Esach Edwardsen

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  • Ex-Soldat der Republikanischen Armee der sich als Wachmann und Söldner über Wasser hält.

    Lebenslauf


    Jugend

    Edwardsen wurde auf Qiilura geboren. Er wuchs mit seiner Schwester Aleena bei seinen Eltern Erelen und Nei Edwardsen als Barq-Bauer auf. Auch wenn Barq ein Luxusgetreide sein mag, so kommt doch von den Einnahmen zu wenig bei den Bauern an. Tag für Tag musste die Familie ums Überleben kämpfen. Da der Hof nur wenig außerhalb der Hauptstadt Imbraani lag trieb sich Esach in der Stadt herum, wenn er nicht auf dem Hof helfen musste.

    ((Folgende Information ist nur durch persönlichen Besuch in Imbraani und Herumfragen in der dortigen Unterwelt erhältlich))
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    "Esach, klar kenn' ich den. Auch wenn wir'n damals immer "Big Ed" nannten. Er war der Muskel von Seri, der Chefin der "Narben". Wir ha'm aufeinander aufgepasst. Uns was nebenbei verdient, Du verstehst schon... Die Narbe war unsere Aufnahmeritual. Mutprobe un' so. Manch' andere Gang hat sich an uns 'ne blutige Nase geholt. Doch dann ha'm die Rattler Seri erwischt. Die ha'm unsere Rache nich' überlebt, aber Big Ed hat sich Seri's Tod nie verziehen. Kurz später is' er raus."

    ((Siehe auch die ersten beiden Träume unten.))


    Esach wollte der Welt, der Gang und dem Schicksal als Bauer entkommen und sah als einzigen Weg den Eintritt ins Militär. Waffen, Militärausrüstung und Strategien wurden sein Hobby.

    ((Folgende Information sind durch offiziellen oder inoffiziellen Zugriff auf die Datenbanken von Qiilura oder der republikanischen Armee auffindbar))
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    Edwardsen starrte auf seine dreckigen Schuhe, die auf dem weißen Gefängnisboden wie Fremdkörper wirkten. Keiner seiner Mitgefangenen wirkte so abgerissen wie er.

    Diesmal würde es richtig Ärger geben. Ihm war klar, das er einige Regeln zu viel gebrochen hatte. Aber Aleena hätte den nächsten Monat nicht überlebt, wenn er ihr das Geld für die Medizin nicht besorgt hätte. Was hätte er tun sollen? Hm. Vielleicht nicht gerade Zena'Sil bestehlen, die Schieberin der Stadt? Hier, im Gefängnis der Soldaten der Republik war er sicher. Aber nach seiner Verhandlung würde er wohl an den Gouverneur überstellt. Und der war bekanntlich für finanzielle Anreize offen. Zena'Sil würde ihm das Leben im Gefängnis zur Hölle machen.

    Ein Zischen riss Edwardsen aus seinen Gedanken. Instinktiv warf er sich zu Boden, Sekundenbruchteile bevor die hintere Wand des Gefängnisses wie Schrapnell durch den Raum flog. Die Luft füllte sich mit Staub, Gestank und dem Geschrei der Verwundeten. Zwei Gestalten in dunklen Rüstungen eröffneten aus dem Rauch das Feuer und streckten die beiden Wachen im Vorraum nieder. Ein Mitgefangener in einer schwarzen Lederjacke sprang auf, rannte zum Loch in der Wand und schnappte sich dabei einen länglichen Gegenstand, der ihm hingehalten wurde.

    Jetzt oder nie. Er stolperte durch Rauch und Trümmer den drei Gestalten hinterher. Im Laufschritt ging es durch die Nebenräume bis zu einer Hintertür. Dort lag ein verwundeter Soldat, der seinen Blaster sicher so bald nicht brauchen würde. Im Vorbeilaufen bückte sich Edwardsen und griff die Waffe. Wie alle Jugendliche seines Alters auf Qiilura hatte er heimlich mit alten Kanonen auf Bäume geschossen, aber der hier war deutlich schwerer als alles was er bisher in Händen hatte.

    Außerhalb der Tür waren seine Befreier schon in ein Feuergefecht verwickelt. Am Ende der Haool-Gasse hatten sich eine Patrouille Soldaten verschanzt. Die Schwarzjacke aktivierte das Laserschwert und begann die Schüsse der Soldaten auf diese selber zurückzuschleudern. Während einer seiner Befreier das Blasterfeuer erwiderte zog der andere hinter Deckung einen Thermaldetonator hervor.

