Achtung Spoiler: Die letzten Jedi Diskussion

    • Mir ging es nicht um die Richtung der Kritik, sondern um die Form. Ich mag einfach viele dieser ausgedehnten Youtube-Monologe nicht. Persönliche Präferenz. Bin da eher ein Leser als ein Zuschauer.

      Was die Fanfiction angeht: auch bei mir würden da niemals alle Figuren gleichermaßen beleuchtet und selbst mit einer großen Auswahl an Trägerfiguren gäbe es immer Elemente, die weniger Aufmerksamkeit bekommen. Du wirfst in einer eigenen Welt Schlaglichter auf Geschehen, Wahrnehmung ist immer Auswahl. Dein Urteil hier funktioniert für mich einfach nur solange, wie man Snoke einen besonderen, starken Wert zumisst, der über 'böse Kraft, die Kylo Ren beeinflusste' hinausgeht. Sieht man die Figur einfach vor allem in der Funktion in der Geschichte und widmet dieser Zeit generell nicht die Aufmerksamkeit, muss ich auch nicht zwingend wissen, woher der kam, was er genau wollte, denn das Geschehen hat ihn überholt. Es ist dann einfach ein Element in der Geschichte eines anderen und dessen Geschichte ist die wesentliche. Snoke ist hier das Interim zwischen Lukes Versagen an Kylo und dessen weiterer Entwicklung NACH Snoke. Vielleicht wird dann das noch mal für Kylo aufgegriffen, vielleicht begegnet der einem noch an anderer Stelle (Macht machts möglich).
      Man gibt in jeder Geschichte schlichtweg dem Raum, das man wichtig findet als Autor. Wie viel nun wer wie bekommt, das mag schwanken je nach Autor. Ein Gefälle gibt es immer.

      Ich frag mich, warum denn zwingend dessen Hintergrund erklärt werden müsste in diesem Film und vor seinem Tod, wenn Ryans Fokus halt gerade nicht auf Snoke liegt. In dessen Lesart hat der nicht diese intensive Wirkung, sondern die resultiert viel eher aus Kylos eigenem Bezug auf seinen Großvater (den Snoke zeitweise nutzte).


      Es gibt so einiges in dem Film, das für mich nur mit gutem Willen geht. Wie etwa die ursprüngliche Anlage der Verfolgungsjagd selbst. Dann gibt es Szenen, deren Zweck ich begreife, die aber für mich einfach irritierend waren. Namentlich Lukes Melkalien. Klar, es zeigt, wie verschroben der alte Jedi da ist, mich hatte es irritiert und es war Zeit, die ich lieber anderswo gehabt hätte.
      Auf den Gedanken zu kommen, ausgerechnet in StarWars realistische Weltraumbetrachtung zu suchen, allerdings, komme ich einfach nicht. Das funktionierte einfach immer schon wirklich nur mit sehr viel gutem Willem und Mut zum Physikvergessen (Lichtschwerter, Weltraumkampf mit Geräuschen, Explosionen jenseits von erwartbarer Schiffsatmosphäre), es minderte nie meine Freude an StarWars.
    • @Malycus

      Du hast Fight Club beim ersten mal nicht verstanden? Eh, ok. Ist mir jetzt noch nie bei einem Film passiert. Also, ich gehe schon aus Filmen raus und grübele noch über die darin verborgene Botschaft oder über den tieferen Sinn, aber verstanden habe ich sie eigentlich immer. Das heißt aber nicht, dass ich ein Genie bin oder so. Bei "The Evil Within" - einem Computerspiel - da habe ich nach dem Originalende erst mal recherchieren müssen, was am Ende jetzt eigentlich passiert ist. Glücklicherweise halfen dann noch ein paar DLCs nach und machten das ganze etwas klarer.

