Achtung Spoiler: Die letzten Jedi Diskussion

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      So, gestern abend war's dann auch bei uns soweit und der Film durfte geguckt werden. Nach Episode 7, den ich anschaubar, aber nicht für überragend hielt, hatte ich ehrlich gesagt keine großen Hoffnungen auf irgendwas wirklich Herausragendes, und das war es auch nicht. ABER, und da kommt mein großes Aber, der Film hat mich die vollen 2,5 Stunden wirklich gut unterhalten. Ich habe schlicht nicht gemerkt, dass die Zeit vorübergestrichen ist und nennenswerte Längen gab es für mich nicht - da habe ich bei Blade Runner 2049 an einigen Stellen mehr kämpfen müssen.

      Meine deutlichsten Pros:

      Rose Tico. Eine glaubhafte Persönlichkeit mit einem ganz anderen Ansatz an den Konflikt. Ich nehme ihr die Trauer ab, die Angst, die Unsicherheit, das "Fangirlige" beim ersten Treffen mit Finn, und später die gereifte Abgeklärtheit, mit der sie imho einen der wichtigsten Sätze des Films sagt - nämlich dass man das retten soll, was man liebt, nicht das bekämpfen, was man hasst. Der Konflikt zwischen Rebellen und 'Imperium' ist so alt, dass diese Sichtweise endlich auch mal zeigt, dass es einen anderen Betrachtungsweg geben kann.

      Vizeadmiral Holdo. Zuerst dachte ich mir 'wieso tragen alle wichtigen Befehlshaberinnen der Rebellion Abendkleider', aber sie hat mich durch ihre würdevolle Art und ihre Gefasstheit im Angesicht ihres nahenden Todes wirklich beeindrucken können. Der Kontrast zu Heißsporn Poe Dameron, dem ungestümen, machenwollenden Schießwütigen war gelungen inszeniert, auch nachvollziehbar, warum er den Plan nicht kannte, den es trotz seiner Annahmen dennoch gab.

      Die emotionanen Ups and Downs. Es gibt ja einige, die den Slapstick/die Witze im Film nicht mochten, aber für mich, die bei Sterbenden und dramatischen Szenen wirklich mitleidet und -empfindet, waren die Lacherszenen richtig und wichtig, um nicht total runtergerissen zu werden. Bedenkt man, dass dieser Film imho als eines der zentralen Themen 'Hoffnung' hat, dann muss es solche Momente geben, damit man versöhnter mit den Verlusten innerhalb der Storyline umgeht, immerhin wurde der Widerstand fast ausgelöscht.

      Grumpy Luke. Endlich hat Mark Hamill gezeigt, dass er schauspielern kann, und wie! Der verletzte, knarzige, eigenbrötlerische alte Luke ist ein Charakter, der mich wirklich sofort einfangen konnte, diese Selbstvorwürfe, die er mit sich herumträgt, sind gut dargestellt - was will man mehr? Schade, dass es ihn gekostet hat, aber gerade dieser freiwillige Tod, mit dem er letztendlich auch Platz für Neues und eine neue Entwicklung gemacht hat, ist ein passendes und rundes Ende für seine Legende. Mal davon ab: ganz weg sind diese Jedimeister ja nie, siehe Baumabfackel-Yoda.

      Die Normale-Leute-Storyline. Klar, es hätte sie nicht gebraucht, um die Handlung voran zu bringen. Für die Charakterbildung von Finn und die Einführung von Rose jedoch wichtig, ebenso um zu zeigen, dass nicht die ganze Galaxis aus Dreck, Blut und Kampf besteht und es genügend Leute gibt, die von diesem Konflikt gute Profite machen. Es war ein für das Gesamtpaket sogar nötiger Nebenstrang, weil dort das Thema 'Hoffnung' weitergeführt wurde. Rose und Finn bringen dem Besenjungen Hoffnung, sie tun etwas Gutes, sie leben die Rebellion im kleinen vor - und auch das braucht es für einen Flächenbrand. Nur 'groß groß' ist zu wenig.

