Achtung Spoiler: Die letzten Jedi Diskussion

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      Was Snoke angeht muss ich gestehen, dass mir der Charakter fast am besten gefallen hat, eben weil wir keine Antworten bekommen haben. Momentan ist es natürlich leicht zu sagen: "Ja, aber über Palpatine wussten wir alles! Und wer ist dieser Snoke eigentlich? Boah, kann man auch gleich sein lassen! MECKER!" - über Palpatine wussten wir weder in Episode 5, noch 6, dass er einer der stärksten Charaktere im ganzen Universum sein wird. Wussten nichts über seinen Aufstieg, sondern einfach nur, dass er Alt und der Meister von Vader ist. - Grob zusammengefasst.
      Nach und nach wurde das erst in Comics und später mit den Prequels erklärt. Und bei Snoke wird es sich genauso verhalten.

      Und mal ehrlich...ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass Snoke tot ist, oder? Für mich wurde das spätestens nach der Szene, in der alle in den Falken steigen, offensichtlich.
      Schließlich hatte der Supreme Leader den beiden neuen Stars der Triologie ja gesagt, dass er die beiden mental verbunden hat, sodass Rey und Kylo am Ende vor ihm stehen. (Darkness Rises and light to meet it)
      Nach dem Tod von Snoke ist das natürlich kein mal mehr vorgekommen, bis auf die Szene, in der Rey die Rampe des Falken hinunter- und Kylo durch den Gang des Mienenschachtes blickt.
      In diesem Moment sehen sie sich, was mich annehmen lässt, dass man einen so heiß erwarteten Antagonisten wie Snoke nicht einfach verpulvert und er in Ep. IX zurückkehrt.
      Darkness rises...and light to meet it.
    • Also ich muss sagen, dass mir der Film nachdem ich heute morgen aus den Kino kam gemischte Gefühle hinterlassen hatte. Nachdem er aber etwas gesagt ist muss ich sagen das er mir eigentlich ganz gut gefallen hat.

      Ja die jokes - dieser Disney Humor den man ja irgendwie aus den marvel Filme. Kennt fand ich auch unpassend wenn auch trotzdem ab und an lustig. Und ja es war etwas wie wenn man ESB und RotJ in einen mixer steckt und sich das dann ansieht... Sogar mit wörtlichen Zitaten wen ich nicht irre (dir aber eher ein schmunzeln hervorgerufen haben) aber neben diesen beiden mächtigen Zutaten hatte es auch nicht was eigenes. Ein paar eigene Ideen und Wendungen gab es ja und die waren ehrlich gesagt ganz gut. Warum man nicht hingeht und sich was ganz neues ausdenkt kann ich nicht verstehen aber ok.

      Die "rey frage" ist für mich noch nicht geklärt. Luke war zu sehr mit Nachdruck an ihrer Herkunft interessiert und kylos Antwort kam zu aufgesagt rüber. Ich glaube und hoffe das ist nur eine Finte a la "ein junger Schüler namens vader hat deinen Vater getötet"

      Ihre Macht wird mit der von kylo gleich gesetzt was für mich grade die skywalkertheorie wiederbelebt aber wir werden sehen irgendwann.

      Ich finde auch die Ausgangsposition. Ist eine völlig neue. Wir haben einen unberechenbaren kylo, einen nicht ausgebildeten jedi und nur eine kleine Gruppe Rebellen... Und einen möglichen Schüler? Vielleicht wird ep9 ja etwas von ep1 haben....

      Alles in allem war es ein guter Film mit leuchten Schwächen auch was snoke betrifft aber darüber kann man finde ich hinwegsehen..
    • Funktfact zu Kylo-Ren und Sith:

      Im Spiel "Galaxy of Heroes" werden die zwei verfügbaren Kylo-Charaktere zwar der dunklen Seite zugeordnet, aber nicht der Kategorie Sith. *g*
      "In dem Moment, in dem wir erkennen, dass unsere Zeit nicht unendlich ist, beginnen wir, diese Spanne mit aller Energie und aller Leidenschaft zu füllen, über unsere Grenzen hinaus zu denken und jeden Augenblick so intensiv zu leben, wie wir es als Kinder getan haben."

