Imperiale Arztromane

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  • Seichte, in Serie erscheinende und auf unterschiedlichen Grundthemen basierende Arztromane im imperialen Raum
    Auch im Imperium erfreut sich auf Serie angelegter, vom Anspruch her nicht allzu tiefgründiger Lesestoff einer nachhaltigen Begeisterung eines breiten Publikums. Viele der ursprünglich als reines Propagandamittel angelegten sogenannten "Arztromane" sollten bei der Bevölkerung Interesse und Motivation für eine Tätigkeit im medizinischen Sektor hervorrufen, werden von den Lesern aber vor allem wegen des Unterhaltungsfaktors trotz der hohen Propagandadichte sehr geschätzt. Die meisten Serien erscheinen ein bis zwei Mal im Monat auf Wegwerf-Datendiscs, deren Haltbarkeit relativ begrenzt ist und die wie Speisen, Getränke und andere Konsumartikel an Kiosken und Mini-Supermärkten erhältlich sind.

    Viele begeisterte Leser gelangen deswegen entweder über einen Holonetdownload oder aber Einträge in Tauschbörsen mit entsprechenden Themen-Threads an neuen "Stoff". Inzwischen hat sich die Medizinwirtschaft angewöhnt, Großbestellungen Datendiscs verschiedener Serien als kostenloses Muster beizulegen, um auch unter dem Fachpersonal für weitere Verbreitung zu sorgen. Treue Leser können die Serien natürlich auch bei den Verlagen selbst abonnieren und erhalten neu erscheinende Serientexte direkt nach Erscheinen als Nachrichtenanhang zugesandt. Newsletter zu den Hauptserien informieren propagandagerecht über neue Charaktere, die Autoren und ermöglichen eine Vorschau auf kommende Storyarcs.

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    Name: Der Feldsanitäter
    Erscheinen: monatlich
    Propagandagehalt: hoch

    Der monatlich erscheinende "Feldsanitäter" bringt pro Ausgabe mehrere verschiedene Geschichten, die das spannungsgelandene Tätigkeitsfeld imperialer Feldmediziner aus unerschiedlichen Blickwinkeln beleuchten. Die Storys handeln stets im Umfeld von Feldeinsätzen, bei denen mutige Feldsanitäter verletzte Kameraden aus brenzligen Situationen retten, Schwerverletzte unter schwerstem Beschuss zum Feldlazarett bringen und ähnliches. Unter den Patienten finden sich sowohl hochdekorierte Offiziere als auch der einfache Soldat von nebenan, die auf die schnelle Hilfe und kompetente Betreuung durch die Feldsanitäter angewiesen sind. Natürlich fehlt ein ordentlicher propagandistischer Rundumschlag gegen die Feinde des Imperiums nicht, die sich allesamt als sadistisch, brutal und tötungsgierig erweisen.

    Ein immer wiederkehrendes Motiv ist in den Geschichten des "Feldsanitäters" die klassische Abenteuerreise eines jungen Sanitäters frisch aus der Ausbildung, der durch seine Arbeit im Feld innerlich wächst und schließlich ein heldenhafter Beschützer der Verwundeten und Leidenden wird. Nicht alle Geschichten haben dabei ein glückliches Ende: Heroische Schlachtfeldgeschichten werden in dieser Serie oft auch mit besonders heldenhaften Toden kombiniert, sodass der Sanitäter oder die Sanitäterin zum letzten Zeugen eines für das Imperium ehrenhaft Gefallenen wird.

    Die Hauptfiguren der an sehr unterschiedlichen Schauplätzen spielenden Geschichten entsprechen dem imperialen Idealbild eines menschlichen Soldaten mit aufrecher, imperial-loyaler Gesinnung, wobei gerade Geschichten um weibliche Sanitäter einen regelrechten Fankult in männlichen Soldatenkreisen ausgelöst haben. Bekannte Figuren erhalten, sofern das Leserecho danach verlangt, durchaus noch Folgegeschichten in weiteren Heften, die Varianz der beschriebenen Personen ist nach wie vor sehr hoch.

    RL-Anleihen: Landser-Heftchen, Abenteuerromane

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    Name: Koloniearzt Dr. Cortez
    Erscheinen: monatlich
    Propagandagehalt: gering

    In dieser Serie dreht sich alles um die Koloniearzt-Praxis von Dr. Cortez, einem etwas verschrobenen, eigenwilligen menschlichen Mann Mitte Vierzig, der eine prestigeträchtige Stelle am Kaas City General-Hospital als Chirurg aus persönlichen Gründen aufgegeben hat und eine Koloniepraxis auf dem fiktiven Planeten Ormog II eröffnete. Dabei stehen ihm drei Helfer und Helferinnen bei den alltäglichen Problemen eines klassischen Landarztes zur Seite, der nach und nach und zunächst eher widerwillig engere Verbindungen zu den Bürgern in einer imperialen Koloniestadt sowie den außerhalb lebenden Farmern aufbaut.