      Meine deutlichsten Contras:

      General Hux. Bei der mangelhaften Performance dieser Witzfigur habe ich mir den offizierswürgenden Vader zurückgewünscht, damit der sich des Problems mal nachhaltig annimmt. Mit diesem Kerl werde ich nicht warm, und selbst wenn Snoke für ihn einen Plan gehabt haben mag: der ist kein Anführer, keine Identifikationsfigur, sondern eher ein militärischer Witz. Ich hoffe, im nächsten Film stirbt er möglichst früh.

      Kampftaktiken der Rebellen. Eine zahlenmäßig unterlegene Truppe wählt bei beiden großen Kämpfen die voraussichtlich verlustreichste Taktik des Sturmangriffs? Da greife ich mir an den Schädel, damit ich den nicht zu heftig schütteln muss. Kein Wunder, dass dabei dann auch so ziemlich alle draufgehen und am Ende immer nur die Helden übrig bleiben. Klar, es ist die dramatischste Variante, aber mehr als einmal sollte man sowas nicht pro Film aus dem Hut ziehen, sonst wird es unglaubwürdig. Zwei Mal ist einmal zu viel.

      Rey. Immernoch ein maßlos überpowerter Charakter und bislang die einzige Machtbegabte während der ganzen Trilogien, die für ihre überragenden Kenntnisse in der Machtanwendung anscheinend kaum Training und keine Ausbildung braucht. Im Vergleich: Kylo wurde zumindest anfangs von Luke ausgebildet, Anakin hatte regulär einen Jedi-Meister, Luke wurde von Yoda gepiesakt. Nur Rey meistert sehr unterschiedliche Anwendungen der Macht scheinbar im Vorübergehen - Telekinese, Machttrick, Lichtschwertkampf, kein Problem. Das hat nichts mit Stutenbissigkeit gegen einen weiblichen Mainchar zu tun, ich finde es einfach übertrieben schnell. Von mangelnden Zweifeln, mal Unsicherheit oder ähnlichem ganz zu schweigen.

      Zu großer Cast. Das Hauptproblem des Films scheint mir dieser "Superheldengruppe-Effekt" zu sein - zu viele interessante, eigentlich wichtige Chars, zu begrenzte Screentime. Man kann nicht jeden toll aussehen lassen, nicht jeder kann wichtig sein, nicht jeder den Tag retten. Das heißt, manche fallen dann im Grunde unter den Tisch oder werden recht lieblos abgearbeitet. Beispielsweise Phasmas Tod und die hohlen Phrasen davor - wirklich schade, wie dieser Char verheizt wurde, im Grunde Fallobst war gegenüber Finn. Oder R2D2, Chewie ...

      Snoke. Der war mir einfach zu schnell tot und auch zu lapidar erledigt. Diese Figur wurde in EP7 so geheimnisvoll aufgebaut, dass ich da einfach mehr erwartet hätte. Die Idee mit dem geistigen Band zwischen Kylo und Rey war gut, aber ... ein so mächtiges Wesen hätte sicherlich auch merken können, dass der werte Herr Schüler einen Teil seiner Konzentration auf das Lichtschwert richtete, wenn er angeblich in den Gedanken Kylos und Reys unterwegs ist. Klassischer Tod eines SW-Bösewichts durch totale Selbstüberschätzung ..najaa :) das hätte echt schicker sein können.

      Doch trotz der Contras: ich hatte mit dem Film Spaß, bin deutlich besser gelaunt aus dem Film raus als aus EP7, und ich hoffe sehr auf eine gute Fortsetzung in EP9. Da ist nun einiges möglich, und wenn ich zweieinhalb Stunden im Kino sitze, mich nicht langweile und gut unterhalte, dann hat der Film im Grunde sehr viel richtig gemacht. Das mal in Kürze - wer die komplette Rezension lesen will, die steht in meinem Blog. Mit mehr Bilders!
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    • Malycus schrieb:

      Vastor schrieb:

      Den dritthöchste Befehlsgewalt der First Order so ins Lächerliche zu ziehen, das ihn auch die Leute um ihn herum nicht mehr ernst nehmen können, ist mir einfach too much und wirkt ein noch schlechteres Bild auf die Überreste des einst stolzen Imperiums.
      Snoke sagt ja was zu Hux.
      Das trifft es ja.
      Damit kann man maximal die Frage stellen warum Snoke einen so grenzdebilen Spinner zum General macht, nicht aber warum die Drehbuchschreiber versuchen einen so grenzdebilen Charakter ernst wirken zu lassen. Denn das ist er nicht. Er füllt die Rolle nicht aus und soll es scheinbar auch nicht, weil sich Snoke, was auch immer, dabei denkt.