      - Ludovico Einaudi
    • Ohne jetzt die Kritikpunkte der anderen zu lesen, mein Fazit und ich spar mir den Spoilertag, weil, steht ja schon in der überschrift.

      Ich muss sagen, besser als 7, aber auch nicht ganz das was ich mir gehofft hatte. Es hat wirklich nur mehr mit Humor zutun, einige Stellenw aren sehr inetressant, aber überwiegend, naja... Wenn sie so weiter gefahren wären wie mit Rogue One, also wirklich das düstere und ernste, dann hätten die Episoden-Teile auch was, aber naja.

      Alles in Allem...

      Effekte sehr gut, wer eben auf Spaceballs steht wo Star Wars drin ist, auch gut, Humor sowieso, aber "STAR WARS" ist es leider nicht mehr in meinen Augen.
      Ich bin für das verantwortlich, was ich schreibe, aber niemals für das, was ihr darunter versteht. !!!

      !!! PlayTwi Ausgabe 38 ist da !!!
    • Ich habe das Kino gestern Nacht eigentlich mit mehrheitlich positiven Eindrücken verlassen.

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      Besonders, wie ja schon von manchen hier angesprochen, dass sie eben nicht die einfachen, offensichtlichen Lösungen genommen haben wie z. B. Luke ist innerhalb von fünf Minuten aus seiner tiefen Überzeugung und Depression zu reißen, er rasiert sich und wird in Sachen Tugend und Macht das uneheliche Kind von Yoda u. Obi-Wan, Ben wird von Rey zur Umkehr bewegt, Snoke stellt sich als Sidious 2.0 heraus usw., sondern bewusst kleine positive "Überraschungen" eingebaut haben.
      Snoke stirbt, ohne großen Kampf, es ist auch gerade keine Heldentat, sondern Ben nimmt seinen Platz ein. Rey ist nicht das Kind von einer der "Macht-Dynastien", der tollkühne aber nur halb durchdachte Plan der kleinen, tapferen aber ungehorsamen Truppe innerhalb der Resistance, ist nicht die Rettung, sondern bringt beinah den Untergang, um nur ein paar der Größeren zu nennen.
      Zudem zeigt Reys Ursprung, das in der Macht eben nicht nur Blut und Familiennamen zählen, sondern dass in Zeiten der Not auch jemand "Einfaches" zum Instrument des großen Mysteriums werden kann.

      Da ist finde ich manches "Neue" dabei, mit genug Elementen dessen was wir kennen und lieben. Die "alten Helden" haben ihre Momente, stehlen aber nicht die gesamte Show.

      Ich finde dieser Film behandelt sowohl thematisch, als auch stilistisch recht hübsch das Thema Balance. Inhaltlich die Balance zwischen Gut u. Böse, Hell und Dunkel, stilistisch die Balance zwischen Alt und Neu, Nostalgie und Frische. Dazu kommt z. T. passender Humor und ja, leider in manchen Momenten Disney-Unsinn, aber das war doch wohl zu erwarten und jetzt nicht so dominant, wie Jar-Jar, das dümmliche Ding aus dem Sumpf, dass man es nicht ignorieren konnte.
      Klar hat der Film weitere Probleme und Schwächen, aber nicht so Gravierende, dass ich deshalb jetzt das Gesamtbild so weit zerpflücken muss, dass nichts übrig bleibt, worüber ich mich freuen kann.

    • Viele Dinge werden, ob es einem gefällt oder nicht, vermutlich wieder erst im Nachhinein beleuchtet.
      Bücher gibt es ja auch wieder genug. Leider platzt das alles bei mir. Hier stehen 6 ungelesene Bücher rum und Comics rutschen immer mehr nach.