      @Valentine
      Ich verstehe sehr gut was du meinst, wenn du dich da zu Snokes äußerst. Das funktioniert aber auch nur vernünftig, wenn die Figur nicht den Zwängen einer Fortzsetzung unterliegt. Man muss z.B. auch Yoda nicht groß erklären als er das erste mal auftaucht. Es reicht zu wissen, dass er ein mächtiger Jedi-Meister ist, was der Film einen auch mitgibt. Bei Snoke könnte man sagen, es reicht zu wissen, dass er ein mächtiger Machtbegabter ist, der Kylo Ren ausgebildet hat. Auch das sagt der Film ja aus. Der Nachteil, den Snoke jedoch aber immer haben wird, im Vergleich zu Yoda und Co. ist das sein Charakter ein entscheidendes Brückenelement ist, das Erklärung bedarf. Ja, er bedarf einer Erklärung, da seine Existenz unmittelbar das Ende des 6. Teils umkehrt als die Rebellion noch siegreich war. Ich hatte es vorher schon mal erwähnt. Man muss eigentlich eine Lücke von 30 Jahren füllen und tut das zumindest im Film nicht. Da nicht erklärt wird, wie die Erste Ordnung so mächtig wurde, obwohl die Rebellion am Ende des 6. Teils siegreich war, hinterlässt das eine Lücke in der Handlung. Die Figur Snoke füllt diese Lücke ganz offensichtlich, aber eher wie ein Platzhalter als wie eine Erklärung. Das wirkt auf mich, und nicht nur auf mich, wie schlechtes Storywriting, weil man Zusammenhänge der vorausgehenden Teile gänzlich zu ignorieren scheint.

      Will man Zusammenhänge? Woher kam die erste Ordnung? Wie ist sie entstanden? Schon eine Person vermag dazu Auskunft geben zu können: jedipedia.wikia.com/wiki/Rae_Sloane

      "Später entstand aus Sloanes Imperium, einem Verbrecherkartell, einigen zentristischen Politikern und einigen imperial-nostalgischen Terrororganisationen wie den Amaxinen-Kriegern die Erste Ordnung. Sloane war zwar am Aufbau dieser beteiligt gewesen, war jedoch nicht mehr zugegen, als diese sich der Neuen Republik offenbarte."

      Aber selbst in ihren Leitartikel taucht der Name Snoke nicht ein mal auf. Weder woher er die Mittel, noch woher er die Macht hatte, so etwas aufzubauen. Er ploppt quasi plötzlich in der Handlung auf und muss nicht begründen woher er kommt und wer er ist. Er müsste es aber eigentlich, denn sonst erschließen sich bestimmte Zusammenhänge nicht.
    • Saph schrieb:

      @Malycus

      Du hast Fight Club beim ersten mal nicht verstanden? Eh, ok. Ist mir jetzt noch nie bei einem Film passiert. Also, ich gehe schon aus Filmen raus und grübele noch über die darin verborgene Botschaft oder über den tieferen Sinn, aber verstanden habe ich sie eigentlich immer.
      Na dann Glückwunsch.

      Es gibt so viele Filme für mich, die sich erheblich veränderten, sah ich sie zum zweiten Mal: wie 12 Monkeys, Clockwork Orange, Fight Club, A Beautiful Mind, Sixth Sense, Million Dollar Baby, American Psycho, Memento, Inception und das sind nur die, die mir gerade einfielen.
      Es geht da nicht darum, ob man den Film 'durchschaute', eher darum, dass man im zweiten Sehen die Details aufschnappt, die vor denen, die man vielleicht mitbekam, schon Hinweise lieferten. Ich bezweifle wirklich, dass viele Leute grundsätzlich alles in einem Film wahrnehmen. Das wäre ein Desaster für Blickführung und Komposition.

      Glaube, der Dissenz zu den 30 Jahren ist nicht auflösbar.
      Für mich muss der Film nicht historisierend nachvollziehen, was zwischen Episode 6 und nun 7 und 8 geschah. Mir scheinen die neuen Filme recht bewusst mit dieser Lücke zu arbeiten.

      Nur in den Filmen gesetzte Eckpunkte:

      - es ist viel Zeit vergangen, unsere Helden sind gealtert. Eine neue Generation folgte ganz offensichtlich
      - es gibt es eine neue Bedrohung, die noch stilisierter auftritt als das Imperium und sich von ihm in den verwendeten Zeichen abhebt und gleichzeitig anlehnt (der Riefenstahlanteil in der Darstellung ist noch stärker in der Stilisierung)
      - sie ist militärisch stark genug, zum eine irrwitzige Superwaffe zu bauen, zum anderen, sich von deren Verlust zu erholen
      - offenbar gibt es Widerstand, der sich mindestens zum Teil aus den alten Rebellen speist
      - Jenseits der widerstreitenden Parteien profitieren Dritte am Kriegsgeschehen und das offenbar lang genug, um einigen Luxus anzusammeln
      - Episode 8: die Rebellen wirken planloser und gejagter. Es ist mehr Flucht als Angriff nun, die Pläne sind verzweifelter. (Hoffnung auf Luke [der allein doch gleich was tun sollte?], später auf die Hilfe Verbündeter, die ausbleibt)
    • Zudem immernoch das Gerücht umgeht, dass es eine Serie geben soll, die die Zeit zwischen Episode VI und VII beleuchtet, weshalb es aus der Epoche auch keine wirklichen Bücher oder Comics gibt.
      Das soll eine Serie sein die Rebels ersetzt. Ich bin mal gespannt.

