Achtung Spoiler: Die letzten Jedi Diskussion

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    • Achtung Spoiler: Die letzten Jedi Diskussion

      So anbei mein Fazit zum Film, da ich einer der ersten sicherlich bin der ihn gesehen hat, noch in Spoilertags vorerst:

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      Ich bin nicht begeistert, der Film hat stellenweise Klamauk Szenen die mich eher an Spaceballs erinnern als an einen Star Wars Film.
      Luke hat rein Garnichts von einem alten Jedi Meister, Kyle Ren ist eben Kylo und Yoda sieht leider auch nicht aus wie man ihn gewohnt ist.

      Die Wachen von Snoke sind recht interessant, man bekommt durchaus einen Eindruck über deren Fähigkeiten.

      Von der Handlung her, kommt mir der Film wie eine Neuverfilmung von Das Imperium schlägt zurück und Rückkehr der Jedi Ritter vor. Die Flucht, die Ausbildung von Rey, die Zweifel des Schülers und der Tod des Meisters... alles kommt irgendwie bekannt vor.

      Die Spezialeffekte sind toll, da gibt's nichts zu meckern aber der Film ist in meinen Augen einer der Schlechteren und konnte mich nicht wirklich begeistern.
      Als am Ende vereinzelt applaudiert wurde, merkte man schon das im Gegensatz zu anderen Filmen, der Applaus eher spärlich war.

      Also mein Fazit: Der Film treibt die Handlung nicht weit voran, essentielle Fragen bleiben unbeantwortet und insgesamt leider eher stellenweise Klamauk artig als ein ernster SW Film.

      /edit: Hier ein sehr passendes Review aus dem Rolling Stones Magazin, voll mit Spoilern: Review. Treffender kann man es nicht auf den Punkt bringen und dort stehen auch alle Kritikpunkte die mir aufgefallen sind.



      Ich bin nun wirklich sehr auf andere Meinungen gespannt, vielleicht habe ich einfach auch vieles nicht verstanden oder falsch gesehen.
      "My style is impetuous, my defence is impregnable, and I'm just ferocious"

    • Also ich schreibe mal mein Fazit auf:

      Ich fand den Film anfangs mäßig. Die erste Hälfte war wirklich oft von Scherzen überzogen, teilweise wirklich untergebracht, nachdem ich aber drüber nachgedacht habe, kann man einen Großteil auf die Charaktereigenschaften von Leia, Luke und Poe schieben. In der 2 Hälfte (um genauer zu sein als Snokes Kampfschiff mit involviert wurde) wurde es dann eigentlich wirklich spannend für mich. Die Scherze wurden weniger, es gab mehr action - wirklich gute action fand ich (Ich mochte die Szene als Leia sich mit der Macht zurück zum Schiff gezogen hat :D).

      Mir war klar dass die neue Trilogie einfach nur grob der Story der Sequels folgt, aber das war schon mehr oder weniger bekannt. ich fand Yoda war blöd animiert, hätte man besser machen können. Ich fand es blöd dass nichts über Snokes Persönlichkeit gesagt worden ist und ich hoffe einfach mal dass Reys Eltern keine Schrottsammler waren, weil das würde einen wunderbaren Plot zerstören.

      Die Szene ganz am Ende wo Luke gegen Kylo kämpfte, fand ich auch gut (wahrscheinlich sogar meine Lieblingsszene), ebenso die Multi-Szene noch bei den Schiffen wo Kylo und Rey ihren Machtkampf hatten etc.

      Ich hatte kein großes Problem damit, dass Luke eher weniger wie ein Jedi-Meister handelt, ich fand zudem dass der Film doch schon die Handlung nach vorne gebracht hat: Die Rebellen sind alleine, Luke ist "tod", Kylo ist der neue Anführer, Rey ist "der neue Luke" wenn man so will, also ich finde das passt ganz gut. ^^

      Aber noch mal zum größten Makel des Films aus meiner Sicht: Die Scherze. Es gab für mich einfach zu viele. Okay, wenn Poe, Hux verarscht um Zeit zu gewinnen um die Kanonen eines Kampfschiffes zu zerstören dann ist das eine Sache und sicherlich taktisch und mit Poes Persönlichkeit vereinbar, aber beispielsweise die Szene Wo Rey den Stein auf der Insel zerstört (mit dem Lichtschwert) er hinunter fällt und dann die Karre der Nonnen zerstört, fan ich unnötig. Ein bisschen Witz ist okay, aber wenn man schon genug hat, dann braucht man nicht noch mehr.


      Ich fand den Film eigentlich ganz gut und denke, dass wenn der 9. Teil sich noch mal verbessert es ein wirklich guter Film werden kann. Es gab Enttäuschungen z.B. mit Reys Eltern, dann aber wieder positive Überraschungen wie z.B. mit Leia, wo man sieht, dass die Regisseure sich gut mit den SW-Fans stellen wollen und so viel Legends wie möglich in den Kanon zu bringen.