      Wenn man den Vergleich zwischen der alten und neuen Trilogie zieht, dann ist das aber auch nichts neues.

      Guckt euch mal Episode IV bis VI an und fragt euch:
      - wer ist Palpatine? Wo kommt der her?
      - wer sind die Jedi genau? Wo kommen die her?
      - wer sind die Sith? Wo kommen die her?
      - wie entstand das Imperium?
      - was zur Hölle ist ein Klonkrieg?

      Das sind nur ein paar Fragen die allesamt in den Filmen nicht so richtig beantwortet werden.

      Gut, einige Dinge stören mich nun wirklich. Nicht zu wissen wo Snoke herkam ist da zu verschmerzen.
      Die Ritter von Ren werden in Ep VII erwähnt. Das es unbefriedigend ist nicht zu wissen wer die sind liegt eigentlich nicht an Episode VII, denn deren Ursprung ist da unerheblich.
      Es wirkt blöd, weil man weiß, dass es die 30 Jahre vorher nicht gab. Und in Episode VIII tauchen sie auch nicht mehr auf. Was wurde aus denen? Wenn Kylo der "Erste der Ritter von Ren" ist, wer sind dann die anderen?
      Stimmt Reys Vision zur Zerstörung des Lehrtempels überhaupt? Da stand Kylo in Rüstung. Es wirkte als hätte er aktiv angegriffen. In VIII ist das anders dargestellt.

      Das sind Fragen die im Nachhinein kommen.
      Gewannst du den Freund, dem du wohl vertraust,
      So besuch ihn nicht selten;
      Denn Strauchwerk grünt und hohes Gras
      Auf dem Weg, den niemand wandelt.
    • Illwariel schrieb:

      Letztenendes erfahren wir kaum etwas über Snoke. Er wird zwar "sithig" dargestellt und füllt deren Nische aus (und wenn es niemand explizit sagen würde, daß es anders wäre, würder jeder sofort "Sith" schreien), entspringt aber formal wohl einer anderen Quelle, da die "offziellen" Sith ja mit Sidious und Vader ohne Nachfolger ausgestorben sind. Das macht es um so unbefriedigender, daß man sich so über das Thema ausschweigt.
      Die "offiziellen" Sith wie du sie nennst, sind schon länger Tod. Nämlich seit das jetzige in Swtor existierende Imperium nicht mehr existiert und später ein dunkler Jedi einen neuen Orden der Sith gründet - wenn man nach den Legends geht.


      @Noctis

      Ich denke auch, dass Snoke noch nicht ganz Weg vom Fenster ist. Tod ist er, das steht fest, aber es gibt ja immer noch Machtgeister.
      "Was würden wir ohne die Verrückten tun, die erträumen, was noch keiner denken kann?" Q
    • Ich musste den Film eine ganze Weile auf mich wirken und Revue passieren lassen, um meine gemischten Gefühle zu ordnen.

