Star Wars: Tales Of The Old Republic

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    • Jayden fühlte, wie sich die Energie durch Zellen und Gewebe fraß, das Herz erreichte und vaporisierte. Die Verbindung zur lebendigen Macht riss ab. Blitzartig und ohne Vorwarnung. Wie bei einem Computer, dem man den Stecker zog.
      Jol’nulos Unterkiefer klappte auf. Der Twi’lek sackte mit weit aufgerissenen Augen auf die Knie, wo er zwei, drei Lidschläge verharrte. Dann kippte der Oberkörper vorn über auf die schmutzigen Durastahlplatten.
      „Warum habt Ihr das getan?“ Jayden schaute auf den toten Gangster. Coruscant war ohne jeden Zweifel ein kleines Stück sicherer geworden und doch bedauerte sie den Tod des Mannes. Leben, ohne Ausnahme, war schützenswert. Gewalt, löste keine Probleme, sondern zog nur weiteres Unheil nach sich. Eine Überzeugung, die außer den Jedi, nur wenige in der Galaxis teilten.
      Ohne ihr zu antworten, bewegte sich Brian Pax langsam auf den Leichnam zu. Die Mündung des Blasters war weiter auf den reglosen Körper gerichtet. Kaltblütige Entschlossenheit überdeckte seine Gedanken und schien jede gefühlsmäßige Regung zu unterdrücken.
      „Er war verletzt und wehrlos.“
      „War er nicht.“ Pax schob die Stiefelspitze unter Jol’nulos Schulter und drehte ihn sachte auf den Rücken. Jayden schaute in die starren Augen, die noch immer die Überraschung seiner letzten Sekunden widerspiegelten. Ihr Blick glitt über seinen Körper. Was war das in der Hand? Sie zog die Brauen ungläubig zusammen. Ein Blaster. Wie war er dort hingekommen?
      „Ich sagte Euch, dass dieser Schleimball und verarschen wollte. Pech für ihn, dass ich schneller war.“ Pax holsterte die Waffe und kniete sich neben den Toten. Jayden schaute ungläubig auf den Mini – Blaster in den verkrampften Fingern. Hand.
      „Woher habt Ihr… ich meine…“ Sie atmete tief ein und wieder aus. Es gibt keine Gefühle. Es gibt Frieden.
      „Man überlebt die unteren Ebenden von Coruscant nicht so lange wie ich, wenn man nicht auf alles gefasst ist.“ Pax sah nicht auf, als er die Taschen des Gangsters durchsuchte.
      „Was macht Ihr da?“
      „Wonach sieht es denn aus?“
      „Diebstahl.“
      Brian Pax zuckte mit den Schultern.
      „Für Geld und andere Wertsachen hat er keine Verwendung mehr. Predigt ihr Jedi nicht bei jeder Gelegenheit die Besitzlosigkeit?“ Er zwinkerte ihr keck zu.
      Jayden war, ob der Dreistigkeit mit der Brian Pax die Lehren der Jedi verdrehte, aus dem Konzept gekommen.
      „Ganz sicher ermutigen wir niemanden zur Leichenfledderei.“ Jayden war im Begriff sich von diesem unwürdigen Schauspiel abzuwenden, als sie einen triumphalen Laut hörte.
      „Was ist das?“
      „Jol’nulos Holo – Com.“
      „Könnt Ihr es auslesen?“
      „Schätze schon. Wenn er es nicht deaktiviert hat.“ Er beugte den Kopf über das Gerät und betrachtete es eindringlich.
      „Und?“
      „Ich dachte, Geduld wäre eine Tugend der Jedi.“
      Jayden fühlte sich ertappt und biss sich auf die Unterlippe. Sie schämte sie mit einem Mal und kam sich dumm vor. Wie unerfahrener Jüngling. Sie überraschte die Feststellung, dass es ihr etwas ausmachte, dass Brian Pax sie womöglich für inkompetent hielt. Er hatte ihr zum dritten Mal das Leben gerettet und im Augenblick erschien es ihr, brauchte sie ihn mehr zur Erfüllung ihrer Mission, als er sie.
      „Ich habs. Es sind ein Paar Verbindungen gespeichert. Die Letzte kurz vor unserer kleinen Verfolgungsfahrt.“
      „Mit wem hat er gesprochen?“
      „Moment. Ich greife auf den Gerätespeicher zu.“ Pax hantierte am Bildwerfer und wenig später erschien die holografische Aufzeichnung seines letzten Kontakts. Jayden riss die Augen auf und vergas für einen Lidschlag lang zu atmen. Bei den Sternen! Wie war das möglich?
      „Ihr kennt die Frau?“
      „Das ist Lya Beti. Die persönliche Assistentin des Senators.“
      Schwarzwald, 1295: Ein Wolf in Menschengestalt streift umher. Im Schutze der Nacht reißt er die arglosen Opfer in den Betten, um dann lautlos in die Schatten zu flüchten. Pater Ortwin kommt dem Monster gemeinsam mit Arnfried von Ehfeld auf die Spur. Statt auf Antworten, stoßen sie auf etliche Fragen. Doch die Zeit drängt, denn der Mörder ist wieder auf der Jagd. Bist du bereit, für die Zeitreise? https://tredition.de/autoren/c-k-sinclair-28938/