      Die Spezialeffekte sind gut, ja, die Wachen wurden nicht zu schwach und nicht zu Stark dargestellt und ja, das mit Luke könnte für manche enttäuschend sein, aber ich finde Kylo hat sich gebessert. Für mich, umso mehr ich drüber nachdenke, wird Kylo immer undurchschaubarer. Er ist stark und womöglich gebrochen, aber viele Sith sind gebrochen, das muss nicht heißen dass sie deshalb schlechte Sith sind, nur keine Vollständigen. Vllt. spielt er das nur alles. Ich finde es an sich ganz cool, dass Kylo etwas Sithiger geworden ist. ^^


      Mir bleibt nur eine Frage: Ist der Planet wo Luke drauf ist der, wo der erste Jedi-Tempel steht? Ist das Tython? War Tython nicht der Planet mit dem ersten Jedi-Tempel?
      i don givvu the bepis!
    • Da ich mir auch die Nacht um die Ohren geschlagen habe steige ich doch mal gleich mit ein.

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      Die Kritik am Klamauk kann ich voll und ganz teilen, einfach zuviel und zu unpassend, sie haben teilweise jegliche aufkommende Stimmung damit abgewürgt.

      Luke fand ich eigentlich ziemlich gut als grantelnden Jedi-Rentner, der die Brocken hingeworfen hat.

      Snoke war eine ziemliche Enttäuschung, einfach ein Platzhalter für den Oberbösen, ohne jegliche Erklärung über Herkunft oder Motivation.

      Kylo Ren mausert sich zum heimlichen Star der Reihe. Erst der halbstarke Vader-Wannabe entwickelt er sich weiter und erledigt in bester Sith-Tradition seinen Meister. Weiterhin mit Aggressionsproblemen und Zweifeln gesegnet verspricht er mal nicht der klassische Evil-Overlord zu werden.

      Rey ist und bleibt eine Mary Sue. Kann alles, braucht praktisch keine Ausbildung, jeder mag sie ... laaangweilig. Kurz hatte ich die Hoffnung, daß sie sich von Kylo locken lässt und die Beiden als Paar die Galaxis terrorisieren. DAS wäre mal ein Kracher gewesen! (Ok, man darf ja mal träumen ^^ ). Ihre einzig starken Momente hat sie jedenfalls im Zusamenspiel mit Kylo.

      Die Sidekicks erreichen nicht das Niveau von Han Solo und bleiben irgendwie blass, austausch- und verzichtbar. Irgendwie nur Lieferanten für die klassischen Star Wars Szenen ...

      Bei der Ersten Ordnung muß es sich um eine Ansammlung von Deppen handeln, anders kann man es nicht mehr bezeichnen. Und kann man bitte endlich mal einen Film drehen, wo nicht schon wieder ein noch größeres Schiff der Bösen von den guten Rebellen im Alleingang zerlegt wird? Man sollte meinen, daß die Ingenieure mittlerweile dazugelernt haben. :rolleyes:

      Und ja, die Handlung wirkt so, als ob man "Das Imperium schlägt zurück" etwas durchgewürfelt und neu zusammengebastelt hat.

      Optik und Effekte wie gewohnt auf hohem Niveau, wie man es aber auch erwarten darf.

      Fazit: ein paar interessante Entwicklungen, aber alles in allem nur Mittelmaß.

      “The greatest teacher, failure is.”
      - Yoda

      "Das Problem mit Zitaten im Internet ist, dass man ihnen nicht trauen kann."
      - Abraham Lincoln (1809-1865)
    • Also gleich vorne raus: Super! Viel besser als der siebte Teil und schon jetzt einer meiner Star Wars - Lieblingsfilme.

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      Auch wenn ich die Story/den Plot an manchen stellen etwas... dünn empfand und gerade einige zentrale Fragen nicht beantwortet wurden, finde ich den Film alles in allem richtig gut.
      Wir haben ein wenig Aktion, wir haben einige Plottiwsts, viele Lacher und einige neuen Ideen.
      Fangen wir bei der Aktion an:
      Die Raumkämpfe sind wirklich toll! Gerade weil es nicht wie früher ist, indem die Rebellen wie unrealistisch in der Minderheit auf gefühlt tausende TIE Jäger losgelassen werden - und das ganze, zwar mit später unbedeutenden Kolleteralschaden, siegreich bestreiten können.
      Gleich am Anfang, zeigt sich wo die Stärken des Widerstands sind: nicht der frontale Angriff, sondern strategisches Vorgehen auch außerhalb des Kampfes.
      Sie nutzten genau das aus, was die Erste Ordnung so angreifbar macht, nämlich die arge Abhängigkeit von der 'einsamen' Spitze und überwinden so die Problematik mit der geringeren Fähigkeit Dinge "weg zu pusten".
      Aber zurück zu den Raumkämpfen - die waren ja komplett neu!
      Wie gesagt eben keine klassischen Star Wars Raumschlachten, sondern eben etwas komplett neues.
      Wie sie die Dreadnaught ausgeschalten haben zum Beispiel, oder auch später wie endlich die Frage geklärt wurde, was denn passiert wenn man mit einem Kreuzer einen Hyperraumsprung genau durch einen anderen wagt.
      Dafür waren die Bodenkämpfe - oder eher _der_ Bodenkampf, es gab ja quasi nur einen - ganz alte Schule. Episode V lässt grüßen.