    Waffen des Militärs waren immer Edwardsen's Hobby gewesen. Er hatte alles an Holos, Lingos und Geschichten gesammelt, deren er habhaft werden konnte. Und er kannte die Haool-Gasse. Dort, wo die Soldaten in Deckung gegangen waren lebte Savan Andwol. Er hatte ihn noch nie leiden können. Aber er hatte drei Kinder zu versorgen. Der Thermaldetonator würde nicht nur die Soldaten, sondern auch die umliegenden Häuser und Savan, seine Kinder und wer weiß wen noch vernichten.

    Es blieb keine Zeit nachzudenken. Keine Zeit das Für und Wider zu erörtern. Edwardsen tat, was getan werden musste.

    Sein Finger hatte den Abzug schon auf Anschlag durchgezogen, bevor er die Drehung in Richtung seiner Befreier beendet hatte. Ein Sturm von Blasterschüssen prasselte auf die Drei ein. Ein Gerüsteter wurde mehrfach getroffen und nach hinten geschleudert. Der Lichtschwertkämpfer musste den Angriff gespürt haben und streute die weiteren Schüsse in alle Himmelsrichtungen.

    Ein Treffer riss Edwardsen's linken Arm nach hinten. Er taumelte und musste in die Knie gehen um die schwere Waffe auf seinem Bein abzustützen. Er hatte immer erwartet, dass ein Blastertreffer Schmerzen bereiten würde. Doch es war eher, als ob sein Arm plötzlich taub war. Oder einfach weg. Mit dem anderen Arm hielt er das Feuer aufrecht. Die Soldaten hatten die Gelegenheit erkannt und nahmen die beiden Verbliebenen ins Kreuzfeuer. Der Schwertkämpfer wurde an Hals und Brust getroffen und gegen die Wand geworfen.

    Edwardsen musste lachen. Er wusste, dass nun die Richtigen siegen würden. Als ihn ein Schuss wie der Schlag eines Rancors in die Seite traf, machte es ihm nichts mehr aus. Alles wurde Schwarz.



    Der Schmerz in Arm und Seite weckte ihn. Verdammt, Blastertreffer tun scheiß weh, wenn das Adrenalin weg ist. Er schmeckte den rostigen Geschmack von Blut im Mund. Irgendein Gerät surrte auf seiner Brust und verpasste ihm Injektionen. Vorsichtig öffnete er die Augen. Das unrasierte und verschwitzte Gesicht eines Soldaten starrte ihn an. Mit einer gepanzerten Hand wischte dieser sich die Stirn ab.

    "Willkommen zurück bei den Lebenden, Junge. Eins muss man Dir lassen. Du hast Mumm und Du bist zäh. Leute wie Dich könnten wir bei uns brauchen."

    Dann lachte der Soldat und das Geräusch ließ Wellen von Schmerz durch Edwardsen's Körper branden.

    "Nur am taktischen Geschick müssen wir noch etwas feilen."

    Dann umfing Edwardsen wieder die Gnade der Bewusstlosigkeit.


    Soldat

    Aufgrund Empfehlung des republikanischen Offiziers Less Garana auf Qiilura konnte Edwardsen trotz seiner Vergangenheit 1 VVC der Armee beitreten. Seine Grundausbildung absolvierte er auf Qiilura unter Colonel Tahu Karvan.

    Da seine Akte einige Verwarnungen wegen "kreativer" Auslegung von Befehlen aber auch Belobigungen für Technikgeschick und Standhaftigkeit aufwies wurde er zum 82. Frontkämpferregiment "Red Rain" auch genannt "Hand der Gerechtigkeit" versetzt. Dort diente er unter Colonel Wes Rawne drei Jahre bei regulären Einsätzen.

    Sein Talent für Rüstungen und Schilde wurde durch eine Spezialistenausbildung zum Schildtechniker und Nahkämpfer gefördert. Dank dieser Ausbildung wurde er manchmal zu Spezialaufträgen abgeordnet.

    Anfang 12 NVC reichte Sergeant Edwardsen nach 11 Jahren bei der Armee, davon 6 Jahren bei der „Hand der Gerechtigkeit“, überraschend seinen Abschied bei der Armee ein.

