Thrawn

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    • So, ich hab mich jetzt durch "Thrawn" gekämpft (srsly, ich hab über drei Monate gebraucht -.-) und irgendwie... Geht's nur mir so, oder war das Buch echt langweilig?

      Das ganze Buch war irgendwie so:

      - Es passiert etwas zu dem man keinen Bezug hat
      - Thrawn plant, trickst alle aus, ist 'ne coole Sau - Yeah!
      - Thrawn wird befördert und angehimmelt
      - Es passiert wieder irgendwas zu dem man keinen Bezug hat
      - Thrawn plant, trickst alle aus, ist nach wie vor eine coole Sau
      - Thrawn wird befördert und angehimmelt
      - Und das nächste Drama das einen nicht berührt und auch so gar nicht dramatisch oder spannend in Szene gesetzt wird
      - Thrawn meistert die Situation wie immer Bombe... Ja, er ist eine coole Sau...
      - Thrawn wird - Überraschung! - befördert und wow, was? Man ist beeindruckt? Ich glaubs ja nicht...

      Ich habe vergeblich nach Spannung gesucht. Dazu war der Schreibstil total verwirrend. Die Einsichten in Thrawns Denkweise am Anfang der Kapitel waren ja noch gut, aber dieses unkonsequente Einwerfen von Gedanken in die eigentliche Handlung war nicht nur störend im Lesefluss, sondern zumeist auch einfach nur reichlich nichtssagend. Ich mein, ist ja schön das der Gesprächspartner seinen kleinen Finger bewegt aber... was soll uns das jetzt sagen? Und was sagt das nun genau für Thrawn? Und warum ist es egal, dass er den Zeigefinger auch bewegt? Was ist denn das für ein Quatsch?

      Ja, Thrawn ist nach wie vor coo aber ein Thrawn alleine ist irgendwie auch nicht das Wahre. Es hat mir einfach so gänzlich der Bezug zu dem Umfeld gefehlt. Irgendwann empfand ich die Story um die völlig unsympathische Arihnda interessanter als die Thrawn-Kapitel. Vielleicht war die Übersetzung schlecht oder mich erreicht das alles nicht, weil ich Rebels nicht geguckt habe... Letztlich hatte ich mir aber auch mehr über die Chiss an sich erhofft und bin im großen und ganzen einfach nur enttäuscht.
    • Ehrlich gesagt glaube ich nicht das es dir besser gefallen hätte selbst wenn du Rebels gesehen hättest. Denn auch in der Serie ist Thrawn zwar eine coole Sau, hochintelligent und intrigant, aber auch dort wird glaube ich nicht einmal erwähnt das er überhaupt ein Chiss ist. In der Serie kommt er eher wie ein hellblauer Mensch mit entzündeten roten Augen daher, und findet ein Disney-Standartende für Klischeebösewichte. Und etwas Hintergrundwissen über Chiss suchst du in der Serie auch vergebens.
      -= Club Hells Gate =-
      <3 Organhandel mit Herz <3
      :whistling: Sklavenhandel, der bindet :whistling:
      :D ...gehasst seit 2017 :D
    • Ich habe mir Rebels angesehen, weil ich mir erhofft habe, dort etwas über die Chiss zu lernen, aber ich wurde enttäuscht. Thrawns Art war natürlich schon so, wie man sich einen Chiss vorstellen könnte, aber da wurde das Wort "Chiss" nichtmal erwähnt. Diese Art kommt auch sehr schön im Buch raus, aus dem man zwar das "Chiss greifen nicht zuerst an" herausnehmen kann, aber richtige Hintergrundinfos haben mir auch gefehlt. Aber wenigstens habe ich ein wenig daraus gelernt. Wie mir vorgeschlagen wurde, werde ich mir mal "Die Kundschafter" voknöfpen, da man dort viel über die Chiss erfahren soll und sowas ist für einen ungeübten Chiss RPler wie mich sehr wichtig.
    • Neben "Die Kundschafter" kann ich auch "Die Verschollenen" empfehlen. Da erfährt man auch ein wenig etwas über Chiss.
      "In dem Moment, in dem wir erkennen, dass unsere Zeit nicht unendlich ist, beginnen wir, diese Spanne mit aller Energie und aller Leidenschaft zu füllen, über unsere Grenzen hinaus zu denken und jeden Augenblick so intensiv zu leben, wie wir es als Kinder getan haben."

