Angepinnt [Rp/IG]Vestarin und Alderaan: Holo-News, Gerüchte, Nachrichten


  • (Ereignis/Nur informierte Kreise):
    Das Ministerium des Hauses Vesta für Kunst, Wissenschaft, Kultus und Kultur reserviert zwei Suiten im Hotel Manarai-Pareen. Die eine, in deren Salon ein jederzeit gestimmtes Keybed a Cauda stehen muß, ist für K'kmar Griyes bestimmt und die andere für die Dichterin Stasio Meta.
    Wer davon wissen kann: Ministerialbeamte und Angestellte des Manarai Pareen.
    "Perchè io so io e voi non siete un cazzo!"
    Marchese Onofrio del Grillo

  • (Holonetz-Übertragung):





    Sendeanstalt: HoloNetPareen - HNP Vestarin





    09:10:22


    T = 18:59


    *** Holokamera 1 zeigt das HNP-Studio mit dem abgedunkelten Moderator. Die zirpende Titelmelodie der Hauptnachrichtensendung beginnt, ein eingeblendetes Laufband zählt dazu die Standardsekunden abwärts 18:59:50, 18:59:55,...***




    T = 19:00


    HNP
    HoloNetPareen


    Abendschau


    *** Die Musik zitiert das Fanfarenmotiv der Landeshymne, das Laufband blendet aus, Licht auf den Moderator ***




    Moderator: „Guten Abend Vestariniere und Vestarinieri, hier ist HoloNetPareen, Ihr Heimatkanal, mit der Abendschau und mein Name ist Myon Celchu.“

    *** Holokamera1 zoomt auf Moderator, neben ihm eine Bildblende mit dem offiziellen Plakat zur Tour de Swoop
    um den Graf-Narin-Preis. ***


    Moderator: „Ab morgen wird Vestarin zum Schauplatz eines Sportereignisses, wie es Alderaan noch nicht gesehen hat und wie es auch in den Kernwelten selten durchgeführt wird! Zum ersten Mal wird die Tour de Swoop um den mit einem Preisgeld von einer Million Credits dotierten Graf-Narin-Preis abgehalten! Dieses Langstrecken-Swooper-Rennen, bei dem es gilt, die von der Rennleitung vorgegebene Etappe in möglichst kurzer Zeit zu befahren, soll künftig jährlich abgehalten werden, wobei die Etappen jeweils wechseln sollen. Für morgen haben sich 42 Fahrer von 31 Planeten angemeldet, die um den begehrten Sieger-Pokal in Konkurrenz treten.

    Hier das Wichtigste in Kürze: Am Etappenziel werden die Abstände zwischen den einzelnen Fahrern registriert und die besten Fahrer verschiedener Wertungen durch eine Reihe von farblich abgehobenen Trikots gekennzeichnet, die den Fahrern nach jeder Etappe in einer feierlichen Zeremonie übergeben werden. So erhält der Fahrer mit der geringsten Gesamtzeit ein blaues Trikot, der jeweilige Etappensieger ein orangefarbenes. Ein grünes Trikot wird an an denjenigen Fahrer vergeben, der den geringsten Treibstoffverbrauch hatte und ein rotes an den kämpferischsten Fahrer des gesamten Fahrerfeldes. Das rote Trikot wird als einziges von einer Fachjury aus Rennleitung und Sportjournalisten verliehen."

    *** Bildblende mit der Streckenführung ***


    Moderator Voice Over: „Die diesjährige Strecke, die durch alle Verwaltungsbezirke Vestarins führt, beginnt in Bartyn, die Stadt der Brücken und Kanäle mit ihrem berühmten schwimmenden Markt. Unmittelbar nach dem Start verlassen die Rennfahrer bei der Überquerung des Rie Vestarin und es geht von Stiftsbartyn aus durch Stiftisch Riethalisches Gebiet. Dadurch soll – wie Preiskomitee und Rennleitung verlauten ließen - Alyssa IX. geehrt werden, unsere vielgeliebte Cauntessa-Dovagra, der Vestarin seine Befreiung verdankt und die sich vor ihrer Wahl zur Regentissa von Riethal sehr für die Stiftung des Graf-Narin-Preises eingesetzt hat. Von Stiftsbartyn führt eine erste Sprinterstrecke geradeaus bis Ai Nunnas von wo es entlang der Riethaler Vorberge bis Stift Riethal und anschließend durch das Riethaler Weinland bis Pontsinna geht, dem ersten Etappenziel.
    Am zweiten Renntag überqueren die Swooper die Sinna und sind damit wieder auf vestarinischem Boden. Vorbei an Mimbak und Emera geht die Streckenführung bis Pidemauntis, wo die Sinna nochmals überquert wird. Hier beginnt die anspruchsvollste Teilstrecke, denn die Strecke führt zunächst 800 gSM hoch ins hintere Samaktal, ehe sie von dort in Haarnadelkurven nochmals fast 1.300 gSM bis zum Regentenpaß ansteigt. Nach der Überquerung des Nekborea-Zentralmassivs führt der Streckenverlauf hinunter über Bolzan und Trisent nach Deedit, wo diese spektatkuläre Hochgebirgsetappe endet. Von Deedit, der vestarinischen Synthmetropole aus, verläuft die Rennstrecke des dritten Tages entlang der wildromantischen Synthküste aus der Bucht von Deedit in den Lois-Sund, durchquert dort Lois und Talien und führt zum nächsten Etappenziel Guhn am gleichnamigen Förd.
    Am vierten Tag geht es weiter entlang der Küste in die Bucht von Dakora bis in das kleine Fischerdorf Bucmaris und von dort ins Landesinnere zu einer abermaligen Bergetappe. Vorbei am berühmten Kloster Samkelletor a Mauntis windet sich die Straße in unzähligen Serpentinen bergan die Boroboberge hinauf bis zum Samkelletorpaß, wo die Swooper die Baronie Sanaaka verlassen und die Baronie Rie’ekan erreichen. Von der Paßhöhe herab windet sich die Strecke wiederum in engen Kurven ins obere Rietal hinab und die letzten Klicks bis in das Städtchen Fonterie in der Nähe der Riequelle.
    Die fünfte Teilstrecke führt rieabwärts bis Pulcinas und dann durch die sanft gewellte, vom schneedbedeckten Kegel des Maunte Standalone überragte Hügellandschaft der Cimbak-Region Rie’ekans und bei Remmlin über die Berge des Sajaner Küstengebirges nach Sajaan, die Hauptstadt der gleichnamigen Baronie. Ab hier ist die Tour de Swoop von schnellen und sprinterfreundlichen Flachetappen geprägt. Auf der großen Küstenstraße können die Swooper Höchstgeschwindigkeit fahren und alles aus ihren Maschinen herausholen, ehe das letzte Etappenziel erreicht wird: die Kreisstadt Sesslin.
    Am letzten Tag des Rennens erfordert die Streckenführung die Überquerung des Vorgebirges von Sesslin, das die Baronie Sajaan von der Freiherrschaft Pareen abgrenzt. Hier ist noch einmal Sprinten angesagt. Die letzten Klicks gehen durch den Vorort Racassa, über die Cornisse bis zur König-Darrus-Allee und vom Graf-Elmond-Forum über Auffahrtsallee und Natrisse zum Ziel auf der Schloßesplanade, wo auch die Siegerehrung stattfinden wird. Wie das Preiskomitee verlauten ließ, wird der Siegerpokal von Seiner Serenität, Caunte Alessio persönlich überreicht werden. Dieses sportliche Großereignis wird ab morgen live von HolonetPareen übertragen und alderaanweit von AHN 3. Seien Sie also dabei, wenn es die nächsten fünf Tage um den Graf-Narin-Preis geht und um das schönste Land Alderaans!..."

    *** Holokamera1 übernimmt wieder mit einer Totalen, neben dem Moderator ist eine Bildblende zu sehen ***


    Moderator: "Und nun zu den Regionalnachrichten: Der seit über zwei Wochen vermißte Nachtwächter Magin T. ist aller Wahrscheinlichkeit nach tot. Die in diesem Fall ermittelnde Sonderkommission der Polizei fand nur wenige Meter von seinem Arbeitsplatz im Gewerbegebiet Pareen-West entfernt eine Lederweste aus seinem Besitz, an der - wie das Pareener Polizeipräsidium in seiner heutigen Pressekonferenz verlauten ließ – das Genmaterial des 37jänrigen nachgewiesen wurde. Auch seine Frau bestätigte, daß der Vermißte das Kleidungsstück am Tag seines Verschwindens getragen hatte.
    Er berichtete laut Zeugenaussagen von seltsamen Geräuschen, die von einem von der Firma Entsorger-Wyl'li am Bliccifeld 89 betriebenen Schrottplatz herrührten. In einem abgelegenen Teil dieses Entsorgungsparks wurden die Ermittler nun fündig: In einem teilweise mit Wasser vollgelaufenen Bereich hat sich eine Dianoga angesiedelt - eine im Müll lebende cephalopode und parasitäre Spezies vom Planeten Vodran, die bis zu zwanzig galaktische Standardmeter lang werden kann. Normalerweise ernährt sie sich von freßbaren Resten im Unrat, jagt aber auch aktiv und kann sogar Menschen gefährlich werden. Während die Tiere aufgrund ihrer hohen Fortpflanzungsrate in der Galaxis recht verbreitet sind, sind sie auf Alderaan wegen der hier gepflegten Entsorgungskultur vergleichsweise selten. Daher hat sich die PGA - Partei für ein ganzheitliches Alderaan - bereits für die dauerhafte Erhaltung und Unterschutzstellung des Dianogabiotops ausgesprochen. Die Regierung - so heißt es - prüfe dieses Anliegen. Die Pareener Polizei hat aus Sicherheitsgründen das Gelände, auf dem auch die im Droidenhandel tätige Sej'kal Corporation ein Zwischenlager betreibt, großräumig abgesperrt..."

    *** Es folgen weitere Meldungen ***
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    Marchese Onofrio del Grillo

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  • (Ereignis/Nur informierte Kreise):
    Hagemin Faras hat mit seiner Frau Elka die Abendschau von Holonet Pareen gesehen und sitzt nun auf dem Balkon seines Appartements in Pareens Neustadt, um die linde Abendluft zu genießen. Die vestarinische Hauptstadt, ja, das ganze Land fiebert dem morgen in der südvestarinischen Hafenstadt Bartyn beginnenden Swooper-Rennen entgegen. Hagemin Faras ist eigentlich kein Liebhaber des Fahrsports, doch dieses mehrtägige Rennen ist schon ein Sportereignis der Sonderklasse - besonders, da Veranstaltungen dieser Art eigentlich nicht innerhalb der Kernwelten abgehalten werden. Nicht zuletzt deswegen erfreuen sich die Hotels entlang der Strecke hoher Belegungszahlen.