    ((Folgende Information sind durch offiziellen oder inoffiziellen Zugriff auf die Datenbanken der republikanischen Armee auffindbar))
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    Edwardsen starrte auf seine dreckigen Stiefel, die auf dem weißen Büroboden wie Fremdkörper wirkten. Irgendetwas stimmte hier nicht. Der Raum, in dem er mit Colonel Rawne schon manche Partie Pazaak gezockt und manches Bier getrunken hatte wirkte ungewöhnlich kalt. Aufgeräumt. Schon fast steril.
    Rawne selber sah ihn mit strengem Blick und angespannten Wangen an. Seine Uniform war heute tadellos sauber und scharf gebügelt.

    „Sir, sie wollten mich sprechen, Sir?“

    „Jawohl, Sergeant Edwardsen. Uns sind einige Vorfälle zu Ohren gekommen, in die Ihr letzte Woche verwickelt gewesen sei sollt.“

    Uns? Ihr? Das war sonst nicht Rawnes Art. Plötzlich fiel Edwardsen das schwache blaue Leuchten am Schreibtischrand auf. Rawne hatten den Holocom so gedreht dass Edwardsen die Kontrollen sehen konnte. Der Holocom war aktiv. Irgendjemand beobachtete jedes Wort, jede Bewegung, jeden Blick dieser Begegnung.

    „Es wird behauptet Ihr hättet an einem illegalen Gleiter-Rennen durch die Innenstadt von Anchorhead teilgenommen und einen Preis gewonnen. Gefährdung der öffentlichen Sicherheit, Bestechlichkeit, und so weiter, und so weiter.“

    Rawne's Augen funkelten Edwardsen an. Aber da war noch etwas anderes. Schwer einzuordnen. Es fehlten der Hass oder der Ärger, der zu so einer Strafpredigt dazugehörte.

    „Es gab früher einige Senatoren, die Vorurteile gegen die Moralvorstellung des Regiments hatten. Und nun, wo wir ein Sonderkommando des Jedi-Rates sind, wollen wir doch nicht, dass Geschehnisse wie gestern neue Gerüchte auslösen.“

    Das war es. Senatoren. Sonderkommando. All dies würde Rawne nicht erwähnen, wenn es nicht wichtig wäre. Und Edwardsen hatte sich mit der Geschichte der „Hand der Gerechtigkeit“ beschäftigt und es gab damals keinen Ärger mit Senatoren, höchstens mit Generälen. Edwardsen biss seine Zähne zusammen, als im klar wurde worum es ging. Vielen Leuten war es ein Dorn im Auge, dass der Jedi-Rat mit der „Hand der Gerechtigkeit“ Zugriff auf einige der besten Frontkämpfer der Armee hatte, ohne das dies der Kontrolle des Senats unterlag. Immer wieder wurden Vorwände gesucht, die Einheit aufzulösen. Jedes Wort dieses Gesprächs würde in einer Anhörung gegen Rawne verwendet werden. Und er, Edwardsen, hatte Rawne dieses Problem eingebrockt, als er sich an dem Gleiter-Rennen beteiligt hatte. Diese verfluchten Bürokraten.

    Es blieb keine Zeit nachzudenken. Keine Zeit das Für und Wider zu erörtern. Edwardsen tat, was getan werden musste.

    „Sir, ich bin mir im Klaren, dass ich mit meinem Verhalten das gute Ansehen der Einheit gefährdet habe. Daher beantrage ich hiermit Erlaubnis, meinen Abschied einreichen zu dürfen.“

    Bei diesen Worten verkrampfte sich Edwardsen's Magen. Die Armee und besonders die „Hand der Gerechtigkeit“ war ihm wie eine zweite Familie.
    Rawne versuchte seine Überraschung zu verbergen, doch hinter den Augen konnte man die Gedanken kämpfen sehen. Wenn Edwardsen vor dem offiziellen Beginn einer Anhörung die Einheit verließe würde das viel Wind aus den Segeln der Skeptiker nehmen. Edwardsen war die letzten Wochen für einige Spezialaufträge abkommandiert gewesen. Die Aufmerksamkeit würde sich auf andere Leute richten, weg von der „Hand der Gerechtigkeit“.

    Rawne atmete tief durch. Er wusste welches Opfer es für Edwardsen sein musste, dieses Angebot zu machen. Aber er konnte auch nicht das Risiko eingehen den Rest der Einheit weiter in diese politische Schlammschlachten zu ziehen. Es waren diese Entscheidungen im Krieg die er hasste. Wenn alle Alternativen übel waren und Leben ruiniert werden würden.