      Auch wie sie die Macht als zentralen Plotpunkt eingebunden haben, fand ich sehr gelungen.
      Endlich weg von den Midiclorianern oder dem "Ich Jedi, ich allmächtig mit Lichtschwert." und hin zum eigentlichen Thema: der Macht als Religion.
      Und die Macht nicht als Gute und Böse Seite, die sich gegenüberstehen, sondern die Macht als das Gleichgewicht allem.
      Schade nur, dass die "Jedi müssen weg"-Mentalität am Ende doch plötzlich komplett aufgelöst wurde.
      Ich hatte so gehofft, dass es mit den Jedi endlich vorbei ist. Denn wie Luke schon im Film anprangert: sie waren einfach hochnäsige, arrogante, snobische Idioten.
      Auch ein Grund, wieso ich mich nach der Auseinandersetzung zwischen Rey und Ben auf die Seite Ben's Stelle - und sehr hoffe, dass er nicht zum stereotypischen Bösewicht wird und schlicht weg Böse ist.
      Es wäre schön wenn er sein Versprechen wirklich einhält: alles alte muss Enden.

      Der restliche Film hatte dieses Motto ja auch immer wieder aufgezeigt.
      Der Widerstand ist Geschichte, dem wird eine neue Organisation erwachsen.
      Snoke und seine erste Ordnung ist Geschichte.
      Die Ur-Schriften der Jedi sind Geschichte.
      Und der letzte _echte_ Jedi ist tot. (Rey zähle ich nicht richtig, die wurde ja nicht mal ausgebildet, hat also meiner Ansicht nach keinen Anspruch sich in die Linie des alten Ordens zu stellen.)

      Alles in allem also ein gelungener Film.


      "Zu Snoke"

      Jiaaah
      Scheiße wars.
      Der Charakter hatte ja nicht gerade viel Zeit sich zu entwickeln, dementsprechend kann ich ihn auch wenig Ernst nehmen.
      Zumal er auch etwas seiner Magie verloren hat: wie da dieser geschundene Mann auf seinem Stuhl saß war nicht nur ein Imperator-abklatsch - es war ein schlechter.
      Auf den ersten Blick wirkt er zwar stärker als Sidious, aber ihm fehlt eben die Entwicklung.
      Ein Charakter mit so unglaublich viel potenzial wurde einfach abgeschafft und - nichts und, das war es.
      Wir erfahren nichts über ihn oder woher er kommt, erfahren nichts über seine Spezies, sein Machtpotenzial.


      "Zur letzten Szene"

      Lieber Rian Johnson,
      so sehr ich deinen neuen Film auch liebe WILLST DU MICH VERARSCHEN.
      Da löst sich endlich, endlich diese unglaublich beschissene Sache mit dem Hin und her zwischen Hell- und Dunkel.
      Endlich gäbe es nur noch zwei große und relevante Machtnutzer - Ben mit einer Tendenz zur Dunkelheit, Rey mit einer Tendenz zur Helligkeit.
      Und statt es einfach dabei zu belassen, musste man ja unbedingt am Ende einen kleinen absolut unbedeutenden Jungen ein wenig Machtgabe verpassen und ihn einen verkackten Besen schweben lassen.
      Ich hoffe wirklich, dieser kleine unbedeutende Junge kriegt im nächsten Film eine bedeutendere Rolle - oder in der neuen Triologie von Johnson.
      Aber ansonsten ist das wirklich die dümmste Sache in einem Star Wars Film, seit der Einführung der Midiclorianer.


      Nakkhen schrieb:

      Mir bleibt nur eine Frage: Ist der Planet wo Luke drauf ist der, wo der erste Jedi-Tempel steht? Ist das Tython? War Tython nicht der Planet mit dem ersten Jedi-Tempel?

      Jein.
      Im alten Kanon, der heutigen Legends, ist und bleibt Tython der Ursprung der Jedi.
      Im neuen Kanon aber, ist der Ursprungsplanet nicht fest bestimmt. Entweder es ist Lukes Inselparadies oder Jeddha oder... eben etwas ganz anderes wie z.B. Tython.
      "Was würden wir ohne die Verrückten tun, die erträumen, was noch keiner denken kann?" Q

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Theyn Tundris ()

    • In Spoilern wegen der Vorschau.