    Auch im Royal Panteer, dem Luxus-Hotel an der Cornisse, sind zu diesem Anlaß bereits einige Gäste abgestiegen, wobei im höchsten Einkommenssegment die Zahl der Swooper-Fans noch überschaubar ist. Einige lebenssatte Adelige mit einem Hang zum Nervenkitzel sind darunter und so mancher Sproß aus reichem Hause, der - aus der Neigung zu gefährlichen Sportarten heraus - sich einen eigenen Stall von Swoop-Piloten hält. Das Gros der Gäste wird erst in fünf Tagen erwartet, wenn das Rennen die Hauptstadt erreicht.

    Der Rufton des Holo-Kommunikators reißt Hagemin Faras aus seinen Überlegungen. Bald hört er die Stimme seiner Frau von drinnen:

    E.F.: "Für dich, Schatz. Es ist das Panteer!"


    Seufzend begibt sich der geschäftsführende Direktor von Pareens erstem Haus in den Salon und nimmt den Holoruf entgegen. Es ist der Empfangschef des Royal Panteer Calton, Amanahan Trakin:

    A.T.: "Verzeihen Sie die späte Störung, Herr Direktor, aber ein dringender Anruf aus Nar Shaddaa..."

    H.F.: "Aus Nar Shaddaa?... ...Gut, Amanahan,... verbinden Sie!"

    A.T.: "Sehr wohl, Herr Direktor. Einen Augenblick..."

    Das Bild des Chefportiers verschwindet und statt dessen wird ein Protokolldroide der ODX-Serie sichtbar:

    ODX: „Oh! Ach. Welch glücklicher Umstand, daß ich Euch erreiche, Herr Faras. Ich habe Euch eine überaus wichtige Mitteilung zu machen! Morgen abend wird der prachtvolle, höchst gewaltige und überaus großartige Glabro Nijiladii III. Alderaan besuchen."

    H.F.: "Oh. Kommen Seine Exzellenz zur Tour de Swoop? Die Glabro-Holding ist ja einer der Hauptsponsoren..."

    ODX: "Zum Swooper-Rennen? Aber nein. Seine Huttmächtigkeit haben zwar ein Team am Start, aber das ist nicht der Grund für Dero Besuch. Glabro Nijiladii III. kommt zum Vorsingen an der Hof- und Nationaloper. Es ist Euch daher aufgesetzt, Herr Faras, das Eigner-Penthouse auf dem Dach des Royal Panteer für Dero Eintreffen in gebührendem Maße vorzubereiten. Ich nehme an, nicht betonen zu müssen, daß alles zur vollsten Zufriedenheit seiner erhabenen Huttität zu sein hat und daß anderenfalls unnötigerweise womöglich der Zorn seiner huttischen Großmächtigkeit heraufbeschworen werden könnte, was insofern äußerst unvorsichtig wäre, da sich Dero Huttlichkeit in überaus gnädiger Stimmung befindet. Ich nehme an, wir verstehen uns, Herr Faras...“


    Natürlich hat Faras verstanden und wenige Minuten nach dem Ende des Gesprächs ist er bereits unterwegs ins Royal Panteer, um sich mit dem Restaurantleiter Perginan Durin zu besprechen. Denn obzwar Glabro mit seinem eigenen Küchenchef und dessen Küchenbrigade anreisen würde gilt es, den Keller des Hotels mit Boga Noga und Huttisch Ale oder frischem Dewback-Schweiß zu bestücken - letzteres, um daraus Yatooni Boska zu mixen. Außerdem ist die Küche mit frischen Effrikim-Würmern und Gorgs sowie huttischen Leckereien wie lebenden Collypods oder klatooinischen Paddy-Fröschen zu bevorraten, sowie sicherzustellen, daß der Bestand an Zoochbeeren, Mubasa-Sauce und Protatos auch huttischen Ansprüchen genügt.
    Wer davon wissen kann: Angestellte des Royal Panteer, Pareen.
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    Marchese Onofrio del Grillo
  • Neu


    (Ereignis/Nur informierten Kreisen bekannt):
    18:37 Uhr Ortszeit Pareen, kurz nach Sonnenuntergang. Auf Alderaan und Delaya verfolgen soeben über 23 Millionen Swoop-Fans auf AHN-3 die live-Übertragung der in Pontsinna stattfindenden Zeremonie, in der die Sieger des ersten Tages der Tour de Swoop durch Ihre Serenität, Regentissa Alyssa IX. von Riethal ihre Trikots überreicht bekommen. Das den Etappensieger auszeichnende, orangefarbene Trikot geht an die Mandalorianerin Vhoo Brinu, die mit ihrer Kakkran Daggerstar die auf Hochgeschwindigkeits-Sprints und Geschicklichkeit ausgelegte Strecke in der kürzesten Zeit fuhr. Das grüne Trikot für die treibstoffsparendste Fahrweise erhält der Selkath Nesha'want Dat auf seiner Gravestone und dem mit seiner Harbringer von einer Fachjury zum kämpferischsten Fahrer gekürten Twi'lek Bib'nan Tas wird das rote überreicht. Das blaue Trikot wird erst ab dem zweiten Renntag verliehen.

    Während die Wolken über Vestarin in einem duftigen Rosenton vor dem dunkler werdenden Blau des Himmels schimmern, schwenkt ein huttisches Großkampfschiff der Azalus-Klasse, die >Pukaneekee Makeba<, in den Orbit von Alderaan ein. Angeleitet von der Alderaanischen Raumkontrolle - einer der letzten zentralalderaanischen Behörden, die selbst nach dem Thronfolgekrieg noch umfangreiche Durchsetzungs-Befugnisse genießt - parkt sie dort in einer alderastationären Umlaufbahn. 25 Minuten später - die Mehrzahl der Vestarinieri verfolgt gerade die Abendschau auf Holonet Pareen – löst sich die Lustbarke >Chowbasa< vom Mutterschiff und erhält unter dem eigentlich dem vestarinischen Staatsoberhaupt und seiner Entourage vorbehaltenen Flugkennzeichen Vn-04 einen Anflugtunnel nach Pareen zugewiesen.

    Wer davon Kenntnis hat:
    Beamte und Droiden der Königlichen Alderaanischen Raumkontrolle, der Raumkontrolle Pareen sowie der gräflichen Hofkanzlei und des Innenministeriums des Hauses Vesta.
    "Perchè io so io e voi non siete un cazzo!"
    Marchese Onofrio del Grillo

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    (Ereignis/Gesellschaftliches Thema/Gerüchte):
    19:23 Uhr Ortszeit Pareen. Auf der hell erleuchteten Cornisse gehen die Pareener ihrer Lieblingsbeschäftigung nach - dem >Paxejar<, dem Promenieren um zu sehen und gesehen zu werden. Die Tische der StimCafés sind voll besetzt und aus den Strandbars dringt Musik. Allerorten spricht man über die Tour de Swoop, Buchmacher nehmen Wetten auf Tages- und Gesamtsieger und sogar auf die zu erwartenden Träger des grünen und des roten Trikots an. Unter den Palmen der Pareener Flaniermeile haben sich Gruppen von Vestarinieri zum beliebten Volkssport Pallista zusammengefunden, bei dem es darum geht, seine eigene Kugel möglichst nah an eine Zielmarkierung zu werfen oder die gegnerischen Kugeln davon wegzuschießen.

    Aufmerksame Beobachter bemerken am Himmel im Osten über der weiten Bucht von Pareen zunächst nur ein einzelnes, hell strahlendes, weißes Licht. Bald lassen sich mehrere Lichter ausmachen, die sich rasch nähern. Ein von der üblichen Verkehrsroute abgekommener Kreuzfahrtraumer oder eine private Luxusyacht, die den Anflugtunnel zum Graf-Elmond-Raumhafen verloren hat? Bald bleiben erste Passanten stehen und verfolgen den Weg des tief fliegenden Raumschiffs, das sich - von drei kleineren Raumjägern eskortiert - der vestarinischen Hauptstadt von der Seeseite her nähert. Mitten über der Bucht – die von der Cornisse im Halbkreis umzirkelt wird – dreht der nur knapp einen Klick über dem Meeresspiegel träge dahingleitende Raumer bei, so daß die Zuschauer am Strand dessen Breitseite gewahren. Einige Kenner identifizieren das Schiff als eine ubrikkianische Raumyacht der Makeb-Klasse, wie sie vom Hutten-Kartell benutzt wird. Mit ihren unzähligen, funkelnd hell erleuchteten Fenstern nimmt sie sich aus wie ein fliegender Palast. Die Musik in den strandnahen Etablissements ist inzwischen verstummt und Immer mehr Leute sind stehen geblieben, um staunend in den Himmel über der Bucht hinaus zu blicken, wo sich ein noch nie dagewesenes Schauspiel vollzieht:

    Auf ein gemeinsames Zeichen hin zünden die begleitenden Sternenjäger ihre Triebwerke, starten durch und entfernen sich rasch von der wohl etwa 300 gSM langen Raumyacht, an der plötzlich Mündungsfeuer aufblitzt. Nur einen Wimpernschlag später explodieren um das Schiff herum riesige, farbige Blütensterne. Feuerwerkstorpedos detonieren in dichter Folge, zeichnen blaue, goldene und silberne Sterne in den Himmel und schleudern gleißende Kugeln vom Zentrum nach außen, wo sie – nachdem sie ihre Bahnen mit glosenden Schweifen gezogen haben – in weiteren feurigen Blüten zerspringen. Die von dem Schauspiel völlig überraschten Pareener klatschen begeistert Beifall und quittieren die abgefeuerten Salven mit Ahs und Ohs. Es dauert einige Minuten, bis das sich in der glatten Wasserfläche der Bucht spiegelnde Begrüßungsfeuerwerk vorbei ist. Nachdem die letzten Feuerwerkskörper verglüht sind, gesellen sich die Begleitschiffe wieder zu ihr und die Raumyacht fliegt zunächst gemächlich nach Süden, wo der Villenvorort Racassa liegt, ehe sie wiederum in Richtung Stadtzentrum einschwenkt.

    Von den drei Sternjägern eskortiert, fliegt die ubrikkianische Raumyacht im Tiefflug über die Hochhäuser Pareens, über das Manarai und das Große Casino hinweg, ehe sie über dem Komplex des Royal Panteer anhält. Eine Andockschleuse öffnet sich auf der Unterseite und einige Luxusbarken werden sichtbar, die unmittelbar darauf auf dem hell erleuchteten Landeplatz des Hotels landen – Glabro Nijiladii III. ist in Pareen eingetroffen!
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    Marchese Onofrio del Grillo
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    (Ereignis/Gesellschaftliches Thema):
    Pontsinna an der riethalisch/vestarinischen Grenze. Um 9:56 Uhr haben die 42 teilnehmenden Fahrer unter dem Jubel der auf provisorisch errichteten Tribünen sitzenden Schlachtenbummler ihre röhrenden Triebwerke gezündet. Zehn Minuten zuvor waren sie unter dem Beifall der schaulustigen Menge zu den Klängen einer örtlichen Bandao hinter traditionell gekleideten Fahnenschwenkern am Startplatz der heutigen Etappe - dem Tempelmarkt inmitten der Stadt – aufgezogen, hatten neben ihren Maschinen Aufstellung genommen und waren dann aufgesessen.