      Das gab es im Star Wars Universum aber nun auch schon an anderen Stellen.
      "Stell den Fanatiker als Vorbild nach vorne, auch wenn er fachlich eine Fusshupe ist."

      Jemand von der 501st sagte zurecht: Mit dem Tod von Snoke hat die Erste Ordnung die einzige Identifikationsfigur verloren.
      Das teile ich und finde ich schade. In der sonstigen Story drumrum, Comics beispielsweise, gibt es da mehr.
      Den Admiral am Anfang fand ich nett. War aber schnell weg vom Fenster.

      Ja, Hux ist nicht geeignet für den Posten... Wobei.. ist er? Also persönlich kenne ich nur die Screentime von ihm und da sieht man größtenteils nur seine Fehler. Aber das ist unmöglich alles, ich bin mir sicher dass er besser ist, nur auf subtilerer Weise. Er ist ja der Sohn seines Vaters, der, der die Kindersoldaten erschaffen hat, welcher sicherlich ein guter Stratege und Anführer war (wobei ich wenig bis nichts über die Hux-Familie weiß, verbessert mich also wenn ich falsch bin). Und ich denke dass der neue, jetzige Hux ebenso gut ist, nur für den Film so dargestellt wurde, um es dramatischer zu machen. Extreme sind erfolgreicher. Es gibt genügend bessere Leute die ebenso einfach zu indoktrinieren sind wie Hux nur eben besser in der Strategie, deshalb denke ich, dass Hux nicht all zu schlecht darin ist.

      Und dazu dass er eine Witzfigur ist bzw. so dargestellt wird:

      Valentine schrieb:

      Das... sind die Guardians. Die sollen so sein. Wenn dieser Humor mir Ragnarök versaut, werde ich wehleidig.

      Ja, das ist sicherlich der Humor der Guardians, aber es passt >> ZUR PERSÖNLICHKEIT DES CHARAKTERS << ! *Einen Tusch abspiel*
      Wie ich schon am Anfang geschrieben habe: Poe ist nun mal fähig, aber unseriös. Leia ist ernst und eine gute Anführerin, kann aber auch liebevoll und humorvoll sein. Und Luke - Luke sowieso. Für mich war Luke schon immer eher unseriös. Es hat ihn sympathischer gemacht, er wurde aber auch immer dann ernst wenn es sein musste.

      Na klar es war eine blöde Szene, ich mochte sie nicht wirklich, aber es war.. okay. Poe ist nun mal so. Es war deren einzige Hoffnung. Er hat nur eine Möglichkeit gesucht um sie zu nutzen. Und das ist gar nicht mal so unnatürlich - In Guardians, sowie jetzt in Epiosde VIII war der Fein in der totalen Übermacht: In Guardians hatte er diesen komischen Galaxie-Stein oder so (den Lila-Stein da...) und in Starwars war es eine schwache Rebelle-"Flotte" gegen 2 oder 3 Sternzerstörer und einem (wen ich mich recht entsinne) 15km langem riesen Raumschiff. Ablenkung ist die einzige Möglichkeit und die Übermacht sieht sich zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Also ja, es war ne blöde Szene, aber sie war berechtigt.




      Csan schrieb:

      Vizeadmiral Holdo. Zuerst dachte ich mir 'wieso tragen alle wichtigen Befehlshaberinnen der Rebellion Abendkleider', aber sie hat mich durch ihre würdevolle Art und ihre Gefasstheit im Angesicht ihres nahenden Todes wirklich beeindrucken können. Der Kontrast zu Heißsporn Poe Dameron, dem ungestümen, machenwollenden Schießwütigen war gelungen inszeniert, auch nachvollziehbar, warum er den Plan nicht kannte, den es trotz seiner Annahmen dennoch gab.

