Die Vana Kampagne

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    • Die Vana Kampagne

      Stunde 0-Start auf Dromund Kaas
      Für die meisten Soldaten wurde die Nacht sehr abrupt beendet, denn kurz nach dem offiziellen Ende der Spätschicht wurde der Befehl zum ausrücken durch die Unteroffiziere erteilt. Bereits einige Stunden später war es schon soweit, dass sich im Schutze der tiefen Nacht von Dromund Kaas die Truppentransporter in langen Reihen dem Raumhafen entgegen schwebten. Hunderte Soldaten wurden in diesen Stunden verladen, in die unendlich scheinenden Bäuche der beiden Truppentransportschiffe Arch of Tears und Corona. Schweres Gerät, Angriffsläufer, Panzer und Vorräte verschwinden scheinbar spurlos im inneren der großen Hangarbuchten.
      Die Operation läuft zügig und ruhig ab. Die allermeisten Soldaten erhielten ihren Marschbefehl erst vor weniger als einer Stunde, entsprechend finden sich immer noch Personen in den Kasernen, die gerade ihre Ausrüstung schultern und in die einfliegenden Shuttle steigen. Keine großen Reden, keine laut gespielten Hymnen beim Aufbruch in das weitestgehend Unbekannte.
      Noch ehe die Planetenrotation abgeschlossen und die ersten Sonnenstrahlen die Wolkendecke von Dromund Kaas durchbrochen hatten, waren die beiden Großkampfschiffe aus dem Himmel über der imperialen Hauptstadt verschwunden.
      Mit Höchstgeschwindigkeit fliegen die Schiffe durch den Hyperraumtunnel, die Maschinen laufen auf Höchstlast, ein entnervendes Vibrieren und Brummen läuft durch das ganze Schiff, während sich ein kleines Einsatzteam unter der Führung von Lt. Lienas van Arden bereit macht, den ersten Schlag auszuführen.

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    • Die Vana Kampagne- 60 Stunden nach dem Aufbruch

      Musik zum Text
      Der Eismond von Vana IIb schrumpfte hinter der Arch of Tears langsam zusammen vor dem Sternenhintergrund des Alls. Fast einen Tag lang hatten sich die Corona und die Arch dort vor den Sensoren der Systempatroullie versteckt gehalten, die intakt übernommene Sensorstation gab falsche Entwarnung an die Regierung auf Vana IIc. Folter war sehr nützlich gewesen, um die überlebenden Techniker dazu zu bewegen, rasch mit den Tagescodes heraus zu rücken. Dank dieser unfreiwilligen Zusammenarbeit gelang es den imperialen Kräften unentdeckt Kurs auf Vana III zu setzen, wo eine stadtgroße Raffinerieplattform über dem Gasriesen schwebte und Deuterium aus der Atmosphäre förderte. Zukünftig Treibstoff für die Imperiale Flotte und strategisch die wichtigste Einrichtung im ganzen System. Entsprechend gut waren die Verteidigungskapazitäten zu erwarten. Doch als die imperialen Schiffe nach einem Mikrosprung das Ziel erreichten, blieb eine erste Reaktion aus. Man hatte den Gegner kalt erwischt, gewiss eilten die ersten Soldaten auf der Plattform bereits auf Gefechtsstationen, doch die Operation begann praktisch sofort. Die ersten Angriffsshuttles erreichten ihre Zielsektoren, ehe effizientes Abwehrfeuer möglich war. Mit der erfolgten Landung der ersten Welle begann die Schlacht zwar erst, dennoch war sich Amon zu diesem Zeitpunkt bereits sicher, dass dieser Kampf gewonnen war. Mit einem siegessicheren Schmunzeln fixierte er seinen Blick auf das taktische Holo, welches nun aufleuchtet. Amon checkte seine Hardware ein letztes Mal, aktivierte dasCom und machte sich bereit das Geschehen auf der Raumstation zu koordinieren.

      Nach drei Stunden der Schlacht wurde Amon klar, dass der Kragen der Uniform scheuerte.Ein knappes anheben des Halses war die Folge, während er auf dem Taktikholo den Fortschritt der Kämpfe um die Deuteriumraffinerie verfolgte. Zwei Shuttles aus der ersten Welle waren abgeschossen worden, von 25. Eine sehr gute Quote, die die kalkulierte Ausfallrate um 50% unterschritten hatte. Zudem waren bereits alle wichtigen Gegenden gesichert. Das gute Gefühl des Erfolges hätte sich besser ausgebreitet in seinem Körper, wären da nicht die persönlichen Sorgen um die Insassen eines der abgeschossenen Shuttles. Es gab seit dem Abschuss keinen Kontakt mehr, jedoch zeigten die Sensoren der Arch Kämpfe in dem Bereich der Absturzstelle. Für den Moment ballte Amon seine künstliche Hand zur Faust und konzentrierte sich schweren Herzens auf die Koordinierung des Vorgehens und den Aufräumoperationen. Es galt nun, den Sieg zu sichern und die letzten Nester des Wiederstandes zu lokalisieren, doch schickte er schon ein Such und Rettungsshuttle zu den Koordinaten der beiden abgeschossenen Angriffshuttles.