    Um 9:59 Uhr besteigt der Rennleiter die kleine Tribüne und hebt die Startfahne. Pünktlich zur vollen Stunde gibt er das Startzeichen und die Straßen des ansonsten beschaulichen stiftischen Landstädtchens hallen wider vom ohrenbetäubenden Lärm der aufheulenden Swooper-Triebwerke. In atemberaubender Geschwindigkeit rasen die Piloten durch die gekurvte Brückenstraße zur Sinnabrücke hinunter, auf der sie den Fluß überqueren. Sobald sie die Mitte des Flusses passiert haben, befinden sich die Rennfahrer wieder auf vestarinischem Boden. Vorbei an den kleinen aber für den alderaanischen Weinbau bedeutsamen Städten Mimbak und Emera geht die Streckenführung zunächst bis Pidemauntis, wo die Sinna nochmals überquert wird, ehe die anspruchsvollste Teilstrecke des heutigen Tages beginnt – die Überquerung des Nekborea-Zentralmassivs! Auch heute wieder berichtet AHN-3 live von der Tour de Swoop.



    (Ereignis/Nur informierten Kreisen bekannt):
    Pareen. Um 10:07 Uhr - der Swooper-Corso hat das riethalische Weinland bereit hinter sich gelassen – landet die leichte Corvette der Defender-Klasse >Suprima< auf dem für Regierungsflüge, Staatsgäste und Raumschiffe von Persönlichkeiten mit besonderem Sicherheitsinteresse reservierten Flugfeld V des Raumflughafens Pareen-Graf-Elmond. Gegenüber der in unmittelbarer Nähe geparkten, über 300 gSM langen ubrikkianishen Raumyacht >Chowbasa< nimmt sich das stiftisch-riethalische Raumschiff klein und unbedeutend aus. Kaum, daß die Triebwerke deaktiviert sind, fahren drei Staatsgleiter der gräflichen Hofgleiterburg vor. Wenig darauf steigen Ihre hochfürstliche Serenität, Regentissa Alyssa IX. von Riethal, die Zutrittsrampe herab. Kurz blickt sie seufzend zu der huttischen Luxusbarke hinüber, dann besteigt sie einen der Gleiter und fährt im Schutz einer fünfköpfigen Swooper-Staffel in Richtung Pareen.
    Wer davon Kenntnis hat:
    Beamte und Droiden der Raumflugsicherung Pareen, des gräflichen Innenministeriums und der Hofkanzlei.


    (Ereignis/Gerüchte):
    Pareen. Ab 10:40 Uhr werden im Regierungsviertel die Verkehrszeichen auf Rot gestellt. Die wenigen, zu dieser Zeit derartig aufgehaltenen Vestarinieri beginnen in den Nebenstraßen mit einem wütenden Hupkonzert. Gegen 13:45 Uhr jagt eine von fünf Swoopern der Polizei eskortierte Kolonne von Staatsgleitern vorbei. Sie tragen den Stander des kronunmittelbaren Damenstifts Riethal. Sobald die Gleiter die Stelle passiert haben, schalten die Verkehrszeichen wieder auf Normalbetrieb. Ähnliches wiederholt sich an der kreuzenden und zum Graf-Elmond-Forum führenden Auffahrtsallee.
    Wer davon wissen kann:
    Zufällige Verkehrsteilnehmer und Passanten an der Strecke Raumhafenallee - Auffahrtsallee - Graf-Elmond-Forum.
    "Perchè io so io e voi non siete un cazzo!"
    Marchese Onofrio del Grillo
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    (Ereignis/Nur informierten Kreisen bekannt):
    Um 10:57 Uhr hält die Kolonne von Staatsgleitern vor dem Bühneneingang der Vestarinischen Hof- und Nationaloper, wo Ihre Serenität, Alyssa IX. von Riethal, von Generalintendant Guldo Bendis, Generalmusikdirektor Gerog Liederich Rakajani, dem Chefdramaturgen Dr. Fad Sanaasar sowie Verwaltungsdirektor Grimaldo Serassi empfangen und mittels Turbolift in die repräsentativen Räume der Hofopernintendanz geleitet wird, wo bereits der corellianische Komponist K'kmar Griyes, ein dunkelblonder Wuschelkopf anfang 30, sowie die Togruta-Dichterin Stasia Meto warten. Die Beiden arbeiten seit einigen Wochen an der von der Pareener Oper in Auftrag gegebenen Revan-Oper. Als die Ankommenden eintreten, erhebt sich das Künstlerduo von seinen Plätzen in einer großzügigen Sitzgruppe am Holokamin.

    A.: "Ah, Herr Griyes. Frau Meto. Wir hoffen, Sie hatten eine angenehme Anreise nach Vestarin."

    Guldo Bendis läßt den Versammelten durch seine Sekretärin Dina Kel ein Gläschen Esprizz servieren. Nachdem die Sekretärin das geräumige Büro des Hofopernintendanten wieder verlassen hat, kommt die Regentissa unumwunden zur Sache:

    A.: "Frau Meto, meine Herren. Zunächst einmal möchten Wir Ihnen Unseren Dank aussprechen, daß Sie dieses Treffen möglich gemacht haben. Wie der Herr Generalintendant Ihnen ja bereits eröffnet haben dürfte, geht es bei dem heutigen Vorsingen um die Besetzung der Rolle des Hutten Ajuur in der kommenden Revan-Oper..."

    Der Corellianer unterbricht die Regentissa:

    K.G.: "...die ja ursprünglich gar nicht vorgesehen war im Stück!"

    Kühl lächelnd geht die Regentissa auf diese Ergänzung ihrer Aussage ein:

    A.: "In der Tat, mein lieber Herr Griyes, diese Rolle war ursprünglich nicht vorgesehen. Aber bei dem sich heute vorstellenden Sänger handelt es sich um eine herausragende Persönlichkeit, der Haus Vesta und die Nation Vestarin sehr viel zu verdanken haben. Und es liegt nun einmal im Interesse auch der Vestarinischen Hof- und Nationaloper, daß der Ihnen und Frau Meto erteilte Staats-Auftrag zu beiderseitiger Zufriedenheit erfüllt wird. Und dies sollte auch auf der Seite der ausführenden Künstler so sein. Nicht wahr?"

    Eine Weile blickt sie den Komponisten zwar lächelnd, doch so selbstbewußt an, daß es keinen Zweifel an ihrer Entschlossenheit gibt, diese Forderung auch durchzusetzen. Dann fährt sie fort:

    A.: "Wie Wir schon sagten, ist sowohl Seiner Serenität, dem Grafen, als auch Uns mehr als nur sehr daran gelegen, daß dem Wunsche des heute sich vorstellenden Künstlers entsprochen wird. Primär dient das heutige Vorsingen also weniger der Frage ob, als vielmehr der Lösung der Frage wie besagter Herr in die von Uns in Auftrag gegebene Oper eingebaut werden kann. Dazu ist es zwingend vonnöten, daß Sie, verehrte Frau Meto, dessen darstellerische Persönlichkeit, und Sie, verehrter Maestro Griyes, dessen Stimme kennenlernen, um sie kompositorisch wie dramaturgisch in dem günstigsten Lichte zu präsentieren."

    Intervenierend meint Chefdramaturg Dr. Sanaasar:

    F.S.: "Wenn ich mir kurz die Bemerkung erlauben darf, Eure Serenität: Frau Meto hat bereits einige sehr schöne Verse für eine meiner Meinung nach gelungene Arie verfaßt, die von Maestro Griyes schon auf das Trefflichste in Noten gesetzt wurden..."

    Und der Generalintendant ergänzt nickend:


    G.B.: "Das kann ich bestätigen und ich habe sie dem Künstler auch bereits zusenden lassen, so daß er die Arie für das Vorsingen einstudieren konnte..."

    A.:
    "Das erfreut Uns zu hören."

    Stirnrunzelnd fragt der Dirigent:


    G.-L.R: "Um wen handelt es sich eigentlich? Wer kommt denn heute zum Vorsingen?"


    A.: "Wir nehmen nicht an, daß Sie ihn kennen, Maestro Rakajani. Es handelt sich um Glabro Nijiladii."


    Der Chefdramaturg prustet hustend los, als habe er sich verschluckt:

    F.S.: "Mutter der Monde!!! Der Hutte!?!"

    A.: "Wir nehmen an, daß Sie mit mir übereinstimmen, wenn ich sage, daß es sich bei Glabro Nijiladii um geradezu die Idealbesetzung für die Rolle des Ajuur' handelt!"

    F.S.: "Verzeihung, Serenität, aber dieser Hutte kann überhaupt nicht singen! Und außerdem ist er so eingebildet, daß jeder, der ihm dies ins Gesicht sagt, Gefahr läuft, von ihm erschlagen zu werden!"


    Völlig emotionslos erwidert die Regentissa:

    A.: "Und dies ist genau der Grund dafür, weswegen dies auch keiner von Ihnen Herrn Nijiladii sagen wird, falls die über ihn kursierenden Gerüchte überhaupt zutreffen. Ich hoffe, wir haben uns verstanden..."

    K.G.: "Soll ich etwa lügen?"

    A.V.-A.: "Wenn es um das eigene Überleben geht, Maestro Griyes, dann kann eine kleine, lässliche Unwahrheit durchaus von Nutzen sein..."


    G.-L.R: "Aber was, wenn er - wie Dr. Sanaasar sagt - tatsächlich gar nicht singen kann... Ihn nur aus Gefälligkeit auftreten zu lassen, würde den Ruf der Vestarinischen Oper schon ruinieren, ehe sie noch eröffnet ist..."

    K.G.: "Ich protestiere, Regentissa! Ich lasse mir doch von einem Laien meine Oper nicht ruinieren!"


    A.: "Niemand wird die Revanoper und niemand wird den Ruf Unseres Hauses ruinieren!"

    K.G.: "Um die künstlerische Freiheit ist es in Vesterin scheinbar schlecht bestellt!..."

    Alyssa Vesta-Alde schlägt einen weniger robusten Ton an:

    A.: "Die Tatsache, daß Wir in diesem Falle in künstlerische Dinge beratend eingreifen, sollte Ihnen die singuläre Bedeutung Unseres Anliegens vor Augen führen. Wir bitten lediglich darum, daß Sie Herrn Nijiladii wenigstens eine ehrliche und wohlmeinende Chance einräumen! Wenn es überhaupt nicht gehen sollte, können Wir Ihnen versichern, daß eine allerseits billige Lösung gefunden werden wird. Aber es ist die Politik des Hauses Vesta, daß Herr Nijiladii die Möglichkeit bekommt, an der Uraufführung der Oper teilzuhaben! Außerdem empfehlen Wir Ihnen dringend, dem Künstler gegenüber von allzu offen abgegebenen Werturteilen bezüglich seiner Stimme und seines Talents abzusehen - schon in Ihrem eigenen Interesse! Ich denke, wir verstehen uns..."