    „Gut. Meldet Euch bei Ray, er wird den Formularkram erledigen.“

    Edwardsen sah Rawne leiden. Er wusste, dass er den Vorgesetzten verloren hatte, aber den Freund behalten würde. Der Abschied tat weh. Aber wie jede Verletzung der Schlachten würde auch diese verheilen. Wie sehr zog er doch die Schlachten mit dem Blaster vor.

    „Sir, jawohl, Sir.“

    Edwardsen salutierte, drehte sich um und ging.


    Söldner


    Edwardsen hatte als Söldner nicht viel Erfolg. Lohnende Aufträge lehnte er ab, wenn er Verbrechen oder Skurpellosigkeit witterte. So musste er sich mit einfachen und schlecht bezahlten Wachaufträgen zufrieden geben. Viele Planeten bereiste er als Wache für Waren, ohne auch nur einen Fuß aus dem Raumhafen herausgesetzt zu haben.

    Sein Blatt schien sich zu wenden, als er bei Tatooine Transport & Trading, einer Handelsgesellschaft in Anchorhead bei der Bodensicherheit anheuerte.

    ((Folgende Information ist bei Herumfragen in Anchorhead erhältlich))
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    Edwardsen starrte auf seine dreckigen Stiefel, die perfekt zum dreckigen Boden passten. Eigentlich war er nur in die Bar gegangen, um sich den Frust eines misslungenen Tages herunterzuspülen, aber vielleicht hatte er hier einen Zufallstreffer gelandet. Langsam schwenkte er den Churba in seinem Glas und genoss den Duft.

    Gestern war wieder eine 24-C Energiekupplung seines Speeders „Donner“ durchgebrannt. Mit einem Haufen manueller Nachtjustierungen hatte er es von Dreviad bis nach Anchorhead geschafft, nur um festzustellen, dass Darryls Gebrauchtwarenladen geschlossen hatte. Früher hätte er einfach einen Versorgungsantrag gestellt und die Armee hätte geliefert. Heute war er froh, dass wenigstens die Klimaanlage in seiner Rüstung noch einwandfrei funktionierte.

    Das Leben als freiberuflicher Kämpfer gestaltete sich schwieriger als er gedacht hätte. Die einen wollten keine Geschäfte mit ihm machen, weil sie dachten er wäre desertiert. Die anderen wollten keine Geschäfte mit ihm machen, weil sie dachten er wäre ein Spion. Ab und an konnte er für Kampfeinsätze oder Schutzaufgaben anheuern, aber die Munition, Reparaturen und der Treibstoff fraßen den Großteil der Einnahmen auf. Klar gab es besser bezahlte Aufträge, wenn man nicht fragte, wer der Auftraggeber war und es einem egal war, wer unter dem Auftrag leiden würde. Aber lieber würde er verhungern als dass er sein Gewissen aufgeben würde.

    Aber nun... Churba. Auf Tatooine. Das bedeutete Schmuggler. Und zwar gute. Der Barkeeper hatte es faustdick hinter den Ohren, das sagt ihm die Art, wie er jeden neuen Gast musterte. Und Anchorhead war Republik-freundlich. Vielleicht ergab sich hier ein guter Auftrag.

    „Schildspezialist, hm? Ich kann mich ja mal umhören.“ antwortete der Barkeeper.

    Edwardsen grinste den Barkeeper an. Das waren genau die Worte, die er hatte hören wollen. Jetzt nur nicht zu aufdringlich werden. Wenn er jetzt bohrte hielt man ihn vielleicht wieder für einen Spion. Später würde er in den „Wütenden Gundark“ zurückkommen. Und wenn es nur wäre, um noch ein Glas von diesem hervorragenden Churba zu bekommen.


    Frühjahr 13 NVC kündigte Edwardsen jedoch überstürzt bei TT&T und verlies Tatooine. Einige Wochen hielt er sich auf Nar Shadda mit Gelegenheitsjobs und kleinen Aufträgen gerade so über Wasser. Oft arbeitete er als "Springer", also als Ersatz-Wachmann ohne feste Anstellung.

    Familie

    Mitte 14 NVC schien im Leben von Edwardsen einiges schief zu laufen. Er wurde durch ein Attentat auf eine ihm bis dahin unbekannte Twi'Lek in eine Geschichte um Sith, Macht und Verrat gezogen, die ihn mehrfach in Lebensgefahr brachte und sein normales Leben zerstörte. Jedoch wandelte sich das Schicksal zum Guten, als er sich in diese Twi'Lek verliebte, sie aus den Machenschaften eines Sith retten konnte und eine Geldquelle eröffnete, die ihm erlaubte, seinen normalen Job nur noch als Hobby betreiben zu können. Mitte 15 NVC brachte Samja ihren gemeinsamen Sohn Tann zur Welt und sie heirateten.


