Achtung Spoiler: Die letzten Jedi Diskussion

    • Was Leia wie wann wo lernte, oder ob sie ihr nachweislich sehr großes Machtpotential in dieser Extremsituation instinktiv nutzte, weiß hier niemand.

      Es sind über 30 Jahre vergangen in denen man davon nichts mitbekam.
      Und wenn die Storyschreiber sagen "die Macht ist so stark in Leia, dass sie dies instinktiv so kann, wenn sie gerade kurz vor dem Tod steht", dann ist das nunmal so.

      Instinktive Machtnutzung von Personen mit sehr hohem Potential in Extremsituationen ist nun auch nichts wirklich neues.
    • Um der Diskussion noch eine andere Richtung mitzugeben, mal ein Link zu einem Artikel von Judith Vogt für TOR Online, in dem sie über die unterschiedlichen Frauenrollen im Film schreibt - fand ich ziemlich interessant zu lesen, vor allem, weil Vogt in Kenntnis der anderen Publikationen rund um den Film die Vielschichtigkeit dieser Charaktere imho ziemlich gut eingefangen hat: Frauenrollen in "Die letzten Jedi"
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      @Malycus
      Ich denke, es ist der falsche Ansatz schlechte Designentscheidungen der Vergangenheit (Darth Maul überlebt) als Rechtfertigung für die Ereignisse des Films zu nehmen. Jeder Autor sollte bemüht sein es besser zu machen. Bei Darth Maul wissen wir wenig über die Physis seiner Rasse, so dass er aus irgend einen Grund überleben konnte,
      Spoiler anzeigen
      während Snoke bei einer ähnlichen Verletzung direkt tot ist.
      Aber selbst wenn man das mal außen vor lässt, so war es schon damals keine glückliche Entscheidung ihn in den Animations-Serien überleben zu lassen, auch wenn seine große Fangefolgschaft das sicher toll fand.

      @Csan
      Ich will die Diskussion nicht dadurch entwerten, nicht tiefer auf die Frauenrollen im Film einzugehen. Ich will lediglich noch mal Holdo hervorheben, die durch ihre undurchsichtigen Entscheidungen, völlig unnötig eine Revolte auf ihrem Schiff verursacht hat und das Leben ihrer Crew-Mitglieder. Auch hier schien mir ihr Verhalten vom Autor vorgeschoben, damit man der Story noch mal einen völlig unnötigen Haken hatte schlagen lassen können.

      Captain Phasma wird dagegen unwürdig verheizt. Statt sie als starken Gegner auszubauen, bekommt sie wohl von allem weiblichen Hauptcharakteren noch am wenigsten Screentime und Tiefe. Das irritiert vor allem deshalb, weil ihre Figur im Episode so verheißungsvoll eingeführt wird. Na ja, war ja nicht der einzige Kollateralschaden, den Rian Johnsen in Kauf nahm um seine Vision durchgedrückt zu bekommen, aber mit Sicherheit einer, der für die vielen Schwächen des Films steht.
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      Saph schrieb:

      Ich denke, es ist der falsche Ansatz schlechte Designentscheidungen der Vergangenheit (Darth Maul überlebt) als Rechtfertigung für die Ereignisse des Films zu nehmen.

      Und wer entscheidet darüber, ob das eine schlechte Entscheidung war? Du? Setus?

      Das ist wieder, schon wieder, der Punkt den ich ansprach:

      Du findest es schlecht, deshalb wird es als objektiv schlechte Entscheidung dargestellt.
      Andere mochten die Darth Maul Story von Episode I über die eigenen Comics, Clone Wars bis hin zu Rebels.
      Mir gefiel sie ebenso.

      Und das Überleben von, aus unserer Sicht, schier totbringenden Verletzungen gab es nicht nur bei Maul. Normalerweise hätte Anakin auf Mustafar sterben müssen. Wenn nicht an den Verbrennungen, dann am Schock.

      Wir landen hier wieder bei:
      "Ich finde das nicht toll, also ist es nicht toll."