    Schließlich mischt sich die Librettistin ein:

    S.M.: "Ich finde, die Regentissa hat recht. Man muß ihm wenigstens eine Chance geben."
    Wer davon Kenntnis hat:
    Außer den genannten Künstlern nur einige Mitarbeiter der Intendanz bzw. der Oper.
    "Perchè io so io e voi non siete un cazzo!"
    Marchese Onofrio del Grillo
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    (Ereignis/Gesellschaftliches Thema):
    Kurz vor 15:00 Uhr, Nekborea-Gebirge. Von dem kleinen Ort Pedimauntis südlich des Zentralmassivs der Nekborea-Berge haben sich die Teilnehmer an der Tour de Swoop über 800 gSM ins hintere Samaktal hochkämpfen müssen. Nach einem kurzen Sprint entlang des Talgrunds ist wieder die Geschicklichkeit der Fahrer gefragt. In einer schier endlosen Folge von Haarnadelkurven ging es inzwischen nochmals fast 1.500 gSM zur Paßhöhe hinauf.
    Inzwischen hat der Swooper-Corso den Regentenpaß überwunden und es geht wieder ins Tal hinab. Die Felswände hallen wider vom jaulenden Heulen der Motoren und die Swooper-Piloten mühen sich, die Kurven der Serpentinen möglichst eng zu nehmen, um wertvolle Sekundenbruchteile einzusparen. So manchesmal aber streift eine der Maschinen dabei die Straßenverblendung oder schrammt an einem Felsen entlang. Vier Piloten haben ihre Maschinen bei derartigen Manövern bereits beschädigt und dadurch wertvolle Zeit verloren. Der Swooper von Heldina Jan verkeilte sich bei einem riskanten Überholmanöver und die von Taris stammende Fahrerin wurde vom Swooper geschleudert und beim Sturz erheblich verletzt - für sie ist das Rennen vorzeitig beendet...



    (Ereignis/Nur informierten Kreisen bekannt):
    Gleichzeitig in der vestarinischen Hauptstadt Pareen. Vom Eigner-Penthouse im Dachgeschoß des Royal Panteer Calton fährt eine Turboliftkabine in das 1. Untergeschoß zum Oberen Gleiterhangar des Hotels. Als sich die Tür öffnet, gleitet die massige Gestalt eines Hutten aus dem Fahrstuhl heraus und in ein bereits vorgefahrenes, repulsorgetriebenes Gleiter-Skiff. Der Hutte hat einen monokularen Visor in sein rechtes Auge geklemmt und einen weißen Schal um sein Haupt gelegt. Umschwirrt wird er von einer Schar von Begleitern - Gesangslehrern, Stimmbildnern und Atemtechnikern, von Maskenbildnern, Gardrobieren, Repetitoren und Leibwächtern. Wenige Augenblicke später verläßt eine Kolonne von zwölf luxuriös ausgestatteten Gleiterskiffs das Royal Panteer und fährt - eskortiert von einer Swooper-Staffel der vestarinischen Bereitschaftspolizei - über die Cornisse zur König-Darrus-Allee."
    Wer davon Kenntnis hat:
    Angestellte des Royal Panteer sowie Beamte des gräflichen Innenministeriums und der Hofkanzlei.


    (Ereignis/Gerüchte):
    Wenig später in der vestarinischen Hauptstadt Pareen. Entlang der Strecke von der Cornisse über die König-Darrus-Allee zum Graf-Elmond-Forum wurden die Verkehrszeichen auf grün gestellt. Ungehindert rast eine von einer fünfköpfigen Swooperstaffel angeführte Kolonne von zwölf Gleiterskiffs vom Royal Panteer Calton zur Vestarinischen Hof- und Nationaloper. Die Vestarinieri, die zufällig Augenzeugen dieses Ereignisses werden, staunen nicht schlecht, denn ein derartiges Aufgebot an huttischen Gleitern hat man in Pareen noch nicht gesehen.
    Wer davon wissen kann:
    Passanten und zufällige Beobachter an der Strecke Cornisse - König-Darrus-Allee - Graf-Elmond-Forum sowie Beamte des gräflichen Innenministeriums und der Hofkanzlei.


    (Ereignis/Nur informierten Kreisen bekannt):
    15:00 Uhr. In der vestarinischen Hauptstadt Pareen fahren zwölf luxuriös ausgestattete, huttische Gleiterskiffs vor dem Bühneneingang der Vestarinischen Hof- und Nationaloper vor. Als der Hutte aus dem mittleren Skiff gleitet, wird er bereits vom Generalintendanten, vom Chefdramaturgen und vom Verwaltungsdirektor in Empfang genommen und in seine Garderobe geleitet.
    Wer davon Kenntnis hat:
    Arbeiter und Angestellte der Vestarinischen Hof- und Nationaloper Pareen
    "Perchè io so io e voi non siete un cazzo!"
    Marchese Onofrio del Grillo
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    (Ereignis/Nur informierten Kreisen bekannt):
    15:25 Uhr. In der vestarinischen Hauptstadt Pareen fahren am Bühneneingang der Vestarinischen Hof- und Nationaloper einige Staatsgleiter vor, die - vom Neuen Schloß kommend – von einer Staffel von elf Swoopern der Polizei hierher eskortiert wurden. Einem der Gleiter entsteigen Ihre Serenitäten Graf Alessio IV. Vesta und Regentissa Alyssa IX. Vesta-Alde von Riethal. Sie werden vom Generalintendanten der vestarinischen Hof- und Staatstheater, vom Generalmusikdirektor, vom Chefdramaturgen und vom Verwaltungsdirektor der Hof- und Nationaloper in Empfang genommen und ins Große Foyer der Oper geleitet. Dort begrüßt Graf Alessio den Komponisten der geplanten Revan-Oper, K'kmar Griyes und die Librettistin Stasia Meto, die ihm von Guldo Bendis vorgestellt werden. Der Caunte drückt dem Künstlerduo gegenüber seine erwartungsvolle Vorfreude aus und spricht davon, daß er sich von der kommenden Revan-Oper ein Bühnenweihefestspiel erwarte.
    Um 15:31 Uhr informiert der Inspizient den Generalintendanten, daß der Sänger nun in Stimmung sei, aufzutreten. Während das Künstlerteam um den Generalintendanten im Zuschauerraum Platz nimmt, begeben sich Graf Alessio und Regentissa Alyssa in die Hofloge. Ehe sie diese erreichen, empfiehlt sich die Regentissa kurz, um dem vor seinem großen Auftritt stehenden Künstler noch persönlich Glück zu wünschen. Einige Minuten später gesellt sie sich zu dem in seiner Loge sitzenden Neffen, der ihr zuraunt:


    A.V.: "Und?"

    A.: "Er sagt es nicht, aber er hat Lampenfieber..."

    A.V.: "Na, dann hoffen wir, daß das Problem kleiner ist, als wir befürchten..."

    Um 15:49 Uhr gleitet der Hutte auf die Bühne. Der zarte Bronzeton seiner Haut ist mit schwarzer, schleimfester Ganzkörper-Schminke überdeckt - ganz so, wie es die Rolle des Hutten Ajuur erfordert. Guldo Bendis erhebt sich und begrüßt den Künstler:

    G.B.: "Herzlich Willkommen, Herr Glabro. Mein Büro hat Ihnen ja die Noten der von Maestro Griyes extra für Sie komponierten Ajuur-Arie übersandt. Ich hoffe, Sie hatten Gelegenheit, sie zu studieren. Sevolina Mitta wird sie begleiten. Sie ist unsere beste Repetitorin..."

    Nachdem der den Hutten begleitende Protokolldroide die Worte des Generalintendanten übersetzt hat, antwortet dieser:

    G.N.: "Mee hagwa seenga gee ootmian bandaneesta! Or gee cheeka!
    Mee seenga gee myo footoo bandaneesta!"

    ODX: "Der stimmgewaltige Glabro sagt, daß er nicht mit fremden Musikern singt; und auch nicht mit Mädchen! Der Allergnädigste hat seinen eigenen Begleiter dabei, Herrn Glounn Gled."

    G.B.: "Ganz wie Sie wünschen, Herr Glabro..."


    Der Hutte brüllt etwas in die Kulisse und bald tritt ein schmächtiger Mensch mit wirren Krauslocken auf die Bühne. Er lächelt schüchtern ins Publikum, dann nimmt er an dem herrlichen Instrument Platz, einem großen Keybed a Cauda der Marke Zaynway & Söhne. Gled steht noch einmal auf, korrigiert die Höhe seines Hockers, lächelt entschuldigend zu Glabro hinüber, dann greift er in die Tasten:

    Musikalische Untermalung:


    Ein erster Akkord erklingt. Der Hutte wirft sich in eine extrovertiert-dramatische Pose und rollt mit den Augen. Der Keybedist wiederholt den Anfangsakkord in schneller Folge, dann erhebt Glabro seine Stimme.


    A.V.: "Mutter der Monde!!!"


    - entfährt es halblaut dem Grafen und seine Tante raunt ihm - unbeirrt weiterlächelnd - zu:


    A.: "Ja, wir haben ein Problem..."

    In den Gesichtern der übrigen Anwesenden gefriert das Lächeln. Chefdramaturg Dr. Sanaasar blickt starr an die Decke, Maestro Rakajani zuckt unter dem Gehörten bisweilen zusammen, K'kmar Griyes' Augen sind schreckgeweitet und auch die Stirn der Togruta legt sich in Falten. Glabro bemerkt davon nichts. Wieder und wieder zitiert er die klassischen Sängergesten - Herzgriff, Nierengriff, Stirngriff sowie die große und die kleine Armausbreitung. Dazu intoniert er scharf an den zu treffenden Tönen vorbei, tremoliert leiernd, falsettiert auf den Spitzentönen und stößt seine Aushalttöne mit einem beinahe schmerzbereitend langsam schwingenden Vibrato aus, das einen ungehörten Tonumfang hat. Nahezu konsonantenlos gleitet er schmierend über die Intervallsprünge von Ton zu Ton und färbt seine geschluchzten Vokale in undefinierbaren Schattierungen.

    Endlich kehrt wieder Stille ein. Die Regentissa beendet das betretene Schweigen im Saal:

    A.: "Bravo! Ganz wunderbar!"

    Dazu klatscht sie so lange bis auch die noch unter dem Schock des eben Gehörten stehenden Übrigen mechanisch zu klatschen beginnen. Ungläubig zischt ihr der Neffe zu:

    A.V.: "Das soll gut sein??? Wenn dieser Hutte in der Revan-Oper singt, dann macht er ganz Vestarin zum Gespött!"


    Leise und immer noch lächelnd entgegnet ihm die Regentissa:

    A.: Natürlich. Sein Gesang ist so grauenvoll, daß wahrscheinlich noch in Riethal der Wein in den Fässern sauer wird. Aber es hilft nichts: Wir werden ihn engagieren und das Problem anders lösen müssen. Irgendwie und endgültig..."