    Kurz bevor die Zakuul NarShadda angriffen flohen alle drei nach Naboo. Dort kam ihr zweiter Sohn Kolsa zur Welt. Viele Jahre lebten sie dort auf dem Weingut einer Freundin ein glückliches Leben. Die Idylle wurde Anfang 21 NVC zerstört als die Zakuul Naboo angriffen. Samja war geschäftlich unterwegs während Edwardsen mit den beiden Kindern in den Dschungel floh. Dort überlebten die Drei einige Monate in der Wildniss, bis eine von Samja angeleierte Rettungsmission sie nach NarShaddar zurückbrachte.

    Aussehen

    Edwardsen ist durchschnittlich groß, durchtrainiert, aber relativ schmal für einen Soldaten. Durch sein normales Gesicht, braunes Haar und braune Augen kann er in Zivilkleidung gut in Menschenmengen untertauchen. Kaum jemand erinnert sich an die Narbe auf seiner linken Wange.

    Fähigkeiten

    Edwardsen ist ein hervorragender Nahkämpfer, schlechter Fernkämpfer, guter Schildtechniker und guter Rüstungsbauer, mäßiger Sicherheitstechniker/Hacker und mäßig bei Erster Hilfe.

    Neben Quiiluran spricht Edwardsen natürlich fließend Basic. Bei den meisten anderen Sprachen verlässt er sich auf die Übersetzungsfähigkeiten seines Visors. Durch häufige Benutzung hat er aber einige Brocken Huttisch und Mando'a aufgeschnappt sowie ein wenig Ryl.

    Er hat keine relevanten kypernetischen Verstärkungen. Seine Macht-Sensitivität wurde nie getestet denn niemand spürt Potenzial bei ihm. Wenn überhaupt, dann ist sein Instinkt bemerkenswert mit dem er Gefahrensituationen sehr schnell wahrnimmt.

    Ausrüstung

    Edwardsen ist eigentlich nie ohne seinen Visor anzutreffen. Er mag die Unterstützung durch dessen Funktionen nicht mehr missen (Taktikdisplays, Holocom, Funk, Übersetzer, Kamera, Blend- und Knallschutz, Sichtverbesserungen von Infrarot und Restlichtverstärkung bis Ultraviolett und Ultraschall). Die sehr simple Droiden-KI "Vi" erleichtert den sprach- und gestengesteuerten Zugriff auf diese Funktionen.

    Selbst bei zivilen Anlässen trägt er einen Gürtel mit Schildtechnik und vielen Taschen, in denen sich unter anderem ein Atemgerät, eine kleine Seilwinde, Panzertape, Not-Verbandszeug und einige Aufputscher finden. Im rechten Stiefel trägt er ein Keramikmesser, welches speziell an die Keramikverzierungen der Stiefel angepasst wurde, um bei Scans nicht aufzufallen.

    Wo die Waffengesetze es zulassen trägt er einen kleinen Blaster versteckt in einer Gürteltasche (Unterwelthüter) und in unsicheren Gegenden (wie Nar Shadda) trägt er auch einen kurzen Blasterkarabiner (C303-Sturmgewehr).

    Bei Kampfeinsätzen und in sehr gefährlichen Gebieten trägt er ein Blastergewehr (M-500-Nova-Desintegrator) und eine graue, stark modifizierte schwere Rüstung mit Versiegelung und Atemluft für 30 Minuten (Energiegeladene Quadraniumrüstung). Beides (Waffe und Rüstung) konnte er auf Wirken von Colonel Wes Rawne beim Austritt aus der Armee mitnehmen und ist seinen damaligen Aufgaben entsprechend eher auf Verteidigung, Schildtechnik und Betäubung als auf Angriff und Schaden optimiert. Er trägt bei solchen Einsätzen auch einige je nach Auftrag zusammengestellte Granaten (Knall-Blendgranaten, Rauch, Infrarot-Rauch, Druckwellen-Granaten sowie Droidenknacker) sowie eine lange Nahkampfklinge.

    Er besitzt kein eigenes Raumschiff und seinen Speeder „Donner“ hat er letztens als Ablenkung ins All geschossen. Alle überschüssigen Einnahmen steckt er in Visor, Schild und Rüstung.