      - Ludovico Einaudi
    • Das ist schade, dass 'Thrawn' deine Erwartungen nicht erfüllt. Allerdings genauso wie in der ursprünglichen Thrawn Trilogie auch kaum etwas über Chiss oder Thrawn selbst erfährt, wurde das auch hier nicht in den Kurzzusammenfassungen versprochen. Gute Buchempfehlungen für Chiss Hintergrund wurden ja hier schon genannt. Da musste man auch in Legends zu Büchern gehen in welchen Thrawn bereits gestorben ist.

      Mir hatte das Buch sehr gefallen und hatte deine Probleme mit dem Schreibstil und der erzählischeren Struktur nicht. Vielleicht liegt es daran, dass ich es im Orginal gelesen haben, aber ich glaube in Englisch hätte es dir auch nicht besser gefallen. Thrawn soll einer der herrausgendensten, militärischen Kommandanten sein und er beginnt hier bereits mit jahrelanger Erfahrung in der Chiss Ascendancy. Für mich war es ein interessantes Szenario wie er mit all seiner Erfahrung, aber als absolut Unbekannter, durch die Ränge des imperialen Militär aufsteigt.

      Thrawn ist ein 'Sherlock Homes' Charakter. Es geht nicht darum ob er seinen Kampf gewinnt, es geht darum wie er es macht. Und wie auch bei Sherlock wird die Geschichte nicht aus Thrawn's Sicht sondern aus die von seinem 'Watson' erzählt. In der Thrawn Trilogie war das Gilad Pellaeon, hier ist der eigentliche Protagonist des Romans, Eli Vanto. Bereits selbst schon kompetente Charaktere werden sie zu so etwas wie Thrawn's Schülern und sind nicht bloß als Blickpunkte für den Leser da.

      Das heißt natürlich nicht, dass Thrawn unfehlbar ist. Jeder Charakter braucht seine Schwächen und für Thrawn ist es sein fehlendes politisches Feingefühl, was ihn regelmäßig vor den Kopf stößt. Deswegen haben wir Arihnda Pryce als Gegenpol und zweite Protagonistin. Ambitioniert, unnachgibig und politisch gerissen. Ich war überrascht gewesen, dass dieser Charakter hier so in den Vordergrund gestellt werden und im Prinzip ihren eigenen, zumindest halben Roman erhält. Aber ich denke es funktioniert ganz gut und fügt sich nahtlos in Rebels Staffel 3 ein.

      Wenn ich eine Kritik habe, dann wohl das Eli/Thrawn's und Arihnda's Geschichten sehr lange parallel und unabhängig voneinander ablaufen und man sich fragt wann die eigentlich zusammenlaufen werden. Natürlich gibt es da immer wieder Hinweise und kleinere Querverbindungen, aber zum Großteil sind die Geschichten bis hin zum letzten Drittel ziemlich getrennt.


      Als Nebenbemerkung: Thrawn war weder in Legends noch ist er nun im Canon eine gute Grundlage für Chiss Charaktere. Er ist und war auch für Chiss schon immer sehr außergewöhnlich. Wenn man 'normale' Chiss sehen will, sollte man wie schon hier im Thread genannt 'Die Kundschafter' (Survivor's Quest) lesen.
    • Die alten Bücher habe ich alle schon gelesen. Meinen Hunger nach mehr und vor allem nach kanonischem Wissen über die Chiss hat das nur leider nicht gestillt. Letztlich war das aber auch nur ein Wunsch (!) von mir, keine direkte Erwartung an das Buch. Gerade die Abschnitte aus Thrawns Sicht hätten sich dafür mMn gut angeboten. Ich denke ein großer Unterschied von der alten Trilogie zu dem jetzigen Teil war, für mich, das ich überhaupt keinen Bezugspunkt hatte, außer eben Thrawn und der macht es einem schwer, mit ihm zu fühlen. Eli empfand ich als 100% austauschbar (das Gefühl hatte ich bei Watson z.B. nie) und blass. Sicher, man erfährt hier und da etwas über ihn aber eine emotionale Bindung gab es keine, dafür war er letztlich eben doch zu Thrawnzentriert. Aber letztlich ist das ja eben Geschmackssache :)

      Btw: Als jemand der Rebels nicht kennt, wusste ich lange nicht, was Arihnda da zu suchen hat. Kurzzeitig hatte ich schon die Befürchtung, sie wäre Thrawns Love-Interest :/ Entsprechend (positiv) überrascht war ich vom Ende. Sollte es eine Fortsetzung geben, werde ich mir diese also sicher auch kaufen. Wenn es jedoch keine geben sollte und man auf Rebels deutet, wäre ich doch schon enttäuscht. Dieses "zur Fortsetzung guckst du XY, liest fünf Comics, schaust den Film und liest dann Buch drei aus Reihe Y" geht mir nämlich echt auf den Zeiger (nicht nur bei Star Wars, aber da wird das Model auch immer beliebter -.-).
    • Die Fortsetzung erscheint nächsten Monat und spielt wohl parallel zu Rebels. Und diese hat einen Charakter zu dem du vielleicht mehr Bezug hast ;)
      Möglicherweise gibt es hier auch mehr zu den Chiss, da Anakins und Thrawns erste Begenung während der Klonkrige hier sicher in Flashbacks erzählt wird. Kann dir ja berichten ob es sich diesbezüglich lohnt.