      Diese Ableitung finde ich immernoch, nicht böse gemeint, sehr arrogant klingend.
      Man könnte auch salopp sagen: "Alles was mir persönlich nicht gefällt ist objektiv scheiße und sollte von jedem scheiße gefunden werden, der auch nur ein bisschen Geschmack hat."
      Nichts anderes sagt das, überspitzt formuliert, aus.
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      Saph schrieb:

      Ich will lediglich noch mal Holdo hervorheben, die durch ihre undurchsichtigen Entscheidungen, völlig unnötig eine Revolte auf ihrem Schiff verursacht hat und das Leben ihrer Crew-Mitglieder.
      Da haben wir echt total unterschiedlichen Blick auf die Szenerie: Für mich war das eine der stärksten Charentscheidungen überhaupt, der härteste Kontrast zwischen einem Kommandierenden und einem Kommandiertem. Poe Damerons 'ich mach jetzt mal, egal wieviel Sinn das macht' Aktion mit dem Bomberangriff, der die Rebellion ihre Bomberflotte gekostet hatte, war gerade vorüber und er hatte gezeigt, dass er Befehlen nicht folgt. Welcher Offizier mit halbwegs gesundem Menschenverstand und so großer Verantwortung würde einem Heißsporn wie Dameron einen kompletten Schlachtplan enthüllen, von dem das Überleben der Rebellion abhängt? Zum Entscheidungszeitpunkt hatten sich ja sowohl Holdo als auch Leia darauf verlassen, dass die Tarnung die Rebellenschiffe erfolgreich flüchten lassen würde.

      Ich bin eigentlich erstaunt, dass Dameron nicht gleich für die Insubordination im Loch gelandet ist - das wäre vermutlich militär-realistischer gewesen, für mein ganz persönliches Empfinden. Aber einem Untergebenen mit Hang zu fatalen Eigenentscheidungen hätte ich an Holdos Stelle auch keinen kritischen Plan anvertraut - nicht zuletzt, weil Holdo wohl eine Offizierin vom 'alten Schlag' und einer größeren Latte früherer Erfolge war. Sie musste auch davon ausgehen, dass die Crew ihr vertrauen würde, schließlich hatte sie schon früher bewiesen, dass sie das Vertrauen rechtfertigt, da sie Erfolge eingefahren hat.

      Bei Phasma stimme ich zu: Das war ein seltsamer Tod und ein winziger Teil von mir hofft auch, dass man sie im kommenden Film durch irgendeinen Deus Ex Machina Effekt wiedersieht. Phasmas Story war eigentlich noch nicht zu Ende erzählt.
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      Phasma fand ich leider schwach.
      Gefiel mir schon nicht zum Ende von Episode 7 und in 8 wurde es nicht wirklich besser. Der Charakter war für mich nach einem guten Start eher eine Witzfigur als eine gefühlte echte Bedrohung. Insbesondere hat mich in Episode 7 gestört das sie so schnell klein bei gab und gar nicht mehr fanatisch/loyal war als Finn ihr den Blaster an den Kopf hielt. Die Sache mit der Müllpresse hat mir auch nicht getaugt. Ein netter Gedanke, aber zu lustig umgesetzt für meinen Geschmack. In Episode 8 störte mich dann vor allem dieses "Nein, wir erschießen sie nicht, wir machen es schmerzvoll!" (ich bezweifle das Enthauptung jetzt SO viel schmerzvoller ist) und dieses künstliche hinauszögern der Szene. Das war für mich eine der schlechtesten Szenen aus dem Film, unnötig Klischeehaft und in die Länge gezogen.


      Also für mich braucht die nicht wieder kommen *g*
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      Sie ist Offizierin, er ist ein Pilot.
      Er hat zu gehorchen, und "lang gemacht" wurde er schon vorher von Leia.

      Wenn ein Offizier alle Entscheidungen meidet, die einem einzelnen Piloten nicht passen könnten, dann wäre das Imperium 30 Jahre vorher wohl nie geschlagen worden.