    Wenig später findet sich das Auditorium auf der Bühne ein. Mit großem Gestus eilt Alyssa Vesta-Alde dem aufgrund der hinter ihm liegenden, anstrengenden Darbietung noch immer schwitzenden Sänger entgegen:


    A.: "Ganz außergewöhnlich, Glabro. Ich muß Euch gestehen, daß Ihr jede Faser in mir zum Beben gebracht habt. Und auch mein Neffe, der Caunte, war tief bewegt. Nicht wahr, Lessy?"

    Der Graf stockt kurz, dann akkordiert er unbewegt:

    A.V.: "Ich habe so etwas nicht für möglich gehalten! Aber man hört es und sagt sich: Glabro!"

    An den Intendanten und dessen Künstlerteam gerichtet, meint die Regentissa launig-bestimmt:

    A.: "Wir nehmen an, daß einem Engagement nichts mehr im Wege steht. Nicht wahr?"


    Wortlos schütteln Generalintendant und Dirigent die Köpfe. Abermals wendet sich die Cauntessa-Dovagra an Glabro:


    A.: "Da hört Ihr's Glabro. Man ist begeistert!"


    Guldo Bendis, der bei der Revanoper die Regie übernehmen wird, kann sich dazu durchringen, den Äußerungen seiner Vorrednerin noch eine Bemerkung hinzuzufügen:


    G.B.: "Ja. Das muß es wohl gewesen sein. Aufwühlend! Geradezu erschütternd! Was soll man sagen? Ich fand auch Euren sängerischen Gestus sehr... ...eindrucksvoll... und ausdrücklich..."


    A.: "Na bitte, Glabro: Ausdrücklich eindrucksvoll. Wenn das nix is'?"

    Auf den Komponisten weisend, der mit einem Weinkrampf kämpft, meint sie:

    A.: "Und selbst unseren verehrten Maestro Griyes scheint Ihr mit Eurem Vortrag bewegt zu haben..."


    Graf Alessio repliziert trocken:


    A.V.: "Die Tränen der Rührung stehen ihm noch im Gesicht..."

    Der Hutte, von seinem errungenen Erfolg begeistert, wendet sich mit gestärktem Selbstbewußtsein an den noch immer verdattert dastehenden Komponisten:

    G.N. "Soonga sa ree hunka, K'kmar! Nopa goola bata peetch shag!
    Mee naga seenga myo footoo soonga: >Pukaa Pukaneekee< mo >Bocha crispan, Bandan wispan<, he, he, he...
    Vopa un Foonta! Ho, ho, ho..."

    K.G.: "Wie meinen?"

    A.: "Glabro meint, daß die Arie ein wenig langweilig sei und vor allem zu kurz. Er möchte lieber eine Arie singen, in der er seine Stimme voll zeigen kann - >Dunkelrote Blumen< beispielsweise oder >Schweigende Lippen, flüsternde Klänge<. So etwas kann man doch bestimmt ins Stück einlegen, Herr Griyes. Nicht wahr?"

    Während der Komponist sprachlos ist, antwortet die Togruta:

    S.M.: "Finden Serenität nicht, daß das überhaupt nicht in das Stück passt? Das sind Titel der Unterhaltungsmusik..."


    A.: "Gewiß. Aber man will ja auch bei geistigen Genüssen ein wenig unterhalten sein... Und wenn Glabro so viel daran gelegen ist, so etwas zu singen... Noch dazu, wenn diese Stücke für seine Stimme wie gemacht sind..."


    G.N.: "Mee seenga ateema!"

    Alyssa protestiert lächelnd:

    A.: "Nopa ateema, Glabro! Bata u seenga che je kagwa noleeya doe Royala Panteera.
    Che je solo, Meesku!"


    Glabros Augen weiten sich in glühender Vorfreude:


    G.N.: "Cheeka ma! He, he, he..."

    Beim Verlassen der Oper raunt der Generalintendant dem Grafen zu:


    G.B.: "K'kmar Griyes wird uns abspringen, Serenität!"


    A.V.: "Bieten Sie ihm die doppelte Gage, Bendis!"


    G.B.: "Das wird nicht genügen, fürchte ich..."


    A.V.: "Dann eben das Dreifache. Und sagen Sie ihm, daß wir eine Lösung finden werden..."




    (Ereignis/Gesellschaftliches Thema):
    Baronie Sanaaka, 16:17 Uhr. Die Swooper haben den spektakulärsten Teil der heutigen Tagesstrecke - die Bergetappe mit ihren atemberaubenden Aussichten und gefährlichen Abgründen - hinter sich gelassen. Nach der Durchquerung von Trisent haben sie zum Endspurt angesetzt. Bis ans Letzte reizen die Piloten die Leistungsfähigkeit ihrer heulenden Triebwerke aus. Um die auf den Serpentinen des Hochgebirges verlorene Zeit wieder aufzuholen, riskieren einige der Swooper waghalsige Überholmanöver. Hinter dem Städtchen Bolzan geht es zum Ziel der zweiten Tagesetappe hinunter: zur Baroniehauptstadt Deedit.
    24.7 Millionen Zuschauer verfolgen auf AHN-3 das atemlose Jagen der Swooper um den Tagessieg. Der Pulk der Spitzenfahrer hat bereits die Vororte von Deedit erreicht und rast durch die Außenbezirke der Millionenstadt. Die Piloten rangeln um die Führungsposition, sie liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen! Dann endlich um 16:36 Uhr schwenken die Spitzenfahrer auf die Zielgerade, die Schloß-Allee ein. Nur noch ein klick bis zur Ziellinie; ...noch 500 gSM, ...400, ...300, ...200, ...100, ...Aus! Mit einer Nasenlänge Vorsprung gewinnt Cu'Murpo für das Team Sivron vor Vhoo Brinu auf ihrer Kakkran Daggerstar und Bino Dinelli für das Team Glabro.
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    Marchese Onofrio del Grillo
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    (Ereignis/Gesellschaftliches Thema):
    Baronie Sanaaka, 20:17 Uhr. Nachdem die Tagessieger in dem zu diesem Anlaß frisch renovierten Deediter Kongreßzentrum ihre Trikots erhalten haben (Vhoo Brinu/Team Brinu = Blau, Cu'Murpo/Team Sivron = Orange, Niq K'ek/Team Nekon = Grün und Bino Dinelli/Team Glabro = Rot), feiern die Fans in der dortigen Zoneball-Halle der Stadt eine ausgelassene Party.



    (Ereignis/Geheim):
    Spoiler anzeigen
    Zur gleichen Zeit verläßt ein Limousinengleiter mit getönten Scheiben das Neue Schloß durch einen Nebeneingang und fährt über den steilen Kanzlersteig in die Innenstadt hinunter. Vorbei am Odeum des Melodischen Ordens und an der Alde-Plaza kreuzt der Gleiter die Graf-Telon-Allee und biegt in eine Seitenstraße ein, die zur Rückseite des Royal-Panteer-Komplexes führt. Im Unteren Gleiterhangar - der sich öffnet, nachdem der Fahrer sich elektronisch ausgewiesen hat – hält das Fahrzeug vor einem der Aufzugsschächte. Begleitet von zwei Leibwächtern steigt eine Dame aus dem Fond des Gleiters und fährt zum Eigner-Penthouse auf dem Dach des Gebäudes. Wiederum muß die Dame sich ausweisen. Wenig später betritt sie ein großzügiges Appartement...

    Zweieinhalb Stunden und ein Abendessen später verläßt die Dame das Royal Panteer wieder und kehrt auf dem selben Weg ins Neue Schloß zurück, auf dem sie dieses verlassen hat.
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    Marchese Onofrio del Grillo

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    (Ereignis/Nur informierten Kreisen bekannt):
    Graf Alessio sitzt spät abends im Ecksalon und studiert noch einige Akten auf seinem Holopad. Zardul Surak tritt durch das geschickt in der Wandgliederung verborgene und erst auf den zweiten Blick erkennbare Dienstbotenschott ein. Alusimander, der possierliche Orohaubensittich des Schlossherrn, quittiert dies mit einem wohlwollend-beruhtigen Quaxen, dann steckt er den Schnabel wieder in sein aufgeplustertes Brustgefieder um weiter zu dösen. Sich verneigend serviert unterdessener Surak seiner in der bequemen Polstercouch sitzenden Herrschaft frisch übergossenen T'ill- so wie dieser ihn bevorzugt: ohne alles.

    A.V.: "Danke Zardul."

    Surak verneigt sich, macht aber keine Anstalten, den Raum zu verlassen. Ohne aufzublicken meint der Caunte:


    A.V.: "Ist noch etwas, Zardul?"


    Z.S.: "Nein, eigentlich nicht. Aber... ...ich bräuchte morgen Abend einige Stunden frei."


    Nun hebt der Graf seinen Blick.


    A.V.: "Frei?"

    Z.S.: "Jawohl, gnädiger Herr."


    A.V.: "Aber warum denn das?"


    Z.S.: "Es ist... ...Ich habe auf dem Sponsorenempfang eine alte Bekannte wiedergetroffen..."


    A.V.: "Auf dem Sponsorenempfang? Unter den Sponsoren? Eine Bekannte? Na, so was!"


    Z.S.: "Es handelt sich um Giza Sivron. Eine Gold-Sponsorin und ich würde sie gerne zum Essen einladen. Irgendwo in die Stadt, in ein kleines Restaurant..."


    Schmunzelnd antwortet der Graf:

    A.V.: "Na ja, wenn sich's bei Ihrem Anliegen um einen Akt der Sponsoren-Betreuung handelt, dann tun's halt ruhig Ihre vaterländische Pflicht..."

    Z.S.: "Serenität geben mir also frei?"


    Der Graf nickt und Zurak will den Ecksalon bereits freudig verlassen, als der Rufton des Kommunikators einen eingehenden Holoruf meldet.


    Z.S.: "Es ist Ihre Serenität."

    A.V.: "Ist sie schon wieder da? Das ging aber schnell!"

    Z.S.: "Sie würde noch vorbeikommen, Herr Graf."

    A.V.: "Na, meinetwegen."

    Wenig später betritt Alyssa Vesta-Alde den Ecksalon im Gräflichen Appartement:


    A.: "Es ging besser, als befürchtet. Und ich denke, wir sind auf einem guten Weg..."

    A.V.: "Er will nicht mehr auftreten?"

    A.: "Aber Bübi! Wo denkst hin? Nein. Davon läßt er sich nicht abbringen. Aber ich habe ihm ein Geschäft angeboten, das er nicht abschlagen kann und das uns mit einem Schlag von allen Schulden befreit..."