      Meine deutlichsten Contras:


      Zu großer Cast. Das Hauptproblem des Films scheint mir dieser "Superheldengruppe-Effekt" zu sein - zu viele interessante, eigentlich wichtige Chars, zu begrenzte Screentime. Man kann nicht jeden toll aussehen lassen, nicht jeder kann wichtig sein, nicht jeder den Tag retten. Das heißt, manche fallen dann im Grunde unter den Tisch oder werden recht lieblos abgearbeitet. Beispielsweise Phasmas Tod und die hohlen Phrasen davor - wirklich schade, wie dieser Char verheizt wurde, im Grunde Fallobst war gegenüber Finn. Oder R2D2, Chewie ...

      Snoke. Der war mir einfach zu schnell tot und auch zu lapidar erledigt. Diese Figur wurde in EP7 so geheimnisvoll aufgebaut, dass ich da einfach mehr erwartet hätte. Die Idee mit dem geistigen Band zwischen Kylo und Rey war gut, aber ... ein so mächtiges Wesen hätte sicherlich auch merken können, dass der werte Herr Schüler einen Teil seiner Konzentration auf das Lichtschwert richtete, wenn er angeblich in den Gedanken Kylos und Reys unterwegs ist. Klassischer Tod eines SW-Bösewichts durch totale Selbstüberschätzung ..najaa :) das hätte echt schicker sein können.
      Ich mochte sie auch und ich habe den Plot von ihr geliebt! Sie hat sich für die Rebellen geopfert um den Funken der Rebellion aufrecht zu erhalten. Aber wenn du Roses wichtigen Spruch rezitierst, dann sollte man doch auch Holdos wichtigen Spruch rezitieren... Den ich vergessen habe, aber sie hat es zu Poe gesagt und zwar direkt nachdem sie wieder übernommen hat. Den Spruch aht sie von Leia gestohlen bzw. sie hat Leia rezitiert. (pls help!)

      Ja, Snoke ist mir auch zu schnell gestorben, aber ich bin mir nicht sicher ob er wirklich Tod ist, da das wichtige Argument gesagt worden ist, dass ja das Band zwischen Rey und Kylo noch immer besteht bzw bestand. Das könnte natürlich entweder deshalb sein weil Snoke nicht Tod ist und sich noch immer etwas davon verspricht dieses Band zwischen ihnen zu haben (ich könnte mir da einen guten Plot vorstellen), oder das Band bleibt bestehen, selbst nach Snokes Tod - Die Wege der Macht sind ja bekanntlich unergründbar. Aber wenn Snoke lebt - was wahrscheinlich ist (wahrscheinlich kommt er am ende von Episode 9 wieder wenn Kylo endlich bereit ist und alles verloren hat)- dann soll auch Phasma überleben. Ihr Tod ging zu schnell, auf der anderen Seite: Ich bin mir sicher dass Phasma überlebt und ebenso der Hacker (ein Charakter den ich einfach nicht mag. Weiß nicht wieso. Ist mir einfach unsympathisch und erscheint mir etwas unausgereift. Ach und... Fallobst ist jetzt nicht die passenste Bezeichnung für Phasmas Tod.. der die am treffensten. :D
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      Schiffe: Ein Großteil der Bomber im ersten Kampf, alle Begleitschiffe und das große und von den dreißig (?) kleinen verloren, bleiben wie viele? Sechs? Dann sind schlicht alle futsch, weil der klägliche Rest der Rebellen mit dem Milleniumfalken flieht. Wenn du nicht siehst, dass die Rebellen Schiffe verloren, weiß ich nicht, welchen Film du gesehen hast.