      Holdos Aktionen habe ich eigentlich als durchweg überlegt empfunden. Ich hätte eher, da stimme ich Csan zu, Poe direkt nach seinem Aufriss vor Holdo auf der Brücke eingesperrt, wenn er die Füße nicht stillhalten kann und die Hierarchien nicht beachtet.

      Zurecht hat Leia ihn auch hinterher mit einem Betäubungsschuss niedergestreckt.

      Das er nicht direkt weggesperrt wurde mag dem Schisma des Widerstands und der Tatsache, dass Poe ein Held des Widerstands ist, geschuldet sein. Vermutlich wäre es moralisch nicht tragbar für die Crew gewesen quasi "den Vorzeigepiloten" einzusperren während man gerade alle verfügbaren Mittel und jeden Rest Willen zum Überleben braucht.

      Bei Phasma bin ich zwiegespalten. Ich glaube, dass der Charakter einfach wirklich völlig überflüssig ist.
      Man hätte ihn nach Episode VII schon auf der Starkiller-Base sterben lassen können. Sie kann in den Comics wirklich was. Da merkt man warum sie "besonders" ist. Leider wird ansonsten kaum was über die Hintergründe und ihre Motivationen erklärt. Das kommt erst im Buch.

      Nun gibt es aber eine Comicreihe um sie, die direkt das Überleben von der Starkiller-Base thematisiert, und ein Buch, dass bald auf deutsch erscheint. Rein auf die Filme bezogen ist der Charakter jedoch völlig überflüssig. Selbst die Beziehung zu Fin ist nur vage da. Aus den ersten Einführungskurzgeschichten wäre ein anderer Soldat als "Nemesis" Fins passender: Der, der auf Takodana "Traitor!" rief.
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      Malycus schrieb:

      Sie kann in den Comics wirklich was. Da merkt man warum sie "besonders" ist. Leider wird ansonsten kaum was über die Hintergründe und ihre Motivationen erklärt. Das kommt erst im Buch.
      Das ist für mich sowohl bei Episode 7 als auch Episode 8 ein Problem: dass sehr viele Erklärungen, viel Hintergrundwissen, viel, das eigentlich nötig wäre, um die Charaktere und ihr Handeln vielschichtiger zu erfassen, vor allem in Begleitpublikationen erscheint, nicht mehr im Film erklärt wird. Erst seit ich das Buch zum Film 'Rogue One' gelesen habe, in dem einfach mehr Raum für die Ängste, Hoffnungen und Motivationen der einzelnen Chars bleibt, ist mir zB Bohdi Rook sympathisch, wirkt Jyn Erso nicht mehr so trotzig, sondern genau so traumatisiert, wie sie es sein sollte, auf mich.
      Wenn man zum ersten Mal einen Film schaut und auf die durch Comics und Bücher mitgelieferten Infos nicht zurückgreifen kann (oder will, es gibt ja viele Fans, die ausschließlich die Filme und Serien gucken, weil sie nicht Buch- oder Comicaffin sind), ist der Eindruck also ein ganz anderer, das Erlebnis zwangsläufig ein anderes.

      Natürlich lese ich solche Bücher und Comics gerne, rezensiere diese auch gern, um andere Fans darauf aufmerksam zu machen. Aber wenn einem eine Story erst dann sinnvoll klar wird, wenn man zig andere Sachen 'zum Film' gelesen/angeschaut hat, dann ist das für mich eine Lücke im Storytelling des Films. Eine, die man gerade bei einem so riesigen Franchise nicht mehr vermeiden kann, da Konzerne wie Disney davon leben, zu einer Marke möglichst viel Beiwerk zu verkaufen und eine sinnvolle Querfinanzierung für neue Projekte zu erreichen. Es ist nunmal weitaus günstiger, ein Buch schreiben, ein Comic zeichnen, lettern, colorieren und schreiben zu lassen als einen Film zu produzieren ...
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      Ich hab ja nicht gesagt, dass das gut ist.

      Ich finde es schön, dass Charaktere konsequent mit weiteren Werken unterfüttert und ausgefüllt werden.
      Es sollte nur nicht so sein, dass ein Charakter im Film völlig unnötig wirkt, sich die sonstige Geschichte aber breit um ihn aufbaut.