    Die Regentissa von Riethal betätigt die Music-Box und es erklingt ungehörig laute Musik. Dann bleibt sie noch etwa eine Stunde im Appartement des Grafen, ehe sie sich in das für sie reservierte, Gelbe Appartement zurückzieht.
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    (Ereignis/Gesellschaftliches Thema):
    10:00 Uhr. In Deedit startet die dritte Etappe der Tour de Swoop um den 1. Graf-Narin-Preis. Vhoo Brinu, die in der Gesamtwertung führt, trägt das begehrte blaue Trikot, der Sieger der Vortages-Etappe, der auf einer Lhosan Thunderbolt fahrende Cu'Murpo vom Team Sivron das orangefarbene. Der für das Team Nekon startende Nautolaner Niq K'ek präsentiert sich im umweltbetonten grünen und Bino Dinelli aus Glabro Nijiladiis Rennstall im roten Trikot. Sobald die nur noch 41 Swooper Vestarins größte Stadt Deedit verlassen haben, geht es entlang der wild zerklüfteten Nordküste der Baronie Sanaaka nach Osten...



    (Ereignis/Geheim):
    Spoiler anzeigen
    Zur gleichen Zeit betreten Ihre Serenitäten, Graf Alessio und Regentissa Alyssa den abhörsicheren Lage-Raum in den Gewölben unterhalb des Neuen Schlosses zu Pareen, wo sie von einigen hochrangigen Offizieren in Zivil erwartet werden.
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    Marchese Onofrio del Grillo

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    (Allgemein bekannt):
    Racassa
    Wer vom >mondänen Racassa< spricht, meint in der Regel die östliche Hälfte dieses südlich der vestarinischen Hauptstadt gelegenen Pareener Vororts, der als eine der exklusivsten Wohngegenden Alderaans gilt und wo die Reichen und Schönen ihre Luxusanwesen haben. Diese thronen über der hier sich aus dem Meer erhebenden Pareener Küstenschwelle - jener bis zu 30 gSM hohen, mittelzoischen Zendelformation, die sich von Vilabaccho im Süden bis zur Hauptstadt erstreckt und nördlich von Racassa bogig zurückweicht, um der Bucht von Pareen Raum zu geben.

    Je nach Geschmack und Erfordernissen der Besitzer haben im Ostteil Racassas Industriemagnaten und Synthbarone ihre eleganten Villen oder burgartigen Festungsanlagen, die von großzügigen Parks und Gärten umgeben werden. An den nach Alderaanischen Künstlern und Philosophen benannten Straßen schützen hohe Mauern und undurchdringliche Hecken die palastartigen Anwesen der Superreichen und schirmen sie ab vor den neugierigen Blicken der Unberufenen.

    Auch westlich der nach Süden führenden großen Ausfallstraße, der Sessliner Chaussee, ist der Charakter Racassas von dem einer Gartenstadt geprägt. Ohne Seeblick oder gar einen eigenen Anlegesteg mit privatem Badeplatz am Meer leben hier die Gut- und Besserverdienenden Pareens in Ein- und Mehrfamilienhäusern, deren Ausstattungsqualität nach Westen hin abnimmt. Hier liegt auch das Zentrum des ehemaligen und inzwischen längst eingemeindeten Dorfes Racassa - der jetzt >Marcheto os Flavores< (Blumenmarkt) genannte, ehemalige Nerf-Markt. Um das Platzgeviert, in dessen Zentrum eine alte Kriin-Eiche in einer gepflegten Grünanlage aufragt, haben einige kleine aber ausgesuchte Einzelhändler ihre Ladenlokale und die hier situierten Dienstleister und Handwerksbetriebe haben sich ganz auf die benachbarte, exklusive Kundschaft ausgerichtet. Westlich davon erstreckt sich auf dem Gelände einer uralten Befestigungsanlage das Bürgerzentrum >Aldeschanz< mit Kultureinrichtungen und Nahversorgern, in denen auch weniger Betuchte ihren täglichen Bedarf beriedigen können.

    Am südlichen Ende des Vororts - westlich der Sessliner Chaussee an der Straße >Os Trencicòttes< gelegen - erstreckt sich die ehemalige Baron-Lois-Kaserne, die seit der Rückeroberung durch das Haus Vesta den Namen >Graf-Narin-Kaserne< trägt. Bis vor einem Jahr war hier eine Gardeeinheit der VSP in Brigadestärke stationiert, inzwischen wird sie überwiegend vom Gräflichen Militär genutzt.



    (Ereignis/Geheim):
    Spoiler anzeigen
    14:56 Uhr Pareen-Racassa, Os Trencicòttes 52. In einem besonders abgeschirmten Bereich der Graf-Narin-Kaserne endet im Lagezentrum des Militärischen Abwehrdienstes eine geheime Besprechung. Einziger Tagesordnungspunkt: Die Operation >Wurmbefall<.
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    Marchese Onofrio del Grillo

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    (Ereignis/Gesellschaftliches Thema):
    18:28 Uhr. Kreisstadt Guhn. In der am gleichnamigen Förd gelegenen Kreisstadt findet die Prämierung der Sieger der dritten Tagesetappe statt. Den ganzen Tag jagten die Swooper an der wildromantisch zerklüfteten Synthküste entlang. Von Deedit ging es zunächst entlang des Loiser Vorgebirges aus der sich auf den Synthafener Förd öffnenden Deediter Bucht in den Lois-Sund. Gegen Mittag passierten die Fahrer die unterhalb des 1.559 gSM hohen Maunte Fara gelegene Kreisstadt Lois, über der in der Bergflanke eine riesige Aushöhlung von etwa 80 gSM Länge, einer Tiefe von 25 und einer Höhe von über 50 gSM gähnt, die von einem aufgegebenen Synthbruch herrührt. Nachdem die Swooper die kleine Hafenstadt Talien durchquert hatten, ging es am Ostufer des Lois-Sunds entlang, vorbei an der wegen ihrer seltenen Flora und Fauna unter strengem Schutz stehenden Oro-Insel. Dann jagten die Rennteilnehmer um die leuchtend weißen Synth-Klippen des Vorgebirges von Pildirino und erreichten den Guhn-Sund gegen 15:00 Uhr. Obwohl die Strecke sehr kurvenreich ist, versuchten einige Fahrer die Höchstgeschwindigkeit ihrer Maschinen von bis zu 600ck/Std auszureizen, was zu zwei schweren Unfällen führte. Um 16:21 Uhr erreichte der für das Team Arakyd gestartete Gran Yegi Peel die Ziellinie, der damit das orange Trikot errungen hat, dicht gefolgt vom Vortagessieger Cu’Murpo vom Team Sivron, dem aufgrund seiner Gesamtzeit das blaue Trikot zuerkannt wurde. Dritter wurde Bino Dinelli, der schon gestern das rote Trikot erhielt und dem dieses abermals zugesprochen wurde. Am wenigsten Treibstoffverbrauch hatte die Quarren Qys Jol (grünes Trikot). Ausgeschieden sind der für SoroSuub fahrende Sullustaner Ibro Yyhnteerb, die als eigenes Team gestartete Mandalorianerin Vhoo Brinu, sowie die Duro Somo Trag und der Kel Dor Dees Uhre, die ebenfalls als eigenes Team angetreten sind. Damit gehen von den ursprünglich 42 in Bartyn gestarteten Fahrerteams morgen nur noch 38 ins Rennen um die vierte Tagesetappe, die von der Baronie Sanaaka in den Bezirk Rie’ekan führen wird.



    (Ereignis/Nur informierten Kreisen bekannt):
    19:01 Uhr, Pareen. Auf Holonet Pareen berichtet die Abendschau über die Rennergebnisse des heutigen Tages. Im Dachgeschoß des Naberrie-Flügels steht Zardul Surak vor seinem Kleiderschrank und ist verzweifelt. Was soll er nur anziehen? Sein neuester Anzug ist immerhin auch schon 4 Jahre alt. Er schlüpft hinein und betrachtet sich im Reflektor.

    Z.S.: „Naja. Nicht mehr ganz en vogue...“

    Tatsächlich sind die Ärmel ein wenig abgeschabt und das Innenfutter an einigen Stellen zerfranst, was wohl zu verschmerzen wäre. Aber die abgewetzten Stellen? Was soll er nur tun? Er kann doch zu seinem Rendezvous nicht im Kammerdienerfrack gehen! Eben meldet Holonet Pareen, daß Gizas Team das Blaue Trikot erobert hat.

    Z.S.: ‚Was für eine Nachricht! Das wird Giza freuen.’

    Schließlich faßt sich Zurak ein Herz, packt seinen Helm und fährt mit dem wegen seines Alters ungebührlich laut surrenden Turbolift ins Erdgeschoß, wo er seinen Swooper, eine Lucky-77, besteigt, deren angejahrte Triebwerke beim hochtourigen Fahren ein metallenes Scheppern von sich geben. Er lenkt sie aus dem kleinen Binnenhof durch eine Durchfahrtshalle, passiert einen weiteren Innenhof und erreicht ein von zwei Blasterinieri bewachtes Tor, die sofort in Habachtstellung gehen. Surak grüßt die beiden lässig, dann fährt er in gemütlichem Tempo über den Kanzlersteig in die Stadt hinunter. Linkerhand liegt am Rand der verwinkelten Altstadt das Odeum des Melodischen Ordens, vor dem sich eine Menge Besucher in Abendgarderobe eingefunden hat – augenscheinlich findet hier ein Konzert statt. Wenige Meter weiter macht der Kanzlersteig eine Linkskurve. Hier erhebt sich rechts das am Fuß des Maunte Pilotta errichtete Luxus-Hotel Makeb Gardens, das bereits zur Alde-Plaza zählt – zu Pareens elegantestem Einkaufszentrum. Doch Suraks Ziel ist nicht die hochpreisige Ware im Galiondor oder in einer der teuren Boutiquen, sondern ein kleines Geschäft in der links vom Kanzlersteig abzweigenden Meloditengasse – >Sebb Rukruns feine Herrenbekleidung – Verleih und Maßanfertigung<.
    Der Eigner, ein älterer Ishi Tib mit rauher Stimme begrüßt den Eingetretenen:


    „Guten Abend, der Herr, was kann ich für Sie tun?“


    „Ich bräuchte einen dunklen Anzug für heute abend. Elegant, aber nicht überkandidelt...“


    Der Amphiboide blickt seinen Kunden abschätzend an.

    „Größe N 5, mal sehen...“


    Dann verschwindet er in einem angrenzenden, schlauchartigen Gang, an dem rechts in drei Reihen übereinander Herrenkonfektionsware hängt, während sich links Schachteln und Regale mit Accessoires und Schuhen türmen. Wenig später kehrt der Ishi Tib mit drei Anzügen über dem Arm zurück. Zardul Surak geht in eine der Umkleidekabinen und probiert den ersten, einen nachtblauen Zweiteiler an.

    ‚Paßt.’