      Annilein schrieb:

      Rey... der mit abstand dümmte Charakter. Nur wegen dieser Feministen Gesellschaft musste da ein weiblicher Char hin.
      Ja. Wirklich. Es wäre völlig etwas anderes, wenn die Figur mit der selben Entwicklung ein Kerl wäre! Denn was es hier braucht ist ein Balanceausgleich durch anatomische Umverteilung!
      Das wär's!
      Wenn ich derartigen Blödsinn lese, wird mir übel. Es ist so dermaßen argumentationsfrei, dass es peinlich ist. Ich habe meine eigenen Kritikpunkte an Rey als Figur, aber die wären die absolut selben, wär es keine Frau. Das hat schlicht damit nichts, gar nichts zu tun.
      Wichtige Frauenfiguren in Filmen! IEH! Wo kommen wir da hin? Nuja, vielleicht nicht zurück ins Mittelalter.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Valentine ()

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      Annilein schrieb:

      ]Es geht nur darum, dass es eine Frau sein muss und die ja ohne große Anstrengung gleich so mächtig in der Macht ist.

      Aber schön wie man sich sowas gleich wieder anhören darf, wenn man über das tabu Thema Frau/Mann redet.
      Ich bin selbst eine Frau und würde mir in so einem Film einen Mann wünschen.
      Oder natürlich eine toll ausgearbeitete Geschichte für Rey, aber nicht dieses plumpe einfallslose was es jetzt ist...

      Danke. :*
      heißt, es wäre erträglicher, wäre eben ein Kerl 'ohne große Anstrengung gleich so mächtig in der Macht' ? Bei einer Frau hingegen braucht es die toll ausgearbeitete Geschichte.

      Sehe ich nicht so: diese dichte Geschichte braucht es ganz egal wo die Geschlechtsorgane grade sitzen. Eine männliche MarySue bliebe genauso MarySue, wir sind sie nur so viel eher gewöhnt.
    • Zum Thema Reys Kräfte:

      Auch wenn es mir nicht gefällt, aber warum sie so stark ist wurde durch Snoke erklärt. Er erklärt, dass er Kylo gesagt hat, dass ein Counterpart auf der hellen Seite entstehen wird, wenn er zu stark in der dunklen Seite wird. Und dass er (Snoke) ursprünglich dachte, es wäre Luke, das aber ein Fehler war und es Rey ist. "The darkness rises and with it the light to meet it"

      Reys Eltern sind unbedeutend, genau wie die von Anakin. Die Machtfähigkeiten wurden ihnen durch die Macht selbst gewährt, nicht durch "gute Gene" ihrer Blutlinie. Am Ende des Films sieht man den kleinen Jungen auf Kantobyte, der den Besen mit der Macht zu sich zieht. Auch dort wird das Theme wiederholt. Ein Junge, unbekannt, unbedeutender Herkunft, der die Macht nutzt und an die Rebellion, an die Hoffnung glaubt.

      Die Botschaft des Films: Solange entweder die helle Seite oder die dunkle Seite zu stark ist, wird die Macht immer etwas auslösen, um zu versuchen, dies ins Gleichgewicht zu bringen. So zieht sich das ja durch gesamt Star Wars, inklusive des EU.

      In der alten Republik gab es nach der Einführung der Regel der Zwei einen deutlichen Überhang an Lightsidern. Irgendwann entstand Palpatine, entstand Vader und die Jedi wurden vernichtet. Es gab zwei Sith und ein paar zerstreute überlebende Jedi. Das vermutlich näheste an der Balance. Je älter das Imperium wurde, desto größer wurde aber wieder die Übermacht der dunklen Seite und Luke erhob sich, um dies auszugleichen. Danach wurde Ben Solo stark in der dunklen Seite und die Macht gab Rey ihre Fähigkeiten, um Kylo ebenbürtig zu sein. Auch das Machtband der beiden deutet genau auf diesen Yin-Yang-Effekt hin. Es ist ein weiterer Versuch der Macht die Kräfte dieses mal so zu dosieren, dass eine Balance entstehen kann. Nicht umsonst gibt es eine Prophezeiung, die davon spricht, die Macht ins Gleichgewicht zu bringen. Es ist das übergeordnete Thema, das beide Extreme nicht gut sind und die Wahrheit, das Leben nicht schwarz und weiß ist.