      Zeit für einen Moment der Ruhe, die Anspannung konnte abfallen. Er erlaubte sich einen Moment des Rekapitulierens und der mentalen Entspannung. Zurück drifteten seine Gedanken zu der parallel stattgefundenen Raumschlacht zwischen den imperialen Schiffen und den Systempatroullienschiffen der Regierung auf Vana IIc.Ein schmales Lächeln erschien auf seinen Zügen. Die veralteten Systempatroullienschiffe waren keine Gegner für die Arch of Tears und die Corona. Kurz nach dem die Landeoperation auf der Raffinerie begonnen hatten, rauschten die Verteidiger heran, nur um von den imperialen Schiffen empfangen zu werden. Die Hammerhead Kreuzer aus der Ära des kalten Krieges waren, dank dem Ausbleiben von republikanischer Flottenhilfe, chancenlos gegen gerade erst überholten Terminus Kreuzer des Imperiums. Nun waren sie ausgebrannte Wracks in der Kälte des Weltraumes und die wenigen Überlebenden Gefangene der imperialen Marine.

      Noch während Amon die Ereignisse der letzten Stunden mental rekapitulierte, trafen die ersten Erfolgsmeldungen ein. Nach und nach wurden die Primären und Sekundären Einsatzziele als erreicht gemeldet, die letzten Widerstandsnester brachen in sich zusammen. Binnen der kommenden viertel Stunde, erreichten die Infanteriekräfte des Imperiums die vollständige Kontrolle über die Deuterium Raffinerie. Eine Explosion durch Selbstzerstörung blieb aus, ein gutes Zeichen für den Erfolg des Teams um Lt. van Arden, aber es dauerte noch 10 nervenaufreibende Minuten, in denen der Captain nur das Holo anstarren konnte, ehe er die Meldung erhielt, dass der Kontakt zu der Gruppe um Lt. Van Arden wieder hergestellt war. Zudem war der Trupp vollzählig, zwar hatten sie Verletzte zu beklagen, doch alle waren am Leben.Erleichtert ließ sich Amon in den Stuhl sinken. Soweit so gut, die strategischen Primärziele waren erreicht. Eine moderate Besatzung wurde auf der Station zurückgelassen, während die Angriffsshuttle zurückkehrten mit den siegreichen Truppen an Bord.

      Mit der vollständigen Raumhoheit im Vana System und der intakten Sensoranlage als Frühwarnsystem gegen republikanische Interventionen, beschloss der Führungsstab, dass eine Ruhepause für die eingesetzten Truppen angebracht war. Während die Arch und Corona sich auf den Sublichtflug quer durch das System machten, blieb Zeit für andere Dinge.Zeit in der anstehende Dinge erledigten werden konnten, wie das behandeln leichter verletzte Soldaten, sowie dem nachholen des notwendigen Schlafes.

      Wer weiß. vielleicht ergeben sich die Verteidiger von Vana IIc ja bereits, wenn sie das unaufhaltsame vorrücken der imperialen Flottille betrachten können ging es Amon durch den Kopf, ehe er das Com abnahm und zum vorderen Hangar eilte, um sich selbst davon überzeugend, dass alle für ihn wichtigen Personen in einem Stück zurückgekehrt waren.

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    • Musik zum Tex

      Stunde 92—Gegenwart und Zukunft

      Amon legte sich körperlich ziemlich erschöpft in seinem Quartier auf das bereitstehende Bett, streckte die Füße aus und lehnte den Rücken an die sanft vibrierende Schiffswand, welche das Bett des Offiziers einschloss. So halbrecht aufsitzend nahm er in die rechte Hand sein Weinglas, welches eine eigene fein bläuliche Färbung aufwies. Zusammen mit der Farbe des dunklen Rotweins, erschien das Getränk durch das Glas fast schwarz, doch der erste Schluck schmeckte herrlich fruchtig-süß, ein guter alderaanischer Rotwein aus den Weinstöcken seiner einstigen Familie. Eine Erinnerung an alte Zeiten. Mit dem Genuss der ersten Sekunden ließ sich Amon zurücksinken in eine erholsame Position, das Weinglas drehte er langsam im Kreis und beobachtete das Farbenspiel. Erlauben konnte er sich diesen Moment der Ruhe durchaus.
      Die Schlacht um das System „Vana“ war geschlagen. Nach dem Fall von Vana III und dem erringen der Raumhoheit war dies nur noch eine Frage von Details und tapferen Soldaten gewesen.