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      Vorab: der Film bedient für mich anderes als andere Teile der Saga. Ich habe nicht die Weisheit Yodas oder des alten Obi Wans in Luke erwartet. Für mich war passend, dass er, abgeschnitten von der Macht und mit dem völlig anderen Erfahrungshintergrund nicht diese Ruhe der alten Meister haben kann. Der grummelige Eremit war eben nicht Obi Wan.
      Ich fand daher auch den Abgang sinnvoll, die Friedlichkeit darin, die Betonung der Macht als Verbindung.

      Ich habe einfach nicht einen Film erwartet, der Jedi gegen Sith stellt und viel der Philosophie weitertradiert. Irgendwie hätte ich es seltsam gefunden, wäre es so gewesen. Es gibt einfach keinen lebenden Jedi mehr, der wirklich in der Tradition des Ordens aufgewachsen wäre.

      Für mich machte der Film erfrischend viel wirklich gut: viel mehr Diversität jenseits der Aliens. Mal ein Zusammentreffen unterschiedlicher Planungsbögen, unterschiedlicher und unabgesprochener Vorhaben, die dann kollidieren und eben nicht sofort super zusammenlaufen, sondern sich erstmal wirklich gegenseitig empfindlich stören.
      Da wurde dann nicht der impulsive Aktionismus als einzig wahre Lösung gefeiert und genausowenig erschien der Drang, helfen zu müssen, eine Lösung finden zu müssen, unglaubwürdig, gerade für Poe, Rose und Finn. Ich war begeistert, dass Admiral Holdo nicht als Topfpflanze ohne taktisches Gespür vorgeführt wurde und ihr Abgang war sagenhaft großartig. Auch liebte ich dieses Scheitern der Infiltrationsgruppe erstmal, den Opportunismus DJs, der den anderen Plan dann gefährdet, fast völlig scheitern lässt. Das war echt ein Moment, der mich überraschte.

      Ich persönlich mochte auch Snokes Tod hier. Es spielte so gut mit dessen siegessicherer Überheblichkeit mit einer denkbar stimmigen und einfachen Lösung. Unzelebriert, wundervoll. Auch der Kampf hier, so wenig mir auch die Wachen gefallen haben, hatte einfach mal schlauen Einsatz der Lichtschwerter. Auch wenn halt damit Fragen offen bleiben.

      Ich mag den Humor im Film, fand das lang nicht so anstrengend wie den Gungan oder sagen wir den vom letzten Thor. Gerade die Szene am Anfang mit Hux fand ich witzig, charakterabgestimmt zu dem impulsiven, hitzköpfigen Piloten und dem selbstverliebten Hux. Es schaffte mit so wenig Dialog beide Charaktere nachzuzeichnen. Die Szene mit dem gefällten Stein hatte für mich sympathischen, unschuldigen Anklang. Verdammt, ich mag sogar die Porgs.
      Alles für mich völlig im grünen Bereich und ein guter, angenehmer Gegensatz zu der eigentlich verdammt düsteren Geschichte, in der letztlich wirklich wenig bleibt von den Rebellen. Auch, dass eben dieser Sieg über den Dreadnought Folgen hat, Verluste hatte, die später schmerzlich fehlen und nicht einfach eine dolle Heldentat war, das fand ich wirklich sinnvoll.

      Ich mag Rose sehr. Fand die mit die einprägsamste Figur im Film und ich bin so dankbar, dass Leia nicht gestorben ist und es im Abspann eine stille, kurze Widmung gab.

      Natürlich habe ich auch meine eigenen Punkte, die mir nicht oder noch nicht gefallen:
      Rey hat mich schauspielerisch nicht recht überzeugt. Die Figur ist mir zu glatt, die Begegnung mit der dunklen Seite auf der Insel war nicht dicht und bedrohlich, nur irgendwie komisch verwirrend. Zu wenig Tiefe hier, eigentlich viel zu viel Zornmimik für die ach so gute Linie. Luke griff mich jenseits der Szenen am Ende, auch nicht, schauspielerisch, auch wenn ich seine Rolle im Film mochte. Dafür fand ich Kylo besser als im Film davor, konturierter, da war ich echt positiv überrascht.

      Mir hat auch die Geistversion Yodas nicht gefallen optisch. Was er tat allerdings, ließ mich durchaus schmunzeln. Es hatte viel Dagobaryoda drin. Der olle verschmitzte Jedimeister mit den ungewöhnlichen Methoden.