    - denkt er sich und will schon glücklich seinen Credit-Stick ziehen, als der Ladenbesitzer lächelnd meint:

    „Das habe ich mir gedacht, daß sie das konservative Modell bevorzugen. Sie sollten aber auch die Kombination probieren. Die könnte ihrem Mädel gefallen...“

    „Woher wollen Sie wissen, daß ich mit einer Dame verabredet bin?“

    „Augen und Köpfchen!“

    „Wie bitte?“

    „Sehen Sie: Sie kommen hierher mit einem Aufzug, der – Pardon – schon vor dem Ende der Lois-Regierung aus der Mode kam. Daraus folgere ich, daß Sie bei Hofe beschäftigt sind, sonst nur eine Dienstuniform tragen, wenig Freizeit haben und unverheiratet sind, denn sonst würden sie längst nicht mit einer so abgeschabten Jacke zu mir kommen. Warum also, wenn nicht wegen einer unlängst gemachten Damenbekanntschaft, würden Sie plötzlich Ihre Gewohnheiten ändern?“

    Zardul Surak ist sprachlos. Ohne Widerstand zu leisten, läßt er sich abermals in die Umkleide führen und sich – nachdem er die helle Hose angezogen hat – auch noch in die dazu passende, nachtblaue Jacke helfen. Der gräfliche Kammerdiener ist noch immer so verblüfft, daß er den Ausführungen des Verkäufers kaum folgt:

    „Das ist echt alderaanisches Grazerhaar. Eine erstklassige Qualität und überaus atmungsaktiv. Gerade bei Ihrer empfindlichen Haut. Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich habe selber Probleme mit trockener Haut. Ist auch kaum getragen...“


    Als er sich im Spiegel betrachtet, muß auch Surak dem Ishi Tib zugestehen, daß ihm die Kombination sehr gut steht.

    „Ich hätte auch noch passende Schuhe dazu...“


    „Aber ich habe doch...“

    „Treter.“

    Einige Augenblicke später besteigt Zardul Surak von Kopf bis Fuß neu gekleidet seine Lucky und fährt knatternd in Richtung Neustadt...



    (Ereignis/Nur informierten Kreisen bekannt):
    19:57 Uhr, Pareen, Halle des Hotels Sunmaris. Zardul Surak betrachtet sich in einem der großen hier aufgehängten Spiegel. Ja, es war längst an der Zeit gewesen für einen neuen Anzug und so ist er mit sich zufrieden, daß er dem Ishi Tib die Kombination gleich abgekauft hat, anstatt sie sich nur zu leihen. Und wer weiß? Vielleicht würde Giza mit ihm ja häufiger ausgehen...
    Die Turbolift-Türen öffnen sich. Die aussteigende Twi’lek trägt ein hellblaues Abendkleid, das hervorragend zum Gelbton ihrer Haut und zur Zeichnung ihrer Lekkus paßt. Zardul geht ihr entgegen, küßt ihr galant die Hand und überreicht ihr den bei einer Blumenhändlerin am Straßenrand erstandenen Strauß:


    „Guten Abend, meine Liebe, und herzlichen Glückwunsch zum Blauen Trikot!...“
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    Marchese Onofrio del Grillo

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    (Ereignis/Nur informierten Kreisen bekannt):
    Kurz nach 20:00 Uhr besteigen Giza und Zardul dessen Swooper und stürzen sich ins Verkehrs-Gewühl. So viel passiert hier gleichzeitig und so schnell, als befände sich die vestarinische Hauptstadt beständig in einem kollektiven StimCoffeinrausch. Im Odeum des Melodischen Ordens finden Lieder- und Kammermusikabende statt, in der Eleusion Philharmonie geben die Gräfliche Hofkapelle oder die Vestarinischen Staatsphilharmoniker Konzerte und aus Clubs und Cantinas dringen laute Beats und wummernde Bässe. Modeboutiquen präsentieren ihre Modelle in glitzernden Schaufenstern und große Holo-Tafeln weisen auf bevorstehende Ereignisse hin. Reihenweise blitzen feine Gold- und Silberschmuckarbeiten aus den Auslagen und Vitrinen der Juweliere, und im Innern kann man kostbare Juwelen und funkelnde Edelsteine erstehen. Vor den Auslagen der Geschäfte drängen sich Menschen und nichthumane Species und dazwischen bieten Straßenverkäufer geröstete Sternblüten, kandierte Mujas oder ein rundes, lilafarbenes Gebäck mit dem Namen >Joganna< an. Der Verkehr auf den Straßen der regelmäßig angelegten Neustadt muß dem Außenstehenden chaotisch erscheinen. Ohne auf die Verkehrszeichen zu achten, kreuzen Passanten die Fahrbahnen der Gleiter, drängeln Jugendliche auf knatternden Swooper-Bikes vorbei, auf denen hier schon mal bis zu sieben Personen sitzen. Begleitet wird das tägliche Chaos von einem beständigen Hupkonzert - man hupt, weil einem die Vorfahrt genommen wurde, weil es nicht weiter geht oder einfach um anzuzeigen, daß man auch da ist.

    Jenseits der Graf-Telon-Allee tauchen Zardul und Giza in das malerische Gassengewirr der Altstadt ein. Im Labyrinth der dunklen Häuserschluchten wimmelt es von kleinen Geschäften, Werkstätten, Bars, Garküchen, StimCaf-Stuben, Tempeln und Brunnen. Haushalts- und Lederwaren, Stoffe, Gewürze, Antiquitäten und Produkte des Kunstgewerbes aber auch Kitsch und Nippes sind hier zu entdecken. Dazu gehören zum Beispiel die kleinen mit Miniaturen bemalten Pareener Schatullen, Kleinmöbel aus dem dunklen Holz der Kriin-Eiche oder rotem Uwaholz mit Einlegearbeiten aus Perlinmutter oder Meerkrott sowie herrlich glasierte Keramikarbeiten. Die ordentlich aufgeschichteten Waren quillen geradezu aus den Geschäften und breiten sich in die schmalen Gassen aus. Mal grüßt ein zahnloser Mann von seinem Balkon, mal glaubt man, gerade Zeuge eines Drogendeals geworden zu sein. Und ein paar Schritte weiter stößt man auf Secondhand-Läden, in denen sich Touristen mit abgewetzten Lederjacken eindecken. Hier und da schenkt ein Fruchtsaftverkäufer >L'lahsh< aus großen verzierten Kannen aus, in einer anderen Ecke wickeln Straßenhändler wild gestikulierend ihre Geschäfte ab. Kleinkrämer schieben repulsorgetriebene Marktstände vor sich her, machen mit kräftiger Stimme auf sich aufmerksam und allerorten wird lustvoll um Preise gefeilscht – es herrscht ein fortwährender Trubel von morgens bis abends. Fast immer flattert bunte Wäsche an über die Straßenschluchten gespannten Leinen und an jeder zweiten Wand hängt ein Heiligenschrein mit einem Bild des Heiligen Elmond umrankt von frischen Blumen und bestückt mit den Holos kürzlich Verstorbener. Die Gassen können noch so schmal sein – auch hier hallen die Hauswände vom Knattern und Heulen der Swooper wider, vor denen man nirgendwo sicher ist.

    Nur im Schrittempo kommen Zardul und Giza in dem Getümmel voran. Sie queren die Plazza Samkelletor und fahren danach durch eine überwölbte Passage, in welcher überwiegend Textilien verkauft werden. Frauen wühlen in dem reichhaltigen Angebot an Tüchern, Hosen, Kleidern, Hemden, Socken und Unterwäsche. Unmittelbar darauf geht über die steile Veinierizeile bergan, die ihren Namen von den ehdem hier befindlichen Weingärten hat. Alle paar Meter steht am Straßenrand ein Swooper mit einem knutschenden Pärchen darauf. Endlich hält Zardul seine Lucky etwa auf halber Höhe des Maunte Pilotta an. Gegenüber befindet sich der Eingang zu einer kleinen Candina, wie die Cantinas in Vestarin genannt werden. Aus dem Innerem fällt ein warmes Licht auf die Straße und leise Musik dringt heraus.


    Musikalische Untermalung


    Hier oben, wo vom unablässig lärmenden Verkehrsgewimmel Pareens nur noch ein gedämpftes Murmeln herauf dringt, gewahrt Giza die Schönheit des Alderaanischen Sternenhimmels. Groß und silbern prangt der Alderaans Mond am funkelnd bestirnten Firmament. Knapp über dem Horizont strahlt im Osten über dem Meer der Planet Avishan in kühlem Weiß und im Südwesten schimmert Arivandel in einem rötlichen Braunton. Zardul wendet sich an seine Begleiterin:


    Z.S.: "Das ist das >Ol Vingas<. Hier verkehren nur Einheimische und man kriegt hier die besten Vestarinjette von ganz Pareen!"

    Nachdem sie ihre Helme unter dem Sattel des Swooper-Bikes verstaut haben, reicht Zardul seiner Dame den Arm und die beiden überqueren die Straße. Der Gastraum ist voll besetzt. In einer Ecke sitzt ein Greis, der seiner siebensaitigen Hallikset melancholische Töne entlockt. An allen Tischen sitzen Vestarinieri bei Essen und Wein und unterhalten sich. Weiter hinten kneten zwei breitschultrige Männer mit tätowierten Armen den Teig für die besten Nudeln der Stadt und in dampfenden Kesseln gart die Glockaw-Sauce. Die aus den gleichnamigen, blutroten Früchten hergestellte Sauce wird in der Galaxis vor allem zu Nerfsteaks und Scrimpi gereicht. Doch in Vestarin gart man darin Fisch, Fleisch und Meeresfrüchte. Glocca, wie sie hier genannt wird, kommt auch über die Nudelgerichte – die langen und dicken Vestarinjette ebenso, wie über die dünnen Gracciavèrmoli oder die gekräuselnden Curlitte. An der Theke wendet sich Surak an den Kellner und erklärt, er habe einen Tisch für zwei Personen auf der Terrasse reserviert. Die beiden folgen dem Angestellten, verlassen den lauten Gastraum und treten auf die anschließende Terrasse hinaus, von der man einen grandiosen Blick über das Lichtermeer Pareens hat.

    Giza atmet die salzige Meeresluft, die in einer leichten Brise von der nahen Bucht heraufweht. Nachdem sie in einer lauschigen, von beschnittenen Hydenock-Bäumen gebildeten Laube Platz genommen haben, fragt Surak, was die Küche denn heute empfehle. Beredt gestikulierend erklärt der Kellner, daß man ganz frische Gehmuscheln habe und auch die Saugschnecken zu empfehlen seien. Zardul Surak bestellt eine Flasche Emera und zur Vorspeise Bruxedas - traditionelles Alderaanisches Fladenbrot, das geröstet und mit frischem Glocca-Haché belegt, kurz gebacken wird - sowie eine Portion Vestarinjette >ai Squidas<. Giza, die sich zu Meeresfrüchten nicht durchringen kann, hat die Qual der Wahl. Endlich entscheidet sie sich für Curlitte >os Tillères< mit einem in Gloccasauce mit Kräutern geschmorten Grazer-Ragout...
    "Perchè io so io e voi non siete un cazzo!"
    Marchese Onofrio del Grillo
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    (Ereignis/Nur informierten Kreisen bekannt):
    Pareen, gegen 22:30 Uhr.