      Ansonsten, ja: Der Fokus soll auf das "Neue" gesetzt werden und nicht auf eine Reminiszenz "30 Jahre galaktische Geschichte".
    • Valentine schrieb:

      Glaube, der Dissenz zu den 30 Jahren ist nicht auflösbar.
      Für mich muss der Film nicht historisierend nachvollziehen, was zwischen Episode 6 und nun 7 und 8 geschah. Mir scheinen die neuen Filme recht bewusst mit dieser Lücke zu arbeiten.

      Nur in den Filmen gesetzte Eckpunkte:

      - es ist viel Zeit vergangen, unsere Helden sind gealtert. Eine neue Generation folgte ganz offensichtlich [...]
      Da stimme ich dir sogar zu. Man bekommt 30 Jahre nicht in ein oder zwei Filmen komplett verarbeitet, die erst danach ansetzen. Das wäre auch irgendwie kein guter Film geworden, der ständig in der Vergangenheit hängt und nichts von der Gegenwart preis gibt. Gut, bei "Interview mit einem Vampir" hat das Phasenweise auch ganz gut geklappt, aber ich schweife ab. ^^

      Es ist also schon richtig und gut so, dass man nicht jedes Detail der letzten 30 Jahre beleuchten muss, aber gar nichts zu erklären, ist nun sicher auch nicht der richtige Weg. Man erfährt ein bisschen was aus dem Vorspann und im Verlauf von Episode 7 und in Episode 8 durch Luke noch ein Detail zu dessen Zeit als Jedi-Meister.

      Schon deine Aussage "Es ist viel Zeit vergangen, unsere Helden sind gealtert", reduziert die letzten 30 Jahre auf Belanglosigkeit. Sie sind ja nicht einfach nur gealtert, sie haben viel durchgemacht ... und ich unterstelle dir mal, das wolltest du eigentlich aussagen. Und Episode 7 macht da auch einiges richtig, indem zum Beispiel Han Solo über Lukes Scheitern mit der Jedi-Akedemie spricht. Wir erfahren also viel, ohne man viel zeigen muss. Auch das er und Leia ein Kind haben und das Snoke Ben zur dunklen Seite der Macht verführt hat. Solides Story-Telling in Episode 7 könnte man sagen. Jetzt kann man natürlich sagen, mehr brauch ich gar nicht wissen, aber wäre es schlecht gewesen mehr zu erfahren? Hätte ein weiterer Nebensatz in Episode 8, zum Beispiel über Snoke, die Handlung wirklich geschädigt? Ich glaube, wenn man es halbwegs richtig macht, so wie in Episode 7, dann nicht. Warum also dann weglassen? Warum die essentiellen Lücken nicht füllen? Weil zwischen den Szenen von irgendwelchen Knuddeltierchen, einer unwichtigen "Rey-sieht-sich-in-Spiegelform"-Szene und einem Luke der Fischen geht, keine Zeit mehr dafür war? Wer würde das ernsthaft glauben? Warum sollte es den Zuschauer mehr interessieren, was Luke in seiner Freizeit auf der Insel macht als das was als Frage deutlich sichtbar im Raum steht?

      Ich habe gar kein Problem damit, wenn sich die Geschichte auf jüngere oder gar andere Helden konzentriert, aber muss man dann die bisherigen so unwürdig aus der Story treten lassen? Han Solos Tod war voraussehbar in dem Moment, wo er auf die Brücke geht um mit seinem Sohn zu reden, der irgendwie jeden umbringt, der ihm in der Sonne steht. Luke hat seinen Vater damals bekehren können, Han seinen Sohn jedoch nicht. Mal gewinnt man, mal gewinnt man halt nicht. Es kann ja nicht immer nur Happy-Ends geben und man schluckt es als Zuschauer. Selbst in der kurzen Sequenz in Episode 8 in der sich Kylo und Luke gegenüber stehen und ... na ja, kämpfen, schwingt doch eine gewisse Priese epik mit. Man mag für einen Moment vergessen können, dass ihn Rey ne Stunde vorher einfach nieder geknüppelt hat, aber warum tritt Luke zum Ende des Films dann ab? Und ich meine damit nicht, den biologischen Grund, sondern den stilistischen. Was genau ist der Grund, warum er in Episode 9 nicht mehr eingreifen darf/soll?
      Die Antwort, die meisten darauf wohl geben würden ist, dass man ja eine Geschichte um eine neue Generation von Helden erzählen will und nicht die alten Legenden beleuchten möchte. Ist Luke Skywalker also plötzlich ein störendes Element in der Geschichte geworden, die er mit aufgebaut hat .... ein Element das beseitigt werden musste? Nach dem Motto "Du hattest deinen Moment und nun tritt gefälligst ab."? ... Wirklich? Hat da einer zu viel Game Of Thrones geguckt oder warum liegt einem Rian Johnson so wenig an einigen Kultcharakteren. Es war ja nicht nur Luke. Es ist ja auch General Akbar.