      All das passt perfekt in das von George Lucas angestrebte Konzept, dass die Prequels eine Wiederholung der Originals sein sollten und auch eine eventuell dritte Triologie ähnlich ablaufen müsste, um den ewigen Kreislauf, in dem die Galaxis gefangen ist, zu unterstreichen. Solange die Macht exisitert oder keine Balance herrscht, ist die Galaxis verdammt ewig so weiter zu machen.
    • Mag zwar die Kreislaufsidee, die der Balance und sehe Snokes Eingabe da ähnlich gewertet wie du, Vastor.

      Nur... zum Auserwählten gibt es halt schlicht Lucas Aussage dazu:
      youtube.com/watch?v=xgBpoiC8qGA

      Anakin, Darth Vader war das. Diese Prophezeiung ist erfüllt. Ob nicht daraus ähnliche Kreislaufsgedanken weiterbestehen könnten, das will ich nicht in Abrede stellen.

      Was halt aber dennoch bleibt ist für mich ein Unterschied zwischen roher, vorhandener Macht und Schulung in deren Umgang. Die fehlt einfach bei Rey zu sehr.
    • Valentine schrieb:

      Anakin, Darth Vader war das. Diese Prophezeiung ist erfüllt. Ob nicht daraus ähnliche Kreislaufsgedanken weiterbestehen könnten, das will ich nicht in Abrede stellen.

      Was halt aber dennoch bleibt ist für mich ein Unterschied zwischen roher, vorhandener Macht und Schulung in deren Umgang. Die fehlt einfach bei Rey zu sehr.
      Ich wollte auch nicht in Abrede stellen, dass Anakin der Auserwählte ist. Nur darauf hinweisen, dass er nicht der einzige ist, der die Fähigkeiten und das Power-Level auch ohne tolle Eltern bekommt. Die Macht hat ja ihren Willen und offenbar hielt sie es für nötig, Kylos Machtlevel auszugleichen.

      Wenn Rey Kylo in 9 wirklich besiegt, dann gäbe es wieder den Überhang der hellen Seite, es bräuchte einen Gegenpol auf der dunklen Seite und das Spiel würde von vorne beginnen.

      Über die mangelnde Ausbildung von Rey schrieb ich selbst ja auch schon, dass mich das hart nervt.
    • Vastor schrieb:

      Die Botschaft des Films: Solange entweder die helle Seite oder die dunkle Seite zu stark ist, wird die Macht immer etwas auslösen, um zu versuchen, dies ins Gleichgewicht zu bringen. So zieht sich das ja durch gesamt Star Wars, inklusive des EU.
      Das finde ich übrigens auch sehr wichtig für's RP: Die ganzen vermeintlichen Drecks-Snowflakes die noch nie nen Jeditempel von innen gesehen und sich den Kram durch ihre Intuition selbst beigebracht haben sind gar nicht schlecht entworfene Charaktere. Im Gegenteil: Sie sind ein natürliches Phänomen das den im SW-Universum herrschenden Naturgesetzen folgt. Wer sich also über Charaktere aufregt die seit zwei Wochen die Macht kennen und trotzdem gestandene Jedi hinsichtlich Lichtschwertkampf und Machtfertigkeiten übertreffen hat einfach keinen Plan von Star Wars :D

      Ich fand den Film lange Zeit erschreckend schlecht, nur das Ende war Star Wars wie ich es mir erhofft hatte.

      Besonders übel war die dümmste Verfolgungsjagd der Filmgeschichte. Über Stunden treibt das Imperium nutzlos hinter den Rebellen hinterher weil keinem ein Weg einfällt wie man schneller fliegen könnte. Ich sehe hier auch ein großes dramaturgisches Problem für SW9: Kylo dürfte den gesamten Film über mit den Überresten seiner Flotte im Nichts schweben und sich die - sagen wir mal - 300 Jahre Flugzeit zum nächsten imperialen Stützpunkt irgendwie vertreiben.
    • Annilein schrieb:

      -Rey... der mit abstand dümmte Charakter. Nur wegen dieser Feministen Gesellschaft musste da ein weiblicher Char hin.