      Bereits im Anflug auf Vana IIc, dem einzigen Planeten auf dem humanoides Leben bequem möglich war, wurde eine Kapitulationsaufforderung an die planetare Regierung verschickt: „Hier spricht Captain Stryder von dem imperialen Schlachtschiff Arch of Tears. Ihre Streitkräfte sind besiegt worden, ihre Raffinerie ist gefallen. Übergeben Sie die Regierungskontrolle ihres Planeten den imperialen Streitkräften oder riskieren Sie die Auslöschung. Sie haben eine Standardstunde zum Antworten.“ Es war eine klassische imperiale Formel, anpassen oder untergehen.
      Die Regierung von Vana II entschied sich für letzteres und so schwenkten die beiden Terminus-Kreuzer in einen niedrigen Orbit ein. Der Anstieg an Hilferufen an die Republik war recht amüsant, aber es würde keine Hilfe eintreffen. Nicht rechtzeitig. Mit dem Beginn der Offensive, eröffneten die Schiffe das Feuer aus dem Orbit. Stellungen des Feindes, die außerhalb der Schildkuppel lagen, wurden vaporisiert, Häuserblöcke stürzten wie Kartenhäuser zusammen und begruben den Widerstandsgeist des Volkes mit sich. Das Energieschild der Hauptstadt konnte nur den Beschuss von Turbolasern absorbieren, nicht aber verhindern, dass imperiale Bomber ihre feurigen Schneisen durch die Innenstadt zogen, Angriffshuttles Einsatzteams absetzen oder das Jäger zielgenau Gebäude dem Erdboden gleichmachten, in denen es Widerstand gab. Das Vorrücken der imperialen Kräfte war präzise und wie aus einem militärischen Handbuch. Die Milizen von Vana IIc kämpften tapfer, aber es fehlte ihnen an kompetenter Führung, an Ausrüstung und Ausbildung. Alles Mängel, welche die zahlenmäßige Überlegenheit schneller schrumpfen ließ, als ein Tauntaun unter der Sonne von Tatooine. Die kampferprobten, bestens ausgerüsteten imperialen Soldaten schnitten durch die Miliz wie ein Lichtschwert durch Fleisch, es gab erstaunlich geringe Verluste und fast wäre die Operation makellos gelaufen. Nur bei der Schildkontrolle hatte der eingesetzte Trupp sein Bothawui erlebt. Aufgehalten und um ein Haar ausgelöscht von einigen übermotivierten, handgranatenwerfenden Milizen. Amon schüttelt bei der Erinnerung den Kopf, so etwas hatte er noch nicht erlebt und die Nachbesprechung mit dem Einsatzteam würde sicherlich… interessant. Glücklicherweise gab es keine Toten, wobei ein Soldat reanimiert werden musste und mehrere Einsatzkräfte so schwer verletzt wurden, dass sie teilweise Wochenlang nicht einsatzbereit waren. Einsatzkräfte, Kameraden mit denen er Saffar überlebt hatte und nun dermaßen Daneben lagen in der Feindeinschätzung. Er hätte einen Offizier bei ihnen lassen sollen, aber dies war in dem Fall nicht möglich gewesen.
      Ein weiterer Schluck Wein rinnt die Kehle des Captains hinab, er greift nach einem kleinen Holoprojektor. Auf einen Knopfdruck hin erschien das Abbild seiner Tochter, ein junges Mädchen von inzwischen 10 Jahren, mit kurzen schwarzen Haaren. Amon hob das Glas und prostete dem Bild langsam zu. Nun werde ich dich noch retten, Hanaa. Wir lassen niemanden zurück.

      Der Captain legte den aktiven Holoemitter auf seinen Nachtschrank und dachte länger nach, bis ein lautes Surren der Tür seine Aufmerksamkeit beanspruchte. Die Türe öffnete sich auf seinen Knopfdruck, in der Tür stand Lieutenant van Arden, mitsamt einem Caf, die Augen genauso Müde wie sich Amon fühlte. Mit einem Schmunzeln winkte Amon Lienas hinein und verschloss die Türe anschließend wieder. Das Holo wurde abgeschaltet…

      Stunde 110-Auf dem Rückflug
      Der unverhoffte Besuch von Lienas lag bereits einige Stunden zurück, ebenso wie der dringend benötigte Schlaf. Vor einer Stunde hatte die Übergabe des Systems an die 11. Reserveflotte stattgefunden. Die Maßnahmen, die die Besatzungstruppen ausführen sollten, waren drastisch. Amon hatte, nicht ganz ohne Hintergedanken, für eine harsche Besatzungspolitik argumentiert. Leid zog Jedi an, wie ein Raumschiff Mynocks und seit er wusste, dass seine Tochter bei Jedi gefangen war, war dies die erste Gelegenheit diese Plage aus dem Versteck zu locken. Natürlich erwähnte er diese Motivation nicht dem Generalstab gegenüber offen, aber er stellte durchaus die Möglichkeit in den Raum, dass eine harsche Politik früher oder später einige Mynocks hervorlocken kann. Zumal es ohnehin sehr teuer werden würde, diese Stadt wieder aufzubauen. Immerhin waren gut 21% der Fläche den eher rücksichtslos geführten Kampfhandlungen zum Opfer gefallen.

      Dennoch genehmigte er sich nun mit einem Lächeln den letzten Schluck Wein aus dem Garrde Superior, ehe er die Flasche in den Müll warf. Ein guter Geschmack, ein guter Sieg. Wenige Stunden später fiel die Arch aus dem Hyperraum, und das Sichtfenster offenbarte die glorreiche Heimatwelt, Dromund Kaas.

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