    • Thrawn ist Thrawn. Es ist der VErgleich zwischen "Der Prinz von Bel Air" und "Bill Cosby Show" Letzteres wäre dann Thrawn. Eine Geschichte, wo es nicht um "Spannung" und "Gib ihn" geht, sondern eben, wie Thrawn auch, Logik, Strategie und eben diese Trockenheit die er nun mal rüber bringt.

      Schreibstil hin oder her, es ist eben "was anderes"
      Ich bin für das verantwortlich, was ich schreibe, aber niemals für das, was ihr darunter versteht. !!!

      !!! PlayTwi Ausgabe 38 ist da !!!
    • Und weil es Thrawn ist, darf/kann es nicht spannend sein? O.o Dann hab ich eine andere alte Reihe gelesen, denn diese war trotz - oder gerade wegen - Thrawn spannend.
      Ich weiß auch nicht, was mir der Vergleich von "Prinz von Bel Air" und "Bill Cosby Show" sagen soll. Sind beides Comedy-Serien die ich in meinen jungen Jahren geguckt habe. Bei beiden konnte ich hin und wieder lachen, also haben beide ihre Aufgabe voll erfüllt.
      Und was hat da nun der Schreibstil mit zu tun?

      @Nirovan: Danke dir :) Fänd ein kleines Feedback super.
    • Bel Air = Ein lacher nach dem anderem Bill Cosby = Humor mit "Niveau" ^^

      Ich muss gestehen, fand ich letzteres nie wirklich lustig, ist eben "Trockener Humor".

      Und "Spannend" ist eben jene Definition. Die einen konnten eher bei Bel Air lachen weil der Humor offensichtlicher war, bei letzterem musste man erst Genauer nachdenken. Ja, der Vergleich ist ein wenig irreführend, aber ein passenderen Vergleich hatte ich nicht parat.

      Man kann hier auch nun sagen "Geschmackssache".
      Ich bin für das verantwortlich, was ich schreibe, aber niemals für das, was ihr darunter versteht. !!!

      !!! PlayTwi Ausgabe 38 ist da !!!
    • Nur kurz was zu Rebels: Der Zielmarkt sind Kinder. Die interessieren sich nicht für Chiss und auch nicht für Hintergrundlore, sondern Hauptsache es knallt. Da hätte jeder den imperialen General spielen können. Für die Eltern der Kids hat man halt Thrawn genommen, weil die den sowieso kennen, also keine Erklärung nötig haben.

      So habe ich das zumindest in Verdacht.
    • Akinto schrieb:

      Nur kurz was zu Rebels: Der Zielmarkt sind Kinder. Die interessieren sich nicht für Chiss und auch nicht für Hintergrundlore, sondern Hauptsache es knallt. Da hätte jeder den imperialen General spielen können. Für die Eltern der Kids hat man halt Thrawn genommen, weil die den sowieso kennen, also keine Erklärung nötig haben.

      So habe ich das zumindest in Verdacht.

      Das würde ich nicht so pauschalisieren.

      Klar Rebels ( und Clone Wars ) waren zwar am meisten für Kinder gedacht, aber in beiden gibt es durchaus Hintergrundlore ( und teilweise auch nicht so kindreiche Szenen, auch wenn es ohne Blut ist )

      Nur manchmal sind die Hintergrundinfos an den falschen Stellen.
      Iviin'yc kyr'am ra akaan... N'ibic. - Fast death or fight... Not this! - Ranah Dha'Beviin
    • Verwechsel nicht Clone Wars mit Rebels. ;) Clone Wars war teilweise weitaus ernster, und auch für etwas ältere gedacht. Rebels ist wirklich nur für Kinder unter 10 Jahren. Ist nett anzusehen, und ich habe auch beide Staffeln (ich weiß noch nicht mal, ob bei uns schon die dritte draussen ist), aber es ist viel kindischer als Clone Wars.

      PS: Mea Culpa, natürlich haben wir alle drei Staffeln von Rebels. Gibt's überhaupt eine vierte?