      Alleine bei dem Satz krieg ich das Kotzen. Valentine hat das noch diplomatisch ausgedrückt.

      Rey gibt es also nur wegen unserer "feministischen Gesellschaft"?
      Du findest Feminismus also schlecht? Das ist nicht Thema dieses Forums, weshalb ich den innerlichen Zwang unterdrücke, dir diese Aussage verbal links und rechts um die Ohren hauen zu wollen.

      Das du bei Kritik auf diese Aussage ebenso platt nachlegst mit:

      Annilein schrieb:

      Aber schön wie man sich sowas gleich wieder anhören darf, wenn man über das tabu Thema Frau/Mann redet.

      Du hast nicht sachlich über Männer und Frauen geredet. Du hast faktisch gesagt:

      "Rey ist scheiße und die ist nur so mächtig, weil wir dauernd Frauen künstlich so mächtig darstellen müssen. Das alles kommt aus unserer feministischen Gesellschaft".

      Über Männer und Frauen zu reden ist kein Tabuthema. Plumpen Schrott verbal abzusondern darfst du hier ja auch. Es wird nicht zensiert. Du konntest es ja schreiben.
      Und alle anderen dürfen dir sagen, dass du hierbei absoluten plumpen polemischen Müll von dir gibst.

      Rey ist eine Frau. Woohooo.
      Dennoch wird der Charakter absolut Null künstlichen "empazipatorisch" dargestellt. Sie kämpft keinen "Kampf der Frauen". Ihr Geschlecht ist sogar absolut austauschbar.
      Sie spielt nicht mit Reizen, wird nicht auf ihre Weiblichkeit reduziert, hat kein PMS, kämpft nicht plötzlich nicht mehr, weil sie ihre Tage hat, sie hat keinen Putzfimmel und offenbar auch nur ein Paar Schuhe.
      Waren das jetzt genug Klischees, die dir scheinbar bei weiblichen Charakteren lieber gewesen wären?

      Ob Rey männlich oder weiblich ist spielt in diesem Film eigentlich überhaupt keine Rolle. Das finde ich sehr gut!

      Ob man den Charakter Rey nun nicht mag weil er wie eine Mary Sue erscheint ist etwas ganz anderes und hat mit dem Geschlecht nichts zutun.
      Wie man sich hinstellen und behaupten kann, dass eine männliche Mary Sue in Ordnung wäre, eine weibliche aber ein Ausdruck "unserer feministischen Gesellschaft" darstelle und das mal gar nicht ginge, ist mir unbegreiflich. Absolut unbegreiflich. Ich frage mich da immer ob das Trolling ist oder ob du wirklich glaubst was du da schreibst.

      Luke Skywalker war ein ebensolcher Mary Sue Charakter. Im Star Wars Universum kann ich schweren Herzens mit solchen Charakteren leben, wenn sie dann in der Story auch als Schlüsselcharaktere dargestellt werden. Das gibt es da halt manchmal. Anakin war so ein Charakter (Droidenkontrollschiff zerstört, anyone?!). Luke war so ein Charakter.

      Durch Snokes Sätze wird das etwas "leichter erträglich". Einigen reichen die, anderen nicht. Sei es drum.
      Daraus eine "Dank Feminismus ist Episode VIII kacke"-Diskussion zu machen....man man man.



      Questor schrieb:

      Das finde ich übrigens auch sehr wichtig für's RP: Die ganzen vermeintlichen Drecks-Snowflakes die noch nie nen Jeditempel von innen gesehen und sich den Kram durch ihre Intuition selbst beigebracht haben sind gar nicht schlecht entworfene Charaktere. Im Gegenteil: Sie sind ein natürliches Phänomen das den im SW-Universum herrschenden Naturgesetzen folgt. Wer sich also über Charaktere aufregt die seit zwei Wochen die Macht kennen und trotzdem gestandene Jedi hinsichtlich Lichtschwertkampf und Machtfertigkeiten übertreffen hat einfach keinen Plan von Star Wars

      Das es hierbei, bei dem was Vastor schrieb, um "wenn eine Seite massives Übergewicht hat, dann versucht die Macht das auszutarieren" ging, hast du aber schon verstanden, oder?
      Das war kein "es gibt 7500 Jedi, es gibt 7000 Sith, also ploppen 500 super mächtige Sith bei der Akademie aus der Rampe.