      Nein, diese Geschichte in Episode 8 befreit sich von allen "Altlasten", selbst denen aus Episode 7, und zwar nicht weil es stilistisch Sinn ergibt, sondern weil sie letztendlich (seiner Vision einer Star Wars Geschichte) im Weg waren. Wer will denn schon Luke Skywalker in einen Star Wars Kinofilm sehen? Völlig absurd, was? Das ist ungefähr so, als würde man im nächsten Batman-Film nur von Batgirl erzählen und Bruce Wayne im Hintergrund an Herzversagen sterben lassen. Verständlich, dass mir da das Verständnis fehlt, hm? :)
    • Moin!
      ich zitiere mich hier einfach mal selbst, aus einem anderen Forum... nun ist es zwar schon ein paar Tage länger her, an der grundlegenden Meinung hat sich aber nichts geändert... Vieles wurde hier auch schon genannt, dennoch hier meine Sicht der Dinge in Episode 8: Gemischte Gefühle!
      Gruß

      Hrmmh...
      Ich bin eigentlich immer noch unschlüssig ob bzw. was ich zum Film hier schreiben soll...
      Inzwischen habe ich ihn zwei mal gesehen... nach dem ersten Mal hatte ich sehr gemischte Gefühle dabei, viele Sachen waren einfach so anders - und teilweise auch so schnell - dass ich sie nicht so ganz einordnen konnte. Nach dem ich nun beim zweiten Besuch Zeit hatte mir einige Szenen noch mal genauer anzusehen und auch ein paar Tage Zeit die Story in die bisherige Saga einzuordnen hat mir der Film deutlich besser gefallen. So richtig Star Wars Feeling kam dennoch bei mir nicht auf. Was meine Begleiter zu beiden Kinobesuchen angeht, gehen die Meinungen auch stark auseinander, dem größeren Teil hat er aber sehr gut gefallen - auch der älteren Generation, nicht nur den jüngeren. Handwerklich war der Film natürlich genial. Wobei 2D hier wirklich ausreichend ist, 3D nur Geldmacherei, was aber auf die meisten Filme zutrifft.

      Kommen wir nun zum negativen Teil:
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      Aber was mich doch massiv gestört hat: die erste Ordnung soll das sein was aus dem Imperium auferstanden ist und die neue Republik zerschmettert hat? Ein Haufen Milchbubis die irgendwie nichts richtig auf die Kette kriegen? Einen General Hux kann man noch verkraften, wenn es denn hier und da auch mal einen Gegenpol gibt... den gibt es aber irgendwie nicht. Kylo und Hux an der Spitze der ersten Ordnung, kein Tarkin, Veers, Piett oder sonswer der wenigstens ein kleines Bisschen militärische Kompetenz ausstrahlt. Und Phasma? Potenzial absolut ungenutzt... ich hoffe da kommt noch was, auch wenn das schon arg abwegig scheint. Das macht aber nichts, denn auf der Gegenseite sieht es nicht viel besser aus. Tallie und Paige werden relativ schnell verheizt, von den Piloten aus Episode 7 habe ich sonst keinen wiedererkannt. Widerstands-Bodentruppen hatten diesmal etwas mehr zu tun, konnten jedoch keinen sichtbaren Treffer landen (In Episode 5 hatte man wenigstens das Gefühl dass sie etwas beitragen, hier irgendwie nicht...). Admiral Holdo hätte sicher ein interessanter Charakter sein können... wenn man sie vielleicht in eine Uniform gesteckt hätte und nicht gleich wieder verheizt ohne sie wirklich mal in Aktion gesehen zu haben. Warum hat man nicht Ackbar die letzte Ehre erwiesen und ihn den Kreuzer steuern lassen, statt ihn in einem Nebensatz für Tot zu erklären...? Am Ende soll alles was vom Republikanischen Militär übrig ist auf den Falken passen? :dontknow: Ich hab mich schon immer mehr für den Konflikt der "einfachen Leute" interessiert, statt für Jedi, weshalb mir auch Rogue One sehr gefallen hat. Aber hier war das irgendwie so gar nichts, überhaupt nichts. Man hätte gefühlt absolut alle Nebencharaktere streichen können ohne dass es eine merkbare Auswirkung auf den Ausgang der Story gehabt hätte, das war sonst nicht so. Was die Exkursion auf den Casino-Planeten angeht: zu viel, zu schnell... zu wenig Inhalt. Einige Aliens im Casino wirkten schon sehr billig und statt der "Pferderennen" hätten es sicher auch Podrenner getan :roll:


      Positives gab es aber auch:
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      Der Bomberangriff auf den Kreuzer - einfach gut gemacht, Paige hatte einen kurzen, aber sehr guten Auftritt. Das Wiedersehen mit den verbliebenen "alten" Helden: Leia als Anführerin der Rebellen, Luke als gealterter aber dennoch mächtiger Jedimeister (das war sicher anders als man es kannte, aber in meinen Augen weder übertrieben noch unglaubwürdig für den Charakter). Yoda als Machtgeist... :D (nur die Stimme im deutschen klang irgendwie... meh). R2-D2 der das alte Hologramm aus Episode IV abspielt, da gab es ganz kurz Gänsehaut. Der Kampf im Thronsaal gegen die Gardisten... sehr schön gemacht. Auch das kurze Bündnis zwischen Rey und Kylo war stimmig. Der letzte Hyperraumsprung des Kreuzers um die Transporter zu retten. Rose die über sich hinauswächst weil sie an die "Sache" glaubt, Poe der sich vom schießwütigen Piloten zu einem richtigen Offizier entwickelt. Selbst die Porgs, die nicht so nervig waren wie befürchtet sondern eher etwas auflockernd wirkten.


      Mein Fazit also: Der Film als Film ist gut, das Star Wars-Feeling hält sich jedoch etwas in Grenzen. Ich bereue es nicht ihn gesehen zu haben (auch nicht zweimal), sehe ihn aber keinesfalls als einen der besseren SW-Filme an und werde ihn mir auch kaum so oft angucken wie ich es bei 4-6 getan habe. Da ich aber noch nie der Meinung war dass man die Filme und die einzelnen Trilogien direkt miteinander vergleichen kann fange ich jetzt hier damit nicht an. Ich werde mir auch Episode 9 ansehen... und ich bin tatsächlich gespannt wie es mit der Story weitergeht. Auch wenn ich hoffe dass wenigstens einige der vielen Kritikpunkte aufgegriffen werden um es besser zu machen. Der Film hatte seine starken Momente, aber ebenso seine nicht so starken und seine grottenschlechten Momente.

      Das war jetzt viel mehr Text als es eigentlich werden sollte... aber wenn man erst mal anfängt... :)
      Gruß


      Carsson im VC-RP Wiki
      181st Assault Battalion im VC-RP Wiki

      "Wir alle können nur das sein, was wir sind, nicht mehr und nicht weniger." (Zitat, Kahlan Amnell)
    • Ich persönlich fand The Last Jedi überhaupt nicht gut. Es gab einfach viel zu viele Storylücken. Ich hatte gehofft, dass sie das Potential von Teil 7 aufgreifen und etwas in Form schleifen.

      Ich hatte einfach das Gefühl, dass viele Dinge nur passiert sind, damit sie passieren und sie oft keinerlei wirklich Einfluss auf die Story hatten.

      Die wirklich wichtige Story (Verhältnisse zwischen Rey, Kylo, Luke und Snoke) war zwar ansatzweise okay, wurde aber nicht weit genug ausgeführt meiner Meinung nach. In meinem Kopf schweben noch zu viele Fragezeichen zu den Charakteren. Speziell zu Snoke. Aber auch die Ausbildungsgeschichte von Kylo müsste noch mal richtig ausgeführt werden.

      Die Verfolgung der Rebellenflotte war leider auch zu großen Anteilen unnötig. Ich habe mich bei den meisten Szenen nur gefragt: Warum? Das macht doch gar keinen Sinn...