      Cons

      • Die übertriebene Albernheit der ersten Minuten. Ja, der "Prank Call" passte. Fand ich erst auch stimmig. War mir dann aber zu lang gezogen, zu ausgelutscht und mMn hätte Hux selbst drauf kommen müssen. Wie soll man ihn da noch ernst nehmen. Die TIE-Fighter werden auch wieder gestartet, als quasi schon alles vorbei ist.
      • Die Albernheit setzte sich fort, als Rey beinahe feierlich Luke das Lichtschwert übereichte. Und er wirfts einfach weg. Ich sah wie alle im Umkreis meines Sitzes, sich verwundert umdrehten, um die Reaktionen der anderen zu erhaschen. Ich fands unpassend.
      • Die Logik dieser Verfolgunsjagd oder besser gesagt das fehlen dieser, regt mich auf. Es kann mir doch keiner erzählen, dass nicht einer der Sternenzerstörer n bisschen schneller fliegen kann. Und selbst wenn, haben die gefühlt 1000 TIE-Fighter an Bord. Man sah an Kylos Angriff, dass sie die Reichweite locker haben. Gut, kriegen sie halt keine Rückendeckung. Wenn das wirklich der letzte Rest des Wiederstands ist und man die Chance hat, die ein für alle man zu vernichten, dann wäre es mir als Snoke doch egal, ob dabei 80% der TIE-Fighter hopps gehen, solange das Endziel erfüllt wird. Und auch wenn man das nicht machen will: Es war ja nicht die gesamte Flotte der ersten Ordnung am Start. Dann sagt man dem nächstgelegenen Schiffsverbund per Funk "springt mal bitte in unser System, am besten genau da und da hin, dann landet ihr vor denen und wir haben sie umzingelt." Bei einem Zeitfenster von 18 Stunden stehen die Chancen nicht so schlecht, dass die eigenen Schiffe rechtzeitig eintreffen.
      • Die mit Abstand dümmste Szene im Film, wenn nicht in allen Star Wars Filmen ist für mich das Überleben von Lea nach dem Angriff auf die Brücke. Nie was mit der Macht getan außer rudimentär Dinge zu spüren und plötzlich überlebt sie, hält sich davon ab zu erfrieren und schwebt chillig zurück ins Schiff. Mehr Plotarmor ging auch nicht oder?
      • Auch wenn die Interaktionen zwischen Rey und Luke viel Screentime hatten, hat sie quasi keine Ausbildung bekommen. Einmal "Mach die Augen zu, tief durchatmen und fühlen" und einmal "Das Vermächtnis der Jedi ist versagen." Das war enttäuschend und kann nicht mal ansatzweise mit dem Unterricht von Yoda in Ep5 mithalten.
      • Luke der den Gedanken hegt, Ben umzubringen. Ich mag Grumpy-Luke (s.u.) und fand den Charakter im gesamten Film bis auf diese zwei Szenen sehr passend, sehr sympathisch und nachvollziehbar. Das Luke jedoch auch nur den Gedanken so weit tragen würde, dass er aktiv das Lichtschwert zündet ... das scheint für mich einfach nicht passend. Da verstehe ich sehr gut Mark Hamill, der Rian seine Bedenken zu Luke Entwicklung mitteilte und ihm nach eigener Aussage wörtlich sagte "I fundamentaly disagree with everything you decided for my character". Zumindest in diesem Punkt stimme ich zu.
      • Snokes Abgang. Super mächtig, super böse und dann verschwindet er so schnell wie die Starkiller-Base. Macht den selben Fehler wie alle Bösewichte. Den Erfolg zu lang auskosten und ne Rede schwingen. Wenn er doch so weise ist, müsste er es besser wissen. Und wenn er doch so mächtig ist, dann hätte er die Intention von Kylo und das Zucken des Lichtschwerts bemerken müssen.
      • Es gab kein episches Lichtschwert-Duell. :(