    Alpträume


    ((Folgende Informationen sind nur In-Game zu erfahren. Entweder von Edwardsen selber oder von den wenigen Leuten, denen er davon erzählt hat.))

    '''Keine Zeit'''
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    Der Blütenstaub des Barq brennt in seinen Lungen. Seine Schnitte bluteten, aber er spürte den Schmerz kaum. Er rennt durch die Gassen. Keine Zeit.

    Kampfgeräusche. Sein Magen zieht sich zusammen. Vor ihm ein Ganger mit dem Abzeichen der Rattler. Ed fegt ihm die Beine weg und rammt im sein Messer in den Bauch. Blut spritz, ein Schrei gellt durch die Strasse. Die Tür ist aufgebrochen. Verdammt. Der Angriff auf das Aussenlager war eine Ablenkung gewesen. Ein Schwung bringt ihn von der Nebengasse aufs Dach. Keine Zeit.

    Ein Schrei. IHR Schrei. Er reißt die Dachluke auf. Ed weiß, was er sehen wird, denn er hat es schon hunderte Male im Traum gesehen. Ein dreckiger Raum. Einige Tische. Einige Schlafstätten. Vier Kämpfer mit dem Abzeichen der Rattler. Und Seri. In absurd verkrümmter Haltung hängt sie auf dem Schwert dass ihr Gart, der Anführer der Rattler in den Bauch gerammt hat.

    Ed muss geschriehen haben, denn die Rattler wenden ihre Blicke nach oben. Er lässt sich fallen. Beginnt seine Arbeit. Blut spritzt, Schreie gellen, ein Körper kracht gegen die Wand. Er spürt nicht, ob sie ihn treffen. Er sieht nicht, wie sie sterben.

    Als es vorbei ist lässt er sein Messer fallen und kniet sich zu Seri. Mit einer Hand versucht er das Blut aus ihrer Wunde zu stoppen, mit der anderen steichelt er ihr Haar.

    "Halt' durch"

    "Meine..." Ein Husten unterbricht Seri. "Meine Zeit ist vorbei"

    "Sag sowas nicht"

    Tränen rinnen seine Wangen herab und graben Spuren in Staub und Blut. Seri hebt ihre Hand und berührt seine Wange.

    "Mach' sie fertig, Big Ed"

    Ed nickt, die Stimme erstickt von Tränen. Seri schliesst die Augen. Ihr Körper zittert, ihre Hand versucht ihn nochmal zu erreichen doch zuckt nur und erschlafft dann.

    Keine Zeit.

    '''Warum?'''
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    Sie wissen es. Er kann ihre Todesangst riechen. Einer hat sich sogar einen Blaster besorgt. Warum hatten sie Seri ermordet?

    Geduldig wartet er in seinem Versteck. Dann die ersten Anzeichen. Der Jüngste wird bleich und senkte sein Schwert. Ed schleicht los. Es hatte ihn viele Gefallen und einige Tauschwaren gekostet, das Spice in ihr Bier zu bekommen.

    Der mit dem roten Mantel krümmt sich und lehnt sich an die Wand. Ed gibt das Zeichen zum Angriff. Leise bewegt er sich mit den anderen seiner Gang zum Lagerhaus. Zwei kräftige Schläge und das Schloss ist auf. Dann bricht das Chaos aus. Schreie, Warnungen. Er rennt auf den mit dem Blaster zu. Dessen Augen sind vor Angst geweitet. Er schießt auf Ed. Verfehlt. Ed wechelt die Richtung. Wieder daneben. Das Geräusch wenn eine Klinge in Menschenfleisch fährt, ein Schrei.

    Die Rattler hatten nie eine Chance. Abgelenkt, vergiftet, verängstigt. Alles egal. Ed wirbelt durch die Reihen. Schneidet, schlägt, tötet. Ein Raum, noch ein Raum. Mehr Gegner. Andere Gegner.

    Er blutet aus mehrern Wunden. Sein Herzschlag pocht laut in seinen Ohren. Doch noch gibt es lebende Rattler. Er tritt eine weitere Tür auf, betritt den Raum. Ein Schatten von hinten. Seine Nase sagt irgendwas stimmt nicht. Sein Instinkt lässt ihn sich ducken, drehen, tanzen. Seine Klinge schreibt einen Bogen, Blut spritzt.

    Vor ihm steht eine junge, unbewaffnete Frau. Mit entsetztem Blick drückt sie beide Hände auf ihre Bauchwunde. Neben ihr steht ein kleines Mädchen.