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    • „Ich dachte immer, dass Gehalt im Senat in dem Stress angemessen ist. Offenbar habe ich mich geirrt.“ Brian Pax kratzte sich am Hinterkopf, als der den Bildwerfer deaktiviert hatte.
      Jayden schaute für zwei Herzschläge auf die Stelle, wo Lyas Hologramm gewesen war. Dann runzelte sie die Stirn und warf ihrem Begleiter einen fragenden Blick zu.
      „Hm?“
      „Das Motiv. Weshalb sollte eine Tippse im Senat ihren Chef umbringen?“
      „Was es auch ist, es muss etwas sehr Persönliches sein.“
      „Kein Scheiß.“
      „Das Kommlink.“
      „Was ist damit?“
      „Gebt es mir.“ Jayden streckte die Hand aus. Ein ungutes Gefühl durchströmte ihr Innerstes. Brian Pax holte das Gerät hervor und reichte es ihr verwundert.
      „Was habt Ihr vor?“
      Jayden vergeudete keine Zeit damit, ihm zu antworten. Mit zitternden Fingern gab sie die Frequenz ein. Der Bildwerfer erwachte zum Leben und das Holo eines Protokolldroiden des Galaktischen Senats materialisierte sich.
      „Ich bin C2 – TU. Wie kann ich Ihnen zu Diensten sein?“
      „Mein Name ist Jayden Kor, Padawan des Ordens der Jedi. Ich muss dringend mit Senator Gath Si’lor sprechen.“
      „Einen Moment bitte.“ Das Holo verschwand und Jayden biss sich auf die Unterlippe. Es fiel ihr nicht leicht, die aufbrausende Ungeduld zu zügeln. Jede Faser ihres Körper wollte sich in Bewegung setzten und wurde einzig von ihrem Willen zurückgehalten.
      „Hoffentlich ist es nicht zu spät.“ Sie warf Brian Pax einen hoffnungsvollen Blick zu. Dieser öffnete den Mund, um etwas zu erwidern, als das Hologramm von C2 erschien.
      „Ich bedaure, Meister Jedi, ich kann sie nicht zum Senator durchstellen.“
      „Es ist wichtig.“
      „Ich sagte bereits, dass es im Moment nicht möglich ist. Der Senator ist nicht in seinem Büro und sein Kom ist deaktiviert.“
      „Alarmiere die Wachen des Senats. Sein Leben ist in Gefahr. Er muss sofort in Sicherheit gebracht werden.“
      „Schildern Sie mir die Art der Gefahr und ich werde unverzüglich die erforderlichen Maßnahmen einleiten.“
      „Seine Assistentin will ihn ermorden.“
      „Das ist eine schwere Anschuldigung, Meister Jedi. Haben Sie Beweise?“
      „Hey Blechbüchse. Wenn du nicht willst, dass der Senator desintegriert wird, dann schwing deine Prozessoren und alarmiere die Wache.“ Brian Pax war an Jayden herangetreten.
      „Ich werde umgehend die Wache alarmieren. Ich fürchte allerdings, dass sie nicht viel ausrichten können.“
      „Was? Wieso nicht?“ Jayden blinzelte irritiert. „Weil Senator Si’lor das Senatsgebäude vor einer Viertelstunde verlassen hat.“
      „Wohin ist er gegangen?“
      „Das entzieht sich meiner Kenntnis.“
      „Großartig,“ Jayden beendete die Übertragung und sah ratlos zu Brian Pax, „er könnte überall sein. Selbst wenn ich den SID erreiche, könnten sie den Senator mit einem deaktivierten Kom nicht orten.“ Sie stieß einen Seufzer aus. Es war hoffnungslos. Sie hatte versagt. Jayden holte hörbar Luft und versuchte, die hektischen Gedanken mit dem stetigen Fluss der Macht in Einklang zu bringen.
      „Stimmt. Den Senator können sie nicht orten. Aber vielleicht diese Lya. Wir haben die letzte Übertragung von ihr und Kaltherz dort drüben.“ Er wies auf Jol’nulos Leichnam.
      „Selbst wenn es möglich wäre. All meine Kontakte zum SID oder meinem Meister waren in meinem Kom und das ist noch im Hauptquartier der Gang. Der Weg über eine offizielle Leitung würde zu lange dauern.“
      Brian Pax grinste breit.
      „Wir brauchen den offiziellen Weg nicht.“

      Fortsetzung folgt
      Schwarzwald, 1295: Ein Wolf in Menschengestalt streift umher. Im Schutze der Nacht reißt er die arglosen Opfer in den Betten, um dann lautlos in die Schatten zu flüchten. Pater Ortwin kommt dem Monster gemeinsam mit Arnfried von Ehfeld auf die Spur. Statt auf Antworten, stoßen sie auf etliche Fragen. Doch die Zeit drängt, denn der Mörder ist wieder auf der Jagd. Bist du bereit, für die Zeitreise? https://tredition.de/autoren/c-k-sinclair-28938/