      Pros
      • Direkt ein geiles Raumgefecht zu Beginn des Filmes mit abermals hervorragender Kameraführung und Effekten. Bomber, die den Namen Bomber auch verdienen. Gefiel mir.
      • Sehr schöne Charakterentwicklung für diverse Charaktere. Poe zeigt zum Beispiel, dass er mehr kann als nur "fliegen und abknallen".
      • Grumpy-Luke. Es wurde viel Zeit genommen zu erklären, was genau passiert ist (sogar aus zwei Perspektiven!), warum er grumpy ist, warum die Jedi enden sollten und so weiter. Passte einfach. Der gebrochene Held kam gut rüber. Ich mag Luke sonst gar nicht, aber hier war er mir glatt sympathisch. Auch merkte man ihm an, dass er Angst vor weiterem Versagen hat.
      • Yoda. Ich fand es absolut klasse, dass sie die alte Puppe von 5 und 6 genommen haben und wieder Frank Oz den Puppenspieler gemacht hat. Perfekt. Auch das Yoda Luke darauf hinweist, dass er immer noch die selben Fehler macht wie vor so vielen Jahren und das der Trigger ist, der Luke dann zum Handeln bewegt ... wunderbar.
      • DJ. Der Charakter und die Twists waren wie von Valentine beschrieben sehr schön.
      • Die Machtverbindung von Kylo und Rey wurde intensiv beleuchtet und gut in Szene gesetzt.
      • Mit Abstand am besten gefielen mir die ganzen Plottwists, vor allem im letzten Drittel. Ich hatte wirklich damit gerechnet, dass Kylo sich bekehren lässt, man wurde ja auch den ganzen Film darauf vorbereitet. Dass er Snoke dann aber umlegt, um selbst die Macht zu ergreifen ... total gut. Die Charakterentwicklung war so umfassend, dass sie hier den Rahmen sprengen würde. Bin ich sehr zufrieden mit. Nun versteht man auch, warum er Luke so hasst und ich fands passend, dass er die Gorilla-ATs hat auf ihn schießen lassen.
      • Die Wachen von Snoke und das Ringen zwischen Rey und Kylo wer nun wen bekehrt fand ich sehr schön und spannend.
      • Die Offenbarung von Snoke, dass er das Machtband zwischen den beiden gelegt hat, hat mich positiv überrascht. Sehr passend für einen "evil-Mastermind".
      • Lukes heroischer Auftritt der Twist mit dem Trugbild, der geile Dialog mit ihm und Kylo, der innere Frieden und das freiwillige Sterben wie Obi-Wan vor ihm. Sehr passendes Ende für Luke Skywalker. Da sehe ich es wie Malycus, das hat seine Legende nur erweitert.
      • Anakins Lichtschwert ist kaputt. Ich hoffe inständig, dass das jetzt nicht mehr weiter recycelt wird und Rey sich ein eigenes baut.


      Fazit: Einige Logiklücken sind so gravierend, dass sie ihm glatt den Spaß verderben können. Der Humor ist teilweise so over the top, dass es nervt. Die First Order stellt sich an wie der letzte Haufen Idioten, schlimmer noch als die Stormtrooper des Imperiums je waren und da gabs n Typen, der gegen die Tür gelaufen ist. Die vermitteln für mich überhaupt nicht mehr das Gefühl einer ernst zu nehmenenden, großen Bedrohung. Eher wie Kinder mit teurem Spielzug, das kräftig Wumms hat. Die positiven Faktoren überwiegen jedoch deutlich, es war keine direkte Kopie eines alten Films wie 7 es war. Mit "Das Imperium schlägt zurück" kann 8 aus meiner Sicht nicht mithalten, aber ich ordne ihm im oberen Drittel der 8 Filme ein.
    • Ich habe ja den Eindruck, dass "Das Imperium schlägt zurück" massiv romantisiert wird.

      Der Film ist ebenfalls voller Logiklöcher, kruder Dialoge, unaufgeklärter Dinge und und und.

      Heute stellt man sich aber gerne hin und tut so als wäre dem nicht so. Man vergleicht Episode VIII mit einer romantisierten Vorstellung eines "Muster-Star Wars"-Films, der so wie er dargestellt wird gar nicht war.
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    • Das habe ich - und ich glaube die anderen auch nicht - auch nicht behauptet. Logiklöcher gibts in jedem Star Wars. Die Frage ist nur wie groß die sind und wie sehr sie ins Gewicht fallen.

      Selbst wenn ich diese aus meiner Bewertung von 8 rauslasse:

      Die Konfrontation zwischen Vader und Luke inklusive der Offenbarung am Ende, ist einer _der_ Star Wars Momente. So einen erzeugte 8 bei mir nicht. Schon deswegen teile ich die Aussage einiger Quellen im Internet es wäre "der beste" Star Wars Film nicht.