      Das ist aber, wenn man ganz ehrlich ist, kein Problem der neuen Trilogie.
      Man nehme nur mal Boba Fett zur Zeit von Episode IV - VI.

      Grundsätzlich viel gab es zu dem auch nicht, bis im EU die ganze Mandalorianer-Backgroundstory dazu kam.
      Selbiges betrifft auch die anderen Kopfgeldjäger, die dort auftauchen.

      Greedo: Genau dasselbe.

      Phasma ist für die Filmhandlung nicht wichtig. Das kann man so klar sagen. Die ist da, die hat in der Ersten Ordnung eine hohe Stellung, aber sie tut nichts was ein tieferes Hintergrundverständnis für ihre Handlungen voraussetzt.

      Von daher finde ich es, weitergehend nachgedacht, nicht schlimm, dass sie im Film nicht "verständlicher" ist. Man erwartet es weil: Die besondere Rüstung und Brienne! Aber...sie ist schlicht nicht so wichtig. Es ist ein Nebencharakter.
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      Malycus schrieb:

      Und wer entscheidet darüber, ob das eine schlechte Entscheidung war? Du? Setus?
      Darüber entscheidet das Niveau. Wenn ich die Charaktere wie in einer 80iger Jahre Trash-Serie ohne schlüssige Begründung wiederaufstehen lasse, dann hat das nur wenig mit meinen persönlichen Empfinden zu tun, sondern eher damit, dass das in einer Geschichte nicht stichhaltig ist. Star Wars ist nun mal nicht Sharknado, aber vielleicht hattest du da ja auch einen anderen Anspruch, weswegen du berechtigte Kritik mit Subjektivität begründen willst.

      Malycus schrieb:

      Das ist wieder, schon wieder, der Punkt den ich ansprach:

      Du findest es schlecht, deshalb wird es als objektiv schlechte Entscheidung dargestellt.
      Andere mochten die Darth Maul Story von Episode I über die eigenen Comics, Clone Wars bis hin zu Rebels.
      Mir gefiel sie ebenso.
      Um ehrlich zu sein habe ich mich auch darüber gefreut, dass Darth Maul noch ne Rolle in der Animationsserie gespielt hat, weil er so ziemlich das einzig gute an Episode 1 war. Er hatte und hat halt eine große Fangemeinschaft, weshalb ich verstehen kann, warum die Autoren sich dazu überwunden haben ihn irgendwie zurück zu bringen. Das Dilemma geht natürlich auch anders herum, wie man am Beispiel Ahsoka sieht, die in keinem Film namentlich erwähnt wird oder gezeigt wird, in den Animationsserien, aber schon einen Kultstatus hat, ohne dass man weiß, was ab Episode 4 aus ihr geworden ist. Heißt, gefallen hat mir das auch, was ich da mit Darth Maul gesehen habe. Es ändert aber nichts daran, dass es auf einer schlechten, weil nicht stimmigen Entscheidung beruht hat.

      Csan schrieb:

      Da haben wir echt total unterschiedlichen Blick auf die Szenerie: Für mich war das eine der stärksten Charentscheidungen überhaupt, der härteste Kontrast zwischen einem Kommandierenden und einem Kommandiertem. Poe Damerons 'ich mach jetzt mal, egal wieviel Sinn das macht' Aktion mit dem Bomberangriff, der die Rebellion ihre Bomberflotte gekostet hatte, war gerade vorüber und er hatte gezeigt, dass er Befehlen nicht folgt. Welcher Offizier mit halbwegs gesundem Menschenverstand und so großer Verantwortung würde einem Heißsporn wie Dameron einen kompletten Schlachtplan enthüllen, von dem das Überleben der Rebellion abhängt? Zum Entscheidungszeitpunkt hatten sich ja sowohl Holdo als auch Leia darauf verlassen, dass die Tarnung die Rebellenschiffe erfolgreich flüchten lassen würde.