      Es bleiben noch ne Menge Fragen offen, der Film erklärte herzlich wenig, ließ fast alles weiter offen, was davor in Diskussion war. Mich persönlich würde es so dermaßen freuen, wäre Ray wirklich eine aufgegebene Schrotthändlertochter, es würde dann nämlich einmal wenigstens die ausgelutschte Auserwähltengeschichte nicht wiederholen und sie irgendwie an eine der großen Gestalten dranpappen. Befürchte nur hier leider eine Lüge Kylos. Schade, das wäre ne Neuerung, die mich reizt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Valentine ()

    • Theyn Tundris schrieb:



      "Zu Snoke"

      Jiaaah
      Scheiße wars.
      Der Charakter hatte ja nicht gerade viel Zeit sich zu entwickeln, dementsprechend kann ich ihn auch wenig Ernst nehmen.
      Zumal er auch etwas seiner Magie verloren hat: wie da dieser geschundene Mann auf seinem Stuhl saß war nicht nur ein Imperator-abklatsch - es war ein schlechter.
      Auf den ersten Blick wirkt er zwar stärker als Sidious, aber ihm fehlt eben die Entwicklung.
      Ein Charakter mit so unglaublich viel potenzial wurde einfach abgeschafft und - nichts und, das war es.
      Wir erfahren nichts über ihn oder woher er kommt, erfahren nichts über seine Spezies, sein Machtpotenzial.
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      "Zu Snoke"

      Ich habe mir gedacht dass Snoke vllt. Sidious ist? Ich meine... Die typischen Machtblitze, starke Machtblitze.. Es passt irgendwie.. Ja, er ist anders etc, aber möglich wäre es doch, nicht?
      i don givvu the bepis!
    • Ich fand Snoke einfach blass.
      Ein wenig mehr Dunkelheit, mehr Aura hätte ihm nicht schlecht gestanden, wie das geht sieht man durchaus in älteren SW Filmen.

      Ein Punkt war auch, als Chewie die Tür eintrat war mein erster Gedanke "Ach stimmt, den gibt's ja auch noch".
      Rückblickend habe ich durchaus den Eindruck das die "alte" Garde wie R2, C3PO usw. in den Hintergrund getreten ist um den neuen Jungstars das Feld zu überlassen.

      PS: Die Szene von Lea im Weltall vergessen wir lieber schnell mal wieder :D
      "My style is impetuous, my defence is impregnable, and I'm just ferocious"

    • Qintas schrieb:

      PS: Die Szene von Lea im Weltall vergessen wir lieber schnell mal wieder :D
      Wie ich schon gesagt habe, mochte ich die eigentlich. :P


      Was mich etwas irritiert: Sollte man nicht spüren wenn ein Lichtschwert auf einen gerichtet wird (mit der Macht)? Vor allem als starker Machtnutzer.. Oder liege ich falsch? Der tod von Snoke war irgendwie.. Dahingeklatscht. er war nur da um Kylo einen richtigen Sith werden zu lassen.
      i don givvu the bepis!
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      Generell sollte man sich von dem Gedanken lösen, dass man irgendwann, ab einem bestimmten Alter, wirklich "neues" sieht.
      Allso wirklich wirklich neues.

      Je nachdem wie Abstrakt man etwas betrachtet wird man immer wieder irgendwo parallelen finden.
      Wie etwa den klassischen Heldenmythos:

      Unbedeutende Person mit 0815 Hintergrund bekommt Fähigkeiten, lernt alten Meister kennen, wird trainiert, geht auf Heldensuche.
      Das hat man so oft. Und setzt man den Abstraktionslevel nur möglichst hoch an, so findet man das auch in nahezu allen Geschichten irgendwie wieder.

      Ich empfand es gerade nicht wie RotJ oder Empire strikes back.

      Ja, der Wiederstand wird angegriffen. Aber doch ganz anders. Und er reagiert ganz anders.
      Das einzige was für mich Deckungsgleich war war eben das Angriffsszenario. Das war aber nicht Hoth, sondern im All. Es wurde in Empire nicht verfolgt, nur gesucht. Man floh in Empire vergleichsweise schnell, bis auf Lukes ausrutscher in die Höhle.

      So viele Parallelen seh ich da nicht.
      Vielmehr gefiel mir die ganze Spoannung zwischen Poe, Vizeadmiral Holdo und Leia.

      Das Verhältnis zwischen Rey und Luke war ganz anders als zwischen Luke und Yoda (der gar nicht so ungewohnt aussah. Man hat das Ep V und VI Design benutzt, was ja auch passte).
      Die Frage warum er sie nicht trainiert war eine ganz andere. Obi-Wan hat nie an Luke gezweifelt. Das war Yoda. Und das weil ein Skywalker, der zu alt war, schonmal riese Katastophen auslöste
      Luke wollte Rey nicht ausbilden, weil er selbst mit der Macht brach und die Jedi mittlerweile ablehnte. Und, was viel tiefer drang, weil er von sich selbst enttäuscht war, weil er bei Ben versagte, sogar den Anflug an Intention hatte ihn zu töten und sich dafür schämte.