      Auch Reys Charakter müsste noch etwas erläutert werden. Warum kann sie was sie kann? Selbst wenn sie von der Macht auserwählt wurde, kann sie niemals logisch zu solch einer Machtübung kommen in so einer kurzen Zeit.
      Und falls doch, dann ist sie so broken, dass sie eh alle retten wird unabhängig von den Aufgaben, was dazu führt dass es sowieso keine Spannung mehr gibt.

      Es hätte durchaus mal ein paar Cuts geben sollen um Zeitverstreichen signalisieren zu können. Beispielsweise: Rey verbringt einige Monate mit Luke. Das erklärt ihre Übung.

      Aber es gibt nichts dergleichen.

      Somit wirkt für mich die Handlung extrem unglaubwürdig. Genau wie die Interaktionen zwischen vielen Charakteren. Einzig die Interaktion zwischen Rey und Kylo erscheint mir einigermaßen schlüssig.



      Unter der aktuellen Umständen werde ich Episode 9 NICHT ansehen. Ich lasse mir zuerst von ausgewählten Individuen berichten. Dann entscheide ich, ob ich den neuen Hauptfilmen in Zukunft nochmal eine Chance geben werde.

      Auf die Spinoffs freue ich mich hingegen. Rogue One war solide.
      "Die Macht nimmt. Die Macht gibt. Sie verleiht Stärke und nimmt Stärke. Sie heilt und verwundet.
      Nur wer beide Seiten kennt wird nicht von ihr überwältigt.
      So nutze sie und teile mit ihr." - Königlicher Machtkodex
    • Sunaar schrieb:

      Oh du meinst ich kann alles nach nur kurzer Zeit Luke wie in Episode 5 ?
      Es ist dort auch nicht gut gelöst. Jedoch zumindest ein bisschen besser. In Episode 8 wird Rey ja sogar zuerst Hilfe verweigert. Und dann lernt sie alles in einigen Tagen?

      Hat Luke nicht in Episode 4 zumindest ein bisschen lernen können von Obi-Wan?
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    • Auf einen was? 2 h Flug?
      Größtenteils nutzt Rey die Macht nur Instinktiv, aber bei vielen Dingen hat sie einen großen Vorteil gegenüber Luke. In allen Lerntechniken die Yoda Luke beibringen wollte, kam es immer wieder zu einen Punkt, "Ich kann es nicht, es funktioniert nicht". Rey hingeben gibt sich hin. Glaubt an das was man ihr erzählt. Sie glaubt und das hilft ihr beim Verständnis der Macht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sunaar ()

    • Hallöchen zusammen.

      Das ist zwar jetzt kein Beitrag zum aktuellen Film, aber immerhin zu den alten Teilen... somit nicht ganz offtopic. :saint:

      In Episode 4 nutzt Luke die Macht praktisch gar nicht, abgesehen davon das er mit Obi wan Kenobis Hilfe/Anleitung den Torpedo in den Belüftungsschacht befördert. Seine Fähigkeiten mit dem Lichtschwert sind auch nicht sonderlich ausgeprägt wie wir in der kurzen Trainingssequenz auf dem Falken sehen. Episode 5 spielt hingegen satte drei Jahre (!) nach der Zerstörung des ersten Todessterns. Also kann Luke durchaus (offscreen) seine Fähigkeiten trainiert haben. Dennoch ist Luke noch nicht sonderlich gut im Umgang mit der Macht (selbst der Machtgriff, eine relativ einfache Technik, fordert ihm ja einiges ab) und fliegt deshalb nach Dagobah um sich als Jediritter auszubilden zu lassen. Wobei man wohl sagen kann das Luke sich auf Dagobah auch nicht gerade als Naturtalent im Umgang mit der Macht präsentiert. Dann kommt es zur Konfrontation mit Vader auf Bespin und wir werden Zeugen wie Luke seine Hand verliert weil seine Lichtschwerttechnik zwar besser aber immer noch nicht gut (genug) war. Erst in Episode 6, also eine weiteres Jahr später, hat Luke dann langsam was mit der Macht drauf, ist aber bis zum Ende hin immer noch der deutlich schwächste Machtanwender im Film. Will damit sagen, bis zum Ende ist er kein Gary Stu (oder wie auch immer die korrekte Maskuline Form nun lautet).
      Man kann sagen was man will, aber Luke macht in den drei Filmen eine klare Entwicklung durch.

      So, das war mein Beitrag zum "Anti-Luke-Bashing". :P


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