      Wir reden hier von den Extremzeiten wo eine der beiden Seiten fast vollständig vernichtet war / ist.
    • Malycus schrieb:

      Questor schrieb:

      Das finde ich übrigens auch sehr wichtig für's RP: Die ganzen vermeintlichen Drecks-Snowflakes die noch nie nen Jeditempel von innen gesehen und sich den Kram durch ihre Intuition selbst beigebracht haben sind gar nicht schlecht entworfene Charaktere. Im Gegenteil: Sie sind ein natürliches Phänomen das den im SW-Universum herrschenden Naturgesetzen folgt. Wer sich also über Charaktere aufregt die seit zwei Wochen die Macht kennen und trotzdem gestandene Jedi hinsichtlich Lichtschwertkampf und Machtfertigkeiten übertreffen hat einfach keinen Plan von Star Wars
      Das es hierbei, bei dem was Vastor schrieb, um "wenn eine Seite massives Übergewicht hat, dann versucht die Macht das auszutarieren" ging, hast du aber schon verstanden, oder?
      Das war kein "es gibt 7500 Jedi, es gibt 7000 Sith, also ploppen 500 super mächtige Sith bei der Akademie aus der Rampe.

      Wir reden hier von den Extremzeiten wo eine der beiden Seiten fast vollständig vernichtet war / ist.
      Mir "wir" redest Du aber nicht von Snoke, sondern von Deiner persönlichen Interpretation, oder?

      Und eigentlich müsste ja jetzt mindestens ein neuer dunkler Machtnutzer auftauchen wo Snoke tot und Kylo auf nimmerwiedersehen verschollen ist
    • Questor schrieb:

      Malycus schrieb:

      Questor schrieb:

      Das finde ich übrigens auch sehr wichtig für's RP: Die ganzen vermeintlichen Drecks-Snowflakes die noch nie nen Jeditempel von innen gesehen und sich den Kram durch ihre Intuition selbst beigebracht haben sind gar nicht schlecht entworfene Charaktere. Im Gegenteil: Sie sind ein natürliches Phänomen das den im SW-Universum herrschenden Naturgesetzen folgt. Wer sich also über Charaktere aufregt die seit zwei Wochen die Macht kennen und trotzdem gestandene Jedi hinsichtlich Lichtschwertkampf und Machtfertigkeiten übertreffen hat einfach keinen Plan von Star Wars
      Das es hierbei, bei dem was Vastor schrieb, um "wenn eine Seite massives Übergewicht hat, dann versucht die Macht das auszutarieren" ging, hast du aber schon verstanden, oder?Das war kein "es gibt 7500 Jedi, es gibt 7000 Sith, also ploppen 500 super mächtige Sith bei der Akademie aus der Rampe.

      Wir reden hier von den Extremzeiten wo eine der beiden Seiten fast vollständig vernichtet war / ist.
      Mir "wir" redest Du aber nicht von Snoke, sondern von Deiner persönlichen Interpretation, oder?
      Und eigentlich müsste ja jetzt mindestens ein neuer dunkler Machtnutzer auftauchen wo Snoke tot und Kylo auf nimmerwiedersehen verschollen ist
      Wo ist Kylo verschollen? Der Lebt noch. Und nur mal am Rande: Snoke (mächtiger DUNKLER Machtnutzer) ist gestorben und ebenso Luke(mächter HELLER Machtnutzer).

      Mathematisch vereinfacht kann man sagen: Dunkleseite: 35% (Snoke); 15% (Kylo) - Helle Seite: 35% (Luke); 15% (Rey). Und nein, d.H. nicht dass Rey und Kylo stärker werden, sie bleiben auf dem gleich Machtlevel, nur werden die großen teile weggenommen. Und dann gibt es ja nicht nur die beiden Machtnutzer, auch Leia und viele unbekannte in der Galaxie