      Das kann man natürlich auch wieder sooooo abstakt behandeln, dass man sagt "alter Meister, junger Schüler, muss erst überzeugt werden, hat man ja tausendmal gesehen".
      Ja, er ist gestorben. Aber anders. Er hat eine Legende geschaffen indem er starb. Umgebracht wurde er auch nicht. Er ging Ahch-Tho um zu sterben, wie er selbst sagt, und war tief von sich selbst enttäuscht und verwundet. Das hat sich gelegt. Yodas Rolle empfand ich da als sehr passend. Der Auftritt am Ende gegen Kylo war auch stimmig. Danach ist er in Frieden freiwillig verstorben und Eins mit der Macht geworden. Dabei hat er seine Legende am Ende nicht "zerbrochen" sondern erweitert. Er ist am Ende ja die "neue Hoffnung", im Tod. Der legendäre Jedi, der zurückkehrte um sich der Ersten Ordnung zu stellen und sogar den Beschuss von einem halben Dutzend Turbolaserbatterien zu trotzen. Passte für mich als würdigen Abschluss von Luke Skywalker.

      Den Klamauk habe ich nicht als übertrieben wahrgenommen. Sowas hat man immer mal hier und mal da in Star Wars Filmen. Gab es früher auch schon. Es wirkte auch nie total unpassend. Mich stört das eigentlich immens, gerade wenn ernste Szene dadurch ins Lächerliche gezogen werden. Das stört mich am MCU so massiv, wo völlig dramatische Dinge passieren und immer irgendwo n flotter Spruch kommt.

      Der "Prank Call" bei Hux von Poe war passend, weil er damit hingehalten wurde.
      Auch die Gags auf Ahch-Tho mit den Einwohnern und der Zerstörung durch Rey war zwar lustig, aber nicht übertrieben.
      Wenn es wirklich ernst wurde, dann war da auch kein Klamauk mehr. Ähnlich also wie in anderen früheren Star Wars Filmen. Etwas Klamauk und Witz hat schon immer dazu gehört, ob einem nun die Ewoks und Jar Jar passen oder nicht: Das ist Star Wars! Das gehört dazu!
      Selbst "Rogue One", für mich neben "Empire" der dunkelste Film, hatte das immer wieder.

      Fragen die für mich offen blieben, und die ich gerne beantwortet bekommen hätte, sind vor allem:

      Wo zur Hölle kam Snoke nun eigentlich her?
      Der konnte recht viel. Am Ende wurde er von Kylo getötet. Die Szene, die ganzen Verwicklung um Rey und Kylo, mochte ich eigentlich sehr.
      Der Charakter Kylo Ren / Ben Solo entwickelte sich sehr gut, wie ich finde. Auch Rey zeigte deutliche Schwächen und Makel.

      Wie ist der Stand der Galaxis? Wie sieht das allgemeine Leben aus? Das kam etwas kurz, weil der ganze Film vor allem die Flucht des Widerstands abhandelte und dabei ca. 18 Standardstunden "in Film Zeit" abdeckte.

      Reys Eltern: Gefiel mir sehr gut. Einige ärgert das, weil man sich erhoffte sie wäre ein Sohn von Luke, oder Obi-Wan, oder oder oder.
      Dabei war sie, wie einst Anakin Skywalker, das Kind von niemandem von Bedeutung. Völlig unwichtig.

      Das Thema "die lebendige Macht", und das natürliche Gleichgewicht der Macht, wurde ja auch sehr deutlich mehrfach aufgegriffen. Etwa als Snoke erklärt, dass er sich schon fragte was entstehen würde wenn Ben fällt und die Jedi vernichten würde als er Lukes Ausbildungstempel zerstörte. Das war dann wohl Rey. So wie damals Anakin aufkam als die Sith aufstrebten.
      Das nun kritisiert wird der "Zauber" sei verflogen, da auch ein "Niemand" ohne besondere Abstammung sehr mächtig werden könnte und das "Skywalker-Erbe" damit vernichtet wäre, sogar "egal" geworden wäre, finde ich persönlich als Argument....mindestens strittig. Anakin war genauso. Diverse andere mächtige Machtanwender entstanden genauso.

      Fazit:
      Als "Kopie" älterer Episoden habe ich "Die letzten Jedi" so gar nicht empfunden. Man hat sich viel getraut. Man hätte Luke auch als den strahlenden Helden zurückkehren lassen können, der übermächtig die Erste Ordnung wegrotzt. Hat man nicht. Yoda war gut. Kylo Ren wurde viel interessanter.

      Man hat Kylos Niederlage gegen Rey als Versagen von Kylo herausgestellt. Gefiel mir auch.
      Man hat Hux reduziert. Das hat mir gut gefallen, da ich den Charakter eigentlich an der Spitze der Ersten Ordnung unter Snoke als völlig bresig empfand. Gerade die pseudo-Hitler-Rede auf der Starkiller Base. Jetzt wurde klar: Ja, Snoke fand auch, dass der so viel nicht kann, hatte aber genau deswegen eine bestimmte Verwendung für ihn. Der wird nicht als der "Super General" dargestellt.

      Das man mit der klaren Zuteilung "Hell-Dunkel" spielte und deutliche Grauzonen zeigte gefiel mir.