    Neben Dr. Cortez' persönlicher Entwicklung vom Einzelgänger hin zu einem Teil einer unter den harten Bedingungen einer entlegenen Kolonie lebenden Gemeinschaft baut sich im Laufe der sehr langlebigen Serie ein buntes Bild der einzelnen Koloniebewohner und ihrer alltäglichen Sorgen auf. Mit der Kolonie-Verwaltungschefin Rose Barrow verbindet Dr. Cortet eine On/Off-Beziehung, die langsam aber sicher auf eine Ehe zuzusteuern scheint. Arbeiter, Farmer, Soldaten und Reisende bilden dabei das Gros der Patienten, während Dr. Cortez' Kontakt mit den prominenteren Bürgern der Kolonie eher zu Konflikten mit jenen führt, da skrupellose Beamte, gewissenlose Unternehmer und ähnliches stets versuchen, der Gemeinschaft zum eigenen Vorteil zu schaden.

    Da die Kolonisten aber zusammenhalten und trotz heftigem Menscheln das Herz am rechten Fleck haben, gelingt es den Bürgern auch dank Dr. Cortez' tatkräftiger Hilfe häufig, sich gegen derartige Einflüsse zu wehren - natürlich garniert mit spektakulären Notfällen, in denen der Doktor und sein Team mit wenigen Mitteln versuchen müssen, das Leben der jeweiligen Patienten zu retten. Abwechslung kommt durch wechselnde Ärzte in Ausbildung in die Serie hinein, welche für längere Zeit in der Koloniearzt-Praxis hospitieren, um Erfahrung in ihrem Beruf zu sammeln. Obwohl Dr. Cortez auch regelmäßig mit Nichtmenschen in Kontakt kommt, sind rassistische Anklänge in der Serie eher gering; der Doktor wird eher als Person dargestellt, die bei Fremdrassen die medizinische Herausforderung reizt.

    RL-Anleihen: Landarzt-Serien, der klassische Arztroman, Don Camillo&Peppone

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    Name: Kaas City General
    Erscheinen: zweiwöchentlich
    Propagandagehalt: moderat

    Das prestigeträchtige, im Herzen der Stadt gelegene "Kaas City General Hospital" ist der Schauplatz der bislang langlebigsten Ärzteroman-Serie, welche auch unter den Bürgern der Stadt selbst eine hohe Fanbasis hat - nicht zuletzt, da viele interessante Orte der Stadt passend wiedergegeben werden, ohne jedoch Informationen weiterzugeben, die geheimdienstlichen Nutzen entfalten könnten. Das kompetente Ärzteteam des "KCGH" betreut nicht nur Patienten aller Art bei ihren kleineren und größeren Wehwehchen, sondern entfaltet vor allem durch viel Liebesleid, Intrigen und allerlei sonstige zwischenmenschliche Problemchen große Strahlkraft. Neben fachlich sehr kompetent beschriebenen Behandlungsmethoden und Operationen ist die hohe Dichte an erotischen Szenen für die Serie ein absoluter Garant für hohe Verkaufszahlen.

    Bei der Erschaffung der Ursprungsbelegschaft wurde sehr stark auf geeignete, klischeehafte Indentifikationsfiguren für die Leserschaft geachtet: Der schüchterne, aber hochintelligente Warren Dorris, der als einfacher Sanitäter beginnt und sich langsam zum Arzt hocharbeitet findet ebenso wie die lebenslustige, fröhliche Kinderärztin Samantha 'Sam' Tewinter Fans. Überraschenderweise sind es gerade die etwas zwielichtig angehauchten, intriganteren Figuren, welche die größte Fanbasis auf sich vereinen könnten. Die begnadete Chirurgin Dr. Olara Dres, welche eine einsame Kindheit und einen grausamen Vater durch einen gewaltigen Appetit auf Männer zu kompensieren versucht und auch vor vergebenen Kollegen keinen Halt macht sowie der karriereorientierte HNO-Arzt Dr. Paul Sommerhain, der buchstäblich auch mal über Leichen geht, um eine Beförderung zu erhalten, sind ebenso geschätzt wie umstritten.