      Ich bin eigentlich erstaunt, dass Dameron nicht gleich für die Insubordination im Loch gelandet ist - das wäre vermutlich militär-realistischer gewesen, für mein ganz persönliches Empfinden. Aber einem Untergebenen mit Hang zu fatalen Eigenentscheidungen hätte ich an Holdos Stelle auch keinen kritischen Plan anvertraut - nicht zuletzt, weil Holdo wohl eine Offizierin vom 'alten Schlag' und einer größeren Latte früherer Erfolge war. Sie musste auch davon ausgehen, dass die Crew ihr vertrauen würde, schließlich hatte sie schon früher bewiesen, dass sie das Vertrauen rechtfertigt, da sie Erfolge eingefahren hat.
      Weil ich von Csans RP (und anderen Charakteren dahinter) regelmäßig begeistert war, überrascht es mich schon etwas, dass du das so siehst. Findest du nicht auch, dass wenn dir jemand eine Waffe vorhält, spätestens da der Zeitpunkt ist, wo man sagen kann was man vorhat, damit es nicht so eskaliert wie geschehen? In diesem Moment steht das Leben von jedem an Board des Schiffes auf dem Spiel. Spätestens da, eigentlich sogar früher hätte sie sich allen mitteilen müssen, damit keine Revolten in der Crew ausbrechen. Wie würde sich Csan an Board eines Schiffes fühlen, bei den ihr Captain einfach nur sagt, fliegt weiter, wenn das gleichbedeutend mit den schleichenden Tod der Mannschaft ist? Okay ... Csan und deine imperialen Alternativen sind da vielleicht loyal bis in den Tod, aber von den Rebellen erwartet man so etwas nicht. Da erwartet man Emotionen und Verzweiflung. So etwas kann Holdo als Kommandeur doch nicht im Sinne gewesen sein, findest du nicht?
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      Bei einem solchen Vergleich stehe ich von vornherein auf verlorenem Posten, da ich zwar die Ausrichtung, Wünsche und Ziele meiner Charaktere kenne, aber ganz sicher nicht das, was den Charakter Holdo komplett umfasst. Ich kann mir mein Bild nur im Blick von außen machen und versuchen, eine sinnige Interpretation zu finden. Meine von Holdos Aktionen habe ich bereits geschildert: sie entscheidet wie ein klassischer Offizier, ein Anführer, der einen Plan im Hintergrund verfolgt und weiß, dass dieser Plan Opfer erfordern wird. Letztlich hat sie das höchste Opfer gebracht, um das Ziel, die Rebellion um jeden Preis überleben zu lassen, zu erreichen.
      Ich gehe also davon aus, dass Holdos Mindset durchaus auch 'ich opfere eine bestimmte Menge an Untergebenen/Beteiligten für das größere Ziel" beinhaltet. Gerade dann, wenn ein potentiell unzuverlässiger Meuterer mit der Knarre wedelt, muss sie standhaft bleiben, denn bleibt sie es nicht, ist der Plan, für den bereits so viel geopfert wurde, Essig.

      Ob das nun sinnvoll ist, ob das die richtige Entscheidung war - schwer zu beurteilen, wir kennen die Alternativen nicht. Die Story ist imho bewusst so verfasst, dass es diesen Brennpunkt zwischen 'Rebell Poe" und "Offizier Holdo" gibt und er sich auch durch den Konflikt mit Holdo letztendlich zu einem Mann entwickelt, der nicht mehr so kurzsichtig und emotional entscheidet wie bei der Sache mit der Bomberflotte.
      Offizier der Rebellion zu sein heißt denke ich auch, sich auch für Dinge entscheiden zu müssen, die hart, schmerzlich und grausam sind, wenn man damit am Ende ein Ziel erreicht, das sehr viel größer ist als man selbst oder das eigene Leben. Dass Selbstaufopferung durchaus eine klassische Rebellentaktik ist, zeigen uns eine Menge SW-Filme bisher, ebenfalls der Angriff auf die Torschmelzende Waffe im letzten Widerstandszufluchtsort. Nur gab es bei diesem ganz offensichtlichen Himmelfahrtskommando keine Plenardiskussion vorher, ob man das nun so macht oder nicht, ebenso wie bei Leias und Holdos Plan.
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      Saph schrieb:

      Darüber entscheidet das Niveau.
      Ahja. Ich könnte jetzt wieder fragen:
      "Und wer entscheidet was ein hohes Niveau ist? Du?"