    "Mama?"

    Die Frau knickt zusammen. Schritte kommen die Treppe hoch.

    "Mama?"

    Das Mädchen lässt den Stoff-Bantha fallen, den es an sich gepresst hielt und wirft sich weinend auf seine sterbende Mutter.

    "Mama!"

    Andere betreten den Raum. Ed steht da und starrt. Wes rammt sein Schwert durch das Mädchen und die Mutter.

    "Nein!" Ed stößt Wes zur Seite.

    "Verdammt, was tust Du?"

    Wes antwortet: "Du hast gesagt: Keine Überlebende"

    Das Mädchen hebt seinen Kopf zu ihm. Leid, Schmerz, Unverständnis liegen in ihrem brechenden Blick.

    Er hatte gesagt: Keine Überlebenden.

    Warum?

    '''Versagt'''

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    Mit leisem Ping Ping kühlte der Lauf seines Blastergewehrs ab. Edwardsen justiert seinen Visor zurück auf Restlichtverstärkung. Die Viecher sind für Infrarot nahezu unsichtbar. Schon zulange tot vermutlich. Er schiebt einen neuen Energieklip rein.

    Wielange ist es her das Cas abgestürzt war? Sein Visor sagt fünf Minuten aber sein Gefühl fünf Stunden. Immer noch ein Schock, dass er Cas nicht wirklich nachgetrauert hat.

    "Missionsziel geht vor."

    Genau. Immer das Ziel vor Augen. Bewegungen in den Schatten. Zombies.

    "Warum mag nur keiner der anderen das Wort Zombie in den Mund nehmen?"

    Die in seinem Visor eingeblendete Karte zeigt die Energiesignatur des Traktorstrahls genau hinter dieser Gruppe. Einmal tief durchatmen. Position. Feuer eröffnen. Grelle Schreie markieren jeden Treffer. Dutzende Schatten rasen auf ihn zu. Einer nach dem anderen fällt, aber es werden immer mehr. Feuernd geht er durch den Gang der Forschungsstation auf den Generator zu.

    Nur noch wenige Meter, dann ist der Generator in Schußreichweite. Gleich. Gleich. Plötzlich reißt ihn etwas zu von den Beinen. Ein Schmerz in der Seite. Instinktiv überläd er seinen Personenschild. Die Druckwelle schleudert mehrere der Viecher weg. Er rappelt sich auf.

    Plötzlich steht er in einem Tunnel. Vielleicht sechs Meter entfernt liegt eine rothaarige Soldatin, begraben unter mehreren Colicoiden. Nein, nicht Rissa! Sofort eröffnet er das Feuer. Die Munitionsanzeige in seinem Visor tickt unbarmherzig abwärts. Einer nach dem anderen werden die Käfer getroffen und weggeschleudert. Seine Munitionsanzeige wechselt auf Rot. Leer. Ein Käfer reißt Rissa den Arm ab, ein anderer schneidet mit seiner Klaue ihren Hals auf.

    "Nein!"

    Er rennt nach vorne, schlägt die Käfer mit dem Kolben beiseite, hebt den Oberkörper der Frau hoch.

    Plötzlich hält er nicht mehr eine sterbende Soldatin in den Armen, sondern eine in Roben gekleidete Rutian Twi'lek. Alystin versucht mit blutverschmiertem Gesicht noch zu lächeln. "Ich wollte kommen, Dich retten." sind ihre letzten Worte. Dann fällt Ihr Kopf seitlich und trennt sich vom Körper.

    Einen Augenblick ist alles Still. Bewegungslos. Friedlich.

    Dann sticht ihn etwas in die Seite. Durchdringt seine Rüstung unter der Achselhöhle. Er kann Spüren wir das Verderben in seine Blutbahn dringt. Er dreht sich um und fegt das Monster von den Beinen. Ein anderes rammt ihn und bringt ihn zu Boden.

    Er richtet seinen Visor gen Süden. Sein taktischer Computer blendet ihm hinter allen Mauern und Leibern die Umrisse der Wildcard und der Jinx ein. Er hat versagt. Weder Cas noch er werden den Tracktorstrahl deaktivieren. Sie alle werden hier sterben. Veyy, Jhiarra, Khiro, Palo. Alle.

    Er hat versagt. Alle werden sterben.

    Er hat versagt.

    Ein Schrei entfährt seiner Kehle als etwas sein Bein ausreißt und schweißgebadet erwacht er in seinem schäbigen Zimmer auf Nar Shadda.

