferenz an."

    ***Es folgen weitere Meldungen***
    "Perchè io so io e voi non siete un cazzo!"
    Marchese Onofrio del Grillo

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  • (Ereignis/Nur informierte Kreise):

    Musikalische Untermalung 1:

    Befriedigt steht Zardul Surak an der Eingangstür zum großen Wintergarten des Schlosses. Der Empfang für die Sponsoren der Tour de Swoop um den ersten Graf-Narin-Preis läuft auf vollen Touren – Bediente des gräflichen Haushalts servieren Schaumwein und Häppchen und eine kleine, dreiköpfige Combo intoniert die gängigsten Hits der Galaxis. Der eben erklingende Titel >Inside Iziz< stammt von dem corellianischen Komponisten K'kmar Griyes, der sich inzwischen aber nur noch der ernsten Musik verschrieben hat und derzeit im Auftrag der Pareener Hof- und Nationaloper an der Musik zur geplanten Revanoper arbeitet, welche im Vorfeld schon viel Staub aufgewirbelt hat. Der schwungvolle, mitreißende Rhythmus dieses Klassikers der Alten Republik läßt selbst Suraks Fuß im Takt wippen. Der Graf hat sich inzwischen – nach einer kurzen Eröffnungsansprache und begleitet von seinem Adjutanten – unter die Gäste gemischt und damit begonnen, diese einzeln zu begrüßen und in zwanglose Gespräche zu ziehen. Der junge Staatschef trägt dazu den weißen Gesellschaftsanzug eines Obristen der Blasterinieri a Caunte - jener Gardeeinheit, der die Bewachung des Palastes und der gräflichen Familie obliegt. Ja - Surak hat allen Grund, zufrieden zu sein, denn die Stimmung in der eleganten, mit Transparentstahl überglasten Halle scheint blendend. Darüber hinaus ist die Atmosphäre an diesem Abend deutlich entspannter als etwa bei den allein der Hofgesellschaft vorbehaltenen Bällen bei Hofe, die einem immergleichen Zeremoniell folgen. Während Surak noch sinniert, spielt die Band den Hit >Spice is Nice< an.

    Musikalische Untermalung 2:

    Gegensätzlicher zu Suraks Seelenleben könnten die Befindlichkeiten Gaul-Rehan Sesslin de Sesslins kaum sein. Dem Obristhofmarschall und Zeremonienmeister des gräflichen Hofes sind derartige >Popanzereien< in dem ehrwürdigen Gemäuer eher zuwider. In dem noch aus der Zeit Caunte Alessios II. stammenden Bannersaal wurden große Stellwände aufgestellt, welche die Logos aller Sponsoren zeigen - sehr zum Ärgernis des ältestem vestarinischen Adel entstammenden Hofbeamten. Nur widerwillig hat der zähe Verteidiger des altaldeschen Hofzeremoniells den neumodischen Vorschlägen der >Konzeptgruppe Tour de Swoop< des gräflichen Wirtschafts- und Tourismusministeriums nachgegeben, in der ausgewiesene Marketing- und PR-Spezialisten im Verein mit Eventmanagern ein >zielgruppenorientiertes Empfangs- und Treatmentkonzept< ersonnen haben, das auf überkommenes Protokoll und Zeremoniell keinerlei Rücksicht nimmt. Die von diesen >Profis< ausgearbeitete und wortreich als >alternativlos< dargestellte Empfangsregie sieht vor, daß die im >Premiumeventbereich Altes Schloß< eintreffenden Geschäftsleute sich – von der Königsstiege über den Rundsaal der Vestarinischen Freiheit und die Ahnengalerie kommend – zunächst am >Information-Corner< im Roten Salon melden. Von dort werden sie - je nach Höhe ihrer Spende als >Gold<, >Triple-Gold< oder >Durasteel-Clients< eingestuft - von dementsprechend ausgesuchten Hostessen vor den jeweiligen Sponsorenwänden mit den Logos ihrer Firmen positioniert, um sie im Blitzlichtgewitter der Glühstäbe von einer Schar von Bildjournalisten werbewirksam ablichten zu können. Erst danach geleitet man sie durch den Gelben Salon in den Wintergarten.

    Sesslin de Sesslin findet diese um den Geldadel Vestarins getriebene Firlefanzerei degoûtant. Er kennt eine solche Gesellschaft nur von den dreimal jährlich abgehaltenen Hofbällen, wobei zu diesen nicht der Hofgesellschaft vorbehaltenen Ausnahme-Anlässen wenigstens noch Künstler und Intellektuelle geladen werden, die derartigen Veranstaltungen einen gewissen Charme verleihen. Heute aber wandelt unter den Yavin-Farnen, Rakatapalmen und Rishi-Bäumen eine laut schwatzende Menge von Industriellen, Raumschiff-Reedern und Unternehmern, die nur ein Thema zu kennen scheint: Die Indices der wichtigsten Börsen der Galaxix. Für die hier grünenden und blühenden Exoten haben diese Leute keinen Blick. So steht der Obristhofmarschall mit eingefrorenem Lächeln am Portal zum Wintergarten und hofft, daß dieser Abend bald vorüber gehen möge...

    Eben weist Surak eine Togruta an, dem Grafen ein neues Glas zu servieren, als ihn unvermittelt eine Twi’lek umarmt und ihn auf die Wange küßt. Völlig perplex stammelt er:


    „G-, Giza... Was machst du denn hier?“

    Die Tholian zieht eine Schmollmund, kann sich ein Grinsen aber nicht verkneifen:


    "Zardul, du läßt nach! Aber wirklich! Noch nicht auf die Liste der Sponsoren geschaut? >Sivrons Speeders auf Nar Shadaa<,... ...klingelts da nicht?"


    Suraks Gesichtsausdruck ist so entgeistert, daß die höchst seriöse Chefin der höchst seriösen Firma Sivrons Speeders zuerst kichern muß, um dann lauthals loszulachen und sich schließlich - nach Luft schnappend - am ehrwürdigen Butler festzuhalten. Zum Erstaunen der Umstehenden beginnen die Mundwinkel des steifen Butlers zu zucken. Dann kichert auch er und schließlich lacht er laut. Kopfschüttlnd meint er:


    "Giza, ich freue mich, Dich wiederzusehen! Du bist hübsch wie eh und je. Die Geschäfte laufen gut?"

    Die Twi'lek wischt sich die Tränen aus den Augen und nickt:

    "Alles klar! Konnte es mir sogar leisten, meinen wichtigsten Anteilseigner persönlich aufzusuchen..."

    Dann wird sie ernster, leise:


    "Und Aola ist auch auf Alderaan, die Gelegenheit wollte ich nutzen. Aber es ist schön, Dich wiederzusehen, altes Haus..."


    Eine Togruta unterbricht das Gespräch der Beiden, um Surak zu befragen, wann es Zeit für die Cocktails wird. Lächelnd meint Giza zu dem alten Freund:

    "Aber ich sehe, Du hast viel zu tun, wir sehen uns später..."


    Wer davon wissen kann: Personal und Gäste der Abendgesellschaft.

    ((ooc: Dank an Eeonwe für das Übernehmen der Giza hier und im obigen Post!))
    "Perchè io so io e voi non siete un cazzo!"
    Marchese Onofrio del Grillo

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