      Aber lassen wir das.

      Du bist der Meinung, dass du genau, als objektive Wahrheit, erfasst hast was "niveauvoll" und was "gut" ist.
      Ich sehe das anders. Damit habe ich dann wohl, genauso wie alle anderen, die es anders sehen, objektiv kein Niveau, bzw. keinen Geschmack :)
      Damit ist Geschmack dann nicht mehr subjektiv, sondern von Saph hier im Forum objektiv messbar :) Wieder was gelernt.

      In der Diskussion kommen wir offenbar nicht zusammen. Belassen wir es dabei.
    • Neu

      Csan schrieb:

      Ich gehe also davon aus, dass Holdos Mindset durchaus auch 'ich opfere eine bestimmte Menge an Untergebenen/Beteiligten für das größere Ziel" beinhaltet. Gerade dann, wenn ein potentiell unzuverlässiger Meuterer mit der Knarre wedelt, muss sie standhaft bleiben, denn bleibt sie es nicht, ist der Plan, für den bereits so viel geopfert wurde, Essig.

      Csan schrieb:

      Ob das nun sinnvoll ist, ob das die richtige Entscheidung war - schwer zu beurteilen, wir kennen die Alternativen nicht. Die Story ist imho bewusst so verfasst, dass es diesen Brennpunkt zwischen 'Rebell Poe" und "Offizier Holdo" gibt und er sich auch durch den Konflikt mit Holdo letztendlich zu einem Mann entwickelt, der nicht mehr so kurzsichtig und emotional entscheidet wie bei der Sache mit der Bomberflotte.

      Die Tatsache, dass Poe sie entmachtet und er die Crew gegen sie aufwiegelt, lässt für dich also nicht den Schluss zu, dass sie damit alle in Gefahr gebracht hat, sondern bringt dich zur Erkenntnis, dass sie gerade da erst recht standhaft bleiben muss? Ihr Plan war zu diesem Zeitpunkt doch de fakto gescheitert, auch wenn er noch so geheim ist. Sie hat keine Kontrolle mehr über das Schiff oder den entscheidenden Teil der Crew. Das sie überhaupt noch mal in die Lage kommt, die Kontrolle zurück zu erlangen hat sie den puren Zufall zu verdanken, dass Leia genau zu diesem Zeitpunkt wieder fit wird. Das kann sie unmöglich so kalkuliert haben. Woher hätte sie das wissen sollen? Wenn du da so drüber nachdenkst, ist das für das trotzdem alles schlüssig? Fällt dir das nicht als Ungereihmtheit auf?

      Ich meine, sie treibt ihre Besatzung durch ihr Verhalten in eine offene Rebellion. Und das war auf Grund von Poe's Reaktion für jeden absehbar. Hätte sie ihn nicht zumindest vorrübergehend inhaftieren müssen, wenn sie ihren großen, geheimen Plan gefährdet? Schon allein dadurch, dass sie ihn weiter gewähren lässt, macht ihr Verhalten nicht plausibel.Plausibel wäre es, wenn man es irgendwie so darstellt, dass sie Spione an Board in ihren Reihen vermutet, aber leider klärt der Film ihre Beweggründe nicht auf. Dadurch wirkt es zumindest so, als sei sie als Anführer komplett unfähig, weil nicht in der Lage ihre Leute zusammen zu halten. Alles was Poe tut wäre durch sie vermeidbar gewesen, auf die ein oder andere Weise. Aber aus irgend einen Grund, macht sie rein gar nichts, wodurch sie und ihre Handlungen für den geneigten Zuschauer völlig unlogisch und damit unstimmig wirken.