      Manche Fan-Erwartungen werden ohnehin nie erfüllt.
      Ich habe den Eindruck, dass sich Fans wünschen man würde ein Star Wars bekommen ,wie es früher war, das aber doch anders ist.
      Also ein Paradoxon. Bei Ep I-III meckerten alle es sei nicht wie IV-VI. Bei VII wurde sich beschwert es sei zu sehr wie IV.
      Man will was komplett Neues, das aber auch nicht zu neu ist und zieht dauernd parallelen zu alten Storyelementen, teilweise mit der Brechstange und wenn es nur ein Fitzelchen Ähnlichkeit in einer Startsituation gibt.

      Mir gefiel der Film deutlich besser als VII. Die Charaktere haben, abgesehen von Snoke, deutlich mehr Facetten und insgesamt mehr Tiefgang bekommen.
      Und man hat sich was getraut. Gerade mit Luke.


    • Nakkhen schrieb:

      Sollte man nicht spüren wenn ein Lichtschwert auf einen gerichtet wird (mit der Macht)? Vor allem als starker Machtnutzer.. Oder liege ich falsch? Der tod von Snoke war irgendwie..
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      Ich fand den eigentlich sehr passend.
      Snoke glaubte Kylo kontrollieren und vollkommen durchschauen zu können.
      Der war aber selbst Meister im manipulieren von Gedanken, vermutlich von Snoke beigebracht. Und Snoke reizte ihn, stellte ihn in die Ecke.
      Die überhebliche Siegessicherheit hat Snoke am Ende umgebracht, der da mit seinen Gedanken woanders war.

      Gerade das unspektakuäre fand ich passend. Es war mal kein "Bossfight" gegen den super Über-Bösen, denn im ernst:
      Der einzige der Snoke im direkten Kampf hätte besiegen können wäre Luke gewesen. Und der war nun wirklich bis zum Ende nicht willens dazu.


      Und nochmal:

      Wer bei Snoke und Kylo Ren von Sith redet hat weder Episode VII noch VIII verstanden und passt seit nunmehr 2 Jahren nicht auf!
      "Setzen, Sechs" --> Dafür werd ich sogar Geld in das Phrasenschwein.

      Diesmal sagen sie es ja sogar im Film direkt!

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Malycus ()

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      Finde Snoke sehr wohl als stark in der Macht dargestellt. Wie spielend der Rey wie an Fäden führt, wie krass er deren 'Verbindung' orchestriert und nutzt. Für mich kam da sehr wohl herüber, wie stark der in der Macht ist. Und er wird auch nicht wirklich in einem direkten Kampf getötet. Glaubhaft für mich.
      Er wähnt sich halt absolut sicher, durchdrungen von dem Wissen um seine Macht. Die beiden im Raum sind keine Gegner, sondern, bestenfalls, Werkzeuge
      Hab den Tod Snokes sogar als aktives Gedankenlesen gesehen, nur dass Kylo genau mit diesem Wissen arbeitete und Snoke genau präsentierte, was der erwartete und warum sollte der das hinterfragen? Snoke spricht ja aus, wie nun Entschlossenheit an die Stelle des Konflikts in Kylo trat, wie der sich darauf vorbereitet, den Streich gegen 'seinen wahren Feind' zu führen. Kylo dreht gleichzeitig sein Schwert körperlich und Lukes in der Macht. Snoke erwägt nicht einmal im Ansatz, dass Kylo sich gegen ihn stellen würde. Er sieht ihn als unter völliger Kontrolle, erwartet nun, dass der Rey niederstreckt, hinterfragt das nicht einmal. Was ihn umbringt, ist nicht ein Mangel an Stärke, es ist die eigene Überheblichkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Valentine ()

    • Nakkhen schrieb:

      Theyn Tundris schrieb:

      "Zu Snoke"

      Jiaaah
      Scheiße wars.
      Der Charakter hatte ja nicht gerade viel Zeit sich zu entwickeln, dementsprechend kann ich ihn auch wenig Ernst nehmen.
      Zumal er auch etwas seiner Magie verloren hat: wie da dieser geschundene Mann auf seinem Stuhl saß war nicht nur ein Imperator-abklatsch - es war ein schlechter.
      Auf den ersten Blick wirkt er zwar stärker als Sidious, aber ihm fehlt eben die Entwicklung.
      Ein Charakter mit so unglaublich viel potenzial wurde einfach abgeschafft und - nichts und, das war es.
      Wir erfahren nichts über ihn oder woher er kommt, erfahren nichts über seine Spezies, sein Machtpotenzial.
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      "Zu Snoke"
      Ich habe mir gedacht dass Snoke vllt. Sidious ist? Ich meine... Die typischen Machtblitze, starke Machtblitze.. Es passt irgendwie.. Ja, er ist anders etc, aber möglich wäre es doch, nicht?
      "Zu Snoke"
      nein es wurde mal bestätigt, dass er tatsächlich kein bekannter Charakter ist.