      Das Jedi-Training auf Dagobah sprach ich schon an. Auch das fehlte mir in 8.

      Die imperialen Streitkräfte sind zwar doof, aber nicht so komplett blöd wie die First Order.

      Und so weiter.
    • Da wir nicht wissen, welche Hintergrundinformationen künftig noch enthüllt werden und welche Informationen uns generell in den Filmen noch erwarten, sind Bewertungen der aktuell exisitierenden Logiklöcher erst einmal rein spekulativ. Zumal man ehrlicherweise über selbige meistens auch nur dann stolpert, wenn man sich intensiver mit dem Thema auseinandersetzt und die Filme nicht einfach nur als geneigter Zuschauer konsumiert.

      Der Film selbst hat mir sehr gut gefallen und liegt für mich leicht vor dem Vorgänger, hatte allerdings seine Längen, die m. E., genau wie die leider immer beliebter werdenden ausufernden Comedy-Elemente, nicht nötig gewesen wären. Von der einen oder anderen Charakterentwicklung und -darstellung hatte ich mir etwas mehr erhofft und zu einigen Szenen wären etwas mehr Informationen zu dem was dort gerade passiert schön gewesen, alles in allem habe ich mich jedoch sehr gut unterhalten gefühlt.

      Etwas gestört hat mich allerdings die teilweise komisch anmutende Darstellung von Konsequenzen aus Aktionen, welche man in einem Spiel vermutlich auf eine vermurkste oder veraltete Physik-Engine schieben würde :D Das ist allerdings kein exklusives Problem dieses Films, es ist mir lediglich an einigen Stellen, z. B. in der Szene "Explosion im Hangar", verstärkt aufgefallen.
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      Es gibt herzlich wenige Filme ohne massive Logiklöcher oder irgendwelche Kanten. Schaut man sich einen Film kritisch an und genießt nicht einfach die Geschichte, wird man die meisten ordentlich zerpflücken können.

      Star Wars... hatte es noch nie so arg mit Logik.

      Da durften immer die ausgebildeten Trooper Blaster tragen, weil das so schöne Linien macht, und waren eher Geschosse, Zielscheiben und weißes Dekor (vor der Retouche). Lichtschwerter, Kampfgeräusche im All, nun dann aktuell BB8 als glatt ausschauende Kugel auf Sand. Das denk ich mir dann zurecht, solange es eben noch im Film um anderes geht.
      Da gibt es Filme, die in den Himmel gelobt wurden, die einen so viel mehr Kröten schlucken ließen (Fury Road... oh... Gott, Fury Road).

      Ja, jene Szene zwischen Luke und Vader ist unsterblich geworden und wirkte ja völlig auch über die Filme, sogar über das Genre hinaus. Damit zu vergleichen, allerdings, ist glaub ich einfach nicht mehr möglich. Es gibt so viel mehr nun. Eine Szene zu schaffen, die so einschlägt wie die und die dann noch 'völlig neu' ist, wird empfindlich viel schwerer werden. Und selbst wenn es so gewesen wäre: direkte Konfrontation, tiefgreifender Einzeiler irgendeiner Art - wie viele Leute hätten dann geschrien, es repetiere doch eh nur die alten Filme?
      Die Situation war so dermaßen anders damals: Star Wars als Wagnis, als Novum. Die mediale Landschaft war anders, die Sci-Fi-Gemeinde verschworene Freaks, die Flutung des Massenmarkts mit Filmen in diesem Genre oder einer Entsprechung nicht vorhanden. Auch wenn Lukas selbst nicht im luftleeren Raum fabulierte (also schon.. äh... aber!), sondern ja auch auf Erzähltraditionen zurückgreifen konnte oder die etablierte Sci-Fi beerben konnte.