    Musikalische Untermalung


    Noch immer ist die Temperatur angenehm mild und warm. Von irgendwo weht das schnarrende Zirpen einer Schrille herüber, deren Rufen eine zweite in größerer Entfernung antwortet. Eben räumt der Kellner auf der Terrasse des >Ol Vingas< den StimCaffino ab, mit dem Zardul Surak und Giza Sivron ihr Abendessen beendet haben. Surak bestellt zwei Gläser Esprizz.

    G.S.: "Esprizz? Gibt es denn etwas zu feiern?"

    Z.S.: "Einen wunderschönen Abend mit einer wunderschönen Frau und einem wunderbaren Essen... Außerdem hat dein Swooperteam heute das Blaue Trikot gewonnen! Wenn das kein Grund wäre?"


    G.S.: "Ja, das Essen war wirklich vorzüglich. Die frischen Zutaten und das feine Aroma der Gewürze... ...So etwas findet man auf Nar Shaddaa nicht leicht!"

    Der Kellner serviert zwei Gläser von dem perlenden Getränk. Giza erhebt das Glas:

    G.S.: "Auf die alten Zeiten und unsere Freundschaft!"

    Die Beiden blicken sich in die Augen. Beim Aneinanderstoßen der Gläser erklingt ein feiner, silberheller Glockenton. In diesem Augenblick stimmt der Halliksettista im Restaurant einen zündenden Tanzrhythmus an. Aus dem Gastraum dringen die >Ay, Ay<-Rufe, mit denen die Vestarinieri ihre Lebensfreude zum Ausdruck bringen. Zardul Surak schließt kurz die Augen und summt die Melodie vor sich hin.

    "Z.S.: Hörst du? Das ist >Uatar Coloras o Pareen<! Ein Klassiker. Wollen wir tanzen, Giza?"

    Giza ist von der Aufforderung des sonst so steif wirkenden Kammerdieners völlig verblüfft. Lachend bejaht sie und die beiden erheben sich, gehen nach drinnen, wo die Tische zusammengeschoben worden sind und einige der Gäste bereits ausgelassen tanzen. Bald drehen sich auch Zardul und Giza zum Takt der Musik. Die fröhliche Gesellschaft im >Ol Vingas< singt:

    "Pareen, dort wo am weiten Palmenstrand
    mein Herz das, was mir unbekannt,
    die neue Liebe wieder fand.

    Pareen, Pareen...


    Ay! Ich hab das gro0e Glück gesehen!
    Es wollte nimmermehr vergehen!
    In einem Kuß kam es zu mir.

    Ay! Drum kehr ich immer, immer wieder
    zu dir Pareen, du Stadt der Lieder,
    Heimat der Sehnsucht zurück,

    Pareen, mein Glück, Pareen..."

    Zardul Surak hält Giza fest in seinen Armen, schließt die Augen, tanzt und träumt...

    "Perchè io so io e voi non siete un cazzo!"
    Marchese Onofrio del Grillo
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    (Ereignis/Gesellschaftliches Thema):
    19:30 Uhr. Kreisstadt Fonterie in der Baronie Rie'ekan. In Vestarin neigt sich der vierte Tag der 1. Tour de Swoop um den Graf-Narin-Preis dem Abend zu. Nach dem Start in der Kreisstadt Guhn jagten die im Rennen verbliebenen 38 Piloten auf ihren Swooper-Bikes zunächst entlang der Küste um die Halbinsel von Vesato in die weite Bucht von Dakora. Schon ab dem kleinen Fischerort Bucmaris schwenkten sie nach Süden ins Landesinnere zu einer abermaligen Bergetappe. Vorbei am berühmten Kloster Samkelletor a Mauntis kämpften sie sich die Boroboberge hinauf bis zum Samkelletorpaß, der Grenze der Baronieen Sanaaka und Rie'ekan. Sobald die Paßhöhe erreicht war, stießen sie mit heulenden Triebwerken ins Aralluenthal und weiter ins obere Riethal hinab und lieferten sich ein erbarmungsloses Rennen auf der Sprintstrecke von Val Arallutes bis nach Fonterie, einem kleinen Städtchen in der Nähe der Riequelle. Für drei Fahrer endeten die Rangeleien um den heiß umkämpften Spitzenplatz unter den mit Geschwindigkeiten von bis zu 600 ck/Std. rasenden Swoopern in einem der den letzten Teil der Strecke begleitenden Weinberge oder Obstgärten: Ausgeschieden sind die jeweils als eigenes Team startenden Weeaquay-Piloten Luk-roda Ve und Haknin Sha, sowie die für das Team Husan Verano gestartete, aqualische Fahrerin Sedrunri Kiotkaku. Tagessieger wurde Dino Binelli knapp vor dem Träger des Blauen Trikots, Cu'Murpo. Das rote Trikot erhielt die Sullustanerin Muuldi Ecvom vom Team SoroSuub und das grüne Trikot ging wieder einmal an Niq K'ek vom Team Nekon. Damit ist Team Nekon das bisher erfolgreichste vestarinische Team am Start...



    (Ereignis/Nur informierten Kreisen bekannt):
    Zur gleichen Zeit in Pareen. Während im Rathaus von Fonterie, in dem die Ehrung der Tagessieger stattgefunden hat, noch gefeiert wird, bügelt Zardul Surak seine gestern erworbene, elegante Anzugkombination auf. Immer wieder pfeift er die Melodie von >Uatar Coloras o Pareen<, bald wieder summt er sie und ab und an schmettert er:

    Z.S.: "Ay! Ich hab das große Glück gesehen!
    Es wollte nimmermehr vergehen!
    In einem Kuß kam es zu mir! Pareen, Pareen...
    la, la, la, la-la ra-la-la..."


    Auch als er Jacke und Hose in seinen Schrank hängt, kreisen seine Gedanken um den zurückliegenden Abend...



    (Ereignis/Geheim):
    Spoiler anzeigen
    Zur gleichen Zeit verläßt ein Limousinengleiter mit getönten Scheiben das Neue Schloß durch einen Nebeneingang und fährt über den steilen Kanzlersteig in die Innenstadt hinunter. Vorbei am Odeum des Melodischen Ordens und an der Alde-Plaza kreuzt der Gleiter die Graf-Telon-Allee und biegt in eine Seitenstraße ein, die zur Rückseite des Royal-Panteer-Komplexes führt. Im Unteren Gleiterhangar - der sich öffnet, nachdem der Fahrer sich elektronisch ausgewiesen hat – hält das Fahrzeug vor einem der Aufzugsschächte. Begleitet von zwei Leibwächtern steigt eine Dame aus dem Fond des Gleiters und fährt zum Eigner-Penthouse auf dem Dach des Gebäudes. Wiederum muß die Dame sich ausweisen. Wenig später betritt sie ein großzügiges Appartement...
    "Perchè io so io e voi non siete un cazzo!"
    Marchese Onofrio del Grillo

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    (Ereignis/Gesellschaftliches Thema):
    11:30 Uhr. Baronie Rie'ekan zwischen Nirro und Remmlin. Seit anderthalb Stunden jagen die 36 im Rennen verbliebenen Fahrer durch die sanft gewellte, vom schneedbedeckten Kegel des Maunte Standalone überragte Hügellandschaft der Cimbak-Region Vestarins. Von Fonterie war es zunächst rieabwärts gegangen, ehe die Streckenführung bei Pulcinas einen Schwenk nach Süden in Richtung der Küste vorsah. Kurz nach Mittag wird man bei Remmlin das Sajaner Küstengebirge überqueren und über die Hauptstadt der gleichnamigen Baronie zum Endspurt ansetzen.
    Das Gelände der heutigen Etappe erlaubt weit höhere Geschwindigkeiten, als die kurvenreichen Berg- und Küstenetappen der drei vorherigen Tage. Mit donnernden Triebwerken jagen die Swooper über die Landstrassen. Inmitten der lieblichen, inzwischen größtenteils abgeernteten Weinberge liefern sich die Piloten fahrerische Scharmützel, drängeln, versuchen zu überholen, Mitbewerber zu schneiden und bisweilen aus dem Rennen zu schlagen, um sich für den Endkampf des heutigen Tages warm zu laufen: Die nahezu schnurgerade, über die große Küstenstraße verlaufende Strecke von Sajaan nach Sesslin; die erste große und sprinterfreundliche Flachetappe der Tour de Swoop. Die Profikommentatoren erwarten für diesen Teil des Rennens waghalsige Überholmanöver und riskantes Draufgängertum unter den Piloten...



    (Ereignis/Geheim):
    Spoiler anzeigen
    Zur gleichen Zeit verläßt ein Limousinengleiter mit getönten Scheiben den Unteren Gleiterhangar des Royal Panteer und fährt durch Seitenstraßen bis zur Graf-Telon-Allee. Diese kreuzt das Fahrzeug und biegt in den Kanzlersteig ein. Vorbei an der Alde-Plaza und am Odeum der Meloditen fährt der Gleiter bis zu einem Nebeneingang des Neuen Schlosses. Nachdem die Torwache kontrolliert hat, wer im Fond des Fahrzeugs sitzt, salutiert sie und präsentiert das Gewehr.
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    Marchese Onofrio del Grillo

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    (Ereignis/Nur informierten Kreisen bekannt):
    13:00 Uhr, Pareen. Nachdem sie ein ausgiebiges Bad genommen hat, erwartet die Regentissa von Riethal ihren Neffen in dem stets für sie bereitstehenden Gelben Appartement des Neuen Schlosses. Als Graf Alessio IV. in das Speisezimmer eintritt, küßt er seiner Tante ebenso ehrerbietig wie galant die Hand und fragt:

    A.V.: "Und?"

    Alyssa IX. winkt einen bereitstehenden Lakai-Droiden heran und läßt sich zwei Gläser mit perlendem Toniray reichen, von denen sie eines an ihren Neffen weitergibt.

    A.V.: "Toniray? Und ein exzellenter Jahrgang, noch dazu. Gibt's denn 'was zu feiern?"

    A.: "Aber ja, Bübi. Trinken wir auf das erlauchte Haus Vesta und das Wohl der kronunmittelbaren Grafschaft Vestarin!"

    Dann weist sie auf die Tafel. Nachdem der regierende Caunte an dem einen Ende des Tisches Platz genommen hat, setzt sie sich ihm gegenüber. Ungeduldig hakt Alessio Vesta nach:

    A.V.: "Nun?"

    A.: "Seit gestern abend sind die Vesta schuldenfrei. Zumindest bis auf ein Glied des Hauses, das dafür noch gewisse Pflichten zu erfüll'n hat! Aber nachdem mir Glabro eröffnet hat, daß er nach der Tour de Swoop - mit Hilfe der Macht also schon morgen abend - abreisen muß und vor hat, erst zu den Revan-Proben nach Vestarin zurück zu kommen, sollte das zu verschmerzen sein - sofern bis dahin alles erledigt ist..."

    A.V.: "Darauf trink' ich!"


    A.: "Na, und ich erst..."

    Die Lakaidroiden setzen die Vorspeise ein...
    "Perchè io so io e voi non siete un cazzo!"
    Marchese Onofrio del Grillo

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