    '''Nicht Da'''

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    Edwarsen fröstelte. Der ganze Raum war kalt und kahl. Steril. Einsam.

    An der Glasscheibe zum Operationsraum wuchsen erste Eisblumen empor. Der Körper wurde gekühlt, während sie das Herz herausschnitten.

    Das Herz herausschnitten.

    Verdammt.

    Klauen wie aus schwarzem Eis hatten den Brustkorb der roten Zabrak aufgerissen. Wie eine gierige Spinne hing der Operationsdroide über ihr. Seine Beine stocherten in ihr herum als wäre sie ein Stück totes Fleisch.

    Er hatte sie getragen, als eines ihrer Herzen versagt hatte. Hatte ihr etwas Zeit gegeben, das sie es bis hier hin geschafft hatte.

    Die Bewegungen des Droiden wurden hektischer. Die Anzeigen spielten verrückt. Irgendetwas ging schief. Edwardsen wollte die Tür aufreissen, aber diese bewegte sich nicht. Er hieb sein Messer gegen die Scheibe und brachte sie zum Platzen. Tausende kleiner Stücke prasselten auf ihn ein, prallten an Kleidung und Visor ab, schnitten seine Haut.

    Doch der Operationsraum war plötzlich weiter weg. Am Ende eines Ganges. Edwardsen rannte los, doch umso mehr er rannte, um so weiter entfernte sich der Raum. Gebäude, Städte, Planeten, Sonnensysteme, Galaxien legten sich zwischen ihn und sein Ziel. Alles war er noch wahrnehmen konnte war das Schlagen ihres Herzens.

    Wump. Wump. Wump. Stille.

    Er wartete. Wartete. Wartete eine Ewigkeit. Doch der Ton kam nie wieder.

    Irgendwo weit weg war sie gestorben.

    Und er war nicht da gewesen.

    '''Ende'''
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    Das ist es. Das Ende.

    Alles ist Weiß. Er hat seine Augen offen und doch. Alles nur Weiß. Eisige Kälte kriecht seine Wirbelsäule empor. Langsam. Unaufhaltsam. Mit der Kälte kommt die Empfindungslosigkeit. Sein Körper verschwindet einfach. Keine Füße mehr. Keine Beine mehr. Keine Arme mehr. Aber es ist ihm egal. Sobald die Kälte bei seinem Kopf ankommt ist es endlich vorbei. Frieden.

    Wage Schemen flackeren durch sein Sichtfeld. Große. Wie Berge. Kleine. Wie Köpfe die über ihn hinweg schweben. Geräusche wie klirrende Eiszapfen und gakernde Raki.

    Ein schwebenden Kopf wird größer. Wie eine Mumie ist er in Stoff gewickelt. Geräusche schallen aus seiner Richtung. Dann wird ein Stück Stoff weggezogen. Eine Twi'Lek. Wie ausgebleicht erscheint sie, die grüne Hautfarbe kaum erkennbar. Die Augen wie in doppelten Falten.

    "Ich kann Dich nicht einfach so gehen lassen" sagt sie.

    Ein unangenehmes Geräusch. Ihr Gesicht verzieht sich vor Schmerz. Etwas trifft ihn auf der Wange. Feucht. Warm. Doch etwas in ihm schreit auf. Will Aufmerksamkeit. Ruft "Lass das nicht zu".

    Das Gesicht fällt seitlich aus seinem Blickfeld. Wenig später spürt er seine Brust wieder. Ein Druck lastet auf Ihr. Etwas feuchtes, warmes sickert durch seine Kleidung und wärmt ihn. Ein metallener Geruch steigt in seine Nase. Blut.

    "Nein." krächst seine eigene Stimme.
    "Nein!"

    Die Wärme breitet sich aus. Sein rechter Arm erscheint wieder. Er kribbelt, zittert. Trotzdem heb er ihn und spürt... Sie. Er umarmt sie so gut wie er kann.

    "Warum hast Du das getan?"

    Heiße Tränen rinnen sein Gesicht herunter. Er muss kämpfen. Nicht aufgeben. Nie aufgeben. Sie hat auch nie aufgegeben.

    Zäh und widerwillig kehr sein Körper zurück. Arme. Beine. Doch umso mehr Leben in ihn zurückkehrt, umso mehr Leben weicht aus der Twi'lek, die er umarmt hält.

    "Nein..."

    Seine Stimme bricht.

    Es ist das Ende.

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