      Was ich allerdings wirklich teile, Vastor, ist dass mir bei Rey einfach die Entwicklung viel zu schnell geht und sie ist mir generell auch zu flächenbegabt. Gut, die olle Droidenschrauberei in Kombination mit dem Fliegertalent ist mittlerweile ein sehr weitergereichter Hut. Dann kann sie mit dem Stab kämpfen, was sich mühelos und halt viel, viel zu schnell auf das Lichtschwert überträgt. Aus einem starken Willen und einem Widerstehen von Gedankenkontrolle erbt sie sofort einen Jeditrick. Gut, der funktioniert (E7) nicht gleich, aber schnell.
      Lukes Unterweisungen Reys fand ich interessant, aber halt echt nur einen Anfang.
      Hier fehlt das Scheitern, hier fehlen die Fehler, die Übungen und sie kommt dann sehr schnell zurecht, hält sich gegen den doch offenbar geschulten Kylo. Und am Ende hebt sie halt mal nen Steinbruch voll Felsen an, relativ mühelos. Ist mir alles zu schnell und zu viel und zu glatt erfolgreich. Das war, finde ich auch, auf Dagobah schöner. Auch diese Begegnung mit der dunklen Seite war einfach nicht im Ansatz nah an Lukes Höhle.
      Allerdings war es auch verteilter. Hier wurde sehr viel in einem Film erzählt und der war schon so recht lang.


      Humor... das wird immer Geschmackssache sein. Aber die StarWars-Filme hatten immer, auch unter Lucas, humoristische Elemente. Für mich gehören die so sehr dazu, dass ich es mau fände, wären sie nicht da. Droiden, Ewoks, Charaktersprüche - da gab es schon vor Binks eine Menge von. Den Gungan fand ich grauenvoll, hier hat es für mich gepasst.
      Ich fand nicht, dass sie überhand nahmen und vor allem waren sie, wie Malycus hier schon mal schrieb, in den dichten, bedrückenden Szenen weniger da. Schrieb es schon, aber so im Vergleich das Ende von Thor 3 - DAS ist Klamauk, der die Dramatik eines Films gänzlich aushebelte.
      Für diesen Film hätte ich gern Beispiele von den wirklich störenden Elementen, die die Stimmung ruiniert hätten, bleibend.


      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Valentine ()

    • Humor war halt bisher hauptsächlich eine Domäne vom unvergleichlichen Han Solo :love: mit seinen trockenen Bemerkungen. Mittlerweile liegt der Schwerpunkt eher beim flachen Slapstick.

      Früher war eben alles besser ... :rolleyes:
      “The greatest teacher, failure is.”
      - Yoda

      "Das Problem mit Zitaten im Internet ist, dass man ihnen nicht trauen kann."
      - Abraham Lincoln (1809-1865)
    • Valentine schrieb:

      Lukes Unterweisungen fand ich interessant, aber halt echt nur einen Anfang.
      Ich hoffe einfach, dass er als Machtgeis in 9 auftritt und den "Unterricht" fortsetzt, so wie Yoda und Obi-Wan es bei ihm getan haben - ein wenig zumindest. Oder das gezeigt wird, wie sie die alten Schriften der Jedi liest oder sich in Dialogen darauf bezieht und man merkt "ok die hat sich beschäftigt". Irgendwas eben, dass es nicht zu glatt wirken lässt, wie es bisher der Fall ist.

      Valentine schrieb:

      Humor... das wird immer Geschmackssache sein. Aber die StarWars-Filme hatten immer, auch unter Lukas, humoristische Elemente. Für mich gehören die so sehr dazu, dass ich es mau fände, wären sie nicht da. Droiden, Ewoks, Charaktersprüche - da gab es schon vor Binks eine Menge von. Den Gungan fand ich grauenvoll, hier hat es für mich gepasst.
      Das stimmt. Persönlich habe ich kein Problem mit JarJar. Seine Rolle ist im Vergleich zu General Hux deutlich geringer und das ist mein Kritikpunkt. Den dritthöchste Befehlsgewalt der First Order so ins Lächerliche zu ziehen, das ihn auch die Leute um ihn herum nicht mehr ernst nehmen können, ist mir einfach too much und wirkt ein noch schlechteres Bild auf die Überreste des einst stolzen Imperiums.