    Im "KCGH" wird geliebt, gestritten, gehasst und nebenher doch immer wieder das Leben der Patienten aus allen sozialen Schichten gerettet - mit Ausnahme von Sith, deren Betreuung stets mit spürbarer Ehrfurcht jenen Medizinern überlassen wird, die sich im direkten Dienst eines Darth-Gefolges befinden. Die oftmals eher seichten Geschichten warten dennoch immer wieder mit reichlich Überraschungen auf, bei denen durch neue Figuren, unbekannte Krankheiten und fiese Aliens keine Langeweile entsteht. Die Autoren der Serie sind sich auch nicht dafür zu schade, besonders beliebte Figuren sterben zu lassen und haben deswegen einen entsprechenden Ruf in der großen "KCGH"-Fangemeinde. In entsprechenden Fan-Foren gibt es immer wieder recht gut dotierte Wetten, welche Hauptfigur als nächste ins Gras beisst.

    Anlässlich des 35-jährigen Serienjubiläums gewann Private First Class Dora Bestin das Vorrecht, eine nach ihren Wünschen gestaltete Figur dem Serienuniversum hinzufügen zu können: Der junge Assistenzarzt Corren Tarr, der sich als Kybernetiker besonders um das Wohl von kriegsversehrten Soldaten kümmert, hat seit Erschaffung bereits viele Hardcorefans für sich begeistert.

    RL-Anleihen: US-Krankenhaus-Soaps, Schwarzwaldklinik, Greys Anatomy

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    Name: Xenopraxis Dr. Brown
    Erscheinen: monatlich
    Propagandagehalt: moderat

    In der Xenopraxis der jungen, idealistischen Dr. Lavender Brown auf der fiktiven Raumstation IO-Besh-X3 im Grenzgebiet des imperialen Raumes zum Huttenraum geht es natürlich vor allem um die Krankheiten, Befindlichkeiten und Probleme der durchreisenden Xenos. Da Dr. Brown aber auch die einzige nichtmilitärische Praxis auf der Raumstation unterhält, befinden sich unter ihren Patienten natürlich auch Menschen - sie sind nur weitaus seltener Thema als die Mitglieder imperiumsfremder Kulturen. Während sich die medizinische Rahmenhandlung sehr häufig auf kuriose Krankheiten und die überragenden Diagnosefähigkeiten von Dr. Brown konzentriert, bietet der Schauplatz der Ärztin und ihrem Team reichlich Abwechslung. Drogenabhängigkeit, Kriminalität und Piraterie werden immer wieder thematisiert, natürlich sind es vor allem zwielichtige Gestalten aus dem Huttenraum, welche derartiges auf die straff imperial geführte Station einschleppen.

    Neben der namensgebenden Ärztin, die durch ihren Optimismus und ihre Neugierde auf Fremdrassen offensichtlich die inzwischen zumindest öffentlich xenofreundlichere Politik des Imperiums beleuchten soll, tummeln sich in Form ihrer Praxishelfer noch andere abwechslungsreiche Figuren im Serienalltag: Der ehemalige Feldsanitäter Pertiv Darenkov ist als wortkarger Veteran die Hauptstütze der jungen Medizinerin und wirkt als ihr väterlicher Freund in allen Lebenslagen. Die mirialanische Arzthelferin Trisha Betrell sorgt neben der etwas konservativ-zurückhaltenden Chefin für reichlich Exotik und auch - brav beim Überstreifen der Decke ausgeblendete - Erotik. Der Zabrak-Arzthelfer Tloc indes ist besonders bei weiblichen Lesern beliebt, da er als der etwas angeberische, starke Mann im Hintergrund gilt, der wegen einer Gangvergangenheit als ehemaliger Bad Boy immer wieder Spannung und Drama in die Praxis bringt.

    Auch das übrige Standardpersonal der Raumstation findet in der Serie Eingang: Vom aufrechten imperialen Standortkommandanten über die kreativ-chaotische Chefingenieurin bis hin zu einfachen Wachsoldaten und den Geschäftsbetreibern von der Einkaufsmeile gibt es reichlich unterschiedliche Persönlichkeiten zu bestaunen. Selbst die lokale Vertreterin des Huttenkartells und deren Schergen kommen immer wieder in verschiedenen Folgen vor, können aber natürlich den aufrechten imperialen Soldaten selten wirklich etwas entgegen setzen. Die Serie findet vor allem bei jüngeren Imperialen ihre Fans, da die Mischung aus fremden Kulturen, der spannenden Umgebung einer imperialen Raumstation und natürlich der idealistischen Chefin der Praxis eine abwechslungsreiche Mischung bildet. Seit die Zunahme von Fans im Young Adult-Bereich durch die Serienmacher registriert wurde, finden deutlich mehr handelnde Personen in diesem Alter Eingang in die Geschichten.

    RL-Anleihen: Babylon 5, Deep Space Nine

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