      Wie er starb fand ich im Übrigen auch gut, nur schade, dass es so schnell passierte.
      Im letzten Teil war er noch der übermächtige Strippenzieher im Finsteren, dann war er plötzlich nicht mehr so unantastbar und wurde der Erwartug irgendwie nicht ganz gerecht.

      Aber dass Snoke und Kylo keine Sith sind stimmt nur bedingt.
      Sie sind, wie Rey, keine „echten“ Angehörigen der Alten Orden, repräsentieren aber durchaus deren Stellung und Gesinnungen.
      Auch stellt sich Kylo/Ben selbst ja in das Erbe Darth Vaders, Snoke tat dies ebenso.
      Die beiden hatten also durchaus den Anspruch Sith zu sein.





      Malycus schrieb:



      Das man mit der klaren Zuteilung "Hell-Dunkel" spielte und deutliche Grauzonen zeigte gefiel mir.

      Welche Grauzonen meinst du?
      Ich habe solche überhaupt nicht bemerkt.
      Es war immer und ausschließlich Dunkel gegen Hell!
      Bis auf den moment als Luke sein neues Konzept von der Macht vorstellte: dass sie das Gleichgewicht in der Welt ist und daher eben auch Hell und Dunkel beinhaltet.
      Das mag die einzige sein - und für mich viel zu wenig.
      "Was würden wir ohne die Verrückten tun, die erträumen, was noch keiner denken kann?" Q

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Theyn Tundris ()

    • Es stimmt nicht nur "bedingt", es ist genau das:

      Snoke und Kylo Ren sind keine Sith und haben sich auch nie als solche gesehen.

      Kylo sieht sich im allgemeinen Erbe seines Großvaters was seine Bindung an die Dunkle Seite und seine Taten angeht (Auslöschung des Jedi-Ordens).

      Das macht ihn allein nicht zum Sith.


      In diesem Film wird sogar klar gesagt, dass das alles "vorbei" sei mit Sith und Jedi.


      Jenseits solcher "Fanaussagen" hat es nie irgendeine Verbindung zwischen Snoke und Kylo zu den Sith gegeben.
      Nur weil man Dunkler Machtanwender ist ist man noch lange kein Sith.
    • Der Film sagt nicht, dass Jedi und Sith Vergangenheit sind, sondern es sein sollen.
      Kylo möchte ja erst nach dem Tod Snokes das durchsetzen.
      Davor wollte er Sith sein/werden.
      Tatsächlich aber waren sie dunkle Jedi (wie du schon erwähnt hast malycus, also eben dunkle Machtanwender).
      Wie Snoke zu den Sith steht wissen wie ja leider nicht, aber wenigstens nutzte er deren Ausbildungsmodell - und damit ein Stück weit deren Kodex.
      Sicher sind sie keine Sith des alten Ordens (wie ich ebenso schon sagte), sondern könnten die eines neuen gewesen sein (man beachte die Relativierung).
      Ebenso wie Rey keine Jedi des alten Ordens ist sondern... erstmal nur eine helle Jedi/Machtanwenderin.
      "Was würden wir ohne die Verrückten tun, die erträumen, was noch keiner denken kann?" Q
    • Ich für meinen Teil weiß nicht, wer Snoke war und ist und was er da an Wissen mitbringt. Dass er einen Schüler hat, ist irgendwie nicht nun so das durchschlagende Argument dafür, dass er sich in die Tradition der Sith nach Bane stellt oder sowas.

      Dass allerdings Kylo schon im Vorgängerfilm Vader verklärt und stilisiert als eher persönliche Identifikationsfigur scheint mir auf der Hand zu liegen. Das wirkt auf mich eher wie Personenkult.

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      Das ist genau das, was ich durchaus reizvoll finde an den neuen Filmen: wie gehen Machtsensitive mit der Macht um, wenn die Traditionen, die Philosophien, die Macht gliedern und einordnen, letztendlich weitestgehend weggebrochen sind? Wenn eben keine Vorbereitung im Kindes/Jugendalter verstehen hilft, sondern die Charaktere mit einer rohen Macht konfrontiert sind ohne Kanalisierung und langjährige Führung hin zu ausgerichtetem Verständnis. Ob die Filme das ausschöpfen werden, weiß ich nicht, aber der Ansatz ist spannend. Nur halt anders eben als Episoden 1-6. Wobei die Verbindung in den alten Filmen ja bereits dünner ist.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Valentine ()

    • Letztenendes erfahren wir kaum etwas über Snoke. Er wird zwar "sithig" dargestellt und füllt deren Nische aus (und wenn es niemand explizit sagen würde, daß es anders wäre, würder jeder sofort "Sith" schreien), entspringt aber formal wohl einer anderen Quelle, da die "offziellen" Sith ja mit Sidious und Vader ohne Nachfolger ausgestorben sind. Das macht es um so unbefriedigender, daß man sich so über das Thema ausschweigt.
      “The greatest teacher, failure is.”
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