      Es fällt mir zugegeben schwer zu verstehen, warum das andere Zuschauer nicht auch so sehen / erkennen. Daher bin ich immer sehr gespannt zu erfahren, woher dieses andere Denken kommt. Warum wirkt der Film, selbst nach meinen Ausführungen, auf andere Leute anders als auf mich? Was habe ich übersehen? Wo habe ich evtl. einen Denkfehler drin? So wie ich meinen Teil dazu beitrage, versuche ich auch aus deinen (euren) Beiträgen immer noch ein Stück weit das zu suchen, was den Film vielleicht besser macht als ich ihn wahr genommen habe. Aber bisher habe ich dabei noch nicht so viel Erfolg gehabt, wie gehofft :/

      Malycus schrieb:

      Ahja. Ich könnte jetzt wieder fragen:
      "Und wer entscheidet was ein hohes Niveau ist? Du?"

      Aber lassen wir das.

      Du bist der Meinung, dass du genau, als objektive Wahrheit, erfasst hast was "niveauvoll" und was "gut" ist.
      Ich sehe das anders. Damit habe ich dann wohl, genauso wie alle anderen, die es anders sehen, objektiv kein Niveau, bzw. keinen Geschmack
      Damit ist Geschmack dann nicht mehr subjektiv, sondern von Saph hier im Forum objektiv messbar Wieder was gelernt.

      In der Diskussion kommen wir offenbar nicht zusammen. Belassen wir es dabei.
      Philosophisch ist das zwar hochinteressant und du kannst das Wort Niveau freilich auch durch Anspruch ersetzen, aber viel mehr fruchtbares wird dabei wahrscheinlich nicht heraus kommen, ja. Ich hatte es versucht mit dem Sharknado-Vergleich zu verdeutlichen. Wenn es dir egal ist, wie die Haie in den Tornado kommen und darin überleben, dann ist das für dich der beste Film aller Zeiten. Objektiv ist das trotzdem Blödsinn, weil es jeglichen Realismus oder Nachvollziehbarkeit entbehrt. Fehlender Realismus kann einen Film natürlich trotzdem gut machen und zwar dann, wenn man bewusst die Handlung darauf auslegt. (z.B. die Nackte Kanone). Ein Film kann aber nur selten gleichzeitig in dem Maße nachvollziehbar sein, wie er völlig abgedreht ist ... und Star Wars gehört definitiv nicht in diese Sparte.

      Ein guter Autor kann die Handlungen seiner Charaktere immer begründen, genauso wie er den Lauf der Geschichte immer plausibel erläutern kann. Das wiederrum misslingt Rian Johnsen an verschiedenen Stellen und wenn er es versucht, driftet er zu sehr ins Fantastische oder Unglaubwürdige ab. Dadurch lässt sich schon in der Tendenz, objektiv festhalten, ob die Entscheidung eines Autors dass etwas so und so passieren muss, gut oder schlecht durchdacht ist.

      Aber wie du bereits selbst bemerkt hast, driften solche Diskussionen auf eine Ebene, wo man entweder ein Film- oder Schriftsteller-Studium erlebt haben muss. Das kann sicher auch ohne recht interessant werden, aber es würde wohl in jedem Fall hier und jetzt ergebnislos verlaufen.
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      Saph schrieb:

      Es fällt mir zugegeben schwer zu verstehen, warum das andere Zuschauer nicht auch so sehen / erkennen. Daher bin ich immer sehr gespannt zu erfahren, woher dieses andere Denken kommt. Warum wirkt der Film, selbst nach meinen Ausführungen, auf andere Leute anders als auf mich? Was habe ich übersehen? Wo habe ich evtl. einen Denkfehler drin? So wie ich meinen Teil dazu beitrage, versuche ich auch aus deinen (euren) Beiträgen immer noch ein Stück weit das zu suchen, was den Film vielleicht besser macht als ich ihn wahr genommen habe. Aber bisher habe ich dabei noch nicht so viel Erfolg gehabt, wie gehofft :/
      Das ist normal.

      Ich muss sagen, ich bib ja eigentlich immer ziemlich kritisch, wobei sich das mehr auf Spiele als auf Filme bezieht.