      Wenn es nach dem ersten oder zweiten "Können Sie mich hören?" aufgehört und er den Prank verstanden hätte, ok. So musste er sogar noch drauf hingewiesen werden und das ist mir für eine Figur, die eigentliche Bedrohung signalisieren soll, too much.
    • Vastor schrieb:

      Den dritthöchste Befehlsgewalt der First Order so ins Lächerliche zu ziehen, das ihn auch die Leute um ihn herum nicht mehr ernst nehmen können, ist mir einfach too much und wirkt ein noch schlechteres Bild auf die Überreste des einst stolzen Imperiums.

      Snoke sagt ja was zu Hux.
      Das trifft es ja.
      Damit kann man maximal die Frage stellen warum Snoke einen so grenzdebilen Spinner zum General macht, nicht aber warum die Drehbuchschreiber versuchen einen so grenzdebilen Charakter ernst wirken zu lassen. Denn das ist er nicht. Er füllt die Rolle nicht aus und soll es scheinbar auch nicht, weil sich Snoke, was auch immer, dabei denkt.

      Das gab es im Star Wars Universum aber nun auch schon an anderen Stellen.
      "Stell den Fanatiker als Vorbild nach vorne, auch wenn er fachlich eine Fusshupe ist."

      Jemand von der 501st sagte zurecht: Mit dem Tod von Snoke hat die Erste Ordnung die einzige Identifikationsfigur verloren.
      Das teile ich und finde ich schade. In der sonstigen Story drumrum, Comics beispielsweise, gibt es da mehr.
      Den Admiral am Anfang fand ich nett. War aber schnell weg vom Fenster.
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      Ich weiß nicht, ich fand es passend. Störungen der Verbindungen sind zumindest ja denkbar, warum müsste er denn alles sofort durchschauen und warum muss er gefeit sein gegen Peinlichkeiten? Dass er da vorgeführt wurde, ändern nichts an der Macht oder seiner Möglichkeit, die Rebellen zu orten und ihnen zu folgen. Der war gerade so wunderbar in Fahrt mit seiner kleinen Rede und der Egopflege, dass er zunächst gar nicht rafft, was da geht. Danach war das auch nicht mehr so recht zu retten für ihn. Dem Mann quillt doch die Überheblichkeit aus jeder Pore und ich finde recht gut, das die tatsächlich eben auch angreifbar macht. Arroganz hat Schattenseiten. Eigentlich verträgt sich die nämlich eben nicht mit kühler Besonnenheit. In dem Sinne ist er halt einfach kein Tarkin.
    • Das fand ich auch passend und nicht albern.

      Wer rechnet schon damit mitten in einem Kampf, in der Dramatik, so verarscht zu werden?
      War okay.

      Auch Lukes Reaktion auf das Lichtschwert fand ich okay. Das war keine "blöde Klamaukaktion".
      Er hatte abgeschlossen. Er hat sich ja sogar von der Macht komplett abgewandt, ist ein ziemlich griegrämiger Typ geworden. Und dann steht da jemand hoffnungsvoll mit seinem Lichtschwert, das er in der Wolkenstadt zusammen mit seiner Hand verlor, vor ihm.

      "Geh mir weg damit" habe ich als Reaktion zwar zunächst stutzend aufgenommen, wirkte humoristisch, war aber, in meinen Augen, nicht unpassend. Es passte zu seiner sonstigen Art ab dem Moment.

      Edit:
      Apropos albern.
      Das hier war albern und hat die Dramatik ruiniert:



      Und wer sagt, dass das cool war, Poes Prank call bei Hux aber nicht, der ist n Heuchler :P
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