      Aber der Film hat mir nunmal tatsächlich gefallen. Beim ersten mal gucken denke ich aber auch nicht über solche Dinge nach und sie fallen nicht auf oder stören mich schlichtweg nicht.
      Der Film hat mich zusehr damit gefasst, dass er anders wurde als ich erwartet habe, was ich sehr gut finde.

      Aktuell stört mich nur die Leia Szene, der Charakter Rose ( oder wie sie hieß ) und die Szene mit dem Reichen Planeten.
      Oh und die Tatsache, dass Phasma so unwichtig war.
      Iviin'yc kyr'am ra akaan... N'ibic. - Fast death or fight... Not this! - Ranah Dha'Beviin
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      Zu Captain Phasma und ihrem 2 Minuten Debüt ...


      Ich kenne die Comics kein Stück, aber bin da, wie damals schon bei TFA, bei der Meinung:
      Es ist nicht gut Story Details, die Charaktere und Handlung besser erklären, in separaten Publikationen zu Veröffentlichen. Bestes Beispiel, Mary Sue Rey und ihre unglaublichen Flug Skills ... ich halte das mit dem TIE Fighter Simulator im ATAT zwar weiterhin für Bullshit - TIE Fighter ist kein Frachter wie der Falken und am Simulator wirst du kein Meister, denn jeder Pilot übt irgendwann im Cockpit, bevor er zum Meister wird, aber es wäre immerhin eine dürftige Erklärung für ihre epischen Flugskills gewesen.


      Bei Phasma ... ich glaube der einzige Grund für ihre Existenz ist, dass sie in den Trailern ist und gut aussieht ... erinnere mich noch an die vielen Posts hier und anderswo - Boah, Chromrüstung, sieht die geil aus, usw.



      Mögt ihr gute Sci Fi Geschichten? Dann schaut rein: Untold Stories of a Galaxy
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      Setus schrieb:

      Es ist nicht gut Story Details, die Charaktere und Handlung besser erklären, in separaten Publikationen zu Veröffentlichen.
      Wie geschrieben mag das sein. Es ist bei Star Wars aber schon seit der klassischen Trilogie so.

      Wie geschrieben ist das populärste Beispiel Boba Fett.

      Auch zu Darth Vader, dem wohl populärsten Star Wars Charakter, gab es eigentlich nur sehr spärliche Infos aus Episode IV - VI.
      Er ist die Rechte Hand des Imperators, über den man auch nicht mehr wusste als "es ist eben der Imperator". Und er ist Lukes Vater, war früher mal ein Jedi.
      Ende.

      In über 20 Jahren EU hat sich der Charakter sonst über Comics und Bücher weiterentwickelt und mehr Tiefe bekommen.
      Erst dann kam Episode I - III.
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      Ja, aber da hast du in den Filmen alles gewusst was du brauchtest, mit gut gesetzten Dialogen und Situationen. Da kommst du weit weniger in die Versuchung alles bis ins Kleinste hinterfragen zu wollen und es bleibt nach wie vor die Tatsache: Urtrilogie baute auf sich selbst auf, die Neue baut auf der Ur auf.


      Nehmen wir mal Avatar Aufbruch nach Pandora ... simple Story und nicht gerade überwältigende Story, aber der erste Teil einer Quadrologie und man erfährt alles nötige was man braucht.



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      Sei mir nicht Böse, aber ich hab bereits einige Leute im Internet gesehen die Fehler oder Probleme sehen weil sie sie sehen wollten. Einige Fehlersuchen konnte man simpel so erklären das sie bereits in den Ur Filmen einwandfrei funktionierten. Und so klar war die ja auch die Ur nie. Es gab einige Diskussionen damals die sogar dieser hier sehr ähneln.

      Setus schrieb:

      Nehmen wir mal Avatar Aufbruch nach Pandora ... simple Story und nicht gerade überwältigende Story, aber der erste Teil einer Quadrologie und man erfährt alles nötige was man braucht.
      Sag das nicht. Ich hatte einen Haufen Fragen. Wie funktioniert genau die Avatar Maschine. Wie sieht es auf der Erde aus etc..

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